igen 0 184), verrichtet: t. urgkirche: Surgkircht: ſch. e 1847. Intelligenz- Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Auswanderungen nach Nordamerika. Nachſtehend abgedrucktes Ausſchreiben Gr. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz wollen Sie den Auswanderungs⸗ luſtigen zur Nachachtung bekannt machen. Friedberg, Grünberg und Hungen den 4. Mai 1847. a Küchler. Ouvrier. Follenius. Das Großherzogliche Heſſiſche Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Großherzoglichen Provinzial⸗ Commiſſariate dahier und zu Gießen und an ſämmt⸗ liche Großherzogliche Kreisräthe. 5 Der Congreß der vereinigten Staaten von Amerika hat am 22. Februar l. J. ein Geſetz erlaſſen, wodurch die Aufnahmsfähigkeit eines jeden, ſowohl amerikaniſchen wie europäiſchen, Fahrzeuges, welches Paſſagiere nach den ver— einigten Staaten von Amerika, mit Einſchluß des Staates Texas, übernimmt, bedeutend vermindert worden iſt. Dieſes Geſetz ſoll für alle aus europäiſchen Häfen kommenden Fahr⸗ zeuge mit dem 31. laufenden Monats in Kraft treten. Da die Uebertretung der in dieſem Geſetze gegebenen Beſtimmungen mit hohen Strafen bedroht iſt, ſo haben Schiffscapitäne der nach jenen Staaten gehenden Fahrzeuge die Aufnahme einer größeren, als in jenem Geſetze fuͤr zuläſſig erklärten, An⸗ zahl von Paſſagieren verweigert und es fehlen hierdurch plötzlich in allen Seehäfen die für die Auswanderer nach Nordamerika in Ausſicht genommenen Transportmittel. Mehrere Schiffsrheder, namentlich Lüdering u. Comp. und F. B. Wichelshauſen in Bremen und Wamberſie und Erooswyk in Rotterdam, haben in Folge hiervon die ihren Agenten ertheilten Vollmachten zur Annahme von Paſſa⸗ gieren zurückgenommen und zugleich die durch ihre Agenten bereits zur Ueberfahrt engagirten Auswanderer öffentlich auf— gefordert, ſich nicht an die Seehäfen zu begeben, indem ſie unter den vorliegenden Verhältniſſen nicht auf die Beförde⸗ rung nach Nordamerika rechnen könnten. Die Häuſer Lüde⸗ ring und Wamberſie haben ſogar ihre Agenten angewieſen, die bereits abgeſchloſſenen Contracte, welche in Folge des gedachten Geſetzes nach den Bedingungen ihrer Schiffsaccorde, — da hierdurch die Paſſagiere verpflichtet ſeien, in jeder Hinſicht die auf die Einwanderung Bezug habenden Geſetze der vereinigten Staaten zu erfüllen, als nichtig anzuſehen ſeien, wieder aufzuheben und das eingezahlte Handgeld zur Verfügung der Paſſagiere zu ſtellen. Andere Schiffsrheder und Agenten, wie Washington Finlay und die Geſellſchaft Dr. Strecker, Klein und Stöck zu Mainz, haben zwar die Zuſicherung ertheilt, daß alle Auswanderer, welche mit ihnen contrahirt hätten, nach Mög⸗ lichkeit der vorhandenen und zu beſchaffenden Transport⸗ mittel, an den Ort ihrer Beſtimmung befördert werden ſollten, zugleich aber bemerkt, daß in dieſem Jahre die Ex⸗ pedition der Auswanderer, nach Verhältniß der verminderten Aufnahmsfähigkeit der Schiffe, langſamer von Statten gehen werde, und darum die eingeſchriebenen Paſſagiere ebenfalls dringend aufgefordert, nicht eher von Hauſe abzureiſen, bis ſie einberufen würden. Nach eingegangenen Nachrichten befinden ſich auch bereits in verſchiedenen Seehäfen große Maſſen von Aus- wanderern, welche, auch