, Notgens m „ Stucn daher 8 Intelligenz- Glatt für die Provinz Oherheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M21. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die diesjährige Kartoffelausſaat. Es iſt zwar ein ſchon lange bekanntes und vielfach von Landwirthen angewendetes Verfahren, nicht ganze Kartoffeln, ſondern nur Stücke derſelben, welche Augen haben, zu ſetzen, und dadurch mit einer viel geringeren Quantität Kartoffeln bei Ausſtellung eines Ackers auszu— reichen;— es durfte ſich aber dies Verfahren ganz beſonders in dieſem Jahre, wo ſo viele Kartoffeln durch die bei ſolchen herrſchende Krankheit zu Grunde gegangen, und es an der erforderlichen Menge zur Ausſaat fehlen duͤrfte, zur Beach⸗ tung und Nachahmung empfehlen.— Das von practiſchen Landwirthen ſchon ſeit einer Reihe von Jahren mit ſehr gün⸗ ſtigem Erfolge angewendete Verfahren iſt folgendes: ſchon von Petritag an haben ſolche bei allen in der Haushaltung verbraucht werdenden größeren, ausgewachſenen Kartoffeln die Kronen abſchneiden laſſen, um ſolche zu Setzkartoffeln zu verwenden. Es ergeben ſich hierbei aus mancher Kartoffel, je nachdem ſolche viel oder wenig Augen hat, 3— 4 Stücke, welche in ihrer mittleren und ſtärkſten Dicke etwa einen Zoll haben, und geht hierdurch an der zu verbrauchenden Kartoffel nur wenig mehr als die Schale ab. Dieſe abgeſchnittenen Stücke werden im Keller auf trockenem Sande oder Erde ſchichtweiſe ſo aufbewahrt, daß das Fleiſch unten hinkommt; jede Schichte wird wieder mit trockenem Sande oder Erde ganz dünn überſchüttet, wo⸗ durch das Ganze zuletzt einen Kegel bildet. Vor dem Ab⸗ ſchneiden der Kronen dürfen die Kartoffeln nicht gewaſchen und muß ſorgfältig darauf geſehen werden, daß zum Ueber⸗ ſchütten kein feuchter, ſondern ganz trockner Sand oder Erde verwendet werden, indem ſonſt dieſe abgeſchnittenen Stücke faulen würden. Beim Setzen dieſer Kartoffelſtücke muß das Fleiſch ebenfalls nach unten gelegt werden. Ich fordere Sie auf, alle Landwirthe auf dieſes Ver⸗ fahren aufmerkſam zu machen, wodurch eine viel geringere Quantität Kartoffeln zur Ausſaat hinreicht und ſomit mehr zur Nahrung erſpart wird. Grünberg am 9. März 1847. Ouvrier. Sonnabend, den 13. Maͤrz * Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Das Landgeſtüt. Sie werden alsbald zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß die Landbeſchäler auf den Stationen zu Grünberg und Ulrichſtein eingetroffen ſind. Grünberg den 9. März 1847. Ou bvrier. Bekanntmachung. Mit Bezugnahme auf mein Ausſchreiben vom 23. Feb. 1844 im Intelligenzblatt Nr. 19 den Grßh. Bürgermeiſtern des Kreiſes Hungen zur Nachachtung. Aus den bis jetzt für dieſes Jahr vorliegenden Regie— rungsblättern ſind zu publiciren: a) aus den Regierungsblättern Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8, Nichts. p) aus dem Regierungsblatt Nr. 9, Verordnung, die in der Schweiz beſtehenden Handwerker-Vereine btr. c) aus dem Regierungsblatt Nr. 10, Bekanntmachung, die Wahlen der Abgeordneten zum XI. Landtag betr. Hungen den 6. März 1847. Der Gr. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Hungen Trin Die Branntwein- und Bierfabrication im Verhältniß zur Landwirthſchaft mit beſonderem Hinblick auf die Mäßigkeitsvereine. Von Adminiſtrator Weller in Wölfersheim. (Fortſetzung) Der Herr Pfarrer Strack geht nun von der Fabri— cation des Branntweins an das Trinken deſſelben über, ohne Rückſicht, ob er mäßig oder unmäßig genoſſen wird, und führt Beiſpiele aus Hannover und Preußen an, daß die Vereine gegen das Branntweintrinken dem Steuerertrag wirk— lich nachtheilig werden können. Es