u verrichtet: Sell. r Stadtkirche: Sell. r Stadtkirche: r Surglirche: ank. et Burgkircht: def. ei ſ e. —— B. J Jui. Intelligenz-Olatt für die Provinz Oherheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 54. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die beſſere Benutzung der wüſten Gemeindeländereien. Durch das fortwährende Steigen der Bevölkerung und die in den letzten Jahren mehrmals ſtattgehabten mangel— haften Erndten iſt das Bedürfniß, alle Laͤndereien, welche ertragsfähig ſind, der Bebauung zu übergeben, dringender als je hervorgetreten. Da nun im hieſigen Kreiſe noch viele derartige Ländereien, welche den Gemeinden gehören, unbebaut liegen; ſo ſehe ich mich veranlaßt, um dieſem Uebelſtande abzuhelfen, Folgendes zu verfügen: 1) Sie haben binnen drei Wochen Flurbuchsauszüge über alle in Ihren Gemarkungen liegenden Gemeinde Wüſtungen an mich einzuſenden; Y Dieſe Wüſtungen ſind in ein Verzeichniß zuſammenzu⸗ ſtellen, und iſt bei jeder derſelben mit Zuziehung der Feldgeſchwornen zu bemerken, ob ſie ſich überhaupt zum Urbarmachen und dann, ob zu Feld- oder Wieſen⸗An⸗ lage, oder beſſer zu Wald oder Weide eignet.* Dieſe Verzeichniſſe, resp. die Richtigkeit der Angaben derſelben, werde ich nach Befund von Sachverſtändigen re⸗ vidiren laffen. Sind auf dieſe Art diejenigen Flächen feſtgeſtellt, welche der Feld- oder Wieſen-Cultur übergeben werden können, ſo wollen ſie unter Zuziehung des Gemeinderaths und der Feldgeſchwornen berathen, welche Grundſtücke, und in wel⸗ chem Termin, die Gemeinde ſelbſt urbar machen laſſen will, ſowie, welche Grundſtücke an arme Gemeindeangehörigen gegen die Verpflichtung der Urbarmachung auf eine Reihe von Jahren in Benutzung gegeben,— und endlich, welche Grundſtücke entweder ihrer Unbedeutendheit oder ſonſtiger Verhältniſſe wegen entweder öffentlich verſteigert, oder an die anliegenden Grundbeſitzer, ebenfalls unter der Verpflich⸗ tung der Urbarmachung, verkauft oder überlaſſen werden ſollen und mir alsdann weitere berichtliche Vorlage machen. Uebrigens empfehle ich dieſen Gegenſtand, der für viele Gemeinden von großer Wichtigkeit iſt, Ihrer beſonderen Sorgfalt. Grünberg am 9. Juli 1847. In Beurlaubung Grßh. Kreisraths: v. Ne bern n. Mittwoch, den 14 Juli 1847. Jahresverſammlung der Großh. Heſſ. Mitglieder der Guſtav⸗Adolf-Stiftung im Jahre 1847. Nachdem die feſtlichen Tage des 30. Juni u. 1. Juli nunmehr vorüber ſind, ſo wird es gewiß manchem Leſer d. Bl. angenehm ſein, etwas Näheres über dieſelben zu er— fahren und es wird demnach Folgendes zur öffentlichen Kunde gebracht. 5 Das Ergebniß der Verſammlung, dem Mancher wegen einzeler Streitfragen mit zagem Muthe entgegenſah, kann ohne Uebertreibung ein wahrhaft glänzendes genannt werden, denn wenn auch, wie natürlich, die Geiſter ſich gerieben haben und reiben mußten, damit einer an dem andern zu Recht und Wahrheit ſich entzünden konnte, ſo iſt doch an keinem der beiden Tage auch nur ein einziges Wort ge⸗ ſprochen worden, in dem nicht der Geiſt der Liebe und der Verſöhnlichkeit geathmet hätte.— Rückſichtlich der Berliner Angelegenheit hat man den einſtimmigen Beſchluß gefaßt, auf der Darmſtädter Generalverſammlung dahin zu wirken, daß künftig die Prüfung der Vollmachten der Deputirten ſich nur auf das Formelle derſelben beziehen ſolle, damit ahnliche Vorfälle, wie die Nichtzulaſſung Rupps, hinfort eine Unmöglichkeit ſeien.