1 2 4 r t d Butzbach Nm 1847. 1 FF 2 ntelligenz-Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M13. Amtlicher Theil. — Bekanntmachung. Zur Erhebung der Forſtſtrafen vom 1. Quartal d. J. ſind außer den hier in Friedberg ſtatt findenden be— kannten Zahltagen, noch nachbenannte Termine beſtimmt: 1) zu Butzbach, bei Gaſtwirth Herrn Joutz: Dienſtag den 9. März Morgens von 8— 11 Uhr; a 2) zu Altenſtadt, bei Gaſtwirth Herrn Holzapfel: Mitt— woch den 10. März, Mittags von 12— 3 Uhr; 3) zu Vilbel, in dem Rathhauſe: Freitag den 12. Marz, Morgens von 10— 12 Uhr. Die Herren Bürgermeiſter der betreffenden Ortſchaften ſind um Bekanntmachung dieſes erſucht. Friedberg den 27. Februar 1847. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg, Domainenrath Beau ß. Der Bauer ſoll leſen. Dieſes Wort hat neulich ein Volksfreund ans dem Hüttenberg in dieſem Blatte ausgeſprochen und ein Anderer, ich weiß nicht woher, hat daſſelbe aufgefaßt, um zur Grün⸗ dung von Leſevereinen zu ermuntern. Stimme ich auch mit den ſonſtigen geäußerten Anſichten des Hüttenbergers nun und nimmermehr überein, ſo hindert mich dieſes nicht, das Gnte, welches er wollte, zu erkennen. Daß auch un— ſere Landleute zu ihrer Belehrung und Veredlung ihrer Sitten zweckmäßige Schriften ergreifen ſollen, habe ich ſchon vor Jahren(Nr. 40 und 41 Jahrg. 1844 d. Bl.) zu be⸗ weiſen geſucht. Auch war es an verſchiedenen Orten meines amtlichen Wirkens mein Beſtreben, Leſevereine zu begründen. Dabei habe ich nun die Erfahrung gemacht, daß der Sinn für das Leſen unter dem Volke noch nicht ſo verbreitet iſt, wie zu wünſchen wäre. Nur eine geringe Anzahl achtet nicht den Koſtenpunkt, um ſich während der Winterabende eine unterhaltende und nützliche Lectüre zu verſchaffen. Diejenigen aber, welchen die Beſchäftigung mit ſittlich re— ligibſen Schriften beſonders heilſam und nothwendig wäre, welchen man vor Andern ein Reizmittel wünſchen ſollte, das ſie vor dem Wirthshausbeſuch u. ſ. w. zurückhalten könnte, ſchließen nur in ſelteuen Fällen ihren leſenden Mitbürgern ſich an. Jedenfalls müſſen die beſtehenden Geſellſchaften darauf ihr Augenmerk richten, daß ſie für einen möglichſt geringen Beitrag Theilnahme gewähren können. Ich habe fruͤher 36 kr. für das Jahr in Vorſchlag gebracht, auch dieſe Summe möchte vielleicht noch zu beſchränken, wenig— ſtens in kleineren Portionen zu erheben ſein. Um aber fuͤr weniger Geld etwas Gutes liefern zu können muß man auf ein anderes Auskunftsmittel denken. Dieſes glaube ich darin gefunden zu haben, daß einzelne Leſevereine enger ſich aneinander ſchließen und wechſelſeitig ihre Bücher ſich leihen. So thut es der hieſiige mit einem Nachbarverein, ſo daß beide ihren jährlichen Beitrag bedeutend ermäßigen konnten. Gleicherweiſe haben wir an den Zwickauer Verein uns ange— ſchloſſen. Auch bin ich ſchon vor etwa 1½ Jahren mit der würtemberger Geſellſchaft in briefliche Verbindung getreten; doch iſt die Sache liegen geblieben, weil ich die Hoffnung hegte und darauf hinarbeiten wollte, daß eine größere An— zahl heſſiſcher Vereine ſich betheiligen möchten. Ich kann darum die ſich durch die berührten Aufſaͤtze darbietende Ver— onlaſſung nicht unbenutzt vorüber gehen laſſen, ohne wenig— ſtens die in der Wetterau beſtehenden Leſegeſellſcha ften und andere Menſchenfreunde, welchen die ſittlich— geiſtige Veredlung des Volkes am Herzen liegt, aufzufordern, zu gemeinſchaftlichem