8 5 6. 15. Auguſt nen verrichtet: * Sell, — — 14 11 2 2 F 18 D — — — — — — — * Intelligenz⸗ Blatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 64. Mittwoch, den 18. Auguſt 1847. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 29. von 1847. 1. Bekanntmachung Grßh. Geh. Staats⸗Miniſteriums, vom 30. Juli, die Ernennung einer Commiſſion zur Leitung der Wahlen des Adels für den XI. Landtag betr.. II. Bekanntmachung Grßh. Oberpoſtinſpection vom 14. Juli, daß, um die Benutzung der Marburg⸗Siegener Perſonenpoſt den Reiſenden zu ermöglichen, welche ſich derſelben zur Reiſe von und nach Buchen au und den anderen Orten, welche von dem Courſe berührt werden, bedienen wollen, die Einrichtung getroffen worden iſt, daß, bei unbeſetztem Wagen, Reiſende, gegen Entrichtung der beigefügten Taxe, von und nach Buche— mau und den anderen betreffenden Unterwegs-Orten befördert werden kön⸗ men.(Folgt der betr. Tarif.). 8 III. Bekanntmachung Grßh. Oberfinanzkammer 1. Sect. vom 29. Juli, die Beibringung der Meßbriefe zur Fortführung der Steuer— tataſter und Grund bücher betr. V. Dienſtnachrichten. Am 21. Juni wurde der Kreisſecre— tär zu Grünberg, Frhr. v. Nordeck zur Rabenau, zum Legationsſecre— när bei der Grßh. Bundestagsgeſandtſchaft ernannt; 6. Juli dem Pfarrer und Decan Weich ard zu Bobenhauſen II. die evang. 1. Pfarrſtelle zu Alsfeld; 10. dem proviſ. Seminarlehrer Selinger zu Bensheim die 2. Lehrerſtelle an dem Schullehrerſeminar daſ., 12. dem Schullehrer Dau⸗ diſtel zu Wackernheim die 2. evang. Schullehrerſtelle zu Niederingel⸗ heim übertragen; 13. die Friedensgerichtsſchreiber Fügen zu Wörrſtadt und Hartmann zu Niederolm gegenſeitig verſetzt; 19. der definitive Acceſfiſt bei der Oberfinanzkammer Walz dahier zum Aſſiſtenten bei dem Hauptzollamte zu Mainz ernannt. VI. Charakter verleihung. Am 16. Juli dem Steuercom⸗ aniſſär Sator zu Dieburg, bei ſeiner Penſionſrung, als„Steuerrath⸗, VII. In den Ruheſtand wurde verſetzt: 16. Juli Steuercom⸗ niſſär Sator zu Dieburg, auf ſein Nachſuchen. VIII. Concurrenz für: die Stelle eines Controleurs bei Gr. Drtseinnehmerei und Nebenzollamte dahier, mit jährlich 750 fl.(binnen 14 Tagen bei Gr. Oberfinanzkammer I. Sect); die Stelle eines Steuer⸗ rommiſſärs zu Umſtadt(binnen 14 Tagen bei Gr. Oberfinanzkr. I. Sect.); die evang. Pfarrſtelle zu Eſchollbrücken mit jährlich 1238 fl. 56 kr; die evang. Pfarrſtelle zu Schwanheim, mit 1311 fl.; die evang. Schullehrer⸗ ſtelle zu Wippenbach, mit 303 fl. IX. Geſtorben ſind: am 28. Juni der penſ. Zollinſpector Rückert zu Beſſungen; 30. evang. Pfarrer Pfeiffer zu Schornsheim; venſ. Schullehrer Offenbächer zu Bobenhauſen II.; 11. Juli penſ. Steuercommiſſär Dietz zu Darmſtadt; 13. penſ. Stallmeiſter Gebhard zu Gießen; 15. penſ. Schullehrer Schlapp von Berſtadt; 18. Hofger. Seeretär, Juſtizrath Pfaff dahier; 21. Kreisſecretär Orth zu Bingenz 22. Landrichter Krauß zu Lichtenberg; 24, penſ. Oberſteuerbote Seriba zu Biedenkopf. 