— Zum Orte der nächſten Haupt⸗ verſammlung in unſerm Lande wurde Umſtadt beſtimmt; das Verhältniß der auswärtigen Mitglieder des Central⸗ vorſtandes zu Leipzig, ſowie auch das der Abgeordneten der Generalverſammlung gegenüber ihren eigenen und fremden Vereinen, wurde durch mehrere einſtimmige Beſchlüſſe ge⸗ regelt; es wurde feſtgeſetzt, daß der jedes Jahr auszugeben⸗ den, künftig nach dem Kalenderjahre einzurichtenden, Ueber⸗ ſicht über Einnahme und Ausgabe des evangeliſchen Haupt⸗ vereins der G.-A.-Stiftung im Großherzogthum Heſſen“) einige erweckliche Worte vorgeſtellt und ſie am Schluſſe mit einem ſpeciellen Nachweis uͤber die Verwendung der Ein— nahme verſehen werden ſollte; ſodann wurde noch über die, auf nächſtes Jahr vertagte, Veränderung des F. 3 unſerer heſſ. Statuten kurz verhandelt und zuletzt zur Verwendung der Einnahme geſchritten. Es waren 5901 Gulden zur Verfügung, wovon jedoch ſtatutengemäß ein Drittel mit 1967 Gulden dem Centralvorſtand zu Leipzig zu uberweiſen *) Von dieſer Ueberſicht für 1846, ſowie auch von der Schrift: Guſtav⸗ Adolf am Rhein von Dr. Wagner können in der Wohnung des Hrn. Dir. Roller, Morgens v. 11— 11 Uhr, ſo lange der 1 75 währt, Exemplare unentgeltlich in Empfang genommen erden. W 2 war; es geſchah mit der Beſtimmung, daß 1867 Gulden ſofort verwendet, 100 Gulden aber zu Kapital geſchlagen würden. Die beiden noch übrigen Drittel wurden ſo ver— theilt: es erhielten Steinheim 300 fl., Eimelrode 300 fl.; Watzenborn 300 fl.; Gernsheim 200 fl.; Seligenſtadt 1000 fl.; Bingen 193 fl.; Horſate w in Böhmen 100 fl.; Hochheim in Naſſau 400 fl.; Liebau in Schleſien 500 fl. ſämmtlich auf Vorſchlag des engeren Verwaltungsraths; Wſetin in Mähren 300 fl. auf Em⸗ pfehlung des Unterzeichneten; Malchen 41 fl. auf die des Hrn. Pf. Matthy von Freilaubersheim; Seckmauern 300 fl. auf jene des Hrn. Director Steinberger von Michel⸗ ſtadt.— Zu Deputirten nach Darmſtadt wurden gewählt die Herrn Geheimerath und Rechnungskammerdirektor Lud⸗ wig mit 23, Hofprediger Dr. Zimmermann mit 23, Prof. Dr. Credner mit 19 Stimmen von 26; zu Stell⸗ vertretern die Herrn Pfarrer Matthy mit 12, Gymnaſial⸗ lehrer Dr. Palmer mit 12, Prof. Dr. Sell mit 7 Stim⸗ men von 25.— Die Dauer der Sitzungen betreffend, wird noch bemerkt, daß die am 1. Tage von 4 12 bis 4 Uhr, die am 2. von 8 bis 3 Uhr währte, wie es auch vielleicht Manchem von Intereſſe iſt, zur Vervollſtändigung des in Nr. 49 d. Bl. mitgetheilten Feſtprogramms zu erfahren, daß der Gottesdienſt am 30. am Altare von Herrn Prof. Dr. Fertſch, auf der Kanzel von Hrn. Prof. Dr. Sell gehalten, daß die Verſammlung am 1. Tage mit Gebet von Hrn. Direktor Dr. Crößmann eingeleitet und von Hrn. Pfarrvikar Baur geſchloſſen und ebenſo die am 2. Tage mit Gebet von dem Unterzeichneten eröffnet und von Hrn. Hofprediger Dr. Zimmermann beendigt wurde. Die äußere Feſtfeier anbelangend, ſo iſt Alles genau in der im Programme bezeichneten Ordnung von Statten gegangen und gereicht es dem Comité zum beſonderen Ver⸗ gnügen, verſichern zu können, daß in keinerlei Rückſicht irgend welches Verſehen, irgend welche aus demſelben ſich ergebende