E 1 9 en Jar. 184) verrichtet: tſch. durgkirche: . Burglircht: K 3-34 uhr S U D 5 U 1 5— 5 FN 11 —— N * 1 Intelligenz-Olatt ſür die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Helgen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — Amtlicher Theil. Polizeibefehl. Der Polizeibefehl vom 12. Februar 1846, wonach der Ankauf geſunder Kartoffeln zum Brantweinbrennen und überhaupt durch Branntweinbrenner unter Androhung einer in jedem einzeln Falle von dem Käufer zu entrichtenden Strafe von 2 fl. für jedes gekaufte Malter unterſagt iſt, wird unter dem Bemerken eingeſchärft, daß dieſes Verbot inskünftige nicht allein auf geſunde, ſondern auf jede andere, namentlich auch kranke Kartoffeln Anwendung finden ſoll. Die Gr. Bürgermeiſter und Polizeiofficianten ſind hiermit angewieſen, die genaue Beachtung dieſes Verbots ſtrenge zu überwachen und jede Zuwiderhandlung zur Anzeige zu bringen. g Friedberg, Grünberg und Hungen den 6. Februar 1847. Die Gr. Heſſ. Kreisräthe der Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen, Küchler. Ouvrier. Follenius. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Grßh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die in der Stellvertretungsaſſecuranzanſtalt für das Jahr 1846 verſicherten Kriegsdienſtpflichtigen. Wenn ſich unter den nachgenannten, in der Stellver— tretungsaſſecuranzanſtalt für das Jahr 1846 verſicherten Kriegsdienſtpflichtigen, als: Aſſenheim: Ludwig Fröhlich, Bruchenbrücken: Joh. Philipp Michael, Büdesheim: Joh. Heinrich Rück, Butzbach: Jakob Fiſcher, Fauerbach J.: Johannes Oſt⸗ heimer, Conrad Philipps, Fauerbach II.: Joh. Philipp Thomas, Florſtadt: Chriſtian Conrad Müller, Fried— berg: Joh. Wilhelm Bieler, Georg Martin Reuß, Helden⸗ bergen: Johannes Hacker, Kaichen: Heinrich Philipp Strauch, Kirchgöns: Johannes Beppler, Kleinkarben: Peter Beck, Melbach: Johannes Altvater, Muͤnſter: Karl Reineck. Niedermörlen: Joh. Georg Schlitz, Nie— derurſel: Simon Röding, Niederweiſel: Conrad Haub, Mittwoch, den 10. Februar p———— Oppershofen: Alerander Prinz, Petterweil: Gott⸗ fried Coſt, Rodheim: Heinrich Eberhardt, Balthaſer Hof— mann, Georg Wolf, Rödelheim: Iſrael May, Stein⸗ furth: Peter Södler, Vilbel: Adam Hinkel, Wiſſels⸗ heim: Georg Huber. ſolche befinden, welche nach der vorjährigen Muſterung ge ſtorben ſind, oder welche ſeitdem ein Uebel oder Gebrechen erhalten haben, welches ſie augenſcheinlich zum Militär⸗ dienſte untauglich machen würde, oder wenn einer dieſer Fälle bis zum 1. April d. J. bei dem einen oder andern dieſer Leute eintreten ſollte, ſo erwarte ich hierüber unverzuͤgliche Anzeige. Friedberg am 1. Februar 1847. .. Krach, Gr. Kr.⸗ Sert. Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die Vornahme der Feuerviſitationen in den Orken des Kreiſes Friedberg für das Jahr 1847. Unter Bezugnahme auf die fruher gegebenen Vorſchriften in Nro. 42 des Intelligenzblattes von 1835 und Nro. 35 von 1837 weiſe ich Sie an, alsbald für das Jahr 1847 die Feuerviſitationen mit den Feuergeſchwornen vorzunehmen. Binnen ſechs Wochen ſehe ich Vorlage der Prokokolle entgegen. Friedberg am 4. Februar 1847. J. d. Krach, Gr. Kr.⸗Sert. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Rentamts Schotten an die ſaͤmmtl. Gr. Bürgermeiſter dieſes Bezirks. Ohngeachtet früherer Warnung kommt es doch noch vor, daß Gefällepflichtige die an die hieſige Rentamtskaſſe ſchuldige Gelder an die Mahnboten und Domainenboten abgeben, um ſolche hierher zu befordern. Sie wollen darum in Ihren Gemeinden bekannt machen laſſen, daß es den Mahnboten und Domainenboten ver— boten ſei, Gelder einzunehmen, daß ich keine andern Quit— tungen anerkenne, als diejenigen, welche von mir ſelbſt benebſt den dazu gehörenden Scheuern, in Folge ausgeſtellt ſind, und daß darum, wenn Jemand mir Geld zuſchickt, ſolches lediglich auf Gefahr und Koſten der Abſender geſchehe und deßwegen darauf bedacht nehmen ſollen, ſo bald wie möglich die von mir ausgeſtellten Quittungen in Händen zu bekommen. Schotten den 2. Februar 1847. Prät ori us, Wetterauer Sagen. (S. Intelligenzblatt 1844. Nro. 47.) IV. Der Nornborn und der Güldenborn bei Dauernheim.) Zwiſchen dem hohen Berg**) und dem Auwäldchen bei Dauernheim liegt ein Feldgrund, welcher bei dem Volke d'r Nernburren d. i. der Nernboden heißt. Dort iſt d'r Nernborn, wie ihn das Volk nennt.*) Man ſchreibt aber die beiden Namen Nornboden und Norn— born. 1) Das Waſſer des Nornborns iſt dunkel, aber nicht trübe, und von auffallender Kälte. Die Leute trinken nicht daraus; ſie glauben, es ſei gefährlich, Waſſer aus dem Nornborn zu trinken, man kriege das Fieber davon. Nicht gar weit von dem Nornborn, an dem grauen Berge, iſt d'r Gilleborn, Gelleborn, Gealleborn, d. i. der Güldenborn(güldene Born) mit gelblichem Waſſer, welches die Leute ebenfalls nicht trinken. Der Guͤldenborn fließt nicht jedes Jahr, und man ſagt, er ſei oft Jahre lang trocken. Das Volk glaubt, daß er nur in währender Frie— denszeit trocken ſei, und wenn er wieder fließe, ſo bedeute dieß Krieg. V. 5 Der wilden Frau Geſtühls auf dem hohen Berg. Im Walde auf dem hohen Berg bei Dauernheim iſt der wilden Frau Geſtühls. Man nennt ſo eine auf der öſtlichen Bergſeite befindliche Stelle mit einem hervor- ſtehenden Baſalt-Felsſtück, an welche ſich mehrere abwärts *) Zum größten Theile nach gütigen Mittheilungen von Dr. Lorenz Diefenbach, welcher ortskundig iſt. W. ) Im Hohenberg⸗Wald iſt„der wilden Frau Geſtühls“(ſiehe die folgende Sage.) ) Das e in Nern lautet wie ä und wird ſcharf geſprochen. 190 Da das Volk Nern burren und Nernborn ſpricht, ſo bezweifle ich die Richtigkeit der Schreibweiſe Nornboden und Norn born. Denn aus Nern kn wetterauiſcher Mundart kann hochdeutſch weder Norn noch Nörn werden. Was Nern bedeutet, weiß ich nicht; aber es kommt wetterauiſch ein Familienzunahme Nern vor.— Es kommt darauf an, wie jener Boden und Brunnen in alten Urkunden geſchrieben worden ſind. Wer dieß wüßte, thäte wohl, es in dem Intelligenzblatt mitzutheilen. 0 1) Die Brüder Grimm erzählen davon in ihren deutſchen Sagen J. Nr. 166. Vgl. auch Intelligenzbatt 1836. Nr. 9. Ich habe der wilden Frau Geſtühls vor etwa 23 Jahren und ſpäter öfters be⸗ ſucht, und Landleute haben mir das Obige zum Theil erzählt.— Uebrigens iſt Geſtühls, eigentlich Geſtoils in wetterauer Mund⸗ art, ſo viel als die Mehrzahl„Geſtühle.