AD u kert deren Ver. ter 1847. Cala, Seſelſchſt tic t. un dem publikun tres 2 7. lrelener Dinder niz Tbata- Einpeihun e Lis Sto e. b b. Bl. unter 1784 and darm wider Ntwirtz Trabant. g e. berzeichneten ſtehen Aepfelſtämme Nazete Ver⸗ af ftankirte Anfragen 1 dle, Sützſenmacher. * 1 en⸗Fabril, en in Boudutf⸗ K. dete ic in rein „ wet ich Af d Erinnerung true, tattige Blumen auf 1 pe, Schuhmacher Heß 1 Netzzergaſe. tus. welche bei meing cigett baden, work e an mich 10 2 eilipei'- Bl, c 1 1 enden Marlin teamenten— „ Gütern ker 2 1 ken Unlenach, unte ll, 116 Nüller. „Eſcbahn. erzens 10 he ie peintic 1 806 ö—— erden. 6 ain Toge bol 5 en wei. an fer leichtelen 1 Uuterle 2 bel 14ſt. a 1 b 4 15 4 1 gegeben * 3 „ Intelligenz-OGlatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Die Einführung der Waagen auf den Fruchtmärkten und die Beſtellung von Fruchtmitterern. Auf den Grund der geforderten Gutachten in obigem Betreffe hat Gr. Miniſterium des Innern und der Juſtiz folgende Entſchließung ertheilt: 1) in allen den Orten, wo die Gemeinde-Vorſtände es wünſchen, ſind Fruchtmitterer zu beſtellen und bezüglich derjenigen Orte, wo dergleichen ſchon beſtehen, zu belaſſen. Die Ernennung derſelben iſt unter dem Anhange den Bürgermeiſtern überlaſſen, daß die Beſtätigung von der vor— geſetzten Regierungsbehörde einzuholen ſei. 2) Der zu beſtellende Mitterer darf kein Frucht-Mäk⸗ ler ſein. 3) Das Geſchäft des Meſſens iſt den Mitterern nicht ausſchließlich zu übertragen, vielmehr iſt deren Gebrauch der Uebereinkunft der Verkäufer und Käufer anheim zu geben. 4) Für das Meſſen der Mitterer iſt eine gewiſſe billige Gebühr nach Anhörung der Ortsvorſtände zu beſtimmen. Indem ich Ihnen dieſe hoͤchſten Vorſchriften zur Be— achtung mittheile, ſehe ich da, wo die Gemeinde-Vorſtände die Anſtellung von Mitterern wünſchen, den von Ihnen nach Satz 1—4 zu machenden Vorlagen binnen 3 Wochen entgegen. Friedberg den 29. Oktober 1847. Küchler. Localſection des Gr. Heſſ. Gewerbvereins fuͤr Friedberg und die Umgegend. Die hieſige Localſection des Gewerbvereins hat die Errichtung einer Handwerkszeichenſchule beſchloſſen. Es iſt von Intereſſe, daß jeder dabei Betheiligte ſeine Anſicht des⸗ halb mittheile. Zu dem Ende werden ſämmtliche Meiſter aller Gewerbe in hieſiger Stadt zu einer Beredung über dieſen Gegenſtand auf. Sonnabend, den 6. November Montag den 8. 67 M., Abends 7½ Uhr, in das Sitzungslocal im Gaſthauſe zum ſteinernen Hauſe eingeladen. Bei der hohen Wichtigkeit des Gegenſtandes, der dringend jedem Meiſter ans Herz gelegt wird, darf wohl auf eine zahlreiche Verſammlung gerechnet werden. Friedberg den 2. November 1847. Der Vorſtand L ö w. Büdingen im September.“) Es iſt eine erfreuliche Erſcheinung, wenn das eifrige Beſtreben der Beamten, für das Wohl ihrer Bezirke in jeder Beziehung kräftig zu wirken, auch dankbare Anerken⸗ nung der Bezirksangehörigen findet, denn nur in gegenſei— tigem Vertrauen läßt ſich das Gute und Gemeinnützige wahrhaft fördern. Wir hatten im verfloſſenen Monate hiervon einen erfreulichen Beweis. Seit mehreren Jahren verſah der Gr. Hofgerichtsſecre— tariats-Acceſſiſt Herr von Zangen die Functionen eines