deute dabier die * Kauf. 1 „ e dal. II hungen. Berner, elhefer. r Flügel, dem dilligen ate Mainzer⸗ 2. 8. Feb., Nach⸗ n Natbbaus, t der dieſſgen Ane Intelligenz ⸗Olatt ſür die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 6. Februar Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Grßh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Den Betrieb und die Beaufſichtigung des Gewerbes der Mäkler mit Getraide, Hülſenfrüchten und Kartoffeln. Sie haben binnen 8 Tagen zu berichten, ob in Ihren Gemeinden Fälle vorgekommen ſind, daß namentlich Israe— liten, welche bisher als Mäkler patentiſirt waren, nunmehr das Gewerbe als Fruchthändler im Kleinen declarirt und fuͤr dieſes Gewerbe Patente verlangt haben. Friedberg den 23. Januar 1847. J. d. A; Krach, Gr. Kr.⸗ Setr. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſämmtliche Ortspolizeibehoͤrden des Kreiſes. Betreffend: Das Mißhandeln und Hetzen des zum Schlachten beſtimmten Viehes durch Hunde. Mit höchſter Miniſterial⸗-Ermächtigung wird das An— treiben des zum Schlachten beſtimmten Viehes durch Hunde unter Androhung einer Strafe von 30 kr. bis zu 3 fl. für jeden Fall hiermit unterſagt, und haben Sie dieſes Verbot alsbald zur öffentlichen Kenntniß zu bringen, den Tag der Publication in das Publicationsbuch einzutragen, auch daß dieß geſchehen binnen 8 Tagen dahier anzuzeigen. Hungen den 22. Januar 1847. + Sete ins. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Rentamts Schotten an die ſaͤmmtl. Gr. Bürgermeiſter dieſes Bezirks. Betreffend: eee der Felpſtraf⸗Antheile pro III. Periode Sie wollen Ihren Feldſchuͤtzen bekannt machen, daß die Feldſtraf⸗Antheile pro III. Periode 1846 hier in Em⸗ pfang genommen werden können. Schotten den 3. Februar 1847. Prätorius. Guſtav⸗ Adolf- Stiftung. Friedberg am 31. Januar 1847. Betreffend: Die Verſammlung der Mitglieder des Großh. Heſſ. Haupt⸗ vereins der Guſtav⸗Adolf⸗ Stiftung im Jahre 1847. An die Verehrlichen Bewohner der Stadt Friedberg. Aus meinem in Nro 59. d. Bl. im vorigen Jahre ver— oͤffentlichten Berichte über den Stand der G. A. Stiftung iſt Ihnen bekannt, daß die Generalverſammlung der Mitglieder des Großh. Heſſ. Hauptvereins im Jahre 1847. in Friedberg gehalten wird, und in ſeiner Sitzung vom 12. Januar d. J. hat der Vorſtand des Wetterauer Zweigvereins vorläufig den 30. Juni und 1. Juli als die Tage beſtimmt, au denen jene Verſammlung Statt finden ſoll. Iſt es nun auch bis dorthin noch eine geraume Zeit, ſo hat es doch der genannte Vor⸗ ſtand jetzt ſchon für nothwendig erachtet, ſich mit einem Co— mité zu umgeben, das ihm bei Anordnung und Ueberwachung der Feierlichkeiten, die das bevorſtehende Feſt verſchönern ſollen, berathend und helfend zur Seite ſtehen kann. Dieß Comité wurde von dem Vorſtande in ſeiner Sitzung vom 15. d. M. gewählt und beſteht außer den Vorſtandsmitgliedern, den Herrn Dr. Crößmann, Bender, Bindernagel d. J., Dr. Fertſch, Ph. Preuſſer, Dr. Sell, Trapp III. Apoth. Wahl und dem Uuterzeichneten, aus den Herrn J. Bechſtein, Buß, Dr. Curtmann, Dr. Dieffenbach, Faatz Vater, J. Falk, F. Frick, K. Groß, Hecht, K. Heidt, Hertwig, M. Jung, Kümmich, Küchler, W. May, Ramſpeck, F. W. Reuß, Ruths, Trapp II., Lehrer Wahl und Werner.