eigen . Na 184), verrichtet: dell. Burg firche: Burgkircht: Iidt. —————— de. — Apt. 21. Apt. 2 Groß. grra ND. 280 1321109 10100 810 716 —— art und Butzbach u 1847. 119— Intelligenz-Blatt ur die: Provinz Oherheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * 39 Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Außer der Stadt Friedberg iſt weiter die Abhaltung eines Fruchtmarktes verſtattet worden: der Stadt Butzbach, Dienſtag und dem Marktflecken Vilbel, Freitag in jeder Woche. Das Regulativ für den Fruchtmarkt von Friedberg findet auch auf dieſe beiden Märkte vollkommene Anwendung. Friedberg den 15. Mai 1847. Der Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg, Kirch elle r. Eine Fahnenweihe. (Eingeſendet von S. in M.) Mit Freuden nimmt es gewiß der Freund des Volkes wahr, daß auch in unſerer ergiebigen Wetterau ſich ſeit eini— gen Jahren faſt in allen Dörfern Vereine zur Beförderung bürgerlichen Wohls und zur Weckung und Belebung geiſtiger Intereſſen gebildet haben. Man gedenke nur der gegruͤn— deten Schiedsgerichte, der Leſe- und Singvereine, und hier und da ſind noch Vereine der Art im Entſtehen. Beſonders Luſt und Liebe, ja wahre Begeiſterung für den Geſang gibt ſich auch in den kleinſten Dörfern unſerer lieben Wetterau kund. Zähle man nur die Singvereine in der nächſten Um- gebung der freundlichen Stadt Friedberg auf, deren Thürme, könnten ſie reden, uns erzählen würden von den Barden unſerer Vorfahren und nun ſo oft auch auf naheliegenden, anmuthigen Hügeln kleine Singfeſte ſchauen. In Nauheim, Mörlen, Schwalheim, Dorheim, Wiſſelsheim, Steinfurt, Melbach, Södel, Beyenheim, Ilbenſtadt, Florſtadt, in jedem dieſer Orte beſteht ein Singverein, und überall wird das Singen mit Luſt und Eifer betrieben, ſowohl von Seiten der Lehrer, als der Sänger, und viele Opfer werden demſelben gebracht. O, möchte es ſo bleiben, möchte dieſer Eifer nie erkalten, möchten auch die jungen Vereine mit Ausdauer und Beharr— lichkeit ihre Zwecke verfolgen und ſpaͤter, wenn ſie kräftiger blühen, ſich zur gegenſeikigen Belebung zu einem ſchönen Kranze vereinigen. Seit November v. J. beſteht auch in Beyenheim ein Singverein. Am 9. d. M., einem holden Maitage, wurde die Fahne deſſelben auf einem freien Platze vor dem Dorfe eingeweiht. Die Lehrer der nächſten Singvereine waren Mittwoch, den 19. Mai dazu eingeladen und faſt alle zugegen; auch ſonſt viele Freunde des Geſangs und des geſelligen Lebens aus der Nachbarſchaft hatten ſich eingefunden. Der junge Verein ſang meiſtens einfache, gemüthliche Lieder, welche er mit nicht erwarteter Präciſion und mit Ausdruck vortrug. Man vergnügte ſich mit Geſang bei einem Glaſe Bier und mußte die obwaltende Eintracht und den heiteren Humor der Ver— ſammlung lobend anerkennen. Doch der Feier dieſes kleinen Feſtes gab beſonders die Rede des Herrn Lehrers Becker die Weihe. Derſelbe hat bis jetzt mit vielem Fleiß dem Verein vorgeſtanden, und obgleich ihm der Arzt wegen Bruſtbeſchwerden abrieth, ſich der Leitung des Geſangs zu unterziehen, ſo hat er den⸗ noch dem Vereine mehr als hinreichende Zeit und Kräfte gewidmet. Hier die Rede deſſelben, welche er dem Schreiber Dieſes auf ſein Erſuchen die Güte hatte mitzutheilen. „Rede bei Einweihung der Fahne des Beyen⸗ heimer Singvereins, gehalten am 9. Mai 1847 von W. Becker. Es gibt ein Vermögen, welches mit wenigen Aus⸗ nahmen das Eigenthum aller Menſchen iſt, und das in der Reihe der vielen herrlichen Anlagen und Fähigkeiten, die den Menſchen zu dem vorzüglichſten Geſchoͤpfe dieſer Erde