m dun. Dahn, qug eshalb ſo gedachten e Austunft mann, dmmiſar. N de aun etwas ing hafte. 1817. tmann. hener Geſell⸗ berzoß⸗ obe/l le der in am 15.5 tes 1846. fl.— kr. „ 8 A* 227 en dei dem Iſchaft zur cet. ge noten Be⸗ Nap, et. f g. en bieſigen ich hiermit Lager von us Beſte tebrlen Ab- Auch zur ih wieder pelche nach nd— 4 ud billten u Geſchiſt chlen, daß meine ge⸗ ö wie ſeit eſuche und dethten. 4 tuning. — igen 3 urglirce: utglirche 9. urg. — Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ** M27. Sonnabend, den 3. April 1847. Amtlicher Theil. Oeffentliche Nachricht. Betreffend: Das Mathildenſtift. Da der Zahlung der fälligen Zinſen von Einlagen wegen der Andrang an dem gewöhnlichen Zahltage Anfangs des Monats April ſehr groß zu werden droht, ſo iſt, je doch lediglich zur Eempfangnahme und Gutſchreibung von Zinſen auch noch Freitag den 9. April, Samſt g„ 10. 7 Montäg„ 12.„ Dienſtag„13.„ bei der Kaſſe zu Friedberg für dieſes Jahr als Zahltage be— ſtimmt worden. Friedberg den 28. März 1847. Der Großh. Heſſ. Kreisrath, als Präſident des Mathildenſtifts Küchler. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Großh. Buͤrgermeiſter des Kreiſes. Betreffend: Das Landgeſtüt, insbeſondere den Abgang der Landbeſchäler 5 auf die Geſtütsſtationen. Sie werden alsbald zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß die Grßh. Landgeſtütsbeſchäler auf die Geſtütsſtation Engelthal abgegangen ſind. f Friedberg den 29. März 1847. Küchler. Oeffentliche Nachricht. Da verſchiedene Gegenſtände noch nicht ſoweit ge— diehen ſind, um in der auf Samſtag nach Oſtern be— ſtimmten Generalverſammlung vorgelegt werden zu können, ſo iſt es angemeſſen, daß die Verſammlung an dieſem Tage nicht ſtattfinde. Dieſes bringe ich zur Kenntniß der Ver⸗ einsmitglieder unter dem Bemerken, daß ich mir vorbe— halte, den demnächſtigen Termin zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. 5 Friedberg den 30. März 1847. Der Großh. Kreisrath, als Präſident des Mathildenſtifts Küchler. Der edle Einfluß einer ſchlichten Dienſtmagd auf den Charakter H. Peſtalozzi's. In dem erſten Bändchen von„Die Männer des Volks, dargeſtellt von Freunden des Volks“) wird Seite 107 erzählt:„Die Mutter(nämlich die des Peſtalozzi) verband mit ihrer Gemüthlichkeit zugleich ein gutes Theil Schwäche und übertriebene Nachſicht, konnte ſie ja den Heinrich nicht einmal zu äußerlicher Reinlichkeit und Ord— nungsliebe gewöhnen, ſo daß er ſich übel vor ſeinen Mit— ſchülern auszeichnete. Der Vater kannte die Unſelbſtſtän⸗ digkeit ſeines Weibes, daher ließ er auf dem Sterbebett eine treue Dienſtmagd vor ſich kommen und ſagte:„„Babeli, um Gottes und Aller Erbarmen willen, verlaſſe meine Frau nicht. Wenn ich todt bin, ſo iſt ſie verloren, und meine Kinder kommen in harte, fremde Hände, ſie iſt ohne deinen Beiſtand nicht im Stande, meine Kinder bei einander zu halten.““ Und das Babeli, wiewohl erſt einige Monate vom Lande in den Dienſt gezogen, blieb; durch ihre treue Hülfe gelang es, die Kinder beiſammen, das Hausweſen aufrecht zu erhalten. Das Verſprechen:„„Ich verlaſſe Ihre Frau nicht, wenn Sie ſterben; ich bleibe bei ihr bis in den Tod, wenn ſie mich nöthig hat;““— ) Von dieſem Werke, welches in monatlichen Bändchen von 8— 10 Bogen Stärke herausgegeben wird, find bereits zwei Bändchen erſchienen. Das erſte enthält: Ulrich von Hutten und Franz von Sickingen von E. Duller, Heinrich Peſtalozzi von A. Nodnagel und Jacob Laffitte von W. Sauerwein. Wir haben es mit großem Intereſſe geleſen und empfehlen es nicht allein allen Volksleſe- zirkeln, ſondern Jedem, der Freude hat an erhabenen Beiſpielen. Der Eine wird eine angenehme Unterhaltung finden, der Andre aber Troſt und Ermuthigung daraus ſchöpfen, wenn ſeine red⸗ lichen Abſichten verkannt und verdächtigt werden; er wird auf's Neue ermuntert werden für die Ausbreitung vernünftigen Denkens, wahrhaft ſittlichen und humanen Lebens und Strebens zu wirken. — Der Preis eines einzelnen Bändchens iſt 36 kr.; wenn man ſich aber zur Abnahme von 12 aufeinander folgenden Bändchen verbindlich macht, ſo wird je eines zu nur 24 kr. berechnet.— Sobald wir die folgenden Bändchen geleſen haben, werden wir darguf zurück kommen. Die Red. * 108 erfüllte ſie im Drang der ſchwierigſten Verhältniſſe, mit einer Ausdauer und zugleich mit einer Umſicht und Klug⸗ heit, die um ſo bewundernswürdiger war, als ſie von aller äußern Bildung entblößt, eben aus der armen Dorf— hütte in die Stadt gekommen. Kein Wunder, daß dieſer Charakter,„„edel und in Unſchuld und Einfalt, bis zur Erhabenheit großherzig,““ entſchiedenen Einfluß auf den Knaben übte, daß das anſchauliche Bild ſolcher Liebeskraft in einem ſchlichten Bauernmädchen ihn lehrte, welche Schätze in der reinen Menſchennatur liegen und ſich aus ihr ent⸗ falten, wenn ſie nicht durch Kunſt oder Künſtelei verdorben ward. In der That dankte er dadurch dem Babeli mehr, als durch die äußerſte Sparſamkeit und Schonung der Kleider, welche das Mädchen den Kindern immer ein— ſchärfte. 