Unordnung vorgekommen iſt, wiewohl es natür⸗ lich iſt, daß nicht gerade Jeder auf der Stelle gehen und ſitzen konnte, die er ſich vielleicht ſelber angewieſen haben würde.) Auch in ihrer Wirkung auf die Zuſchauenden und Theilnehmenden iſt die Feier jetzt ſchon eine ſegensreiche geworden, denn nicht blos, daß uns von verſchiedenen Seiten die Verſicherung zugekommen iſt, daß die Verſammlung und was an ihr geſchehen, wahrhaft geiſterhebend und herz⸗ erquickend gewirket und die Begeiſterung für das heilige Werk, dem wir dienen, neubelebt und mächtig geſtärket habe, ſo ſind uns auch ſchon mehrere neue Anmeldungen zur Mitgliedſchaft zugekommen und ihrer für die nächſte Zukunft gewiß noch andere zu erwarten. Wer ſich eines Weiteren über das, was auf der Ver⸗ ſammlung vorgekommen iſt, belehren will, den verweiſen wir auf den ausführlichen Bericht, welchen Herr Hofpr. Dr. Zimmermann noch im Laufe dieſes Monats im Drucke wird erſcheinen laſſen und der dann auch bei mir unentgeltlich kann in Empfang genommen werden. Ich ſchließe mit dem Wunſche, daß es dem Herrn ge⸗ fallen möge, das Werk evangeliſcher Bruderliebe auch künftig ſo, wie er es bisher gethan, zu ſegnen, damit am Ende Alle zum Bewußtſein gelangen der Einheit in der Liebe und durch die Vereinigung Aller in der Liebe jedes kranke Glied *) Daß die Bürgerſchaft dem Feſte ihre volle Aufmerkſamkeit ſchenken werde, war nach der Liebe, welche ſie für die Sache überhaupt ſchon bewährt haben und nach der Bereitwilligkeit, mit welcher der ſtädtiſche Vorſtand die Beſtreitung der entſtehenden unausbleiblichen Koſten über⸗ nommen hat, nicht anders zu erwarten, wird aber doch mit größtem Danke anerkannt. geſunde des Leibes, daran das Haupt iſt Jeſus Chriſtus, unſer Erlöſer. Friedberg am 3. Juli 1847. . Dr. L. Chr. Matthias. ref! Lich, am 6. Juli 1847. Aufgefahren Verkauft 4 5 Gattung wurden wurden[ Mittelpreiſe (Mltr.)(Mltr.)„ Watzen 5 54 54 21— Korn 50 50 19 40 Gere 46 46 14 30 Ai 1 1 7— Erbſen. 1 1 15— Hungen, am 9. Juli 1847. Wazeen 178 35 17 15 NR 847 29 ½ 15 24 Gerſte 54¼ 28 10 30 Baff kf 4——— Wicken 10 10 9 30 Vorſchußmehl—— 5 5 Kirchenbuchsauszug vom Mai 1847. Friedberg. Getraute: 2. Georg Briel, Burger und Flurſchuͤtz dahier, des hieſi⸗ gen Bürgers und Fuhrmanns Chriſtian Briel, ehelich lediger Sohn und Juliane Joachim, des Ortsbür⸗ gers und Ackermanns Andreas Joachim zu Oppershofen, ehelich ledige Tochter. 2. Wilbelm Müller, Bürger zu Darmſtadt und Buch⸗ drucker dahier, des zu Darmſtadt verſtorbenen Bürgers und Wirthes Johannes Müller, ehelich lediger Sohn, und Maria Magdalena Kautz, des hieſigen Burgers und Schuhmachermeiſters Friedrich Wilhelm Kautz, ehelich ledige Tochter. 24. Johann Adam Reinhard, hieſiger Buͤrger und Schrift⸗ ſetzer, des Kutſchers in Frankfurt a. M. und Burgers zu Röllbach in Baiern, Joh. Adam Reinhard, ehelich erzeugter Sohn und Chriſtiane Marbach, des weiland hieſigen Bürgers und Steindeckermeiſters Georg Hein⸗ rich Marbach eheliche Tochter. Getaufte: 2. Dem hieſigen Rechner des Auguſtiner-DSchulfonds, Georg Friedrich Nau ein Sohn, Karl Friedrich Wil⸗ helm Ferdinand, geb. den 20. April.. 9. Dem hieſigen Burger und Weißgerbermeiſter Jakob Dörr ein Sohn, Chriſtian, geb. den 21. April. 