r Stadtkirch: mann. er Stadtkitche zertſch. . Burgkitcht: Sant. ntelligenz- Glatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 56. Mittwoch, den 21. Juli 13847. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: J. U. S. gegen Konrad Deckebach von Gedern wegen Diebſtahls. Sie werden angewieſen, Nachforſchungen nach dem Rubrikaten anſtellen und ihn im Betretungsfalle arretiren und an mich abliefern zu laſſen. Grünberg den 16. Juli 1847. In Beurlaubung des Kreisraths: v. Ra bie n a n. Destſche Sagen. In Nr. 12. und 14. des Intelligenzblattes ſind einige„Wetterauer Sagen“ mit Bemerkungen von W. mitgetheilt worden, und wir werden dadurch erinnert, die Leſer d. Bl. auf eine Sammlung deutſcher Sagen aufmerk⸗ ſam zu machen, die vor etwa einem Jahre erſchienen iſt unter dem Titel:„Deutſche Sagen. Bearbeitet und herausgegeben von C. F. Lauckhard, zweitem Lehrer an der Muſterſchule zu Friedberg in der Wetterau.“(Darm- ſtadt 1845. 176 S. Pr. 36. kr.) Der Verfaſſer ſagt im Vorworte:„Als unſere Vorfahren noch Kinder waren an Einſicht und Verſtändniß und ſich zum Glauben an das höchſte, vollkommenſte, geiſtige Weſen noch nicht erheben konnten; da bildeten ſie ſich Götter, wie ihr einfacher Sinn ſie be⸗ durfte und begreifen konnte. Demnächſt füllten ſie die Kluft zwiſchen Himmel und Erde in ihrer Kinder-Einfalt, mit einer Menge von guten und böſen Geiſtern aus.— So belebte und bevölkerte dann die Einbildung ihre ganze Um⸗ gebung; nichts war todt und ſtumm, alles belebt und beredt; überall webten und lebten die Unſichtbaren. Im Walde hauſten die Elfen und förderten das Wachsthum und Ge— deihen. Durch die Stille der Nacht tobte das wüthende Heer. Im Innern der Erde waren die kleinen Zwerg⸗ lein geſchäftig. In Flüſſen und Seen wohnten die Nixen und Waſſerfrauen. In den Häuſern, auf den Speichern, zwiſchen den Fäſſern im Keller, in Stuben, Ställen und Scheuern hatten die Hausgeiſter und Kobolde ihr Weſen. Deutſchen. Lanzenſchäften getäfelt. Und ſo wird uns dann in dem Buche von den Göttern der heidniſchen Deutſchen erzählt, von dem Rieſen, dem Teufel von allerlei Geiſtern: Hausgeiſtern, Erdgeiſtern, Waſſergei⸗ ſtern und Luftgeiſtern; endlich von Heiligen, Helden und Thieren. Die deutſchen Sagen ſind in neuerer Zeit wieder viel⸗ fach poetiſch bearbeitet worden, theils in ſchlechten, theils aber auch in guten und vortrefflichen Bearbeitungen. Für einen größern Leſekreis aber— und der Verfaſſer hat wohl auch den Bürger und Landmann und die Schuljugend, wenig⸗ ſtens die reifere, bei ſeiner Bearbeitung im Auge gehabt— ſind dieſe Sagen in der ſchlichten, einfachen Erzählung, wie wir ſie hier finden, gewiß zugänglicher. Wir wollen einige der kürzeren Darſtellungen als Probe hier mittheilen und weil in unſerer Zeit eine neue Walhalla errichtet worden iſt, ſo mögen die Vorſtellungen unſerer heidniſchen Vorfahren von der alten hier eine Stelle finden. Walhalla. „Die Walhalla iſt der Himmel fuͤr alle tapfere Es iſt der Saal eines ungeheuren goldenen