gen 1845, richtet: irgkirche: urgfirche: Intelligenz-OGlatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 29. Mittwoch, den 14. April Amtlicher Theil. Oeffentliche Nachricht. Betreffend: Die Errichtung einer Viehverſicherungs-Anſtalt für die Provinz Oberheſſen. Der landwirthſchaftliche Verein für die Provinz Ober⸗ heſſen hat die löbliche Abſicht eine Verſicherungsanſtalt für Pferde und Rindvieh in der Provinz Oberheſſen zu gründen. Der von einer eigenen Commiſſion bearbeitete Entwurf zu den Statuten liegt bereits vor und wird heute von mir an die Gr. Bürgermeiſter zur Offenlegung nebſt gedruckten Ein⸗ ladungen zum Beitritte reſp. zur Unterzeichnung der Bei⸗ tretenden abgeſendet werden. Ich empfehle den Herrn Bürgermeiſtern die möglichſte Beförderung dieſer gemeinnützigen Anſtalt und lade zugleich die betreffenden Landwirthe zu zahlreicher Beitritts-Erklä⸗ rung hiermit ein. Grünberg den 3. April 1847. Der Grßh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Grünberg Aude r. An die Gr. Buͤrgermeiſter des Landgerichts⸗ bezirks Friedberg. Wir beauftragen Sie, diejenigen Curatoren ihrer Ge— meinde, welche in dieſem Jahre Rechnung abzulegen haben, ſofort anzuweiſen, ſolche ſogewiß binnen 14 Tagen, ord⸗ nungsmäßig aufgeſtellt, hier einzureichen, als ſonſt die nach §. 13. Abſchnitt 4. der Vormünder Inſtruktion bereits ver⸗ wirkte Strafe, angeſetzt werden wird. Friedberg den 9. April 1847. Großh. Heſſ. Landgericht, Hofmann. Die Vorbereitungsſchule zu Rodheim. Dieſe im Jahre 1845 gegründete Anſtalt hat nun ihr zweites Probejahr beſtanden und es ſind von den 41 Zög⸗ lingen derſelben, welche ſich der diesjähigen Prüfung unter⸗ warfen, 34 in das Friedberger Landesſeminar aufgenommen worden. Die Zahl der ſammtlichen Zöglinge betrug jedoch noch am Schluſſe des Unterrichtsjahres 48. Denn die Vorbe— reitungsſchule wird keineswegs als eine bloße Abrichtungs— anſtalt künftiger Lehrer in dem letzten Jahre vor der Auf— nahmsprüfung angeſehen, ſondern ſie wird auch von Solchen beſucht, welche noch nicht das vorſchriftsmäßige Alter zur Prü— fung erlangt haben, ja zum Theil auch von Solchen, welche gar nicht die Abſicht hegen, ſich dem Schulfache zu widmen. Und gerade zu Gunſten dieſer Gattung von Zöglingen wird die Rodheimer Anſtalt demnächſt eine Umgeſtaltung und Erweiterung erfahren. Das Bedürfniß einer Lehran— ſtalt fuͤr die Söhne wohlhabender Oekonomen, welche deren in der Volksſchule erworbene Bildung noch einige Jahre weiter führt, ohne gerade darum zur Realſchule zu werden, ſtellt ſich immer deutlicher heraus. Die ſtädtiſchen Real ſchulen mit ihrer Einrichtung für fremde Sprachen, für Chemie und Phyſik, für höhere Mathematik und Modelliren ſchließen ſich nicht genau genug an die Landſchulen und das Landleben überhaupt an, um jenem Bedürfniſſe zu entſprechen. Der künftige Oekonom empfängt ſeine Bildung am beſten unter ländlichen Verhältniſſen, von Lehrern, welche den Faden ſeines früheren Unterrichts ſorgfältig aufzunehmen verſtehen; er wird am richtigſten in den praktiſchen Kennt⸗ niſſen, welche ihm künftig dienen konnen, erſt befeſtigt, ehe man ihn in weit entfernt liegende Gebiete führt. Die Vor⸗ bereitungsſchule zu Rodheim gewährt zum Theil ſchon jetzt dieſe Bildungsmittel, theils iſt ſie im Begriff dieſelben den bisherigen hinzuzufügen. Man iſt eben damit beſchäftigt, zur körperlichen Ausbildung der Zöglinge eine Turnan— ſtalt zu errichten. Ein Garten mit Baumſchule wird zum Geſchick und zur Aufmerkſamkeit