4 Mannigfaltiges. Wir leben einer ſeits, ſagt Meyer in dem neueſten Hefte ſeines empfehlenswerthen Univerſums*), unter den Symptomen einer ſchreckenerregenden Verwilderung, deren unheimlicher Geiſt die Menge mit ſeinem Hauche vergiftet hat,— eine Erſcheinung, die die allertroſtloſeſte iſt von allen traurigen der Gegenwart und namentlich in Dentſch— land Zuſtände herbeiführt, ähnlich denen, unter welchen Frankreich kurz vor dem Ausbruch der franzöſiſchen Revo— lution ſeufzte,— andererſeits unter den wahnwitzigen Beſtrebungen einer mit Blindheit geſchlagenen Kaſte, welche Begriffe, Weſen und Inſtitutionen des Mittelalters auf die Gegenwart zu pfropfen und die Völker auszubeuten trachtet wie Heerden, ſtatt ſie zu beglücken. Nur zwiſchen dieſen Extremen waltet ruhiges Schaffen und Leben als erfreu— liches Zeichen, daß darum die Menſchheit nicht ſtille ſtehe auf dem Kulturpfade, weil es Leute gibt, die vom alten Gott der Pſalmen die Abdikation fordern, oder die Recht— loſigkeit der Völker behaupten.— Es iſt die ſtille, ruhige Entfaltung der Wiſſenſchaften, die Vermählung derſelben mit dem praktiſchen Leben, welche uns, ohne daß wir es fordern, ja ohne daß wir es uns recht bewußt werden, mit den Elementen für ganz neue Zuſtände und Wandlun— gen beſchenkt, die dem Geſchlecht in nächſter Zukunft bevor— ſtehen. Schon hat ſie durch Eiſenbahnen und Dampf dem Menſchenleib Flügel verliehen und durch die Elektrotelegra— phie der Gedankenmittheilung die Schnelligkeit des Blitzes; — noch ein Jahrzehent und eine Fahrt um die Erde, das weite Völkerhaus, wird ein faſhionabler Sommerausflug ſeyn. Der Geiſt des Umgeſtaltens dringt in alle Verhält— niſſe. Wiſſenſchaft und Kapital vereinigen ihre Kraͤfte und ziehen ein in die Gewerbe; dieſe ſprengen die alten For—⸗ men und wachſen zu Rieſen auf, welche, indem ſie die Nachfrage nach Arbeitskräften ſteigern, allmählig für die Arbeiter ſelbſt einen höhern Lohn und der hervorragenden Geſchicklichkeit ein beſſeres und ehrenvolleres Daſeyn ver— ſchaffen müſſen. Was man noch vor wenigen Jahrzehenten fur unmöglich hielt— daß nämlich Rang und Geburt aus *) Meyers Univerſum erſcheint in Bänden zu 12 Lieferungen, wovon jede mit wenigſtens 4 vortrefflichen Stahlſtichen geziert iſt und nur 24 kr. koſtet. Bei Beſtellungen macht man ſich zur Abnahme von 12 Lieferungen verbindlich. Ju Aufträgen empfiehlt ſich die Buchhand⸗ lung von C. Bindernagel in Friedberg, bei welcher auch Hefte zur Einſicht bereit liegen. 22 den höchſten Zirkeln herabſteigen würden in den Kreis der Gewerbe,— iſt That geworden vor unſern Augen. Re— gierende Häupter ſind in die Reihen der Gewerbsleute ge— treten, Fürſten ſchmieden die Nägel für die Schuhe ihrer Bauern, und große Staatsmänner erröthen nicht, daß man ihren Namen, der unter Friedensſchlüſſen und Kriegser— klaͤrungen glänzt, auch einem Flaͤnellſtück einwebt, aus dem die Magd ihren Rock näht. Wer ſieht noch eine Demü⸗ thigung darin, wenn der Herzog von Meiningen für das Dach des ärmſten Häuslers ſeines Landes Schiefer brechen läßt, wenn man dem Eſel den Huf beſchlägt mit herzog— lichem Eiſen, wenn Metternich für eine neue Schrotmühle ein Patent löſt, oder wenn ein Erzherzog des Kaiſerhauſes die rauhe Hand des Hammerſchmiedes drückt und den Mann vor allem Volk ſeinen Collegen nennt? Das gehört zur neuen Ordnung und iſt nicht werth, davon zu reden. Es iſt indeſſen nicht das Kleinſte unter dem Großen, was die Gegenwart uns vor Augen führt. Denn indem die Groß⸗ würdenträger der Völker ſich zu den Fabrikanten geſellen, iſt der Gewerbfleiß ſelbſt zu Ehren gekommen, und er nimmt mit jedem Jahre allgemeiner, entſchiedener und feſter