1 5 gen ct. 1847 verrichtet: r. durgkirche: Br 5 3 argkucht: N —4 Uhr 1 ind 5 79 1 2 e Butzbach 1847. — — 5 Intelligenz-Olatt ſür die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1 Mittwoch, den 17. Februar Wetterauer Sagen. (S. Intelligenzblatt 1847. Nro. 12.) VI. Das Feuerchen am Wingertsberg bei Staden.“) Zwei Männer gingen noch in der Nacht von Staden nach Blofeld, weil ſie an dieſem Orte ein nothwendiges Geſchäft hatten und deßwegen früh am Morgen dort ſein wollten. Wie ſie über der Nidda ſind und anfangen, auf den Wingertsberg zu ſteigen, ſo ſehen ſie auf einem der vor⸗ derſten Aecker desſelben ein Feuerchen brennen. Sie hatten gerade ihre Tabakspfeifen zum Rauchen aus dem Sack 5 gelangt, und ſo gingen ſie hin zu dem Feuerchen, das ein Häufchen glühender Kohlen war, und jeder nahm ſich eine glühende Kohle und legte ſie auf ſeine Pfeife. Dann gingen ſie wieder nach dem Blofelder Wege. Aber die Kohlen brannten nicht an, ſie mochten machen was ſie wollten. Sie warfen ſie darum hinweg und gingen von neuem zum Feuer— chen, legten friſche Kohlen auf ihre Pfeifen und machten ſich wieder auf den Weg nach Blofeld. Aber es ging mit den Kohlen gerade wie das erſtemal, und ſie holten ſich zum drittenmal friſche. Auch die wollten nicht anpfengen.) Das war doch den Männern verwunderlich, und ſie warfen die Kohlen hinweg, wie die vorigen, und gingen weiter nach Blofeld. Als ſie nun am Tage zurückkamen, ſagte der eine: „Komm! Wir wollen doch einmal ſehen, wo die Nacht das, Feuerchen geweſ't iſt.“ Sie gingen auf den Acker und ſuchten, aber ſie fanden auf keinem Flecke todte Kohlen oder Aſche *) Dieſe Sage erzählte mir vor etwa 34 Jahren ein alter Mann zu Staden.— Der Wingertsberg liegt in der Leidhecker Gemarkung, welche bis dicht vor Staden reicht. W. a) aus der Taſche. Uebrigens zeigt das Einmiſchen der Tabakspfeife in die alte Sage, daß die Leute dieſelbe in dieſem Umſtande mo— derniſirt haben. d. i. anzünden. Wetterauiſch önpenge, meiſt önpenne, mit an (wetterauiſch ön), ſtatt ent- aus altdeutſch enpfengen. 2 und ſo auch den Platz nicht, wo das Feuerchen gebrannt hatte. Darüber verwunderten ſie ſich und ſuchten jetzt am Wege nach den Kohlen, die ſie weggeworfen hatten. Da fanden ſie ſtatt Kohlen blanke Ducaten. Jetzt erſt merkten ſie, daß die glühenden Kohlen, die ſie als Feuerchen geſehen hatten, lauter Ducaten geweſen waren, und es reuete ſie, daß ſie das glühende Kohlenhäufchen nicht mit ihren Stöcken ſtillſchweigend von ſeinem Platze hinweggeſcharrt hatten, denn alsdann hätten ſie die Ducaten all gehabt. Sie hatten das Feuerchen aber auf ſeinem Platze gelaſſen, und ſo war es, wie die Nacht verging, wieder ſpurlos in die Erde ver— ſchwunden. VII. Der wilde Jäger bei Staden.“) Mit erſchrecklichem Lärmen kam der wilde Jager durch das Thal der Nidda an den Bergen her gezogen. Da kam aus dem Thurme in der alten Burgmauer zu Staden, auf der Seite nach dem Wingertsberge zu, eine lange lange Stange heraus und an deren Spitze hing eine Leuchte, die wie ein Klumpen Feuer ausſah. Die leuchtete da dem wilden Jäger, wie er vorbeizog. *) Dieſe Sage hörte ich noch vor etwa 16 Jahren erzählen. Uebri⸗ gens hörte ich in der Wetterau von furchtbarem nächtlichem Sturm- getöſe ſagen:„Man meint, es wär der wild' Jäger!“ Empfangsbeſcheinigung und Dankſagung. Für die arme Wittwe des in einer Sandgrube Umgekommenen Schlegelmilch in Aſſenheim ſind mir durch Herrn Bindernagel in Fried⸗ berg 22 fl. 45 kr. und weiter von Herrn Act. H. in Fr. 1 fl. 45 kr. von J. Haas in Niederwöllſtadt 12 kr, von G. Walther in Oſſenheim 48 kr. zuſammen alſo 25 fl. 30 kr. zugekommen, deren Empfang ich mit dem Bemerken beſcheinige, daß mich die Wittwe erſucht hat, den milden Ge— bern ihren tiefgefühlten Dank und die Verſicherung auszusprechen, daß ſie für ihr Heil zu Gott beten will. Aſſenheim den 10. Februar 1847. Bornagius, Pfarrer. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Oeffentliche Aufforderung. (106) Auf Antrag des Papierfabricanten Philipp Hüttenmüller zu Obereſchbach werden deſſen ſämmtliche Chirographargläubiger zum Verſuche eines Arrangements auf Mittwoch d. 3. März l. J., Vormit. 8 uhr, mit dem Anfügen hierher vorgeladen, daß die Ausbleibenden nicht berückſichtigt, die Be— kannten aber als den Beſchlüſſen der Mehr— heit beigetreten erachtet werden. Groskarben am 25. Januar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. SA Oeffentliche Aufforderung. (119) Die Johann Conrad Gatzert's Che; leute zu Oſtheim entliehen am 8. Mai 1840 von Pachter Balthaſar Weber, damals auch zu Oſtheim, ein Capital von 480 fl. gegen gericht⸗ liche Schuld. und Pfandverſchreibung. Es ſoll dieſes Darlehen abgetragen werden; die Erben des inzwiſchen verſtorbenen Darleihers erklä— ren ſich jedoch außer Stand, die Schuldurkunde vorzulegen, und verſichern, daß ſie ihnen ent— kommen ſei. Auf deren Anſtehen werden die Beſitzer der benannten Schuld- und Pfandverſchreibung, ſowie Alle, welche etwa aus Ceſſion oder aus irgend anderem Rechtsgrund Anſprüche an dieſelbe bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, um ſo gewiſſer von beute an binnen 8 Wochen ihre Anſprüche dahier an, zugeben und zu begründen, als ſonſt die erwähnte Schuldurkunde für erloſchen erachtet und der bezügliche Eintrag in den Hypotheken- Büchern außer Wirkſamkeit geſetzt wird. Butzbach den 20. Januar 1847. 0 Großh. Heſſ. Landgericht. Mosler. Edictal ladung. (15) Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſpruͤche an das den Caspar Schneider Zers Eheleuten in Köddingen zwangsweiſe verkaufte Grundſtück 112% 1¼54 173(Llalftr. Acker und Wieſe 3 auf der Bergwieſe, ſind binnen vier Wochen ſogewiß dahier an⸗ zuzeigen, widrigenfalls der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulrichſtein am 2. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Zimmermann. Edictalladung. (142) Johannes Rühl und deſſen Cbefrau Katharine, geb. Hofmann, zu Ulrichſtein haben ihr Immobiliar⸗Vermögen unter ihre Söhne getheilt. Beim Mangel vollſtändiger Erwerbs⸗ urkunden werden Diejenigen, welche an dieſe Immobilien, worüber Grundbuchsauszug offen ſiegt, Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche An⸗ ſprüche bilden zu können vermeinen, aufge⸗ fordert, ſolche binnen vier Wochen, von heute dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Theilzetkel beſtätigt werden. ülrichſtein den 4. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht das. Zimmermann. Verpachtung. reitag den 19. d. M., Morgens 9 999900 55 den Mollenbeckiſchen Erben ge⸗ höriges, in der Berſtädter Gemarkung gele⸗ gene Ackergut, in Abtheilungen zu ohngefähr 5 Morgen, nebſt einer Hofraithe, 3. Gärten und 14 Wieſenparzellen beſtehend, öffentlich meiſtbietend auf weitere 9 Jahre verpachtet werden, welches mit dem Anfügen hierdurch bekannt gemacht wird, daß ſich Pachtliebhaber über ihre Fähigkeit, Caution zu leiſten, aus⸗ weiſen müſſen, und daß die Pachtsbedingun⸗ gen bei dem Grßh. Bürgermeiſter Ellenberger zu Berſtadt und bei dem Unterzeichneten ein⸗ geſehen werden können. Friedberg den 7. Februar 1847. J. Trapp II., Hofgerichtsadvocat und Bevollmächtigter der Mollen⸗ beckiſchen Erben. Bekanntmachung. (172) um vielfachem Begehren zu entſpre⸗ chen, wird andurch zur Kenntniß gebracht, daß auf dem Gräflichen Braunkohlenwerk bei Bauernheim wiederum Braunkohlen auf Cre⸗ dit und gegen genügende Bürgſcheine à 12 kr. per Cenkner abgegeben werden. Die Bürgſcheine ſind auf einen Abnehmer und nicht unter 25 Centner zu ſtellen, die Beträge aber bis zum 1. October d. J. zur Gräflichen Bergwerkskaſſe zu Aſſenheim zu entrichten. Aſſenheim den 9. Februar 1847. Die Gräfl. Solms⸗Roͤdelheimiſche Bergwerksverwaltung. Verſteigerung. (173) Freitag den 19. Februar, Vormittags 10 Uhr, werden in dem Hauſe des Conrad Matern dahier nachſtehende zu deſſen Ver⸗ mögen gehörige Gegenſtände, als „ 54. 