wenn ſie mit gültigen Schiffsac⸗ corden verſehen ſind, doch wegen Mangels an Transport⸗ mitteln vorerſt nicht befördert werden können, während die— jenigen, welche noch keine Ueberfahrtsverträge in Händen haben, in keiner Weiſe auf die Beförderung zählen konnen, vielmehr genöthigt ſind, in ihre fruͤhere Heimath zurückzukehren. Da hiernach von der großen Anzahl deutſcher Auswan⸗ derer, welche in dieſem Jahre nach Amerika überzuziehen beabſichtigen, vorausſichtlich nur ein Theil und auch dieſer nur nach und nach dahin befördert werden kann, ſo beauf⸗ tragen wir Sie, diejenigen Angehörigen Ihrer Verwaltungs⸗ bezirke, welche nach Nordamerika auswandern wollen, von dieſem Stande der Verhältniſſe in Kenntniß zu ſetzen und namentlich diejenigen, welche noch keine Vorbereitungen zur Auswanderung getroffen haben, wenn dieſelben nicht vor— erſt ihr Vorhaben aufzuſchieben ſich veranlaßt finden ſollten, zu warnen, ihre Liegenſchaften und Mobilien nicht unvor⸗ ſichtig zu veräußern und auch wenn ſie im Beſitze der Mittel zur Beſtreitung der nunmehr ſehr erhöhten Ueberfahrtskoſten ſich befinden ſollten, ſich doch nicht aufs Geradewohl und ohne zuvor feſte Ueberfahrtsverträge, mit Bezeichuung be⸗ ſtimmter Schiffsplätze, abgeſchloſſen zu haben, an die See⸗ hafen zu begeben. Diejenigen Auswanderungsluſtigen, weche bereits Ueberfahrtsverträge abgeſchloſſen haben, namentlich diejenigen, welche mit Agenten der oben gedachten Häuſer Lüdering u. Comp. und Wamberſie und Crooswyk contrahirt haben, werden Sie auffordern, ihre Abreiſe nicht früher an⸗ zutreten, bis ſie ſich vorerſt nochmals mit ihren Contrahenten benommen und darüber verläſſigt haben, daß ihre Ueberfahrt nach Amerika auch ſofort nach ihrer Ankunft in den See⸗ häfen ſtattfinden werde. Wir behalten uns ubrigens vor, ſobald Veränderungen in dieſen Verhältniſſen eintreten und dieſe ſowie auch nähere Aufklärungen zu unſerer Kenntniß kommen, Ihnen deßfalls alsbald weitere Mittheilungen hierüber zu machen. Darmſtadt den 1. Mai 1847. du Thill. v. Lehmann. Dieſelben an dieſelben. 8 Betreffend: Die Auswanderungen, insbeſondere die Ertheilung der Auswanderungs⸗Erlaubniß vor Ablauf der geſetzlichen Gläubiger⸗Anmeldungs⸗Friſt. Nachſtehendes höchſte Ausſchreiben theilen wir Ihnen zur geeigneten Veröffentlichung mit. Friedberg, Grünberg und Hungen den 7. Mai 1847. g Küchler. Ouvrier. Follenius. Das Großherzogliche Heſſiſche Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Großherzoglichen Provinzial⸗ Commiſſariate dahier und zu Gießen und an ſämmt⸗ liche Großherzogliche Kreisräthe. Wiewohl der Art. 6. des Geſetzes über die Auswan— derungen vom 30. Mai 1821 beſtimmt, daß die Erlaubniß zur Auswanderung nur dann ertheilt werden dürfe, wenn ſich in dem durch den Art. 4. beſtimmten Termine von drei Monaten kein Gläubiger gemeldet habe, oder wenn die Gläubiger befriedigt, oder falls ſie nicht alsbaldige Befrie⸗ digung verlangen könnten, ſicher geſtellt ſeien, ſo haben wir doch ſeither mehrfach in Fallen, wo es für die Auswande⸗ rungsluſtigen von offenbar großem Nachtheil geweſen wäre, wenn ſie ihre Auswanderung erſt nach gänzlichem Ablauf der geſetzlichen dreimonatlichen Gläubiger⸗Anmeldungs⸗Friſt hätten