Schloſſes, dem Gott Odin gehörig. Eigentlich heißt Wal⸗ halla die Todten-Halle, denn Wal heißt todt, was wir an dem Worte Walſtadt(Todtenſtätte) noch ſehen können. Die Walhalla war mit lauter Schilden gedeckt und mit Ihre Zinnen waren ſo hoch, daß man ſie mit den Augen nicht erreichen konnte. Sie hatte 540 Thore: jedes war ſo breit, daß 800 Helden neben einander hindurch ein- und ausziehen konnten. Neben dieſem ſchönen Schloß war ein lieblicher Hain, deſſen Bäume gol— dene Blätter trugen; auch eine ungeheure Wieſe war hier, auf welcher die Helden bis zum Mittag kämpften; wo denn alle von Wunden und Schmerzen ſchnell geheilt zur Wal— halla zurückkehrten. Da tafelten ſie nun köſtlich, Odin an ihrer Spitze. Es wurde Meth(gegohrnes Getränk aus Waſſer und Honig) aus großen goldenen Trinkhörnern ge— trunken und von dem Eber Sährimmir geſpeißt, der nie all wurde, ſo viel Braten man auch von ihm herunterſchnitt. Auch koͤſtliche Aepfel kamen auf die Tafel, die Aepfel der Goͤttin Iduna, welche Unſterblichkeit verliehen. Gegen Abend kam ein Skalde(Sänger) und beſang die Thaten des Tages. Die in der Walhalla Ankommenden wurden feierlich begrüßt. Wer mit Schätzen und großem Gefolge kam, wurde deſto beſſer aufgenommen, daher ſich oft die Anverwandten bei dem Tode eines Helden ermordeten, um * ihm das Geleit zu geben; ſeine Waffen bekam jeder bei der Beerdigung mit. a Durch die Fenſter der Walhalla ſah man hinaus auf die Wohnungen der andern Götter, die wie Burgen auf Berggipfeln lagen. In ſolchen Burgen wohnten auch die von der Erde geſchiedenen frommen Frauen und Kinder. In die Walhalla kam man nur, wenn man verwundet aus dem Leben ſchied; beſonders war ſie der Aufenthaltsort der auf dem Schlachtfeld gefallenen Tapfern. Daher pfleg⸗ ten ſich auch Männer, welche der Tod auf dem Kranken⸗ lager überkam, vor ihrem Abſcheiden mit dem Schwerte zu verwunden, um die Freuden der Walhalla nicht zu verlieren. Wer nicht in der Schlacht fiel, oder unblutig ſtarb, kam nach Helheim, in Helas, der Todten-Königin Reich.“ (Fortſetzung folgt.) Markt Beri che: Hungen, am 16. Juli 1847. Aufgefahren] Verkauft 5 5 Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr)(Mtr.) r Wan 156 61 17 10% Sei f 22 15 14 26 Gerſte 2⁵ 12 10 40 N 8 8 6 20 Wicken:„———— Roggenmehl 7— 7 7 Oeffentliche Nachricht. 230 legen wir hiermit den geehrten Mitgliedern der Suppenanſtalt daher Rechenſchaft ab, wie folgt; 8 Es beträgt IJ. Die Einnahme fl. kx 1) die wochentlichen Beiträge 5 689 49% 2) der Erlös der verabreichlen Suppe vom 20. Januar bis 15. Juni d. J. 217 3) Erlös der Geräthſchaften(ſ. II. Nr. 6) 4 7 b 1061 18 Davon geht ab II. Die Ausgabe 1) für Fleiſch 179 58¾ 2)„ Kartoffeln 190 16 3)„ Holz und Braunkohlen 23 13 4) Mehl, Reiß, Gerſte, Erbſen, Bohnen, Linſen, Gries⸗ 6 mehl, Brod, Salz, Kleinigkeiten 516 18 ¼ 5) Bedienung a) der Köchin 46 40 b) dem Diener 22 48 c) Außerordentliche Dienſtleiſtungen a) Polizeid. Seibert für verſchiedene Beſtellungen 1 5) Heinrich Blum dafür. 