Kreisſecretärs in hieſigem Kreiſe und erwarb ſich durch ſein allgemeines Benehmen ſowohl, als durch ſeinen beſonderen Eifer für Förderung der Landwirthſchaft, Verbeſſerung der Gemeindeguͤter, thaͤtige Sorgfalt für das Wohl der Aus— wanderer ꝛc. überall Achtung und Vertrauen. Dieß ſprach ſich denn auch bei ſeinem Abgehen auf die ihm nun über— tragene Stelle eines Kreisſecretärs zu Grunberg in mehr— facher Weiſe in öffentlicher Anerkennung auf's ehrenvollſte aus. Der Stadtvorſtand von Büdingen gab nämlich kurz vor ſeinem Scheiden ihm zu Ehren ein ſolennes Nachteſſen und überreichte ihm hierbei ein anerkennendes Schreiben, und einige Tage ſpäter verſammelten ſich viele ſeiner Freunde, ein großer Theil der Mitglieder des landwirthſchaftlichen Bezirksvereins, bei welchem Herr von Zangen die Stelle eines erſten Secretärs bekleidete, ſowie die Bürgermeiſter der Landgemeinden des Kreiſes im Gaſthauſe zum Fuͤrſten⸗ hof, um den Scheidenden noch einmal zu begrüßen und ihm ihr Lebewohl zu ſagen. Bei dieſer Gelegenheit übergaben ihm zwei der Gr. Bürgermeiſter im Namen ſämmtlicher zum Andenken und ) Dieſes Schreiben iſt uns erſt vor wenig Tagen von Büdingen zu⸗ geſandt worden. 1 Die Red. „ 372 zum Zeichen ihrer Liebe und Verehrung eine ſchöne Stand⸗ uhr und ein Schreiben, worin ſie ihre Gefühle gegen ihn ausſprachen. Wir können ſeinem neuen Bezirke nur Glück wünſchen zur Erwerbung eines ſo tüchtigen Beamten und wünſchen dieſem ſelbſt beim Scheiden von ganzem Herzen alles Gute in ſeinem nunmehrigen Wirkungskreiſe! Pädagogiſche Bilder oder die moderne Erziehung in der Familie und Kleinkinderſchule, in der Rähe und Ferne betrachtet von J. Fölſing und C. F. Lauckhard, 1847. i Eltern und Erziehern, denen das Wohl der ihnen anvertrauten Kinder wahrhaft am Herzen liegt, machen wir auf vorſtehendes Büchlein aufmerkſam. Es enthält vie les Gute. Die„Bilder“ ſind ſo treu nach dem Leben ge— ſchildert, daß manche Eltern, wenn ſie gegen ſich aufrichtig ſind, ihr eignes Bild darin finden und einſehen werden, wie ſie in vielerlei Hinſicht in der Erziehung ihrer Lieblinge fehlen und Manches anders angreifen oder mehr auf ſich ſelbſt acht haben müſſen, denn das Beiſpiel gilt mehr, als Worte. Zu bedauern iſt nur, daß der verhältnißmaßig etwas hohe Preis(54 kr.) viele unbemittelte Eltern abhal⸗ ten wird, das Büchlein zu kaufen, waͤhrend unter dieſen im Allgemeinen mehr zu finden ſind, welchen die Erziehung ihrer Kinder am Herzen liegt als unter den Wohlhaben⸗ deren. Das Büchlein ſollte höchſtens 30 kr. koſten.— Eins der Bilder wollen wir hier zur Probe mittheilen, hoffend, daß es für Manchen Veranlaſſung werde, ſich daſſelbe an⸗ zukaufen. Vater, Mutter, Kind. Wer es geſehen hätte, wie das arme achtjährige Bau⸗ ernkind in ſeinem verwaſchenen Kleidchen, mit dem Bündel⸗ chen unter dem Arme, aus der großen geräuſchvollen Stadt, für immer ſeinem ſtillen Dorfe wieder zuwanderte; der hätte ein tiefes Mitleid mit dem Kinde gefühlt. Die Sonne ſtand ſchon tief, und die Heimath lag noch vier gute Stunden entfernt. Aber es war doch ein Glück für die arme Lisbeth, daß ſie wieder nach Hauſe kam. Das mochte ſie ſelbſt fühlen; denn ſie hatte ihre