23. Dem hieſigen Bürger und Hutmachermeiſter Balthaſer Schmidt ein Sohn, Nikolaus, geb. den 5. Mai. 23. Dem hieſigen Bürger und Sattlermeiſter, Chriſtian Kaſimir Hofmann ein Sohn, Chriſtian Heinrich, geb. den 11. Mai. 23. Dem hieſigen Burger und Metzgermeiſter Heinrich Schäfer ein Sohn, Johann Georg, geb. den 16. Mai. 24. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Konrad Chriſtoph Heinrich Rauſch ein Sohn, Johann Jakob, geb. den 16. Mai. 10 15 cc, bes gleſd Doch, chelich des Ortebür⸗ Oppershofen, dt und Buch⸗ deren Bürgen lediget Sehn, igen Bürgers Aeln Kauß, und Echriſt und Hungers hard, chelic des weiland Gtorz Hein 10. 15. 15. * 223* Beerdigte: Johann Konrad Wagner, Bataillonstambour dahier, alt 36 Jahre, 3 Monate und 10 Tage, 7 den 30. April. Anna Eliſabeth, geb. Schaub, des weiland Poſtknechts dahier, Jakob Häfner nachgelaſſene Wittwe, alt 68 Jahre, 11 Monate und 14 Tage, f den 30. April. Heinrich Klein, des hieſigen Bürgers und Schreiners Heinrich Klein, ehelich lediger Sohn, alt 19 Jahre weniger 7 Wochen, 7 den 6. Mai. 5 Katharina Eliſabetha, geb. Kraft, des hieſigen Bürgers Schuhmachermeiſters und Kirchenvorſtehers Franz Heck Ehefrau, alt 49 Jahre, T den 8. Mai. Chriſtina Raab, des Fouriers dahier Heinrich Raab aus Darmſtadt, Töchterlein, alt 7 Monate und 5 Tage, r den 13. Mai. Adolph Friedrich Auguſt Herrmann Trapp, des hieſigen Gr. Hofgerichtsadvocaten Guſtav Herrmann Franz Trapp II., eheliches Söhnlein, alt Z Mon. und 7 Tage, 20. * 23. 25. 25. 26. Anna Katharina Ulrich, des weiland hieſigen Schreiners Andreas Ulrich, hinterbl. eheliche unverheur. Tochter, alt 63 Jahre, 7 Monate und 5 Tage, 7 den 18. Mai. Heinrich Adam Wagner, Schuhmachergeſelle, des wei⸗ land hieſigen Poſtknechts Heinrich Wagner ehelich lediger Sohn, alt 36 Jahre, 8 Monate und 17 Tage, 1 den 20. Mai. Regina Gerſter, des hieſigen Bürgers und Maurer- meiſters Konrad Gerſter, eheliches Töchterlein, alt 11 Monate, 1 den 21. Mai. Maria Magdalena Sieck, des hieſigen Bürgers und Gaſtwirthes Philipp Wilhelm Sieck eheliches Töchter— lein, alt 2 Jahre und 9 Monate, 1 den 23. Mai. Ein unehelicher Sohn, Johann Heinrich Chriſtian, alt 4 Jahre, 4 Monate und 8 Tage, t den 23. Mai. Karoline Henriette Friederike Felicitas Fuhr, des Gr. Hauptmanns dahier Georg Ludwig Fuhr eheliches Töchterlein, alt 12 Jahre, 7 Monate und 6 Tage, T den 12. Mai. 1 den 24. Mai. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. N ν i ναν Edictalla dung. (1019) Nachſtehende dem Herrn Grafen Otto zu Solms-Laubach Erlaucht zuſtehenden Gefälle, als:„ 1) in der Gemarkung Wal dbezirk in einem übereinkünftlichen Abkaufcapital von 5838 fl. 5 1 5 2) in der Gemarkung Laubach in einem durch Uebereinkunft beſtimmten Abkaufcapital von 40,034 fl. 58 ¾ kr. und 1 3) in der Gemarkung Ruppertsburg in einem übereinkünftlich feſtgeſetzten Abkaufcapital von 18865 fl. 52½ kr. ſollen abgelößt werden. Es werden daher nach Maasgabe des Ge— ſetzes vom 27. Juni 1836 alle bekannte und unbekannte Betheiligten aufgefordert, etwaige Rechtsanſprüche binnen 2 Monaten um ſo gewiſſer dahier anzuzeigen, als gegenfalls die Auszahlung der Ablöſungscapitalien an den bezeichneten Berechtigten geſtattet werden wird. Laubach den 20. Juni 1847. 