An 1 8 Anatis d. 3 d lionen verrichtet: s Baur in der Heumann. ü der Stadtlirche * bendnann. der Bugfirche: ereß mann. u der Burgkirche: Oktbr. Stadtkirche: Intelligenz-Glatt für die 9 Provinz Oberheſſen f im Allgemeinen, 4. die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen + und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. * 78. Mittwoch, den 6. Oktober 1847. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 37. von 1847. I. Bekanntmachung Gr. Kriegsminiſteriums vom 13. Sept., daß die Einlage, welche bei dem Eintritt in die Staats aſſecuranzan— ſtalt für die Stellvertretung für das Muſterungs- und Ziehungsjahr 1848 zu zahlen iſt, 95 fl. beträgt. Die Einlagen können vom 1. Oktober an zur Aſſecuranz dahier bezahlt werden. II. Deßgl. Bekanntmachung, daß die Vertretungsſummen für Kriegsdienſtpflichtige, welche an der dießjährigen Loosziehuug Theil genommen haben, vom 1. Oktober an in die Einſtandscaſſe dahier bezahlt werden können. III. Summtariſche Ueberſicht der Rechnung Gr. Landeswaiſen— anſtalt zu Darmſtadt für 1846. Hiernach war die Einnahme: 1) Ordentliche: Von Gebäuden und Grundſtücken 426 fl. 45, abgegebenen Naturalien 355 fl. 41, Kapitalzinſen 3521 fl. 78, Zuſchuß aus anderen Kaſſen 35,579 fl. 40%, milde Gaben und Verehrungen 10,307 fl. 15%, Illaten der Kinder 1827 fl: 19%, von Lotterieen 2 fl. 42, Verſchiedenes 33 fl. 25½ kr., Summe 52,053 fl. 57½ kr. 2. Außerordentliche: Kaſſe⸗Vorrath 57 fl. 7½ kr., Ausſtände 580 fl. 33 kr., zurückempfangene Kapitalien 4428 fl., Summe 5065 fl. 40½ kr., Geſammt-Einnahme 57,119 fl. 38 kr.— Ausgabe. 1. Ordentliche: Verwaltungskoſten und Laſten 2459 fl. 10, Beſoldungen, Taglohn, Penſionen 127 fl. 54, Koſten für Erziehung und Verpflegung der Waiſen 48,594 fl. 35 ¼, Unterhaltung der Gebäude und Grundſtücke 28 fl. 47, Verſchiedenes 370 fl. 34½, Summe 51,581 fl. ½% kr. 2. Außerordentliche: Zurückbezahlte Capitalien 256 fl. 34%, Ausgeliehene Capitalien 4500 fl., Summe 4756 fl. 34% kr., Geſammtausgabe 56,337 fl. 35¼ kr. Die Geſammtein⸗ nahme von 57,119 fl. 38 verglichen mit der Geſammtausgabe von 56,337 fl. 35%, bleibt Reſt 782 fl. 2% hiervon ab die Liquidation 886 fl. 25½¼3 folglich iſt Ueberzahlung, welche aus Einnahmen für 1847 beſtritten wurde 104 fl. 22½ kr.— Am Schluſſe des Jahres 1845 waren 1256 Waiſen . vorhanden; zugegangen ſind im Jahre 1846: An Starkenburg 148, Ober⸗ heſſen 85, Rheinheſſen 47, Lehrlinge 74, zuͤſ. 354; mithin wurden im Jahre 1846 verpflegt 1610; entlaſſen wurden; in Starkenburg 130, Oberheſſen 86, Rheinheſſen 53, Lehrlinge 78, ul. 347; es verblieben daher am Schluſſe 1846 1263 Waiſen. 1 IV. Berichtigung, die commun in Waſchenbach, Kr. Dieburg, für 1847 betr. V. Verzeichniß 31 rechtskräftig gewordener, nach Art 30 des Strafgeſetzbuches bekannt zu machender, Straferkenntniſſe der Ge— richte in Rheinheſſen und zwar 8 des Aſſiſengerichts zu Mainz, wegen Diebſtahls, vorſätzlicher Körperverletzung, vorſätzlicher Brandſtiftung, be— trügeriſchen Bankerotts, Todtſchlags zu Correctionshaus von 1 Jahr bis zu 14 Jahren Zuchthaus ꝛc.;— 16 des Obergerichts von Rheinheſſen, wegen Landſtreicherei und Bruchs der polizeilichen