ſteht dieſes freilich auf dem Papier, allein zweifelhaft ſcheint mir's dennoch, weil ich, wie ich ſchon in meinem erſten Artikel erwähnt habe, auf dieſe Vereine nichts halte. Es iſt mir in Oberheſſen nicht ein Fall bekannt, der für den Verein glücklich zu nennen wäre und könnte ich ſogar Beiſpiele anführen, wo Mäßig⸗ keitsmitglieder im Heimlichen die heftigſten Säufer waren. Ob die Staatsregierung von Hannover jährlich 200,000 Thaler in die Schanze ſchlagen wird, blos um Säufer zu beſſern, denn uͤber den mäßigen Genuß des Branntweins kann gar kein ungünſtiges Urtheil gefällt werden, dies muß wahrlich in den höchſten Zweifel gezogen werden, denn daß auch dort mit Umſicht regiert wird und die höchſte Verwal— tungsbehörde dieſe Summe zu würdigen weiß, dies wird wohl als entſchieden richtig angenommen werden konnen. Die jenſeitige Angabe, daß in Preußen über 1000 Brenne⸗ reien eingegangen ſeien, dieſes will ich als möglich zugeben; allein kein Mäßigkeitsverein wird es bewirkt haben, ſondern einzig und allein ein den kleineren Brennereien ungunſtiges Brenngeſetz. Ueberall wo die Maiſche verſteuert wird, und wenn auch in andern Staaten Preußen gegenüber mit Modi— ficationen, da mangelt häufig dem kleinen und ſelbſt manchem großen Branntweinbrenner die Vorlage, die in die Staats— ſteuerkaſſe zu leiſten iſt, und er muß aus dieſem Grund ſein Geſchäft aufgeben. Ich glaube ſeit dem Beſtand unſeres gegenwärtigen Brenngeſetzes, das einige Aehnlichkeit mit dem preußiſchen Geſetz hat, ſind in unſerem Land verhält nißmäßig mehr Brennereien als in Preußen eingegangen. (4-79 Ohnerachtet aber dieſe Brennereien eingegangen ſind, ſo wird ohne Zweifel doch nicht weniger Branntwein fabrieirt, denn der größere gewiſſermaßen fabrikmäßige Be— trieb, den man überall zu heben ſucht, liefert die größte Ausbeute und iſt deßhalb die Wirkung der eingegangenen Brennereien nur paſſiv zu nennen. Daß aber vornehmlich in Preußen die Steuer-Einnahme aus der Branntwein— fabrication in der dortigen Staatsverwaltung die höchſte Be— achtung verdient und daß dort eine ungeheure Quantität Brannt- wein fabricirt und getrunken wird, wird dadurch bewieſen, daß die Branntweinmaiſchſteuer ſchon vor 1830 nach dem Hand- buch von Fr. Förſter: Gewerbsbetrieb der Branntwein— brennerei von Berlin 1830 eine jährliche Einnahme von 5,024,000 Thaler abwarf, eine Summe, die man in dem preußiſchen Staate nicht zu entbehren Willens ſein wird, und daß zum Genuß im Durchſchnitte auf jeden Bewohner des preußiſchen Staates jährlich 8 Ouart und was noch ärger iſt— in Nordamerika vor 1828 alſo 25 Jahre nach der Bildung des erſten Mäßigkeitsvereins in Boſton 20 angenommen werden konnten.(Berghaus allgemeine Länder- und Völkerkunde 4. Band S. 580). Der Herr Pfarrer Strack verfolgt nun das Branntwein— trinken weiter und zwar aus ſeiner Nähe. Iſt die Sache nicht übertrieben, ſo iſt das Dorf zu bedauern in dem der Branntwein ſoviel Unheil angerichtet hat und faͤnde wohl „„ 82** hier ein Mäßigkeitsapoſtel vollauf zu thun, wenn er ſich einbildete dieſe Sänfer bekehren zu konnen.