die Stellung und Geltung ein, welche ihm zukommen, aber während dem letzten Jahrhundert bei dem Verfall des Zunftweſens gänzlich verloren gegangen waren. Laßt nur erſt eure Repräſentanten, ihr Arbeiterſchaaren, denjenigen Platz erlangen im Staate, den ſie einnehmen wollen und einnehmen werden,— laßt ſie nur erſt den Kampf mit ihren Gegnern, dem Kathederdünkel, der Beamtenherrſch— ſucht und den Vertretern des Junkerthums ſiegreich ausge— kämpft haben, dann wird auch dem Proletariat Das wer- den, was es auf dem Wege der Gewalt und Eigenmacht nie erlangen kann:— ich meine Erfüllung ſeiner billigen Anſprüche auf ein beſſeres Daſeyn, auf den erweiterten Mitgenuß der menſchlichen Güter, auf ein ſorgloſeres Alter, auf ein größeres Maß von Hülfsmitteln gegen die Noth und die Widerwärtigkeiten des Lebens. Mit dem wilden, raubſüchtigen Gelüſten nach„des Nächſten Haus, Hof, Weib, Gut und Allem, was ſein iſt,“ das die falſchen Freunde der Proletarier aufſtacheln, iſt denſelben nicht ge⸗ holfen, und noch weniger mit Fourier'ſchen und Weit⸗ lin g'ſchen Phantaſien, deren unpraktiſches jeder Vernünftige begreift. Von uns— von den Männern, welche in ihren Arbeiter⸗Phalanxen nicht blos die Stützen ihres Reichthums und ihrer Macht ſehen, ſondern auch einen Quell der Pflicht und des Berufs, Menſchenglück mit Menſchen⸗ arbeit zu verbinden,— von uns, ſage ich, hat das Pro⸗ letariat die Erfüllung ſeines gerechten Ausſpruchs auf ge— nügende Geltung im Staate, Gleichheit der Berechtigung und die Befreiung von dem demüthigenden Druck zu erwar— ten, der auf den Arbeiterklaſſen mehr oder weniger überall noch laſtet. Bereits wird dafür vielſeitig angebahnt. Im⸗ mer mehr Stimmen werden aus dem Kreiſe der Fabrikanten ſelbſt laut, welche für die Arbeiter ein beſſeres Loos und menſchlichere Fürſorge begehren, und da und dort wird auch das Wort zur guten That.— Allerdings iſt an Ueberein— ſtimmung im Prinzip unter den Arbeitsgebern noch nicht zu denken, und noch entfernter liegt die allgemeine An— wendung. Aber ſie wird kommen und dann kann auch der Staat nicht länger ein paſſives Verhalten in einer Frage fortſetzen, welche ſo tief in ſein Leben eingreift. Er hat ſich bisher begnügt, das Produkt der Arbeiter, das Er— zeugniß zu ehren. Er that's aus wirthſchaftlichen Mo— tiven. Das iſt der Anfang. Er wird damit endigen, auch den Erzeugern gerecht zu werden, und wo er es nicht frei— willig thut, da wird die Nöthigung nicht ausbleiben. s- 5 Mart Be ich Hungen, am 13. Auguſt 1847. 8 Aufgefahren] Verkauft 5 1 Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.) e e 138 1 10 10 R 56 51 8 10 Gerſte. 17 6 5 15 Hafer 14 49 4 40 Kirchenbuchsauszuͤge vom Juni 1847. I. Ulrichſtein. Getraute: 24. Johann Georg Fuchs, des bisherigen hieſigen Bürgers, Ackermanns und Müllers auf der Schmittmühle, Hein⸗ rich Fuchs einziger unverheuratheter Sohn erſter Ehe, und Anna Eliſa Schleuning, des hieſigen Bürgers und Ackermanns Heinrich Schleuning auf der Grund⸗ mühle einzige unverheurathete Tochter. Get aufte: 20. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Konrad Dietz, Fuchſe Eidam eine Tochter, Katharina, geb. den 6. Juni. 20. Dem zeitigen Stadtwirth dahier und Bürger zu Braun⸗ fels im Königreiche Preußen, Herr Karl Hofmann ein Sohn, Heinrich Konrad Kilian, geb. den 23. April. Beerdig te: Keine. II. Butzbach. Getraut e: 6. Heiurich Klein, Bürger und Feldſchütz dahier, ein Wittwer, und Anna Schultheiß des Gr. Receptur⸗ dieners zu Thalitter, Bezirks Vöhl, Johann Joſt Schul⸗ theiß ehelich ledige Tochter. ö 27. Georg Karl Heil, Bürger und Bäckermeiſter dahier, des verlebten Bürgers und Bäckermeiſters wie auch Mit⸗ glieds des Armenvorſtands Jakob Heil J. hinterlaſſener ehelich lediger Sohn, und Katharina Eliſabeth Fiſcher, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Johann Andreas Fiſcher, ehelich ledige Tochter. Getaufte: 6. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Balthaſer Thomas eine Tochter, Anna Katharing Margaretha Chriſtine, geb. den. 21. Mai. 5 13. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Konrad Kiefer eine Tochter, Anna Suſanna Eliſabeth, geb. den 27. Mai. 16. Dem Großh. Lehrer der 2. Elementarſchule Adam Wirthwein ein Sohn, Auguſt Philipp Wilhelm, geb. den 22. Mai. 20. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Johannes Frei⸗ tag ein Sohn, Johann Jakob, geb. den 30. Mai. * a kr. —— 1 10 8 1⁰ g 15 4 40 —— eſigen Bürgers, numüdle, Hein⸗ Sehn erſter Ehe, hurſigen Bürgen auf der Grund * Diet ena Dich, * 1 aeb 6 na, ged. ben zürger zu Braun Karl unn den. Aptil. * dabier, ell Gr. Nrccptur⸗ nn Jef Schul Beerdigte: 20. Johann Jakob Schaaf, des Ortsbi 8 ö Kr. Großgerau, Johann Peter Schaaf, ehelich lediger Sohn, Eiſenbahnarbeiter, alt 23 Jahre, 2 Monate und 11 Tage, 1 den 18. Juni. ürgers zu Griesheim „ 263* 26. Suſanna Eliſabeth Steinhäuſer, des Buͤrgers und Juni. Schuhmachermeiſters, auch vormaligen Kirchenſeniors Johann Michael Steinhäuſer Ehefrau, geb. Seippel, alt 78 Jahre, 11 Monate und 2 Tage, f den 24. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN Edictal ladung. (1245) Nachdem Großb. Hofgericht über das Vermögen des Wittwers Joh. Joſt Raab Ar zu Inheiden den förmlichen Concurs erkannt hat, ſo werden Alle, welche aus irgend einem Rechtsgrund Forderungen hieran bilden können, rufgefordert, ſolche Montag den 30. Auguſt d. J., Morgens 9 Uhr, ei Meidung des ſtillſchweigend erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe, anzugeben, auch iber Beſtellung eines Gläubigerausſchuſſes, Maſſe⸗Verwalters und über Vergleichs-Vor⸗ chläge ſich zu erklären, widrigenfalls darüber nach den Anträgen der Mehrheit der Erſchie nenen verfügt werden wird. Laubach den 25. Juli 1847, Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brum hard. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Erdarbeiten. (1287) In der Gemarkung Langgöns wer— den Freitag den 20 d. M., Vormittags 10 Ubr, für etwa 30,000 fl. Erdarbeiten öffent⸗ ich verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt an er Arbeitsſtelle in der Langgönſer Hardt. Butzbach den 8. Auguſt 1847. Der Großb. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Edietalla dung. (1292) Nachdem über das Vermögen des Ortsbürgers Conrad Wagner von Ganzen— eim der Concurs erkannt worden iſt, werden undurch deſſen Gläubiger vorgeladen im Termin Mittwoch den 1. September d. J., Vormittags 9 Uhr, ogewiſſer dahier zu erſcheinen und ihre For— derungen zu liquidiren, als anſonſten ſie mit bren Anſprüchen von der vorhandenen Maſſe ausgeſchloſſen werden ſollen. Der Präcluſivbeſcheid wird nur auf der umtsſtube eröffnet. Homburg, den 20. Juli 1847. Landgräflich Heſſ. Juſtiz-Amt. Dr. ga S au t; Verſteiger ung. (13220 Montag den 23. Auguſt l. J., Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe de zur II. Pfarrſtelle gehörende Scheuer, Pag. und Nro. 44, 260½, an Michael Bauer, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 16. Auguſt 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bez n der. Gutsverpachtung. 