Heigen irg. den 2 a en N. Juni. en verrichtet: Saur. t Stadtlirche: Baut. r Stadtkirche: Sell. r Burgkirche: mann, r Burglicche. udet. i ſe. Jun 9. Juul. Oroß⸗ gerau L. K. fl. k. 171311835 3 414 3 103111145 71201 6025 Naim art und Butzbach ani 1847. Intelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen * f im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1 10 2 48. Mittwoch, den 23. Juni Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 21. von 1847. I. Nachſtehende Bekanntmachung, das Verbot der Verſendung und Verbreitung des in Mannheim herauskommenden Zeitblattes „Deutſcher Zuſchauer“ betr.—„Die Verſendung und Verbreitung des unter der Bezeichnung„Deutſcher Zuſchauer“ im Verlag von Heinrich Hoff in Mannheim herauskommenden Zeitblattes, ſowie die Verſendung und Verbreitung von Abdrücken einzelner Artikel aus dieſem Zeitblatte, wird hiermit bei Vermeidung der Confiscation und einer Polizeiſtrafe von Zehn Gulden für jedes verſendete oder verbreitete Exemplar verboten. Dieſes Verbot tritt mit dem Tage der Bekanntmachung in dem Groß⸗ herzoglichen Regierungsblatte in Wirkſamkeit. Darmſtadt den 8. Juni 1847. Aus beſonderem allerhöchſtem Auftrage. Großherzoglich Heſſiſches Miniſterium des Innern und der Juſtiz. qu ThII. II. Bekanntmachung derſelben höchſten Behörde vom 22. Mai, die An⸗ wendung von Schwefeläther-Inhalationen bei chirurgiſchen Operationen, ſowie überhaupt bei Krankheitszuſtänden betr.— Da die Anwendung von Schwefeläther⸗Inhalationen nach den bisher be⸗ kannt gewordenen Erfahrungen unter Umſtänden von entſchieden nachthei⸗ ligen Folgen ſein kann, und die Beurtheilung, ob in einem gegebenen Falle die Anwen dung rathſam ſei oder nicht, die Kenntniſſe und die Um⸗ ſicht eines in jeder Beziehung techniſch ausgebildeten Arztes vorausſetzt, ſo wird in Folge ertheilter allerhöchſter Ermächtigung beſtimmt:„die Anwendung von Schwefeläther-Inhalationen bei chirurgiſchen Operationen, ſowie überhaupt bei Krankheitszuſtänden iſt von nun an nur den in der geſammten Heilkunde geprüften und approbirten Aerzten allgemein er— laubt, dem übrigen Heilperſonale dagegen— namentlich den Wundärzten, Zahnärzten und Hebammen— im Allgemeinen, bei Vermeidung disci⸗ plinärer Beſtrafung, unterſagt, und nur dann geſtattet, wenn dabei ein in der geſammten Heilkunde geprüfter und approbirter Art zugezogen wird.“, III. Bekanntmachung Gr. Oberfinanzkammer J. Section vom 27. Mai, welche mit Bezug auf das in Nr. 18 des Reg. Blatts von 1846 bekannt gemachte Längenverzeichniß der Staats- und Provinzialſtraſten zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß vom 1. Juli d. J. an die Er⸗ hebung des Chauſſeegeldes von der Straßenſtrecke vom Vorholz bis an die bayeriſche Grenze gegen Orbis beginnen wird. IV. Desgl. daß mit höchſter Genehmigung die Chauſſeegeld— erhebſtätte zu Schellnhauſen aufgehoben und dagegen eine ſolche zu Ermenrobd errichtet worden iſt V. Bekanntmachung Gr. Brandaſſecurationscommiſſion vom 21. Mai, daß mit höch ſter Genehmigung zur Deckung des Bedürfniſſes der Gr. Brandverſicherungskaſſe für 1846 auf 100 fl. Brand- perficherungslapital, ausſchließlich der 1¼½ kr. von jeder