5 Ueber Kartoffeldüngung. (Aus der Didaskalia Nr. 66.) Bei der gegenwärtigen ſchweren und bedrängten Zeit gibt man ſich allenthalben Mühe, durch Zuſatz von Surro⸗ gaten billigeres Brod zu liefern, durch chemiſche Mittel an⸗ gefaulte Kartoffeln genießbar zu machen u. ſ. w. Alle dieſe Beſtrebungen ſind gut und löblich, aber es wird ſich bald herausſtellen, daß die dadurch bezweckte Abhülfe nicht be⸗ langreich und durchgreifend iſt.— Bei weitem wichtiger iſt es, den Bau der Kartoffeln wieder empor zu bringen und der Fäulniß derſelben, die wir, wenn ſie einmal eingetreten iſt, nur ſehr ſchwer hemmen können, mit allen Kräften vor⸗ zubeugen. Nach den vorliegenden Erfahrungen finden ſich, unter im Uebrigen gleich bleibenden Umſtänden, ſtets auf ſtark mit animaliſchem Dünger gedüngten Feldern die meiſten faulen Kartoffeln, und ich hege die feſte Ueberzeugung, daß man durch ein zu ſtarkes Düngen mit ſtickſtoffhaltigem Dün⸗ ger die Kartoffeln wie zu einem übermäßig üppigen Wachs⸗ thum, ſo zu einer allmäligen Entartung gezwungen hat; denn faſt bei allen Fruchtfolgen und bei jeder Art der Feld⸗ wirthſchaft werden die Kartoffeln in das friſch gedüngte Land geſetzt. Bei Fortführung dieſes der Kartoffel offen⸗ bar nicht zuſagenden Verfahrens werden wir daher aller Wahrſcheinlichkeit nach auch bei künftigen Ernten die trau⸗ rigen Erſcheinungen der letzten Jahre leider wiederholt ſehen. Ich kann daher nicht umhin, einen Verſuch zur Kennt⸗ niß eines größeren Publikums zu bringen, der— unter meiner Leitung im vergangenen Sommer auf dem Hof Geis— berg dahier angeſtellt— einen ſehr günſtigen Erfolg hatte und geeignet iſt, meine oben ausgeſprochene Anſicht auf's kräftigſte zu ſtützen und ſomit Hoffnung auf baldige Beſei⸗ tigung des Uebels zu erwecken. Ein Meter⸗Morgen Landes, der mehrere Jahre nicht gedüngt worden war, wurde, unter Anwendung von rein mineraliſchem Dünger, mit virginiſchen Kartoffeln bebaut. — Hinſichtlich der Wirkung ſpricht ſich der Jahresbericht über die Verſuchsfelder des herzogl. naſſ. landwirthſchaft⸗ lichen Vereins, ſiehe Nro. 52 des landwirthſchaftlichen Wo⸗ chenblattes für das Herzogthum Naſſau, alſo aus: f„Der Erfolg war, daß der Ertrag jenem dieſer Sorten in anderen Jahren nicht nachſtand, und daß kranke Kartof⸗ feln auf dieſem Grundſtück nicht gefunden wurden.“ Hierzu muß noch bemerkt werden, daß andere benach⸗ barte Grundſtücke, welche nach gewöhnlicher Art gedüngt werden, beträchtlich durch die Kartoffelfäule gelitten hatten, vergl. im oben angeführten Blatt Pag. 410. Ich kann alſo dieſe Art der Kartoffeldüngung mit Recht zur Nachah⸗ mung uud Prüfung empfehlen. Den Dünger kann Jedermann mit geringer Muͤhe und unbedeutenden Koſten ſelbſt bereiten. Fur einen Meter⸗ Morgen braucht man 100 Pfd. Dieſe erhält man durch inniges Zuſammenmiſchen von 20 Pfd. Buchenholzaſche, 15 Pfd. gebrannten und gemahlenen Knochen(ſogenanntem gebrannten Hirſchhorn), 10 Pfd. Gyps, 15 Pfd. Soda oder Kochſalz und 40 Pfd. gebranntem zerfallenem Kalk.— Beim Setzen der Kartoffeln wird in die für die einzelnen beſtimmten Grübchen die jeder Kartoffel zukommende Menge des Düngers(welche man durch Diviſion mit der Anzahl der auf einen Meter-Morgen zu ſteckenden Kartoffeln in 3200 Loth findet, und für die man ſich ein kleines Mäß⸗ chen macht) geſchüttet, ein wenig Erde darüber geſtreut und dann die Kartoffel wie gewöhnlich eingelegt. Wiesbaden den 27. Februar. Prof. Dr. Freſenius. Die Setzkartoffeln beteffend. Herr Pfarrer Flick in Peterweil hat berejts in Nr. 17 d. Bl. von 1835 unter obiger Rubrik, auf mehrjährige Erfahrung geſtützt, nachgewieſen, daß wenn ganze Kartof⸗ feln geſetzt werden, die Erndte bedeutend ergiebiger iſt, als wenn blos Kartoffelſtücke dazu verwendet werden. Er ſchreibt in dieſer Beziehung aufs Neue:„Ich möchte gerade jetzt vorzugsweiſe anrathen, wo möglich nur ganzer, wenn auch kleiner, wiewohl völlig reif gewordener Kar⸗ toffeln zum Setzen ſich zu bedienen; da, wo man jedoch mit ſolchen nicht ausreichen ſollte, die Kronkeime doch wenigſtens nicht allzukärglich abzuſchneiden, ſo wie beſonders noch dar⸗ auf zu ſehen, daß kein erhitztes oder gar ſchon angefaultes Kartoffelſtückchen zur Einlage verwendet werde. Daß hier⸗ bei die Keime möglichſt nach Oben gelegt werden müſſen, verſteht ſich wohl von ſelbſt: aber Das glaube ich hier noch beſonders anfügen zu müſſen, daß zerſtuͤckte Kartoffeln nur in— in der Regel mittelſt früherer Aufackerung— gehörig gelockerten Boden gelegt werden dürfen; indem bei allen⸗ fallſiger trockener Witterung faſt ſammtliche— zumal ſpär⸗ lich— zerſtückte Kartoffeln, welche hohl zu liegen kommen, verdorren, ſomit ihre Keimfähigkeit verlieren; während da⸗ gegen ſelbſt auch nur kleinere ganze Kartoffeln wohl einen ganzen Monct über in der trockenſten Erde zum Theil ſelbſt nur halb bedeckt liegen können, ohne daß deren Keimkraft weſentlich dadurch vermindert würde.