— Am 29. d. M. hat nun das Comité ſeine erſte Sitzung gehalten, in welcher die Herren Kreisrath Küchler zum Präaſidenten und Domänenrath Buß zum Vicepräſidenten erwählt wurden und in welcher man es für nothwendig erkannte, ehe man zu weiteren Beſchlüſſen ſchreite vor allen Dingen zu wiſſen, in wie weit die Bewohner Friedbergs geneigt ſeien, ihre allbe— kannte Gaſtfreundlichkeit auch gegen die Fremden, die vor— ausſichtlich in großer Anzahl das fragliche Feſt beſuchen werden, zu beweiſen. Ich richte darum in Auftrag des Comité's an diejenigen unter Ihnen, denen es ihre Verhältniſſe geſtatten, einem oder meh⸗ rere Fremden Herberge zu geben und die auch die Abſicht haben, dieß zu thun, die ergebenſte Bitte, davon dem Comité gefällige Anzeige machen zu wollen. Damit Ihnen hierdurch keine Mühe verurſacht wird, iſt die Beſtimmung getroffen worden, daß einige Comitémitglieder, nämlich die Herren Bechſtein, Bin⸗ dernagel, Faatz, Jung, Hecht und Reuß, bei Ihnen per⸗ ſoͤnlich die Antwort auf die jetzt eben an Sie gerichtete Bitte in den nächſten Tagen holen. Dazu füge ich noch das weitere Erſuchen, daß, wenn ja Jemand übergangen werden ſollte, er das doch nicht uͤbel deuten, ſondern als völlig abſichtslos gütig entſchuldigen und dann bis zum Schluſſe des Monats Februar ſeine Meldung bei einem der zuletzt genannten Herrn machen möge. Der Sekretär des Wetterauer Zweig-Vereins der Guſtav-Adolf⸗Stiftung, Dr. L. Chr. Matthias. Die allgemeine Noth betreffend. Aus Grünberg ſchreibt man uns:„Dahier in Grün⸗ berg beſteht ſeit drei Wochen auch eine Suppenanſtalt, bei welcher täglich mehr als 100 Maas gute, nahrhafte Suppe an hieſige Arme, ſowie an durchreiſende Handwerksburſchen vertheilt werden. Die Geldmittel werden durch freiwillige Beiträge herbeigeſchafft. Die hieſigen Armen erkennen das Wohlthätige dieſer Anſtalt voll Dank an.“)— So wird die Noth nicht allein eine Lehrerinn für den Verſtand, ſie wird auch die Mutter der reinſten, edelſten Gefühle. In⸗ deſſen wäre zu wünſchen, daß neben ſo manchen unwirk⸗ ſamen Verordnungen auch ein Geſetz beſtünde, wornach die Vorräthe von Getreide unter öffentliche Aufſicht geſtellt würden. Man zwingt den Grundbeſitzer unter Umſtanden ſeine ſämmtlichen Ländereien zu öffentlichen Zwecken abzu— treten, man ſteigt in die Keller der Weinhändler und Spiri⸗ tusfabrikanten; warum darf man nicht auf die Kornböden der engherzigen Philiſter eindringen, da doch ein ſolcher Beſuch weit wichtiger wäre, als die ſ. g. Quartalaufnahme der Steuereinnehmer.“ Aus Darmſtadt wird uns geſchrieben:„In Bezug auf das Armenweſen hieſiger Stadt geſchieht ſehr viel und bedeutende Opfer werden gebracht“ Der Gemeinde⸗ vorſtand thut Alles, was in ſeinen Kräften ſteht. Schon über zwei Monate beſteht hier eine Suppenanſtalt, welche täglich an 5000 Portionen?“) unentgeldlich an Bedürftige austheilt. Die täglichen Koſten dieſer Suppenanſtalt be⸗ laufen ſich durchſchnittlich, ohne Brennmaterial und Verwal— tung, auf 59 fl. Außerdem erhalten die Armen Brenn⸗ material und warme Kleidung, und für die Arbeitsfähigen wird für Arbeit und Verdienſt auf mannigfache Weiſe ge—⸗ ſorgt. Auch ſind täglich Lokale geheizt, wo der weibliche Theil der Armen Beſchäftigung und Koſt finden. Vereine haben ſich gebildet, welche den Zweck haben, die ver⸗ ſchämte Armuth aufzuſuchen und kräftig zu nnterſtützen. — Die Armen loben dieſe reichlichen Unterſtützungen ſehr; dagegen ſind Andere, Wohlhabendere, welche das Armen— weſen hier tadeln. Ein junger Kaufmann, mit Namen Bambach, welcher vor einigen Jahren von Großgerau nach Darmſtadt übergeſiedelt und ſchon mehrmals als Gegner des hieſigen Bürgermeiſters aufgetreten iſt, hat es ſogar in 4) Daſſelbe können wir auch von der hieſigen Suppenanſtalt, bei wel⸗ cher in der Regel täglich 116 Portionen, à ½ Maas, ausgegeben werden, ſagen. 