Wirken zuſam⸗ men zu treten. Es könnten hierbei die gemachten Er— fahrungen mitgetheilt werden, man könnte ſich auf paſſende Bücher aufmerkſam machen; die Auswahl iſt ſchwierig, da alle nicht gemein verſtändlichen Bücher, alle aufregenden, religibſen und politiſchen Inhalts, alle ſolche, welche den Landmann ſeinem Geſichtskreiſe entziehen, alle, die ein wenn. auch verborgenes moraliſches Gift enthalten, entfernt bleiben müſſen. Auch würde man in weiterem Umfange die ſchon geleſenen Bücher austauſchen können, ſo daß die Koſten für neu anzuſchaffende ſich mindern. Beſonders wünſchte ich aber, daß auf dieſe Weiſe das Organ für deutſche Volksſchriften, welches in Berlin erſcheint, gemeinſchaftlich von den Vorſtehern der einzelnen Geſellſchaften gehalten werden konnte. Es ſollte mich freuen, wenn mein Vorſchlag Anklang fände. Iſt dieſes der Fall, ſo bitte ich, der Redaction dieſes Blattes fran— kirte Mittheilungen zu machen. Es konnte alsdann Zeit und Ort zu einer Beſprechung feſtgeſetzt werden. Auch in dieſer Beziehung bitte ich Vorſchläge auszuſprechen. Nicht minder rede ich den vorgeſchlagenen Abendunterhaltungen das Wort. Hierbei bietet ſich Gelegenheit dar, dieſen und jenen Punkt aus den geleſenen Schriften zu erörtern und E 9 * 1 22 1 auszuführen. Die landwirthſchaftliche Zeitſchrift unſeres Landes kann nur auf ſolche Weiſe durch Vorleſen und Er⸗ läuterung in weiterem Umfang nützlich werden. Für Theil⸗ nahme an gemeinnützigen Vereinen, für die Begründung wohlthätiger Anſtalten in der Gemeinde kann bei dieſer Ge⸗ legenheit der wahre Volksfreund manches fruchtbringende Wort reden; nur iſt weiſe Vorſicht und zweckmäßige Aus⸗ wahl nöthig. Ich habe für dieſen Winter einen Verſuch ge⸗ wagt, und wünſche ihm, wie ähnlichen glücklichen l St. —. Allerhand. London, vom 28. Dec. Die Freiheitsmüͤtze, welche die Franzoſen, als ſie Egypten erobert hatten, zum Denk⸗ mal ihrer Eroberung auf die Säule des Pompejus ſteckten, und die ſeit jener Zeit in die Hände der Engländer ge⸗ rathen iſt, iſt hier mit großen Feierlichkeiten im brittiſchen Muſäum niedergelegt worden. 5 Madrid, vom 21. Dec. Die diesjährige Erndte hat faſt durchgängig gefehlt, am meiſten aber in den Pro⸗ vinzen Mancha und beider Caſtilien. In manchen Gegen⸗ den bleibt den Landleuten nichts übrig als Baumrinde und Vegetabilien, die gewöhnlich keine menſchliche Nahrung ab⸗ geben.(Heſſen⸗Darmſtädtiſche Landzeitung von 1804. Kirchenbuchsauszug vom December 1846. Butzbach. Getraute: 13. Johannes Küchel III., Bürger und Lohgerbermeiſter, des verlebten Bürgers und Lohgerbermeiſters, wie auch geweſenen Mitgliedes des Gemeinderaths Wenzel Küchel, hinterlaſſener ehelich lediger Sohn und Eliſabeth Born⸗ ſcheuer, des hieſigen Bürgers und Bäckermeiſters Adam Wilhelm Bornſcheuer ehelich ledige Tochter. 26. Johannes Groß III. Bürger und Schuhmachermeiſter, ledigen Standes und Eliſabeth Gräbing, des Buͤrgers 24. 30. 