1) circa 20 Stecken Scheit und Stockholz, 2)„ 12 Maltern Kartoffeln, 3) ein Fäßchen Sauerkraut, 4) robe Früchte und Kochfrüchte aller Art, als: Erbſen, Linſen, Gerſte, Reis, Hir⸗ ſen ꝛc. in geringen Quantitäten, 5)%½% Ohm Branntwein, 6) ½ Ohm Spiritus, 7) ½ Ohm rother und weißer Wein, 8) verſchiedenes Eingemachte, 9) eine große Parthie Ternaux⸗Wolle in vielen Schattirungen, 10) desgl. Hamburger und ordinäre Wolle, 115» Strick- und Näh⸗ Baumwolle, 12) eine Parthie Schreib, Pack- und Duten⸗ Papier, 0 5 13) verſchiedene Gattungen Seide, als: Näh⸗, Strick, und Häkelſeide, l 14) Stahl- und Goldperlen, ſowie Stahl- und Goldringe, 15) Kleidungsſtücke, 16) Filzſchuhe, 17) ca. drei Centner Heu, 18) eine Parthie Chokolade einer Verſteigerung ausgeſetzt werden, und werden Kaufluſtige hierzu eingeladen. Laubach den 1. Februar 1847. 5 Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. f Holz⸗Verſteigerung. (186) Mittwoch den 24. d. M., Vormit · tags 9 Uhr, ſoll in dem Gemeindewald Fauer⸗ bach I., Revier Hochweiſel, Diſtrikt Haide, nachbenanntes Gehölz, als: 5 1 2½ Stecken Buchen⸗Scheitholz, 20 4 15„ Prügelholz, 3) 98/„„ Stockholz, II. f Claſſe, 4) 1931 Buchen⸗Reisholzwellen, auf Ort und Stelle unter den vor der Ver⸗ ſteigerung eröffnet werdenden Bedingungen, an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Fauerbach J. am 13. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Werner. Holz⸗Verſteigerung. (187) Montag den 22. d. M., Morgens 9 Uhr, ſoll in hieſigem Gemeindewald und zwar in den Schlägen Nr. VI, VII und VIII folgende Holzſortimente, als: 1) 11 Stecken nadel Scheitholz, S„ Prügelholz. 30 19 17„ Stockholz, 4) 5200 Wellen„ Reiſerholz, 50 2 Läſte Allerleiholz und 6) 556 Nadelſtangen, 170 Cubikfuß ent⸗ haltend, an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. 0 Die Zuſammenkunft iſt am Forſthaus Win⸗ terſtein.. Die Herren Bürgermeiſter der umliegenden Orten werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. 8 Niedermörlen den 15. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dey. 8 Oeffentliche Aufforderung. (188) In den gerichtlichen Pfandbüchern für Atzenhain und Lehnheim ſtehen nachbenannte Einträge noch offen, um deren Loſchung von den Intereſſenten, welche das Abgetragenſein dieſer Schulden wahrſcheinlich gemacht haben, jedoch nicht im Stande ſind, die Schuldurkun⸗ den herbeizuſchaffen, angeſtanden wird 1) im Lehnheimer Pfandbuche: a) über 100 fl., aufgenommen im März 1784 von Johann Heinrich Dörr jun. zu Lehn⸗ heim bei Johannes Weigel hier, gegen Verpfändung von 6 Grundſtücken. Cedirt wurde die Schuldurkunde an L. Hart⸗ mann und von dieſem an Conrad Zinſer, b) über 130 fl., zu 6 0% verzinslich, aufge⸗ nommen am 18. Marz 1820 von Johan⸗ nes Dörr und Katharine, deſſen Frau, zu Lehnheim bei Oberförſter Ewald in Mer⸗ lau, gegen Verpfaͤndung von 5 Grund ſtücken; 2) im Atzenhainer Pfandbuche: über 30 fl., aufgenommen im November 1772 von Johannes Stoffel zu Atzenhain bei poſtmeiſter Voneiff hier gegen Ver⸗ pfändung von 3 Grundſtücken. Anſprüche an dieſe Schuldverſchreibungen, reſp. die Einträge, in den Pfandbüchern ſind binnen 60 Tagen dahier zur Anzeige zu brin- gen, widrigenfalls letztere gelöſcht werden. Grünberg den 28. Januar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Welcker. Thaler. Edie tal ladung. (189) Nachdem über das Vermögen des Daniel Keil zu Göbelnrod der förmliche Con⸗ cursproceß erkannt worden iſt, ſo werden alle diejenigen, weiche Forderungen oder ſonſtige Anſpruͤche an denſelben bilden zu können glau⸗ ben, hiermit öffentlich aufgefordert, ſolche ſo⸗ gewiß in dem auf 1 Mittwoch den 31? März d. J., Morgens 8 Uhr, anberaumten Liquidationstermine dahier an. zuzeigen und zu begründen, als ſie anſonſt ohne ein weiter zu erlaſſendes Präcluſivdecret von der Concursmaſſe des gedachten Daniel Keil ausgeſchloſſen werden. Grünberg den 2. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Dr. Ortwein. Publican dum. (190) Im verfloſſenen Herͤbſt wurden in der Gemarkung Oberrosbach an der von hier nach Homburg führenden Staatsſtraße zwei Birnbäume boshafterweiſe abgebrochen. „Anzeigen, welche zur Entdeckung der Thaͤter führen, ſollen aus der betreffenden Gemeinds⸗ kaſſe mit 30 Gulden honorirt werden. Friedberg den 9. Februar 1847. Grßh. Heſſ. Landgericht. Hofmann. Dr. Gilmer. Edicetalladung. (1910 Anſprüche jeder Art an die von Cas⸗ par Becker II. in Windhauſen verkauften Im⸗ mobilien in dortiger Gemarkung, worüber Grundbuchs-Auszug in der Landgerichts⸗Re⸗ giſtratur eingeſehen werden kann, ſind binnen vier Wochen von heute dahier geltend zu ma⸗ Aird widrigenfalls der Kaufbrief beſtätigt wird. ö Ulrich ſtein den 10. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edietalladung. (192) Anſprüche jeder Art an das von Jo⸗ hannes Kirchhöfer und deſſen Ehefrau in Meiches in der Gemarkung Helpershain ver⸗ kaufte Grundſtück 96/½b XX/22. 168[I Klftr. Acker, die Dillenwieſe, ſind binnen vier Wochen, a dato, ſogewiß dahier anzuzeigen, widrigenfalls der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulr ichſtein den 11. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. Edietalla dung. (193) Anſprüche jeder Art an die nachge nannten, von der Heinrich Graulichs Wittwe zu Meiches verkauften, in dortiger Gemar⸗ kung liegenden, Grundſtücke, als 1 170 VIII/56 160 UIKlftr. im hinterſten end, 3 2 niich, aufges bon Johan In Frau, zu in Rer. en 5 Grund, deucde * Nodember zu Azenbain gegen Ver. en creidungen, bucgern ſiad Leige zu brin, t werden. 1847 Adgericht daſ. Thaler. Vermögen des er mliche Con⸗ o dperden alle oder ſonſtige konnen gau; ert, ſelche ſo⸗ 0 4 ſie anſonſt brädluſiodecret dachten Daniel 187. andgericht da. r. Ortwein. n bt wurden u ker bon biet usſtraße w Kochen. un det Wodter den Gemeint Audgerichl. Dr. Gilmer. a f u die ron Eat derfauffen Im⸗ ung, worüber ngerichts- Re. 1 ſind binnen Altend zu ma, brief beſtaligt — . t r. nan. 1 1 es bon Je. Fbeſtau in erben ver. Acker, die 40 gegen Wut rief 4 ber Kauft 29 580% VIII/61 321 UKlftr. daſelbſt⸗ ſind um ſo gewiſſer binnen vier Wochen, a dato, dahier anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt die Beſtäkigung des Kaufbrief's erfolgt. Ulrichſtein, den 11. Februar Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Main- Weſer⸗ Eiſenbahn. Section Vilbel. (19) Den 20. d. M., des Vormittags 11 Ubr, ſoll in dem Wirthſchaftslocale der Hrn. Gebrüder Petermann auf der Mainkur bei Offenbach die Lieferung von eirca 216,000 Cubikfuß Quaderſteinen und 50 Cubikklafter Schichtenmauerſteinen aus den Sandſteinbrü— chen am Main, ſowie das Fahren der letztern Steine von der Mainkur an die verſchiedenen Bauſtellen der Section Vilbel, loosweiſe, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigſtneh⸗ menden in Accord gegeben werden. Vilbel den 10. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur Eickemeyer. Holz⸗Verſteigerung. (195) Das unterzeichnete Rentamk ver⸗ ſteigert: 1) Donnerſtag den 18. d. M., Früh 9 ubr, in den Diſtrikten hinten an den Kreuz— tannen, anderſeits der Schneiſe und unter der Straße: 8 Stecken Nadel- und 30„ Buchen⸗Scheitholz, 57 7 Nadel und 5 1 Buchen⸗Prügelholz, 30. Nadel⸗Stockholz, 2590 Stück Nadel⸗ und 500„ Buchen⸗Wellen, dann 2 Wagen Allerleiholz. Zuſammenkunft und Anfang hinten an den Kreuztannen. i 8) Freitag den 19. d. M., Früh 9 Uhr, im Diſtrikte ober der Querſchneiſe: 180 Stecken Eichen Scheitholz, 15 5„ Prügelholz, 160.„ Stockholz, 480 Stück„Wellen, 9 Wagen Allerleiholz. 1998 Kubikfuß Eichen⸗Werkholz von 10—37 Zoll Durchmeſſer und 15—50 Fuß Länge dann Zuſammenkunft oben auf der Querſchneiſe. Bei ungünſtiger Witterung findet die Ver⸗ ſteigerung im Wirthshauſe zum Hirſchen da— hier ſtatt.. Gegen Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis Ende Juni gegeben. 8 Ockſtadt am 8. Februar 1847. Freihl. v. Frankenſtein'ſches Rentamt ien e. Bekanntmachung. (1960 In Folge hoher Verfügung Kurfürſt⸗ licher Ober⸗Finanzkammer zu Caſſel vom 26. o. M. ſollen nachſtehend bezeichnete, auf dem 11507 Renthofe befindliche, Gebäulichkeiten, als: 1) die mittlere Scheuer, von Holz erbaut, 49 Fuß lang und 42 Fuß tief, 2) die ſogenannte Zehntſcheuer, ebenfalls von Holz erbaut, 61 Fuß lang und 32 Fuß tief, und 3) ein Holzſchoppen,. ohne Grund und Boden, auf Abbruch öffent⸗ lich meiſtbietend verkauft werden. „Termin hierzu iſt auf Dienſtag den 23. id. M., Vormittags 10 Uhr, in das Ge⸗ ſſchäftslokal der unterzeichneten Renterei an⸗ beraumt worden, wovon Kaufliebhaber mit dem Bemerken in Kenntniß geſetzt werden, daß auch ſchon bei dem Termine jene Gebäu⸗ lichkeiten in Augenſchein genommen und die 45 55 K Verkaufsbedingungen dahier eingeſehen werden konnen. Dorheim, am 13. Februar 1847. Kurfürſtl. Heſſ. Renterei daſ. Deichmann. Holz⸗Verſteigerung. (197) Montag den 1. März d. F., Mor⸗ gens 10% Uhr, werden in dem Pfaffenwies- bacher Gemeindewald: 1) im Oiſtrict Oberkolbenrod. 105 kiefern Geruſtholzer, 3500„ Pfähle, 150 T Hopfenſtangen, 7200 T Bohnenſtaͤngen, 6300„ Wellen. 2) im Diſtrict Jungenholz 2r Theil. 1 Eichenſtamm von 61 Cbfß, ½ Klftr. eichen Holz, 33½%„ buchen Holz, ½, birken Prügelholz, 1950 Stück buchen Wellen, 22% Klftr. buchen Stockholz verſteigert. Uſingen den 1. Februar 1847. a Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Holzverſteigerungen. (198) Donnerſtag den 25. Februar d. J., Morgens 9 Uhr, werden in dem Wehrheimer Gemeindewald: 13 eichen Bauſtämme von 1357 Cbfß., 1 buchen Werkholzſtamm von 181 Cbfß., 30% Klftr. buchen Scheitholz, 1 41 1 eichen 2 3„ birken„ N 52½„ buchen und eichen Stockholz und 2 Karren Geniſt und Späne verſteigert. Uſingen den 8. Februar 1847. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey S chapper. Die fer ung. (199) Die Lieferung des erforderlichen Brodes für die Garniſon Friedberg, pro 2tes Quartal 1847, wird, unter dem Vorbehalt der Ratifi— cation, auf dem Summiſſtionswege vergeben, und es ſind die deßfallſigen Summiſſionen in das am Eingange des hieſigen Militär-Ver— waltungsbüreaus befindliche Käſtchen einzu— legen. Dieſe Sumiſſionen werden am 27. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem gedachten Verwaltungsbüreau eröffnet, wobei die Sum— mittenten oder Bevollmächtigte derſelben an⸗ weſend ſein können. Bei den nicht erſchei— nenden Summittenten wird angenommen, daß ſie von ihren Forderungen nicht abgehen, und es liegen die betreffenden Lieferungsbedingun— 11 auf dem erwähnten Büreau zur Einſicht offen. Friedberg den 13. Februar 1847. J. A. Gö lz, Oberquartiermeiſter. Holz ⸗Verſteigerung. (200) Donnerſtag den 18. d. M. ſoll das dem Grßh. Fiskus in der Rockenberger Mark zuſtehende Holz: 1) 216% Stecken buchen Scheitholz 2) 37% 7„ Prügelholz 3) 1518% Stück buchen Welleu, unter denen bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Der Anfang iſt Morgens um 9 Uhr am Forſtgarten. Bemerkt wird hierbei noch, daß zahlungsfähigen Inländern Zahlungsfriſt gegen vorſchriftsmäßige Bürgſchaft bis zum 1. Sept, d. J. geſtattet wird. 11Claſſe Ich erſuche die Grßh. Bürgermeiſter dieſes öffentlich in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. l Obbernhofen am 9. Februar 1847. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Münzenberg. Marchand. Edictalladung. (201) Die bekannten Gläubiger der verſtorbe⸗ nen Cliſabetha Katharina Hofmann von Laubach haben über Vertheilung deren höchſt unbedeu— tenden Nachlaſſes eine gütliche Vereinigung unter ſich getroffen. Unbekannte Gläubiger werden daher zur Anmeldung ihrer Forde— rungen aufgefordert, im Termine Donnerſtag den 11. März d. J, Morgens 10 Uhr in Selbſtperſon zu erſcheinen, oder ihre Stell— vertreter mit ſpecieller auf Anſchluß zum Ver⸗ gleich gerichteten Vollmacht zu verſehen, widri⸗ genfalls ſie bei der Vertheilung der Maſſe außer Berückſichtigung bleiben. Laubach den 28. Januar 1847. Grßh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. Holz⸗Verſteigerung. (202) Mittwoch den 24. l. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Gräflich Solms-Rödel⸗ beim'ſchen Bainhardswald bei Roßbach das nachfolgende Holz, nämlich: 50 Stecken eichen und buchen Stangenprüͤgel, 25 7 7 7 7 Stockholz, 120 7 7 7 17 Reiſer, 30 Stück„„„ Werkbolzſtangen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 13. Febr. 1847. Grafl. Solms⸗Rodelheim'ſche Forſtverwaltung. Holz ⸗Verſteigerung. (203) Donnerſtag den 18. d. M., Nachmittags 1 Ubr, ſoll das der Pfarrei Oppersbofen in dem Rockenberger und Oppershofer Markwald zugefallene Loosholz, beſtehend in 24% Stecken buchen Scheitholz ir Claſſe, 44„„ Prügelbolz 5 203% Wellen„ Reisbolz„ öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver— ſteigert werden, mit dem Bemerken, daß gegen vorſchriftsmäßige Bürgſcheine Zahlungs⸗ friſt bis zum 1. Sept. d. J. geſtattet wird. Die Zuſammenkunft iſt am Forſtgarten, wobin man die Steigliebhaber hoͤflichſt einladet. Oppershofen den 13. Februar 1847. Für den Kirchenvorſtand Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Wolf. N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein junger Oekonom, (37) theoretiſch und practiſch gründlich gebildet, der bereits ſeit drei Jahren als Oeko⸗ nomie⸗ Verwalter fungirt, ſucht ſeine jetzige Stelle mit einer andern äbnlichen, auf den 20. März l. J. zu vertauſchen. Wer? ſagt die Expedition d. Bl. Einen neuen zweiſpännigen Wagen (183) mit Kaſten und eine zweiſpännige eiſerne, neue Egge hat billig zu verkaufen S. Schwab in der Judengaſſe. Fett⸗Grieben⸗ Kuchen, (18 zum Mäſten der Schweine anwend⸗ bär, ſind zu haben bei 5 Friedberg. Siegmund Simon, Seifen- und Lichter⸗Fabricaut. Tanzmuſik. (182) Mittwoch den 17. Februar d. J. findet bei mir gut beſetzte Tanzmuſik ſtatt, wozu ich hierdurch mit dem Bemerken erge— benſt einlade, daß ich an dem genannten Markttage einen ſehr guten 1846r Wein verzapfe. Friedberg den 8. Februar 1847. G. Gerlach. 9*** Baieriſches Bier (175) aus der Brauerei von Simmerock und Kopp, wird von Samſtag den 13 d. M. an im Simmerock'ſchen Lokal in Zapf ge— nommen. Schiffsgelegenheit 1 Auswanderer nach Nordamerika. (200 Anfangs März d. J. expedire ich eine Auswanderungsgeſellſchaft von Kilianſtädten u. Umgegend, beſtehend aus 60 Perſonen, nach Baltimor. g Desgleichen Mitte April d. J. von Ober— rosbach und Umgegend, beſtehend aus 40 Perſonen, nach Baltimor. Desgleichen Mitte April d. J., von Nieder— eſchbach, beſtehend aus 31 Perſonen, nach New Pork. Pafſagiere, welche geſonnen ſind ſich irgend einer obiger Geſellſchaften anzuſchließen, er⸗ ſuche ich, ihre Anmeldungen gegen Draufgeld— zahlung in Zeiten an mich ergehen zu laſſen, und fuͤge nachträglich binzu, daß das Wohl und den Schutz der Auswanderer bezweckende neue Verordnungen unſerer weiſen Staats⸗ regierung, wornach den inländiſchen Agenten eine Kaution von fl. 3000 zu ſtellen aufge⸗— geben iſt, die größte Sicherheit gewährt, und kann niemals vorkommen, daß Auswanderer während der Einſchiffung durch Zufälle in Schaden gerathen. 