18 60 Anſchaffung d. Geräthſchaften zur Einrichtung(ſ. I. N. 3) 27 56 1013 23 Mithin Ueberſchuß 47 55 welchen wir— hoffentlich im Sinne ſämmtlicher Mitglieder— zu Brodanſchaffung, das den Armen vertheilt wurde, verwendeten.— Es wurden in 145 Tagen beiläufig 30,000 Schoppen Suppe vertheilt. Die Rechnungen liegen zur Einficht der geehrten Mitglieder wäh⸗ rend 14 Tagen bei dem Ausſchußmitglied Freiherrn Löw offen. Es ſchließt ſich hiermit dieſe wohlthätige Anſtalt. Die Unterzeich⸗ neten aber können es ſich nicht verſagen, ſämmtlichen Mitgliedern der⸗ ſelben ihren wärmſten Dank zu ſagen für die freundliche und— fa ohne Ausnahme— allgemeine Theilnahme. Jeder, der ſein Schär flein gegeben hat, kann ſich des tröſtlichen Gedankens erfreuen, beigetragen zu haben zur Linderung mancher Noth. Hoffen wir, daß lange keine ſolche Theurung wiederkehre; ſollte ſie aber wieder eintreten, ſo helfe der biedere milde Sinn der Bewohner Friedbergs den Dürftigen, wie hier, ſo auch dann die Laſt erleichtern. f 2 Mit Bezugnahme auf unſere Bekanntmachung vom 1. v. M. Bender. Friedberg im Juli 1847. Löw. A. Lind heimer. Dr. Fertſch. Dr. Renner. Mayer Hirſch. H. Salzmann UI. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 1 ιιιννν Oeffentliche Ladung. (1129) um den bedeutend überſchuldeten Nachlaß des im vorigen Jahre zu Vilbel ver⸗ lebten J. C. Bermann zu ordnen und ein förmliches Concursverfahren zu vermeiden, ladet man alle dem Gerichte nicht ſchon be⸗ kannte Gläubiger zur Anzeige ihrer Forde⸗ rungen, ſowie dem Verſuche der Güte auf Freitag den 30. Juli, früh 9 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile vor, daß von dem Ausbleibenden angenommen wird, er wolle aus dem Nachlaſſe keine Befriedigung an⸗ ſprechen. Groskarben den 3. Juli 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt. Korn⸗ und Erbſen⸗Verſteigerung in Friedberg. (1149) Nachträglich zu der in Nr. 52 und 53 dieſes Blattes enthaltenen Bekanntmachung von Korn Verſteigerungen wird hiermit noch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß in den auf Mittwoch den 21. und Mittwoch den 28. d. M., Morgens 9 uhr, beſtimmten Terminen, in dem Gaſthauſe des Herrn Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthor dahier, jedes. mal nicht 100, ſondern 133 Malter Korn à 180 Pfund per Malter, dem Meiſtgebot aus⸗ geſetzt werden, daß dagegen die auf den 4. 8e. beſtimmt geweſene Verſteigerung aus⸗ fallt. In denſelben Terminen, nämlich den 21. und 28. d. M. kommen außerdem jedesmal 17½ Malter Erbſen, in kleinen Quantitäten von 1 Simmer bis zu 1 Malter, zur Ver⸗ ſteigerung. a Friedberg den 14. Juli 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domaͤnenrath Bu ß. Arbeits- Verſteigerung. (1160) Montag den 26. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen in Obermörlen im Gemeindehauſe die bei der Erbauung eines neuen Schul- und Rathhauſes daſelbſt vorkommenden Bauarbeiten im Beiſein des Gr. Heſſ. Kreis⸗ baumeiſters des Baubezirks Friedberg öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Die Arbeiten ſind ofen Fr. ſchlagt 1) der Mauerarbeitslohn zu 891 25 2) die Steinhauerarbeit„ 912 22 3) die Zimmerarbeit„ 1895 38 4) die Dachdeckerarbeit„ 423 38 5) die Schreinerarbeit„ 693 44 6) die Schloſſerarbeit„ 748 56 7) die Glaſerarbeit„ 417 48 8) die Weißbinderarbeit„ 645 56 9) die Spenglerarbeit 75 91 44 10) die Anlieferung der noͤthigen Mauerſteinen, Backſteinen, Kalk und Sand„ 2890 34 Zuſammen 9611 45 Poranſchlaͤge und Riſſe liegen zur Einſicht auf dem Bureau des Grßh. Kreisbaumeiſters des Baubezirks Friedberg offen. Obermörlen den 14. Juli 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Nicolai. Guts⸗ Verpachtung. (11310 Das herrſchaftliche Gut zu Mez⸗ los, beſtehend aus 255 Morgen Feldgrund⸗ ſtücken, nehmlich 120 Morgen Acker, 135 Morgen ſehr werthvolle Wieſen, wovon in dieſem Jahre 812 fl. fürs Gras erlößt wurden, ſoll von Petri 1848 ab auf 12 oder mehrere Jahre verpachtet werden, wozu Bietungstermin auf Mittwoch den 11. Auguſt 1847, Mittags 12 uhr, in Mezlos anberaumt iſt. Die Bedingungen können vor dem Termin bei dem Unterzeichneten eingeſehen werden, und haben ſich Pachtluſtige mit Zeugniſſen über ihre Qualification und Vermögensver⸗ hältniſſe zu verſehen. Lauterbach bei Fulda den 9. Juli 1847. In Auftrag Freiherrlich Riedeſeliſcher Renteiverwaltung. Der Rentmeiſter J. W. Simmer. Ulfaer Jahrmarkt. (1158) Da der Gemeinde ulfa von höoͤchſter Staatsbehörde die Erlaubniß zur Abhaltung zweier Jahrmärkte ertheilt wurde, ſo verfehle ich nicht zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, daß der zweite Jahrmarkt Montag den 2. und Dienſtag den 3. Auguſt und zwar an erſterem Tage der Vieh⸗ und an letzterem der Krämer⸗ Markt ſtattfindet, wozu Verkäufer und Kaͤu⸗ fer hiermit eingeladen ſind. Ulfa den 15. Juli 1847. Der Grßh. 5 ö ll. Hofraithe⸗Verſteigerung zu Langenhain. (1161) Da das bei der Verſteigerung dom 6. d. M. auf die von dem Mathildenſtifte aus der Concursmaſſe des Joh. Ludwig Petzinger zu Langenhain übernommene Hofraithe ein. gelegte Gebot von 1307 fl. nicht genehmigt worden iſt, ſo ſoll dieſe Hofraithe unter An⸗ nahme des Nachgebots von 1315 fl. als Erſt⸗ 1— Sept vertheil. ten, eren U ist duden, 2 beer naten „ Badurzilnn 11 80f 1847, beten 11 det dem Term 1 4. 30% 1647 4 Mieteſeliſchet 23 Au- 2 Simmel. „ 231* Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich um Bekannt machung im Intereſſe ihrer Ortsangebörigen. 8 Friedberg den 13. Juli 1847. Der Mathildenſtifts⸗Caſſier Sehrt. gebot Freitag den 23. Juli d. J., Vormittags 10 Ubr, in der Hofrafthe ſelbſt, nochmals je nachdem ſich Liebhaber finden, zum Steben ⸗ bleiben oder auf den Abbruch, öffentlich ver⸗ ſteigert, und mit dem Zuſchlag zugleich die Genehmigung ertheilt werden. Verſicherungs-Anſtalt für den Kreis Hungen. (1174) Nachdem die Rechnung der Viehverſicherungs⸗Anſtalt für den Kreis Hungen von dem Ausſchuſſe abgehert worden iſt, verfehle ich nicht, nachſtehend die Ergebniſſe derſelben ſummariſch zur Kenntniß der Betheiligten zu bringen. Auch wird Jedem, der noch nähere Auskunft wünſcht, ſolche mit Vergnügen ertheilt werden. 