“ W. 46 K. umher liegende kleinere Steine ungefähr in einer Rundung anſchließen. Jenes große Felsſtück hat auf der obern Flache drei Vertiefungen zu drei Sitzen für drei Menſchen, und neben jedem dieſer Sitze bemerkt man Eindrücke von den Ballen der Hände, dann unten an dem Felsſtücke Eindrücke, welche ſo ausſehen, wie wenn ſie von Ferſen herrührten. Die kleineren Steine ſcheinen ebenfalls zu Sitzen gedient zu haben und heißen der Feuerherd. Die Leute ſagen, mitten in der Rundung zwiſchen den kleineren Steinen und dem großen Felsſtücke habe früher ein ſteinerner, aus Einem Sück beſtehender Tiſch geſtanden, welcher aber ſchon vor langer Zeit nach Bingenheim unter die Linden vor dem Rathhauſe gebracht worden ſei, wo man um ihn unter freiem Himmel Gericht gehalten habe. Von der wilden Frau Ge⸗ ſtuͤhls geht die Sage, es hatten ſich hier in alter Zeit drei wilde, in Felle gekleidete Menſchen aufgehalten: ein Mann, eine Frau und ein Kind und die drei Sitze auf dem großen Felsſtücke ſeien noch Eindrücke, wo ſie geſeſſen. Die Ein⸗ wohner Dauernheims aber hatten Jagd auf dieſe Wilden ge⸗ macht. Der Mann ſei entkommen, dagegen Frau und Kind ſeien gefangen worden. Was indeſſen aus dieſen beiden geworden, hat die Sage nicht weiter aufbewahrt. Nach einer Mittheilung des Pfarrers M. Joh. Draud zu Dauern⸗ heim“) vom Jahre 1653 wären im Sommer 1604 zu ver⸗ ſchiedenmalen bei hellem Tage an der wilden Frau Geſtühls drei weiße Geſtalten geſehen worden. a 6˙%0) Siehe Joh. Juſt. Winkelmanns Beſchreibung der Fürſtenthümer Heſſen und Hersfeld S. 184. 8 8 e Berichtigung. Wiewohl dem Muſikverein zu Grünberg der Vorzug, ſchon als älteſter Verein, gehört, ſo ſoll und muß es den⸗ noch bei dem Reſultate der Verlooſung zur Abhaltung der wetterauiſchen Muſikfeſte, welche einſtimmig als Entſcheidung angenommen wurde, bleiben. Die Verlooſung hat aber nicht(wie Einſender des Artikels in Nr. 9 des Int.⸗Bl. irrthümlich angibt) der Reihenfolge nach fur Butzbach, Grünberg, Lich und Friedberg entſchieden, ſondern es entſchied für Butzbach, Lich, Grünberg und Friedberg. Die Richtigkeit dieſes wird wohl ein Jed er, welcher bei der Verlooſung zugegen war, bezeugen können. Dies zur erläuternden Nachricht. Ein Mitglied des wetterauiſchen Muſikvereins. Geſin de ⸗ Prämien. Die verehrlichen Mitglieder des hieſigen Hülfsvereins erlauben ſich das unterzeichnete, dazu beauftragte Ausſchußmitglied andurch zu erinnern, daß die Zeit zur ſtatutenmäßigen Vertheilung der Geſindeprämien wie⸗ derum herannaht. Dienſtherrſchaften, welche ſolche für ihre Dienſt⸗ boten in Anſpruch zu nehmen geſonnen find, müſſen entweder jenem Ver⸗ eine ſeit mindenſtes zwei Jahren als Mitglied angehören, oder doch zu ſeiner Kaſſe bereits eine Beitragsſumme von 8 fl. eingezahlt; Dienſtboten dagegen, für welche die Prämie nachgeſucht wird, müſſen bei einem Mitgliede des Hülfsvereins wenigſtens fünf Jahre lang ohne Unterbrechung treu und redlich gedient haben. Friedberg den 8. Februar 1847. Dr. Sell. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a ι f νινν Immobilien⸗Verſteigerung. (126) Donnerſtag den 11. Februar l. J., Morgens 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Adam Rauſchiſche Wohn- und Backhaus, eingelegten Nachgebots, ſowie 3 Viertel Acker⸗ land im Großgalgenfeld, in hieſiger Gemarkung liegend, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Sollten ſich zum Wohn- und Backhaus keine Liebhaber einfinden, ſo ſoll daſſelbe aus der Hand verpachtet werden. Friedberg am 4. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Edictalla dung. (142) Jobannes Rühl und deſſen Ebefrau Katharine, geb. Hofmann, zu Ulrichſtein haben ihr Immobiliar⸗Vermögen unter ihre Söhne getheilt. Beim Mangel vollſtändiger Erwerbs⸗ urkunden werden Diejenigen, welche an dieſe Immobilien, worüber Grundbuchsauszug offen liegt, Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche An⸗ ſprüche bilden zu können vermeinen, aufge⸗ fordert, ſolche binnen vier Wochen, von heute dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Theilzettel beſtätigt werden. Ulrichſtein den 4. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. en der. er Rundung *. ern Flache den, und at von de on den 8 Ludrücke, Herrührten. f gedient zu en, mitten ind dem zus Einem er ſchon vor 1 vor dem Unter freiem Frau Ge⸗ drei wilde, n, eine dem großen Die Ein⸗ Wilden ge⸗ u und Kind eſen beiden 89 0 der Vorzug, auß es ben⸗ * r Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahen. Verſteigerung von Bauarbeiten. (143) Montag den 15. d. M., Vormittags um 10 Uhr, ſollen in dem Gaſthaus„zum prinzen Carl“ dahier, die zur Erbauung der nachgenannten Uebergangswerke erforderlichen Arbeiten und Materiallieferungen, nämlich: J. Zur Flutbbrucke nördlich der Ladenburg. 5 b 19 Maurerarbeit und Steinhauerarbeit ohne Materialien, veranſchlagt zu fl. 2168. 42 kr. 2) Zimmerarbeit. 9. f 3) Lieferung von 3 Kubikklaftern Sand II. Zu dem Viadukt über den Auweg in der Gemarkung Lollar— 19 Maurerarbeit und Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 5 2) Zimmerarbeite.„ K 3) Lieferung von 5,8 Kubikklaftern Sand III. Zu einer Brücke über die Lumda in der Gemarkung Lollar. 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, veranſchlagt zun. 8 2 8 2) Zimmerarbeit„ 8 3) Lieferung von 8 Kubikklaͤftern Sand „ 304. 01„ 7. 36.—„ fl. 2689. 45 kr. „ 402. 03% „ 69. 36. fl. 11278. 06 kr. 885. 15„ * 5*. 17 0 5 57 96.—„ IV. Zu einer Schlupfdohle bei Lollar. 19 Maurer- und Steinhauerarbeit-veranſchlagt zu. f 0 l fl. 872. 27 kr. 2) Lieferung von 1% Kubikklaftern Sand. 1 2 5 5 0„ 21.— V. Zu einem Viadukt bei Lollar. 19 Maurer- und Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 2) Lieferung von 4 Kubikklaftern Sand ****—— 1 VI. Zu einer Flutborucke in das alte Labnbett bei Ruttershauſen. 1 Maurer- Rund Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu f 2) Zimmerarbeit ) Lieferung von 2¼ Kubirkklaftern Sand 1. Viadukt über den Vizinalweg von Ruttersh VII. Zu einem Kirchberg. 19 Maurer- Rund Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 2) Lieferung von 5 Kubikklaftern Sand VIII. Zu drei Durchläſſen in der Gemarkung Stauffenberg. 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 5 2) Lieferung von 1,2 Kubikklaftern Sand fl. 1688. 46 kr. „ 248. 537 9. auſen nach fl. 591. 52 kr. „ 14. 24% IX. Zu einer Brücke uber die Tiefenbach in der Gemarkung Friedelhauſen. 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, veran 2) Lieferung von 2 Kubikklaftern Sand X. Brücke äber die Lückenbach. 