5 D. Red. *) Soll wohl Schoppen heißen. D. Red. *. 42. einem hieſigen Blatte offen angegriffen, ob mit Recht, kann ich nicht beurtheilen, da ich der Sache zu ferne ſtehe; dafür ſind ihm nun von einer Anzahl Arbeiter, welche bei dem ſtädtiſchen Straßenbau beſchäftigt waren, die Fenſter und Gegenſtände ſeines Ladens zertrümmert worden. Eine ziemliche Anzahl dieſer brutalen Beweisführer ſind noch den— ſelben Abend feſtgenommen worden und es wird ſich nun herausſtellen, ob ſie aus eignem Antrieb handelten, oder ob ſie von Andern dazu aufgereizt wurden, wie Manche glauben. Es unterliegt indeſſen keinem Zweifel, daß die Zahl der Armen hier immer größer wird und wohl in dem Zudrange zur Bürgeraufnahme und in der zu frühen Schließung von Ehen zu ſuchen iſt.“ Dan k fag Meine Bitte, die ich vor einiger Zeit an edle Men⸗ ſchenfreunde gerichtet, iſt nicht vergeblich geblieben. Durch die Güte des Herrn C. Bindernagel habe ich die Summe von 29 fl. 4½ kr. empfangen. Wenn gleich durch dieſe Unterſtützungen das, was ich verloren, noch nicht völlig erſetzt worden, ſo haben mich doch ſolche Beweiſe einer herz⸗ lichen Theilnahme in meinem Vertrauen auf Den geſtärkt, der wohl züchtiget, aber ſich der Seinen auch erbarmt. Gottes Segen über Alle, die in meinem Unglücke ſich meiner angenommea. Grunberg, den 31. Januar 1847. Kaspar Heydt. Kirchenbuchsauszug vom December 1846. Friedberg. Getraute: 10. Heinrich Fink, hieſiger Bürger und Kreisraths-Büreau⸗ Gehülfe, ein Wittwer und Louiſe Marbach, des wei⸗ land hieſigen Bürgers und Dachdeckermeiſters, Georg Heinrich Marbach nachgelaſſene ehelich ledige Tochter. 26. Johannes Roth, hieſiger Bürger und Tapezierer, ein Wittwer und Maria Zerling, des hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters, Chriſtoph Zerling, ehelich ledige Töchter. 27. Chriſtoph Joſt, Bürger und Fuhrmann dahier, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Georg Joſt ehelich ledigex Sohn und Anna Katharina Bauſch, des Orts⸗ bürgers und Ackermanns Chriſtian Bauſch zu Nieder— wöllſtadt ehelich ledige Tochter. Getaufte: 6. Dem hieſigen Taglöhner und Bürger zu Oſthofen, Philipp Konrad ein Sohn, Friedrich Auguſt, geb. den 20. Nov. 6. Dem hieſigen Bürger und Schloſſermeiſter Heinrich Rumpf ein Sohn, Heinrich, geb. den 2 Dez. 8. Dem hieſigen Bürger und Müllermeiſter Heinrich Dietz ein Sohn, Johann Georg, geb. den 4. Dez. 9. Dem hieſigen Bürger und Gerbermeiſter, Ernſt Philipp Philippi eine Tochter, Margaretha, geb. den 20. Nov. 13. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Chriſtian Berg ein Sohn, Georg Friedrich Konrad, geb. den 18. Nov. 5 13. Dem hieſigen Kreisbüreau⸗Gehülfen, Lorenz Stumpf eine Tochter, Suſanna Maria, geb. den 16. Nov. 13. Dem Ortsbürger zu Rodheim und Schäfer dahier Jo⸗ hannes Glanz, ein Sohn, Heinrich, geb. den 7. Dez. 20. Eine uneheliche Tochter Anna Katharina, geb. den 26. Nov. 1 10 0 lacht, kaun ct; dafür de bei dem fenſtet und en. Eine noch den⸗ d ſich nun ten, oder e Manche „daß die obl in dem u frühen edle Men⸗ n. Durch ie Summe durch dieſe nicht vollig c eixer herz⸗ n geſtäͤrkt, erbarmt. aglücke ſich Heydt. r 1846. 