igen N47. verrichtet: r. durgkirche: Buͤrgkircht: 3-4 Ur re ud Buß bach Jau. 1847. 1 Intelligenz-BGlatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. — Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fürſtl. und Graͤfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Den Hauſirhandel und die hauſirend betriebenen Gewerbe. Unter Bezugnahme auf die nachſtehend abgedruckte höchſte Verfügung vom 9. l. M. weiſen wir Sie an, falls Sie auf den Grund früher ertheilter polizeilicher Erlaubniß Patente erneuert haben ſollten, worin die Erlaubniß zum Hauſirhandel mit Gegenſtänden, womit nach der Verord— nung vom 6. November v. J. nicht mehr hauſirt werden darf, die alſo in den Anlagen A und B nicht aufgeführt ſind, ertheilt worden, dieſe Patente alsbald gegen Erſtattung des Stempels von 12 Kreuzer einzuziehen und ſolche ſofort anher einzuſenden. Friedberg, Grünberg und Hungen den 15. Januar 1847. Jeb. Krach, Gr. Kr.⸗Sctr. Das Großh. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Gr. Provinzial-Commiſſariate dahier und zu Gießen, die Großh. Provinzial⸗Commiſſäre dahier, zu Gießen und Mainz und ſämmtliche Gr. Kreisraͤthe. Erhaltener Anzeige zufolge ſind in mehreren Kreiſen noch vor wenigen Tagen neue Patente zum Hauſiren mit Gegenſtäͤnden, womit nach der Verordnung vom 6. Novem⸗ ber v. J.(G. 5.) nicht mehr hauſirt werden darf, an ſol— che ausgegeben worden, welche nach früher beſtandenen Vor— ſchriften in früherer Zeit ertheilte Conceſſionsſcheine der oberen Polizeibehörde beſitzen. Da nun dieſes der klaren Beſtim— mung beſagter Verordnung ganz zuwiderlauft, indem hier⸗ nach nur noch mit den in den Anlagen A. und B. der Ver⸗ ordnung verzeichneten und genau bezeichneten Gegenſtänden ſoll hauſirt werden dürfen, und danach alſo auch die früher ertheilten polizeilichen Conceſſionen mit den jetzt verbotenen Ouvrier. Follenius. Gegenſtänden als durch die Verordnung von ſelbſt erloſchen angenommen werden müſſen, ſo haben Sie alle hiernach von den Großherzoglichen Bürgermeiſtern etwa bereits un— richtig ausgefertigten Patente, gegen Rückgabe der Stem⸗ pelgebühr von 12 Kreuzern, unverzüglich einziehen zu laſſen. Das Stempelpapier kann für cadue erklärt werden, wodurch die Großherzoglichen Bürgermeiſter wieder zu ih— rem dafür ausgelegten Geld kommen werden. Darmſtadt am 9. Januar 1846. du Thil. v. Stein. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Grßh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die dermalige Theuerung in Folge hoher Fruchtpreiſe, insbeſondere Aufkauf von Brodfrüchten durch den Staat im Auslande. Es iſt zu erwarten, daß in der Kürze ein Theil der von dem Staat im Ausland erkauften Früchte zur Verthei— lung unter die bedürftigen Gemeinden kommen wird. Ich er⸗ oͤffne Ihnen nachſtehend die Grundſätze, nach welchen ein Anſpruch der einzelnen Gemeinden darauf nur allein aner— kannt werden ſoll: 1) Die Gemeinden können nur zum Zwecke der Unter— ſtützung ihrer bedürftigten Angehörigen Frucht erhalten. Zu dieſem Zweck muß demnächſt