in ökonomiſchen Ge— ſchäften gewöhnen. Die Anfangsgründe der Geometrie verbunden mit practiſchem Feldmeſſen ſollen den bisherigen Lehrgegenſtänden zugeſellt werden. Auch Zeichnen und franzöſiſche Sprache ſoll für Die, welche es wünſchen, in beſonderen Stunden gelehrt werden. Um alles Dies auszuführen, wird das Lehrer-Perſonal vermehrt und zum Theil erneuert. Denn die Frequenz der Anſtalt erlaubt und gebietet ſolche Vervollkommnungen und der Vertrag mit der Gemeinde Rodheim ſteht denſelben nichts weniger als im Wege. Die Oertlichkeit iſt einer ruhigen, ſoliden Beſchäftigung mit der Bildung der Jugend vorzüg— lich günſtig, die Verſuche der erſten beiden Jahre ſind äußerſt vortheilhaft ausgefallen, die Ueberwachung der Anſtalt von Seiten des Direktors des Landesſeminars bürgt dafür, daß keine nachtheiligen Schwankungen oder Nachläſſigkeiten „ 118 3 Platz greifen können. Von Seiten der Gemeinde iſt guter Wille in allen Stuͤcken und gerade jetzt Geneigtheit, die Bedrängniſſe der drückenden Theurung zu mildern, ſichtbar. Die adminiſtrative Oberaufſicht von Seiten des Gr. Kreis⸗ raths hat bisher alles Gute gefördert und wird es auch künftig thun. Auch der Gr. Oberſchulrath iſt allen An⸗ ſprachen zur Förderung der Anſtalt auf das liberalſte ent⸗ gegengekommen. Grund genug, ein ferneres fröhliches Gedeihen für dieſe Lehranſtalt zu erwarten, und Aufforde⸗ rung genug für die gebildeten Landwirthe, wenigſtens der näheren Umgegend, ihre Söhne nach dem Austritte aus der Volksſchule noch ein bis zwei Jahre dieſem ihnen ſo an⸗ gemeſſenen Inſtitute anzuvertrauen! Für ſolche Zöglinge iſt denn auch der rechte Name nicht: Vorbereitungsſchule, ſondern Fortbildungsanſtalt für junge Landwirthe. MW.g uni ag fabi Der Anbau der weißen und gelben Mairüben den Samen ſobald als möglich in Reihen von 1 Fuß Entfernung aus, ſchütze die Pflanzen gegen die Erdflöhe durch fleißiges Beſpritzen und Ueberſtreuen mit Kalkſtaub oder Gyps und durchrupfe die zu dicht ſtehenden Pflanzen auf ½ Fuß Weite. Auf dieſe Weiſe erhält man ſchon Ende Mai dieſe Rüben für die Küche. Daß die Gelbrüben oder Carotten jetzt auch ſchon ausgeſtellt werden können, iſt in unſerer Wetterau bekannt. Die frühe rothgelbe Ulmer Carotte, die Erfurter lange roth gelbe und die Horn'ſche Frühcarotte ſind für den Frühanbau zu empfehlen. Am Früheſten iſt die kurze holländiſche Treib⸗ carotte, artet aber in unſerm ſchweren Boden leicht aus. Um die Keimung des Samen möglichſt zu beſchleunigen, be⸗ achte man folgendes Verfahren bei der Saat der Gelbruͤben: Auf 1 Fuß entfernte Reihen ſae man den Samen nicht zu dicht aus und gieße ihn mit verdünnter Jauche oder auch nur mit Waſſer tüchtig ein und überdecke ihn erſt dar⸗ nach mit Erde. Die Feuchtigkeit, welche für die Keimung ſo nothwendig iſt, erhält ſich auf dieſe Weiſe dauernder, als iſt bei dem theuren Brode ſehr zu empfehlen. Man ſäe durch das fleißigſte Begießen der Beete. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. 1 ννιν Hofraitheverſteigerung. (3883) Mittwoch den 14. April, Morgens um 11 uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, die der Maria Schat gehörende Hofraithe, be— ſtehend in einem Wohnhauſe an der Juden⸗ gemeinde, gibt Zins dem Freiherrn von Löw zu Steinfurth 30 kr., öffentlich meiſtbietend verſteigert. 5 Friedberg den 12. März 1847. 