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 2) Zimmerarbeit. „ 3) Lieferung von 37 Kubikklaftern Sand.. öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. ſchlagt zu fl. 1475. 48 kr. „„. 7. 16.—„ fl. 9129. 47 kr. 381. 16% „ 888.—„ * 5** 77 Indem man dieſes hierdurch zur öffentlichen Kenntnib bringt, wird bemerkt, daß Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungsbedingungen, vom 10. d. M. an, auf dem Bureau des Unter— zeichneten zur Einſicht bereit liegen. Gießen den 3. Februar 1847. Der Großh. Sections Ingenieur der Section Gieſſen L. Lindt. Oeffentliche Aufforderung. (119) Die Johann Conrad Gatzert's Ehe leute zu Oſtheim entliehen am 8. Mai 1840 von Pachter Balthaſar Weber, damals auch zu Oſtheim, ein Capital von 480 fl. gegen gericht⸗ liche Schuld. und Pfandverſchreibung. Es ſoll dieſes Darlehen abgetragen werden; die Erben des inzwiſchen verſtorbenen Darleihers erklä— ren ſich jedoch außer Stand, die Schuldurkunde vorzulegen, und verſichern, daß ſie ihnen ent⸗ kommen ſei. Auf deren Anſtehen werden die Beſitzer der benannten Schuld- und Pfandverſchreibung, ſowie Alle, welche etwa aus Ceſſion oder aus irgend anderem Rechtsgrund Anſprüche an dieſelbe bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, um ſo gewiſſer von heute an binnen 8 Wochen ihre Anſprüche dahier an— zugeben und zu begründen, als ſonſt die erwähnte Schuldurkunde fur erloſchen erachtet und der bezügliche Eintrag in den Hypotheken— Büchern außer Wirkſamkeit geſetzt wird. Butzbach den 20. Januar 1847. a Großh. Heſſ. Landgericht. Mosler. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 114 Montag den 15. d. M., Nachmittags 3 Uhr, werden die zur Umbauung der Staats- Araße vorkommenden Arbeiten bei Erbauung eines Viaducts nördlich von Niederwöllſtadt, im Ganzen veranſchl. zu 799 fl. 24 kr. unter den bei der Verſteigerung bekannt ge— nacht werdenden Bedingungen an Ort und Stelle an die Wenigſtnehmenden öffentlich in Akkord gegeben. Friedberg den 6. Februar 1847. Der Großh. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Oo chgeſand. Edietalladung. (145) Cigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſpruche an das den Caspar Schneider Zers Eheleuten in Köddingen zwangsweiſe verkaufte Grundſtück 5 33 112% 1/54 173 UKlftr. Acker und Wieſe auf der Bergwieſe, ſind binnen vier Wochen ſogewiß dahler an— zuzeigen, widrigenfalls der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulrichſtein am 2. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Zimmermann. Ba u⸗, Werk⸗ und Nutzholz⸗ Verſteigerung. (1460) Montag den 15. Februar, ſollen im Revier Niederohmen, Forſt's Burggemünden, Diſtrikt Mühlberg, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigt werden: 340 Stück eichen Bau und Werkholzſtaͤmme, von 7217 Cubik fuß, 33 Stück eichen Stangen zu Deichſeln 105 von 68 Cubikfuß, 29 Stück buchen Stangen zu Deichſeln ꝛc., von 50 Cubikfuß, 27 Stück eichen Pflugsrehe, von 38,07 Cubik fuß, 3 Stück eichen Wagenwellen, von 2,85 Cu⸗ bikfuß,. 3 Stück Pflugswellen, von 0,84 Cubikfuß, Der Anfang iſt des Morgens um 9 Uhr, auf dem Fußpfad von Niederohmen nach Burg⸗ gemünden, wo derſelbe in den Wald führt. Gegen Buͤrgſcheine wird Zahlungsfriſt bis zum 1. Okt. d. J. geſtattet. Merlau den 3. Februar 1847. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Niederohmen kan k. Verſteigerung. (147) Dienſtag den 15. l. M., Morgens um 11 Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe das Anliefern und Anfahren der zum dießjährigen Pflaſterbau nöthigen Baſaltſteinen aus den Brüchen in der Gemarkung Fauerbach, beſtehend in 8 Klafter, ſowie das Anliefern der nötbigen Pflocke für 1847, öffentlich wenigſtnebmend verſteigert. Friedberg am 6. Februar 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung mehrerer Gebäude auf den Abbruch in der Stadt Lich. (148) Mittwoch den 17. d. M., Nachmit, tags um m Ubr, ſollen an Ort und Stelle in Lich diejenigen Gebäude, welche durch die Erbauung eines neuen Ratbhauſes daſelbſt entfernt werden müſſen, beſtehend in 1) einem Zſtöckigen Wobnhauſe, von Holz erbaut, mit einem Ziegeldach überdeckt, 34 Fuß lang, 38 Fuß tlef, f 2) einem 2ſtöckigen Stallbau, desgl. 25 Fuß lang, 18 Fuß tief, 3) einer 2 Stock hohen Scheuer, desgl. 18 ½ Fuß breit, 27 Fuß lang, a 4) einem 2 Stock hohen Wobnhauſe von Holz erbaut mit Ziegeldach, 25 Fuß lang, 28 Fuß tief, und 5) einem 2 Stock boben Stallbau, von Holz erbaut, mit Ziegeldach, 25 Fuß lang, 15 Fuß breit, mit Allem was daran wand,, band,, nied. u. nagelfeſt iſt. unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Lich den 4. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Vogt. Holz- Verſteigerung. (149) Nächſten Freitag den 12. d. M., Vor⸗ mittas 9 Ubr, ſollen im hieſigen Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Nächſtenwald, 136 Stämme oder 6094 Cubikfuß eichen Stamm- und Werkbolz, 51½ Stecken eichen Stockholz, öffentlich au die Meiſtbietenden verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 6. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Kſo ſt. Bekanntmachung. (150) Am 2. d. Mts. wurde im bieſigen Buſchwald ein von der Nidda ausgetriebenes Stück kannen Holz von 11 Fuß Länge und circa 1½ Fuß Sicke, aufgefunden. Der Eigen⸗ thümer kann ſolches dahlec, gegen Vergütung der Inſeratgebühren in Empfang nebmen laſſen. Niederwöllſtadt den 5. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ko ſt Verſteigerung von Bau- u. Werkholz. (1510 Freitag den 12. Febr. d. J. ſollen im Revier Arnsburg 63 Stamme eichen Bau- und Werkholz von 8 bis 24 Zoll, 8 Stämme kiefern Baus und Werkholz von 12 bis 15 Zoll und 40 Stämme buchen Bau- und Werkholz von 15 bis 22 Zoll Duürchmeſſer verſteigert werden. Der Anfang iſt Morgens 9 Uhr in der Seif gegen Kolnhauſen. Arnsburg den 4. Februar 1847. Gräfl. Solmſ. Rentamt Fabricius. Holz⸗Verſteigerung. (182) Donnerſtag den 11. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeinde⸗ Jimmetwald folgende Holzſortimente öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, als: 1) 58 Stecken buchen Scheitholz, 7„ Prügelholz, 3 2„ Stockholz, 4) 650 buchen Wellen, 5) 10 D Mutz⸗ u. Werkbolzſtaͤmme. Ilbenſtadt am 6. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dickenberger. A Privat⸗ Bekanntmachungen. Faſſelochs⸗-Verkauf. (1530 Cin dreijähriger dunkelrother Faſſelochs/ welcher zur Zucht noch vorzüglich gut iſt, und für deſſen Treue oder ſonſtige Fehler garan— tirt wird, hat zu verkaufen Georg Heinr. Stork II., Oberroßbach. Schellfiſche, Stockfiſche, Lap⸗ perdan und Buͤckinge (110) billiisſt zu haben bei. Materialiſt H. Hahn. Friedberg im Februar 1847. Weinverſteigerung zu Gießen. (1800 Freitag den 12. Febr. und die darauf folgenden Tage, Vormittags 9 Uhr und Nach⸗ mittags ½3 Uhr, werden nachbenannte gut gehaltene Weine, als: 0 Deidesheimer, Rüdesheimer, Laubenheimer u. ſ. w., von den Jahrgängen 1827, 1834, 1840, 1841, 1842, 1844 und 1845, im Ganzen ca. 130 Ohm, 5 im Geſchäftslokal der Herren B. Seipp u. Gebrüder Asmus dadier, abtheilungs⸗ halber meiſtbietend verſteigert und die Proben an den Fäſſern gegeben. Auch werden darauf folgend ga. 80 leere Stückfaß, nebſt einer Parthie Zulaſt⸗ und kleineren Fäſſern der Verſteigerung ausgeſetzt werden. Gießen den 3. Februar 1847. In Auftrag Dr. Sundheim. Ball ⸗ Anzeige. (135) Dienſtag den 16. Februar findet der zweite Caſinoball ſtatt. Friedberg, den 8. Februar 1847. Der Vorſtand. Mobilien⸗Verſteigerung. (156) Montag den 15. Febr., Morgens 9 Uhr, will der Unterzeichnete ſeine Mobflien, als: 6 Wirthstiſche, Bänke und Stühle, Beltſtellen, Kommode und Kleiderſchränke, eine Obſtkelter mit Mahltrog, eine Anzahl Fäſſer und ſon⸗ ſtige Geräthſchaften verſteigern laſſen. Holzhauſen den 5. Februar 1847. Valentin Kitz. „ 48* Abendunterhaltung (18˙7) der Turngemeinde findet nächſten Sonntag den 14. Febr. im Gerlach'ſchen Saale, Abend 7 Uhr, ſtatt, und ſind ſämmtliche Mit⸗ glieder nebſt ihren Familienangehörigen zur geneigten Theilnahme eingeladen. Friedberg. Der Vorſtand. Ein Logis, (158) welches ſogleich bezogen werden kann, iſt fur eine einzelne Perſon oder eine kleine Familie zu vermiethen bei K. H. Friedrich, nächſt der Poſt. Zugelaufener Jagdhund. (19) Donnerſtag den 4. Febr. iſt mir ein brauner Jagdhund mit weißer Bruſt und vier weißen Pfoten zugelaufen. Der Eigentbümer kann denſelben gegen Erſtattung der Inſerat⸗ gebübren und des Futtergeldes bei mir in Empfang nehmen. Bönſtadt. Martin, Wagner. Berliniſche Lebens-Verſicherungs— Geſellſchaft. (1600 Die Berliniſche Lebens-Verſi⸗ cherungs⸗Geſellſchaft iſt auch im vergan⸗ genen Jahre in ihrem Verſicherungs-Geſchäfte wachſend fortgeſchritten, wenn gleich auch ihr, wie ſo vielen andern Unternehmungen, die all⸗ gemeine Noth der Zeit fühlbar geworden iſt, in⸗ dem weniger Anmeldungen einliefen, mehr Per⸗ ſonen aus der Verſicherung ſchieden, und mehr Todesfälle ſie betroſſen haben, als in den frü⸗ heren Jahren.— Die nachſtehenden Angaben dienen zum Beleg dafür: Das Jahr 1845 ſchloß mit 5817, mit der Summe von Sechs Millionen, 884,200 Thalern verſicherten Perſonen. Rechnet man hierzu die im Jahre 1846 anf⸗ genommenen 544 Perſonen, verſichert mit 663900 Thalern, und zieht die im Laufe deſſelben ver⸗ ſtorbenen und ausgeſchiedenen Perſonen und deren Verſicherungs⸗Kapital ab, ſo ſtellt ſich am Schluſſe 1846 der Beſtand auf 6120 Per ſonen, verſichert mit Sieben Millionen, 224200 Thalern.