machen, ganz beſonders hervorgehoben zu werden verdient. Ich meine die Muſik. Die Muſik meine lieben Freunde iſt gleichſam die Univerſalſprache, worin alle Menſchen des ganzen Erdballs einander verſtehenz denn in der Darſtellung melodiſcher Töne liegt eine zauberiſche Lebendigkeit von Em⸗ pfindungen und Gemüthsbewegungen, die man auf keine andere Weiſe ſo wahr und ſo treu, ſo innig und ſo tief ausdrücken kann. Wem ſind die mächtigen Wirkungen der Muſik unbekannt? Wer iſt nicht ſchon durch die Gewalt der Töne gerührt, getröſtet, erbauet, ermuntert, angefeuert, belebt und erheitert worden? Daher iſt auch die Muſik zu allen Zeiten geſchätzt worden, und je höher ein Volk an Bildung geſtiegen war, deſto mehr wurde ſie von ihm geübt und gepflegt, ja ſie hat ſelbſt zur Bildung und Veredlung vieler Völker nicht wenig beigetragen. Was ſich aber Vortheilhaftes von der Muſik im All— gemeinen ſagen läßt, das gilt im Beſonderen in vorzüg— lichem Grade von dem Geſang. Angenehm iſt zwar der Klang der Saiten, lieblich der Ton der Flöte, erbauend und erhebend das Spiel der Orgel, und erſchuͤtternd der Schall des Horus; aber tiefer, inniger und mächtiger wir⸗ 8. kend iſt die Melodie der menſchlichen Stimme. Wie durch den Geſang ſich die Gefühle des menſchlichen Geiſtes ge⸗ wiſſermaßen verkörpern; ſo kann es auf keine andere Weiſe geſchehen; ja es iſt ſogar nicht ſchwer, an der Geſangs⸗ weiſe die Beſchaffenheit des Gemüths einzelner Menſchen ſowohl, als auch die Eigenthümlichkeit und den Charakter ganzer Völker zu erkennen. Keine Art, ſeine Empfindungen in melodiſchen Tönen darzuſtellen, iſt aber auch ſo allgemein und ſo alt, als der Geſang. Faſt alle Menſchen ſingen. Unſere Kinder ſingen ſchon, wenn ſie kaum ein Jahr alt ſind, und wollten wir die Frage ſtellen: wer denn zuerſt geſungen habe, ſo müßten wir unbeſtreitbar in der Geſchichte des menſchlichen Geſchlechts bis zu Adam hinauf gehen. David erhob ſein Herz zu Gott meiſtens in Geſängen, und der große Luther hat geſagt: Wer nicht liebet den Geſang, der bleibt ein Narr ſein Leben⸗ lang. Und ſo iſt es auch. Ein ſchöner Geſang erweitert und erfreuet die Seele und derjenige entbehrt einen der herrlichſten Genüſſe, der nicht ſingen kann und nicht gern ſingen hört. Dürften wir aber dem Geſang eine Lobrede halten, ohne zugleich der Tochter deſſelben zu erwähnen, der edlen Dichtkunſt nämlich, die mit jenem Jahrtauſende ſchon Hand in Hand, wie ein Engel, durch alle Geſchlechter der Erde gewandelt iſt und des Guten ſo viel geſtiftet hat, daß es nicht all ausgeſprochen werden kann? Der Dichtkunſt ver⸗ danken wir Lieder, und Lieder ſind die Schwingen des menſch⸗ lichen Geiſtes, auf denen er ſich über die Moräſte der ge⸗ meinen Welt zu den wonnigen Höhen des idealen Lebens, der Religioſität, der Sittlichkeit und der Weltverbrüderung erhebt. Beklagenswerth iſt ein Volk, das keine Lieder hat; es entbehrt eines der herrlichſten Nationalguͤter, ohne welches das Bewußtſein eigener Kraft und Selbſtſtändigkeit entweder gar nicht vorhanden iſt oder nur ſchwache Stützen hat. Wohl uns, meine Freunde! unſer deutſches Vaterland be⸗ ſitzt dieſes Gut in reichem Maße. Es gibt ſchwerlich ein Volk, das einen ſo reichen Schatz von Liedern aufzuweiſen hat, als wir. Auch in unſerem lieben Heſſenlande leben und blühen Lieder und Geſang in ſchönem Vereine. Und werfen wir gar einen Blick auf unſere nächſte Umgebung, ſo finden wir nicht leicht ein Dorf, in welchem in der gegen⸗ wärtigen Zeit nicht ein Singverein beſtunde. Auch Beyen⸗ heim wollte hierin nicht