bewerkſtelligen können, auf Anſtehen der Auswande⸗ rungsluſtigen ausnahmweiſe die Ermächtigung ertheilt, vor Ablauf der geſetzlichen Gläubiger⸗Anmeldungs⸗Friſt die Di⸗ miſſorialien auszufertigen, wenn durch eine gehörig conſti⸗ tuirte Bürgſchaftsleiſtung die etwaigen Gläubiger der Aus⸗ wanderungsluſtigen hinſichtlich ihrer Forderungen genügend gedeckt ſchienen. Die fortwährende Vermehrung der Geſuche um Er⸗ theilung der Auswanderungserlaubniß vor Ablauf der Gläu⸗ biger⸗Anmeldungs⸗Friſt auf Bürgſchaftsleiſtung hin— und der Umſtand, daß es ſich oft nicht mit völliger Gewißheit beurtheilen läßt, welche Bürgſchaft erforderlich iſt, um die Gläubiger des betreffenden Aus wanderungsluſtigen völlig ſicher zu ſtellen, haben uns aber nunmehr zu dem Beſchluſſe veranlaßt, künftighin die Ermächtigung zur Ausfertigung der Dimiſſorialien vor Ablauf der geſetzlichen Gläubiger⸗ Anmeldungs⸗Friſt gegen Bürgſchaftsleiſtung in keinem Falle mehr zu ertheilen. f Indem wir Sie von dieſem Beſchluſſe in Kenntniß ſetzen, weiſen wir Sie, unter Bezugnahme auf den§ 39. der Kreisraths-Inſtruction vom 20. September 1832 reſp. 27. März 1835 an, inskünftige alle und jede an Sie ge⸗ langende Geſuche um Ertheilung der Auswanderungserlaub⸗ niß noch vor Ablauf der geſetzlichen dreimonatlichen Gläu⸗ * 152* biger⸗Anmeldungsfriſt gegen Bürgſchaftsleiſtung pure abzu⸗ ſchlagen, auch in ihren Verwaltungsbezirken alsbald bekannt zu machen, daß Geſuche fraglicher Art nicht mehr erhört wuͤr⸗ den, damit nicht für Auswanderer, ſich auf Bewilligung ſolcher Geſuche verlaſſend, Nachtheil und Schaden erwachſe. Darmſtadt den 26. April 1847. du Thi l. v. Stein. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Auswanderungen nach Algerien. Da in neuerer Zeit, in Folge der beſchränkten Aus⸗ wanderung nach Amerika, mehrfache Anfragen hierorts ge⸗— ſtellt worden ſind, unter welchen Bedingungen und Forma⸗ litäten die Auswanderung nach Algerien ſtattfinden könne, ſo wollen Sie Diejenigen, welche nach Algerien auszuwan⸗ dern beabſichtigen, bedeuten, daß ſie ſich, ehe ſie Vorberei⸗ tungen zur Auswanderung treffen, mit einem Aufnahms⸗ geſuche an die Königlich Franzöſiſche Geſandtſchaft zu Darm⸗ ſtadt zu wenden haben. Dieſem Geſuche muß von mir eine beglaubigte Beſcheinigung über das Wohlverhalten und über den Beſitz von wenigſtens 700 fl. Vermögen beiliegen. Nähere Angaben über das zu Beobachtende finden ſich in einer Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der auswärtigen Angelegenheiten vom 19. Oktober 1844, Regierungsblatt Nr. 32. Grünberg den 4. Mai 1847. 5 Ouvrier. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an die ſaͤmmtl. Herren Bürgermeiſter dieſes Bezirks. Betreffend: Den Verkehr mit Getraide, Mehl und Kartoffeln. Die rubricirte Verordnung vom 8. Mai d. J. Reg.