Thränen, ſobald ihr die Stadt hinter dem Hügel verſchwunden war, ge⸗ trocknet; ihre Blicke wurden heller, ihr Geſicht heiterer, ihr Gang raſcher und freudiger. Sie haben mich doch nicht lieb gehabt, dachte ſie, die reichen fremden Stadtleute, wenn ſie auch ſagten, ich ſolle ihr Kind ſein. Daheim iſt es beſ— ſer. Dort habe ich einen Vater, eine Mutter und einen lieben Bruder. Dort heiße ich auch wieder Lisbeth, und nicht Eliſabeth, wie ſie mich umgetauft hatten. Die Leute haben keinen Frieden im Hauſe; daheim iſt's doch viel ſchöner. Die erwähnten Stadtleute hatten keine Kinder und nahmen die Lisbeth als Kind ins Haus. Sie zogen ihr ſchöne Kleider an und ſchickten ſie in eine gute Schule. Das Kind aber blieb immer ſcheu und blöd. Bald wurde es vom Pflegevater, bald von der Pflegemutter abwechſelnd gehätſchelt oder geſcholten. Bald ſagte der Vater: Eliſabeth, nicht wahr, Du wirſt einmal, wenn ich alt und krank bin, meine Pflegerin? Bald ſagte die Mutter nicht wahr, Du haſt mich lieber, als ihn?— Das Kind aber gab auf ſolche Fragen keine Antwort, oder es blieb, wie die Pflegeeltern ſich ausdrückten, ſo ſtumm und fühllos, wie ein Stock. In ſtiller Nacht indeß hätte man oft hören können, wie das Kind in ſeinem Bettchen weinte und leiſe klagte, daß es weder Vater noch Mutter mehr habe und daß ſie es nicht mehr aushalten könnte bei dieſen Leuten, welche ewig in Zank und Streit mit einander lebten. Wo der Mann ſeine Frau ärgern und kränken konnte, da unterließ er's gewiß nicht, und wo ſie ihm einen Tort anzuthun vermochte, da verſäumte ſie keine Gelegenheit. Eines Tages hatte der Mann es gar zu arg gemacht und war ſcheltend und dro— hend aus dem Hauſe gegangen. Die Frau ließ ſofort ihren Zorn an dem armen Pflegkinde aus. Sie nahm ihm alle ſchönen Kleider und Geſchenke, zog ihm die ländlichen Klei— der an, packte die paar Fetzen und Lappen, welche das Kind mitgebracht hatte, in einen Bündel zuſammen und trieb es aus dem Hauſe. Ich hab' Deiner Eliſabeth, ſagte ſie zum heimkehrenden Gatten, erlaubt, nach Hauſe auf die Kirmes zu gehen. Und dieſes that die ſchöne, blaſſe Frau? mit welcher die Nachbarn ſo viel Mitleid haben, weil ſie ſo unglücklich mit ihrem Manne lebt? fragſt Du. Ja, dieſelbe, böſe, herzloſe Frau, lieber Leſer. Sie hat keine Kinder, und kennt die Mutterliebe nicht; ihr Mann kennt das Glück des Familienlebens nicht. Ein anderes Bild. Siehſt du den Gefchäftsmann, der, wenn er kaum ſein Tagewerk gethan, in's Wirthshaus eilt und erſt ſpät in der Nacht nach Hauſe kommt? Du glaubſt vielleicht, ſeine arme Frau ſitzt unterdeſſen zu Hauſe bei den Kindern in ſtillem Schmerze, wie dieß wohl hundert— mal in andern Häuſern vorkommt. Nein ſie hält ſich ſchad— los für die Selbſtſucht ihres Mannes. Die Kinder ſind bei der Magd, welche ſie zu Bette bringt. Die Mutter ſitzt in der Nachbarſchaft, bei andern Frauen, oder hält ſelbſt Viſite im Beſuchzimmer, wohin kein Laut der Kinder drin- gen darf; bei ſchwerer Strafe! Das iſt ein erbauliches Familienleben! Aber die Kinder? Nun, die gedeihen, außer den zwei geſtorbenen ganz leidlich. Wie es in ihren Herzen ausſehen mag, daß kann ich nicht ſagen; wohl nicht beſſer