Aufficht, Betrügereien, Diebſtahls, Fälſchung, Wilderei, Wiederſetzung gegen Feldſchützen ꝛc. von 1 Jahr bis zu 3 Jahren 7 Mon. Correctionshaus ꝛc;— 5 des Kreis- gerichts zu Mainz wegen Diebſtahls, wiſſenſchaftlichen Gebrauchs einer für einen andern ausgeſtellten Kundſchaft und Landſtreicherei, wegen Ver— führung zur Unzucht, Diebſtahls ꝛc. von 1 bis zu 3 Jahren Corrections haus ꝛc.;— 2 des Kreisgerichts zu Alzey, wegen verheimlicher Nieder— kunft als außerehelich Schwangere, in eine Correctionshausſtrafe von 1 Jahre und wegen Betrugs in contum, zu 3 Jahren Correctionshaus. VI. Vertheilung der Preismedaillen an folgende ordentliche Mitglieder des philologiſchen Seminars zu Gießen am Schluſſe des Sommers⸗Semeſters 1847: stud. philol. Crecelius aus Gießen der 1., stud. philol: Noiré aus Mainz der 2., stud. philol. Ge per aus Mainz der 3. Preis. VII. Dienſtnachrichten: Am 24. Aug. wurde dem Pfarrer Krautheimer zu Planig die kath. Pfarrſtelle zu Gonſenheim übertragen und der von dem Herrn Fürſten zu Iſenburg-Birſtein für die 6. Lehrer⸗ ſtelle an der Realſchule zu Offenbach präſentirte Candidat Becker daf. für dieſe Stelle beſtätigt; 6. Sept. der Diſtrietseinnehmer Weber zu Ulrichſtein zum Controleur bei der Ortseinnehmerei und dem Nebenzoll— amte zu Darmſtadt— ſodann der Acceſſiſt bei dem Seeretarlate der Oberfinanzkammer Schuckmann aus Hillesheim zum Diſtrictseinnehmer in Ulrichſtein ernannt. VIII. Concurrenz für: die Schullehrerſtelle an der 1. evang. Knabenſchule zu Michelſtadt mit jährlich 425 fl. einſchließlich der Woh— nungsvergütung, nebſt 4 Stecken Kiefernholz zur Heitzung des Schullocals „ 336 (Präſentation des Hrn. Grafen zu Erbach⸗Fürſtenau), die evang. Schul⸗ lehrerſtelle zu Laiſa, Kr. Biedenkopf, mit jährlich 203 fl. nebſt 12 fl. für Heitzung des Schullocals; die evang. Schullehrerſtelle zu Spach⸗ brücken mit 265 fl.* IX. Geſtorben ſind: Am 25. Auguſt penſ. Rentmeiſter Schmitt zu Worms; 6. Sept. Revierförſter Stockhauſen zu Oberramſtadt. Grünberg den 20. September 1847. Die. Früchte auf dem hieſigen Fruchtmarkte ſind in letzterer ZAt ſich ziemlich gleich geblieben, nur der Preis des Waizen iſt um etwas, jedoch unbedeutend geſtiegen. Wie ſich dieſe ſe für die Zukunft ſtellen werden, iſt un⸗ gewiß. Die diesjährige kuch in hieſiger Gegend ſehr reich— lich ausgefallene Erndte, gibt zu keinen Beſorgniſſen Veran— laſſung; wohl aber könnte die ſeitherige, für die Ausſaat der Winterfelder ſehr ungünſtige Witterung und die hier und da ſich wieder zeigen ſollende Kartoffelfäulniß nachtheilig einwirken. — Die Brodtaxe dahier wird nach den jeweiligen Fruchtprei— ſen durch die obere Polizeibehörde feſtgeſetzt und dadurch deu Bäckern die Möglichkeit benommen, durch etwa erhöhte Preiſe Bedrückungen des Publikums herbeizuführen. Der— malen koſtet der Apfündige Leib Brod dahier 12 kr., ein Preis, mit welchem ſich ſowohl der Bäcker, als das Pub⸗ likum zufrieden ſtellen kann.