Hauptnummer betragenden Repartitionsgebühren, 6 Kreuzer ausgeſchlagen und die da⸗ nach ſich berechnenden Beiträge der Gebäudeeigenthümer in den erſten zehn Tagen des Monats Auguſt d. J. erhoben werden ſollen. IX. Coneurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Egelsbach, Kr. Großgerau, mit 1104 fl. 56 kr.; die kath. Pfarrſtelle zu Gonſenheim, L. K. Mainz, mit 1268 fl. und der Verbindlichkeit, einen Kaplan zu halten und demſelben nebſt freier Station jährlich 100 fl. zu verabreichen; die evang. Schullehrerſtelle zu Untermoſſau, L. B. Erbach, mit jährlich 227 fl.(Präſentation des Herrn Grafen zu Erbach-Fürſtenau); die evang. Schullehrerſtelle zu Betzenrod, Kr. Nidda, mit 247 fl.; die evang. Pfarr⸗ ſtelle zu Nordheim, Kr. Bensheim, mit 1056 fl., worauf jedoch eine temporäre jährliche Abgabe von 450 fl. ruht; die kath. Pfarrſtelle zu Oppershofen, Kr. Friedberg, mit 1376 fl.; die evang Schullehrerſtelle zu Glashütten, Kr. Nidda, mit 209 fla nebſt vier, gegen Entrichtung des Loosholzpreiſes zu beziehenden Stecken Buchenſcheitholz zur Heizung der Schnlſtube; die evang. Schullehrerſtelle zu Schwickartshauſen, Kr. Nidda mit 243 fl. 30 kr. nebſt 4 Stecken Buchenſcheitholz zur Heizung des Schullocals. X. Geſtorben ſind: am 28. März penſ. Schullehrer Sittel zu Udenheim; 3. April penſ. Schullehrer Ziegler zu Großzimmern; 18. evang. Schullehrer Schneider zu Zwingenberg; 22. penſ. Oberförſter Re itz zu Lindenhof; 30. Oberſteiger Will auf dem Dorheimer Berg— werk; 1. Mai der auf dieſſeitige Präſentation angeſtellte Packhofsverwalter Kröll zu Frankfurt a. M.; 8. der Decan und 1. evang. Pfarrer Bü ch⸗ ner zu Worms; 10. evang. Schullehrer Habermehl zu Hergersdorf, Hauptzollamtsaſſiſtent Soß dorf zu Mainz; 12. penſ. Rheinſchifffahrts⸗ octroieinnehmer Gergens zu Mainz; 19. ev. Pfarrer Wolf zu Eichels— dorf; 20. Reviſor Schäfer bei der Steuercontrole und Calculator der 1. Sect. Großh. Oberfinanzkammer; 24. Geh. Legationsrath und Miniſter⸗ reſident bei der freien Stadt Frgnkfurt v. Goldner. Höhenrauch. Man hat verſchiedentlich darüber geſtritten, ob der Höhenrauch eine bloße Naturerſcheinung ſei, oder ob derſelbe den in einigen nordweſt-europäiſchen Küſtengegenden jezeitig bewerkſtelligt werdenden Moorverbrennungen ſeine Entſtehung verdanke. Beides iſt richtig. Es gibt einen geruchloſen Höhenrauch, welcher bei großer Hitze das ſcheinbare Himmelsgewölbe gleichſam umflort, und oft tage— ja— wie der von 1783— zuweilen ſelbſt wochen⸗ oder monatelang anhält. Dieſer— für die Vegetation ziemlich unſchädliche— Höhenrauch iſt elektriſcher Natur, und ſteht — wie der genannte von 1783— zuweilen auch mit vul— kaniſchen Erſcheinungen in Verbindung. Anders verhält „ 198. a ſich's mit dem dicht auf der Erde ſich hinlagernden ſtinkenden Höhenrauch, wie wir leider wieder am 27. und 28. Mai, ſowie in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni einen ſolchen wahrzunehmen hatten. Dieſer— eine Nachwirkung der beſagten Moorbrände— iſt für die geſammte Vegetation, insbeſondere aber für Blüthen jeder Art ein wahres Gift; und es durfte auch der in den letzt verwichenen Tagen ſtatt gehabte in Bezug auf die Korn⸗ blüthe