8 Wie bei andern Anſtalten, ſo iſt auch bei der unſrigen das verhängnißvolle Jahr 1846 nicht ohne nachtheiligen Einfluß vorübergegangen, indem eine weit größere Sterblichkeit ſtattgefunden hat, als in den vorhergehenden Jahren, ſo daß auch höhere Beiträge als ſonſt ausgeſchrieben werden mußten. Es läßt ſich ſomit nicht verkennen, daß die Anſtalt voriges Jahr härter auf den Bethei⸗ ligten laſtete, als früher; aber ſie hat auch, da ſie weit mehr Sterbfälle als in 1844 und 1845 dergütete, ſegensreicher gewirkt, und ſie hat weſentlich dazu beigetragen, daß vielen Familien das Jahr 1846 minder hart vorübergegangen iſt. Dieß iſt wohl augenfällig genug, wenn ich nur be⸗ merke, daß allein 9121 fl. 8 kr. für 235 Stück gefallenes Rindvieh an die Theilhaber der Anſtalt bezahlt worden ſind. 5 Hungen, 16. Juli 1847. Der Director der Anſtalt: Hunſinger. ueber ſich t der Reſultate der Rechnung der Viehverſicherungs⸗Anſtalt des Kreiſes Hungen für das Jahr 1846. Art a i ie erde uſammen d. Einnahme. dn Af Rech fl. an. kr. fl. 17 1 Beiträge der Verficherer 9554 3½ 824] 1 110,378 4½ 2 Erlös von Fleiſch für auf Rechnung der Anſtalt geſchlachtetes Vieh 95 25—— 95 25 4 Kaſſevorrath aus vorhergehenden Jahren 207 42—— 207 42 3 Ausſtände aus vorhergehenden Jahren ö 234%—— 2134¼ 7 Aufgenommene Capitalien 1200——— 1200 0 Summe der Einnahme 11,059 45 ¼ 824 1 111,883 46% Ausgabe. 8 Entſchädigung für gefallenes Vieh 8884 53 23615 912108 9 Büreaukoſten des Directors und zwar für Prü⸗ fung der Regiſter u. ſ. w. an den Geh. Lang 17— 3 20— 10 Beſoldung und Gebühren des Hauptcaſſiers a) Hebgebühren(1½%) 162 45¼Y 122% b) Regiſterfertigungsgebühren(2 hll. für 1 Nr.) 49 43 365 230 54% c) Gebühren für auswärtige Geſchäfte 31——— 11 J Hebgebühren der Gemeinde⸗Einnehmer(2½ /) 239 38¼½ 20 35% 260 13¼% 12 Gebühren der Schätzer 202 19½% 63 36% 265 56 13] Schreibmaterialien, Druckſachen 1. 55 30 14 46 7016 14 Botenlohn, Poſtgeld ꝛc. 711—— 7111 15 J Kapitalzinſen a 2037[—— 2037 ½ 16] Schlachterlohn(ſ. Art. 2.) 2045—— 2045 16 Zurückgezahlte Kapitalien 300—— 300— 17 Uneinbringliche Gelder und ſonſtige Verluſte 9 24¼¼[ 232 115672 0 Summe der Ausgabe] 9972 47 356 11½ 10,328 58½ Ab ſch lu ß. Die Einnahme beträgt 11,059 45¼% 824 1 11,883 46% „Ausgabe 47 356 11½¼]/10,328 58 ½ Verbleibt Ueberſchuß 108658 /I 467 49% 1,554(47% welcher zu 1847 r Ausgabe verwendet wurde, und daher die Ende 1846 vorhandenen Paſſiven mit 200 fl. der 1847r Jahres⸗Geſellſchaft zur Laſt gefallen ſind. ——.—— Ausſchläge Verſicherungs⸗ pr. fl. Kapitalien Anmerkung. von von von von Rindv. Pferd.] Rindvieh Pferden bl. ll. fl. fl. Im erſten Quartal betrugen.. g 1— 202,980 ir e eee. Im dritten 15—' 2 4 217,372[ 37,468 Im vierten„„ C 3 1 204,951] 39,232 Beim außerordentlichen Ausſchlag 3½+½— 195,896 Summe= 11¼ 5 Hungen den 14. Juli 1847. 