— So wie übrigens auf der einen Seite die Bäcker dem Publikum gegenüber unter Controle geſtellt ſind, ſo dürfte es auf der anderen Seite auch angemeſſen erſcheinen, die Bäcker gegen etwaige Benachtheili⸗ gungen der Müller ſicher zu ſtellen. In dieſer Beziehung aber fehlt es bis jetzt an jeder Controle und ſind ſowohl die Bäcker, wie das Publikum überhaupt, lediglich auf die Redlichkeit der Müller hingewieſen. Einſender dieſes iſt zwar weit ent⸗ fernt, die Rechtlichkeit der hieſigen Müller in Zweifel zu ziehen; durch Einführung einer zweckmäßigen Controle gegen ſie würde jedoch deßfallſigen Klagen vorgebeugt, ſonach eine Beruhigung des Publikums herbeigefuͤhrt werden.— Nicht weniger wünſchenswerth dürfte es erſcheinen, daß auch die Metzger und Wirthe einer Taxe unterworfen und polizei⸗ lich überwacht werden möchten, da dieſe ohne Rückſicht auf das Publikum, ganz nach eigenem Gefallen handeln. So verkaufen die Metzger dahier das Pfund Schaaffleiſch zu 10 bis 11 kr., das Pfund gemiſchte Wurſt zu 16 kr., während in anderen Städten das erſtere zu 8 kr., das letztere zu 12 kr. verkauft wird. Ja es iſt vorgekommen, daß das Pfund Schweinenfleiſch dahier mit 24 kr. bezahlt werden mußte, während die Taxe dafür in anderen Städten nur 17 bis 17½ kr. betrug. Die Wirthe aber nehmen fur ihre Getränke fortwährend dieſelben hohen Preiſen, welche ſie zur jüngſten theuren Zeit feſtgeſetzt hatten, obgleich die Einkaufspreiſe bis jetzt um mehr als um die Hälfte herunter geſunken ſind. Dazu kommt noch, daß ſie oft ungenießbare Getränke, wie namentlich ſauer gewordenen Obſtwein, ſchlechtes Bier ꝛc. verzapfen.— Mögen dieſelben den Branntwein, dies Höllengift, immerhin zu ſehr hohem Preiſe verkaufen; vielleicht wird dadurch Mancher abgehalten, ſich dem verderblichen Genuſſe deſſelben hinzugeben; nur darauf ſollte man bedacht ſein, daß bei allen Wirthen ein gutes trinkbares Bier nicht nur ſtets vorräthig, ſondern auch zu einem, mit den Koſten der Fabrication im Verhältniß ſtehen⸗ den Preiſe zu erhalten ſeie. Meir Bericht Grünberg, am 2. Oktober 1847. Aufgefahrenſ Verkauft 7. Gattung. wurden wurden Mittelpreiſe (ltr.)(Mltr.) 8 Walen 60 50 13— Ken; 60 50 9 20 Geffen 50 40 7 15 Hafen 50 40 4 40 Mehl?——— 5 Kartoffelnn..—— 1 2 NB. In Grünberg wurde das Malter Waizen zu 200, Korn 190 Gerſte 170, und Hafer 120 Pfund gerechnet. Kirchenbuchsauszug vom Auguſt 1847. Friedberg. 6 Getraute: 22. Johannes Hanſtein III., Bürger und Metzgermeiſter dahier, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Jo— hannes Hanſtein II. ehelich lediger Sohn, und Karoline Eliſabetha Stumpf, des Gr. Beigeordneten Heinrich Stumpf zu Oſſenheim ehelich ledige Tochter. 22. Philipp Diener, Bürger und Schloſſermeiſter dahier, des weiland Ortsbürgers und Zieglers zu Sprendlingen Philipp Diener, ehelich lediger Sohn, und Maria Margaretha Göring, des weiland hieſigen Burgers und Schuhmachermeiſters, Karl Göring, ehelich ledige Tochter. Getaufte: 8. Eine uneheliche Tochter, Eliſabetha, geb. den 3. Auguſt. 8. Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Georg Scharf eine Tochter, Chriſtine Sophie, geb. den 28. Juli. 13. Dem hieſigen Bürger und Gerbermeiſter Joh. Georg Steinhaͤußer eine Tochter, Eleonore, geb. den 16. Juli. 15. Dem hieſigen Polizeidiener Jakob Seibert ein Sohn, Emmerich Felix, geb. den 10. Auguſt. 