608, Büreau⸗ „des weil⸗ 16 Georg ze Tochter. cherer, ein n Bürgers ing, chelich dabier, des Jost chelich det Ono⸗ „ zu Nieder⸗ „ Oſthofen, *—* 1 gc. den heinrich Iich Dick f philipp 20. Nov. n gien 1 Chi 23. 25. „% 34 Ein unehelicher Sohn, Kaspar Ludwig, geb. den 10. Dez. Dem hieſigen Bürger und Webermeiſter, Adam Schleu— ning eine Tochter, Suſanna Wilhelmina, geb. den 26. Nov. 11. 9 75 26. Dem hieſigen Bürger, Sattler und Tapezierer, Georg Wilhelm Klein eine Tochter, Karoline Wilhelmine, 13. geb. den 16. Nov. N 26. Dem hieſigen Bürger und Webermeiſter, Stephan Finzel ein Sohn, Jakob, geb. den 22. Nov. 17. 26. 27. 27. . 10. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Anton Simrock, ein Sohn, Philipp, geb. den 12. Dez. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Wilhelm Baumann eine Tochter, Eva Juliane, geb. den 28. Nov. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Briel eine Tochter, Mariane, geb. den 24. Nov. Eiue uneheliche Tochter, Louiſe Katharina Amalie, geb. den 19. Dez. Beerdigte: Joſt Heinrich Leierzapf, des hieſigen Poſtillons, Kon— rad Leierzapf eheliches Söhnlein, alt 1 Jahr 4 Mo⸗ nate und 12 Tage, r den 3. Dez.. Johannes Weynandt, des hieſigen Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Philipp Weynandt eheliches Söhnchen, alt 3 Monate und 4 Tage, 1 den 7. Dez. Eine uneheliche Tochter, Eliſabetha Maria, alt 20 22. N. 25. 25. 26. Margaretha Philippi, des hieſigen Burgers und Gerber⸗ meiſters Philipp Philippi, eheliches Töchterchen, alt 20 Tage, 1 den 10. Dez. Ein unehelicher Sohn, Johannes Friedrich, alt 1 Jahr, 3 Monate und 5 Tage, 1 den 10. Dez. Eliſabetha Magdalena Wüſtholz, des hieſigen Burgers und Maurermeiſters Philipp Holler, Stieftochter, alt 19 Jahre, 5 Monate und 18 Tage, 1 den 10. Dez. Sophie Ewald, der Wittwe Ewald dahier(katholiſcher Confeſſion) eheliches Töchterlein, alt 5 Jahre und 4 Monate, 1 ü den 15. Dez. Georg Mondigler, des hieſigen Bürgers und Kupfer— ſchmides Georg Mondigler, eheliches Soͤhnlein, alt 18 Monate, 7 den 19. Dez. Heinrich Glanz, des hieſigen Schäfers Johannes Glanz eheliches Söhnlein, alt 14 Tage, 1 den 20. Dez. Anna Suſanna Reul, geborne Beck, des hieſigen Buͤr⸗ gers und Strumpfwebers Wilhelm Reul, Ehefrau, alt 79 Jahre, 6 Monate und 27 Tage, I den 23. Dez. Martin Heß, des hieſigen Bürgers und Schuhmacher⸗ meiſters Martin Heß, eheliches Söhnlein, alt 5 Monate, t den 24. Dez. 25 Johann Heinrich Lorenz, Bürger und Schneidermeiſter dahier, alt 49 Jahre, 8 Monate und 1 Tag, k den 24. Dez. Tage, 1 den 8. Dez. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Oeffentliche Aufforderung. (106) Auf Antrag des Papierfabricanten Philipp Hüttenmüller zu Obereſchbach werden deſſen ſämmtliche Chirograpbargläubiger zum Verſuche eines Arrangements auf Mittwoch d. 3. Märzl. J., Vormit. 