5 Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Hensler. Edictal ladung. (10510 Alle Diejenigen, welche Forderungen irgend einer Art an Heinrich Haas von Boben⸗ hauſen, gegen welchen Gr. Hofgericht zu Gießen den Concursprozeß erkannt hat, bilden, werden aufgefordert, dieſelben ſogewiß Donnerſtag den 19. Auguſt l. J., Morgens 8 Uhr, dahier anzuzeigen, widrigenfalls ſie damit, ohne ein beſonders zu erlaſſendes Präcluſivdecret, von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Ulrichſtein den 22. Juni 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Brück. Edietalladung. (1075) Cigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſpruche an das dem Kaspar Plock in Wohn⸗ feld zwangsweiſe verſteigerte Grundſtück 306/5. 11/194. 232 25 in der Born⸗ wieſe, in Wohnfelder Gemarkung gelegen, ſind bin⸗ nen vier Wochen von heute an ſogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulrichſtein den 1. Juli 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Brückenbauarbeiten u. Materialjenlieferungen. (1108) Die bei Erbauung einer Brücke uber den Seckelgraben in Abtheilung 4 der Gemarkung Niedermörlen entſtehenden Ar⸗ beiten, als: fl. k kr; 1) Die Maurerarbeit veranſchl. zu 1768 07 2) Steinbauerarbeit u„ 1862 42 3) Zimmerarbeit 0 1 792 49 ſodann die Lieferung von 19 Cubikklaftern Rollirſteinen, 26 Cubikklaftern Mauerſand, ſo⸗ wie die Beifuhr von 14 Cubikklaftern Schich⸗ tenmauerſteinen aus den Brüchen in Rocken⸗ berg, werden Donnerſtags den 15. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Gaſthaus zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 5. Juli 1847. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer Oeffentliche Ladung. (1129) um den bedeutend überſchuldeten Nachlaß des im vorigen Jahre zu Vilbel ver⸗ lebten J. C. Bermann zu ordnen und ein förmliches Concursverfahren zu vermeiden, ladet man alle dem Gerichte nicht ſchon be⸗ kannte Gläubiger zur Anzeige ihrer Forde⸗ rungen, ſowie dem Verſuche der Güte auf Freitag den 30. Juli, früh 8 Uhr, unter dem Rechtsnachtheile vor, daß von dem Ausbleibenden angenommen wird, er wolle aus dem Nachlaſſe keine Befriedigung an⸗ ſprechen. Großkarben den 3. Juli 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt. Jagd- Verpachtung. (1130) Nächſten Freitag den 16. dieſes Monats, Morgens um 10 Uhr, ſoll in Win⸗ decken, im Gaſthaus der Wittwe Hinkel, die kurfürſtlich heſſiſche Staatsprivatjagd in der Feld⸗ und Waldgemarkung von Nauheim vom 24. Auguſt d. J. an öffentlich verpachtet wer⸗ den, welches mit dem Hinzufügen bekannt ge⸗ macht wird, daß Gebote nach abgehaltenem Termin,— ſogenannte Nachgebote nicht an⸗ genommen werden. Hanau den 9. Juli 1847. Kurfürſtliche Oberförſterei. von Schenk zu Schweinsberg. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Schienentransport. (11310 Der Transport von 22000 Cent- ner Schienen, von der Mainkur bei Offenbach in die Section Butzbach, wird Samſtag den 17. d. M., Vormittags 9 ubr, im Gaſthauſe zum Stern dahier wiederholt öffentlich ver⸗ ſteigert. Butzbach den 9. Juli 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Bekanntmachung. (1132) Dieienigen Braunkohlen⸗Conſumen⸗ ten des Gr. Dorheimer Bergwerks, welche ſogenannte„Holzkohlen“ zu beziehen wünſchen, werden von der unterzeichneten Verwaltung aufmerkſam gemacht, daß gegenwärtig ſolche Holzkohlen— der Centner zu 14 kr.