v mtbehr. mermühle ber d. g nger⸗Bal * dee r. len, i gut ſind, ide mann. . e Albenſtadt er ban einer aß Bleirohr F enkwendet. in, dekommt F, pachter. 9. fcreilag den wo des dem Pfarr. Gegenſtände, r offentlichen As 8 Zuder ſöcte Spreu, rtofeln, wo⸗ ein Malter eu, Kraut, blraben; ein dul, Oeko⸗ en, Tiſche, es einige Milchkup u. ge riedberg iſt aben den k N. rn in der Intelligenz- Blatt ſür die Probinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Die Feuerpolizei, insbeſondere Streichfeuerzeuge. Da in neuerer Zeit in mehreren Fällen die Gefahr, ja ſogar der Verſuch von Brandſtiftung mit Zündhölzchen durch Kinder erwieſenermaßen ſtattgehabt hat, ſo werden die wegen der Streichfeuerzeuge vorliegenden Verordnungen hiermit wiederholt bekannt gemacht und den ſämmtlichen Polizeibeamten und Polizeiofficianten, ſowie den Gens⸗ d'armen die ſtrengſte Aufſicht in dieſer Beziehung hiermit eingeſchärft. f Friedberg am 27. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg Küchler. Verordnung, den Hauſirhandel mit Streichfeuerzeug btr. Lud Wc II. von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. Wegen der beſonderen Feuergefährlichkeit der Streich- feuerzeuge finden Wir uns bewogen, zu verordnen, wie folgt: f v Einziger Artikel Der Hauſirhandel mit Streichfeuerzeugen, worunter namentlich die Zündhölzchen und Zündſchwamm gehören, iſt gänzlich verboten. Wer dieſem Verbote zuwiderhandelt, iſt polizeilich mit Confiscation ſeiner ſämmtlichen bei ſich führenden Streichfeuerzeuge zu beſtrafen und außerdem mit einer Strafe von einem bis zu ſieben Gulden zu belegen. Kann die Geldſtrafe nicht beigetrieben werden, ſo iſt ſie im Gefangniſſe mit vierzig Kreuzern für jeden Tag, zu 24 Stunden gerechnet, zu verbüßen. Von allen eingehenden Geldſtrafen erhält der ver— pflichtete Denunciant ein Drittheil. Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedruckten Staatsſiegels. Darmſtadt am 15. November 1842. (L. S.) L Uu D W JG. du Thi l. Sonnabend, den 31. Oktober 1846. Verordnung, die Streichfeuerzeuge betreffend. Lu D Wa II. von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein ꝛc. ꝛc. Wir finden Uns bewogen, zu verordnen, wie folgt. §. 1. Alle diejenigen, welche ſich der Streichfeuer⸗ zeuge bedienen, worunter namentlich die Reibzündhölzchen und der Reibzündſchwamm gehören, haben ihren Vorrath ſtets in feuerſicheren Gefaͤßen, oder auf ſonſtige, gegen Feuersgefahr ſchützende Weiſe, und an Orten, welche Kin— dern nicht zugänglich ſind, zu verwahren.— §. 2. Kaufleute, welche Streichfeuerzeuge im Kleinen verkaufen, müſſen ihren Vorrath in den Magazinen getrennt von andern, leicht feuerfangenden Waaren, den in ihren Läden zum Verkauf aus der Hand beſtimmten Vorrath aber in feuerſicheren Gefäßen, mit gut ſchließenden Deckeln verſehen, aufbewahren. §. 3. Weder Fabrikanten noch Kaufleute dürfen Streichfeuerzeuge an Kinder verkaufen oder abgeben. §. 4. Der Gebrauch der Streichfeuerzeuge in Ställen, Scheunen, Seiler-, Schreiner-, Zimmer-Werkſtätten und überhaupt an ſolchen Orten, wo feuergefährliches Material, z. B. Hanf, Flachs, Werg, Holz, Stroh u. ſ. w. aufbewahrt wird, iſt durchaus verboten. §. 5. Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtim— mungen ſind mit einer Polizeiſtrafe von einem bis zu fünf Gulden zu ahnden.— Kann die Geldſtrafe nicht beigetrieben werden, ſo iſt ſie im Gefängniß mit 40 Kreuzer für jeden Tag, zu 24 Stunden gerechnet, zu verbüßen. §. 6. Von allen eingehenden Geldſtrafen erhält der verpflichtete Denunciant ein Drittheil. Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedrückten Staatsſiegels. Darmſtadt, den 14. März 1843. (I. S.) LU D WIG. du Th I l. Bekanntmachung. In Folge des§. 13 im Regulativ vom 27. Auguſt 1845, betreff. die Prüfung der Bauhandwerker, bringt der Unterzeichnete zur Kenntniß der Intereſſenten, daß mit der theoretiſchen Prüfung der Bauhandwerker Montag den 23. . 344. Novbr. l. J., Vormittags um 8 Uhr, auf dem hieſigen Rathhaus der Anfang gemacht wird. 4 5 Friedberg den 25. October 1846. Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. f 1 1 Aus Oberheſſen, im Oktober. Im Laufe des vorigen Winters ſind in dieſen Blättern verſchiedene Mittel bekannt gemacht worden, wie der Wei⸗ terverbreitung der ſ. g. Kartoffelkrankheit Einhalt ge⸗ ſetzt und ein Vorrath von Kartoffeln bis zur nächſten Ernte erhalten werden kann. Einfachheit dasjenige übertreffen, welches im Schwarzwald angewendet wird, und mittelſt deſſen man im Stande iſt, aus den Kartoffeln einen weit über die gewöhnliche Zeit reichenden ſchmackhaften Speiſevorrath zu gewinnen. Das Verfahren iſt einfach folgendes: Die Kartoffeln werden mit beſonderem Fleiße ausgeleſen und an den kranken Kartoffeln die kranken Stellen ausgeſchnitten; die geſunden Kartoffeln und die geſunden Reſte von den kranken werden dann ge⸗ ſotten, geſchält, in Scheiben geſchnitten und gedörrt, in wel⸗ chem Zuſtande ſie ſich Jahre lang aufbewahren laſſen. Vor ihrer Verwendung werden ſie über Nacht im Waſſer einge⸗ weicht.— Ohne dieſes Verfahren, bei welchem nichts ver⸗ loren geht, indem Schaben und Ausſchnitte dem Vieh zur Fütterung dienen können, würden viele Bewohner des Schwarz⸗ waldes im Frühjahr den bitterſten Mangel leiden, und ſor⸗ gen dieſelben jetzt ſchon für die Zeit der Noth: täglich wer⸗ den daſelbſt ſo viele Kartoffeln geſotten, daß ein großer Theil davon gedörrt werden kann; und zum Beweis, wie anerkannt die Zweckmäßigkeit und Nothwendigkeit dieſes Ver⸗ fahrens im Oberlande iſt, mag gelten, daß die Stadtgemeinde Reutlingen ſeit Anfang Septembers acht Oefen zum Dörren der Kartoffeln hat herrichten laſſen, die zu Jeder⸗ manns Gebrauch unentgeltlich täglich geheizt werden.— Da auch bei uns an manchen Orten die Kartoffelkrankheit ſich wieder mehr oder weniger zeigt, ſo dürfte wohl dieſes Mittel, das der Nachahmung werth iſt, nicht unbeachtet gelaſſen werden; in dem Dörren der Kartoffeln müſſen wir, da alle vorgeſchlagenen Mittel zur Erhaltung der ausgear⸗ teten und entkräfteten Kartoffeln ſich nicht durchgängig be⸗ währt haben, das einzige ſichere Mittel erblicken, um uns die nothwendigſte Speiſe für die beſtimmte Zeit zu erhalten. g(Gr. Heſſ. Ztg.) Das Rettungshaus für ſittlich verwahrloſte Kinder zu Kloſter Arnsburg. Wer die Geſchichte der Erziehung und des Unterrichts lieſt, wird gewiß unſerer Zeit das erfreuliche Zeugniß geben, daß ſie nicht nur das große