5 In Auftrag Großherzoglichen Landgerichts: Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edictalladung. (499) In den Hypothekenbuchern der Stadt Friedberg ſtehen noch zwei Einträge offen, wonach 5 1) Dominicus Pendlings Eheleute von hier, am 15. Febr. 1808 und 22. März 1817, zuſammen 300 fl. von Schöff Joh. Th. Kautz dahier, ſodann 2) Ludwig Finzel und Chefrau dahier am 20. Dezember 1844 bei Georg Krieger hierſelbſt 1050 fl., entliehen haben. Beſcheinigtermaßen ſollen beide Kapitalien abgetragen, die Schuldurkun— den aber verloren ſein, weßhalb auf Antrag der Schuldner reſp. deren Erben alle, welche etwa Anſprüche aus jenen Darlehn und auf die darüber ausgeſtellten Schuldurkunden zu haben vermeinen, andurch aufgefordert werden, ſolche ſogewiß binnen drei Monaten von heute an hier geltend zu machen, als ſonſt die Schuldurkunden und die darin erwähnten Dar— lehen ohne weitere Bekanntmachung für er⸗ loſchen erachtet und die deßfallſigen Einträge in den Amts und Orts⸗Hypokhekenbüchern werden gelöſcht werden. Friedberg den 18. März 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Hofmann. Oeffentliche Aufforderung. (139) um 6. April 1788 liehen J. Walther Stamm und Frau Anne Chriſtine zu Ober⸗ ohmen bei J. G. Möller Kinder modo Alexan⸗ der Schmidt daſelbſt 24 fl. und beſtellten eine generelle Hypothek, verpfändeten zugleich auch ſpeciell 3 Grundſtücke. Sodann verſchuldeten Ruppert Koch und Anne Eliſabetha, deſſen Frau, geb. Ochs da⸗ ſelbſt dem Wirth Liſtmann und 5 weiteren Gläubigern 229 fl. 5 Albus und verpfändeten ihre Hofraithe 25/45 auch ſämmtliche Feld⸗ güter! Der deßfallſige Eintrag im Pfandbuche iſt vom 17. Dezember 1799 und es iſt dabei noch weiter bemerkt: Johann Heinrich Otterbein ſolle wegen ſeines zu fordern habenden Hauskaufgeldes von 53 fl. 18 Alb. 6 Hell. die erſte Sicher⸗ heit aufs Haus behalten. Jvhann Georg Möllers Kinder respect. Alexander Schmidt oder etwaige Erben von dieſen, ſollen nicht zu ermitteln ſein und von den Mitgläubigern des Liſtmann liegen Quit⸗ tungen vor. 8 Da nach Angabe der Betheiligten ſowohl obige 24 fl., als dieſe 229 fl. 5 Alb., insbe⸗ ſondere der Anſpruch des Liſtmann hieran, berichtigt ſein ſollen, die Schuldurkunden zum Löſchen aber nicht vorgelegt werden können, ſo ergeht auf Antrag der Intereſſenten hier⸗ mit der Aufruf an Alle, welche Anſprüche an fragliche Schuldverſchreibungen oder Einträge in den Pfandbüchern, ſei es aus was immer für einem Rechtsgrunde machen wollen, ſolche in 60 Tagen dabier anzuzeigen resp. zu be⸗ gründen, widrigenfalls die Einträge im Pfand⸗ buche gelöſcht werden. Grünberg den 11. März 1847. Großb. Heſſ. zum Landgericht daſ. geh. Patr.⸗Gericht der Freihrn. Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Thaler. Edietal ladung. (520) Groß. Hofgericht hat über das Ver⸗ mögen des verſtorbenen Johann Heinrich Jung ledig von Traishorloff den förmlichen Con⸗ curs⸗Proceß erkannt, weßhalb alle bekannte und unbekannte Gläubiger aufgefordert wer⸗ den, ihre Anſprüche an dieſen Nachlaß im Termin den 27. April d. J., Vormittags 9 Uhr, ſo gewiß dahier anzumelden und zu be⸗ gründen, als ſonſt ſie ohne weiteres Präcluſiv⸗ Dekret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Bekannte Gläubiger, die ausbleiben, wer⸗ den ſo angeſehen, als wären ſie den Beſchluͤſ⸗ ſen, die im Termin von der Mehrheit der erſchienenen gefaßt werden, beigetreten. Laubach am 9, März 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. Wieſenverpachtung zu Oſtheim. (us) Mittwoch den 14. d. J., Nachmittags 2 Uhr, wird zu Oſtbeim bei Gaſtwfrth Herrn Schneider, gelegenheitlich einer Güterverlei⸗ hung, auch die dem Grßh. Fiskus gehörige Wieſe, ehemals Teich, nächſt dem Orte Oſt⸗ heim, 4 Morgen im Ortsmaaße oder 3 Mor⸗ gen 126½ Klafter im Normalmaaße haltend, auf 6 Jahre, von Anfang 1848 an, meiſt⸗ bietend verpachtet. 