1306) Das in der Gemarkung Neuen⸗ ſhmidten, Amts Wächtersbach, Kreis Geln— tauſen, gelegene gräflich yſenburgiſche Gut en circa 100 Morgen Aecker und Gärten imd 80 Morgen Wieſen, ſämmtlich in den teſten Lagen nebſt der dazu gehörigen Hof— tuithe mit Oekonomiegebäuden, ſoll von Petri 1348 an auf 12 Jahre aus der Hand ver— luchtet werden, wozu man Liebhaber, welche ſah wegen ihrer Qualification gehörig auszu— weiſen im Stande ſind, mit dem Bemerken einladet, daß die Bedingungen bei dem Se— cretariate der unterzeichneten Behörde täglich eingeſehen und Unterhandlungen angefnupft werden können. Wächtersbach den 7. Auguſt 1847. Gräflich Yſenburgiſche Rentkammer Kolontus. vd. Bärnſtein. Kellervermiethung zu Vilbel. (1312) Der 130 Fuß lange und 35% Fuß breite, ſchöͤne, gewölbte Keller, in den Ruinen des ehemaligen Schloſſes zu Vilbel, in welchen 80 bis 90 Stückfäſſer gelagert werden konnen, und welcher neuerdings in vollkommen guten und brauchbaren Stand hergeſtellt wurde, iſt auf 3 Jahre zu vermiethen. Deßfallſige Anmeldungen mit Angabe des jährlich entrichtet werden wollenden Miethbe— trags beltebe man portofrei gelangen zu laſſen an den Grßh. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Buß. Friedberg am 9. Auguſt 1847. Arbeits. Verſteigerung. (1323) Freitag den 20. d. M., des Nach⸗ mittags um 5 Uhr, werden folgende Gemeinde— arbeiten, als: A. Gemeinſchaftlich für die Gemeinden Ober— und Niederrosbach. 1) Das Anfertigen eines Sand oder Kies- maaſes, 2) die Anfertigung von 10 Viſirſtäben. B. Der Gemeinde Niederrosbach— die bei Unterhalten der Ortsſtraße vorkom— mende Pflaſter-Arbeiten von etwa 13 J Klafter, in loco Niederrosbach wenigſtnehmend in Ae— cord gegeben. Niederrosbach den 12. Auguſt 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Mühlen verpachtung zu Vilbel. (1324) Die dem Großh. Heſſ Fiscus zu⸗ ſtehende, an der Nidda zu Wilbel gelegene Mahlmühle, welche mit 4 Gängen verſehen iſt, und wozu Nebengebäude, Stallungen, Scheuer, ein kleines Gärtchen und 233[U]Klft, Wieſen gehören, wird Dienſtag den 14. September d. J., Vormittags 10 Uhr, in dem Gemeindehaus zu Vilbel auf 3 Jahre, vom 1. November di J. an, meiſtbietend ver⸗ pachtet. Die Bedingungen, unter welchen ſolches geſchieht, werden in dem Verpachtungstermine eröffnet, ſind aber auch ſchon vorher bei dem Unterzeichneten einzuſehen, oder von demſel— ben zu vernehmen. Friedberg den 12. Auguſt 1847. Der Gr. Heſſ. Nentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Buß. Edietal ladung. 