(1-1 Von hier an geht nun Herr Pfarrer Strack ins medi— ciniſche über, obgleich er verſichert hat ſich von medieiniſchen Erörterungen fern zu halten. Ich übergehe Einzelnheiten als ganz unwichtig und beſchränke mich blos darauf, daß Herr Strack dem Genuß des Branntweins nun auch ſelbſt dem mäßigen Genuß faſt alle Krankheiten, die wir kennen: als Engbrüſtigkeit, kurzen Athem, Andrang des Bluts nach dem Kopfe, Herzklopfen, verdorbenen Magen, Appetitloſig⸗ keit, Aufſtoßen, Zehrung in verſchiedenen Geſtalten, alle Arten von Schlagfluß, Scropheln, goldene Ader ꝛc. ꝛc. zu⸗ ſchreibt, indem er ſagt, dieſe Zuſtände ſeien nicht naturge— mäß und lägen nicht urſprünglich in der Einrichtung Gottes, ſondern fänden ihre Urſachen in den Verirrungen der Menſchen, alſo in dem Branntweingenuß, da ſein Artikel von weiter nichts handelt. Wäre dieſes Wahrheit, dann ſollte von allen Staaten in der Welt die Branntweinfabrication bei Todes- ſtrafe verboten werden. Es würde denn, wenn keine Krank— heiten mehr exiſtirten, höchſt wahrſcheinlich auch der Tod nicht mehr ſein, das ewige Leben auf dieſer Welt ſchon be— ginnen und ſomit die Menſchheit von dem Urquell aller Thränen und aller Leiden erlöſt werden. Was würde es in dieſem glücklichen Zuſtande mit unſern Aerzten geben? Dieſe Sanitätsbeamten würden überflüſſig ſein und wuͤrde man ſie in die Urwälder von Texas befördern müſſen. Es wird zu dieſer Vollkommenheit nicht kommen und frage ich den Herrn Pfarrer Strack in welchen Ständen denn eigent⸗ lich die von ihm genannten Krankheiten am häufigſten angetroffen werden? Zuverläſſig wird er antworten müſſen, in den höheren Ständen, die keinen Branntwein, ſondern Wein trinken! (Fortſetzung folgt.) Concert. Sonntag den 14. d. M. wird im Saale des Herrn Gaſthalters Trapp ein Concert veranſtaltet werden, das die Unterſtützung Hülfsbeduürftiger in hieſiger Stadt zum Zwecke hat. Billets à 18 kr. ſind bei Herrn Trapp zu haben; an der Kaſſe koſtet der Eintritt 24 kr. Der An⸗ fang iſt auf 6 ½ Uhr feſtgeſetzt. Das verehrliche Publikum wird um recht zahlreichen Beſuch gebeten. Friedberg den 14. März 1847. f F. Bingmann, cand. theol. Bekanntmachungen von Be⸗ 2) eine zweiſpännige deßgl., 3) eine gebrauchte deßgl., dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armen⸗ fonds dahier 12—15 Malter Gerſte, zweimal⸗ „. 2 hoͤrden. dec tc c eee ens; (288) In Auftrag der Frau Philipp Gerths Wittwe werden Dienſtag den 16. März, Mor⸗ gens um 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe ohn— gefähr 6½ Morgen Aecker, in den Gemar— kungen Friedberg, Fauerbach II. und Schwal⸗ heim liegend, oͤffentlich meiſtbietend verſtei— gert, wozu die Steigliebhaber einladet Friedberg am 1. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (300) Mittwoch den 17. l. M., Morgens um 9 Uhr, werden in der Wohnung des Herrn Andreas Hanſtein auf dem Hauck nachſtehende en freiwillig meiſtbietend verſteigert, als: 1) eine neue einſpaͤnnige Chaiſe mit Glas— verdeck, 4) ein Kaſten von einem Familienwagen, 5) ein Handwägelchen, 6) mehrere Weinbäume, 7) ein Regenfaß, 8) ein Schmierbock u. dgl. Friedberg am 3. März 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (301) Dienſtag den 16. J. M., Morgens um 10% Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe der zur Verlaſſenſchaft der Konrad Stork's Wittwe gehörende, an der Hockenmühle lie— gende, einen halben Morgen haltende Obſt— baumgarten, erbvertheilungshalber öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 3. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bie n dier Frucht ⸗Verſteigerung. (806) Dienſtag den 16. l. M., Nachmittags um 2 uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von terweiſe, ſowie mehrere Centner Roggenkleien öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 3. März 1847. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (313) Dienſtag den 16. l. M., Morgens um 11 Ubr, läßt Frau Anton Eich's Wittwe dahier, ihre in der Ackergaſſe ſtehende, ſich in gutem Zuſtande befindliche und zum Wieder— aufbauen zu verwendende Scheune zum Ab⸗ bruch öffentlich meiſtbietend verſteigern, wozu Steigliebbaber einladet Friedberg am 3. März 1847. Der Grßh Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Lieferung von Erdkarren. (838) Montag den 15. d. Mts., Vormit⸗ tags um 9 Uhr, ſoll in dem Gaſthaus zum Prinzen Carl dahier die Lieferung von 100 Ell Ter gun in n nciceiniſchen „ Agelnheiten e barduf, daß nun auch ſelbſt t wir fennen: es Aluts nach naturge⸗ ig Gottes, der Menſchen, el von weiter ellte von allen ion bei Todes⸗ 1 feine Kranf⸗ auch der Too Vell cen de⸗ Urquell aller Das würde ez zten geben? un und würde n müſſen. Es und frage ich denn eigent⸗ a haufigſten vorten müſſen, wein, ſondern ne des Hern werden, das t Stadt zum n Trapp zu ache Publikum cand. tbeol „ Armen⸗ 540 eimal, Stuck zweirädriger Erdkarren, unter den im Termin bekannk gemacht werdenden Bedin⸗ gungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Gieſſen den 6. März 1847. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Gieſſen L. Lindt. Hofraithe-⸗Verſteigerung. (332) Dienſtag den 6. April, Vormittags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus die an der Hauptſtraße gelegene, zu einem offenen Geſchäft ganz vorzüglich geeignete, in einem zweiſtöckigen Wohnhaus, Scheune, Stallung und Schmiede⸗Werkſtatt beſtehende Hofraithe der Konrad Bechtold'ſchen Erben dahier, unter den in termino bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Kaufliebhaber werden hiermit eingeladen; es wird jedoch bemerkt, daß Unbekannte ſich über ihre Zahlungs fähigkeit auszuweiſen haben. N Niederwöllſtadt den 8. März 1847. Der e eee o ſt. Oeffentliche Aufforderung. (333) Der vormalige Gemeinderechner Georg Dorr zu Münſter hat ſich für ſehr überſchuldet einbekannt und um Zuſammenberufung ſeiner Gläubiger, zum Behufe des Verſuchs einer gütlichen Auseinanderſetzung, gebeten. Es werden daher alle, dem Gerichte unbekannte Gläubiger aufgefordert, in dem auf Mittwoch den 24. März 1847, Vorm. 9 uhr, anberaumten Termine zu erſcheinen und ihre Erklärung auf die gemacht werdenden Vor- ſchläge abzugeben. Die Ausbleibenden haben zu gewärtigen, daß auf ſie keine weitere Rück⸗ ſicht genommen und nach den Anträgen der Erſcheinenden verfahren wird. Lich den 17. Februar 1847. Grßh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Dittmar. Verſteigerung von Straßenbau⸗ arbeiten. (35100 Die zur Erbauung eines Durchlaſſes auf der Staatsſtraße zwiſchen Pohlgöns und der Ziegelbütte, und die zur Umpflaſterung zweier Gaſſen in den Orten Langgöns und Pohlgöns erforderlichen Arbeiten, beſtehend in Maurerarbeit, einſchließlich der Lieferung der Materialien, veranſchlagt zu 210 fl., Pflaſterarbeit, veranſchlagt zu 375 fl., ſo wie die Beiſuhr von circa 6 Cubikklaf— tern Steine aus dem Steinbruch am Neu— hof, und die Beifuhr von circa 5 Cubikklaf⸗ tern Lahnſand ſollen Donnerſtag den 18. d. M., Vormittags um 10 Uhr, auf dem Rathhaus zu Langgöns wenigſtfordernd verſteigert werden. Die Voranſchläge und Verſteigerungsbedin⸗ gungen liegen in dem Geſchäftslokal des Un— terzeichneten zur Einſicht offen. Gießen den 10. März 1847. f Der Grßh. Provinzialbaumeiſter der Provinz Oberheſſen. Müller. Marktverlegung. (335) Mit Bezug auf meine Bekannt- machung in Nr. 7, 9 und 13, Inſerat(78) bringe ich hierdurch nochmals zur öffentlichen Kenntniß, daß der im Landkalender für das Großherzogthum Heſſen auf den 1. April d. J. angezeigte erſte Kramermarkt in der Stadt Friedberg nicht abgehalten, ſtatt deſſen aber der erſte Viehmarkt am 24. März d. J. da⸗ hier abgehalten wird. Friedberg den 11. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. % 83„* Holz⸗Verſteigerung. (356) Freitag den 26. März d. J., Mor⸗ gens 11½ Uhr, werden in dem Brandobern⸗ dorfer Gemeindewald, im Diſtrict Gähenſtoß Ir Theil, f 20 eichen Bauholzſtämme von 959 Cbfß., ein buchen Bauholzſtamm von 42 6 Klftr. buchen Scheit⸗, %,„ Prügel⸗, 11% eichen Scheit, 3%)„ Prügelbolz und 11%„ Erdſtoͤcke verſteigert. Uſingen den 6. Maͤrz 1847. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Holz ⸗Verſteigerung. (357) Montag den 15. März, Vormittags 9 uhr, anfangend, ſoll in dem Gemeindewald zu Södel a 5 1 Stecken buchen Scheitholz, „„ Pruügelholz, 8½%„„ Stockholz, 56 0„ Reiſerholz, 79„ gemiſchtes Holz, 30 Bau⸗, Werk⸗ und Nutzhbolzſtämme, enthaltend 379 Cökfß., öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Södel am 9 März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Väth. Frucht⸗Verſteigerung. (8380) Dienſtag den 23. l. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Gräflich Solms-Rö— delheim'ſchen Speicher zu Münzenberg 40 Malter Gerſte der 184 r Ernte, in kleinen Quantitäten öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. 4 Aſſenheim den 9. März 1847. Gräfl. Solms-Rödelheim'ſche Fruchtverwaltung daf. Holz ⸗Verſteigerung. (359) Montag den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Petterweiler Gemeinde— wald, Dreybornruthe genannt, 43 Stecken nadel Scheit⸗ und Prügelholz, 2 Stecken desgl. eichen, 48½ Stecken nadel Stockholz, 7048 Nadel- und Weichholzwellen, 19 nadel Werkholzſtämme, 549 Cokfß. enthaltend, öffent. lich verſteigert werden. petterweil den 8. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Holtz mann. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (860) Samſtag den 20. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll zur Erbauung eines Viaduktes über das Roſenthal bei Friedberg, in dem Wirthſchaftslokale des Herrn Henſel zu Okarben die Herbeifuhr von 200 Cubikklaftern Schich⸗ tenmauerſteinen von der Mainkur bei Offen⸗ bach nach Friedberg nochmals, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer— denden Bedingungen, öffentlich an die We— nigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg am 6. März 1847. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Arbeits⸗Verſteigerung. (3610 Montag den 22. März, Morgens um 11 Uhr, wird das Auswerfen der Graben im Ried in der Burg⸗Gemarkung öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert. Die Ueberſchläge, beſtehend a) der Hauptgraben in fl. 30. 18 kr., b) vom Hauptgraben abwärts ſämmtliche Entwäſſerungs— gräben g fl. 101. 25 kr., liegen von heute an bis zum Verſteigerungs⸗ termine in dem Geſchaftszimmer des Unter“ zeichneten zu Jedermanns Einſicht offen. Friedberg am 11. März 1847. a Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Fertigung eines Glockenſeils. (362) Montag den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Bürgermeiſterei- Bureau die Fertigung eines Glockenſeils von circa 80 Fuß Länge wenigſtnebmend verſteigert werden. Aſſenheim am 10. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Verkauf eines ene en. (363) Dienſtag den 16. März d. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, wird auf hieſigem Gemeinde⸗ haus ein Gemeinde-Faſſelochs, Schweitzer Rage, meiſtbietend verſteigert. Aſſenheim am 10. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Mühlen-Verkauf. (3600 Die berrſchaftliche Mühle zu Stock⸗ hauſen, 1½ Stunde von hier, in einer ſtark bevölkerten Gemeinde und an einem ſtets waſſerreichen Fluß gelegen, mit 2 Mahl⸗ und 1 Schneidegang verſehen, auch zu einer Fabrik⸗ Anlage geeignet, ſoll mit dem bei der Mühle gelegenen ſchönen Wieſengrundſtück meiſtbie⸗ tend verkauft werden, wozu Termin auf Mitt— woch den 24. d. M., Mittags 12 uhr, im Wirthshauſe zu Stockhauſen abgehalten wird. Lauterbach den 2. März 1847. Freih. Riedeſel'ſche Rentei-Verwaltung E. W. Simmer. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Lieferung von Laternen. (365) Dienſtag den 16. März d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 20 Stück Stocklaternen von Blech, im Gaſt— haus zum Promenadehaus dahier öffentlich in Accord begeben werden. Gieſſen den 10. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Gieſſen Lindt. NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Uhren-Verſteigerung (347) Montag den 15. d. M., Morgens um 9 Uhr, werden im Gaſthauſe zum Stern dahier eine Parthie Schwarzwälder Uhren in verſchiedener Form und Größe einer Verſteigerung gegen gleich baare Zahlung ausgeſetzt; für Güte der Uhren wird ein volles Jahr garantirt durch Butzbach den 6. März 1847. Jacob Brüchner, Klein- und Groß-Uhrmacher. Verkauf. (318) Dienſtag den 16. d. M., Nachmit⸗ tags 1 Uhr, will Unterzeichnete ihre Ziegel⸗ und-Kalkbrennerei bei Wölfersheim auf dem ſ. g. Rötheberg, auf 12 Jahre, bei Gaſtwirth Fourier in Södel verpachten. Soͤdel den 6. März 1847. 5 Jobannes Stiers Ww. Zum Vermiethen. (366) In meinem neuen Wohnhauſe, zu⸗ nächſt der Stadtkirche, iſt ein vollſtändiges Logis zu vermiethen, welches ſogleich bezogen werden kann. Friedberg den 10. März 1847. Wilbelm Hanſtein, Wagnermeiſter. en zue t g. (887) Die bier beſtehende„höhere Töch⸗ terſchule iſt dahin erweitert worden, daß auch Mädchen aufgenommen werden können, welche das neunte Jahr überſchritten haben und in Anſehung ihrer Kenntniſſe Denjenigen gleich ſtehen, welche zu Pfingſten in die obere Mädchenſchule zu Friedberg einrücken. Durch Annahme eines Huͤlfslebrers und Errichtung einer zweiten Abtheilung iſt dieſe Erwei⸗ terung möglich geworden. Diejenigen Eltern, welche geneigt ſind, ihre Töchter meiner Lei⸗ tung anzuvertrauen, bitte ich, Herrn Kreis— rath Küchler oder Herrn Director Curt-⸗ man oder auch mich recht bald davon in Kenntniß zu ſetzen. Ueber die näheren Ver⸗ hältniſſe der höheren Töchterſchule ertheile ich auf geſchehene Anfragen mündlich oder ſchrift— lich gern genauere Auskunft. Friedberg den 10. März 1847. Kä rr ſt, Lehrer an der höheren Töchterſchule. Anzeige. (322) Von beute an unterhalten wir ein Lager von allen Mehlgattungen, als: feinſter Blumenvorſchuß, Weißmehl, Brodmehl, Grütz c., welches ſowohl en gros, als auch in einzelnen Pfunden zu den billigſten Preiſen abgegeben wird. Butzbach den 1. März 1847. Hirſch Mayer Söhne. Bienenhonig und hollaͤndi⸗ ſcher Zuckerſhrup. (331) In Ermangelung von Obſthonig empfehle ich hiermit ſehr ſchönen Bienen⸗ bonig per Pfd. 16 kr. und ganz dicken Syrup von vorzüglich reinem und gutem Geſchmack per Pfd. 12 kr. Friedberg im März 1847. 11 7 H. Hahn, Materialiſt. Lehrlings⸗Geſuch. Es wird in einem Fabrik⸗Geſchaͤft, 5 mit einem Specereigeſchäft, in der Nähe von Frankfurt, ein Lehrling von geſun⸗ dem Körperbau und mit den nöthigen Vor⸗— kenntniſſen verſehen, geſucht. 5 5 Auch könnte in dem fragl. Geſchaft ein Volontair auf eine Zeit lang Beſchäftigung finden. 8 5 Das Nähere zu erfragen bei der Expedition d. Blattes. Aufforderung. (369) Alle Diejenigen, welche im verfloſſe⸗ nen Jahre von Unterzeichnetem zu Niederwöll⸗ ſtadt Grummetgras erkauft, werden hiermit zur baldigen Zahlung aufgefordert. Friedberg den 9. März 1847. Helmolt. Mein Spaniſchrohlr⸗Stock (3700 iſt mir Sonntag den 7. d. M. im Simon'ſchen Gaſthauſe abhanden gekommen. Derjenige, welcher denſelben für den ſeinigen mitgenommen hat, wird erſucht, mir ihn zu⸗ rück zu geben. 