1 Friedberg den 30. März 1847. Der Grßh. Rentamtmann des Rentamts Friedberg, Domänenrath Beau ß. Holz: ⸗Verſteigerung. (50 Freitag den 16. d. M., Nachmittags 3 Uhr, wird nachgenanntes Gebölz in dem hieſigen Burggrafiathofe der öffentlichen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt: 1 Weymuthskiefer⸗Stamm, 46 Fuß lang, und 40 Kubikfuß haltend, 22 Stück Ahorn⸗, Ulmen. und Eſchen⸗Stan⸗ gen, zu Werkbolz geeignet, 1 Haufen Reisholz. Friedberg den 6. April 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts „Friedberg Domänenrath Buß. Holz⸗Verſteigerung. (813) Donnerſtag den 15. d. Mts., Vor⸗ mittags 8 Uhr, werden in dem Niederros⸗ bacher Gemeindewald, in den Diſtrikten Sang und Waſſerdöll, folgende Holzſortimente, als A. Brennholz: 19 1 Stecken Scheit, 2% Stecken Prügel⸗ und 54% Stecken Stock-Nadelholz, 2) 250 Wellen birken, eichen, 725 nadel, aspen, weiden Reiſerholz, 3) 1 Wagen 14 Läſte Allerleiholz, B. Bau-, Werk⸗ und Nutzholz: 4) 98 Stämme Nadelholz von 963 Cubf., 5) 49 Stangen Nadelholz von 201 Cubf., 6) 35 Stück Baumſtützen, aspen u. weiden Stangen und 5 7) 10 Gebund Nutzreiſer, meiſtbietend öffentlich verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt im Diſtrikt Sang, am Nadelholzbeſtand, präcis 8 Uhr. Niederrosbach den 3. April 1847, Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Frucht⸗Verſteigerung zu Friedberg und Butzbach. (850 An nachgenannten Tagen und Orten werden die bemerkten Fruchtquantitäten von den fiskaliſchen Speichern des hieſigen Rent⸗ amts öffentlich verſteigert: 85 1) Dienſtag den 20. d. M., Vormittags 10 11 Fu eh Talkſtaub Iflanzen he. uch ſchon bekannt. ge roth⸗ ühanbau he Treib⸗ icht aus. igen, be⸗ Abruͤben: u nicht iche oder erſt dar⸗ Keimung der, als — 8 gehörige Orte Oſt⸗ r 4 Mor- e dallend, an, meiſt⸗ mann des Juß lang, ſchen⸗Stan⸗ — Hentamts 1 Mis, Vor, Niederros⸗ rikten Sang mente, als en Prügel. abo, 1 oli: 119% 5 Lubſ, 01 Cubſ., — weiden 1. 1847, ütgtrmeiſtt a1 l. Uhr, bier zu Friedberg, in der Behauſung des Herrn Gaſthalters Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore. a. von dem Speicher zu Friedberg 30 Malter Korn; b. von dem Speicher zu Vilbel ungefähr 4 Malter Korn, 1 Malter Gerſte und 1 Malter Hafer. 5 2) Mittwoch den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr zu Butzbach, in dem Gaſthauſe zum heſſiſchen Hofe, von dem Speicher daſelbſt, 1 Malter Waizen, 50 Malter Korn, 20 Malter Gerſte und 17 Malter Hafer. Das Ausgebot des Korns und der Gerſte geſchiebt in Quantitäten von ½ bis 1 Malter, wobei nur inländiſche Private zugelaſſen wer⸗ den, welche Beſcheinigungen von ihren Orts⸗ vorſtanden beibringen, daß ſie die erkauften Früchte für ihren eigenen Haushalt, oder die Gerſte zur Saat bedürfen. Friedberg den 3. April 1847. Der Grßh. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg, Domainenrath Buß. Verſteigerung. (333) Montag den 19. d. M ſoll auf dem hieſigen Gräfl. Hofgut eine Parthie Schaafe mit Lämmer, meiſtens reine Röhnrace, ſowie 4 Stück gute Fabrochſen, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Utphe den 6. April 1847. Der Verwalter Hr i ck. Oeffentliche Aufforderung. (565) Der Nachlaß des Michel Launſpachs Wittwe, Anna Maria, gebornen Dippel, zu Ettingshauſen iſt weit überſchuldet. Alle die⸗ jenigen, welche dem Gericht noch unbekannte Anſprüche an dieſe Nachlaßmaſſe bilden, wer⸗ den hierdurch aufgefordert, dieſelben Mittwoch den 28. April 1847, Vormittags 10 Uhr, dahier anzumelden, und die Güte mit den Relicten der Michel Launſpachs Wittwe und mit den übrigen Glaͤubigern zu verſuchen. Die Ausbleibenden haben zu gewärtigen, daß nach Befund nach den Anträgen der Erſcheinenden ohne weitere Rückſicht auf etwaige ſonſtige Prätendenten verfahren wird. Lich den 3. April 1847. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Dit f ma k. Oeffentliche Ladung. (566) Ein gewiſſer Johannes Klöppel von Petterweil, der 1833 als Bäckerburſche auf die Wanderſchaft und nach den nordamerika⸗ niſchen Freiſtaaten gieng, iſt ſchon ſeit 1834 in dem Delaware ertrunken. Die einzige Schweſter deſſelben, ebenfalls in Nordamerika und dort an einen gewiſſen Johannes Schütz verheurathet, hat um Ausantwortung des un— bedeutenden, noch dahier befindlichen Vermö— gens des Verlebten anſtehen laſſen, ehe aber dieſem Antrage ſtatt gegeben wird, fordert man Jeden, der nähere Erbanſprüche oder ſonſtige Forderungen an jenen Nachlaß bilden zu können glaubt, auf, ſolche ſogewiß in Friſt von ſechs Wochen hier anzuzeigen und zu be— gründen, als ſonſt der Nachlaß an die Frau des gedachten Schütz reſp. deren Bevollmäch⸗ tigten Johannes Mohr von Fauerbach II. ausgeantwortet werden wird. Groskarben den 5. April 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt. Eichen ⸗Lohrinde-Verſteigerung, (367) Das Ergebniß der unterm 24. Marz verſteigten Eichenlohrinde in der Gemeinde Langenhain iſt wegen des geringen Steig— preiſes nicht genehmigt worden, und wird deß⸗ „ 119„* halb daſſelbe am 16. l. M., Morgens 10 Ubr anfangend, einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt.. Langenhain den 8. April 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Bauarbeiten und Materiallieferung. (868) Die zur Herſtellung einer Barake im Gambacher Wald erforderlichen Arbeiten, als: die Maurerarbeit veranſchlagt zu 127 fl. 47 kr. „ Zimmerarbeit 2656„ 32* „ Dachdeckerarbeit 94 48 „ Schreinerarbeit 589 5 4% „ Schloſſerarbeit 25„— „ Glaſerarbeit 126„—„ ſodann die Lieferung von Mauerſteinen, Lehm⸗ ſteinen, Kalk, Sand, Backſteinen, Ziegeln und Mainlatten dazu, wird Freitag den 16. d. M., Vormittags 10 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butz bach den 9. April 1847. Der Grßh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Arbeits ⸗Verſteigerung. (5869) Die bei der Herſtellung der Kirche 415 Watzenborn vorkommenden Bauarbeiten, als: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 268 fl. 33 kr. 2) Zimmerarbeit*„537„ 14 3) Dachdeckerarbeit„ 500„—„ 4) Schreinerarbeit 1„ 268„ 52 5) Schloſſerarbeit„„ 24% 48 6) Glaſerarbeit 2„ 65„ 31 7) Weißbinderarbeit„ 151% 36 ſollen Donnerſtag den 29. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, auf dem Buͤreau des Größh. Bürgermeiſters zu Watzenborn, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen, an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. Der Plan, Voranſchlag und Steigbedin⸗ gungen liegen auf dem Büreau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen. Gieſſen den 8. April 1847. Der Grßh. Provinzialbaumeiſter der Provinz Oberheſſen. Müller. Hofraithe- und Guts⸗Verſteigerung. (870) Samſtag den 24. April, Vormittags 10 Ubr, ſoll in dem hieſigen Gemeindehaus die Hofraithe und das Feldgut des Jacob Sauler von Rödelheim, welcher mit ſeiner Familie nach Nordamerika auswandern will, zuſammen oder in Parzellen an den Meiſt⸗ bietenden verkauft werden. Rödelheim den 7. April 1847. Grßh. Heſſ. a Aich Landgericht N Bekanntmachung. (571 Die zur Concursmaſſe des Ludwig Volk zu Niederohmen gehörigen Liegen⸗ ſchaften, beſtehend aus /d Grdbch. 