mancher Gegenden nicht ganz ohne Schaden vor— übergegangen ſein. In der Didaskalia vom 30. Mai befindet ſich ein Artikel aus Bremen v. 26. Mai, welcher die Urſache auch unſeres jüngſt ſtatt gehabten Höhenrauchs faſt außer Zweifel ſetzt. Er lautet wörtlich: „Am zweiten Pfingſtfeiertage(24. Mai) haben uns unſere Nachbaren in den oldenburgiſchen Mooren wieder eine Feſtbeſcheerung gebracht, die wir ihnen nicht Dank wiſſen. Sie hatten ihre Moore in Brand geſteckt, verpeſteten ſtundenlang die Luft durch Höhenrauch und hüllten die Sonnenſcheibe in ſo dicken Dunſt, daß ſie blut⸗ roth ausſah. Heute, am 3. Pfingſtfeiertage(demnach 25. — nicht 26.— Mai) ſind wir wieder von dieſer Land— plage heimgeſucht. In Vegeſack war man geſtern ſo er— bittert, daß c.——— Im Uebrigen theilen wir den allgemeinen Unwillen gegen die Luftverpeſter und Frühjahrs⸗ verderber.„Ganz Deutſchland merkt's, wenn un⸗ ſere Moore brennen ſang man naiv genug auf dem vorjährigen oldenburgiſchen Volksfeſte.“ Ungleich wichtiger, als jene Frühjahrsverderbniß, wor⸗ über die Städter klagen, iſt wohl der faſt unberechenbare Schaden, welchen die beſagten Moorbrände unſeren Obſt— und Kornblüthen zufügen. Sollten denn jene Moorverbren— nungen, wenn ſolche denn doch einmal unumgänglich noth⸗ wendig ſind, nicht bei— deren giftige Dampfe dem Ocean zuführenden— Oſtwinden bewerkſtelligt, oder doch wenig ſtens in Jahreszeiten verlegt werden können, in welchen keine Blüthen vorhanden ſind? Petterweil am 2. Juni 1847. H. C. Flick. /// Friedberg, am 16. Juni 1847. Aufgefahren Verkauft; i Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.(Mlrr.) fl. kr. Waizen 8. 650 ¼ 632 20 56 P 249 246 ½ 17 20 G 216½ 188 14 18 of r ü 1147 11 7 35 Vorſchuß 23 12 21 45 Waizenmehhl 24 19% 17 48 Roggenmehl 23 15 15 24 Erben 16% 115 13— Altenſtadt, den 15. Juni 1847. Waien 105 87 22— Korn 5 7 6 18— ii 23 17 15— o 3 1 8— Me!hßhß 40 10 17 45 Lich, am 15. Juni 1847. Waizen 35 35 21 39 Go 25 25 18 35 Gerf?⸗iüß„ 36 36 14— RR 3 3 6 50 Hungen, am 18. Juni 1847. Wien 108 88 20 5% o 51 42 18 15 Gilt 38 31 15 44 FFF 7 2 7 50 23. 30. 18. 26. 14. 2 Kirchenbuchsauszuͤge vom Maͤrz 1847. I. Lich. N Getraute: Der hieſige Ortsbürger und Schuhmachermeiſter Georg Philipp Lehr, des verſtorbenen Jakob Lehr unehelicher lediger Sohn, und Karoline Eleonore Spahr, der Eleo— nore Spahr uneheliche ledige Tochter. Der hieſige Ortsbürger und Thierarzt Joh. Peter Petri, des hieſigen Ortsbürgers und Schmiedemeiſters Joh. Jakob Petri, ehelich lediger Sohn und Luiſe Caro⸗ line Dietz, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Johannes Dietz, ehelich ledige Tochter. Getaufte: Dem hieſigen Ortsbürger und Taglöhner Herrmann Philipp Panz ein Sohn, Joh. Heinrich, geb. den 16. Februar. Dem Konrad Größer, Ortsbürger und Theerbrenner zu Steinbach, Kr. Gießen, ein Sohn, Ludwig Karl, geb. den 25. Febr. Dem Heinrich Findt, Ortsbürger und Maurer zu Staufenberg, Kr. Gießen, ein Sohn, Philipp Heinrich, geb. den 25. Februar. Dem hieſigen Ortsbürger und Schreinermeiſter Karl Chriſtian Wagner, eine Tochter, Sophie, geb. den 21. Februar. i Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Bäckermeiſter