Bedürfniß der Volkserziehung fühlt, ſondern anch mit thätiger Hand auf manigfaltige Art an derſelben arbeitet. Abgeſehen davon, was die verſchie— denen Staaten in dieſer Beziehung durch Einrichtungen von Schulen fortwährend leiſten, müſſen wir ganz beſonders der⸗ jenigen Vereine gedenken, welche direkt und indirekt zur Hebung der Volksbildung ein Schärflein beizutragen beab— ſichtigen. Die Mäßigkeitsvereine, die Vereine zur Verbrei⸗ tung guter Volksſchriften, die Vereine gegen die Thierquälerei; alle ſuchen ans freiem Antriebe an der erwähnten hochwich— tigen Sache, näher oder entfernter, thätigſt mitzuwirken. Alleiu trotz der vielen und vortrefflichen Anſtalten im Staate, trotz allen Bemühungen der zahlreich beſtehenden Vereine, erhebt ſich dennoch die gerechte Klage über den zu⸗ nehmenden ſittlichen Verfall unter dem zu erziehenden Ge⸗ ſchlechte. Dieſe traurige Wahrnehmung hat ſchon den men⸗ Keines dieſer Mittel dürfte aber an ſchenfreundlichen Peſtalozzi beſtimmt ſich als Retter für die verwahrloſte Jugend hinzugeben;. Gründung 8 Rettungshäuſer zu Neuhof und Stanz in der Schwei die Frucht ſeiner vielfachen Beſtreb inge Die herrliche Idee Peſtalozzis fand in verwandten Gemüthern bald günſtige Aufnahme und Anſtalten für gleichen Zweck ſah man nach und nach in der Schweiz und Deutſchland ent⸗ ſtehen. Allein ganz beſonders ſcheint von dieſer Idee un⸗ ſere Gegenwart ergriffen zu ſein, indem für das Recht der Rettungsanſtalten von vielen Pädagogen neuerer Zeit in Zeitſchriften und Compendien das Wort geredet wurde. Welche Reſultate ſich durch die bisherigen Beſtrebungen in unſerm deutſchen Vaterlande von Joh. Falk und Sr. Erlaucht dem Herrn Grafen von der Recl⸗Bollmarſtein bis auf un⸗ ſer in der Aufſchrift bezeichnetes Rettungshaus ergeben haben, wollen wir nicht unterſuchen; allein rühmlichſt müſſen wir unſeres Großherzogthums, und beſonders unſerer lieben Wetterau gedenken, in welcher ſich die regſte Theilnahme zur Gründung eines Rettungshauſes zeigt. Wenn Herr R. zu F. aus freier Liebe ſich angetrieben fühlt mit einer Gabe von 3 fl. den Grundſtein zur in der Aufſchrift bezeich⸗ neten Anſtalt zu legen und ihm gegenüber e 12 Herr Graf zu Solms ⸗Laubach„ergriffen von der hochwich⸗ tigen Sache, ein Haus!) nebſt Garten zur unentgeldlichen Benutzung huldreichſt verwilligt; wenn ein Kind ein Sechs⸗ kreuzerſtück der Kaſſe ſchenkt und Herr Baron von** 100 fl. dem Comité überſendet; wenn Herr Kaufmann Sch. in“ durch thätige Mitwirkung bereits ſchon 60— 70 fl. jähr⸗ liche freiwillige Beiträge auf ſeiner Sammelliſte hat und Herr Pfarrer Dr. H. zu““ 80— 100 fl. jährlich der Kaſſe zu 1 1 verſpricht; ſo müſſen wir billig über die aufopfernde Liebe erſtaunen, welche ſich bereits unter Hohen und Niederen für Exrichtung einer ſo wohlthätigen Anſtalt erwieſen hat. Und daß ſelbſt von Seiten unſerer allerhöch⸗ ſten Staatsregierung die Anerkennung der erwähnten Be⸗ ſtrebungen nicht zu bezweifeln iſt, davon hat ſie den Beweis gegeben, indem ſie allergnädigſt dem unterzeichneten Comité die Genehmigung zu der projektirten Anſtalt unterm 15. Sept. d. J. zugehen ließ; gewiß ein erfreuliches Zeichen wie unſer Staat jedes Unternehmen, was das Wohl ſeiner