750 und Schuhmachermeiſters Ludwig Gräbing ehelich ledige Tochter. b Getaufte: Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Heinrich Heil III. ein Sohn, Karl Konrad, geb. den 23. Nov. Dem Bürger und Lohgerbermeiſter Johannes Flach eine Tochter, Anna Dorothea Margaretha, geb. den 17. Nov. Dem Bürger und Metzgermeiſter Jakob Ronſtadt eine Tochter, Anna Chriſtiane, geb. den 10. Dez. . Dem Bürger und Schloſſermeiſter Johann Adam Weid⸗ mann eine Tochter, Antonette, geb. den 26. Nov. Dem Bürger und Weißbindermeiſter Heinrich Leierzapf ein Sohn, Jakob, geb. den 10. Dez. Beerdigte: Wilhelm Theiß, Krankenwärter in der 2. Diviſſon des Garderegiments Chevauxlegers, gebürtigt aus Weiters-⸗ hain Kr. Grünberg, alt 31 Jahre, 2 Monate und 27 Tage, 7 den 2. Dez. i s a 3 Chriſtoph Zeiß, Bürger und Fuhrmann, alt 46 Jahre, den 8. Dez.. 2 Johannes, des Bürgers und Schreinermeiſters Chriſtoph Dietrich Diehl II. ehelicher Sohn, alt 1 Jahr, 5 Monate und 28 Tage, 1 den 9. Dez.. Wilhelm Kappes, Reiter in der dritten Schwadron des Garderegiments Chevauxlegers, gebürtig aus Kaichen, Kr. Friedberg, alt 26 Jahre, 3 Monate, 1 den 12 Dez. Margaretha Eliſabeth, des verlebten Bürgers und Bäckermeiſters zu Großenlinden, Kr. Gießen Georg Bruckhof hinterlaſſene eheliche ledige Tochter, alt 80 Jahre und 4 Monate, 1 den 16. Dez. Katharina Eliſabeth, des Unteradjutanten in der 2. Diviſion des Garderegiments Chevauxlegers Johann Wihelm Balthaſer Funk, Ehefrau, alt 33 Jahre, 4. Monate und 6 Tage, t den 22. Dez. f Dorothea, des Bürgers und Fuhrmanns Johannes Molich ehelich ledige Tochter, alt 5 Jahre, 10 Monate und 19 Tage, 1 den 26. Dez. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. N Public an dum. (190) Im verfloſſenen Herbſt wurden in der Gemarkung Oberrosbach an der von hier ſtücken; nes Dörr und Katharine, deſſen Frau, zu Lehnheim bei Oberförſter Ewald in Mer⸗ lau, gegen Verpfändung von 5 Grund⸗ 2) im Atzenhainer Pfandbuche: g über 30 fl., aufgenommen im November 1772 von Johannes Stoffel zu Atzenhain bei Poſtmeiſter Voneiff hier gegen Ver⸗ pfändung von 3 Grundſtücken. einzureichen, widrigenfalls ſie bei Vertheilung der Maſſe nicht berückſichtigt werden. Bruchenbrücken den 16. Februar 1847. In Auftrag Gr. Heſſ Landgerichts Friedberg i Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter 2 0 5 Bee ſt. 5 Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Lieferung von Steinen u. Mauerſand nach Homburg fuͤhrenden Staatsſtraße zwei Birnbäume boshafterweiſe abgebrochen. Anzeigen, welche zur Entdeckung der Thäter führen, ſollen aus der betreffenden Gemeinds⸗ kaſſe mit 30 Gulden honorirt werden. Friedberg den 9. Februar 1847. Grßh. Heſſ. Landgericht. Hofmann. Dr. Gilmer. Oeffentliche Aufforderung. (188) In den gerichtlichen pfandbüchern für Atzenhain und Lehnheim ſtehen nachbenannte Einträge noch offen, um deren Löſchung von den Intereſſenten, welche das Abgetragenſein dieſer Schulden wahrſcheinlich gemacht haben, jedoch nicht im Stande ſind, die Schuldurkun⸗ den herbeizuſchaffen, angeſtanden wird 1) im Lehnheimer Pfandbuche: a) über 100 fl., aufgenommen im März 1784 von Johann Heinrich Dörr jun. zu Lehn⸗ heim bei Johannes Weigel bier, gegen Verpfändung von 6 Grundſtücken. Cedirt wurde die Schuldurkunde an L. Hart— mann und von dieſem an Conrad Zinſer, p) über 130 fl., zu 6„% verzinslich, aufge⸗ nommen am 18. März 1820 von Johan⸗ Anſprüche an dieſe Schuldverſchreibungen, reſp. die Einträge, in den Pfandbüchern ſiad binnen 60 Tagen dahier zur Anzeige zu brin⸗ gen, widrigenfalls letztere gelöſcht werden. Grünberg den 28. Januar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Thaler. Haferverſteigerung zu Stammheim. (2371) Mittwoch den 10. März d. J., Vor⸗ mittags 10 uhr, werden dabier zu Friedberg, in der Behauſung des Gaſthalters Herrn Hieronimus, vor dem ehemaligen Mainzer⸗ thore, ungefähr 25 Malter Hafer, welche zu Stammbeim lagern, öffentlich verſteigert. Friedberg den 20. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Friedberg. Domänenrath Buß. Aufforderung. (219) Forderungen jeglicher Art an den Nachlaß des verlebten Johs. Schneider II., ledig, zu Bruchenbrücken, ſind innerhalb 3 Wochen, von heute an, durch ſpecificirte Rech- nungen bei dem unterzeichneten Bürgermeiſter (238) Das Brechen und Fahren von 100 Cubikklaftern Steinen und 21 Cubikklaftern Mauerſand zu dem Viaduct in Abtheilung 72 der Gemarkung Langgöns, wird Mittwoch den 3. März, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rath⸗ hauſe zu Langgöns öffentlich verſteigert. Butzbach den 21. Februar 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer. 5 Holz ⸗Verſteigerung. (256) Mittwoch den 3. März, Nachmittags um 2 Uhr, werden an Ort und Stelle ohn⸗ gefähr 200 Obſtbaum⸗Wellen, mehrere Haufen Prügelholz und vier geſunde Zwetſchenſtämme öffentlich meiſtbietend verſteigert. Die Zu⸗ ſammenkunft iſt am neuen Thor. Friedberg am 24. Februar 1847. 1 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de r. Edietalladung. (275) Anſprüche jeder Art an das Ver⸗ mögen des in Concurs verfallenen Konrad Günther Lr in Meiches ſind bei Meidung des chelich ledige Urr deinric den 2. Nov. rich Leierzapf Dipiſion des aus Weiters⸗ onate und 27 t 40 Jahre, dete Eero Ar, ö Monat chwadron des aus Kaichen, 1 den 12 Daz Bürgers und ßen Geotz deer, alt 80 tn in der 2 gers Jehan 33 Jahre,“ un Johannes , 10 Monat 1 dei Berthulun dea. cru 164. gt griedderd l Sargermeiſtet obne beſonderes Präcluſipdekret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe im Termin Donnerſtag den 29. April l. J., Morgens 8 UÜbr, anzumelden und richtig zu ſtellen. Im Falle des Zuſtandekommens eines Vergleichs werden die nicht perſönlich erſchienenen oder nicht durch zum Vergleichs-Abſchluß Ermächtigte vertrete— nen Gläubiger als demſelben beiſtimmend an— geſehen. Ulrichſtein am 22. Februar 1847. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Oeffentliche Aufforderung. (276) Die Gläubiger des Jobannes Deſch, ledig, zu Wetterfeld, ſoweit ſolche gerichtsbe— kannt ſind, haben über deſſen üͤberſchuldetes Vermögen den ihnen proponirten Vergleich genehmigt. Etwaige unbekannte Gläubiger fordert man daher auf, im Termin Donnerſtag den 18. März l. J., Morgens 8 Uhr, ihre Forderungen dahier anzubringen und be— ziebungsweiſe dem Vergleich genehmigend bei⸗ zutreten, widrigenfalls ſie bei Vertbeilung der Maſſe außer Berückſichtigung bleiben. Stellvertreter haben auf Vergleichsanſchluß ſpeciell gerichtete Vollmachten vorzulegen. Laubach den 18. Februar 1847. Grßh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brum hard. 1 Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Erdarbeiten. (277) Mehrere kleine, zuſammen zu 3000 fl. veranſchlagte Planirlooſe in der Gemar⸗ kung Kirchgöns werden Dienſtag den 9. Marz, Vormittags 9 Ubr, an Ort und Stelle öffentlich verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt an der Gambacher Gemarkungs-Grenze. Butzbach den 25. Februar 1847. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach. Meyer.. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Lieferung von Laternen. (278) Die Lieferung von 20 Stück Stock— laternen mit gußeiſernen Gebauſen wird Mon- tag den 8. März, Vormittags 10 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich ver⸗ ſteigert. 8 Butzbach den 24. Februar 1847. Der Grßb. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer. Mobilienverſteigerung. (279) Nachträglich wird noch zu der in voriger Nummer o. Blattes angezeigten Steup'ſchen Mobilienverſteige rung bemerkt, daß auch ein Canape dazu gehört und daß fämmtliche Mo⸗ bilien gut gehalten, zum Theil noch neu ſind. Friedberg den 27. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. 1280) Freitag den 5. März J. J., Vormit- zags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald 57 Stämme eichen Bau, Merk⸗ und Nutz⸗ volz öffentlich an den Meiſtbietenden verſtei⸗ gert werden. Die Zuſammenkunſt iſt an der Letterden— ſrube.. Höchſt den 27. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. 1 Verſtei gerung. 281) greitag den 12. März l. J., Vormit⸗ 4 8 9 Uhr, wollen auf freiwilliges Anſuchen e Vormünder der minderjährigen Erben des „ 71*. verſtorbenen Johannes Alt dahier folgende Gegenſtände, ein Schmiedbau, Blasbalg, Am⸗ bos und ſämmtliches Schmied und Schloſſer⸗ geſchirr, Abtheilungsweiſe, oder auch im Gan— zen, einer freiwilligen Verſteigerung dahier ausſetzen. Wohnfeld am 28. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Roth. Holz ⸗Verſteigerung. (282) Samſtag den 15. März d. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, werden in der Gemeindewal— dung zu Werborn und zwar in folgenden Diſtricten: 1) Bruüdershaard Zr Theil. 32 eichen Stämme zu 1359 Cubf., 9 Klafter eichen Holz und 5„ Stockholz. 2) Gemeindehecke ur Theil. 16. eichen Stämme zu 755 Cubf., 7% Klafter eichen Holz, 325 Stuck eichen Wellen und 1% Klafter eichen Stockholz. 3) Gemeindehecke Lr Theil. 47 eichen Stämme zu 1796 Cubf., 16½ Klafter eichen Holz, 1650 Stuck eichen Wellen, 0 13 Klafter eichen Stockholz und 18 Stuck eichen Geruſthölzer. 4) Lautehard tr Theil. 1750 Stuck eichen Wellen.. 5) Lautehard 2r Theil. 41 kiefern Stämmchen zu 178 Cubf., 3½% Klafter kfiefern Prugelbolz, 61 Stuck kiefern Geruſtvolzer, 100„„ Hopfenſtangen, 75„„ Baumpfähle, 275*„ Wellen und 2 Klafter kiefern Stockholz 7 verſteigert und zwar mit den eichen Stämmen anfangend. 5 Uſingen den 23. Februar 1847. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerei. Schapper. Verſtei gerung. (283) In Auftrag der Frau Philipp Gerths Wittwe werden Dienſtag den 16. März, Mor⸗ gens um 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe ohn— gefähr 6½ Morgen Aecker, in den Gemar— kungen Friedberg, Fauerbach II. und Schwal⸗ heim liegend, öffentlich meiſtbietend verſtei— gert, wozu die Steigliebhaber einladet Friedberg am 1. März 1847. f Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Be nd e r. Bekanntmachung. (2811) Donnerſtag den 11. März d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll zu Freienſeen im Gaſt— haus zum rothen Ochſen ein paar vierjährige im Pfand ſtehende Fahrochſen meiſtbietend verſteigert werden, wozu Kaufluſtige einge— laden werden. Freienſeen den 26. Febr. 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter daſ. Vo lp. Fourage Lieferung. (285) Dienſtag den 9. Marz, Vormittags 10 Ubr, ſoll in dem Gaſthauſe zur Krone in Grünberg die Neferung der während der dies— jäbrigen. Beſchälzeit auf den drei Geſtüts⸗ Stationen Romrod, Grünberg und Hirzen— hain, zur Verpflegung der herrſchaftlichen Land— Beſchäler erforderlichen Fourage an die We⸗— nigſtverlangenden öffentlich verſteigert werden. Neuulrichſtein am 24. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Geſtütsmeiſter Die. gel. Bekanntmachung. (286) Freitag den 5. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald zu Alten⸗ ſtadt, Diſtriet Eichwald, 9 Stämme— 784 Cubikfuß eichen Bau, und Werkbolz an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der Eller. Altenſtadt den 1. März 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter B f A Mobilien⸗Verſteigerung. (287) Montag den 8. März d. F., von Morgens 9 Uhr an, werden die zur Nachlaß— maſſe des Herrn Schullehrers Schmidt zu Aſſenheim gehörigen Mobilien, als Möbeln, 1 Klavier, Weißzeug, Betten, Kleidungsſtücke, Bücher c. ꝛc., ſowie auch drei Bienenſtöcke gegen gleich baare Bezahlung verkauft. Aſſenheim den 25. Februar 187. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schmidt. Main-⸗Weſer,Eiſenbahn. (288) Samſtag den 6. März l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen Erdarbeiten, von dem Mainzer Thorweg bis zur Judenhohle, in der Gemarkung Fauerbach II., veranſchlagt zu 439 fl. 20 fr., an Ort und Stelle, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen, an den Wenigſtnehmen⸗ den verſteigert werden. Friedberg, den 25. Februar 1847. Der Großh. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Holz Verſteigerung. (289) Donnerſtag den 4. k, M., Pormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeinde⸗ wald 100 Stecken altes buchen Stockholz öffent⸗ lich meiſteietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt vor dem Wald, am Dillinger Feld. Obererlenbach am 27. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ohmeis. Bekanntmachung. (290) Freitag den 5. März, Vormittags 10 Uhr, ſollen die nöthigen Bauarbeiten zur Einrichtung des Schulhauſes, beſtehend in Zimmerarbeit, vervoranſchlagt zu 270 fl. Maurerarbeit 1 5 203„ Steinhauerarbeit 1 6 44„ Dachdeckerarbeit 1 2 40 Schreinerarbeit 1 1 600„ Glaſerarbeit 1 5 206„ Schloſſerarbeit 77 77 207„ Weisbinderarbeit 5 5 350„ an den Wenigſtfordernden verſteigert werden. Rockenberg den 20. Februar 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Streb. Verkauf eines Baues auf den Abbruch. (29 1) Dienſtag den 23. Marz d. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſoll das der Gemeinde Sta— den dermalen entbehrlich gewordene, faſt noch ſo gut als neue Spritzenhaus, welches 1) 22“ 4“ Länge, 2) 17“ Breite. 3) 118“ Höhe, ſowie 4) 8 Dachböhe mißt, unter den vor Beginn der Verſteigerung er— öffnet werdenden Bedingungen, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Staden, den 22. Febr. 1847. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Opper. Wr Privat⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (2644) unterzeichnete will am Freitag den 5. Marz d. J. öffentlich meiſtbietend, gegen gleich baare Zahlung, verſteigern: 1) 2 pferde, eins von 6 u. eins von 9 Jahren, 2) 1 zweiſpänniger Wagen mit Zubehoͤr. Rudolph Haas Ww. in Fauerbach II. Aechte, englifche Strohmeſſer, (246) für deren Güte garantirt wird, 2 fl. 24 kr., ſind zu haben bei Aron Bu ch zu Hungen. Fuͤr Fuhrleute! (249) Laubach geladen werden. üt! Fuhrleute müſſen ſich gehörig können. Ein neuer einſpänniger Wagen (262) mit eiſernen Achſen und vorzuͤglicher Arbeit ſteht zum verkaufen bei Gebrüder Grödel. Anzeige. 68) Meine Sämereien in allen Sorten, 0 und friſch, bringe ich für dieſes Frühjahr i ehlende Erinnerung. 3 E. Botſch's Wittwe. Schmied verkauf. Eine vollſtändige Schmiede, nebſt aus freier Hand zu verkaufen Johannes Emmrich zu Stangenrod im Kreiſe Grünberg. Verſteigerung. 