als in dem Vater- und Mutterherzen. Verdienen aber ſolche Eltern das Glück, Kinder zu haben? Welch ein ſchönes Bild iſt eine chriſtliche Familie! Ein fleißiger, liebevoller Vater, ſtreng, ruhig, feſt und be⸗ ſonnen eine ſanfte, fromme, kluge Mutter; wohl geartete Kinder, feurige Buben, liebliche Mädchen— welch ein Bild! Die Familie iſt der Heerd der Erziehung. Denn die Kleinen arten ſich nicht nach den Worten und Lehren, ſon⸗ dern nach dem Bilde und Beiſpiele, das ſie täglich an Vater und Mutter vor Augen haben. Wenn die Eltern nachläſſig, unordentlich, zankſüͤchtig, leidenſchaftlich, rückſichtslos und abſprechend ſind; muͤſſen die Kinder nicht ebenſo werden? Iſt man aber zu Hauſe ſtreng, ordentlich, gewiſſenhaft, red— lich; urtheilt man ſchonend und liebevoll uͤber fremde Fehler; ſo kann es nicht ausbleiben, daß die Kinder ſich unbewußt dem Muſter der Eltern nachbilden werden. Man hört oft: dieſes Kind ſchlägt ganz ſeinem Vater, ſeiner Mutter nach. Dieß mag im Böſen, wie im Guten mehr auf Rechnung des täglichen Beiſpiels, als auf die angeborene Naturan⸗ lage kommen.(Schluß folgt.) Markt- Be ich Friedberg, am 3. November 1847. Aufgefahrenſ Verkauft. 8 Gattung. würden wurden Wittelpreiſe 5(ltr.) G l. k. Walzen 116 116 2 Rota 12589 27 27 7 9 13 Geiſte ol 16 2 7 7 Hafen a 74 60 5 9 Roggenmehl——.— Kartoffeln 63 517 1 47 NB. In Friedberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190 Gerſte 170, Hafer 120 und Kartoffeln 240 Pfund gerechnet. Glo ö ¹ Bug Ghlel Verdie Regel. zu“ mit welcher o unglücklich 1 cſelbe, boͤſe, e Kuder, und ſcunt das Glüc Geſchaſtsmann, in's Wirthshaut de kommt? Du deſſen zu Hau icß wohl hunden ie halt ſich ſchob⸗ Kinder ad bei Die Autter diy err hält ſelg Werdet drin⸗ tin erbauliches gedeihen, außer in ihren Herzen pohl nicht beſer i, Kinder zu fiche Famil ig, feſt und be wohl gear melch cin Bil Denn da Ir FLebren,“ und Lehren, Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a Main ⸗Weſer⸗Eifenbahn. Hand arbeiter. (1141) Bei den Erdarbeiten in der Section Butzbach finden Handarbeiter an mehreren Stellen dauernde Beſchaͤftigung mit einem Verdienſte von gegen 50 Kreuzern in der Regel. An dem ECinſchnitte im Gambacher Wald iſt eine Baracke mit Schlafſtätten und eine Speiſeanſtalt zur Benutzung für Fremde errichtet. Butzbach den 15, Oktober 1847. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Butzbach. Me ver. Main⸗Weſer⸗CEiſenbahn. Lieferung von Kartoffeln. (1805) Die Lieferung von 100 Maltern Kartoffeln in die Speiſeanſtalt im Gambacher Wald wird Dienſtag den 9. k. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich ver ſteigert. Butzbach den 31. Oktober 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. Immobilien⸗Verſteigerung. (1806) Montag den 15. d. M., Morgens um 10 Uhr, wird der Immob liennachlaß der dahier verſtorbenen Heinrich Bopp'ſchen Che⸗ leuten, in hieſigem Rathbaus, beſtehend 1) Pag. 12 u. Nr. 71. Hofraithe, als Wobn⸗ baus und zwei Ställen an Johs. Reitz III. 2) Pag. 219 u. Nr. 23. 84 Ruthen, 165,2 Klafter Garten am Wildkautsgraben an Wilbelm Herrmann. 3) Pag. 450 u. Nr. 27. 116 Rutben, 228,1 Klafter Acker im großen Galgenfeld an Georg Schäfer. 