— zum Verkaufe in Vorrath ſind. Dorheimer Bergwerk am 10. Juli 1847. Die Großb. Heſſ. Bergverwaltung Der Großh. Heſſ. Berginſpector A. Storch. Gras Verſteigerung. (1133) Nächſten Donnerſtag den 15. d. M., Vormittags um 9 Uhr, ſoll das Heugras von der Bleiche und Pfingſtweide, etwa 48 Mor⸗ gen, in einzelnen Abtheilungen an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Niederwöllſtadt am 9. Juli 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ko ſt. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1130 Die Lieferung von 12000 Stück eichenen Schwellen ſoll Mittwoch den 21. d. M., des Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rath⸗ hauſe durch öffentliche Verſteigerung, loosweiſe an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 8 Vilbel den 7. Juli 1847. Der Großb. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Vilbel Eickeneyer. 20 0 fl. (1135) liggen in dem hieſigen Kirchenkaſten zum Ausleihen bereit. Wickſtadt den 8. Juli 1847. Veith, Kirchenrechner. Bekanntmachung. (1136) Da die poſthalterei zu Nidda dem⸗ nächſt in Erledigung kommen wird, ſo fordert man die etwaigen Bewerber um dieſe Stelle auf, ihre Geſuche, unter Beibringung obrig⸗ keitlicher Zeugniſſe hinſichtlich ihrer Oualification und Vermögensverhältniſſe binnen vier Wochen bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Zugleich bemerkt man, daß die Bedingungen, unter welchen der Poſthaltereidienſt zu Nidda 1 werden ſoll, täglich dahier einzuſehen ind. Darmſtadt den 7. Juli 1847. Großh. Heſſ. Ober⸗-Poſtamt. In Abweſenheit des Gr. Ober⸗Poſtmeiſters Müller. dt. Amelung. Arbeits- Verſteigerung. (113˙7) Donnerſtag den 15. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in der Wohnung des Wirth Wolff dahier die erforderlichen Arbei⸗ ten, als: a) an der Ortsſtraße: 19 Pflaſterarbeit, veranſchlagt zu 66 fl. 40 kr. 2) Hand⸗Chauſſirarbeit, n 3) Materialien, Steine, Sand 142„30 b) an dem Gemeinde⸗Backofen: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 4 fl.— kr. 2) Backſteinlefern,„„ 5 30„ c) an der Kirche: 1) Schreinerarbeit, deranſchlagt zu 9 fl. an den Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Rommelhauſen den 6. Juli 1847. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Wiegand. a Privat ⸗ Bekanntmachungen. Dankſagung. (4138) Wir fühlen uns verpflichtet und gedrungen, öffentlich unſern innig— ſten Dank auszuſprechen für das über— aus freundliche Entgegenkommen und für die höchſt genußreichen Stunden, welche wir auf der jüngſt ſtattge⸗ habten Generalverſammlung des Groß—⸗ herzoglichen Heſſiſchen Hauptvereins der Guſtav-Adolf-Stiftung in dem heitern, gemüthlichen Friedberg ge— funden haben. Einige Naſſauiſche Vereins⸗ mitglieder. Entgegnung. (1139) Die im Intelligenzblatte vom 30. Jun enthaltene, meine Bemerkung, in Nr. 49 d. B. angeblich vervollſtändigende Erklärung des Herrn Sehrt iſt ſo naiv, aber auch ſo ober⸗ flächlich, daß ich mir noch einige Ausſtellungen bezüglich der gegenſeitigen Beſchwerden erlauben, dann aber dem Publikum die Aburtheilung über⸗ laſſen will. Vor allen Dingen muß ich bemerken, daß ein bloßes Eingeſtändniß, beziehungsweise eine Re⸗ petitton meiner Angaben, hinſichtlich der mir zu Theil gewordenen Grobheiten, keine Ver⸗ vollſtändigung