1325) Ueber das Vermögen des Wirthes Heinrich Carl und deſſen Chefrau Marie, geb. Stahl von Oſtheim iſt der förmliche Concurs erkannt und Termin zur Haupt-Schulden— Liquidation auf den 4. Okt. l. J., Vormittags 9 Uhr, in das hieſige Gerichtslocale anberaumt worden. Es werden deßhalb alle Gläubiger derſelben aufgefordert, in dieſem Termine ihre Anſprüche gegen den beſtellten Contradictor bei Meidung des Ausſchluſſes von der Maſſe in Selbſtper⸗ ſon oder durch gehörig Bevollmächtigte geltend zu machen und allenfallſige Beweisſtücke mit zur Stelle zu bringen. Windecken, am 12. Auguſt 1847. Nurfürſtlich Heſſiſches Jußfiz, Amt. Schenk v. Schweinsberg. f vt. Schmincke. Grummetgras-Verſteigerung. (1326) Das diesjährige Grummetgras von nachgenannten fiskaliſchen Wieſen wird folgen⸗ dermaßen verſteigert: 1) Mittwoch den 24. dieſes Monats, Nach⸗ mittags 1 Uhr, zu Lindheim, in der Be— hauſung des Herrn Bechtold von ungefähr 22 Morgen in Lindheimer Ge⸗ markung und von ungefähr 20 Morgen in Hainchener Ge⸗ markung; 2) Freitag den 27. d. M., Nachmittags 2 Uhr, zu Stammheim, in der Behauſung des Herrn Metzler, von ungefähr 10 Morgen von der Wieſe, der See genannt; 3) Dienſtag den 31. d. M,, Nachmittags 2 Uhr, an dem Mineralbrunnen bei Okarben, von der ſ. g. Burgwaldswieſe, ungefähr 50 Morgen haltend, und 4) Mittwoch den 1. September, Mittags 12 Uhr, an Ort und Stelle, oder bei ungün⸗ ſtigem Wetter bei Gaſtwirth Herrn Höres zu Bauernheim, von der ungefähr 300 Morgen haltenden ſ. g. Markwieſe bei Bauernheim. Friedberg den 10 Auguſt 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg. Domänenrath Beau ß. Main Weſer⸗Eiſenbahn. (1327) Montag den 23, d. M., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, ſollen nachſtehende Planir⸗ arbeiten, unter den bei der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen, öffent⸗ lich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. In der Gemarkung Niederwöllſtadt: Loos 1 veranſchlagt zu 1235 fl. 43 kr. In der Gemarkung Okarben: Loos 3 veranſchlagt zu 3721 fl. 06 kr. Loos 5 veranſchlagt zu 141 fl. 41 kr. Die Zuſammenkunft iſt um die oben beſtimmte Stunde an der Neuherberge bei Niederwöllſtadt. Vilbel den 12. Auguſt 1847. Der Großh. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Vilbel. Eickemeper. Edietalla dung. (1328) Die Gemeinde Wetterfeld verſchul⸗ dete an den Forſtjäger Pfeffer nach einem außer- gerichtlichen Schuldſcheine vom 10. Auguſt 1827 ein verzinsliches Darlehen von 2000 fl. Dieſes Capital iſt nach Verſicherung des Gläubigers an denſelben zurückbezahlt worden, der Schein jedoch verloren gegangen, weshalb diejenigen, welche aus jener Schuldurkunde noch Rechte ableiten zu können glauben, hiermit edictaliter geladen werden, dieſelben ſo gewiß binnen 60 Tagen a dato dahier zu begründen, als ſonſt ſie der⸗ ſelben verluſtig werden und der Schuldſchein für mortifieirt erklärt werde. Laubach am 8. Auguſt 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. Edictalla dung. (1329) Ueber das Vermögen des Johannes Peter Dietz zu Inheiden hat Gr. Hofgericht den formellen Concurs erkannt, demgemäß Alle, welche aus irgend einem Rechtsgrund Anſprüche an das fragliche Vermögen bilden, hiermit auf⸗ gefordert werden, ſolche im Termin Montag den 13. Septbr., V. M. 10 Uhr, dahier bei Vermeidung des ſtillſchweigend er⸗ folgenden Ausſchuſſes von der Maſſe an⸗ und ausgefahren, auch über Beſtellung eines Gläu⸗ bigerausſchuſſes und Maſſeverwalters, ſowie über Vergleichsvorſchläge ſich zu erklären, als ſonſt hierüber nach den Anträgen der Mehrheit der übrigen Liquidanten verfügt werden wird. Laubach am 30. Juli 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. Arbeits⸗Verſteigerung. (13300 Dienſtag den 24. Auguſt l J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, werden auf dem Rathhaus zu Rodheim folgende bei Erbauung einer neuen Kirche daſelbſt vorkommenden Arbeiten und Ma⸗ teriallieferungen öffentlich an die Wenigſtneh⸗ menden verſteigert: 1) Der im Ganzen zu 6323 fl. 48 kr. ver⸗ anſchlagte Maurerarbeitslohn. 