4) Pag. 349 u. Nr. 11. 193 Ruthen, 379,4 Klafter Acker im großen Wartfeld an Ludwig Glockengießer öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 1. November 1847. In Auftrag Großh Heſſ. Landgerichts Friedberg der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mobiliar ⸗Verſteigerung. (1810) Montag den 8. November, Mor⸗ gens um 9 Uhr anfangend, wird der Nachlaß der dahier verlebten Emmerich Windecker'ſchen Cheleuten, in der Wohnung des Bürgers und Schmied's Ambros Oberländer, beſtehend in Holzwerk, Zinn, Eiſen, Manns⸗ und Weibs⸗ leider, Weißzeug, Bettwerk und dgl. öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 1. November 1847. In Auftrag des Gr. Landgerichts Friedberg: Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter en den ECdictal ladung. (1820) Bei der Kirche in Södel haben entliehen 1) Johannes Dillenburger von da 15 fl. am 11. November 1816, 2) Konrad Graulich von da 100 fl.— an wel⸗ chen Tagen kann nicht angegeben werden, 3) Johannes Väth V. von da 100 fl. am 12. November 1816, 4) Ludwig Müller I. von da 18 fl. am 11. November 1816, 5) Friedrich Diehl von da 20 fl. am 11. November 1816, * 373* 6) Conrad Bender J. von da 150 fl. am 17. Dezember 1819, 7) Peter Bender von da 200 fl. am 31. Juli 1813, 8) Ludwig Rieß von da 250 fl. am 14. Dez. 1819. Die Schuldurkunden über dieſe Capitalien ſollen ſaͤmmtlich bei den tumultuariſchen Ex— ceſſen im September 1830 verbrannt worden ſein. Da nun nach Angabe des gläubigeriſchen Fonds die Capitallen unter Nr. 1 und 2 be⸗ reits abgetragen ſind, über die unter Nro. 3 bis incl. 8 aber neue Schuldverſchreibungen errichtet werden ſollen, ſo werden alle, welche die vorgedachten älteren Schuldurkunden etwa beſitzen ſollten oder Rechte aus denſelben her— leiten wollen, aufgefordert, ſolches ſo gewiß bis längſtens zum 31. Dezember d. J. hier anzuzeigen, als ſonſt die Schuldurkunde unter Nr. 1 und 2 für ganz erloſchen erachtet und die Einträge in den Hypothekenbüchern ge⸗ ſtrichen werden, hinſichtlich derjenigen unter 6— 8 aber die neuen Verpfändungen ohne Rückſicht auf die älteren Hypothekeinträge be— ſtätigt und letztere ebenfalls gelöſcht werden ſollen. Friedberg den 25. Oktober 1847. i Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hof mann. Edietolladung. (1821) um das Inventar für die Minoren⸗ nen der verſtorbenen Eheleute Johannes Zim⸗ mer, genannt Weißbinder, zu Villingen, ab— ſchließen zu können, und da es ſich um die Frage handelt, ob die Vormünder den, ſchein⸗ bar überſchuldeten, Nachlaß anzunehmen oder auszuſchlagen ſich entſchließen wollen, werden die Gläubiger, mit Ausnahme derjenigen, die ſich bereits angemeldet und deren Anſprüche ohnehin zu wahren find, aufgefordert, ſogewiß binnen 6 Wochen ihte Forderungen dahier anzumelden, als ſouſten bei dem Abſchluß des Inventars keine Rückſicht auf ſie genommen und bei wirklicher Ueberſchuldung keine Klage gegen die Vormünder gegeben werden wird. Hungen den 31. Oktober 1847. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1822) Das Legen einer proviſoriſchen Schienenbahn für den Erdtransport in der Gemarkung Niederwöllſtadt, veranſchlagt zu 300 fl., ſoll Mittwoch den 10. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, auf dem Rathhauſe dahier öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Friedberg am 1. November 1847. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Ver ſtei gerung. (1823) Montag den 15. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe, in Auftrag der Wilhelm Weckerling'ſchen Erben, nachſtehender, denſelben gebörender Garten öffentlich meiſtbietend verſteigert, als 60 Ruth. 118 Klafter, zieht auf die Straße nach Fauerbach, an Franz Ruppel. Friedberg am 1. November 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter ee Arbeits Verſteigerung. (1824) Dienſtag den 9. l. M., Morgens um 10 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Wegfahren des an dem neuen Brunnen in der Vorſtadt zum Garten liegenden Grundes wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg den 3. November 1847. Der Grßh, Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung (1825) Dienſtag den 9. J. M., Morgens um 10 Übr, wird in hieſigem Rathbauſe die Herſtellung des Seebachsgrabens an der Kunſt— wieſe wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg am 3. November 1847. Der Grßh Heſſ. Bürgermeiſter Ben er. Schaafpferche⸗Verſteigerung. (1826) Dienſtag den 9. l. M., Morgens um 11 Ubr, werden in bieſigem Rathhauſe 10 und etliche Schaafpferche, welche am 14. November ihren Anfang nehmen, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 3. November 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürger meiſter Bender. Bekanntmachung. (1827) Freitag den 12. November, Vor⸗ mittags 9 Uhr, will Georg Klöſe's Wittwe dahier 1) ein braunes Wallachpferd, 7 Jahre alt, 2) einen vollſtändigen Wagen mit eiſernen Achſen, 3) einen Pflug, 4) eine Egge,. i 5) verſchiedenes Pferdegeſchirr und ſonſtige Oeconomiegeräthſchaften 0 in ihrer Behauſung öffentlich meiſtbietend frei⸗ willig verſteigern laſſen. Vilbel den 2. November 1847. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Breiter. Bekanntmachung. (1828) Freitag den 12. November, Mor⸗ gens um 16 Uhr, wird in hieſigem Ratbhauſe das Auswerfen des Hauptgrabens und fämmt⸗ licher Entwäſſerungsgräben im Ried, in der Burggemarkung, öffentlich wenigſtnehmend ver⸗ ſteigert. Der Ueberſchlag, beſtehend in 131 fl. 43 kr., liegt bis zum Verſteigerungstermin in dem Geſchäftslocal des Unterzeichneten zu Jeder⸗ manns Einſicht offen. Friedberg am 3. November 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1829) Mittwoch den 17. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe dahier die Lieferung von 10 Centnern ewigen Klee⸗ ſamens, zum Einſäen der Böſchungen, veran⸗ ſchlagt zu 300 fl., unter den bei der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Friedberg den 3. November 1847. Der Großb. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (1817) Das auf kommenden Martini fällige Pachtgeld von den Gütern der Adam Kehr'ſchen Cheleute wird an den Unterzeich— neten bezahlt. Friedberg den 1. November 1847. Friedrich Müller. Main-Weſer-Eiſenbahn. (1818) um 10. d. M., Morgens 10 uhr, ſollen in der Behauſung des Heinrich Schimpf dahier 40 zweiräderige Erdkarren an den Wenigſtfordernden verdungen werden. Die Bedingungen können zwei Tage vor dem Termine bei dem Unterzeichneten ein⸗ geſehen werden. Nauheim am 1. November 1847. Der Unternebmer Wagner. Ein gebrauchtes Clavier (17977) iſt zu verkaufen. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Schönes Weißkraut (1830) hat zu verkaufen H. Hanſtein IV. Die Verlooſung (1831) des Schreibſecretärs von Johanna Klug wird den 7. November auf dem Jagd⸗ haus bei Oſſenheim vorgenommen. Local⸗ Veränderung. 1882) Das ſeit einer Reihe von 8 Jahren bewohnte Local bei Frau Eich auf der breiten Straße habe ich heute verlaſſen und das der Frau Erbes gehörige Eckhaus auf der Frei⸗ heit bezogen, woſelbſt ich mein Metzgerei⸗ Geſchäſt in demſelben Maße wie in mei⸗ ner früheren Wohnung fortführen werde, was ich hierdurch unter geneigter Empfehlung zur öffentlichen Kenntniß bringe. Friedberg den 4. Novembes 1847. Heinrich Schäfer, Metzgermeiſter. Von vorſtehender Wohnungsveränderung be⸗ liebe meine geehrte Kundſchaft, und Alle die⸗ jenigen, die meine Dienſte in Anſpruch nehmen wollen, Vormerkung zu nehmen. Johannette Schäfer, Hebamme. Erſte Abendunterhaltung (1833) des Ge ſa ng vereins findet Sonn⸗ 15 den 14. November im Trapp'ſchen Saale att. Annonce. (1834) Braunſchweiger Flachs vor⸗ züglichſter Qualität empfiehlt zu den billigſten Preiſen Münzenberg. Hirſch Mayer Sohn. Ein vollſtändiges Schmiede-Geſchi err (1835) iſt käuflich zu haben bei Friedberg den 4. Nopember 1847. Franz Dietrich, Seiler meiſter. Local⸗Veraͤnderung. (4836) Ich beehre mich hiermit die er⸗ gebenſte Anzeige zu machen, daß ich meine bisherige Wohnung am Marktplatze verlaſſen und mein eigenes Haus in der weiſeler Straſe nächſt dem Gaſthaus zum Stern, bezogen habe, und halte mich einem geehrten Publikum mit den in mein Fach einſchlagenden Artikeln beſtens empfohlen. Butzbach den 3. November 1847. Wilhelm Leierzapf UI. Kürſchner u. Kappenmacher. Anzeige. (1837) Zur Erleichterung meiner Kunden mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ſowohl Beſtellungen in meinem Fabrikate aufgegeben, als auch Zahlungen für meine Rechnungen geleiſtet werden können an meinen Sohn S. G. Simon jun. in Friedberg, Ludwigsſtraße bei Herrn Sattlermeiſter Bech⸗ ſtein wohnhaft. Gottſchalk Simon, Seifen und Lichter fabrikant in Fauerbach II. * 374* Buchs baumſetzlinge (18387 ſind billig zu haben in Friedberg bei Apotheker Werner. Wohnungs⸗-Veraͤnderung. (1339) Ich bringe hiermit zur öffentlichen Kennkniß, daß ich von heute an im Hauſe des Herrn Wilhelm May, Kammmacher⸗ meiſter, neben den Herrn Gebrüder Grödel in der ehemaligen Uſagaſſe, wohne; zeige gleichzeitig an, daß bei mir immer alte und neue Betten und Bettladen zu ver— kaufen und verleihen ſtehen. Mein Tapetenlager und die Hagedor⸗ niſche Hefe bringe ich in empfehlende Er⸗ innerung, welche letztere ich auch lothweis verkaufe und gerne bereit bin, jedem der Kunden über die einfache Behandlung dieſer Hefe die nöthige Auskunft zu ertheilen. Friedberg den 1. November 1847. 5 Zacharias Garde, 0 im Hauſe des Herrn Kammmachermeiſter Wilhelm May. Annonce. (1840) Indem ich hiermit zur Theilnahme an Tanz Unterricht ergebenſt einlade, erſuche ich zugleich Diejenigen, welche ſich zu bethei⸗ ligen beabſichtigen, mir es ſpäteſtens bis zum 12. d. M. anzuzeigen. 