28) In Auftrag des Herrn Grafen Frie⸗ 90 5 Rohde, auf Schloß Robden⸗ burg bei Heldenbergen, ſoll wegen Wohnorts⸗ Peräͤnderung ſämmtliches daſelbſt befindliche Mobiliar, an nachbemerkten Tagen, jedesmal von Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr an, an Ort und Stelle dem Meiſtgebot, gegen ſogleich baare Zahlung, ausgeſetzt werden, und zwar konnen Maſſeln nach Hanau a. M. Auf der Hütte unbekannte legitimiren (270 Zugehör, ſteht bei Montag den 8. März: Leinen, Bildzeug und Kleidungsſtücke. Dienſtag den f Mittwoch den 10 ee 5 zmmtliche im Schloſſe befindliche Mobilien, 1115 Sophas, Diwans, Tiſche, Stuͤdle, Seſſel, Kommode, Schränke, Bettſtellen, Spiegel, Trümeaux, ein Billard mit dazu gehörigen Bällen und Queen. ein neues Clavier(aus der Fabrik von Andre in Bockenheim), Kron⸗ leuchter, pendülen, Fuß teppiche ie. Donnerſtag den 11. März: f Sämmtliche Wagen und Geſchirre, als: zwei Droſchken, wovon eine neu, ein grunet, Wagen mit Glas- Vorderverdeck, ein Pflug, eine Egge ne. ſodann ſe hs neue Böller, eine neus Feuerſpritze, Gartentiſche, Stühle und Bänke, Garkengeräthſchaften.. Freitag den 12. März:. 16 Klaftern kuchenes Brennholz, eine Parthie Werkholz, ein großes eiſernes Hofthor, zwei Kübe, fünf Pfaue, ſämmtliche Hühner und Tauben. f Montag den 15. und Dienſtag den 16. März: Kupfer und Meſſing, Eiſen, Blech, Porzellan, worunter eine koloſſale, antike, chineſiſche Porzellanvaſe, Glas⸗ und Steinwerk, ſodann ein Service, beſtehend in einem Theebrett, Waſſerkeſſel mit Koblpfanne, Kaffee- und Thee⸗ kanne, Rahmgießer, Zuckerdoſe, zwei Brod⸗ körbchen. 1 Mittwoch den 17. März: Sämmtliches vorhandene Silberwerk, beſte⸗ hend in: Meſſern, Deſertmeſſern, Gabeln, Auf der Friedrichshuͤtte bei Solms⸗ f „ 72. Cßlöffeln, Tbeelöffeln, Zucker- und Torten⸗ ſchaufeln, Kaffee⸗Milchkannen und Rahm⸗ gießer, Schnupftabacksdoſen ꝛc. Schloß Rohdenburg am 20. Febr. 1847. Pfadt, Verganthungsſchreiber. Bekanntmachung. (267) Da die am 19. d. M. abgehaltene Perſteigerung des Mollenbeckiſchen Gutes in Berſtädter Gemarkung kein Reſultat geliefert hat, ſo ſoll daſſelbe wiederholt Freitag den 5. März, Morgens 9 Uhr, in dem Rathhauſe zu Berſtadt öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet werden, welches mit dem Anhang bekannt gemacht wird, daß das Gut, welches ohngefähr 280 Normalmorgen hält, auch im Ganzen ſammt der Hofraithe ausge— boten werden wird. Friedberg den 24. Februar 1847. G. Trapp II., Hofgerichtsadvocat. Empfehlung. (269) Ich erſuche die verehrten Damen, welche iöre Strohhüte verändert und gewaſchen zu haben wünſchen, mir dieſelben doch baldigſt zuzuſchicken. Zugleich empfehle ich mich beßtens mit einer großen Auswahl der neueſten Strohhuͤten, welche ich direkt von den erſten Fabriken aus Bruſſel beziehe, ſowie mit ganz feinen Brüſ⸗ ſeler Borden, italieniſchen und anderen Stroh⸗ hüten. 1 Friedberg. K. Mondigler. Ein zuverläſſiges Mädchen, (292) welches im Schreiben und Rechnen bewandert iſt, wird in einen Laden in Fried⸗ berg geſucht. Ausgeber dieſes ſagt wo. Ein dunkelblauer Mantel (293) wurde am 26. Februar von Nieder, weiſel bis Niedermörlen verloren. Der red— liche Finder wird erſucht, denſelben gegen eine gute Belohnung an Gaſtwirth Wagner in Friedberg abzugeben.. Anfrage. (291) Kann ein in Activität ſtehender Schulmeiſter das Makelgeſchäft proviſtons⸗ mäßig betreiben, ohne hierzu patentiſirt zu ſein, wie dies ein gewiſſer Schulmeiſter B.. zu H.. d im Kreiſe H..en betreibt? f 17 Stecken (295) buchen Scheitholz ſind in Ober⸗ moxſtadt zu verkaufen. Das Nähere bei dem Grßh. Bürgermeiſter daſelbſt. Empfehlung. (296) unterzeichneter empfiehlt ſich mit allen Sorten Hülſenfrüchten, als Erbſen, Bohnen, Anſen, Wicken zur Ausſaat, ſowie vorzüg⸗ lichen Schlagkuchen. 