95[] Klftr. Hofraithe, die Kirſchmühle, nebſt Mühlgerätbſchaften, ds Grdbch. 30[] Klftr. Grabland, der Keilsgarten, 1/649 Grdb. 2049[] Klftr. Wieſe hinter der Kirſchmühle. XI/57 Grdb. 340[] Klftr. Aecker vor dem Krummacker, XLI/94 Grdb. 336[] Klftr. Aecker auf der See, 352 Grdb. 110] Grabland auf der Glock⸗ wieſe, ſollen Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Gemeindehauſe zu Niederohmen durch das unterzeichnete Gericht unter an⸗ nehmbaren Bedingungen öffentlich verſteigert werden. An die Verſteigerung der Liegenſchaften wird ſich unmittelbar die der nicht unbedeu⸗ tenden Mobilien anreihen. Indem man Kaufliebhaber hiezu einladet, und die Grßb. Bürgermeiſter um möglichſte Verbreitung dieſer Bekanntmachung in ihren reſp. Gemeinden hiermit erſucht, fügt man die Bemerkung an, daß zum Mitbieten auf die werthvollen Liegenſchaften nur ſolche Per⸗ ſonen zugelaſſen werden können, deren Zah— lungsfähigkeit entweder offenkundig iſt, oder die ſich ſofort in der genannten Beziehung auszuweiſen vermögen. Grünberg den 8. April 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Holz⸗Verſteigerung in dem Gmeindewald Fauer bach J, Revier Hochweiſel. (572) Freitag den 16. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll in dem Gemeindewald Fauerbach!, Diſtrikt Filzhard, nachbenanntes Holz, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden: 1 1 Stecken buchen Scheitholz, 27 1%„ eichen Scheitholz, 3) 14„ buchen Prügelholz, 4) 16„buchen Stockholz Ir Klaſſe, 5 2„ eichen Stockholz, lr Klaſſe, 60 2„ eeichen Stockholz, Ar Klaſſe, 7) 2350 buchen Aſtreiſer, 8) 1275 Weichbolzwellen, 9) 3129 Ginſterwellen, 100 6 eichen Bau⸗ und Werkholzſtaͤmme, 71 Cubikfuß haltend, 110 2 deßgleichen buchen von 35 Cubf. Die Zuſammenkunft iſt in der ſogenannten Lehmbach. 9 l Die Grßh. Buͤrgermeiſter der betreffenden Ortſchaften werden erſucht, ſolches in ihren Gemeinden veröffentlichen zu laſſen. Fauerbach J. am 8. April 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Werner. Verſteigerung von Bauarbeiten. (873) Dienſtag den 20. d. M., Mittags um 12 uhr, ſollen in Maibach nachſtehende Arbeiten und Lieferungen auf dem Bureau des Grßh. Bürgermeiſters in Accord gegeben werden: 1 1) Steinhauerarbeit, die Lieferung von Rockenberger Sandſteinen zu Treppen⸗ ſtufen, veranſchlagt zu 44 fl. 40 kr. 2) Maurerarbeit 27„ 30% 3) Kalklieferung, 4 Buͤtten, 9 5 20, 4) Mauerſteine und Kies 9 7 20 5) Planierarbeit an der Orts- ſtraße und Chauſſirung 7 6) Pflaſterarbeit 46„ 40, 7) Die Lieferung von 12 Cbk. Klftr. Pflaſter⸗ und Chauſſir⸗ ſteinen. 156—„ 8) Für Kies 1 10 Oſtheim am 10. April 1847. In Auftrag C o tz. Verwerthung der Eichen⸗Lohrinden in den Domanial-Wal⸗ dungen des Reviers Oberrosbach für 1847. (5710 Die oben erwäbnten Eichen⸗Lohrinden ſollen auf dem Soumiſſtonswege verwerthet werden. Der Materialertrag derſelben iſt ab⸗ geſchätzt: a) in dem Schlag Nr. 9 des Diſtrikts Frauen⸗ wald, 20jäbrig, zu 300 Centner, b) in den Schlagen Nr. 2 u. 3 des Diſtrikts Burgwald, 25. u. 26jaͤhrig, zu 930 Ctr. e) in den Schlagen Nr. 5 u. 6 des Diſtrikts Weſterfeld'ſcher Wald, 30⸗ und 31jährig, zu 346 Ctr.