von den Gemeinden dafür geſorgt werden, daß das Korn, welches ſie er— halten, gemahlen und Brod davon gebacken werde, indem es zweckmäßiger iſt, Brod an die Bedürftigen zu vertheilen, als Mehl oder Korn an ſie zu verab— folgen. Damit aber auch den Gemeinden nicht durch den Molter wieder ein Theil der Frucht reſp. des Mehls entgeht, bin ich angewieſen worden, zu verfügen, daß das Malter in Geld mit Rückſicht auf die Durchſchnitts⸗ preiſe des Korns in den letzten 10 Jahren entrichtet werde. 2) Jede Gemeinde, welche von dem angeſchafften Korn erhält, hat dafür den von Gr. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz feſtgeſetzt werdenden Preis mit 4% Zinſen vom Tag der Empfangnahme der Frucht 22 vor Ablauf des Jahres 1847 an die Staatskaſſe zu zahlen. Der Preis des Korns kann jetzt noch nicht genau beſtimmt werden, wird aber frei auf den Rent⸗ amtsſpeichern des Kreiſes jedenfalls nicht höher als 13 fl. kommen. Von da aus haben die Gemeinden für den Transport auf eigene Koſten zu ſorgen. Ich fordere nunmehr die Ortsvorſtände derjenigen Gemeinden, welche von dieſen Früchten wünſchen auf, ihre Erklärung längſteus binnen 3 Tagen bei mir einzureichen und bemerke dabei nur, daß ich den wohlſtehenderen reſp. denjenigen Gemeinden, worin hinreichende Vorräthe ſich ohnedies befinden, darauf zu verzichten auempfehlen muß, weil bei einer Koncurrenz aller Gemeinden begreiflich die Antheile der Einzelnen allzugeringfügig ſein wuͤrden. Friedberg den 18. Januar 1847. Fichten Statuten des Central-Vereins der Wohlthätigkeits-An⸗ ſtalten und gemeinnützigen Geſellſchaften im Groß— herzogthum Heſſen. (Schluß.) §. 12. Geſchäfte des Vorſtandes. Der Vor- ſtand vertritt den Verein in jeder Beziehung nach Außen und beſorgt deſſen Angelegenheiten im Innern. Demnach hat er die nöthige Correſpondenz mit den Localvereinen und die Bekanntmachungen zu beſorgen, einen Rechner und Reviſor zu ernennen, die Einnahme, und Ausgabe- De⸗ kreturen zu ertheilen, die Rechnungen zu prüfen, nach deren Richtigbefund den Rechner zu entlaſten und der Hauptver⸗ ſammlung darüber Bericht zu erſtatten, die ordentkichen und außerordentlichen Hauptverſammlungen zu berufen und die in denſelben vorkommenden Gegenſtände vorzuberathen. Demſelben ſteht ferner die Entſcheidung über die zu bewil— ligenden Unterſtützungen, ſo wie die Herausgabe der dem Zwecke und den Mitteln des Vereins entſprechenden Druck— ſchriften zu. Zu den Beſchlüſſen des Vorſtandes iſt für die laufen⸗ den Geſchäfte die Anweſenheit oder ſchriftliche Abſtimmung von wenigſtens vier Mitgliedern nothwendig, unter welchen abſolute Stimmenmehrheit, und bei Stimmengleichheit die Stimme des Präſidenten entſcheidet. Die Sitzungen des Vorſtandes werden auf den erſten Montag jeden Monats feſtgeſetzt. Beſonders wichtige Berathungsgegenſtände werden vor— her den auswärts wohnenden Vorſtandsmitgliedern ange— zeigt, und deren Gutachten für den Fall der Verhinderung an einer perſönlichen Theilnahme eingeholt. §. 