5 Friedberg den 24. Febr. 1847. Saen b a y, wohnhaft auf der breiten Straße, bei Herrn Gaſthalter Supp. Eine Handlungslehrlingsſtelle (297) iſt in Friedberg für einen geſitteten jungen Menſchen frei. Bei wem ſagt die Expedition dieſes Blattes. g Bekanntmachung. (22) Verſchiedene in Langenhain belegene, früher dem Kaufmann Petzinger in Frankfurt g. M. gebört habende, noch in gutem Zu⸗ ſtande befindliche Gebäude, beſtehend in einem — großen Wohnhauſe, einer Scheuer, einer Re miſe, mebreren Stallungen, einem Waſch⸗ und Backhauſe, ſind im Ganzen oder in Abthei⸗ lungen käuflich zu haben und werden nach Wunſch auch auf den Abbruch verkauft. Termin zur Verſteigerung findet Montag den 15. März, Vormiktags 10 Uhr, an Ort und Stelle in der zu verkaufenden Behauſung ſelbſt ſtatt und werden Kaufluſtige hierzu ein⸗ geladen. Ueber die Bedingungen des Verkaufs er⸗ theilt vorher nähere Auskunft Friedberg den 15. Februar 1847.— a Trapp III., Großh, Hofgerichtsadvokaf. Meine Gemüſeſämereien (298) in vorzüglicher Auswabl empfehle ich beſtens. N. Steyer, Gärtner in Ockſtadt. Ein braves Dienſt mädchen, (299) welches im Kochen erfahren iſt, wird in einen hieſigen guten Dienſt geſucht. Wo? iſt bei der Expedition d. Bl. zu erfragen. Literariſche Anzeige. (2300 Bei J. V. Meidinger in Frank⸗ furt a. M. iſt erſchienen und bei Carl Bin⸗ dernagel in Friedberg vorräthig: Die Männer des Volks dargeſtellt, 58 von Freunden des Volks. Unter Mitwirkung von Dr. L. Braunfels, Karl Buchner, Dr. Th. Creizenach, Dr. Denhard, Dr. E. Duller, Dr. Karl Gutzkow, N. Hadermann, Dr. Hecker, W. Hieronymi, Dr. Hoffmann von Fallers⸗ leben, Heinrich König, Dr. G. Lommel, Karl Matthy, Auguſt Nodnagel, Dr, Gabriel Rieſer, Wilhelm Sauerwein, Dr. Schuſelka u. m. A. Herausgegeben von Dr. Eduard Duller. Freunde des Volks haben es unter⸗ nommen, die Männer des Volks in ihren Cbaracteren zu ſchildern, um mit voller Begeiſterung die Ideen für Wahrheit und Recht kund zu geben, die den Menſchen beſeelen müſſen, wenn er für den geiſtigen Fortſchritt wirken will. Es erbaut wohl nichts mehr als Lebens⸗ beſchreibungen von tüchtigen Männern, ſie mogen nun im Leben hoch oder niedrig ſtehen; es ſtärkt wohl nichts mehr als dieſe Beſchrei⸗ bungen edler Naturen, die die Blüthe der Menſchheit ſind. Der Jüngling wie der Mann können ſich hier an Bildern erfreuen, die keine Mährchen, keine Romane ſind; ſie können ſich in den Drangſalen des Lebens an Männern erheben, denen zum Theil nicht immer Roſen auf den Weg geſtreut wurden, die aber doch mit edlem Muth fur die höchſten Güter der Menſchheit kämpften; an Männern, denen wir unſere heutige Bildung verdanken, deren Geiſt durch alle Zeiten weht. Wir verweiſen auf den dem Werke vorge⸗ druckten Proſpekt und laden hiermit zur Subſcription darauf ein.“ Die Männer des Volks erſcheinen in monatlichen Heften von 8 Bogen kl. 8. à 21 Kr. oder 8 Sgr. 3 Man macht ſich immer auf 12 Hefte ver⸗ 2 10 Einzelne Hefte koſten 36 kr. oder 2 ſgr.— Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg ⸗ 1