22. Dem hieſigen Bürger und Kreisbüreau-Gehülfen Heinrich Fink ein Sohn, Philipp Konrad Ferdinand, geb. den 31. Juli. 29. Dem hieſigen Bürger und Actuariatsgehülfen Karl Nikolaus Heidt ein Sohn, Karl Adam, geb. den 6. Aug. 29. Dem hieſigen Bürger und Metzgermeiſter Wilhelm Krauch eine Tochter, Katharina Dorothea, geb. den 16. Auguſt. 29. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Hartmann Ehrhardt eine Tochter, Maria Margaretha, geb. den 16. Auguſt. 5 Beerdigte: 2. Noch ungetaufte Zwillingsſöhne des hieſigen Bürgers und Zimmermeiſters, Leonhard Füller, alt 4 Tage, den 31. Juli..* 5 9. Wilhelm Klein, des hieſigen Bürgers und Schreiner- meiſters Franz Albrecht Klein eheliches Söhnlein, alt 5 Monate und 22 Tage,“ den 8. Auguſt. 8 14. Joh. Georg Hagemann, Gr. Bezirksbote und Bürger zu Butzbach, alt 72 Jahre, 8 Monate und 3 Tage, + den 13. Auguſt. f 14. Des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Heinrich Boller, todtgeborenes Söhnlein. 1 lehen⸗ 1 0 ˖ — 8 Y a ittelpreiſe LI. —— „ 20 7 15 4 40 2 dhe zu 200, Komm 190 uguſt 1847. nd Neßgerneiſter Letzgermeiſters Jo⸗ a, und Karbline neten Heinrich cgter. loſſermeiſter dahier, zu Sprendlingen ein, und Maria digen Durgerd vnd ich ledige Tochter. ach. den 3. Auzuſt, cf Yrorg Scharf ken 28. Juli. reiter Joh. Georg 6b. den 16. Juli. Halt beni and geb. den Ferdi 7 0 Aangthülfen Karl f deb. den 6. Aug⸗ er Wilhelc eee r 14 74 Tage, Schrille 6 und 1 alt 19. Dr. Karl Soldan, Grßh. Schulinſpector und Seminar⸗ lehrer dahier, alt 45 Jahre, 9 Monate und 8 Tage, 1 den 17. Auguſt. 20. Emmerich Felix Seibert, des hieſigen Polizeidieners Jakob Seibert eheliches Söhnlein, alt 8 Tage, k den 17. Auguſt. 22. Maria Katharina Windecker, des weiland hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Emmerich Windecker * 337* 21. Auguſt. nachgebornes eheliches Söhnlein, alt 10 Wochen, 7 den 24. Margaretha Scheuer, geborne Schimpf, des hieſigen 30. Bürgers und Poſtillons Konrad Scheuer Ehefrau, alt 34 Jahre, 2 Monate und 8 Tage, k den 22. Auguſt. Suſanna Schreiber, des weiland hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Georg Schreiber, ehelich ledige Tochter, alt 18 Jahre, 9 Monate und 11 Tage, 5 den 28. Auguſt. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d νιενσ Aufforderung. (1583) Johann Philipp Schudt von hier, geboren am 1. November 1764, iſt ſeit langen Jahren abweſend und ſein Aufenthaltsort un— bekannt. Nachdem er nunmehr, wenn er noch lebte, das 70. Lebensjahr zurückgelegt haben würde, iſt die Herausgabe ſeines bisher cura— toriſch verwalketen, beiläufig 182 fl. betra⸗ genden Vermögens, beantragt worden. Johann Philipp Schudt oder deſſen Erben oder Rechts- nachfolger werden deßhalb aufgefordert, ſich binnen 6 Monaten zu melden und ihre An— ſprüche genügend nachzuweiſen, widrigenfalls das Vermögen dem Kaufmann Friedrich Carl Schuld zu Frankfurt und dem Buchdrucker Johann Adolf Georg Textor daſelbſt, die ſich als die nichſten Erben des Abweſenden legi⸗ mirt haben, einſtweilen nutznießlich, ſobald Johann Philipp Schudt aber das 90. Lebens, jahr wird erreicht haben, definitiv wird aus— geantwortet werden. Friedberg den 14. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Lõ w. Edietolladung. (16210 Nach in hieſigem Gerichtshypotheken⸗ buche noch offen ſtehenden Verpfändungs⸗Ein⸗ trägen entliehen 1) Martin Simon von Rüdingshauſen laut Obligation vom 27. April 1818 bei dem geiſtlichen Landkaſten zu Gießen 150 fl., 2) Jobann Heinrich Groh von Unterſeibertenrod laut Obligation vom 20. September 1799 bei dem Lohmüller Kratz zu Oberohmen 100 fl., 3) Johann Konrad Schmidt von Wetterfeld laut Obligation vom 16. Juli 1808 bei Johannes Deſch daſelbſt 71 fl., 4) Johannes Deſch II. von Wetterfeld laut Obligation vom 13. Februar 1836 resp. 1841 bei der Spar⸗ und Leihkaſſe zu Laubach 100 fl., und 5) Johan— nes Neeb von Grünberg laut Obligation vom 14. April 1840 bei der Haberkorn'ſchen Stiftung zu Gießen 100 fl., und ſollen dieſe Capitalien längſt wieder abgetragen, die hier— über errichteten Urkunden aber verloren ge— gangen ſein. Außerdem verkauften Peter Seipp und deſſen Kinder zu Rüddingshauſen im Jahre 1844 an Johannes Müller von Höingen Unter Andern 19 Grundſtücke, über welche ein Grundbuchsauszug in der Regiſtratur hieſigen Landgerichts zu Jedermanns Einſicht offen liegt, vermochten jedoch hierüber wegen Fehlens des alten Pag. und Nr. 5 des Flurbuchs das Eigenthum urkundlich nicht nachzuweiſen und konnte deßhalb auch von Seiten des Gerichts bei Beſtätigung des Kaufbriefs nicht für deren Pfandfreiheit gehaftet werden. Um nun dieſe Anſtände zu beſeitigen und die Eingangs erwähnten Verpfändungen löſchen zu können, werden auf Antrag der ſämmt⸗ lichen Betheiligten alle diejenigen, welche noch Anſprüche an die erwähnten Kapitalien resp. Eigenthums oder Pfandanſprüche an die be— treffenden Grundſtücke des Peter Seipp und deſſen Kinder bilden können, hiermit aufge— fordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen bei dem unterzeichneten Landgerichte geltend zu machen, als anſonſt die fraglichen Verpfän— dungen für erloſchen erkannt und die Pfand⸗ einträge in dem Hypothekenbuche gelöſcht, resp. die hier in Rede ſtehenden Grundſtücke des Peter Seipp und deſſen Kinder als pfand— freies Eigenthum derſelben angeſehen werden und der betreffende Kaufbrief hiernach unbe— dingt beſtätigt werden wird. Grünberg den 13. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Dr. Ortwein. Bekanntmachung. (1642) um mehrſeitigen Anforderungen wegen Bezugs guter trockener Braunkohlen— klötze zu entſprechen, wird hierdurch zur allge⸗ meinen Kenntniß gebracht, daß ſolche Klötze aus den hieſigen Schoppen, der Centner zu 14 kr., bezogen werden können. Dorheimer Bergwerk am 27. Sept. 1847. Die Grßh. Heſſ. Bergverwaltung. Der Grßh. Heſſ. Berginſpector dec. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1613) Donnerſtag den 7. October Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe dahier, die Herbeifuhr von 3500 Stück Schie— nen, circa 14000 Centner wiegend, von der Mainkur nach Niederwöllſtadt, öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. Friedberg den 27. September 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Verſtei gerung. (1649) Mittwoch den 6. Oktober, Nach- mittags 3 Uhr, werden an Ort und Stelle die diesjährigen Weintrauben in dem Zwinger nächſt