Karl Fried— rich Hitzel, eine Tochter, Luiſe Charlotte Henriette, geb. den 24. Febr. a Ein unehelicher Sohn, Wilhelm, geb. den 12. März. Dem hieſigen Ortsbürger und Bierbrauer Jakob Jung ein Sohn, Jakob, geb. den 21. März. Beerdigte: Joh. Gottlieb Werner, Müllergeſelle in der Untermühle dahier, alt 20 Jahre, 3 Monate und 21 Tage, ver⸗ unglückte in Folge eines Sturzes unter das Mühlrad den 10. März. Philipp Jakob Walz, Ortsbürger und Rothgeber da— hier, alt 79 Jahre, 2 Monate und 22 Tage, r den 16. März. Anna Maria Rau, des verſtorbenen hieſigen Orts— bürgers und Maurers Joh. Georg Rau, eheliches Töchterchen, alt 2 Monate und 5 Tage, 1 den 23. März. i II. Ulrichſtein. Getraut e: Keine. Getaufte: Dem hieſigen Bürger und Gr. Geſtuͤtsknecht Johannes Freyenſehner II. eine Tochter, Anna Eliſa, geb. den 18. Febr. Dem hieſigen Bürger und Bäcker Caspar Peppler eine Tochter, Anna Eliſabetha, geb. den 19. Febr. Beerdigte: Anna Eliſabetha, geb. Geiß, des hieſigen Bürgers und zeitigen Feldgeſchworenen, Johannes Fritz Ehefrau, 5 67 Jahre, 4 Monate und 18 Tage, t den 18. arz. 0 — 847. iſter Geor unehelicher der Eleo Jeh. Petet iedemeiſters duiſe Caro⸗ ckermeiſters Herrmann bb. den 16 cerbrenner wid Karl, Naurer zu p Heinrich, eiſter Karl b. den 21. Karl Fried⸗ Henriette, d * aun NI 12. Matz noh Jung Untermühle Tage, ver⸗ Mühlrad 1 Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edicetalla dung. (S6 Cs entliehen 8 1) Johann Adolph Stock von Friedberg am 19. November 1765 bei der hieſigen Präͤ— ſenz 84 fl. 30 kr., ſodann 2) Michael Maker und Ehefrau in Ilbenſtadt am 22. Mai 1807 bei Georg Margraf da— ſelbſt 100 fl. g und ſind beide Kapitalien beſcheinigtermaßen abgetragen.. Die Schuldurkunden ſollen verloren ſein, weßhalb auf Antrag der Schuldner resp. deren Erben alle, welche auf jene oder aus den danach Statt gehabten Verpfändungen Anſprüche bilden zu können glauben, zu deren Anzeige binnen zwei Monaten von heute an unter dem Rechtsnachtheile aufgefordert, daß ſonſt die vorgedachten Schuldurkunden für er⸗ loſchen erachtet und die Einträge in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden. Friedberg den 18. Mai 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Eds hgl ladung. (886) Für die Gemeinde Bauernheim hat ſeither nur ein Ortshypothekenbuch beſtanden und ſoll jetzt durch Abſchriftsnahme deſſelben auch ein Amtshypothekenbuch errichtet werden. Jenes Ortshypothekenbuch beginnt erſt mit dem 28. April 1817, obwohl höchſtwahrſchein⸗ lich auch noch ältere Hypotheken beſtehen, die alſo gar nicht eingetragen zu ſein ſcheinen. Deßhalb werden Alle, welche Hypotheken beſitzen, die vor dem 28. April 1817 errichtet worden und in denen Immobilien aus der Gemarkung Bauernheim verpfändet ſind, auf— gefordert, ſolche ſogewiß binnen drei Monaten von heute an, zum Zwecke der Eintragung in die Hypothekenbücher, hier vorzulegen, als ſonſt, wenn ſie dies unterlaſſen und dadurch möglich machen, daß ihre Unterpfänder ſpäter nochmals verpfändet werden, ſie ſich die daraus entſtehenden Nachtheile ſelbſt beizumeſſen,— namentlich zu gewärtigen haben, daß ſie ent— weder die neueren Pfandgläubiger zu entſchä— digen verurtheilt— oder erſt nach dieſen be— friedigt werden. 