5 J. Heinrich Fritz. Eine Hutverwechſelung (310 hat im Caſino, reſp. im Leſezimmer am 7. d. M.(Sonntag Abend) ſtattgefunden. Derjenige, welcher hierbei betheiligt iſt, beliebe das Nähere bei der Expedition d. Bl. zu er⸗ fragen. „ 84* Ein Laden (372) mit vollſtändigem Logis, in der beß⸗ ten Geſchäſts⸗Lage der Ludwigsſtraße iſt zu vermiethen und ſogleich zu beziehen. Bei wem? ſagt die Expedition d. Bl. Ein vollſtändiges Logis 373) bat zu vermiethen b Michael Bauer in der Kirchgaſſe. Gruͤnwagenſchmier, (3720) welche beſonders für eiſerne Achſen zu gebrauchen, iſt zu haben bei. Siegmund Simon, Seifen⸗ und Lichterfabrikant. Friedberg im März 1847. Ein ſchwarzer Filzhut (875) wurde am verfloſſenen Sonntagnach⸗ mittag in dem Trapp'ſchen Gaſthof, in der Garderobe, verwechſelt. Man bittet höflichſt den Inhaber des fremden Hutes, denſelben gegen den ſeinigen im Trap p'ſchen Gaſthofe zurück zu geben. Alle Sorten Gemüſe⸗, Blumen-, Feld⸗ und Waldſaamen (376) ſind wieder acht und friſch zu haben bei M. Jung in Friedberg. Holz⸗Verſteigerung (377) Dienſtag den 16. Marz d. J. ſollen i dem Freiherrl. von Rothſchild'ſchen Wald⸗ diſtrict Altenberg g 1300 Wellen Birkenreisholz 2050„ vermiſchtes Reisholz, 525„ Aspen u. Sahlweidenreisholz, welch' letzeteres ſich vorzüglich zu Cinfriedi⸗ gungen eignet, verſteigert werden. Die Zu⸗ ſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr an Ort und Stelle. 8 Okarben am 9. März 1847.. Hilgenreiner. Ein großer vollſtändiger Kochheerd (378) mit Bratröhre und ein kleiner, ſ. g. Sprungheerd ſind billig zu verkaufen. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. 5 Verſteigerung. (3719) Unterzeichneter iſt geſonnen Donner⸗ ſtag den 25. März, Morgens 10 Ubr, ſein in der Ackergaſſe ſtehendes, noch in gutem Zuſtande ſich befindliches und zum Wieder⸗ aufbauen zu verwendendes zweiſtückiges Wohn⸗ haus, auf den Abbruch, an Ort und Stelle zu verſteigern. 8 Friedberg den 9. März 1847. Wilhelm Finkernagel. Literariſche Anzeige. (380) Bei Kirchheim, Schott u. Thiel⸗ mann in Mainz iſt ſoeben erſchienen und bei Carl Bindernagel in Friedberg zu haben: Belehrungen für das von Seiner Heiligkeit Papſt Pius N. ausgeſchriebene Jubiläum. Mit biſchöfflicher Genehmigung. 12. gebunden. Preis 12 kr, Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Lätare den 14. März 1847 pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Strack. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Wachter. Fruchtpreiſe. 11. Mz. 5. März 2. Marz Mainz Gattung. . fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 19 3019 4917 45 N 7 16 30155014— Gerſte„ 7 13— 1345 12 30 Baer 77 6120 61151 51 30 Polizei⸗Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 14. bis 20. März 1847. 2 g ö Fried⸗ Butz⸗ 3 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 52 511 2. 75 11— 1003 44„ 7 22 85 21 88 th. th. — Milchbrod 1 2 1 27. — Waſſerweck 127 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 13 13¼ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch iſetes 1— 12— 77. gemäſtete— 91— „Kühfleiſch a 8——— ind gefſeh! gemäſtetes 8— 8— „ Rindſſeiſh ungemäßetes 74 „ Kalbfleiſch 6— 1 6— „ Schweinenfleiſch 15— 15— „Hammelfleiſch g 7 Schaaffleiſch 61——— „Wurſtvon blos Schweinen 162 16— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 18— 18— „Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 27— 27— „] Schinken 18— 181— „Dörrfleiſch 20— 20— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 26— 26— unausgelaſſen 24— 24— „ Nierenfett 23 „Hammelsfett 181— 1181— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. — Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 7172 A000 T0