dem Burgwalle dahier, öffentlich ver⸗ ſteigert. Friedberg den 28. September 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg Domänenrath Beau ß. Aufforderung. (1660) Anſprüche jeder Art an den Nach⸗ laß der zu Höchſt verſtorbenen Chriſtiane, Jacob Mai's Wittwe, geb. Schmidt, welchen die Erben nut unter der Rechtswohlthat des In— ventars angetreten haben, ſind im Termin Mittwoch den 3. November l. J., Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dahier anzuzeigen, als ſie ſonſt bei der Verfügung über den Nachlaß unberück— ſichtigt bleiben. Groskarben am 30. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Js g ev. Edietalla dung. (16610) Heinrich Dietz II. von Ulrichſtein will ſeine in daſiger Gemarkung gelegenen Im⸗ mobilien, welche er von ſeinen Eltern, den Adam Dietz Cheleuten, erb- und kaufsweiſe erhalten hat, veräußern, kann aber keine ge— nügende Erwerbsurkunden darüber vorlegen. Es werden daher alle diejenigen, welche An— ſprüche an die im Auszug bei hieſigem Gerichte verzeichneten Immobilien des genannten Hein⸗ rich Dietz II. bilden zu können glauben, auf— gefordert, ſoſche ſogewiß binnen vier Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls der Verkauf jener Immobilien beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 30. September 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daf. In Erledigung der Landrichterſtelle Brück. Bekanntmachung. (1662) Mittwoch den 6. J. M., Nachmit⸗ tags um 4 Uhr, werden an Ort und Stelle, im Roſenthal, mehrere Birn⸗ und Aepfelbäume auf dem Stand meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 4. Oktober 1847. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Schaafpferche-Verſteigerung. (1663) Donnerſtag den 7. Oktober, Mor⸗ gens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe 5— 10 Schaafpferche, welche am 15. ihren Anfang nehmen, meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 4. Oktober 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1664) Montag den 11. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die zur zweiten Pfarrſtelle gehͤrende Scheune nochmals öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 4. Oktober 1847. Der Erßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1665) Samſtag den 9. Oktober, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen nachſtehende, durch das 1 der Speiſehütte aus der Gemarkung Fauerbach II. in die Gemarkung Niederwöll— ſtadt und den Anbau einer kleinen Schmied⸗ 125 Wagnerwerkſtätte, entſtehende Arbeiten, als: 1) Maurerarbeit veranſchlagt zu 208 fl. 17 kr. 2) Zimmerarbeit 247„ 36„ 3) Glaſerarbeit 9— 4) Schloſſerarbeit 67„ 25„ auf dem hieſigen Rathhauſe öffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Poranſchlag und Steigbedingungen liegen zur Einſicht bereit. i Friedberg den 30. September 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Bekanntmachung. (1666) Mittwoch den 6. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen die bei Herſtellung einer Waſſerleitung erforderlichen gußeiſernen Röh⸗ ren, ſowie das Legen und Verkitten derſelben auf dem Rathhauſe zu Oſſenheim wenigſtneh⸗ mend verſteigert werden. Bauernheim den 3. Oktober 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Obligations-Verlooſung.