iſt. Sodann kann ich mein Befremden darüber nicht verbergen, daß Hr. Sehrt die Hauptſache mit Stillſchweigen über⸗ geht: daß es nämlich eine auffallende, Recht und Gerechtigkeit und Billigkeit verhöhnende Zumu⸗ thung iſt, von einem Creditoren oder Kapital⸗ Gläubiger zu verlangen, daß er die Schuldur⸗ kunde, von welcher ihm das Kapital abgetragen werden ſoll, vor Auszahlung dieſes Kapi⸗ tals vernichten laſſen müſſe. Der Nach⸗ heil, welcher eine ſolche Manipulation zur Folge „ 224„ haben kann, zeigte ſich aber auch ſogleich in dem hier vorliegenden Fall: ich ließ mich, um einem Debitoren gefällig zu ſeiu, bereden, die Schuld urkunde vor Empfang des Kapitals löſchen zu laſſen; als aber der Kapitalbetrag in Empfang genommen werden ſollte, war das Büreau des Hrn. Sehrt verſchloſſen und ich hatte— nichts als eine zerſchnittene Hypothek, und hätte vielleicht heute noch kein Geld, wenn nicht Hr. Landrichter Hofmann als Vermittler aufgetreten wäre. Wer nun hier in ſeinem Rechte gehandelt hat,— ob Hr. Sehrt,„daß er auf Vernichtung „jener Schuldurkunde, vor Auszahlung des „Geldes beſtand, oder ich, daß ich eine Zu⸗ „muthung als unbillig bezeichnete,“ darüber mag jeder Unbefangene und Unpartheiiſche entſcheiden. Was unn die mir porgeworfenen Sünden, welche ich mir in formellen Beziehungen ge⸗ gen Hrn. Sehrt habe zu Schulden kommen laſſen, betrifft, fo will ich es verſuchen, mich davon zu reinigen und erwarten, welche Buße mir das Publikum deßhalb auflegen wird. An jenem Tage des Vormittags, etwa gegen neun Uhr, ließ ich Hrn. Sehrt— der ohnehin ſchon Kennt⸗ niß von fraglichem Geſchäfte hatte— benach⸗ richtigen, daß ich das Geld von Stark in Em⸗ pfang zu nehmen bereit wäre und ließ fragen, wann ich zu Hr. Sehrt kommen könne. Auf die Antwort„ich könne nun kommen“ nahm ich keinen Anſtand, auf das Mathildenſtifts-Büreau zu gehen. Ich fand Hrn. Sehrt freundlich,— (ein Beweis, daß ich weder anmaßend noch daß ihm meine Unterhaltung bis dahin läſtig war) — und erſt als die Rede auf Löſchung der er⸗ wähnten Hypotheke kam, erſt als ich fragte: ob dann wirklich verlangt würde, daß die Schuld⸗ urkunde vor Auszahlung des Geldes gelöſcht werde; erſt als die Frage bejaht und von mei⸗ ner Seite erklärt worden war, daß ich eine ſolche Zumuthung ſehr unbillig fände,— erſt jetzt trat die Beamten⸗Autoritat des Hrn. Sehrt mir heftig entgegen,— erſt jetzt ſchien Ton und In⸗ halt meiner ihm läſtig gewordenen Unterhaltung verletzend,— erſt jetzt war Hr. Sehrt in die Nothwendigkeit verſetzt, mich hinauszujagen! Mag es immerhin ſein, daß meine Aeußerungen nicht ſo weich und ſanft das muſikaliſche Ge⸗ hör und die Senſibilität des Hrn. Sehrt be⸗ rührt haben, wie er es von einem ebenbürtigen in Sprache und Rethorik gewandten Leuten gewohnt iſt,— Hr. Sehrt wußte ja, daß er es mit einem ſchlichten Landwirth und mit keinem Eben⸗ bürtigen mit keinem Hofmann und keinem Diplo⸗ maten zu thun habe; er hätte alſo, als hochge⸗ ſtellter Beamte,“ von ſeiner hohen Beamten⸗ ſtelle etwas gnädiger herabblicken und doch wenig⸗ ſtens berückſichtigen ſollen, daß ich, als unab⸗ hängiger Mann, nicht nöthig hatte mich eben⸗ falls vor ſeine Thüre zu ſtellen und abzuwarten, bis dieſelbe geöffnet wird und etwa ein gnädiger Wink mich hineinbeſcheidet. Wäre