13. Hauptverſammlung. Jährlich, im Laufe des Monats Juni oder Juli, findet, auf vorausgegangene Bekanntmachung in der Gr. Heſſ. Zeitung, eine Hauptver- ſammlung Statt, in welcher, unter dem Vorſitze des Vorſtands— präſidenten, über das Wirken des Vereins Bericht erſtattet, die Rechnung des letzten Jahres vorgelegt, die nöthigen Wah— len vorgenommen, über etwaige Geſuche und Wünſche, welche jedoch 14 Tage vor der Hauptverſammlung dem Vorſtand ſchriftlich eingereicht werden müſſen, berathen und entſchie— den werden ſoll. Ueberdieß können außerordentliche Hauptverſamm— lungen zu jeder Zeit, nach dem Ermeſſen des Vorſtandes Statt finden. Die Beſchlüſſe werden nach Stimmenmehrheit gefaßt. Diejenige Mitglieder, welche nicht perſönlich erſcheinen, werden als der Mehrheit beigetreten angeſehen. Zu allen Hauptverſammlungen ſteht einem Jeden, auch nicht Mitgliede, der Zutritt frei. * §. 14. Verwaltungs jahr. Das Ver waltungs⸗ jahr beginnt mit dem 1. Januar und ſchließt mit dem 31. December. §. 15. Genehmigung und Abänderung der Statuten. Die Genehmigung der Großh. Staats-Regie⸗ rung bleibt vorbehalten und der Verein tritt erſt mit ſol— cher Genehmigung ins Leben. Bei Abänderung der Statuten und Zuſätzen ſind zwei Drittheile der Stimmen der bei der Hauptverſammlung an— weſenden Mitglieder erforderlich und treten ſolche erſt nach 1 0 eingeholter Genehmigung der Staatsregierung in Kraft. Vorſtehenden Statuten wied hiermit die landesherr— liche Genehmigung und Beſtätigung ertheilt. Darmſtadt am 11. September 1846. Aus Allerhöchſtem beſonderen Auftrag. f Gr. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz. In Verhinderung des Staatsminiſters. v. Lehmann. (L. S.) v. Stein. Es finden ſich im Großherzogthume eine Menge von Wohlthätigkeits-Anſtalten und gemeinnützigen Geſellſchaften, welche theils aus früheren Zeiten herrühren, theils durch neuere Zeitumſtände ins Leben gerufen worden ſind. Alle dieſe Anſtalten ſtanden aber ſeither vereinzelt da; jede wirkte für ſich und man hatte keinen Ueberblick von dem, was durch ſie geſchieht. Ohne Zweifel wuͤrde es aber ſehr anregend und ermunternd ſeiu, das große Feld der Wirk— ſamkeit dieſer Anſtalten, ſowie den Segen, welchen ſie ſtiften, einigermaßen überſehen zu können. Um den Weg hierzu anzubahnen, ſind im Laufe des Jahres 1846 wohl— geſinnte Männer zuſammen getreten und haben einen Cen⸗ tralverein der Wohlthätigkeitsanſtalten und gemeinnützigen Geſellſchaften im Großherzog— thum gegründet und vorſtehende Statuten der Großh. Staats-Regierung zur Genehmigung vorgelegt. In Folge dieſer Genehmigung wurde eine Verſammlung am 26. Okto⸗ ber 1846 in Darmſtadt abgehalten und die Vorſtandsmit— glieder gewählt. Am 7. Dzbr. 1846 erließ dieſer Vorſtand, und zwar in deſſen Namen der Präſident Hr. Geh. Reg. Rath Beck u. Secretär Hr. Garniſonsprediger Rinck, fol⸗ gende Bekanntmachung, die wir als von allgemeinem Intereſſe hier mittheilen: Nachdem in Folge der Wahlhandlung vom 26. Okt. d. J. die nach§ 11 der Statuteu erforderlichen Vorſtandsmikglieder, und in