hinter der Zeit zurückbleiben. Unſer Verein hat unter der hieſigen Einwohnerſchaft Mitglieder gefunden von den Männern der öffentlichen Wirkſamkeit herab bis zu den Jünglingen, die kaum die Schule verlaſſen haben. Und daß unſer Verein nicht von kurzer Dauer ſein werde, dafuͤr bürgt der Eifer und die Liebe zur Sache, welche nun ſchon ſeit einem halben Jahre ſämmtliche Mitglieder an den Tag gelegt haben; dafür bürgt mir aber auch ganz beſonders die Wahrnehmung, die ich namentlich in der letzten Zeit zu meiner großen Freude gemacht habe, daß Ihr es in Euch fühlt, wie Ihr zuſammen eine Einheit ausmacht, die nur durch gegenſeitige Liebe ſtark ſein kann. 160 Um nun aber auch ein äußeres Zeichen Euerer Kör— perſchaft zu beſitzen, um außer dem erkannten Zweck Eures gemeinſamen Strebens einen ſinnbildlichen Mittelpunkt zu haben, um den Ihr Euch gerne ſchaart, und der in einem jeden Einzelnen das Bewußtſein belebt und erhält, daß er ein thätiges und förderndes Glied des Ganzen iſt und ſein ſoll, habt Ihr Euch eine Fahne machen laſſen. Hier iſt ſie. (Sie wird enthüllt.) Sie trägt die Inſchrift: Eintracht und Liebe. Möge ſie Euch denn auch Eintracht und Liebe in Eure Herzen wehen! Möge ſie immer freundlich und freudig über Euern Häuptern flattern ob Euerer Eintracht und Liebe! Möge ſie nie traurig nach der Erde ſich neigen ob der Zwietracht und des Haſſes, der vielleicht unter Cuch entſtehen könnte! Möge die Göttin Hymnia uns ſchützend und helfend zur Seite ſtehen, damit durch unſern Verein all die ſchönen Früchte erzielt werden, die er zum Zwecke hat! Dann werden durch ihn gefördert werden: ächte Reli⸗ gioſität und Gottesfurcht, herzliche Liebe zu allen Men⸗ ſchen, als zu unſern Brüdern, Sinn für alles Schöne, Er⸗ habene und Edle, Liebe zu Fürſt und Vaterland und Freund⸗ ſchaft, Geſelligkeit und Heiterkeit in der edelſten Bedeutung. Und ſo übergebe ich Euch denn nun die Fahne zum ferneren Gebrauche, und ſpreche nur noch den Einen Wunſch aus: daß Eintracht und Liebe Euer Wahlſpruch ſein und bleiben möge. Anfrage. In Vilbel nehmen die Bäcker für den Laib Brod (4 Pfd.) zwei Heller mehr, als in Friedberg und den ubrigen Orten des Kreiſes und es iſt ihnen dieß, ſo viel uns be— kannt iſt, auf eine frühere Beſchwerde von der Polizeibehörde geſtattet worden. Wenn wir nun hier ſehen, daß ein großer Theil der wetterauer Bäcker, wie die hieſigen ihr Backholz vom Main beziehen, alſo einen weiteren Weg haben, und der Preis des Mehls auf einige Stunden weit unmerklich verſchieden iſt, ſo erlaube man uns die beſcheidene Anfrage: „welches ſind denn eigentlich die Umſtände, die die vilbeler Bäcker zu einer ſolchen Anforderung berechtigen?“ Mehrere vilbeler Bürger. Einladung. Mittwoch den 26. Mai, Nachmittags um 4 Uhr, wird auf hieſigem Rathhauſe die Jahres verſammlung des Frauenvereins gehalten und mit derſelben eine Ausſtellung weiblicher Handarbeiten verbunden werden, welche in der Schule deſſelben gefertigt worden ſind. Man ladet ſämmtliche Mitglieder, wie auch ſonſtige Freundinen dieſer Sache ergebenſt ein, die Verſammlung mit ihrer Gegenwart zu beehren. Friedberg den 17. Mai 1847. In Auftrag: Dr. Sell. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edictalladung. (726) Ueber das Vermögen des Conrad Hochſtein, Wittwer, zu Utphe, hat Grßh. Hof⸗ gericht zu Gieſſen den förmlichen Concurs erkannt und werden daher bekannte und un⸗ bekannte Gläubiger jeder Art aufgefordert Dienſtag den 15. Juni d. J., a Vormittags 9 Uhr, ibre Anſprüche, unter dem Rechtsnachtheil des ſonſt ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe, dahier anzuzeigen und zu begründen. Laubach den 15. April 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. Edictal ladung. (727) Johannes Schmidts Kinder und deren Vormunder von Harrbach haben das den Erſteren gehörige Grundvermögen in der Ge⸗ markung Harrbach verkauft und die Kinder der Johann Georg Buchners Wittwe von da ihr daſelbſt gelegenes Gut unter ſich vertheilt und um Ausfertigung der Kaufbriefe und Theilzettel gebeten. Auf dieſem veräußerten Vermögen baften indeſſen Verpfändungen, welche erloſchen ſein ſollen, jedoch in den gerichtlichen Pfandbüchern noch offen ſtehen, weil die quittirten Schuld⸗ urkunden nicht vorgelegt werden können; ins⸗ beſondere haften 5 1) auf den Grrundſtucken der Johs. Schmidts Kinder, a) auf 269% neu 888/2, 33 Ruthen 14 Schub Acker am Riedweg ein von Mel⸗ chior Schäfers Eheleuten in Harrbach bei Philipp Reitz daſelbſt laut Obligation vom 9. Januar 1808 aufgenommenes Capital von 50 fl., b) auf 69/41. 42 neu 1119/45 und 1120%6 2 Luerer Kor⸗ Zdeck Eures wualpunkt zu der in einem dal, daß er f iſ und ſein Hier iſt ſie. 8 Eintracht t und Liebe undlich und et Eintracht e ſich neigen t unter Cuch urs ſchützend * sern Aern Verein zum Zwecke achte Reli⸗ allen Men⸗ Schone, Er. und Freund⸗ Dedeodung. Fahne zum inen Wunſch ich ſein und Laib Brod d den ubrigen viel uns be⸗ helizeibehorde b ein großer r Badhol daben, und u unmerklich ene Auftage: die vilbeler 7 1 Bürger. 42 Ruthen 12 Schuh Acker im Baum⸗ feld ein von Joh. Münch Ir Cheleuten von Harrbach bei der Jobs. Weigeliſchen Fideicommiß⸗Maſſe zu Grünberg laut Obligation vom 15. März 1811 aufge— nommenes Darlehn von 100 fl.; 2) auf dem Grundſtucke der Johann Georg Buchners Kinder 201/40 neu 1763/9 23 Ruthen 9 Schuh Wieſe im Affholder, ein von Johann Peter Buchner von Harrbach bei der Wittwenkaſſe, laut Obligatſon vom 26. Februar 1767 aufgenommenes Darlehn von 20 fl. Die genannten Intereſſenten können auch ferger ihr Eigenthum an ſämmtlichen Grund— ſtücken nicht urkundlich darthun und werden daher auf ihren Antrag alle diejenigen, welche an das Grundvermögen der Johannes Schmidts und Joh. Georg Buchners Kinder von Harr⸗ bach Anſprüche bilden und insbeſondere Rechte aus den extrahirten Verpfändungen ableiten, hiermit aufgefordert, dieſelben ſogewiß binnen 2 Monaten von heute dahier anzuzeigen und zu begründen, zu welchem Ende die Gerichts— acten in der Regiſtratur des unterzeichneten Gerichts zur Einſicht offen liegen, gegenfalls die fraglichen Verpfändungen für nicht mehr beſtehend angenommen und in den Pfand⸗ büchern gelöſcht auch den Kaufbriefen und Theilzetteln ohne Rückſicht auf jene Anſprüche die gerichtliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Grünberg den 28. April 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking. Verſteigsrung von Maurerarbeit. (747) Freitag den 21. Mai l. J., Nach⸗ mittags 1 Ubr, ſoll auf der Schleuſenbauſtelle bei Naunbeim die Maurerarbeit zu einer maſſiven Schiffsſchleuße, im Anſchlage zu Vier⸗ tauſend Neunbundert und Siebenzehn Gulden (ohne Materiallieferung), unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen öffentlich vergeben werden. Voranſchlag und Bedingungen liegen vom 16. d. M. an auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten zur Einſicht offen. Gießen den 10. Mai 1847. Der Gr. Provinzialbaumeiſter der Provinz Oberheſſen. Noak, z. Zt. Vicar. Holz⸗Verſteigerung. (JAS) Mittwoch den 26. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in den freiherrlich von Died ſchen Waldungen dahier 10 150 Stecken buchen Scheitholz, 29 u hainbuchen„ 3) 9„* eichen 1 4) 100„ Stockholz und 5) 28000 Wellen von verſchiedener Holz⸗ 1 art und Güte öffentlich an Ort und Stelle an die Meiſtbie⸗ tenden verſteigert werden. Ziegenberg den 10. Mai 1847. Kirchner. Edictal ladung. Betr. Das Schuldenweſen des Heinrich Lud⸗ wig Ringshauſen dahier. (759) Der Heinrich Ludwig Ringshauſen zu Nidda hat ſein überſchuldetes Vermögen zur Befriedigung ſeiner Gläubiger abgetreten und will ſich mit denſelben zur Abwendung des förmlichen Concurſes arrangiren. Dem— nach werden alle ſowohl bekannte als unbe⸗ kannte Gläubiger des Rubricaten hiermit auf. gefordert, in dem auf Dienſtag den 6. Juli l. 4 05 Vormittags 9 uhr, anberaumten Termin ihre Forderungen und ſonſtige Rechtsanſprüche ſogewiß zu liquidiren und uͤber die proponirt werdenden Vergleichs, 0 161 vorſchläge ſich zu erklaren, widrigenfalls die ausbleibenden, unbekannten Creditoren von der Maſſe ausgeſchloſſen, die bekannten Gläubiger aber als den Beſchlüſſen der Majorität bei— getreten werden angeſehen werden. Nidda den 8. Mai 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Cattrei n. Oeffentliche Ladung. (760) Bekannte und unbekannte Gläubiger des zu Holzhauſen verſtorbenen Leopold Hei— land und deſſen Wittwe werden zum Ver— ſuche eines Arrangements auf Mittwoch den 16. Juni d. J., Vorm. 9 Uhr, unter dem Anfügen bierher vorgeladen, daß die ausbleibenden nicht berückſichtigt und die bekannten als den Beſchlüſſen der Mehrheit der erſcheinenden beitretend angeſehen werden ſollen. Groskarben am 12. Mai 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Stein fuhrlohn. (7610 Das Fabren von 17 Cuübikklaftern Steinen aus den Langgönſer Brüchen, zu dem Durchlaß in Abtheilung 75 der Gemarkung Langgöns, wird Donnerſtag den 20. Mai, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe in Langgöns verſteigert. Butzbach den 16. Mai 1847. f Der Grßh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Main ⸗Weſer ECiſenbahn. Erdarbeiten. (762) In der Gemarkung Griedel werden Freitag den 21. d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, für 1700 fl. Erdarbeiten verſteigert. Die Zu— ſammenkunft iſt an dem Uebergang des Bocken— heimer Bachweges. Butzvach den 13. Mai 1847. Der Grßb. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. * 1 Holz-Verſteigerung. (763) Donnerſtag den 20. Mai a. C., des Morgens 9 Uhr, ſollen in dem Freihl. von Lö w' ſchen Wald, Diſtrict Sauerbrunnen— tannen bei Steinfurth, nachbenannte Holzſor— timente öffentlich verſteigert werden: 6337½ Stück birkene Wellen, 900 Stück eichene Bohnenſtangen und 8 eichen Stamme= 267 Cubikfuß. Die Zuſammenkunft iſt in oben genanntem Diſtrikt. Steinfurth den 13. Mai 1847. Der Freih, von Löw'ſche Revierförſter Weigand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Vilbel. (764) Mittwoch den 26. d. M. des Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe die nachſtehenden, bei Erbauung einer ſteiner— nen Brücke über die Nidda dahier vorkom⸗ menden Arbeiten, an die Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden: a) Maurerarbeit veranſchl. zu 7300 fl. 48 kr. b) Steinhauerarbeit 8584„—„ c) Zimmerarbeit 124% 48 d) Lieferung von 390 Stück eichen Stämmen 2163„ 12, Plan, Voranſchlag und Steigbedingungen können auf dem Büreau des Unterzeichneten eingeſehen werden. Pilbel den 12. Mai 1847. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur Eickemeper. Mobiliar Verſteigerung. (765) Mittwoch den 26. d. M., Morgens um 8 Ubr, will die Frau Landrichter Mosler in ihrer Wohnung dahier verſchiedene Mo⸗ bilien, als: Zinn, diverſe Tiſche, Stühle, verſchiedenes Brennholz, und ſonſtiges Haus⸗ geraͤtbe durch den Unterzeichneten, gegen gleich baare Zablung, verkaufen laſſen. Die Herren Bürgermeiſter der benachbarten Orte wollen dieſes im Intereſſe ihrer Gemeinde⸗ angehörigen öffentlich bekannt machen laſſen. Butzbach den 15 Mai 1847. Der Grßb. Landgerichts-Actuar Dreſcher. Holz ⸗Verſteigerung in dem Münſterer Gemeindewald, Reviers Hochweiſel. (766) Mittwoch den 28. Mai d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Diſtrikt Lemshart nachbenanntes Holz, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf Ort und Stelle meiſtbie⸗ tend verſteigt werden: A. Brandholz. 1) 29 Stecken buchen Scheitholz, 23 15%„ 1 Prügelholz, 33„ Stockholz, Ur Claſſe, 4) 1087½ Wellen buchen Reisholz, 59 2 Stecken eichen Scheitholz, 1„„ Prüͤgelholz, 77 10„„ Stockbolz, ir Claſſe, 8) 125 Wellen eichen Reisholz. B. Bau⸗, Werk und Nutzbolz. 9) buchen Stamm, 45 Cubikfuß baltend, und 10 6 eichen Stämme, 178 Cubikfuß haltend. Münſter den 10. Mai 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Theis. Hoelz ⸗ Vert ame. (767) Mittwoch den 26. d. M., des Mor⸗ gens 9 Ubr, wird im Windecker Bürgerwalde, im Schlag Steigewald, unmittelbar neben der Chauſſee von Hanau nach Eichen, folgendes Gebölz öffentlich meiſtbietend, an Ort und Stelle, verkauft, als: 102 ſebr ſchöͤne Eichenſtämme, 6669 Cubik⸗ fuß haltend, zu Schiff- und Bauholz brauchbar. 100 Klafter eichen Scheitholz und 2700 Stück eichen Wellen. Hierzu werden Kaufliebhaber eingeladen. Windecken am 10. Mai 1847. Der Bürgermeiſter Dei e tz Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Handarbeit. (768) Die zu 1560 fl. veranſchlagten Erd⸗ und Chauſſirungsarbeiten, zur Herſtellung des Uebergangs an dem Vicinalwege von Nieder⸗ weiſel nach Oſtheim, werden Freitag den 21. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert. Butzbach den 13. Mai 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Brod⸗, Oehl⸗ und Schuhlieferung, ſo⸗ wie das Ausweißen der Zimmer und Gänge in den Caſernen daher. (769) Da die Lieferung des Brodes aufs 3. Quartal und die des Oehls und der Schuhe aufs 2. Semeſter d. J. für die Garniſon da⸗ hier, ſowie das Aus weißen der Caſernenzim⸗ mer u. ſ. w. auf dem Soumiſſionswege ver⸗ geben werden ſoll, ſo werden die Intereſſenten mit dem Anfügen hiermit in Kenntniß geſetzt, daß die Lieferungs Bedingungen von heute an, in dem Bureau des unterzeichneten Ver⸗ waltungs⸗Raths eingeſehen werden können und die Soumiſſionen längſtens bis zum 26. dieſes Monats, Morgens um 10 Uhr, verſiegelt und mit der einſchlägigen Aufſchrift: nämlich Brod, Oehl⸗ oder Schuhlieferung, oder Ausweißen der Caſernen-Zimmer betreffend, in dem am Eingange vorerwähnten Bureaus angebrachte Käſtchen eingelegt ſein müſſen und gleich nach Ablauf dieſer Friſt die eingelegten Soumiſſio⸗ nen geöffnet werden. Die Brodlieferung wird unter abgeänder⸗ ten Accordsbedingungen vergeben. Die Soumittenten können bei Eröffnung der Soumiſſionen ſelbſt zugegen ſein, oder auch durch Bevöllmächtigte ſich vertreten laſ— ſen und wird weiter bemerkt, daß 1) unleſerlich geſchriebene, oder unterſchrie⸗ bene Soumiſſionen, oder ſolche ohne Na— mensunterſchrift, oder ohne Datum und Bezeichnung des Wohnorts des Soumit⸗ tenten unberückſichtigt bleiben, 2) daß an die Gebote keinerlei Bedingungen geknüpft werden dürfen und. 3) die Genehmigung des Grßh. Kriegsmini⸗ ſteriums vorbehalten bleibt. Friedberg