5 Friedberg den 28. Mai 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht. Hofmann. 5 Edicetalladung. (946) Friedrich Müller zu Södel entlieh am 17. April 1818 unter genereller Verpfän⸗ dung ſeines Vermögens vom Schullehrer Phi⸗ lipp Stumpf 600 fl. Die deß fallſige, ſpäter dem Kammerchoriſten Stumpf zu Darmſtadt cedirte Obligation ſoll abgetragen, aber verloren gegangen ſein, weß— halb auf Antrag des Schuldners, welcher der— malen eine ihm zugeſchriebene Hofraithe in Södel veräußert hat und die Pfandfreiheit behauptet,— jeder der noch Anſprüche auf jene Obligation bilden oder den Fortbeſtand des Pfandrechtes behaupten wollte, zu deß⸗ fallſiger Anzeige binnen 60 Tagen unter dem Rechtsnachtheil aufgefordert wird, daß ſonſt die Schuld für erloſchen erachtet und der dar— auf bezugliche Eintrag in den Hypotheken⸗ büchern gelöſcht wird. Friedberg den 7. Juni 1847. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Verſteigerung von Erdarbeiten. (995) Samſtag den 26, d. M. ſoll ein Theil „ 199 der zur Erbauung der Main Weſer⸗Eiſenbahn in den Gemarkungen, Ruttershauſen, Lollar, Wieſeck, Wismar, Klein- und Großenlinden erforderlichen Erdarbeiten, veranſchlagt zu etwa 7000 fl., in mehreren Looſen an die Wenigſt— nehmenden öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt Vormittags um 8 Uhr auf dem Bahnfeld bei Kirchberg und Nachmittags um 3 Uhr, auf der Bahnlinie an der Grenze der Gemarkungen Kleinlinden und Gießen. Gießen den 15. Juni 1847. Der Großh. Oeſſ. Sections-Ingenieur der Section Gieſſen einde Verſteigerung von Bauarbeiten. (998) Die an den Gebäuden des Zucht⸗ hauſes zu Marienſchloß vorzunehmenden Bau— reparaturarbeiten, beſtehend in Maurer- und Steinhaueraͤrbeit, fl. kr. veranſchlagt zu 450 20 Zimmerarbeit veranſchlagt zu 29 40 Schreinerarbeit 97 18 Schloſſerarbeit 156 25 Glaſerarbeit 68— Weißbinderarbeit 265 45 Spenglerarbeit 188 54 und die Anlieferung von 3 Cubklftr. Kies ſollen Donnerſtag den 24. Juni d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, auf dem Directorialbureau zu Marienſchloß, woſelbſt die Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen zur Einſicht der Steigliebhaber offen liegen, an die Wenigſt⸗ fordernden verſteigert werden. Gießen den 16. Juni 1847. Der Gr. Provinzialbaumeiſterei-Vicar der Provinz Oberheſſen Holzapfel. Edictalladung. (9118) Cigenthums⸗ oder ſonſtige Anſprüche an das von der Heinrich Günthers Wittwe von Köddingen verkaufte Grundſtück, als: Gemarkung Köddingen: 406/15 11/124 195[] Klaͤfter Acker in der Wingerſtruth an Hartmann Rühl, ſind binnen vier Wochen a dato, um ſo ge⸗ wiſſer hierorts anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt die Beſtätigung des Kaufbriefs erfolgt. Ulrichſtein am 10. Juni 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Oeffentliche Aufforderung. (1009) Die Ehefrau des Georg Kötter, Margarethe, geb. Schwind, dahier, hat gegen ihren genannten Ehemann auf den Grund bos— licher Verlaſſung eine Klage auf Trennung ihrer Ehe, hinſichtlich des Bandes, erhoben. Da der dermalige Aufenthaltsort des Beklagten unbekannt iſt, ſo wird derſelbe hiermit aufge— fordert, ſich um ſo gewiſſer innerhalb drei Monaten von heute an auf dieſe Klage dahier zu erklären, als er anſonſten des thatſächlichen Inhaltes derſelben geſtändig erachtet, mit Einreden ausgeſchloſſen und rechtlicher Ord— nung nach gegen ihn erkannt werden würde.