Folge der heutigen Conſtitui— rung und weiteren Wahl des Vorſtandes die nach§ 11, 12 der Statuten erforderlichen Beamten des Vorſtandes und Vereines gewählt worden ſind, ſo ſäumt man nicht, das Ergebniß dieſer Wahlen nachſtehend mit dem Bemerken zur offentlichen Keuntniß zu bringen: daß das bisherige Comité zur Bildung des Vereins ſich nun wieder aufgelöſt hat, und Anmeldungen und Eingaben von nun an,— ſoviel thun— lich portofrei— an genannten Vorſtand zu richten ſind.— I. Als Vorſtands mitglieder wurden gewählt die Herrn: 1) Decan Diefenbach in Schlitz, 2) Profeſſor Diefen⸗ bach in Friedberg, 3) Staatsprocuratorſubſtitut Dr. Dael in Mainz, 4) Garniſonsprediger Rinck in Darmſtadt, 5) Pfarrer Haupt in Rimhorn, 6) Kammerrath Weiprecht in König, 7) Pfarrer Willenbücher in Pfeddersheim, 8) Rentier E. E. Hoffmann in Darmſtadt, 9) Ober⸗ forſtmeiſter Frhr. v. Dörnberg daſ., 10) Lehrer Schmidt in Fränkiſch⸗Crumbach, 11) Pfarrer Kaiſer in Nierſtein, 12) Kaplan Dingeldein in Erbach, 13) Seeretär Ertel⸗ meyer in Worms, 14) Geheimer Secretär Ewald in * 4 ki lenge von eUſchaften, s durch ind. Alle da; jede von dem, aber ſehr r Wirk⸗ Kin!“ * Darmſtadt, 15) Oberſtudienrath Thudich um in Büdingen, 16) Kreisrath Kritzler in Dieburg, 17) Pfarrvicar Krom in Reichelsheim, 18) Hofprediger Dr. Zimmermann in Darmſtadt, 19) Kreisrath Dr. Spamer in Büdingen, 20) Pfarrer Stahl in Fränkiſch-Crumbach, 21) Hofkaplan Strein in Schönberg, 22) Zolldirectionsſecretär Hall— wachs in Darmſtadt, 23) Phyſikatsarzt Weſternacher in Büdingen, 24) Medicinalrath Dr. Leidhecker in Darm⸗ ſtadt.— II. Als Beamten des Vorſtandes: 1) zum Secretär: Hr. Garniſonsprediger Rinck, 2) zu deſſen Stell— vertreter: Hr. Zolldirectionsſecretär Hall wachs, 3) zum Controleur: Hr. Oberforſtmeiſter Frhr. v. Dörnberg, 40 zu deſſen Stellvertreter: Hr. Medicinalrath Dr. Leid— hecker— III. Als Beamten des Vereins: 1) zum Reviſor: Hr. Reviſor Schwab, 2 zum Reviſor: Hr. Re⸗ viſor Gerhardt.— Man verbindet damit zugleich die weitere Nachricht, daß bis jetzt 220 Mitglieder dem Vereine beigetreten ſind, daß bereits 10 Kreis- und Landräthe in wohlwollender Weiſe für die Sache des Vereins ſich ausge— ſprochen und bethätigt haben, und außer einer größeren Anzahl Geiſtlicher in der Umgegend der hieſigen Stadt, nur allein in den Decanaten Alsfeld, Schlitz und Lauterbach 26 Geiſtliche dem Vereine beigetreten ſind, wie dieß das demnächſt erſcheinende 1. Heft der Vereinsſchrift näher enthalten wird, und der Vorſtand ſo der Hoffnung lebt, daß der Verein ſelbſt, an deſſen allſeitige Förderung der Ernſt unſerer Zeit und die uns allenthalben umgebende Noth ſo wohlmeinend und ernſtlich mahnen, und der wo möglich in jedem Kreiſe und jeder Gemeinde Anklang finden ſollte, durch ſolche wohlwollende Unterſtützung der Hrn. Kreis- und Landräthe, Geiſtlichen, Schullehrer und Ortsvorſtände immer mehr ins Leben treten und frucht— bringend werden kann; weßhalb der Vorſtand ſeine Bitte um fernere guͤtige Förderung und Unterſtützung vorzugsweiſe an dieſe und alle Beamten des Staats, der Kirche und der Gemeinden richtet.