— zuſammen zu 1576 Ctr. Die Verkaufsbedingungen können auf dem Bureau des Unterzeichneten und auf dem des Grßh. Revierförſters Bingmann zu Oberros⸗ bach eingeſeben werden. Die zu machenden Gebote ſind ſpäteſtens bis zum 27. d. M. mit der Aufſchrift„Eichen Lohrinden des Reviers Oberrosbach betreffend verſiegelt und unter⸗ ſchrieben auf dem Bureau des Unterzeichneten einzureichen, an welchem Tage, Morgens 10 Uhr, die Eröffnung der Eingaben geſchehen ſoll, welcher die Soumittenten beiwohnen können. Rodheim den 10. April 1847. 5 Der Großh. Heſſ. Forſtmeiſter des Forſtes Friedberg Rübſamen. Obligations⸗Verlooſung. (875) Bei der heute ſtattgehabten Verloo⸗ ſung wurde die Obligation Nro. 17 für 1. Mai I. J. mit 50 fl. rückzahlbar. Der Inhaber derſelben wird daher aufge⸗ fordert, dieſe Summe längſtens bis zum 1. Mai l. J. bei dem israelitiſchen Gemeinde⸗ rechner dahier in Empfang zu nehmen, indem von da an die Verzinſung aufhört. Niederurſel den 6. April 1847. Der Vorſtand der israelitiſchen Religionsgemeinde. Joſeph Roßbach. Holz ⸗Verſteigerung. (876) Dienſtag den 20. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, ſollen im Wohnbacher Ge⸗ meindewald: 1) 98 Eichen ⸗Bauſtämme, 2) 17 Stecken Eichen ⸗Prügelholz, 3) 15 1 Erdſtöcke, 4) 70 n Reiſer, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, was der Unterzeichnete mit dem Anfügen zur öffent⸗ lichen Kenntniß bringt, daß bei den Eichen⸗ bauſtämmen ſich vorzügliches Wagner ⸗Holz befindet. 5 Wohnbach den 9. April 1847. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Herget. a Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ge ſ u ch. (356) In einem hieſigen Manufacturwaa⸗ ren⸗Geſchaͤft en detail wird ein Lehrling, mit den nöthigen Vorkenntniſſen verſehen, geſucht. Bei wem? ſagt die Expedition d. Blattes. Empfehlung. (318) Einem verehrungswürdigen hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß mein Lager von fertigen Herrenkleidern wieder auf's Beſte aſſortirt iſt, welches ich meinen geehrten Ab⸗ nehmern beſtens empfehlen kann. Auch zur bevorſtehenden Sommerſaiſon bin ich wieder mit vorzüglichen Stoffen verſehen, welche nach dem neueſten Schnitt dauerhaft und elegant verarbeitet ſind, und zu auffallend billigen Preiſen abgegeben werden. Mein Geſchäft wird ſich dadurch am beſten empfehlen, daß ich mich jederzeit bemühen werde meine ge⸗ ehrten Kunden ſo zu bedienen, daß wie ſeit⸗ her ſie mich mit ihrem gütigen Beſuche und ſchätzbaren Einkäufen ſtets wieder beehren. Friedberg am 29. März 1847. Friedrich Schleuning. „ 120* e e Verſicherungs⸗Geſellſchaft in Frankfurt am Main. Grundkapital: 81 Millionen Gulden. (877) Dieſe Geſellſchaft, welche zu Verſicherungen im Großherzogthum Heſſen von höchſtpreisl. Miniſterium des Innern autoriſirt worden iſt, verſichert gegen Feuer ſchaden zu feſten billig ſt geſtellten Prämien, Mobilien, Waaren und Fabrikgeräthſchaften aller Art. Deer unterzeichnete, zur ſofortigen Ausfertigung der Policen bevollmächtigte Hauptagent iſt mit Vergnügen bereit, jede weitere, gewünſchte Auskunft zu ertheilen. Aſſenheim im April 1847. Der Hauptagent des Deut ſchen Phönix Franz Geyger. Frankfurter Lebens-Verſicherungs-Geſellſchaft. Grundkapital: 3 Millionen Gulden. (878) Dieſe Geſellſchaft gewährt Verſicherungen, zablbar nach dem Tode der Contrahenten oder nach einer im Voraus feſtgeſetzten Zeit und conſtituirt Leibrenten auf das Leben einer oder mehrerer Perſonen. Proſpectus und Tarife, ſowie weitere Auskünfte können bei dem unterzeichneten empfan⸗ gen