2) Die Lieferung von 1100 Bütten Kalk. 3) Die Lieferung von 40 Cubikfuß gutem Mauerſand. 4) Die Lieferung von 47,000 Backſteinen. Friedberg den 13. Auguſt 1847. Der Grßh. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg. Stockhauſen. Backholz-Verſteigerung. 1331) Freitag den 20. Auguſt l. J., Vor⸗ 7 halb 8 Uhr, ſollen in dem Oberros⸗ bacher Gemeindewald in verſchiedenen Diſtrikten 3825 Stück Wellen, Haide und Ginſtern zu Back⸗ holz öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Der Anfang iſt am Hauptweg in der großen Johanneshecke. Oberrosbach den 14. Auguſt 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blech er. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1332) Die bei Erbauung eines neuen Spritzenhauſes zu Oberflorſtadt erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, ais: Maurerarbeit, verüberſchlagt zu 85— kr. Zimmerarbeit„—„ Dachdeckerarbeit 52„ 39„ Schloſſerarbeit 9„— Weißbinderarbeit 2—„ Hauſteinlieferung 20—„ ſowie die bei Erbauung eines neuen Feuer- leiterhauſes zu Unterflorſtadt erforderlichen Maurerarbeit, verüberſchlagt zu 20 fl. 5 kr. Zimmerarbeit 61 24„ Schloſſerarbeit 1075— Schreinerarbeit 55, 48„ Hauſteinlieferung 5»— und endlich die zu beiden Bauwerken nöthige Herbeifuhr von Mauerſteinen 3,7 Klafter, Lieferung von Sand 1,2 Klafter, Kalk 30 Bütten, 7„ Backſteinen 5 Hundert, „„, Lehm 0,2 Klafter, ſollen Freitag den 20. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Rathhauſe zu Florſtadt in Nccord gegeben werden. Friedberg den 10. Auguſt 1847. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Lieferung von Hammelwolle. (1333) Die Lieferung von fünf Centnern 7* „ 264* weißer und einem Centner naturſchwarzer, reiner Hammelwolle für die hieſige Anſtalt ſoll im Soumiſſionswege an den Wenigſtfor⸗ dernden vergeben werden. Hierauf Reflee— tirende wollen ihre deßfallſigen Soumiſſionen längſtens bis zum 24. d. Mts., Vormittags 10 Ubr, auf dem Directorial-Bureau dahier, woſelbſt auch die Lieferungsbedingungen zuvor eingeſehen werden können, verſiegeit und mit der erforderlichen Aufſchrift verſehen, porto⸗ frei einreichen.— Marienſchloß am 12. Auguſt 1847. . Der Verwalter Bauer. Arbeits-Verſteigerung zu Höchſt. (1334) Die bei Herſtellung der Futter- mauer und der Vortreppe an dem Kirchhof zu Höchſt a. d. N. erforderliche Maurerarbeit, veräberſchlagt zu 27 fl. 36 kr. Lieferung von 0,75 Kbklft. Mauerſteinen, .„ 0,30 40 Sand, 33„NV! ſoll Samſtag den 21. d. M., Nachmittags 2 Uhr, auf der Gemeindeſtube daſelbſt in Akkord geg ben werden. Friedberg am 10. Auguſt 1847. 