“ (1667) Bei der Verlooſung der für 1847 abzutragenden hieſigen Gemeinde- Obligationen iſt die Nummer 46 mit 200 fl. rückzahlbar geworden, was dem Inhaber dieſer Partial-Obli— gation hierdurch mit dem Anfügen mitgetheilt wird, daß der Betrag bei der hieſigen Gemeinde⸗ kaſſe oder dem Handlungshaus Simon Lind— heimer in Friedberg bis zum 1. Januar 1848 in Empfang zu nehmen iſt, indem von da an keine weitere Zinſen vergütet werden. Holzhauſen den 30. September 1847. Der Grbb. f, Bürgermeiſter i e d. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Anzeige. (1655). Bei unterzeichnetem ſind gußerne Kartoffelfaͤſſer von 3 bis zu 7 Malter, das Malter zu 300 Pfd. gerechnet, billigſt zu haben. Nähere Auskunft ertheilen auch die Herrn J. W. Buderus Söhne in Hirzenhain. Stockheim bei Büdingen im Sept. 1847. J. C. Ko Geſchaͤfkseroͤffnung. (1652) Einer geehrten hieſigen und aus⸗ wärtigen Damenwelt widme ich die ergebene Anzeige, daß ich unterm heutigen ein Putz⸗ Modewaaren⸗Geſchaft dahier etablirt habe. Unter Zuziehung meiner Schweſter, die mehrere Jahre als erſte Gehülfin in einem der fre— quenteſten Putzgeſchäfte gearbeitet bat, darf ich die Verſicherung geben, daß mein Lager beſtehend in: Damenhüten, Putz und Negligéhauben, Chemiſſeten ꝛc. ſtets nach dem neueſten Geſchmacke ver⸗ ſehen ſein wird. Zugleich empfehle ich die neueſten franzöſiſchen Stickereien, Bänder, Blumen, alle Sorten Spitzen, ächte und un⸗ achte ſchwarze und weiße Schleier, glatte faco⸗ nirte und geſtickte Mulle, Handſchuhe, Gür⸗ telbänder, Parfümerien, eau de collogne, Fechüs und ſonſtige in dieſes Fach einſchlagende Modewaaren.— In der feſten Ueberzeugung, doß ich alle Diejenigen, die mich mit ihren Beſuchen beehren, prompt und reell bedienen werde, ſchmeichle ich mir mit einem zahlreichen Zuſpruch beehrt zu werden. Friedberg den 29. September 1847. S. G. Simon jun. wohnhaft bei Herrn Sattlermeiſter Bechſtein an der Ludwigsſtraße. Empfehlung. (1668) Ich erlaube mir hiermit die er⸗ gebene Anzeige zu machen, daß ich ein Mode⸗ geſchäft eröffnet und nach dem feinſten Ge— ſchmack alle in dieſes Geſchäft einſchlagenden Artikel, ſowie auch pariſer Blumen in Aus- wahl vorräthig babe. Einem geneigten Zuſpruch entgegen ſehend, verſpreche ich die mir anvertrauten Arbeiten aufs Billigſte und Modernſte zu liefern. Friedberg den 2. Oktober 1847. K. Reitz. Mehrere tauſend Gulden 1609) ſind demnächſt in der Kirchenkaſſe zu Ilbenſtadt auszuleihen. Simmerock& Kopp (1670) empfeblen ihr Faß⸗ und Spalter⸗ hopfen⸗Lager unter Verſicherung reellſter Be⸗ dienung. Friedberg im September 1847. „ 338* Die Haupt- Agentur der regelmäßig gehenden Poſtſchiffe nach Newyork empfiehlt dieſe fur das Großherzogthum Heſſen von höoͤchſtpreislicher Staatsregierung conceſſionirte, ſichere und ſolide Gelegenheit den Auswanderern nach Nordamerika. (1612) Durch den Dienſt der regelmäßig, jedesmal am 6., 13., 21. und 28. eines jeden Monats, gehenden Poſtſchiffe zwiſchen London und Newyork iſt den deutſchen Auswanderern eine Gelegenheit geboten, beſtimmt und unausgeſetzt befördert