2 Die Preiſe der Paſſagiere in der Kajüte und im Zwiſchendecke werden auf das Billigſte geſtellt, und empfehle meine Vermittelung beſtens. Friedberg den 10. Februar 1847. Chr. Hecht. Oeffentlicher Dank. (205) Am 22. Januar ſtarb meine Gattin, eine katholiſche Chrißin. Der hochwürdige Herr Pfarrer Röder zu Rockenberg hatte die Güte mir ein Plätzchen zur Gruft anzuweiſen, neben dem Grabe des weiland Prälaten zu Kloſter Arnsburg, nicht um die Dahingeſchiedene vor andern Chriſten auszuzeichnen, ſondern um an dieſer Stelle ein Grabmal ſetzen zu können, 18 für die Folge Niemandem im Wege ehe. Der Bürgermeiſter und eine Deputation aus dem Gemeinderath zu Rockenberg, proteſtirten gegen dieſe Anordnung des wahrhaft chriſtlichen Geiſtlichen, obgleich das Grab ſchon eröffnet war und in der Nacht vom 22. auf den 23. wurde die Gruft durch Schandbuben zugeworfen. Der biedere Geiſtliche, dadurch aufs Schwerſte verletzt, appellirte an den chriſtlichen Sinn der Gemeindemitglieder, welche faſt allgemein die geſchehene Bubenthat als eine Barbariſche be⸗ zeichneten und für die Wiedereröffnung des Grabes ſtimmten. Ohngeachtet dieſes Gemeindebeſchlußes, ver⸗ bot der Bürger meiſter bei einer Geldſtrafe die Wiedereröffnung der Gruft unter dem nichtigen Vorwande, dieſe Stelle ſei nur für abgelebte Geiſtliche beſtimmt, dachte aber nicht daran, daß ſelbſt in dem Grabe des Prälaten der Schul⸗ lehrer Amendt begraben liegt. Dieſes liebloſe unchriſtliche Benehmen des Oris⸗ vorſtandes, beſtimmte mich, die brave wirklich chriſtliche evangeliſche Gemeinde zu Griedel zu „„ 56* bitten, meiner ſeeligen Gattin ein Pläßchen auf ihrem Friedhoſe zu gönnen, welche Bitte mir auch auf eine höchſt liebevolle Weiſe gewährt wurde. Ja am Tage des Begräbniſſes empfing der allgemein hochverehrte Herr Decan Hofmann, Herr Bürgermeiſter Viſſel und der löbliche Gemeinderath zu Griedel, die Leiche am Eingange des Friedhofes, welche, unter Anweſenheit der chriſtlichen Brüder und Schweſtern zu Griedel nun von dem hochwürdigen Herrn Pfarrer Röder nach katholiſchem Ritus, neben dem Grabe des früheren Ortsgeiſtlichen, beerdigt wurde, woſelbſt die theuer Verblichene nun in Frieden neben einem evangeliſchen Geiſtlichen ruht und welches Plätz⸗ chen ihr Niemand mißgönnt. Indem ich nun öffentlich den Herrn Pfarrer Röder um Verzeihung bitte, eine unſchuldige Veranlaſſung zu ſein, daß er in ſo hohem Grade durch den Ortsvorſtand zu Rockenberg ſcompro⸗ mitirt wurde, erſtatte ich Ihm und feiner bie⸗ deren Gemeinde, die für die Wiedereröffnung des Grabes ſtimmten meinen innigen Dank ab. Dem biederen hochwürdigen Herrn Decan Hofmann zu Griedel, Herrn Bürgermeiſter Viſſel, dem höchſt chriſtlichen Gemeinderath zu Griedel und der liebevollen ganzen Gemeinde daſelbſt, kann ich mit Woren nicht lohnen, daß Sie Alle mein ohnehin ſchon verwundetes Herz durch Ihre mir erzeugte Liebe wieder erſtarktenz möge es Ihnen der Himmel vergelten, den ich unabläſfig darum anflehe. Ueber die Verfahrungsweiſe des Bürgermeiſters und des Gemeinderaths zu Rockenberg möge das hochachtbare Volk aller Gauen aburtheilen. Für meinen Theil wünſche ich denſelben zeitliches und dereinſtiges Wohlergehen. Möge der liebe Gott Ihnen mit dem Maaße nicht meſſen, mit dem ſie mir gemeſſen haben. Rockenberg den 8. Februar 