— Alle weiteren in dieſer Sache ergehenden Be— ſchlüſſe werden nur durch Anſchlag an die Gerichtsthüre bekannt gemacht werden. Großkarben den 3. Juni 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Sartorius. Arbeits-Verſteigerung. (1010) Montag den 28. Juni l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen auf dem Ilben⸗ ſtädter Chauſſeehaus die bei Herſtellung der Fluthkanalbrücke vorkommenden Steinhauer, Maurer-, Zimmer-, Schloſſer- und Weißbin⸗ derarbeiten, ſowie die Anlieferung der dazu erforderlichen Materialien, beſtehend in Stei— nen, Kalk und Sand, öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Der im Gan⸗ zen 5530 fl. betragende Voranſchlag liegt nebſt den Riſſen zur Einſicht auf dem Bureau des Unterzeichneten offen. Zu gleicher Zeit ſollen auch die bei der Er⸗ bauung einer Fluthſchleuße bei Vilbel vor⸗ kommenden Maurer- und Steinhauerarbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 18. Juni 1847. Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg. Stockhauſen. Holz ⸗Verſteigerung. (1011) Montag den 12. Juli d. J., Mor- gens 10 Uhr, und den folgenden Tag, werden in dem Wehrheimer Gemeindewald, und zwar am erſten Tag das Stammholz: 1) Diſtrict Mark 5. Theil. 310 eichene Bau⸗ und Werkholzſtämme zu 9089 Cbefß. 132 Kieferſtämme zu 1360 Cbkfß., J½ Klafter buchenes Scheitholz, 1„ eeichenes* n 7 rügelholz, 30%„ kiefernes 1 g 5 22 7 erlen 77 2„ birken 5 4„ aspen 2 8,050 Stück eichene 5,400„ kieferne Wellen, 1,025„ gemiſchte 630„ Gerüſtbölzer, 240„ Leiterbäume und 116 Klafter gemiſchtes Stockbolz. 2) Diſtrict Ober loh 5. Theil: 4,250 gemiſchte Wellen und 300 Abraumwellen verſteigert. Uſingen den 16. Juni 1847. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Bekanni machung, Gras Verſteigerung in dem Revier Hoch⸗ weiſel, Forſts Friedberg betr. (1012) Freitag den 25. d. M. ſollen die diesjaͤhrigen Heu⸗ und Grummetgrasnutzungen in den forſtfiscaliſchen Teichen öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden, und zwar: 1) in dem Piſtorteiche circa 4 Morgen, 2)„„unteren Forellenteiche circa 1½¼ Morgen, 3)„„ mittleren Forellenteiche circa 2¼ Morgen und J)„„oberen Forellenteiche ca. 2 Morgen. Hierauf Reflectirende werden hierzu einge— laden mit dem Anfügen, daß Nachgebote nicht angenommen, vielmehr der definitive Zuſchlag ſogleich ertheilt werden wird, wenn der Ab— ſchätzungspreis erreicht worden iſt. Die Zuſammenkunft findet übrigens Mor— gens 8 Uhr, an dem Piſtorteiche oberhalb Münſter Statt. Hochweiſel den 15. Juni 1847. Der Großh. Heſſ. Revierfoörſter des Reviers Hochweiſel Stillgebauer. Gras Verſteigerung. (1018) Montag den 21. Juni l. J. Nach⸗ mittags 1 Ubr, ſoll das Heugras von den hie⸗ ſigen Gemeindewieſen, ohngefaͤhr 55 Morgen, in einzelnen Abtheilungen, meiſtbietend ver— ſteigert werden. Ilbenſtadt am 16. Juni 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. Bekanntmachung. (1010) Künftigen