den 15. Mai 1847. Der Verwaltungsrath des 2. Bataillons 4. Infanterie⸗ Regiments. Bekanntmachung. (7710) Nach der im vorigen Intelligenzblatte erſchienenen kreisräthlichen Verfügung iſt der Stadt Hungen die wöchentliche Abhaltung eines Fruchtmarkts und zwar am Freitage ge⸗ ſtattet worden. Indem ich zu recht zahlreichem Beſuche einlade, bemerke ich, daß an jenem Tage nicht nur Frucht, ſondern auch andere Victualien zum Haushalt, als Butter, Käſe, Eier ꝛc. dem Verkaufe ausgeſetzt werden können. Da an letzteren Gegenſtänden dahier Man⸗ gel iſt, ſo glaube ich, daß die auswärtigen Verkäufer mit Zufriedenheit den Markt ver⸗ laſſen können. Hungen den 15. Mai 1847. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter B tt ro n. Main- Weſer⸗Eiſenbahn. (1710 Die bei Herſtellung eines Brunnens in der Langgönſer Hardt entſtehenden Arbei⸗ ten und Lieferungen, als: die Maurerarbeit, veranſchlagt zu 172 fl. 30 kr. „ Steinhauerarbeit„„ 17 53% „ Zimmerarbeit 1„ 12, 22 „ Pumpenmacherarbeit„„ 50%— ſodann das Brechen, Fahren und Aufſetzen von 2/0 Cubikklaftern Schichtmauerſteinen, von 12 Buͤtten Kalk und ½o Cubikklaftern Sand, werden Mittwoch den 28. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert, und gleichzeitig damit die nämlichen Arbeiten und Lieferungen für 3 Brunnen in den Gemarkungen Kirch⸗ göns, Griedel und Oſtheim. Butzbach den 13. Mai 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Arbeits-VPVerſteigerung. (1720 Mittwoch den 26. Mai l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem Büreau des unterzeichneten Bürgermeiſters folgende Bau⸗ arbeiten öffentlich an den Wenigſtbietenden in Accord gegeben werden. a) dem Schulhaus. 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 4 fl., 2) Daͤchdeckerarbeit 7 77 13„ 3) Weißbinderarbeit„ 5 17„ b) dem Fluthgrabenſteeg. Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 10 fl. Oberau den 14. Mai 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter ei dess. * 162* Arbeits-Verſteigerung. 73) Dienſtag den 25. d. M., des Vor⸗ 9 um 9 uhr, ſollen bei Gaſtwirth Graf zu Gontertskirchen nachſtehende Arbeiten zur Erbauung eines neuen Schulſaals und Ge⸗ meindezimmers, unter den bei der Perſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingun- gen, öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranſchlagt zu 923 fl. 46 kr · Steinhauerarbeit„ 210% 46% Zimmerarbeit„„ 636 7⁵ 50% Dachdeckerarbeit„„ 220% 39, Schreinerarbeit 1„ 730% 31% Schloſſerarbeit„„ 168% 30% Glaſerarbeit„„ 235% 35% Weißbinderarbeit„„ 295% 24% Spenglerarbeit„,, Zeichnung und Voranſchlag können bei dem Unkerzeichneten bis zu dem Verſteigerungs⸗ termin eingeſehen werden. Die Steigliebhaber haben ſich vor der Verſteigerung über ihre Cautions fähigkeit bei dem Grßh. Bürgermei⸗ ſter Lind zu Gonterskirchen auszuweiſen. Villingen den 10. Mai 1847. J. A. Pfarrer, Bauaufſeher. Bekanntmachung. (770 Die Stadt Lich wird jährlich vier Vieh⸗ und Krämermärkte abhalten. Der erſte wurde Dienſtaͤg nach Oſtern gehalten, und der zweite fällt auf Dienſtag nach Pfingſten den 25. Mat. Indem ich dieſes auf Bezug mei⸗ ner Bekanntmachung, Intelligenzblatt Nr. 26, Ziffer 508, dem handelnden Publikum wie— derholend publicire, bemerke ich noch, daß der erſte Markt vielfach beſucht war, und der zweite zur Hoffnung berechtigt, ebenfalls recht beſucht zu werden. Der beſtellte Marktmei— ſter wird in allen Fällen behülflich ſein, und wird Stand- und Pflaſtergeld nicht erheben. Lich den 15. Mai 1847. 