8 Uhr, mit dem Anfügen hierher vorgeladen, daß die Ausbleibenden nicht berückſichtigt, die Be— kannten aber als den Beſchlüſſen der Mehr— heit beigetreten erachtet werden. Groskarben am 25. Januar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Bekanntmachung. (105)(Marienſchloß) Nachſtebende Liefe- rungen für die hieſige Anſtalt, als: 19 1500 Cubikfuß eichene Trummen zu Küfer⸗ holz, 2) 200 Ellen ſtarken weißwollenen Boy zu Unterkleider für Sträflinge, 3) 54 M feine gebleichte Leinwand, 4) 36 u feines gebleichtes Bildzeug zu Handtücher, 5) 300 ordinäres ſtarkes ditto, 6) 100„„„ ungebleichtes ditto, ſollen im Soumiſſionswege an die Wenigſt⸗ fordernden vergeben werden. Darauf Reflec⸗ tirende wollen ihre deßfallſigen Soumiſſionen längſtens bis zum 9. Februar d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, auf dem Directorial-Büreau dahier, woſelbſt auch die Proben der von Nr. 1 bis 6 bezeichneten Gegenſtände eingeſehen werden können, portofrei und mit der erfor— derlichen Aufſchrift verſehen, verſiegelt ein— beſchen. Marienſchloß am 13. Januar 1847. N. Der Verwalter Bauer. Immobilien-Verſteigerung. (126) Donnerſtag den 11. Februar J. J., Morgens 11 ubr, wird in hieſigem Ratbhauſe das Adam Rauſchiſche Wohn- und Backhaus, benebſt den dazu gehörenden Scheuern, in Folge eingelegten Nachgebots, ſowie 3 Viertel Acker⸗ land im Großgalgenfeld, in bieſiger Gemarkung liegend, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Sollten ſich zum Wohn- und Backhaus keine Liebbaber einfinden, ſo ſoll daſſelbe aus der Hand verpachtet werden. Friedberg am 4. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben e Bekanntmachung. (127) Friedrich Adam Biermann dahier iſt gelonnen, Mittwoch den 10. Februar d. F. Vormittags 10 uhr, ſeine Scheuer, 48 Fuß lang, 28 Fuß breit, auf den Abbruch meiſt⸗ bietend verſteigern zu laſſen. Okarben den 31. Januar 1847. Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter 5 Bekanntmachung. (128) Sonnabend den 13. Februar d. J., Morgens um 11 Ubr, ſoll in dem Gemeinde⸗ haus zu Erbnadt, Juſtizamtes Windecken, ein nahe bei dem Schloß Naumburg gelegener Sandſteinbruch auf die Dauer von 9 Jahren durch öffentliches Ausgebot verpachtet werden. Hanau am 1. Februar 1847. Kurfürſtl. Heſſ. Oberförſterei. von Schenck z. S. Holz Verſteigerung. (129) Montag den 8. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll in dem Rodheimer Gemeindewald, Distrikt Spitzenſteinhecken, nachfolgende Holz— ſortimente, als: 1 5 Stecken birken Scheitholz, 2) 60 eichen 6 N eichen u. birken Pruͤgelholz, 4) 2„ aspen Prügelbolz, 595 7 1 eichen Stockholz, 60 1902 Stück eichen und birken Wellen, 7) 15 Stämme eichen Bau-, Werk und Nutzholz, 295 Cubikfuß enthaltend, 8) 6 eichen Stangen und 2 birken Stangen öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver— ſteigert werden. Die Zuſammenkunft findet am Holzſchlag auf der Waldbahn ſtatt. Be⸗ merkt wird, daß ſämmtliches Holz gegen vor⸗ ſchriftsmäßige Bürgſcheine bis den 1. October d. J. geborgt wird, und daß das eichen Scheit⸗ holz ſich beſonders für Küfer und Wagner eignet Rodheim den 1. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Bekanntmachung. (130) Dienſtag den 16. Februar 1847, ſoll, nach Verfügung Grbz. Landgerichts, dem Wirth Georg Köbler zu Schelbauſen, Mit⸗ tags 11 Uhr, auf Ort und Stelle 10 Drei Kühe, 2) ein einjähriges Rind, 3) ungefähr 10 bis 12 Centner Heu, 4) deßgl. 10 bis 12 Centner Grummet, 5) 20 Gebund Roggenſtrob öffentlich meiſtbietend und gegen baare Zah⸗ lung verſteigert werden. Bei annehmbaren Geboten wird der Zuſchlag ſogleich ertheilt und das Rindvieh abgeliefert. Ermenrod am 2. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Wenzel. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Lieferung von Laufdielen. (131) Dienſtag den 16. d. M., des Vormit— tags um 9 Uhr, ſoll in dem Gaſthaus zum Promenadehaus dahier die Lieferung von 25000 Fuß Laufdielen von Buchenholz, unter den bei der Perſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen öffentlich in Accord gegeben werden. Gießen den 3. Februar 1847. Der Gr. Heſſ. Sections Ingenieur der Section Gieſſen L. Lindt. Edietalla dung. (132) Jacob Fiſcher und deſſen Ebefrau Anna Katharina zu Bönſtadt, baben am 12. Januar 1811 bei Joh. Fr. Rauſch in Bon- ſtadt ein Capital von 100 fl. entliehen, das beſcheinigtermaßen wieder abgetragen iſt. Da jedoch der Hppotbekeintrag noch nicht gelöſcht iſt und die Hypothek verloren gegangen ſein ſoll, ſo werden, auf geſtellten Antrag, Alle, welche Rechte aus derſelben herleiten wollen, aufgefordert, ſolche ſo gewiß bis zum Freitag den 26. Februar Morgens hier geltend zu machen, als ſonſt jene Hypo⸗ thek für erloſchen erachtet und der Eintrag in den Hppothekenbuchern geſtrichen werden wird. Friedberg am 23. Januar 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Iſenb. Wächtb. Landgericht. Hofmann. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (133) Samſtag den 20. d. M., Vormittags 10 Ubr, ſoll zur Erbauung eines Viaduktes über das Roſenthal bei Friedberg, in dem Wirth⸗ ſchaftslekale der Herren Gebrüder Petermann auf der Mainkur dei Offenbach, die Lieferung von 200 Cubikklaftern Schichtenmauerſteinen, in einzelnen Looſen, aus den Sandſteinbrüchen des Mainthals, an die Mainkur; ſodann die Herbeifuhre derſelben von da nach Friedberg, unter den bei der Perſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen, öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Friedberg, am 2. Februar 1847.. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Stein⸗ und Sandlieferung. (131 Das Brechen und Fahren von 45 Cubik⸗ klaftern Rollir- und Mauerſteinen, ſowie die Lieferung von 12 Cubikklaftern Mauerſand, an verſchiedenen Bruͤckenbauſtellen der Gemar— kung Langgöns, wird Dienſtag den 9. Februar, Vormittags 10 uhr, auf dem Rathhauſe in Langgöns öffentlich verſteigert. Butz bach den 31. Januar 1847. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Holz ⸗ Verſteigerung. 5) Donnerſtag den 11. d. M., Vor⸗ 1 5 10 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Lückenbuſch, i 1) 4 Stecken eichen Scheitholz, 9 1„ Prügelholz, I aspen„ 4) 3„ buchen Stockholz, 5) 61/„ eichen„ 9 7„ aspen„ 7) 700„„ Reisholzwellen an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Der Zuſammenkunftsort iſt im Lücken⸗ buſch. Rodenbach den 2. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hetterich. . Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein Junge (110 von braven Eltern kann in die Lehre kommen bei C. W. Hamm, Herrnkleidemacher. Verſteigerung. * (136) Wegen Localveränderung und Abzug von Petterweil beabſichtigt der Unterzeichnete daſelbſt Dienſtag den 9. Februar, Morgens 10 Uhr anfangend, nachfolgende Gegenſtände, „ 44. beſtehend in 4 durchaus guten Wallachpferden, zwei ſchwarzen, von 4 und 8 Jahren und zwei braunen, von 8 und 13 Jahren, 2 zweijäbri⸗ gen Foblen, 8 Küben, 1 Rind, 6 fetten und 2 trächtigen Mutterſchweinen, 200 Malter Kartoffeln, welche ſich