Unterthanen bezweckt, ſorgfältig ſchützt, und auch die ge⸗ ringen Dienſte, die ihm aus der Mitte des Volkes geboten werden, mit größter Humanität berückſichtigt. Mit befon⸗ derer Freude können wir ſomit unſern verehrten Leſern die Nachricht ertheilen, daß wir nunmehr eine Rettungsanſtalt zu Kloſter Arnsburg beſitzen, welche als die erſte innerhalb unſeres Großherzogthums gewiß herzlich willkommen ge⸗ heißen werden kann. Allein ohngeachtet der großen Freude über das bishe⸗ rige Gelingen unſerer Beſtrebungen, wovon der gedruckte Jahresbericht am Schluſſe des Geſchäftsjahres den Beweis geben wird, dürfen wir dennoch nicht unſern verehrten Le⸗ ſern eine Frage vorenthalten, nämlich:„Wer ſoll dieſe Rettungsanſtalt für die Zukunft erhalten?“— Daß wir von Seiten des Staates nicht auf Unterſtützung Anſprüche machen können iſt von ſelbſt einleuchtend.“!“) Eben ſo wenig beſitzen wir einen feſtſtehenden Verein, von dem wir etwa Kräfte zum Beſtehen des Ganzen erwarten dürften. Von dieſer Seite aus betrachtet ſcheint allerdings die Exiſtenz der Anſtalt wenig geſichert zu ſein, und in ſofern hat ein Verein, wie z. B. der in Ausſicht ſtehende Peſtalozzi⸗Ver⸗ ein einen Vorzug, indem er ſeine Zwecke durch ſelbſtſtändige * Das nächſtens lithographirt für weniges Geld beim Comite zu haben iſt.“ 0. *) Man ſehe hierüber unſere gedruckten Grundſätze. Jeder, der ſich franko an uns wendet, werden wir dieſelben mit der größten Freude zuſenden. R Comité m 15. Zeichen ſeiner die ge⸗ geboten befon⸗ tu die anſtalt zerhalb en ge⸗ bis he⸗ ruckte eweis en Le⸗ dieſe wir pruche wenig tiwa Jon tenz % 345* ittel auszuführen gedenkt. Es bleibt uns ſonach der Weg ae e Liebe offen, welcher ſchon durch viele Vorgänger erprobt“) und nicht ohne Segeu bei wichtigern Unternehmungen“) betreten wurde. Wenn in der Schweiz zahlreiche Anſtalten gleicher Art auf dem Boden der chriſt⸗ lichen Liebe erwachſen ſind, die ſich bis auf dieſen Augen⸗ blick ſeit 26— 30 Jahren durch milde Beiträge aus der dürfniſſe der Anſtalt abgeholfen werden kann.“) Das un⸗ erzeichnete Comité wird die der Anſtalt zugedachten Gaben, auch die kleinſte, mit Dank in Empfang nehmen und ſie in ſeinen gedruckten Jahresberichten beſcheinigen. Uebrigens möge Gott, der da ſpricht: Gold und Silber iſt mein, und der die Herzen der Menſchen lenket wie die Waſſerbäche recht viele Menſchenfreunde erwecken, die das begonnene Werk nnterſtützen und fördern helfen. Nähe und Ferne erhalten haben und in Würtemberg bereits 22 ſolcher Rettungshäuſer faſt durchweg auf gleichem Grunde ruhen, ſo dürfen wir gewiß der Hoffnung leben, daß auch in unſerm Lande die chriſtliche Mildthätigkeit ſich einer ſo wichtigen Anſtalt ernſtlich annehmen, und für das fernere Beſtehen derſelben ihre Kräfte nicht verſagen wird. Wir dürfen deßhalb zum Schluſſe gewiß noch die Bitte an unſere Leſer richten, der wichtigen Sache ihre Aufmerkſamkeit nicht zu entziehen und dieſelbe durch milde Gaben nach Vermö⸗ gen zu unterſtützen; eröffnet ſich doch hier ein ganz neues Feld der Wirkſamkeit wo nicht blos durch Gaben von Geld, ſondern durch Beiträge von Viktualien(Lebensmittel) aller Art, ſo wie durch Schenkungen von Kleidungsſtücken, Küchen⸗, Stuben⸗, Keller⸗ und landwirthſchaftliche Geräthe dem Be⸗ 5) Erlaubte es der Raum, wir wollten ein Dutzend namhaft machen. e Man denke nur an den großartigen Guſtav⸗Adolphs⸗ Verein. Im Oktober 1846. Das Comité Anthes, Lehrer zu Lich. Bichmann, Pfarrer zu Lich. Schäfer, Taubſtummen⸗Leh⸗ rer zu Friedberg. Schick, Candidat der Theo⸗ logie zu Laubach. Schwarz, Kaufmanu zu Ech⸗ zell und Reichelsheim. Uhrig, Pfarrer zu Iſenburg. *) Wir können es unſern Leſern nicht vorenthalten, was uns alles ſchon geworden iſt. Nebſt einer Bettlade, mehrem Weißzeug und alten Kleidungsſtücken ging während wir dieſes ſchreiben ein Brief bei uns ein aus A. bei Gießen, daß ein Nagelſchmied dortſelbſt jährlich 100 Bandnägel mit Köpfen, und ein Schneidermeiſter ebendaſelbſt ein Paar Hoſe von Leinen auch jährlich liefern wolle. Es iſt wahrlich rührend!— Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. . 1 Aufforderung. 490 ueber Valentin Beckenbaupt's zu 1— 9 Vermögen iſt förmlicher Concurs erkannt. Ausſchluß von der aſſe, ohne daß ein Decret deßbalb veröffentlicht wird, wird verfügt, bezüglich aller Forderungen und ſon⸗ ſtigen Anſprüche an dieſelbe, welche nicht im ermin 1 Donnerſtag den 19. November l. J., Vormittags 9 Uhr, 5 dahier zur Anzeige gebracht und begründet werden. Grünberg am 28. September 1846. Großh. Heſſ. zum Landgerichte daſelbſt geb. Patr. Gericht der Frhrn.. Eiſenbach. Welcker. Hofraithe⸗Verſteigerung. 8 6) Montag den 16. November, Vor⸗ 1 um 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ hauſe die den dahier verſtorbenen Wagner⸗ meiſter Adam Ruppel'ſchen Cbeleuten gehörende in der Schirmgaſſe ſich befindliche Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Hinterbau und Grund au Karl Kiefer und Adam Rauſch J. gelegen, erbvertheilungswegen öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 12. Oktober 1846. In Auftrag Großb. Heſſ. Landgerichts der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Mobilien ⸗Verſteigerung. (1320) Die in der Behauſung des Herrn G. Schäfer dahier, der Poſt gegenüber, ſeit— her von Zacharias Garde geführte Gaſt⸗ wir thſchaft, beabſichtigt derſelbe in der Kürze aufzugeben und eine Verſteigerung von über⸗ flüſſig werdenden Mobilien zu veranſtalten. Aus dieſem Grunde wird in obenerwähn— ter Behauſung Dienſtag den 3. November 1846, g Morgens 9 uhr, eine Verſteigerung von verſchiedenen Mobilien, als namentlich: ſechs gute und vollſtändige Betten mit Bettſtellen, Weißzeug, Haus⸗ und Küchengeräthſchaften, Faͤſſer und mehrere Ohm reingehaltenen Wein u. ſ. w. ſtattfinden, was ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe. Friedberg den 22. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung von Handarbeiten. (13520 Montag den 2. November d. J., Vormittags um 10 Ubr, ſoll die Anfertigung der zur Bewäſſerung der Straßbeimer Wieſen erforderlichen Gräben und Planirung auf Ort und Stelle in Accord gegeben werden. Friedberg am 27. Oktober 1846. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1553) Mittwoch den 4. November d. J., Vormittags um 10 Uhr, ſollen die bei An⸗ legung eines neuen Gemeinde-Brunnens zu Ilbenſtadt erforderlichen Arbeiten, als: Steinhauerarbeit, veranſchlagt zu 24 fl. Maurerarbeit 10„ Gußröhrenlieferung 90„ Brunnenmacherarbeit 35„ Pflaſter- und Handarbeit 16„ auf daſiger Bürgermeiſterei an übernahms— fäbige Meiſter öffentlich in Akkord gegeben werden. Friedberg am 28. Oktober 1846. Der Gemeindebaumeiſter Ruths. Veraccordirung. (1530 Die Lieferung von 100 Gebund Roggenſtroh, à 16 Pfund Gewicht, für das Lazareth in Friedberg, ſoll auf dem Sou— miſſions⸗Wege an den Billigſtfordernden in Accord gegeben werden. Diejenigen, welche zur Uebernahme dieſer Lieferung geneigt ſind, haben vor dem 4. künf⸗ tigen Monate, ihre Forderungen verſiegelt in die vor dem Lazarethbureau angebrachte Sou— miſſionskapſel niederzulegen. Zugleich werden Sie darauf aufmerkſam gemacht, daß unleſer⸗ liche, nicht mit Wohnorts. und Namensunter— ſchrift verſehene, oder an Bedingungen geknüpfte Forderungen unberückſichtigt bleiben müſſen, und daß keine Nachgebote angenommen werden. Den 4. November, Vormittags um 10 Uhr, geſchieht die Protocollirung der eingegangenen Soumiſſionen, wobei die Soumittenten oder Bevollmächtigte derſelben zugegen ſeyn können. Bis dahin liegen die Lieferungsbedingungen an jedem Tage zur Durchſicht offen. Friedberg den 28. Oktober 1846. J. A.: Fu hr, Hauptmann. Holz ⸗Verſteigerung. (1355) Mittwoch den 4. November l. J., Morgens 9 Ubr, ſollen in dem Privatwald Eichberg bei Niedermörlen circa 6000 Wellen Nadel⸗Erdreiſer und „ 1500 Stück Bohnenſtangen meiſtbietend an Ort uad Stelle verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt bei der ſogenannten alten Kapelle, nabe an dem Frauenwald. Es wird noch bemerkt, daß die Abfahrt bis nach Niedermörlen vorzüglich annehmbar iſt. Niedermörlen am 28. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dey. N Privat⸗ Bekanntmachungen. Verſteigerung. (1530 Montag den 16. November d. J. wollen die Vormünder der Erben des ver— ewigten Heinrich Wolf I. zu Rockenberg die jährigen Pachtgefälle im Gaſthaus zum weißen Roß unter den dabei bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigern, als: 14 Malter Korn, 14 Malter Gerſte, 12 Meſten Weißmehl, 5 Malter Kartoffel, 200 Krauthäupter. 300 Stuͤck Hopfenſtangen (1550) ſind auf bieſigem Hofe zu verkau⸗ fen. Dieſelben haben eine Dicke von 1½ bis 2% Zoll und eine Länge von 24—28 Fuß. Burghof Cleeberg bei Butzbach im Oktober 1846. Friedrich Freiherr von Bibra. Ge ſu ch. (135˙7) In einen guten Dienſt nach Fried⸗ berg wird eine brave Köchin geſucht. „ ä——— „ 346 Verlooſung Hohenſülzer Obligationen. (1558) Bei der diesjährigen Verlooſung des rubrizirten Anlehens ſind die 1 Nr. 57 à 200 fl. und Nr. 59 à 200 fl. zur Rückzahlung auf den 31. Dezember a. o. beſtimmt und ſind die Beträge bei dem unter⸗ zeichneten Handlungshauſe zur Verfaͤllzeit in Empfang zu nehmen. Friedberg im Oktober 1846. Simon Lindheimer. Verſteigerung. (1581) Donnerſtag den 5. und Freitag den 6. November l. J, ſollen— und zwar jedes⸗ mal von Morgens 9 Ubr an— in dem Pfarr⸗ hauſe zu Oſſenheim nachfolgende Gegenſtände, gegen gleich baare Bezahlung, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden, als 8 Fuder Stroh, 30 Centner Heu, 50 Körbe Spreu, 20 Gebund Flachs, 45 Mltr. Kartoffeln, wo⸗ runter ein Malter engliſche und ein Malter kleine