“ Vorzügliches Mittel alle Samenarten recht fruchtbar zu machen. Man nehme 3 Maas Urin von Rindvieh, 5 Loth Kochſalz, 3 Loth Salpeter, fuͤlle das Ganze in ein Kochge— ſchirr und laſſe es 1½ Stunde ſieden. Jetzt wird das Ganze vom Feuer genommen und in noch heißem Zuſtande 7, Pfund ungelöſchter Kalk zugeſetzt, welcher aber friſch ſein muß und nicht an der Luft zerfallen ſein darf. Das Gamze wird nun, wie man in den Haushaltungen die Lauge bereitet, durchgeſeiht und der beliebige Samen darin ein⸗ geweicht, wieder etwas abgetrocknet und ausgeſäͤet. Den Ueberreſt kann man zum Begießen benutzen. Bei Anwendung obigen Mittels bittet man um gütige Mittheilung des Erfolges durch dieſes Blatt. Uebungs⸗Aufgaben für das ſchriftliche Rechnen in Volks⸗ ſchulen. Von einem Vereine von Lehrern in der Wetterau. 1., 2. und 3. Stufe. Friedberg(Bin⸗ dernagel) 1846. Hierüber enthält das Decemberheft des in Offenbach erſcheinenden Schulblatts folgenden Aufſatz: n durch ſche, 15 nanntem da oder kalk.— einzelnen Menge Anzahl feln in 8 Maß⸗ teut und in Nr. hriahrige Kurof⸗ iſt, als ſchreibt de jetzt „wenn er Kar⸗ doch mit enigſtens loch dar⸗ gefaultes daß hier⸗ müſſen, hier noch feln nur gehörig i allen⸗ nal ſpar⸗ kommen, rend da⸗ yl einen geil ſelbſt Keimkraft n recht 5 Loth Kochge⸗ eiud das Zuſtandt er frisch 7 Das die Lauge atin ein- et. Den n güne 5 in Bolls⸗ f in der 1(Bi Oferta N 109 422 An Aufgabe⸗Sammlungen für das ſchriftliche Rechnen fehlt es uns nicht. Sie ſind ein Bedürfniß namentlich für überfüllte Schulen geworden. Aber nur dann können ſie dem Lehrer von wahrhaftem Nutzen bei ſeinem Unterrichte ſein, wenn damit zugleich der Forderung einer verbeſſerten Methode ſowohl in theoretiſcher, wie in practiſcher Hinſicht entſprochen wird. Seit der durch Peſtalozzi begonnenen Reform des Erziehungs- und Unterrichtsweſens hat nun nicht leicht in einem andern Lehrgegenſtande ein regerer Wetteifer, unter den Pädagogen ſtattgefunden, dem Lehr— ſtoffe die möglichſt bildende Seite abzugewinnen, ihn für den Schüler in naturgemäßer Stufenfolge zu verarbeiten, als gerade in der Zahlenlehre. Dabei verfiel man jedoch in zwei einander entgegengeſetzte Extreme. Während näm— lich einige Pädagogen dafür hielten, dem Schüler in Be— zug auf das einſtige Berufsleben nur die neugewonnenen praktiſchen Reſultate und mechaniſchen Kunſtgriffe im Rechnen mittelſt hierzu beſtimmter Aufgabe-Hefte anzueignen, fehlten andere in der Weiſe, daß ſie das Heil des Schülers faſt ausſchließlich von der Einwirkung einer möglichſt geiſtbil— denden Methode erwarteten, den Lehrſtoff bis in die einzel— ſten Theile zerſplitterten, aber die Gewinnung eines erhöhten Grades von mechaniſcher Fertigkeit außer Acht ließen. Beide für ſich beſtehende Beſtrebungen hat mit Recht die Zeit als einſeitig verworfen, und ſchon hat man die goldene Mittel— ſtraße aufzuſuchen und einzuſchlagen begonnen. Das Loſungs— wort derſelben lautet: Verbinde bei deinem Unterrichte mit einer gereiften Theorie die ihr entſprechende und für beide in würdigem Maße gehaltene Praxis. Dieſem Grundſatze huldigt auch das vorliegende Werkchen, welches in drei ge— ſonderte Stufen abgetheilt iſt, deren jedes ein beſonderes Heftchen bildet. Die erſte Stufe enthält Aufgaben in ganzen Zahlen für die ſogenannten vier Grundrechnungsarten. Die zweite Stufe umfaßt Aufgaben in gebrochenen Zahlen— in einfachen und zehntheiligen(Decimal-) Brüchen. Die dritte Stufe endlich bietet Aufgaben für die einfache und zuſammengeſetzte Regeldetri, Zinsrechnung, Gewinn- und Verluſtrechnung, Rabatt- und Miſchungsrechnung, eine An— zahl vermiſchter Aufgaben zur Wiederholung und, als An⸗ hang, Aufgaben über Berechnung der Flächen und Körper dar. Die Auflöſungen zu ſämmtlichen Aufgaben machen ein beſonderes Heftchen aus. Die ganze Anorduung befolgt einen ſtreng methodiſchen Gang, der genau den neueren Fortſchritten in der Zahlen— lehre entſpricht. Dem Lehrer wird es ein Leichtes ſein, ſich bei ſeinem Unterrichte an ihn anzuſchließen. Die Aufgaben ſelbſt ſind geiſtweckend, praktiſch und dem jedesmaligen Bildungsgrade des Kindes angemeſſen, reihen ſich in luͤcken— loſer Folge, immer das Folgende vorbereitend, einander an. Bei aller Sorgfalt für practiſche Uebung ſtets geiſtige Friſche, die dem Schüler den Unterricht angenehm macht und ihn von todtem Mechanismus fern hält. Papier und Druck ſind ohne Tadel, und da jede Stufe geheftet auch einzeln(für 6 kr.) verabfolgt wird, wodurch die Anſchaffung ſelbſt den ärmeren Kindern möglich gemacht worden iſt, ſo können wir nicht anders, als dieſes ganz zeitgemäße, dem oben aufgeſtellten Grundſatze durchaus huldigende Werkchen unſeren Kollegen zur Einführung in ihre Schulen angelegentlichſt empfehlen. Ho ck. Acht Männerchöre, componirt von X. Schnyder von Wartenſee. Friedberg in der Wetterau, bei C. Bindernagel.