— Schließlich wird gebeten, alle Nach— richten über die im Lande bereits beſtehenden Privatarmen— pflege⸗ und Wohlthätigkeitsanſtalten, ſoweit dieß nicht be— reits ſchon geſchehen iſt, unter Beiſchluß der Statuten und Bemerkungen über die bisherigen Erfolge, bald gefällig an den Vorſtand gelangen zu laſſen, da das zweite Heft der Vereinsſchrift beſtimmt ſein ſoll, mit der Veröffentlichung dieſer Nachrichten zu beginnen. EI RHladung. Sämmtliche beitragende Mitglieder der hieſigen Klein— kinder⸗Bewahranſtalt werden hiermit auf Mittwoch den 20. Januar l. J. . Nachmittags 2 Uhr, zur Einſicht reſp. Abhör der Jahres-Rechnung von 1845 auf hieſigem Rathhauſe eingeladen. Wir erlauben uns, bei dieſer Gelegenheit dem theil— nehmenden Publikum die erfreuliche Nachricht mitzutheilen, daß dieſe für die Stadt Friedberg ſo wohlthätige und heilſame Anſtalt trotz der manchfachen Hinderniſſe, womit ſie ſeit dem Beginne ihres Daſeins zu kämpfen hatte, ſicht— bar zum Heile der Menſchheit einen frohen Fortgang ge— winnt. Wir glauben aber auch die Bemerkung beifügen zu müſſen, daß es uns bei unſern beſchränkten Einnahmen unmöglich geweſen ſein würde, ja noch wäre, die bei einer ſolchen Anſtalt nothwendigen Ausgaben zu beſtreiten, wenn uns nicht ein Umſtand, gerade derſelbe, welcher hier und da wohl der Anſtalt zum Vorwurfe gemacht murde, zu gute gekommen wäre. Es haben nämlich mehrere Eltern, die gerade nicht zu den ganz unbemittelten gehören, in der richten, was die Kinder Unbemittelter bezahlen. 23* Ueberzeugung, daß ihre Kinder nicht beſſer aufgehoben ſein können, als in dieſer Anſtalt, bei dem Vorſtand um Auf— nahme derſelben angehalten, und letzterer glaubte ihnen dieſe Bitte, ſo lang es der Raum geſtattet und in ſo weit gewähren zu müſſen, als ſie das Doppelte Deſſen ent— Dadurch entſtand für Letztere durchaus kein Nachtheil, vielmehr freuten ſich die Kinder herzlich der vermehrten Spielkame— raden, die Anſtalt dagegen erhielt einen nicht unbedeuten— den Beitrag zu ihrer Einnahme, deſſen ſie ſo ſehr bedurfte. Möchte nur der gute Sinn, welcher ſich bisher bei dem größten Theile des Publikums für unſere Anſtalt offen— barte, auch fernerhin ſich bewähren! Friedberg den 7. Januar 1847. Der Vorſtand der Kleinkinder-Bewahr⸗Anſtalt. Empfangsbeſcheinigung. Für die arme Wittwe und die ſieben unmündigen Kindern des in einer Sandgrube umgekommenen Schlegel milch zu Aſſenheim iſt bei mir ferner eingegangen: von X. X. 30. kr; Geſammtbetrag 22 fl. 45 kr. Friedberg den 11. Januar 1846. C. Bindernagel. Kirchenbuchsauszug vom October 1846. Lich. Getraute: Keine. Getaufte 11. Dem hieſigen Ortsbürger und Schneidermeiſter Georg Kauß, ein Sohn, Joh. Karl Ludwig, geb. den 30. September. 11. Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Schneidermeiſter Conrad Dietrich, eine Tochter, Caroline Wilhelmine, geb. den 29. September. 18. Dem hieſigen Ortsbürger und füͤrſtl. Pachter, Carl Ludwig Rehe, ein Sohn, Joh. Heinrich, geb. den 27. September. 