2 2 Adolph Richter, Tanzlehrer, wohnhaft im Gaſthaus des Herrn Supp. Faß ⸗ Verkauf. (1841) Bei Unterzeichnetem iſt eine neue Sendung Spiritusfäſſer von 2½, 3 und 4 Ohm, ſowie kleinere Fäſſer von /,. 1% Obm, meiſtens ganz neu, eingetroffen und aus der Hand zu verkaufen. Friedberg den 3. November 1847. Ph. Dan. Kümmich. Literariſche Anzeige. (18442) In der Edler'ſchen Buchhand⸗ lung in Hanau iſt erſchienen und bei C. Bindernagel in Friedberg vorräthig: Der kleine Englaͤnder oder die Kunſt die engliſche Sprache, ohne Lehrer, auf eine leichte und ganz faßliche Art in einigen Tagen, ſelbſt ohne vorher ein Wort davon zu ver⸗ ſtehen, vollkommen richtig ſprechen zu lernen. Ein Hülfsbuch für Auswan⸗ derer und diejenigen, welche ſchnell eng⸗ liſch lernen wollen. Dritte ganz umgearbeitete und ver⸗ mehrte Auflage. Von Prof. Dr. A. F. Grün. 12. broch. 5 Sgr. oder 18 kr. Von einem praktiſchen Gelehrten iſt hier ein ſehr guter Leitfaden zur Erlernung der eng⸗ liſchen Sprache zuſammengeſtellt, und in kür⸗ zeſter Zeit und ohne die Ermüdung, welche gewöbnlich das Studium dieſer ſchweren Sprache begleitet, wird man mit leichter Mühe in den reichen Schatz dieſer jetzt ſo unentbehrlichen Umgangsſprache eingeführt. Die ſehr ſchnell vergriffenen zwei erſten Auf⸗ lagen, verbürgen binlänglich die Nützlichkeit des ſchön ausgeſtatteten Buches, das für den Deutſchen in England und Amerika unent⸗ behrlich iſt. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. f 23. Sonntag n. Trinitatis d. 7. Nov. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Stadtkirche: Herr Stadtpfarrer Sel! Nachmittags predigt in der Stadtkirche: Herr Candidat Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Diakonus Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Meier II. unc ee Gattung. Mainz 17 5 fl. kr. fl. kr. fl. ke. Walzen pr. Malter 12 3612 92 30 Korn„, 9443 8 40 Gerſte 6% 613 Hafer„„„ 59 44 0 6 10 51 415 Polizei ⸗ Taxe fuüͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 6. Nov. bis 12. Nov. 1847. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ 8 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 25 kr. pf. kr. pf. 11 Leib⸗Roggenbrod 326131 2 77 7. 61 2 62 44„, 5 124 312 3 i Lth, th. — Milchbrod 133% 1 3¼ — Waſſerweck 13% Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 144 14 Fleiſch-Preiſe. pf pf. 1 Ochſenfleiſch 0 10— 1 12 17 575 gemäſtete— 10— „Kühfleiſch ges 9———ç— ind gefgeg Bemäſtetes 9—— 2 Rindfleisch ungemäftetes 3 „ Kalbfleiſch 989 „ Schweinenfleiſch 15— 15— „ Hammelfleiſch 9— 92 „ Schaaflleiſch 7— 17— „Wurſtvon blos Schweinen 16— 16— „Gemiſchte Wurſt 12——— „ Bratwurſt 19— 20— „Schwartenmagen 19— 20— „ Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 21— 20— 0. 1 21— 21— 1 weinenſchmalz, 1 ausgelaſſen 28— 28— unausgelaſſen 24— 26— „ Nierenfett 24— 24— „Hammelsfett 18 181—— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d K. Friedberg J. d. A: Krach, Gr. Kr.⸗Sert. Die Polizei-Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 3. Nov. 29. Okt. 27. Oel, 1 Bett wenn age cone dafi