8 Der Grßh. Heſſ. Fürſtl. Solms'ſche Bürgermeiſter Vogt. a ε Privat⸗ Bekanntmachungen. Zu Vermiethen (756) Ein Zimmer mit Cabinet, ſowie ein großer Fruchtboden und zwei kleinere ſind zu vermiethen bei nr am Mainzerthor. Verſteigerung. (753) Meine noch in gutem Zuſtande be⸗ findliche mit Vorderverdeck verſehene Chaiſe, welche ihrer Leichtigkeit wegen auch einſpaͤnnig zu fahren iſt, beabſichtige ich zu verkaufen. Friedberg den 11. Mai 1847. Küchler. Empfehlung. (775) Meine große Auswahl der neueſten und geſchmackvollſten Muſter ſowohl deutſcher als franzöſiſcher Tapeten lege ich auf Verlangen zur Einſicht vor und werde alle Beſtellungen hierauf zur vollen Zufriedenheit meiner geehrten Abnehmer beſorgen. Joſeph Strauß in Weckesheim. — Warnung. (776) Ein gewiſſer M... in J7. Ellenwaarenhändler, der ſelbſt ſeine Waare theuer bezahlen muß, ſprengt überall ſeines Nutzens halber aus, daß ich meine Waare von ihm be⸗ ziehe. Da dies noch nie der Fall war, warne Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Car! Bindernagel in Friedberg. ich denſelben mit dem Bemerkeu hiermit, dies zu unterlaſſen, anſonſten ich mich auf eine andere Art zu rechtfertigen ſuchen muß. Weckesheim im Mai 1847. Joſeph Strauß. Nachricht fuͤr Auswanderer von Bremen nach Nordamerika. (177) Den 15. Juni d. J. expedire ich eine Geſellſchaft von 200 Perſonen aus hieſiger Gegend mit einem ſchnellſegelnden Dreimaſter⸗ ſchiff nach Quebek in Kanada, von da man ebenſo bequem, billig und ſchnell nach Buffalo, dem Ohio- und Indianagebiet und allen Rich⸗ tungen nach den nordamerikaniſchen Vereins⸗ ſtaaten, wie von Neyork gelangen kann. Bei zeitiger Anmeldung kann ich mit dieſer Gelegen⸗ heit noch Paſſagiere annehmen. Friedberg den 17. Mai 1847. Chr. Hecht. Ein neuer vollſtändiger Wagen (778) mit blauem Anſtrich iſt zu verkaufen bei Weckesheim. 5 F. W. Lind. Geſchaͤftseroͤffnung. Nathan Bock in Lich (179) empfiehlt ſich hierdurch mit ſeinem neu etablirten Geſchäft in Colonial⸗, Spezerei⸗, Eiſen⸗ und Holzwaaren, ſowie in Hohl- und Tafelglas, nebſt allen in dieſes Fach einſchlagenden Artikeln zu den billigſten Preiſen. Lich den 16. Mai 1847. Anzeige. (180) Nachdem ich das Gaſthaus zur Krone, welches früher vom Gaſtwirth Bernhardt Salzmann dahier beſeſſen wurde, käuflich an mich gebracht, bereits bezogen und mich vollſtän⸗ dig eingerichtet habe, ſo mache ich dieſes einem geehrten Publikum mit dem Bemerken hierdurch bekannt, daß ich der Wirthſchaft wo möglich noch eine größere Ausdehnung, als früher ge⸗ ſchehen, geben, namentlich: Wein, Bier, Obſt⸗ wein ꝛc. verzapfe, warme und kalte Speiſen und Getränke verabreichen und überhaupt dem Be— triebe derſelben einen ſolchen Grad von Fleiß und Aufmerkſamkeit ſchenken werde, daß ſie den Anforderungen, welche man in jetziger Zeit an eine gute Wirthſchaft zu ſtellen berechtigt iſt—, wohin namentlich eine prompte, gute und billige Bedienung zu rechnen— vollkommen entſprechen wird. Indem ich ſodann meinen Freunden und Be⸗ kannten für den Zuſpruch, den ſie mir in meinem früheren Geſchäft zu Theil werden ließen, meinen Dank darbringe, bitte ich auch fernerhin mich mit ihrem Beſuch zu beehren. Nauheim den 17. Mai 1847. Den Feri tz Einladung. (181) Am 3. Pflugſtfeiertage d. J. iſt in meinem großen Saal gut beſetzte Harmonie⸗ und Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt ein⸗ lade. Für reine Weine und ſchmackhafte Spei⸗ ſen iſt beſtens geſorgt und ſehe einem zahlreichen Beſuch entgegen. 8 Nauheim den 17. Mai 1847. D. Fri tz zur Krone. Ein zweiſtöckiges Haus (182) hat auf den Abbruch zu verkaufen Johann Wagner III., in Södel.