18. Dem hieſigen Ortsbürger und Schreinermeiſter Joh. Heinrich Reger, ein Sohn, Joh. Heinrich, geb. den 6. Oktober. 20. Dem hieſigen Bürger und Kaufmann Joh. Conrad Vogt III., eine Tochter, Anna Juliane, geb. den 7. Oktober. 25. Dem hieſigen Ortsbürger und Steindecker Joh. Chriſtoph Inſel, ein Sohn, Philipp, geb. den 10. Oktober. Beg digte: 8. Maria Magdalena Rau, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Joh. Conrad Rau eheliche ledige Tochter, alt 50 Jahre, 8 Monate und 13 Tage, 1 den 5. Oktober. 9. Dorothea Eliſabetha Schardt, des verſtorbenen hieſigen Contingentsſoldaten Friedrich Schardt eheliche ledige Tochter, alt 73 Jahre, 6 Monate und 1 Tag, 1 den 7. Oktober. 12. Caroline Marie Auguſte Eigenbradt, des hieſigen fuͤrſtl. Revierförſters, Georg Friedrich Eigenbradt, Toͤchterchen, alt 1 Jahr 7 Monate und 8 Tage, 1 den 9. Oktober. 15. Anna Eliſabetha Rupp, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Oeconomen Joh. Heinrich Rupp hinterlaſſene Wittwe, alt 74 Jahre, 8 Monate und 26 Tage, den 13. Oktober. 0 18. Anna Maria Lotz, des heeſigen Ortsbürgers und Metz— germeiſters Joh. Michael Lotz, eheliches Toͤchterchen, alt 5 Jahre, 1 Mon. und 12 Tage, 1 den 16. Okt. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. A ιοοι Mlain⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (12) Mittwoch den 27. d. M., Vormittags 10 br, ſollen auf dem Ratbbauſe dabier nachſtehende Arbeiten und Materiallieferungen an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. a 1) Für Erbauung eines Viaducts über die Judenhoble in der Gemarkung Fauerbach II. Maurerarbeit veranſchlagt zu 824 fl. 32 kr. Steinhauerarbeit„„9056 fl. 36 kr. Zimmerarbeit 1„ 356 fl. 9 kr. Schloſſerarbeit„„ 287 fl. 30 kr. Weißbinderarbeit„ 8 fl. 18 kr. Lieferung von 160 Bütten Waſ⸗ ſerkalk veranſchlagt zu 9 2) Für Erbauung einer Brücke über die Straß bach daſelbſt. Maurerarbeit veranſchlagt zu 1995 fl. 1 kr. Steinhauerarbeit„ 5310 fl. 18 kr. Zimmerarbeit„„ 518 fl. 46 kr. Lieferung von 500 Bütten Waſ⸗ ſerkalk veranſchlagt zu 800 fl.— kr. 3) Für Erbauung eines Viaducts über den Gerbelheimer Grasweg in der Gemarkung Bruchenbrücken. Maurerarbeit veranſchlagt zu 2322 fl. 8 er. Steinhauerarbeit„„ 8011 fl. 12 kr. Zimmerarbeit„„ 716 fl. 24 kr. Lieſerung von 612 Bütten Waſ⸗ ſerkalk veranſchlagt zu 979 fl. 12 kr, 4) Für Erbauung einer Brücke über die Gäns⸗ bach bei Niederwöllſtadt. Maurerarbeit veranſchlagt zu 2062 fl. 46 kr. Steinbauerarbeit„ 4984 fl. 14 kr. Zimmerarbeit„„656 fl. 13 kr. Lieferung von 390 Bütten Waſ— ſerkalk veranſchlagt zu 624 fl.— kr. Poranſchläge und Bedingungen liegen vom 15. d. M. an auf dem Büreau des Unter⸗ zeichneten zu Jedermanns Einſicht bereit. Friedberg den 2. Januar 1847. 8 Der Großh. Sections⸗Ingenieur der Section Friebberg Hochgeſand. Publican dum. (26) Auf Anſtehen der Beneficialerben ſollen die zum Nachlaſſe des zu Obererlenbach ver— ſtorbenen Generalagenten Jakob Leisler ge⸗ hörenden Immobilien, beſtehend in Wohnhaus mit Stallung, Scheuer und Garten, ſodann Braunkohlenwerk, hinſichtlich deren näheren Beſchreibung man auf die Bekanntmachung in Nr. 61 dieſes Blattes Bezug nimmt, noch⸗ mals Freitag den 5. Febr. 1847, Vormit. 