zu werden. Die Garantieen, die durch die Poſtſchiffe nach Newyork geboten ſind, ſowobl durch Be⸗ quemlichkeiten und gute ausreichende Lebensmittel, als durch äußerſt billige Transportkoſten, frei 1 Friedberg oder Mainz bis Newyork können andere Ueberfahrts-Gelegenheiten nicht bieten. Die geſtellte Kaution von fl. 3000 bei hoher Staatsbehörde gibt den Auswanderern außerdem eine Bürgſchaft für die genaue Vollziehung der übernommenen Verbindlichkeiten, Seitens der Poſtſchiffsinhaber. 4281 5 Herr Stiftsrechner Faatz zu Friedberg hat die Gefälligkeit den Auswanderern dortiger Gegend jede gewünſchte Auskunft zu ertheilen, und iſt bereit Schiffsaccorde abzuſchließen, weß, halb man ſich daher an denſelben wenden wolle. Heidelberg am 8. September 1847. Georg Bindernagel, von Herrn G. H. Paulſen, Specialagent zu Mainz, alleiniger Bevollmächtigter für das Großherzogthum Heſſen. Auf den Grund vorſtehender Veröffentlichung bin ich recht gerne bereit, auf frankirte oder mündliche Anfragen jede gewünſchte Auskunft zu ertheilen, ſowie zur Abſchließung von Schiffsaccorden für obige Poſtſchiffe mich zu empfehlen. Friedberg am 9. September 1847. Faatz, Stiftsrechner. * Anzeige. (1671) Von der beliebten Hagedorniſchen Hefe haben wir Herrn F. Hilbrecht in Fried⸗ berg in Commiſſion gegeben, und iſt täglich friſch bei demſelben zu haben, die Maas à 1 fl. 20 kr. Hanau den 28. September 1847. Chr. Ochs Erben. Auf Vorſtehendes Bezug nehmend, halte ich mich bei Bedarf meinen verehrlichen Kunden und Freunden beſtens empfohlen und ver⸗ ſpreche prompte und reelle Bedienung. Friedr. Hilbrecht. 1 fl. 45 kr. Belohnung. (1672) Am 27. v. M. wurde zwiſchen Butz⸗ bach und Kleinlinden eine braune, pappdecke— lene Hutſchachtel, worin eine ſilberne Zucker⸗— doſe mit blauem Glaſe war, verloren. Die Addreſſe war an Herrn Inſpector Gebhardt zu Gießen. Man bittet den redlichen Finder ſie dem Familienwagen nach Friedberg an die Expedition d. Bl. mitzugeben. Annonce. (1673) Cin Trog zum Aepfelmahlen nebſt Stein und Stange ſteht billigſt zu verkaufen bei Jean Goſſi in Großenlinden. Lehrlings⸗Geſuch. (167) Cs wird ein gebildeter Junge, der geſonnen iſt, das Buchbinder, Etuis- u. Galan⸗ teriegeſchäft zu erlernen, in die Lehre geſucht. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Literariſche Anzeige. (1675) Bei C. Bindernagel in Friedberg ſind zu haben: Wegweiſer zur Kunſt, richtig, wohl und lange zu leben. Ein Haus⸗ und Familienbuch fur Jung und Alt, insbeſondere für Gelehrte und Studirende. Herausgegeben von W. M. Büchner. Neue Ausgabe des diätetiſchen Schatzkäͤſtleins, nebſt einer allgemeinen Geſundheits⸗ lehre und einer Haustafel für Ge⸗ lehrte und Studirende. Groß 16. XXXII und 353 S. In engl. Leinwand cart. 25 Ngr. od. 1 fl. 24. Landwirthſchaft für Frauen.— Vom Viehſtand, Geflügel, Milchweſen, von Aufbewahrung des Fleiſches, den Feldfrüchten, vom Gemüſe, Obſte u. von Bereitung des Flachſes nebſt einer Hausapotheke. Ein unentbehrlicher Rathgeber fñür auf dem Lande woh⸗ nende Frauen. 100 Seiten geh. 15 Ngr. oder 45 kr. 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Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.