— Die Todesfälle belaufen ſich auf 12⁴ Perſonen, verſichert mit 128,100 Thalern, und überſteigen das Jahr 1845 an Kopfzahl um 32 Perſonen und an eingebüßtem verſicher⸗ ten Kapital um 37,900 Thaler. Hat ſich nun gleich das Jahr 1846 gegen die Jahre 1844 und 1845 weniger ergiebig bewie⸗ ſen, ſo verſpricht es doch immer noch einen günstigen Abſchluß. Die für das Jahr 1842 zu erklärende Divi⸗ dende wird nach Abhaltung der diesjährigen General⸗Verſammlung bekannt gemacht werden. Zur ferneren Theilnahme an der Geſellſchaft lade ich ein geehrtes Publicum ein, zugleich be⸗ merkend, daß Geſchäfts-Programme und An⸗ trags⸗Formulare von den Herrn Agenten der Geſellſchaft, ſo wie von dem Unterzeichneten, im Geſchäfts⸗Büreau, Spandauer⸗Straße Nr. 29., und vom 1. April d. J. ab im Geſellſchafts⸗ Hauſe an der Spandauer Brücke Nr. 8. bercit⸗ willigſt und unentgeldlich verabfolgt werden. Berlin, den 30. Januar 1847. Lobeck, General⸗Agent. Vorſtehende Bekanntmachung bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, mit dem er⸗ gebenen Bemerken, daß Geſchäfts⸗Progame bei mir unentgeldlich abgegebeu werden. Friedberg den 6. Februar 1847. G. F. Nau, Agent der Berliniſchen Eine Scheuer, (161) 46 Fuß lang und 35 Fuß breit, ſteht auf den Abbruch zu verkaufen bei Friedrich Schuktheiß in Altenſtadt. Literariſche Anzeige. Bedeutende Preisherabſetzung wegen 8 Concurrenz! 5 (162) Bei unterzeichnetem iſt erſchienen und durch C. Bindernagel in Friedbberg zu beziehen: Louis Blanc's Geſchichte der zehn Jahre 1350— 1840. Aus dem Franzöſiſchem überſetzt von L. Buhl. Vollſtändig in 5 Bänden, Schiller ⸗Format, elegant in Umſchlag geheftet. Früherer Preis: 7 fl. 30 kr. Jetziger Preis nur 1 fl. 48 kr. Der Unterzeichnete ſieht ſich durch das Erſcheinen einer ſ. g. billigen, aber ſehr un⸗ vollſtändigen Ausgabe, welche bei Herrn G. André in Offenbach erſcheint, veranlaßt, die obige, bei ihm erſchienene Ausgabe dieſes unüberkroffenen Werkes, überſetzt von dem rühmlichſt bekannten Publiciſten L. Buhl, von 7 fl. 30 kr. auf 1 fl. 45 kr. zu ermäßi⸗ gen.— Daß in dieſem ausgezeichneten Werke Alles von hohem Intereſſe iſt, und nicht blos der bei Herrn André in Offenbach in Heften erſcheinende unvollkommene Auszug braucht wobl nicht erſt geſagt zu werden. Dieſer Auszug ſoll in 12— 15 Lieferungen, jede 2 Bogen ſtark, erſcheinen. Das vollſtändige Werk wuͤrde alſg ungefähr 30 Bogen um⸗ faſſen. Dieſe 30 Bogen von kleinem Format enthalten aber nicht mehr, als 16 Bogen mei⸗ ner Ausgabe in dem beliebten Schillerformat⸗ Dieſe nun, 5 Bände umfaſſend, be⸗ ſteht aus 110 Bogen und koſtet jetzt nur 15 kr. mehr, als die Offenbacher Aus- abe. Es erhellet aus dieſer Anzeige wohl zur Genüge, was man von dem ſ. g. Offenba⸗ cher Auszuge zu erwarten hat, und welcher Ausgabe der Vorzug gebührt. Wilh. Hermes, Buchhändler in Berlin. Unterzeichneter bemerkt noch, daß für ihn bereits eine Anzahl dieſes Werkes unterwegs iſt und ſieht gefaͤlligen Beſtellungen entgegen. — Es ſteht zu erwarten, daß dieſe(Berliner) Ausgabe bald vergriffen ſein wird und wäre es alſo im Intereſſe derjenigen, welche ſich dies vollſtändige Werk anſchaffen wollen, wenn ſie mir ihre Beſtellungen baldigſt einſendeten. C. Bindernagel, Buchhändler in Friedberg. (163) In G. F. Heyer's Verlag in Gieſ⸗ 0 ſen iſt erſchienen und in allen Buchhandlun⸗ gen, in Friedberg bei C. Bindernagel, vorräthig: Ein offener Brief aus Ober⸗ heſſen nach Rheinheſſen in Betreff der neuen Civilgeſetzgebung des Großherzogthums Heſſen. Geſchrieben am 1. Januar 1847. Preis 9 kr. od. 2½ Sgr. — Lebens⸗Verſicherungs-Geſellſchaft. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg, 8