4 Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Privat ⸗ Bekanntmachungen. Badett⸗ Tauben (1802) in weißer, ſchwarzer, gelber, blauer weiß und ſchwarzgeſchäkter Farbe werden billig abgegeben bei Wilhelm Chlgen in Frankfurt a. M. Bad Nauheim. (1317) Freitag den 20. d. Mts, iſt von Morgens 9 Uhr an Harmoniemuſik in meinem Garten, Abends Ball im großen Saale und Montag den 23. d. M., am Tage des Haupt⸗ ſchießens, iſt ebenfalls Harmonie-Muſik im Garten und um ½1 Uhr table d'héte im großen Saal, wozu höflichſt einladet Nauheim am 9. Auguſt 1847. D. Fritz. Zur Krone. Druckfehler. (13835) Im vorigen Intelligenzblatt wurde in dem Inſerate des Herrn Adminiſtrator Weller(1318) in der elften Zeile von oben aus Verſehen geſetzt,„die das Wie nicht zu würdigen weiß“— man leſe ſtatt deſſen„die der Laie nicht zu würdigen weiß“. Neue und gebrauchte Fäſſer (13360) von allen Großen, zu verkaufen bei C. L. Schärttner Wittwe in Hanau g. M. Ein Hemmwerk, (1337) blau angeſtrichen, wurde vor Kurzem auf der Ludwigsſtraße gefunden. Der Eigen⸗ thümer kann dasſelbe in Empfang nehmen bei G. Kettinger. Neue und weingrüne Fäſſer (1388) Stückfäſſer, Zulaſt⸗ und kleinere Fäſſer, ſowie Faßdauben von 6“, 5“, 4“ und 3½ ſind zu haben bei Eduard Maynz auf dem Markt in Offenbach a. M. Faß⸗Verſteigerung. (1389) Montag den 23. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags 10 Übe, werden bei Gaſtwirth Joutz im Heſſiſchen Hof zu Butzbach 20 Stückfäſſer, 10 halbe Stückfäſſer, mebrere Zweiohmfäſſer und kleinere an den Meiſtbietenden verſteigert. Harmoniemufik 61840) findet an den beiden Markktagen den 18. und 19. d. Mts. im Simon'ſchen Garten ſtatt.. Zum Verkaufen. (138410) Ein ſehr bequemer mit Glasfenſter verſehner Wagen, noch wenig gebraucht, ſowie zwei elegante Pferde, ſechsjährig, hellbraun und ohne Abzeichen, ſind zu verkaufen. Wo? ſagt die Redaction d. Bl. Faß ⸗ Verkauf. (13420 50 Stückfäſſer von 1— 8 Ohm haltend hat zu verkaufen 5 Gebrüder Rotbbarrt in Offenbach. Ein Hausmädchen (1848) wird in ein Gaſtbaus geſucht. Das Nähere zu erfahren bei der Expedition d. Bl. Obſt⸗Verſteigerung. 18344) Das Früh ⸗Obſt zu Löwenthal(Birn, Aepfel. Mirabellen) ſoll Donnerſtag den 19. d. M., Vormittags 9 Uhr, daſelbſt verſteigert werden. N Friedberg den 15. Auguſt 1847. 5 In Auftrag der Freiherrl. v. Low. Vormundſchaft Steinhauer. 3 um Veckaufen. (1345) Eine im beſten Zuſtande befindliche Schraubenkelter mit meſſingenen Muttern circa 20 Ohm und eine Hebladkelter circa 1% Ohm ausdrückend, ſtehen zu verkaufen bei Finck u. Schäfer u. Fer d. Bermann in Vilbel. Empfehlung. (1346) Aepfelmühlen und Kelterſchrauben beſter und neuſter Art, für deren Solidität garantirt wird, verfertigt Friedberg den 15. Auguſt 1847. Johann Fillmar, Zeugſchmidt. 180 Gulden (1347) liegen bei der Vormundſchaft des Joh. Gorg Rader III in Oſtheim zum Aus⸗ leihen bereit. Oſtheim den 14. Auguſt 1847. Der Vormund Johs. Schneider III. Literariſche Anzeige. (1318) In der Büſchler'ſchen Verlags⸗ buchhandlung in Elberfeld iſt erſchinen und bei C. Bindernagel in Friedberg zu haben: Lange, L., Dr., Profeſſor in Jena. Geſchichte des Proteſtautismus, oder des Kampfes für das Urchriſtenthum, ſeit den erſten Jahrhunderten nach Chriſto bis auf unſere Tage. Zur Belehrung, Erbauung und Verſöhnung der Chriſtgläubigen aller Confeſſionen und Stände. In 2 Abthei⸗ lungen. 26 Bogen groß Octav. 2 fl. 42 kr. Langenberg, E. Wie werden Rechnungs⸗ aufgaben durch Probiren aufgelöſt? Das will ſagen: Die Todten(regula falsi) ſtehen wieder auf. Zur Wiedereinführung allen Rechenmeiſtern empfohlen. 6 Bogen. 22 kr. Gepruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.