⸗Bl. Nr. 18 haben Sie unverzüglich zur öffentlichen Kenntniß zu bringen und deren genaueſte Befolgung zu überwachen und überwachen zu laſſen.. e Hungen den 9. Mai 1847. f tg 8 Follenius. Wetterauer Sagen. VIII. n Die geldtragenden Schwämme.) Wenn man am Wingertsberg bei Staden hin geht nach Dauernheim zu, dann kommt man an den alten Berg. So heißt nämlich die Bergſeite vom Wingertsberg weiter bis dahinaus, wo oben der Buchwald iſt. An dieſen alten Berg kommt einmal Morgens früh vor Sonnenauf⸗ gang ein Mann und ſieht auf demſelben viele Schwämme ſtehen, von denen einer wie der andere ausſieht. Das iſt ihm verwunderlich. Er betrachtet einen, wendet ihn um und findet unter deſſen Hut einen alten Weißpfennig hängen. Das macht ihn neugierig, daß er bei noch einem Schwamm nachſieht, und auch bei dem findet er einen alten Weiß⸗ pfennig unten hängen, das Nämliche bei dem dritten und ſofort; unter jedem Schwamm hängt ein alter Weißpfennig. Aber wie die Sonne aufging, waren all die Schwämme weg. W. 2) Dieſe Sage wurde vor etwa 30 Jahren noch zu Staden erzaͤhlt. — 5 denn erhoͤrt wür⸗ Newiligurg en erwachſe. v. Stein. erg reiſes. cn. nkten Aus⸗ dier d und Forma⸗ aden könne, auszuwar, e Vorberei⸗ Aufna it zu Darm⸗ von mir thalten und n beiliegen. aden ſich in auswärtigen ierungsblatt en b Bezirlk. Kartoffeln. 4 Reg ⸗ Bl. n Kenntniß überwachen 2 * Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. 9 Edietal ladung. Ueber das Vermögen des Jacob ore III. zu Obermörlen iſt der Con⸗ cursproceß erkannt worden. Es werden deß⸗ halb die Gläubiger deſſelben aufgefordert im Termin Samſtag den 19. Juni, Morgens 8 Uhr, ihre Anſprüche dahier geltend zu machen, widrigenfalls der ſtillſchweigende Ausſchluß von der Maſſe erfolgt. 5 a Im Termin ſoll zugleich ein Arrangemen verſucht und, wenn ein ſoſches nicht zu Stande kommt, ein Curator ernannt und wegen Ver⸗ dußerung der Maſſe Beſtimmung getroffen werden. 2 5 a Gläubiger, welche nicht perſönlich erſcheinen, werden in dieſer Beziehung als den Beſchlüſ⸗ ſen der Mehrheit der erſchienenen Gläubiger beitretend angeſehen werden. Butzbach den 19. April 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. 1 Calmberg. Dr. Irle. Offentliche Bekanntmachung. (687) Der Wittwer Karl Otto Schaad von Ruppertsburg iſt von Gr. Hofgericht für einen Verſchwender erklärt und deßhalb unter Curatel des Philipp Schaad III. von Ruppertsburg geſtellt worden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht werde, daß alle Rechtsgeſchäfte die mit Carl Otto Schaad von jetzt an ohne Zuſtim⸗ mung ſeines Curators abgeſchloſſen werden, keine rechtliche Wirkung äußern. Wer Forderungen an Carl Otto Schaad zu machen hat, bat dieſelben ſogewiß den 1. Juni d. J., Vormittags dahier anzumelden, als ſonſt darauf bei Regulſrung dieſes Ver⸗ mögens keine Rückſicht genommen werde. Laubach am 25. April 1847, Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht. Brum har d. Verſteigerung. (700) Freitag den 14. Mai, Morgens um 11 Uhr, wird in Auftrag der Daniel Fritz's Wittwe in hieſigem Rathhauſe die derſelben gehörende, in der Auguſtiner Straße ſtehende Scheuer mit Stall öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg am 3. Mai 1847. Der Grßh, Heſſ. Bürgermeiſter 1 J en der. 111 Jruchtveeſteigerung zu Butzbach und Friedberg. (709) Von den 184ö6r fiscaliſchen Frucht⸗ porrathen des hieſigen Rentamts kommen zur Verſteigerung: 5 n 10 zu Butzbach, in dem Gaſthauſe zum Heſ⸗ ſiſchen Hofe: Dienſtag den 18. Mai d. F., Vormittags 10 Uhr, ungefähr 50 Mltr. Korn und 10 Malter Gerſte, von dem Speicher zu Butzbach, und 2) zu Friedberg, in der Behauſung des