10 Ubr, zu Obererlenbach, unter den alsdann zu eröff⸗ nenden Bedingungen, dem Meiſtgebote aus. geſetzt werden. Groskarben am 26. Dezember 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt. E dietal⸗ ad un g (36) Gegen Jacob Holl zu Rockenberg hat Gr. Hofgericht der Provinz Oberheſſen den förmlichen Concursproceß erkannt und das unterzeichnete Landgericht mit deſſen Leitung beauftragt. Es werden daher Alle, welche dingliche oder perfönliche Anſprüche gegen denſelben reſp. gegen deſſen Concursmaſſe geltend machen wollen, hierdurch aufgefordert, ſolche, bei Vermeidung des ſonſt eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe, in dem auf Montag den 15. März d. J., Morgens 9 Uhr, „ 24. beſtimmten Liquidationstermin anzumelden und näher zu begründen. In demſelben Termin ſoll ein Maſſepfleger und Gläubiger⸗Ausſchuß erwählt, auch die Güte verſucht werden, weßbalb diejenigen, welche ſich durch Bevollmächtigte vertreten laſſen wollen, ihre Vollmachten mit Hierauf zu richten haben, widrigenfalls ſie dem von der Mehrzahl der erſchienenen Gläubiger ge⸗ faßt werdenden Beſchluſſe als beigetreten wer⸗ den angeſehen werden. Butzbach den 5. Januar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. 0 Mosler. Calmberg. Bekanntmachung. (85) Die am 11. d. M. in hieſigem Ge⸗ meindewald abgebaltene Verſteigerung der 92 eichenen Bauſtämme iſt nicht genehmigt worden und es ſoll daſſelbe Holz Donnerſtag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt werden, welches Kaufliebhavern hierdurch bekannt ge⸗ macht wird. Nauheim den 13. Januar 1847. Der Kurheſſiſche Buͤrgermeiſt er Hartmann. Holz⸗Verſteigerung. (62) Dienſtag den 26. Januar d. F., Mor⸗ gens 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Gemeinde- wald Langenhain, Revier Hochweiſel, Diſtrikts Eichkopf, nachſtehendes Gebölz, als: 15 35 Fuß enthaltend, 2) 1 Stecken eichen Scheitholz, .„ Prügelholz, 4) 925 Stück„ Reisholzwellen, 5) 15 Stecken buchen Stockholz II. Cl. Sodann ſoll den darauf folgenden Tag, in dem Diſtricte Filshard: 3075 Stuck Giaſtern⸗Backreiſerholzwellen, öffentlich, unter den bei der Verſteigerung eröffneten Bedingungen, an den Meiſtbieten⸗ den verſteigt werden Die Zuſammenkunft iſt jedesmal auf der Chauſſeeſtraße, bei der neuen Brücke und wird hiermit noch bemerkt, daß den Steige⸗ rern eine angemeſfene Zahlungsfriſt geſtattet wird. Langenhain den 16. Januar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. Edietal ladung. (68) Anſprüche irgend welcher Art an das ſeyr bedeutend überſchuldete Vermögen des Müller Ludwig Volk zu Niederohmen, früher wohnhaft zu Queckborn, über welches Gr. Hofgericht zu Gießen den Concurs erkannt hat, ſind im Liquidationstermine Montag den 8. März l. J., Vormit. 