(Preis 36 kr.) Ueber dieſe Männerchöre bringt die Nr. 20 von 1846 der Zimmermann'ſchen Schulzeitung folgende Beurtheilung: Solchen gediegenen Männerchören, wie den vorliegen— den, wünſcht Rec. bald wieder zu begegnen. Denn wer die Kunſt,„den Text durch die Noten lebendig zu machen“, ſo inne bat, wie Herr Schnyder v. Wartenſee, der ſollte ſein Licht etwas mehr, als es bisher wohl der Fall geweſen, vor den Leuten leuchten laſſen! Die in der Vorrede niedergelegten Gedanken über das wahre Verhältniß der Muſik zur Poeſie mögen ſich unſere Herren Geſanglehrer wohl ad notam nehmen; ſie ſind es werth, unſerer jetzigen Generation zur Nachahmung einge— ſchärft zu werden.. L. E. An die Wetterauer Leſevereine. Der Vorſchlag, welchen ich neulich machte, daß ſich die Wetterauer Volksleſevereine enger an einanderſchließen möchten, um ſich wechſelſeitig ihre Erfahrungen mitzutheilen, damit nur gediegene Schriſten verbreitet werden, und um durch gemeinſchaftliches Wirken die Koſten zu vermin⸗ dern, hat hier und da Anklang gefunden. Zugleich iſt der Vorſchlag gemacht worden, daß Mittwoch den 7. April wo die Predigtamtscandidaten entlaſſen werden, eine Beſprech— ung Statt finden möchte, und zwar des Nachmittags gegen 3 Uhr. Näheres iſt den Tag noch mündlich bei der Re— daction dieſes Blattes zu erfahren. O. K. Sk. Kirchenbuchsauszug vom Januar 1847. Friedberg. Getraute: 10. Heinrich Weynandt, hieſiger Buͤrger und Schuhmacher, des hier verſtorbenen Bürgers und Schuhmachermeiſters Johann Philipp Weynandt nachgelaſſener ehelich lediger Sohn, und Anna Margaretha Veith, des verſtorbenen Bürgers und Zimmermanns Johann Georg Veith zu Oberroßbach nachgelaſſene ehelich ledige Tochter. 10. Bernhard Schmidt, des dahier verſtorbenen Buͤrgers und Müllers Andreas Schmidt hinterlaſſener ehelich lediger Sohn, und Johanna Philippina Juſtine Mar⸗ garetha Renner, des verſtorbenen Musketiers bei der 1. Compagnie im 1. Bataillon Leibregiment Jakob Renner hinterlaſſene ehelich ledige Tochter. 31. Johannes Werner Raab, Handelsmann dahier und Bürger in Romrod, des daſelbſt verſtorbenen Bürgers Kaspar Raab hinterlaſſener ehelicher Sohn, und Maria Magdalena Kopp, des verſtorbenen hieſigen Hirten Jakob Kopp hinterlaſſene eheliche Tochter. Getaufte 1. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Johannes Enders eine Tochter, Dorothea, geb. den 21. Dec. 1. Dem hieſigen Rechnungspractikanten und Bürger zu Höchſt im Odenwalde Leonhard Boländer eine Tochter, Anna Eva Karolina, geb. den 17. Dec. 10. Eine uneheliche Tochter, Johannette Katharina, geb. den 28. Dec. 10. Dem hieſigen Buͤrger und Schreinermeiſter Ludwig Karl Finkernagel eine Tochter, Marie Sophie Mag⸗ dalena, geb. den 29. Dec. N 10. Dem hieſigen Bürger und Ackermann Friedrich Briel eine Tochter, Margaretha, geb. den 29. Dec. 12. Dem hieſigen Burger und Handelsmann Daniel Chri— ſtian Fritz eine Tochter, Maria Chriſtiane, geb. den 19. Dec. 24. Dem hieſigen Burger und Schreinermeiſter Wilhelm 5 Stritzinger eine Tochter, Friedericke Philippine, geb. den 14. Jan. , e e. 22. Ein bald nach der Geburt geſtorbenes Söhnchen, 1 den 21. Jan. 24. Dem Wegaufſeher Johann Peter Gatzert dahier ein 24. Heinrich Stamm, hieſiger Bürger und Mehlhändler alt 42 Jahre, 7 Monate und 10 Tage, 1 den 22. Sohn, Peter Karl, geb. den 2. Jan. 24. Dem hieſigen Bürger und Zimmermeiſter Joſeph Bender 8 Januar. eine Tochter, Anna Katharina, geb. den 7. Jan. 25. Johannes Giens, des Peter Giens Ortsbürger zu 24. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Friedrich Stein eine Tochter, Eliſabetha Charlotte, geb. den 3. Januar. eine Tochter, Eliſabethe, geb. den 23. Jan. Beerdigte: 8. Heinrich Martin Decher, des hieſigen Bürgers und Waldmichelbach, ehelicher Sohn, Musketier im 2. Ba⸗ taillon des 4. Gr. Infanterie⸗Regiments, alt 22 Jahre, 3 Monate und 20 Tage, k den 23. Jan. 24. Dem hieſigen Bürger und Fuhrmann Chriſtoph Joſt 26. Eliſabethe Joſt, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Chriſtoph Joſt, eheliches Töchterchen, alt 2 Tage, 5 den 25. Jan. s f 27. Ein unehliches Töchterchen Johannette Katharine, alt 4 Wochen, 7 den 25. Jan. Sattlermeiſters Heinrich Martin Decher, eheliches Söhn— g 28. Johann Heinrich Sauer, des weiland hieſigen Burg⸗ chen, alt 1 Jahr, 1 Monat und 1 Tag, 1 den 6 Jan. 11. Eine uneheliche Tochter, Louiſe Katharina Amalie, alt 21 Tage, 1 den 9. Jan. 21. Margaretha Stork, geb. Winter, des verſtorbenen hie— ſigen Bürgers und Gerbermeiſters Johann Konrad Stork präceptors Johannes Sauer ehelich lediger Sohn, alt 54 Jahre und 2 Monate, 1 den 26. Jan. 28. Dorothea Frick, geb. Engel, des hieſigen Bürgers und Kaminfegers Johannes Frick Ehefrau, alt 28 Jahre, 6 Monate und 6 Tage, 7 den 26. Januar. hinterlaſſene Wittwe, alt 71 Jahre, T den 19. Jan. 30. Johann Wilhelm Schmidt, penſionirter Oberfeldwebel, 21. Louiſe Chriſtine Wagner, geb. Kopp, des hieſigen alt 63 Jahre, r den 28. Jan. Bürgers und Rathsdieners Franz Albrecht Wagner 30. Adolph Ludwig Windecker, des hieſigen Bürgers und Ehefrau, alt 28 Jahre, 9 Monate und 8 Tage, 1 den 19. Jan. meiſters Karl Eck, eheliche Tochter, alt 37 Jahre, 2 Monate und 26 Tage, 7 den 19. Jan. Metzgermeiſters Philipp Heinrich Windecker eheliches Söhnchen, alt 1 Jahr 3 Monate, den 28 Jan. 22. Katharina Eck, des hieſigen Bürgers und Leinweber- 31. Chriſtian Reitz, des hieſigen Bürgers und Schreiners Chriſtoph Martin Reitz eheliches Söhnchen, alt 3 Mo⸗ nate und 15 Tage, 7 den 29. Jan. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S ⏑ f ιιννν Edictalla dung. (468) Cigenthums⸗ oder ſonſtige Anſprüche an das von Heinrich Scheerer II. Eheleute zu Meiches verkaufte, in der dortigen Gemar⸗ kung liegende Grundſtück, als: 575/8 VII/31 936[] Klftr. Wieſe im Elend an Konrad Eifert II. ſind binnen vier Wochen dabier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls der Kauf— brief beſtaͤtigt wird. Ulrichſtein den 20. März 1847.. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (46000 Donnerſtag den 8. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe da— hier nachſtehende Arbeiten und Materialliefe— rungen zur Erbauung eines Viadukts über die Staatsſtraße nördlich von Niederwöllſtadt, an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden, als: Maurerarbeit veranſchlagt zu 1764 fl. 52 kr. Steinhauerarbeit 4070„ 44„ Zimmerarbeit 374% 52„ Lieferung von 417 Bütten Waſſerkalk 667„12, Voranſchläge und Bedingungen liegen vom 1. April an auf dem Bureau des Unterzeich— neten zu Jedermanns Einſicht bereit, Fliedberg am 22. März 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg 0 Hochgeſand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (4635) Donnerſtag den 8. April l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe dahier nachſtehende Arbeiten und Material⸗ lieferungen zur Erbauung eines Viaductes in der Bruchenbrücker-Hoble an die Wenigſtneh⸗ menden öffentlich verſteigert werden. Maurerarbeit veranſchlagt zu 2417 fl. 45 kr. Steinhauerarbeit 4217 24„ Zimmerarbeit 356„23„ Pflaſtererarbeit mit Materialien 423 43, Lieferung von 337 Bütten. Waſſerkalk 523% 12% Voranſchläge und Bedingungen liegen vom 1. April an auf dem Bureau des Unterzeich⸗ neten zu Jedermanns Einſicht bereit. Friedberg am 22. März 1847. 5 Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗WeſerEiſenbahn. (66) Donnerſtag den 8. April l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe dahier nachſtehende Arbeiten und Material⸗ lieferungen zur Erbauung eines Durchgangs am kleinen Haingraben in der Gemarkung Friedberg, an die Wenigſtnehmenden öffentlich verſteigert werden. Maurerarbeit veranſchlagt zu 321 fl. 15 kr. Steinhauerarbeit 861 44% Zimmerarbeit 111 834 Schloſſerarbeit 32 Weiß binderarbeit 5 2— Pflaſtererarbeit. 45„ 4„ Lieferung von 45 Bütten Waſ⸗ ſerkalk 72,—„ Voranſchlag und Bedingungen liegen vom 1. April an, auf dem Bureau des Unterzeich⸗ neten zu Jedermanns Einſicht bereit. Friedberg am 22. März 1847. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main-Weſer⸗Eiſenbahn. (467) Donnerſtag den 8. April l. F., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe dabier nachſtehende Arbeiten und Material⸗ lieferungen zur Erbauung eines Viaductes uber den Mainzerthorweg in der Gemarkung Fauerbach II. an die Wenigſtnehmenden öffent⸗ ſich verſteigert werden. Maurerarbeit veranſchlagt zu 1050 fl. 9 kr. Steinhauerarbeit 2527 12 Zimmerarbeit 305 fl. 18 ke. Schloſſerarbeit 90*—„ Weißbinderarbeit 4% 29„ Lieferung von 250 Bütten Waſſerkalk 400—„ Voranſchlag und Bedingungen liegen vom 1. April an auf dem Büreau des Unterzeich⸗ neten zu Jedermanns Einſicht bereit. Friedberg den 22. März 1847. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (468) Donnerſtag den 8. April l. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſoll auf dem Ratbbauſe da— hier die Anfertigung von 6 Pumpen. an den Wenigſtnehmenden öffentlich in Accord gegeben werden. Jede Pumpe iſt veranſchlagt die Schreinerarbeit zu 28 fl. 26 kr. „Schloſſerarbeit 38 29 Von dem 1. April an liegen die Zeichnun⸗ gen und Bedingungen zu Jedermanns Einſicht auf dem Bureau des Unterzeichneten bereit. Friedberg den 22. März 1847. i Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (469) Freitag den 9. April l. JI, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll das Abheben der Bauerde von der Friedberger Straße bis an den Bru⸗ chenbrücker Hohlweg, Gemarkung Bruchen⸗ brücken, veranſchlagt zu 656 fl. 20 kr., an Ort und Stelle, unter den bei der Verſteige⸗ rung bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 23. März 1837. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Verſteigerung von Chauſſirarbeit. (300) Samſtag den 3. April d. J., Nach- mittags 3 Uhr, ſoll im Gaſthaus zum Pro⸗ menadehaus dahier die Chauſſirung der neuen . ichen,. (handler den N. iger zu 2. Ba⸗ 2 Jahre, Tmawad cage, me, alt n Burg⸗ ohn, alt gers und Jahre, dwebel, rs und heliches Jan. chreiners t 3 Mo⸗ Straße von der Lahnbrücke bis zum Anſchluß an die Heuchelheimer Chauſſee öffentlich an den Wenigſtfordernden unter den alsdann be— kannt gemacht werdenden Bedingnugen ver⸗ ſteigert werden. 1 Gieſſen den 25. März 1847.. Der Großh. Provinzialbaumeiſter der Provinz Oberheſſen. Müller. Bekanntmachung. (5090 Dienſtag den 6. April, als am drit⸗ ten Oſterfeiertage, Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe für Rechnung der Georg Groß'ſchen Erben dahier ca. 10 Morgen Ackerland verkauft und 1„ unter den im Ter⸗ min bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verpachtet werden. Die Verzeichniſſe ſind bei den Schützen ein⸗ zuſehen. Friedberg am 29. Marz 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Aufforderung. (8110 Folgende perſonen von hier als: 19 Poilipp Steuernagel, 2) Konrad Steuernagel, 3) Johannes Wirth II., 4) Heinrich Schröder II., 5) Georg Kuhl, 6) Konrad Lieber enz, 7) Martin Weiſebach II., 8) Johann Wilhelm Geck, 9) Heinrich Müller Ar Wittwe, 100 Cbriſtian Müller, ledig und 110 Konrad Schultheiß, ledig, beabſichtigen mit ihren reſp. Familien nach Nordamerika überzuziehen. Forderungen an dieſelben ſind bis zum 20. April d. J. auf hieſiger Bürgermeiſterei anzugeben, indem ſpä⸗ tere Forderungen nicht berückſichtigt werden. Die Herrn Bürgermeiſter werden um Ver⸗— öffentlichung dieſer Aufforderung erſucht. Dauernheim am 26. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Weith. Bekanntmachung. (475) Nachſtehende Lieferungen für die hie⸗ ſige Anſtalt, als: ö 1) 600 Ellen ſtarken, 1%s Ellen breiten, lei nenen ſ. g. Heſſen⸗Zwilch, 2) 3 Centner weiße reine Hammelwolle und 3) 1 Centner ſchwarze dergl. ditto, 5 ſollen im Soumiſſionswege an den Wenigſt⸗ fordenden vergeben werden. Darauf Reflectirende wollen ihre deßfall— ſigen Soumiſſionen längſtens bis zum 6 kom⸗ menden Monats April, Vormittags 10 Uhr, auf dem Directorial- Bureau dahier, woſelbſt auch die Proben der zu liefernden Gegenſtände zuvor eingeſehen werden können, portofrei und mit der erforderlichen Auſſchrift verſehen, ver⸗ ſiegelt einreichen, Marienſchloß am 8. März 1847. J. A. Der Verwalter Bauer. 450 Gulden (19) liegen in der hieſigen Kirchen⸗Caſſe zum Ausleihen bereit. Wickſtadt den 29. März 1847. Veit h, Kirchenrechner. Edictalladung. (520) Großh. Hofgericht hat über das Ver⸗ mogen des verſtorbenen Johann Heinrich Jung ledig von Traishorloff den förmlichen Con— curs⸗Proceß erkannt, weßhalb alle bekannte und unbekannte Gläubiger aufgefordert wer⸗ den, ihre Anſprüche an dieſen Nachlaß im * 111 K Termin den 27. April d. J., Vormittage 9 Uhr, ſo gewiß dahier anzumelden und zu be— gründen, als ſonſt ſie ohne weiteres Präcluſiv— Dekret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Bekannte Gläubiger, die ausbleiben, wer— den ſo angeſehen, als wären ſie den Beſchlüſ— ſen, die im Termin von der Mehrheit der erſchienenen gefaßt werden, beigetreten. Laubach am 9. März 1847. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. f Verſteigerung herrſchaftlicher Früchte bei dem Rentamte Schotten. (521) Die herrſchaftlichen Früchte auf den Speichern zu Schotten und Ulrichſtein ſollen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. 1) Zu Ulrichſtein im Stadtwirths⸗ hauſe. Dienſtag den 13. April, Vormittags 9 Uhr: 1 Malter Leinſaamen, 11 Malter Korn und 20 Malter Hafer. Mittwoch den 19. Mai, Vormittags 9 Uhr: 10% Malter Gerſte und 20 Malter Hafer. 2) Zu Schotten in dem Gaſthaus zur Krone. Mittwoch den 14. April, Vormittags 9 uhr: 7 Malter Korn, 4 Malter Gerſte und 3 Malter Hafer. Die Brodfrüchte und der Bedarf zur Saat werden in kleinen Quantitäten von ½ bis zu 1 Malter verſteigert und nur inländiſche Pri⸗ vate zur Vetſteigerung reſp. zur Abholung zugelaſſen, welche Beſcheinigung von ihren Ortsvorſtänden beibringen, daß ſie Früchte für ihren eigenen Haushalt oder zur Saat bedürfen. Schotten am 19. März 1847. Der Großh. Heſſ. Rentamtmann des Renkamts Schotten. pPrätor ius. Holzverſteigerung im Gießer Stadtwaͤlde. (822) Die in dem vorletzten Intelligenz— blatte unter Nr.(4710 auf heute bekannt gemachte Holzverſteigerung im Gießer Stadt— walde hat wegen eingetretenen Regenwetters nicht ſtattfinden können und ſoll nun Mittwoch den 7. April d. F., Morgens 9 Uhr, abgehalten werden. Gießen am 29. April 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter 1 Der erſte Beigeordnete Rühl. Markt zu ulfa. (323) Den 25. und 27. April, ſowie den 2. und 3. Auguſt l. J., ſollen zu Ulfa die der daſ. Gemeinde höchſten Orts geſtatteten zwei Jahrmärkte, beſtehend jedes mal aus einem Tag für den Vieh⸗ und aus einem Tag für den Krämermarkt, abgehalten werden, weßhalb man dies zur öffentlichen Kenntniß des Publi— kums bringt. Ulfa den 29. März 1847.. Der Grßh. Heſſ. Ndezweße Döll. Bekanntmachung. (8220 Dienſtag den 6. April l. J., Morgens um 9% Ubr, werden in bieſigem Rathhauſe ſämmtliche Waſenmeiſterei⸗Gebaͤude dahier auf den Abbruch meiſtbietend verſteigert, mit dem Anfügen, daß die Scheune erſt vor einigen Jahren neu erbauet wurde und ſich daher zum Wiederaufbauen vorzüglich eignet. Friedberg am 31. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. df NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Bauholz, Dielen und Latten (4940 werden auf Creditſcheine des Unter⸗ zeichneten in Hanau billig abgegeben, was hiermit zur Kenntniß bringt Friedberg den 23. März 1847. Mever Schwarz. Erbſen, Wicken und Klee⸗ ſaamen (497) empfehlen zur bevorſtehenden Saat⸗ zeit billigſt Hirſch Mayer Söhne in Butzbach. Agentur Offenbach der Herrn Lüdering und Comp., Schiffsrheeder und Gr. Heſſ. Conſul in Bremen, bei dem Kaufmann C. Kugler in Offenbach. (36) Reiſende und Auswanderer nach Bal⸗ timore und Neupork, ſowie auch nach Neu⸗ orleans und Galveſton in Texas, werden nunmehr wieder zu jederzeit zu den vortheil⸗ hafteſten Bedingungen und billigſten Ueber⸗ fahrtspreiſen von dem Bevollmächtigten Agenten angenommen und bündige Schiffsaccorde mit demſelben abgeſchloſſen. Jede nähere Auskunft über die regelmäßig alle 8 Tage von Bremen aus abgefertigt werdende, ſchnellſegelnde Bremer Schiffe zur Paſſagierfahrt beſtens eingerichtet, ſowie die gedr. Ueberfahrtsbedingniſſe, werden gerne ertheilt.— Für die genaueſte und pünkt⸗ lichſte Erfüllung der Schiffsverträge von Seiten obengenannter Schiffseigenthümer in Bremen, ſowie der zur Sicherſtellung der Aus⸗ wanderer erlaſſene obrigkeitlichen Verordnungen, iſt geſetzliche Bürgſchaft geleiſtet worden. ffenbach den 5. März 1847. Der bevollmächtigte, conceſſionirte und patentiſirte Agent C. Kugler. Bekanntmachung. (461 Ein bedeutendes Handlungshaus wünſcht eine ſehr einträgliche Agentur an ſolche Perſonen zu übertragen, welche dem Kaufmannsſtande nicht anzugehören brauchen, und von denen außer einem rechtlichen und ſoliden Charakter keine weitere Garantie verlangt wird. Ausgedehnte Privatbekanntſchaften und ausdauernder Fleiß ſind jedoch erforderlich um mit Nutzen wirken zu können. Reflektirende belieben ſich deßhalb in portofreien Briefen an die Expedition dieſes Blattes zu wenden, unter deutlicher Angabe thres Namens und Wohnorts. Mündliche Anfragen bleiben unberückſichtigt. Geſuch. (487) Die Schützen-Geſellſchaft will zwei tüchtige Männer von unbeſcholtenem Rufe als Scheibenzeiger annehmen. Das Einkommen derſelben beträgt in einem Sommer ohngefähr 60 bis 70 fl. Darauf Refleetirende wollen ſich bei dem un⸗ terzeichneten Vorſtande binnen 14 Tage melden. Die Vorſteher der Schültzen-Geſellſchaft, Johs. Philipp Fritz. P. C. Kopp. W. Schmidt. Gute Rheinrohre, 489) für Weißbinder und Weber verkauft illigſt Joh. Hieronimus. Zum Verkaufen. (491) Drei Multerſchweine mit Ferkeln und ein junger Eber ſind billig im Bürggute zu Niedererlenbach zu haben bei C. F. Petſch. 0 b Eine Chaiſe, (490) zweiſpännig, mit bequemem Sitz für 6 Perſonen und noch in ganz gutem, brauch⸗ barem Zuſtande, hat billig zu verkaufen l S. Schwab in der Judengaſſe. Steinſchlag, Brecheiſen, Bickel und Hacken ſind ebenfalls billigſt bei Obigem zu haben. Empfehlung. (518) Einem verehrungswürdigen hieſigen und auswärtigen Publikum mache ich biermit die ergebene Anzeige, daß mein Lager von fertigen Herrenkleidern wieder auf's Beſte aſſortirt iſt, welches ich meinen geehrten Ab⸗ nehmern beſtens empfehlen kann. Auch zur bevorſtehenden Sommerſaiſon bin ich wieder mit vorzüglichen Stoffen verſehen, welche nach dem neueſten Schnitt dauerhaft und elegant verarbeitet ſind, und zu auffallend billigen Preiſen abgegeben werden. Mein Geſchäft wird ſich dadurch am beſten empfehlen, daß ich mich jederzeit bemühen werde meige ge⸗ ehrten Kunden ſo zu bedienen, daß wie ſeit⸗ ber ſie mich mit ihrem gütigen Beſuche und ſchätzbaren Einkäufen ſtets wieder beehren. Friedberg am 29. März 1847. Friedrich Schleuning. Verſteigerung von Handwerksgeſchirr. (825) Dienſtag den 6. April, Nachmittags um 1 Uhr, läßt die Wittwe des dahier ver⸗ ſtorbenen Maurermeiſters Johannes Wecker⸗ ling I., in ihrer Behauſung auf dem Hauck, eine Parthie Maurerhandwerksgeſchirr, als: Bickel, Brecheiſen, Schippen, Schubkarren, Doppeldielen, Seiler, Bütten ꝛc. öffentlich meiſtbietend verſteigern. Friedberg den 1. April 1847. Holz⸗Verſteigerung. (826) Dienſtag den 6. April d. J. ſollen in dem freiherrlich von Rothſchild'ſchen Wald⸗ diſtrict Altenberg bei Rodheim 1) 2700 Birkenreisholz⸗ Wellen, 2) 1650 Eichenreisholz„. 3) eine Quantität Birken⸗Werk⸗ u. Nußholz 4) desgleichen Obſtbäumſteiber. 