905 Hauptkaſſier un k. Edictal ladung. (1175) Cigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſprüche an die von der Katharina Rauſch in Meiches verkauften Grundſtücke in dortiger Gemarkung 57% a 11/220, 5295. XVI/63, 530%. XVI/59, 67/1. XVII /73, ſind bin⸗ nen vier Wochen dahier anzuzeigen, widrigen⸗ falls die Kaufbriefe beſtätigt werden. Ulrichſtein den 10. Juli 1847. Großh. 23 Landgericht daſ. rück. Arbeits Verſteigerung. (11760 Dienſtag den 27. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſollen in Ockſtadt in der früberen Rath Seitziſchen Wohnung die bei Einrichtung dieſer Wohnung zu einem Schul⸗ haus vorkommenden Bauarbeiten im Beiſeyn des Großo. Heſſ. Kreisbaumeiſters des Bau⸗ bezirks Friedberg öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Die Arbeiten ſind folgendermaßen veran⸗ ſchlagt: 1) der Maurerarbeitslohn zu 207 fl. 16 kr. 2) die Steinhauerarbeit„ 128 1 3) die Zimmerarbeit„ 305„ 15„ 4) die Dachdeckerarbeit„ 226„ 48„ 5) die Schreinerarbeit„ 362 5 18„ 6) die Schloſſerarbeit„ 227„ 48„ 7) die Glaſerarbeit„ 79 5 54 8) die Weißbinderarbeit„ 237 4 9) die Spenglerarbeit„ 41% 24% 10) die Anlieferung der nöthigen Mauerſteine, Ruſſen Back⸗ ſteine, Kalk und Sand zu 300„ 28 Voranſchläge und Riſſe liegen zur Einſicht guf dem Bureau des Großh. Heſſ. Kreisbau⸗ meiſters des Baubezirks Friedberg offen. Ockſtadt den 17. Jull 1847. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Mobilien-Verfleigernng. (1177) Montag den 26. Juli, Nachmittags um 2 Ubr, werden in der Wohnung der Lud⸗ wig Rahn'ſchen Ebeleuten auf der Ludwigs⸗ ſtraße deren Mobilien in Holzwerk, als Bett⸗ ſtellen, Commode, Tiſche, Stühle von Nuß⸗ baumholz, ſodann Kleider- und Küchenſchränke, Zuber, Bettwerk u. dergl., öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert. Friedberg am 19. Juli 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits- Verſteigerung. (1178) Dienſtag den 27. Juli l. J., Vor⸗ mittags um 9 Ubr, ſollen dahier in der Woh⸗ nung des Gaſtwirtos Hieronimus die bei Herſtellung der Kirche zu Florſtadt vorkom⸗ menden Bauarbeiten öffentlich an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Die Arbeiten ſind folgendermaßen veran⸗ ſchlagt: 1) die Zimmerarbeit zu 73 fl. 5 kr. 2) die Dachdeckerarbheit„ 6 18 3) die Schreineraxbeit„ 19% 12 4) die Schloſſerarbeit„ 16/ 4% 5) die Glaſerarbeit„ 28„ 24„ 7) die Weißbinderarbeit 22— Voranſchläge und Riſſe liegen zur Eluſicht auf dem Bureau des unterzeichneten Kreis⸗ baumeiſters offen. N Friedberg den 17. Juli 1847. Der Grßb. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg. Stockhauſen. Main Weſer⸗CEiſenbahn. Bauarbeiten und Steinlieferung. (1179) die zu 876 Gulden veraonſchlagte Maurerarbeit zur Erbauung einer Brücke über den Lausbach in der Gemarkung Langgöns, das Fahren von 11 Cubikklftr. Schichtmauer⸗ ſteinen aus den Brüchen bei Rockenberg und Butzbach, ſowie das Liefern von 8 Cubikklftr. desgleichen aus den Brüchen bei Langgöns und Kirchgöns, wird Samſtag den 24. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 15. Juli 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Frucht ⸗Verſteigerung. (1180) Donnerſtag den 22. l. Mts., Nach⸗ mitiags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe von dem Frucht⸗Vorrath der milden Stiftungen 20 Malter Korn zweimalterweiſe öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 19. Juli 1847. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de r- Zur Nachricht. (11810 Donnerſtag den 22. Juli, als am Tage Maria Magdalena findet dahier kein Braunkodlenverkauf ſtatt. Braunkohlengrube Wilbelmshoff⸗ nung bei Dornaſſenheim am 15. Juli 1847. Fr. Schmidt, Bergver walter. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Handarbeit und Steinlieferung. (1182) Die Lieferung von 10 Cubikklaftern Chauſſirſteinen und die zur Fabrbarmachung eines Theiles des Weges von Pohigöns nach Gambach erforderliche, zu 84 fl. veranſchlagte, Chauſſirarbeit werden Samſtag den 24. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Gaſthanſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 15. Juli 1847. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. — Holz⸗Verſteigerung. (1183 Montag den 26. Juli d. J., Mor⸗ gens 11 Uhr, werden in dem Brandobern⸗ dorfer Gemeindewald 1) Diſtrikt Hermannsthal, 44 eichene Bau⸗ und Werkholzſtaͤmme von 1146 Kbkfußß 3 buchene Werkholzſtämme von 157 Kbkf., 19 Klafter eichenes Holz, 9/½%„ buchenes 10%„ birkenes % buchenes Lagerholz, 93 Stück Gerüſthölzer, 250„ Spachgerten, 2* Achſen, 13 Karren Abraum, und 12% Klafter Stockbolz. 2) Diſtrikt Gehenſtoßerbeck, 9 36 eichene Bau⸗ und Werkholzſtaͤmme von 226 Köokf., 318 Stück Geruſtbölzer, 114„ Deichſeln, 1„ Pflugsrehe, 700„ Spachgerten, 2„ Aaehſen, 10 Karren Abraum und 3 Klafter Stockoolz. 3) Diſtrikt CEichvolzberg ir Theil, 290 eichene erkholzſtämme Kubikfuß, 30 Klafter eichenes Holz, 215 Stück Gerüſthölzer, 90„ Deichſeln, 1„ Pflugsrehe und 325„ Spachgerten. von 168 7 * 232 K* 4) Diſtrikt Eichholzberg Lr Theil, 3 eichene Bau- und Werkholzſtaͤmme von 202 Kbkf.. 1 buchen Werkholzſtamm von 62 Kökf. 1 erlen„„ 6„ 2 Klafter eichenes, 8/„ buchenes, 17„ birkenes Holz, 105 Stück Geruͤſthölzer, 3„ Aaehſen, ½ Karrn Abraum⸗ und 2 Klafter Stockholz verſteigert. Uſingen den 14. Juli 1847. 5 Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Sch apper. Holz ⸗Verſteigerung. (118) Künftigen Freitag den 23. d. M., Morgens 7 Uhr, ſollen nach den vor der Verſte gerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. 1) 4 Stecken nadel Scheitholz, 4 2„ eichen u. birken Prüͤgelholz, 3) 19„ ktiefern 1 4 ½ u weiden 5) 13½„ eichen Stockholz, 60 Ui ee 7 1½„ weiden— 8) 162½ Stück eichen Reiſerwellen, 9) 202²⁵„ nadel 0 10) 475 17 eichen Baumſtützen, 11) 25„ birken 1 12) 16„ weiden 15 13) 5600„ kiefern„ Die Perſteigerung nimmt an dem Straß, heimerhof oder Löwenvof ihren Anfang. Ockſtadt den 18. Juli 1847. 5 Der Ober foͤrſter Harth. Holz⸗Verſtejgerung. (1185) Nächſten Freitag den 23. l. M., Vormutags 9 Uhr, ſollen im Oſſenheimer Wäldchen 5 600 Stück Baumſtützen und 17 Stecken Ausputzreiſer öffentlich verſteigert werden. Aſſenheim den 17. Juli 1847. Gräfl. Solms⸗Rödelheimſſche Forſtverwaltung. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (11800) Tüchtige Arbeiter finden Beſchäf⸗ tigung dei den Erdarbeiten im Gambacher Wald gegen angemeſſenen Lohn. Butzbach den 17. Juli 1847. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Belanntmachung. (1187) Freitag den 23. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſouen in hieſiger Buͤrgermeiſterei 4 Stuck Abweiſer von Saͤndſteinen an die ſogenannte Rödchesbrucke zu liefern öffent⸗ lich an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden.. Höchſt an der Nidder den 14. Juli 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter ein inger. Obligations⸗Verlooſung. (1188) In der beutigen ſtattgeharten Ver⸗ ſammſung des Gemeinderats wurde die Ver⸗ loſung der eon dem Anlehen à 3000 fl. auf den 1. Auguſt d. J. abzutragende 100 fl. vor⸗ genommen und iſt Nr. 10 rückzahlbar geworden. Die Inyaber gedachter Parkialpfandverſchrei: bung werden blermit aufgefordert den Betrag an dieſem Tage dahier in Empfang zu nehmen, indem von dieſem Tage an keine Zinſen mehr vergütet werden. 5 Höchſt an der Nidder den 13. Juli 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (1189) Bei der Wittwe des Gaſtwirths Paleniin Hinkel zu Windecken ſtehen nach⸗ folgende Gegenſtände aus der Hand zu ver⸗ kaufen: N 1) zwei vollſtaͤndige, gut gehaltene zweiſpaͤn⸗ nige Wagen, von welchen der eine etwas ſchwerer als der andere iſt, 2) eine vollſtändige Branntweinbrennerei— 30¼ Caſſeler Eimer baltend— wovon die drei Einmaiſchbütten noch beinahe ganz neu ſind. 176 Stũ ck (1190) gut gefleiſchte, vierzaͤhnige, ſehr grobe Hammel hat zu verkaufen P. Lu dicke auf Hof Sorge bei Grünberg. Rheinwein 184 r (1191) verzapfe ich in beliebiger Quantitat ſowohl im Hauſe, als auch uͤber die Straße. Friedberg den 19. Juli 1847. A. Foucar. Bekanntmachung. (1192) Bei der am 22. Februar d. J. ab⸗ gehaltenen Holzverſteigerung zu Hof Haſſeleck ſind 100 Stück birkene Wellen ſteben geblieben, dieſe ſollen nun abermals Donnerſtag den 22. l. Mits., Nachmittags um 2 Uhr, auf dem Hof Haſſeleck öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.. f In Auftrag: Löffler. Ball im Kloſter Arnsburg bei Lich. (1193) Meinen geneigten Gönnern mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich nächſten Sonntag den 25. Juli einen Ball für gebildete Stände in hieſigem Kaiſer ſaal halten werde. 1 Hierzu ladet höflichſt ein und verſpricht reelle und billige Bedienung, ſowie gute Tanzmuſik.- Friedrich Henzel. Literariſche Anzeige. Bei C. Binder nagel in Friedberg iſt wieder angekommen: Der kleine Englaͤnder oder f di e Kun ſt die engliſche Sprache ohne Lehrer auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu verſtehen, vollkommen richtig ſprechen zu lernen. Herausgegeben von prof. Dr. A. F. Grün. Zweite, verbeſſerte Auflage. (preis: 18 kr.) Gebruckt und verlegt unter Verantwortlichkelt von Carl Bindernagel in Friedberg.