Hrn. Gaſthalters Hieronimus vor dem ehema⸗ ligen Mainzerthore: Mittwoch den 19. Mai d. J., Vormittags 10 Uhr, ungefähr 6 Malter Waizen, 35 Malter Korn und 5 Mltr. Gerſte, von dem hieſigen Speicher. Das Ausgebot der Brodfrüchte geſchieht in kleineren Quantitäten von/ bis 1 Malter. Es werden dabei nur ſolche inländiiche Pri⸗ vaten zur Steigerung resp. Abfaſſung zuge⸗ laſſen, welche Beſcheinigung von ihren Orks⸗ „ 153. vorſtänden erbringen, daß ſie die erkauften Früchte zu ihrem eigenen Bedarf nöthig haben. Friedberg den 29. April 1847. Der Grßh. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg, Domainenrath Bau ß. Holz ⸗Verſteigerung. (12) Freitag den 14. d. M., Vormittags um halb 9 Uhr, werden in dem Communal⸗ wald der Gemeinde Niederrosbach in ver— ſchiedenen Diſtrikten: 1) 2% Stecken eichen Scheitholz, 2) 3 Stecken eichen und ½ Stecken nadel Prugelholz, 3) 4½ Stecken eichen und nadel Stockholz, 4) 112½ Eichen und 137½ Nadelholzwellen, 5) 6 Stämme eichen Bauholz= 247 Cofß, 6) 1 Stamm nadel„= 17„ 7) 2 Stangen Nadelholz und 8) 1 Pflugsreh, eichen Aſt, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt präcis 8½ Uhr in der Sang am Nadelholzbeſtand. Niederrosbach den 8. Mai 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. Arbeits⸗Verſteigerung. (725) Freitag den 14. d. M., Nachmittags 3 Uhr, werden zur Anlegung einer Abfahrt, nächſt der Brücke oberhalb Aſſenbeim nach Dornaſſendeim hin, nachbezeichnete Arbeiten wenigſtnehmend in Accord gegeben, und ſind dieſelben veranſchlagt: 1) die Erdarbeiten zu 397 fl. 30 kr. 2)„ Maurerarbeit. 20„215 3) Lieferung von 5 Bütten Kalk 10— 4) 1„ O, 2 Cub. ⸗Klftr. Sand 5„—„ Aſſenheim am 6. Mai 1847. a f Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter ch mi dt. Edictalladung. (726) ueber das Vermögen des Conrad Hochſtein, Wittwer, zu Utphe, hat Grßh. Hof⸗ gericht zu Gieſſen den förmlichen Concurs erkannt und werden daher bekannte und un⸗ bekannte Gläubiger jeder Art aufgefordert Dienſtag den 15. Juni d. J., Vormittags 9 Uhr, ihre Anſprüche, unter dem Rechtsnachtheil des ſonſt ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe, dahier anzuzeigen und zu begründen. 5 Laubach den 15. April 1847. 0 Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht e eee nem ha kr d⸗ Edietal ladung. (727) Johannes Schmidts Kinder und deren Vormunder von Harrbach haben das den Erſteren gehörige Grundvermögen in der Ge⸗ markung Harrbach verkauft und die Kinder der Johann Georg Buchners Wittwe von da ihr daſelbſt gelegenes Gut unter ſich vertheilt und um Ausfertigung der Kaufbriefe und Theilzettel gebeten. Auf dieſem veräußerten Vermögen haften indeſſen Verpfändungen, welche erloſchen ſein ſollen, jedoch in den gerichtlichen Pfandbüchern noch offen ſtehen, weil die quittirten Schuld⸗ urkunden nicht vorgelegt werden können; ins⸗ beſondere haften 1) auf den Grrundſtücken der Johs. Schmidts Kinder, a) auf 269% neu 888/2, 33 Ruthen 14 Schuh Acker am Riedweg ein von Mel⸗ chior Schafers Eheleuten in Harrbach bei Philipp Reitz daſelbſt laut Obligation vom 9. Januar 1808 aufgenommenes Capital von 50 fl. b) auf 69/41. 