Freitag den 25. d. M., des Nachmittags um 1 Uhr, ſoll zu Lich eine bedeutende Quantität ſehr gut gehaltenes Eichen⸗Holz von dem abgebrochenen Rathhauſe parthieenweiſe an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden, welches ich hinſichtlich der Qualität des Holzes jedem Bauluſtigen an⸗ empfehlen muß. 0 Die Herrn Bürgermeiſter werden dienſtge⸗ fälligſt erſucht, obige Bekanntmachung im In⸗ tereſſe ihrer Ortsangehörigen zu veröffentlichen. Lich den 18. Juni 1847. l 6 Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Vogt. Holz ⸗Verſteigerung. (1015) Donnerſtag den 1. Juli l. J., von Morgens 9 uhr an, ſoll in dem Gräfllich Solms Rödelheim'ſchen Walde bei Wickſtadt das nachfolgende Holz, nämlich: 43 Stecken eichen Prügelbolz 1375 Stück„ Baumſtützen 118 Stecken„ Reiſer 2000 Stück gemiſchte Baumſtützen öffentlich verſteigert werden. Aſſenheim den 20. Juni 1847. Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Holz ⸗Verſteigerung. (1010) Montag den 28. Juni, Morgens 8 Uhr, ſollen im Rodheimer Gemeindewald an der Hanauerekke 20,000 kiefern Baum⸗ ſteiber meiſtbietend verſteigert werden. 5 Die Zuſammenkunft iſt auf der von Köp⸗ pern nach Oberrosbach führenden Chauſſee. Bemerkt wird, daß gegen vorſchriftsmaͤßige Bürgſcheine bis den 1. November d. J. Zah⸗ lungsfriſt geſtattet wird. Rodheim den 19. Juni 1847. Lobſchlag⸗ holz, Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Holz⸗Verſteigerung. 1017) Dienſtag den 29. l. M., von Mor⸗ 9255 9 Uhr an, ſoll in dem Gräflich Solms⸗ Rödelheim'ſchen Bainhardswald bei Rosbach das nachfolgende Holz, nämlich: 50 Stecken eichen Prügelholz 5000 Wellen„ Reiſer Lohſchlag⸗ 4000 Stück„ Baumſtützen holz, 5 Stecken Hauſpäne u. Leſeholz 13 Stecken eichen u. buchen Durchforſtungs⸗ prügelholz, 7„„„„ Stockholz, 35 67 77 757 77 Reiſer, 850 Wellen eichen Durchforſtungs Reiſer, 650„ kiefern 1 450 Reichen Putzholzreiſer öffentlich verſteigert werden. Aſſenheim den 20. Juni 1847. Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Verſteigerung. (1018) Montag den 27. Juni l. J., Nach⸗ mittags 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrath des vereinigten Armen fonds 18 Malter Gerſte, zweimalterweiſe, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 21. Juni 1847. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (1019) Donnerſtag den 24. Juni l. F., Morgens 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe ein zum Nachlaß der Wittwe Friedrich Niko lai gehörender Garten öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: Pag. 136 u. Nr. 13. 21 Ruthen S 42 UIYKlftr. in der 4. Gewann bei der Langgaſſe, an Martin Dauernheim. Zins in die Stadt— kirche 5 Kreuzer 2½ Heller. Friedberg den 21. Juni 1847. In Auftrag Großh. Landgerichts Friedberg: Der Grßh. Heſſ. Bürger meiſter Bender. * 200 Arbeits-Verſteigerung zu Steinfurth. (1020) Die an der Kirche und den Pfarr- gebaͤuden zu Steinfurth erforderlichen Bau— und Reparaturarbeiten, als: fl. kr. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 24 5 Zimmerarbeit, 5 1 64 2 Dachdeckerarbeit,„„ 30 41 Schreinerarbeit, 5 1 10 19 Schloſſerarbeit,. 