1847. L. Venator, Oberſftlieutenant. Holz⸗Verſteigerung. (206) Montag den 22. Februar d. J., Morgens 9 uhr, ſollen aus den Freiherrlich von Ritter'ſchen Waldungen beim Hofe Haſ— ſeleck nachſtehende Holzſortimente meiſtbietend verſteigert werden. a) Montag den 22. Februar im Hin⸗ ter wald: 1) 12 eichene Bauſtämme, 1433 Cubikfuß haltend, 2) 10 tannen Bauſtämme, 939 Cubikfuß haltend, 3) 18 Stecken eichen Scheitholz, 4) 9 1„ Prügelholz, 50 2„ ktannen Scheitholz, 9„ Prügelholz, 7) 938 Stück eichene Wellen, 8) 1450„ tannene Wellen, 9) 800» Backwellen und 2200 Stück tannene Bohnenſtangen. 8 Mit den Bohnenſtangen wird der Anfang auf dem Hofe Haſſeleck gemacht. 5 pb) Dienſtag den 23. Februar in den Haſſeln: 1) 112 Stück birkene Wellen und 2) 9000» tannene Wellen. Die Zuſammenkunft iſt an beiden Tagen Morgens auf dem Hofe Haſſeleck. Wiſſelsheim den 15. Februar 1847. In Auftrag n e e. Verſteigerung. (207) Mittwoch den 24. d. M., Vormit⸗ tags um 9 uhr, will Unterzeichneter in ſeiner Wohnung nachfolgende Gegenſtände einer frei⸗ willigen Verſteigerung gegen gleichbaare Zah⸗ lung ansſetzen, nämlich: 2 Pferde, 1 vollſtändiger Wagen, 1 Pflug, eine Egge, ſowie andere Fahr⸗ u. Ackergeräthſchaften, 1 Parthie Fäſſer, 2 Tiſchtafeln, mehrere Bänke u. ſonſtige Oeconomiegeräthſchaften. Florſtadt den 12. Februar 1847. i Heinrich Klaus J. Ein vollſtändiges Logis. (208) Mein Hinlerhaus in der Engelsgaſſe, welches ſehr bequem eingerichtet iſt, bin ich geſonnen zu vermiethen und kann daſſelbe bis den 1. Mai l. J. bezogen werden. Friedberg im Februar 1847. Philipp Werner, Apotheker. Ein junger Mann, (209) theoretiſch und praktiſch gebildeter Landwirth, ſucht als Wirthſchafts-Gebülfe oder Volontär ein Unterkommen. Das Nähere bei der Expedition dieſes Blattes. Literariſche Anzeige. Bedeutende Preisherabſetzung wegen Concurrenz! (162) Bei unterzeichnetem iſt erſchienen und durch C. Bindernagel in Friedbberg zu beziehen: Louis Blanc's Geſchichte der zehn Jahre 1350— 1840. Aus dem Franzöſiſchem überſetzt von L. Buhl. Vollſtändig in 5 Bänden, Schiller-Format, elegant in Umſchlag geheftet. Fr herer Preis: 7 fl. 30 kr. Jetziger Preis nur 1 fl. U8 kr. Der unterzeichnete ſieht ſich durch das Erſcheinen einer ſ. g. billigen, aber ſehr un⸗ vollſtändigen Ausgabe, welche bei Herrn G. André in Offenbach erſcheint, veranlaßt, die obige, bei ihm erſchienene Ausgabe dieſes unübertroffenen Werkes, überſetzt von dem rühmlichſt bekannten Publiciſten L. Buhl, von 7 fl. 30 kr. auf 1 fl. 45 kr. zu ermäßi⸗ gen.— Daß in dieſem ausgezeichneten Werke Alles von hohem Intereſſe iſt, und nicht blos der bei Herrn André in Offenbach in Heften erſcheinende unvollkommene Auszug braucht wohl nicht erſt geſagt zu werden. Dieſer Auszug ſoll in 12— 15 Lieferungen, jede 2 Bogen ſtark, erſcheinen. Das vollſtändige Werk wuͤrde alſo ungefahr 30 Bogen um⸗ faſſen. Dieſe 30 Bogen von kleinem Format enthalten aber nicht mehr, als 16 Bogen mei⸗ ner Ausgabe in dem beliebten Schillerformat. Dieſe nun, 5 Bände umfaſſend, be⸗ ſteht aus 110 Bogen und koſtet jetzt nur 15 kr. mehr, als die Offenbacher Aus- gabe. a Es erhellet aus dieſer Anzeige wohl zur Genüge, was man von dem ſ. g. Offenba⸗ cher Auszuge zu erwarten hat, und welcher Ausgabe der Vorzug gebührt. Wilh. Hermes, Buchhändler in Berlin. Unterzeichneter bemerkt noch, daß für ihn bereits eine Anzahl dieſes Werkes unterwegs iſt und ſieht gefälligen Beſtellungen entgegen. — Es ſteht zu erwarten, daß dieſe(Berliner) Ausgabe bald vergriffen ſein wird und wäre es alſo im Intereſſe derjenigen, welche ſich dies vollſtändige Werk anſchaffen wollen, wenn ſie mir ihre Beſtellungen baldigſt einſendeten. C. Bindernagel, Buchhändler in Friedberg. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. d W ö N