42 neu 1119/45 und 1120/46 42 Ruthen 12 Schuh Acker im Baum⸗ feld ein von Joh. Münch Ar Cheleuten von Harrbach bei der Johs. Weigeliſchen Fideicommiß⸗Maſſe zu Grünberg laut Obligation vom 15. März 1811 aufge⸗ nommenes Darlehn von 100 fl.; 2) auf dem Grundſtücke der Johann Georg Buchſfiers Kinder 20½/1˖0o neu 1763/9 23 Ruthen 9 Schuh Wieſe im Affholder, ein von Johann peter Buchner von Harrbach bei der Wittwenkaſſe, laut Obligation vom 25. Februar 1767 aufgenommenes Darlehn von 20 fl. 0 Die genannten Intereſſenten können auch ferner ihr Eigenthum an ſämmtlichen Grund— ſtücken nicht urkundlich darthun und werden daher auf ihren Antrag alle diejenigen, welche an das Grunddermögen der Johannes Schmidts und Joh. Georg Buchners Kinder von Harr⸗ bach Anſprüche bilden und insbeſondere Rechte aus den exkrahirten Verpfändungen ableiten, hiermit aufgefordert, dieſelben ſogewiß binnen 2 Monaten von heute dahier anzuzeigen und zu begründen, zu welchem Ende die Gerichts⸗ acten in der Regiſtratur des unterzeichneten Gerichts zur Einſicht offen liegen, gegenfalls die fraglichen Verpfändungen für nicht mehr beſtehend angenommen und in den Pfand⸗ büchern geloͤſcht auch den Kaufbriefen und Theilzetteln ohne Rückſicht auf jene Anſprüche die gerichtliche Beſtätigung ertheilt werden wird. Grünberg den 28. April 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Welcker. Bücking. Holz⸗Verſteigerung im Langgönſer Gemeindewald. (728) Montag den 17. Mai d. J., von Vormiftags 9 Uhr an, ſollen in dem Ge⸗ meindewald⸗Diſtrikte Mühlſtück an der Eiſen⸗ bahnlinie: N ü 777 Stecken eichen Scheitholz, 8„ kiefern 50 174„ eichen Prügelholz, 22„ kiefern„ 64„ buchen Stockholz, 5„ eſchen„ 22„ kiefern u. fichten Stockholz, 825 Wellen buchen Reisholz, 50* eichen 1 1050„ kiefern- und ſichten Reisholz, 150„ aspen Reisholz, 7 Stück eichen Bauſtämme von 13—32 Fuß Länge, 12-24 Zoll Durchmeſſer, im Ganzen 422 Cubikfuß haltend, 60 Stück kiefern Bauſtämme von 12—30 Fuß Länge, 5½—8 Zoll Durchmeſſer, im Ganzen 380 Cubikfuß haltend, 2 Stück eichen Stangenholz zu 8 Cubikfuß, 4„ buchen 1„, 3,52„ 711 kiefern 77„694„ 25 fichten 1„ 9,75„ unter den bei der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen meiſtbietend verſteigert werden. 5 Langgöns am 5. Mai 1847. f Der Beigeordnete Dern. Fruchtverſtejiger ung bei dem Rentamte Grünberg. (729) Künftigen Donnerſtag den 20. Mai I. J., Vormittags 9 Uhr, ſollen bei dem hie⸗ ſigen Rentamt 50 Malter Korn, 25 Malter Gerſte und 25 Malter Hafer öffentlich ver⸗ ſteigt werden. Die Ausgebote des Korns und der Gerſte geſchieht in Quantitäten von ½ bis 1 Malter, wobei nur ſolche Privaten zugelaſſen werden, welche Beſcheinigungen von ibren Ortsvor⸗ ſtänden beibringen, daß ſie die erkauften Früchte für ihren eigenen Haushalt, oder die Gerſte zur Saat bedürfen. i Grünberg am 8. Mai 1847. Der Grßh. Heſſ. Rentamtmann Rentamts Grünberg Bötticher. Frucht⸗Markt zu Friedberg. (130) Cs wird hierdurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß der früher hier be⸗ ſtandene Fruchtmarkt wieder wöchentlich Mitt⸗ wochs abgehalten wird und mit dem 12. d. Mts. beginnt.. Friedberg am 10. Mai 1847. f Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Der Großhl. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Schotten an die Herren Bürgermeiſter dieſes Bezirks. (1300 Cs iſt zu meiner Kenntniß gekommen, daß der früher in meinem Bureau als Copiſt beſchäftigt geweſene Peter Guntrum von hier, in den Orten des Bezirks herumgeht und vorgiebt, er ſey von mir beauftragt, Gel⸗ der zu erheben oder Friſtgeſuche aufzunehmen. Beides iſt gelogen und ich erſuche Sie ihre Gemeinde ⸗Angebörigen vor dem genannten Guntrum zu warnen, namentlich aber ihm durchaus nicht und unter keinem Vorwande, Geld anzuvertrauen. 8 Bei dieſer Gelegenheit wollen Sie die An⸗ gehörigen ihrer Orte wiederholt auf die Be⸗ kanntmachung vom 2. Februar 1847 in Nro. 12. des Int.⸗Blattes, wornach ich keine andere Quittungen als diejenigen, welche ich ſelbſt ausgeſtellt habe, anerkenne, aufmerkſam mache. Schotten den 5. Mai 1847, 25 Prätorius. Bekanntmachung. U 1 wird in bieſigem Rathhauſe in Auftrag des Kaufmanns Samuel Lindheimer dahier das von demſelben von der Frau Bür⸗ meiſter Daniel Fritz's Wittwe erkaufte Wohn ⸗ haus auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Mai 1847. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekannt mach un. (733) Mittwoch den 12. l. Mts., Nachmit. tags 4 Uhr, werden von der Reparatur der Stadtkirche herrührende Gegenſtaͤnde, beſtehend in altem Gehölze, Eiſen, einer Partie Roß⸗ haare u. dergl, an Ort und Stelle öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 10. Mai 1847, 5 Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekannimachun g. Betr.: Die Erledigung der Pfarrei Münſter, Kreiſes Hungen, hier die daſige Pfarr⸗ hofraithe. (73100 Mittwoch den 26. d. Mts., Mittags 12 lihr, ſoll die aus Wohnhaus, Scheuer und Ställen beſtehende Pfarrhofraithe zu Münſter bei Lich an Ort und Stelle, öffentlich an den Meiſtbietenden, auf den Abbruch verſteigert werden. N Hungen den 6. Mai 1847. Der Großh. Heſſ, Kreisrath des Kreiſes Hungen Follenius. Arbeits ⸗Verſteigerung. (135) Freitag den 14. d. M., Vormittags um 10 uhr, ſollen auf der Gemeindeſtube zu Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Montag den 17. l. M., Morgens 154 Fauerbach II. nachſtehende Arbeiten und Lie⸗ ferungen, als: l 1) Bei Herſtellen einer Futtermauer an der Uſabrücke vorkommende Maurerarbeit, vervoranſchlagt zu 14 fl. 2 kr. 2) daſelbſt vorkommende Pflaſterarbeit ver⸗ voranſchlagt zu 4 fl. 3) die bei Unkerhaltung der Vieinalwege vor⸗ kommende Handarbeiten, vervoranſchlagt zu 72. 4) das Zerſchlagen von 9,0 Cubik⸗Klaftern Unterbaltungsſteinen, zuſammen vervor⸗ anſchlagt zu 180 fl. 5) das Anliefern von 0,9 Eubikklftr. Mauer⸗ ſteinen, 0,2 Cubikklafter Pflaſterſteinen, 0,5 Cubikklftr. Mauer- und Pflaſterkies, 7 Bütten Waſſerkalk und 9,0 Cubikklftr. Chauffeeſteinen, Friedberg am 9. Mai 1847. In Auftrag: G a tz ert. Fruchtverſteigerung zu Ulrichſtein. (136) Mittwoch den 19. Mai, Vormittags 9 Uhr, werden im Stadtwirthshauſe zu Ulrich⸗ ſtein 10% Malter Gerſte und 15 Malter an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Hafer in Quantitäten von 2 Simmer verſtei⸗ gert; dabei aber nur inländiſche Private zuge⸗ laſſen, welche Beſcheinigungen ihrer Ortsvor⸗ ſtände beibringen, daß ſie die Früchte zur Saat oder für ihren eigenen Haushalt be⸗ dürfen. Schotten am 7. Mai 1847. f Der Grßh. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Schotten Prätorius. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (737) Das Brechen und Fahren von 17 Cubikklaftern Steinen zu Schichtmauerwerk, aus den Langgönſer Brüchen, und von 3 Cu⸗ bikklaftern aus dem ſtaatseigenthümlichen Bruche bei Rockenberg, zu dem Durchlaß in Abtheilung 75 der Gemarkung Langgöns, wird Samſtag den 15. Mai, Vormittags 8 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier verſteigert. Butzbach den 7. Mai 1847. 1 Der Grßh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butz bach Meyer. Main Weſer»Eiſenbahn. (138) Mittwoch den 12. Mai, Vormittags 9 Uhr, ſoll an Ort und Stelle die Winter, ſaat ꝛc. von dem zu dem Bahnbau gekauften Gelände in den Gemarkungen Friedberg, Fauerbach II und Bruchenbrücken loosweiſe an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. 853. Der Ort der Zuſammenkunft iſt in dem Roſenthale bei Friedberg.(be Friedberg den 6. Mai 1847. Der Grßb. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Holz verkauf. (739) Montag den 17. d. M., Vormittags 10 Übr, ſollen aus dem Diſtrikt: Tannen. Remiſe, Kurheſſiſchen Forſtreviers Naumburg, 29 Klafter Erdſtöcke, 5 in der Behauſung des Gaſtwirths Mörſchel zu Erbſtadt verſteigert werden. Windecken am 8. Mai 1847. f Kur fürſtliche Renterei 5 Heinemann. ππι * Privat„Bekanntmachungen. A n e i g e. (718) In dem Hauſe des unterzeichneten Salinebeamten ſind für die Dauer der Curzeit mehrere Zimmer nebſt Küche an Badegäſte, welche fuͤr die Ausmöblirung ſelbſt Sorge tragen wollen, billig zu vermiethen. Salzhauſen am 5. April 1847. i Der Großh. Heſſ. Bergverwalter a Taſche. 3 ur Nachricht. (740) unterzeichneter hat drei gute Claviere zu vermiethen, auch zu verkaufen. Friedberg. Fritſch. Empfehlung. (TAI) Mehrere hundert ſehr ſchöne, ganz moderne Tapetenmuſter, habe ich die Oſter⸗ meſſe erbalten, und empfehle ſolche zur be⸗ liebigen Auswahl um äußerſt billigen Preis. Butzbach im Mai 1847. 2 55 G. Ort h, Sattler. Haus verkauf. 61420 Die große vormals Petzinger'ſche Behauſung zu Langenhain, enthaltend heiz⸗ bare Zimmer, eine Küche mit Sparheerd, zwei Speichern, ſteht ſammt Anbau, in wel⸗ chem mehrere Ställe befindlich ſind, aus der Hand auf den Abbruch zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt.. Friedberg den 1. Mai 1847. 5 Ter a pep III, Hofgerichts⸗ Advokat. Ein gut gehaltenes Clavier (14) iſt zu vermietben. Bei Wem: iſt bei der Expedition d. Bl. zu erfragen. 7 1 Fruchtverkauf. (Jun) Mittwoch den 12. v. M., wo der hleſtge Fruchtmarkt aufs Neue beginnt, werden wir folgende Frucht⸗ und Mehlgattungen zum Verkaufe ausſtellen: ö 1) Waizen,. 2) Roggen, 3) Gerſte, 49 Hafer, a 5) Waizenmehl und 6) Roggenmehl. 5 H. B Grödel Sohn. Literariſche Anzeige. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt wieder angekommen: Der kleine Englaͤnder Ein Hülfs buch für Auswanderer und alle diejenigen, welche ſchnell engliſch lernen wollen. Herausgegeben von 5 Prof. Dr. A. F. Grün. (Preis: 18 kr.) Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Donnerſtag 13 Mai 1847. (Feſt der Himmelfahrt.) Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Bingmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Dingeldey. a 7