6 3— ſollen Samſtag den 26. d. M., Vormittags 10 uhr, im Gaſthaus zum Löwen in Stein⸗ furth an gewerbsberechtigte Uebernehmer öffent⸗ lich in Accord gegeben werden. Friedberg den 15. Juni 1847. a Der Gemeindebaumeiſter Ru t h 8. Arbeits-Verſteigerung zu Nieder⸗ mörlen. (10210 Die bei Herſtellung der Mühlgraben⸗ brucke an der Wiſſelsheimer Grenze erforder— liche fl. kr. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 26— Lieferung von gehauenen Sattelſteinen 46 30 1„ Waſſerkalk, 19 30 6„Sand, 6— ſoll Samſtag den 26. d. M., Nachmittags um 3 Uhr, an Ort und Stelle wenigſtnehmend verſteigert werden. Friedberg am 20. Juni 1847.. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. N Privat ⸗Bekammtmachungen. Ein Dampfdeſtillir-Apparat, (1022) womit in 10 Stunden 6-800 Maaß Maiſche abgetrieben werden können, ſteht mit den dazu nöthigen Geräthſchaften zu verkaufen und iſt Näheres auf frankirte Briefe zu er- fahren bei N W G. Reiber in Gießen. Zugelaufener Hund. (1023) um 19. d. M. iſt mir ein ſchwar⸗ zer Dachshund mit braunen Füßen und brau⸗ ner Bruſt zugelaufen. Der Cigenthümer kann denſelben gegen Zurückgabe der Inſeratgebüh⸗ ren und Erſtattung des Futtergeldes bei mir in Empfang nehmen.. Kaichen den 19. Juni 1847. i Polizeidiener Kaiſer. Mobiliar-⸗ Verkauf. (1022) Einen Kleiderſchrank, einen Tiſch, einen Reitſattel mit ledernen Taſchen und ein Klavier, ſämmtliche Gegenſtände noch in gutem Zuſtande, hat zu verkaufen. Bingmann, Steuercommiſſär. Friedberg den 20. Juni 1847. Warnung. (1025) In einem Orte unfern des Haus⸗ bergs ereignete ſich vor einigen Jahren der Fall, daß ein Gemeinderath ſich mit einer alten, 72jährigen, blinden Frau ſpottete und zu ihr ſagte, ich ſehe es Euch an, daß Ihr bald ſterben werdet; Ihr lebt keine 3 Jahre mehr; wenn Ihr aber noch drei Jahre leben werdet, ſo ſollt Ihr von mir 2 fl. bekommen und wenn ich kodt bin, wenn die drei Jahre herum ſind und ihr lebt noch, ſo ſollen meine Frau und Kinder verpflichtet ſein, Euch die verſprochenen 2 fl. auszubezahlen. Als die drei Jahre herum waren und die blinde Frau ſich die verſprochenen 2 fl. holen wollte, da ſagte der Gemeinderath, es wären noch keine drei Jabren; ſo wartete die blinde Frau noch ein Jahr und da ſie jetzt ihre verſprochenen 2 fl. haben wollte, ſo antwortete er, er habe keine Zeit und könnte ſich nicht mit ihr einlaſſen, und ſo weiter, da kam die alte blinde Frau mit betrübtem Herzen nach Haus und klagte dieſen betrübten Zuſtand, mit dem Bemerken, daß ſie jetzt einſehe, daß ſie nur verſpottet worden ware. Jetzt iſt die blinde Frau geſtorben; aber auf ihrem Krankenbette klagte ſie es und warnte noch die Umſtehenden, daß ſich doch Niemand mit einem alten, blinden Menſchen ſpotten möchte, ſonſten der gerechte Richter ſolches wohl an demſelben rächen würde. Literariſche Anzeige. (1026) Bei G. W. Niemeyer in Hamburg iſt in der 7ten Auflage erſchienen und in Fried⸗ berg bei C. Bindernagel zu haben: Der bewährte Arzt für Unter⸗ leibskranke. 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Die antiquariſche Buchhandlung von E. Ehr. Nagel I. (Metzgergaſſe Nr. 287.) f Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.