9 Uhr, dabier anzuzeigen und zu begründen, gegen⸗ falls Ausſchluß mit ſolchen erfolgen wird. Im Falle eines zu Stande kommenden Vergleiches werden die nicht perſönlich er⸗ ſcheinenden Liquidanten als der Mehrzahl der erſchieneney beigetreten erachtet werden. Grünberg den 2. Januar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Welcker. Bekanntmachung. (64 Bei bieſiger Saline ſoll die Lieferung von 60 Achtel Korn und 30 Achtel Gerſte, auf dem Wege der Soumiſſion, unter den in dem Acturiate der unterzeichneten Behörde zur Einſicht offen liegenden Bedingungen ver⸗ geben werden. Luſttragende hierzu haben ihre deshalbigen Offerten verſiegelt und mit der Aufſchrift:„Fruchtlieferung betreffend“ ver⸗ ſehen, längſtens bis zum 25, d. Mis, Vor⸗ Stück eichen Bauſtämme, 1311 Cub. mittags 9 Ubr, dahier einzureichen, indem bei Ablauf dieſes Termins zur Eröffnung der eingegangenen Soumiſſionen geſchritten werden wird und Nachgebote nicht berückſich⸗ tigt werden. 5 Nauheim den 16. Januar 1847. Kurfürſtliches Salzamt Schäfer. Schmincke. Dunker. Hansmann v. 6. Verſteigerung. (65) Mittwoch den 24. Febr. l. J., Morgens um 10 Ubr, wird im hieſigen Ratbbauſe eine in der Joh. Waßmuth'ſche Güterverſteigerung erſteigerte Parzelle, im großen Galgenfeld, bieſiger Gemarkung, beim Dachspfad, an Heinrich Horn liegend, 228 Ruthen oder 446 I] Klafter haltend, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg am 14. Januar 1847. In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bau- und Werkholz⸗Verſteigerung. (66) Donnerſtag den 28. d. M., 5 Vormittags 10 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeindewald, Wehrholz genannt, Diſtrikt Hüttenberg, nachſtehendes Bau⸗ und Werkbolz als: 42 Stämme eichen Bau und Werkholz, 1715 Cubikfuß haltend, wo⸗ runter ſich 4 Stämme über 100 Cubikfuß und 38 Stämme un⸗ ter 100 Cubikfuß ſtark, befin den. Letztere eignen ſich theil⸗ weiſe zu Eiſenbahn⸗Schwellen. 1 Stamm Hainbuchen Werkholz von 7 Cubikfuß. 12 3 buchen Werkh von 202 Cbkfuß. öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt am Niederkleer⸗ Weg. Langgöns am 14. Januar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Freſenius. A Privat ⸗ Bekanntmachungen. 4 ſchöne Faſelochſen (15) von 1½ bis 2% Jahre ſind zu Nie⸗ dererlenbach zu baben bei Herrn Carl F. petſch. Verſteigerung. (60) Donnerſtag den 21. Jan, Nachmittags 2 Uhr, wollen die Unterzeichneten bei dem Steinbruch auf der Haide über Ockſtadt 14¼ Stecken Prügel⸗, Scheid⸗ und Stockholz und 35 Stecken Reiſer verſteigern. Friedberg den 14. Januar 1846. W. Valentin. P. Falck. Ein junger Mann, (67) mit guten Zeugniſſen verſehen, der zu jeder Zeit eintreten kann, ſucht auf Petritag oder Oſtern eine Oekonomieverwalterſtelle. Bei der Expedition d. Bl. das Nähere. Füchſe, Marder, Iltis (68) werden gekauft bei Carl Huppuch in Friedberg. Zum Verkaufen. (69) 80-100 Centner gutes Grummet, ſo⸗ wie 50 Centner Heu liegen in Altenſtadt zu verkaufen. Das Nähere iſt daſelbſt bei dem Makler H. Fingernagel zu erfahren Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — 0e N * . — e S ST.— 22 2 — S r