5 Die Zuſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr im Altenberg an dem Weg von Rodheim nach Okarben. Okarben den 28. März 1847. Hilgenreiner. Verkauf. (827) Auf dem Obernſeemer Hof bei Freien⸗ ſeen ſind zwei einjährige Faſelochſen reiner Schwitzer Race aus der Hand zu verkaufen. 280 fl. (828) liegen in der Kirchenkaſſe dahier zum Ausleihen bereit. Niederwöllſtadt den 31. März 1847. Hildebrand, Kirchenrechner. Anfrage! (3529) Da das Feſt der Auferſtehung Chriſti in einigen Tagen gefeiert wird und auf dieſes ſchoͤne Feſt ſich ſo viele jugendliche Herzen freuen, weil die ſchönen bunten Cier nur an dieſen Tagen die Runde machen, ſo gewiß freut ſich mit den Kindern Alles, was ſich nur noch freuen kann!— warum? will ich Jedem, der nur noch ein wenig chriſtliche Religion in ſeinem Buſen hegt, zum Nach⸗ denken überlaſſen. Ja, der lebensmüde Greis, welcher von Kindesbeinen an die Hände ge⸗ faltet hat, indem er betete:„Jeſus dir leb' * 112* ich, Jeſus dir ſterb' ich le freuet ſich noch an ſeinem Stabe dieſes Feſtes, mit dem Hinblick auf die Auferſtehung des Erlöſers, bei dem er bald, nach ſo vielen Mühen und Drang⸗ ſalen, Ruhe zu finden glaubt. Kann aber ein freiſinniger Mann, der öffent⸗ lich und unverhohlen ſeine Glaubensmeinung letztbin in einer Verſammlung, unweit des Haͤusberges, dahin ausſprach: er glaube an keine Auferſtehung Cbriſti!— Kann nun ein ſolcher Mann ein Auferſtehungsfeſt, das Feſt der Oſtern, mit ſeinen Kindern feiern und ſich freuen über das, was er ja nicht glaubt? weiter frage ich, kann dieſer Mann die Würde eines Kirchenvorſtandes, eines Gemeinderaths begleiten, und kann ihm der chriſtliche Cid heilig und bündig ſein, da er doch an keinen Chriſtus glaubt!? g A. A n z dg. (830) unterzeichneter beehrt ſich, einem verehrlichen Publikum bekannt zu machen, daß zu jeder Zeit ein Vorrath von neuen Wagen mit eiſernen Achſen um billige Preiſe bei ihm zu haben ſind, und gegen Bürgſcheine auf längere Zeit Credit geſtattet wird. Des⸗ gleichen ſteben zwei zweiſpännige Chaiſen, die eine zum Verleſhen und die andere zum Ver⸗ kaufen bereit. Petterweil den 30. März 1847. Schmiedemeiſter Göbel. Baieriſcher Hopfen, (8310 Altdorffer 18461 Gewächs, Beſtguth, aus erſter Hand bezogen, iſt bei mir forthin zu 36 kr. das Pfund zu haben. G. Morell. Garn Verlooſung& Garn⸗ Verſteigerung zu Echzell. (832) Die in Nr. 25 dieſes Blattes ange⸗ kündigte Flachsgarn⸗Verlooſung, zu wel⸗ cher auf hieſiger Bürger meiſterei und bei Herrn Johs. Phil. Fritz in Friedberg noch Looſe, à 12 kr., in Empfang genommen werden können, findet am 12. April, Nachmittags 2 Uhr, und die Verſteigerung von etwa 600—700 Zahlen Garn am 13. April, Vormittags 10 Uhr, dahier öffentlich ſtatt. Die Großh. Bürgermeiſter der umgegend werden erſucht, ihre reſp. Gemeinden durch die Schelle davon in Kenntniß ſetzen zu wollen. Echzell am 30. März 1847. Der Armen⸗Vorſtand. Eine Stube mit Kabinet (833) iſt in der Burg ſehr billig zu ver⸗ miethen. Ausgeber dieſes Blattes ſagt wo? Die zweite Aendunterhaltung (881) des hieſigen älteren Geſangvereins findet am zweiten Oſter feiertage im Gerlach'⸗ ſchen Saale ſtatt. Frankfurter Gold-Cours vom 26. März. 2— Neue Louisd'or Friedrichsd'or 9 51 Holländiſche 10 fl. Stücke 9157 Rand⸗Ducaten 5 36 9 32 20 Frankſtücke Engliſche Souverains 11157 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Oſternfeſt den 4. April 1847, pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Dingeldey. Zweiter Oſternfeiertag, Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvikar Baur. a Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Strack. Fruchtpreiſe. 1. Apr. 26. Mz. 23. Mz. Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau 5 fl. kr. fl. kr. fl. kr. Walzen pr. Malter] 21— 19 2619 10 r 18— 15 56115 30 Gerſte„„ 14— 1317 16 5 aeDNCorfkF n 24 6110 Polizei⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 4. bis 10. April 1847. 2 8 5 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenhrod 6 513 2* 77 12 1111 44„, 77 2⁴ 22 2 5 5 Lth. Lth. — Milchbrod 12 4425 — Waſſerweck 12 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 122¼' 12 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch aſetes 15 75 13 5 5 gemäſtete „ Kühfleiſch ane 8——— geen gemäſtetes 8— 82 5 Rindfleiſch ungemäſtetes E „ Kalbfleiſch 5 6— 16— „ Schweinenfleiſch 15— 15— „ Hammelfleiſch 9— 110— 7 Schaaffleiſch e „ Wurſtvon blos Schweinen 17— 17— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 18— 18— „ Schwartenmagen 18— 18— „ Geräucherter Speck 28— 28— „Schinken 182 19— „ Dörrfleiſch 20— 20— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 26— 26— unausgelaſſen 24— 24— „ Nierenfett 23— 23— „ Hammelsfett 181— 1181— Der Gr. Heſſ. eie d. K. Friedberg ö Ker a ch, Gr. Kr.⸗Sert. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. 15 17 d. K. Hungen 0 lenius. a Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.