vorzüglich zum Stecken eigenen, etwa 80 Centner Heu und Grummet, 50 Fuder Stroh, 100 Körben Spreu, zwei durchaus guten und vollſtändigen zweiſpänni⸗ gen Wagen, drei Pflügen, 2 eiſernen und 2 hölzernen Eggen, mehrerem Pferdegeſchirr und ſonſtigen Ackergeräthſchaften, einer vollſtändi⸗ gen Brennerei mit 2 Keſſeln von 127 und 70 Maas, Bütten, Fäſſern und ſonſtigen, zur Oeconomie gehörigen Geräthſchaften, zu ver⸗ ſteigern, wozu Kaufliebhaber höflichſt einge⸗ laden ſind. Petterweil den 1. Februar 1847. Balthaſar Holtzmann. Ein junger Oekonom, (137) theoretiſch und practiſch gründlich gebildet, der bereits ſeit drei Jahren als Oeko⸗ nomie⸗Verwalter fungirt, ſucht ſeine jetzige Stelle mit einer andern ähnlichen, auf den 20. März l. J. zu vertauſchen. Wer? ſagt die Expedition d. Bl. 5 Ge ſ uch. (138) Auf petritag 1847 wird ein guter Fahrknecht, welcher ſich mit guten Zeugniſſen ausweiſen kann, in Dienſt geſucht. Von wem? ſagt die Expedition d. Bl. Entkommener Hund. (139) Am 28. Januar iſt mir ein weiß⸗ rotber Hund entkommen, derſelbe iſt mittlerer Größe und hat ein Halsband mit einem eiſer⸗ nen Ringe um. Derjenige, welcher mir auf irgend eine Weiſe eine Spur davon gibt, er— hält von mir eine gute Belohnung. Grüningen im Kreiſe Hungen den 1. Februar 1847. Heinrich Carl Frey. Schellfiſche, Stockfiſche, Lap⸗ perdan und Buͤckinge (140) billiisſt zu haben bei 5 Materialiſt H. Hahn. Friedberg im Februar 1847. Literariſche Anzeige. (141) Bei G. D. Bädeker in Eſſen iſt ſoeben erſchienen und bei C. Binder nagel in Friedberg zu haben: Ueber Inſpection, Stellung u. Weſen der neuen(modernen) Volksſchule. Von Adolph Dieſterweg. Zum Beſten der deutſchen peſtalozzi⸗ Stiftung. 9 Sgr. Frankfurter Gold-Cours vom 5. Februar. 7 815 Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 48 ½9 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56 Rand⸗Ducaten 5 34 ½ 20 Frankſtücke 8 929 Engliſche Souverains 11153 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Sexageſimä d. 7. Febr. 1847 pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Baur. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Müller. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Ohly. Fruchtpreiſe 288. Jan. 22. Jan. 20. Jan Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau 0 fl. 12 75 fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 18— 181217 40 Korn„„ 16— 1410 14 10 Gerſte„ 55 12 30113271230 Fair„„ e ee Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 7. bis 13. Febr. 1847. 2. Fried⸗ Butz⸗ S Brod⸗Preiſe. berg. bach. 155 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 511 51— 21 7 77 1003 101 44„„ 21 1 20 f th. eth — Milchbrod 1.2 127 — Waſſerweck 127 Gemiſchtes(Tafel⸗/ Brod 13 13½ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch ieee 25— 12— zg; gemäſtete— 8— 0 Kühfleiſch as. ; 30 gemäſtetes 8— 8— 4 Rindfleiſch ungemäſtetes 7 „ Kalbfleiſch 6— 16— „ Schweinenfleiſch 12— 12— „ Hammelfleiſch 812 2 „ Schaaflleiſch 16 1(——— „ Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 7 „ Dörrfleiſch 17— 17— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 24— 24 unausgelaſſen 222 „ Nierenfett 22 220 „ Hammelsfett 181— 1181— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg J. d. A Krach. Gr. Kr.⸗Sert. Die Polizei⸗Tare für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. — K