ich indeſſen der Einzige, der die Gnade ) Herr Sehrt iſt auch Speicherverwalter. des Hrn. Sehrt verwirkt und daſür ſo empfind⸗ lich hatte büßen müſſen, ich würde mich vielleicht nicht ſo weitläuftig verbreitet haben; allein es iſt ſchon manches Klaglied über das amtliche Benehmen des Hrn. Sehrt angeſtimmt und ge⸗ ſungen worden, ſo daß es recht zweckmäßig ſein dürfte, dergleichen Vorkommniſſe einmal öffent⸗ lich zur Sprache und auf dieſem Wege zur Kenntniß der vorgeſetzten Beamten zu bringen. Würde auch von Seiten der Letzteren eine ernſte Weiſung in Bezug auf das dienſtliche Benehmen des Hrn. Sehrt, gegen die unebenbürtigen Stände, nicht für angemeſſen erachtet, ſo wird doch Hr. Sehrt vielleicht zum Nachdenken gebracht und früher oder ſpäter die große Wahrheit anerken⸗ nen, daß es klüger iſt, ſich die Popularität zu erwerben und zu erhalten, als ſolche zu miß⸗ achten. Ilbenſtadt am 1. Juli 1847. G. Haas. Anzeige. (11400) Mittwoch den 14. Juli Blech⸗Harmonie⸗Muſik im Simon'ſchen Garten. Verſteigerung. (1141) Die unterzeichnete iſt geſonnen, nächſten Donnerſtag den 15. d. M., Vormit⸗ tags 9 Uhr, in ihrem Hauſe zum goldenen Ritter verſchiedene Mobilien und Geräth— ſchaften, als: Ein Kleiderſchrank von Cichen⸗ holz, ein Eckſchrank von Kirſchbaumholz, und koch mehrere Schranke, eine Tafel von Kirſth⸗ baumholz zum Zuſammenlegen, einen Tiſch nit einer Stoßkegelbahn, und noch mehrere Tiſche, einige große Bänke, einen Kochheerd mit zwei Feuereinrichtungen, Bratofen und kupfernen Waſchkeſſel, mehrere Portraſts mit Oehlgemälden, verſchiedene Gattungen von Fäſſer, und noch verſchiedene Hausgeräth⸗ ſchaften, unter den bei der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht werdenden Bedingungen, einer Berſteigerung auszuſetzen. Rockenberg den 10. Juli 1847. Franz Landvogt's Wittwe. Ein Wagnergeſell (1112) kann bei Konrad Ruppel in Friedberg Arbeit erhalten. Bekanntmachung. (1113) In das Mathildenſtift werden wieder Einlagen zu 4 prCt. Zinſen angenommen. Faſi⸗ und Kelter Verſteigerung. (III) Freitag den 23. Juli d. J., Mor- gens 9 Uor, ſollen aus der Verlaſſenſchaft des Philipp Peter Spielmann zu Windecken 36 Stück⸗, 30 Zulaſt-, und 24 kleinere, gut ge⸗ haltene Aepfelweinfäſſer, eine ſehr gute Aepfel⸗ mühle und eine vorzügliche Kelter mit eiſer⸗ nen Schrauben und meſſingenen Muttern meiſtbietend verkauft werden. Dankſagung. (115) Dem Verfaſſer mehrerer berüchtigten anonymen Briefe und ſeinen Helfershelfern fuͤble ich mich veranlaßt, für die in denſelben kundgegebenen, Artigkeiten gegen meine Familie, meinen Dank hiermit öffentlich abzuſtatten; denn, obſchon binter dem Anonymus verſteckt; zeigen mir die Unverbeſſerlichen doch damit den Spiegel ibrer Charaktere oder vielmehr— ibrer Charakterloſigkeit, zeigen mir, zu welch ſchändlichen Dingen und Streichen dieſelben faͤhig ſind wenn ſie dadurch ihren Zweck zu erreichen gedenken oder ihn verfehlt ſehen, denn„der Zweck heiliget ja die Mittel.“—— In ihrem Eifer für die gute Sache, ſcheinen ſogar dieſe ehrenhaften, treuen Jünger Lojola's ſich„Eugen Sue's“ Rodin zum Vorbild nehmen oder denſelben noch übertreffen zu wollen.—— O, welche erbärmliche Machinationen!! Friedberg im Juli 1847. Mayer Hirſch. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.