werden, welcher auch ermaͤchtigt iſt, Verſicherungsantrage entgegen zu nehmen. Aſſenheim im April 1847. Der Hauptagent der Frankfurten Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft Franz Geyger. Korn⸗ und Waizenſtroh (859) wird in beliebiger Quantität auf dem Graͤflichen Hofgut zu Utphe verkauft. Empfehlung. (561) Die unterzeichnete bringt ihr ſchon ſeit ſängerer Zeit betriebenes Geſchäft des Reinigens aller Art von Bettfedern, unter der Verſicherung reeller und prompter Bedienung, in empfehlende Erinnerung. Ebenſo über⸗ nimmt ſie dergleichen Aufträge auf vorherige Beſtellung auch über Land. f Friedberg. Katharine Nees, neben der Stadtkirche. Bekanntmachung. (379) Nächſten Donnerſtag den 15. d. M., Nachmittags 4 Uhr, werden die Bäume in dem zu Anlegung der Eiſenbahn abgetretenen Garten des Herrn Geheimenrath Knorr, nächſt dem Fauerbacher Thor, innerhalb der hieſigen Stadt, nebſt der daran befindlichen, aus noch guten brauchbaren Dielen beſtehenden Planke, ſowie die Gartenthüre, die Spalieren an der Gartenmauer und das dazu gehörige Holz⸗ werk öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle verkauft, wo ſich die Kaufliebhaber zur be⸗ ſtimmten Zeit einfinden können. Friedberg den 12. April 1847. Entlaufener Eber. (580) Den 5. dieſes Monats iſt mir ein Eber entlaufen, etwa 1½ Jahr alt. Wer mir denſelben wieder überbringt, erhält eine gute Belohnung.. Niederweiſel den 9. April 1847. J. Weber, Oekonom. Auszuleihen. (881) 350 fl. zu 5% und 6000 zu 4½¼%, welche getrennt, aber nur in die Landgerichts⸗ bezirke Friedberg und Großkarben geliehen werden, habe ich zu verleihen. Friedberg im April 1847. Baruch Hecht, neben der Poſt. Ein junger Mann (882) wünſcht bier als Seribent eine Stelle. Näheres zu erfragen bei der Expedition d. Bl. Butzbach. April 1847. (883) Beſter indiſcher Zucker⸗Syrup iſt wieder friſch angekommen bei Carl Flach. Empfehlung. (58 Meine Niederlage von dem ſogenann⸗ ten Streupulver oder Knochenmebl, welches ſich durch ſeine Güte vor allen andern Dung⸗ mitteln auszeichnet, kann ich zur Winterſaat ſowohl, als auch zur herannahenden Sommer⸗ ſaat, wie namentlich zum Setzen der Kar⸗ toffeln und ſonſtiger Wurzelgewächſen, bei welchem ſich das Reſultat ſchon ſeit einigen Jahren ſehr günſtig herausgeſtellt hat, beſtens empfehlen, und halte mich zu geneigten Auf⸗ trägen ſtets mit Vergnügen bereit. Jako b Syre, Gartner am Selſerbrunnen bei Okarben. Zum Ausleihen. (885) In der Kirchenkaſſe zu Oberwöͤllſtadt liegen 300 fl. zum Ausleihen bereit. 3 um Verkaufen. (586) Eine, in noch ſehr gutem Zuſtande befindliche, vierſitzige Chaiſe, welche ein⸗ und zweiſpännig gefahren werden kann, ſteht aus der Hand billig zu verkaufen. Bei wem, ſagt die Expedition d. Bl. Ein vollſtändiges Logis (887) iſt zu vermiethen und kann auf Ver⸗ langen der Laden einzeln abgegeben werden bei Jakob Heß in der Metzgergaſſe. Literariſche Anzeige. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt erſchienen: Eiſenbahnrede zur Feier des erſten Spatenſtichs auf der Main⸗Weſerbahn, Section Butzbach, am 6. Auguſt 1846. Gehalten von Wilhelm Wüſt. (Preis: 6 kr.) Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. dDieſer Nummer liegt ein Probeblatt der„Neuen illuſtrirten Zeiiſchrift“ bei. Mit Berückſichtigung der auf der erſten Seite dieſes Probeblatts ſtehenden Bemerkung bittet man geneigte Beſtellungen gefälligſt bald auf dieſes intereſſante Blatt franco zugehen zu laſſen der C. Binderngge chen Buchhandlung in je dberg