blaue, eine Partie Kleebeu, Kraut, weiſe Rüben, Rangen und Kohlraben; ein kupferner Waſchkeſſel, eine Standuhr, Oeko⸗ nomie⸗ und Küchen⸗Gerätbſchaften, Tiſche, Stüble, Bettſtellen, Schränke u. dgl.; einige bundert Bücher; eine vorzügliche Milchkuh u. ſ. w. u. ſ. w. Bekanntmachung. (1359) Dem unterzeichneten iſt am ver⸗ gangenen Sonntag Abend ein eben erſt ge⸗ ſchnittenes Mutterſchwein entlaufen. Daſſelbe war, außer einem ſchwarzen Flecken auf der linken Seite des Halſes, ganz hell. Derjenige, welcher Auskunft hierüber geben kann, oder daſſelbe wieder bringt, erhalt eine angemeſſene Belohnung.. Jacob Wirth von Niedermörlen. Ein Garten (1560) im Ellenpfuhl, 76 Ruthen groß, iſt zu vermiethen. Friedberg. Ruths. Möblirte Zimmer (1561) ſind zu vermiethen und können ſogleich bezogen werden. Wo? iſt bei der Expedition d. Bl. zu erfragen. Sehr ſchöne Eicheln (1562) zur Viehmaſt verkauft billig Friedberg. M. Jung. Bayeriſcher Hopfen, (156) Alldörffer 1846r Gewächs, in beß⸗ ter Gute aus erſter Hand bezogen, iſt billig⸗ ſten Preiſes bei mir zu haben und werden auf Verlangen Proben mitgetheilt. Friedberg den 29. Oktober 1846. G. C. Morell. Einladung. (186) Zu dem bevorſtebenden kalten Markt(ade ich meine verehrten Gönner mit dem Bemerken hiermit ergebenſt ein, daß außer guten Getränken auch gut zubereitete Speiſen jederzeit anzutreffen ſind. Harmonie u. Tanzmuſik findet ebenfallswie gewöhnlich ſtatt. Ortenberg den 27. Oktober 1846. ee e bee, zur Poſt. 150 Malter Kartoffeln (1363) ſtehen zum Verkaufe bei Müller Vorbach in Friedberg. Anzeige. (15660 Sch mache die ergebenſt Anzeige, daß ich die Gaſtwirthſchaft zur Stadt Frankfurt dahier übernommen habe und iſt auf den be⸗ vorſtehenden kalten Markt bei mir täglich von 11 bis 3 uhr ein wohl beſetzter Mittags ⸗Tiſch, ſowie des Abends Tanz⸗Muſik anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. Ortenberg den 28. Oktober 1846. W. Rullmann. Literariſche Anzeige. Das große Prachtwerk Der dtulſcht Kaiſerſaal Dr. W. Zimmermann. Mit 30 ausgezeichneten Origingl⸗Stahlſtichen. Lexikonformat. Luxuriöſe Ausſtattung. (Preis: 11 fl.) iſt durch den Unterzeichneten für nur 38 fl. 30 kr. zu haben, worauf er die Freunde dieſes nach innen und außen gleich koſtbaren Werkes auf⸗ merkſam zu machen ſich beeilt, da der Vor⸗ rath ſchnell erſchöpft ſein dürfte. C. Bindernagel, Buchhändler in Friedberg. Ferner iſt bei demſelben angekommen: Der Gevattersmann. Volks buch Aefüx 1847 von Berthold Auerbach. Mit 34 in den Text eingedruck. Holzſchnitten. (Preis: 14 kr.) Nro. 23. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu⸗ tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Die Vergebung der Sün⸗ den.— Ermuthigung.— Die Lehr⸗ weiſe Jeſu. Frankfurter Gold-Cours vom 30. October. —.—— 7 e Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd' or 9 46 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 55 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 28 Engliſche Souverains 11157 . Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 21. Sonntag n. Trinitatis d. 1. Novbr. Reformationsfeſt. N Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Her Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. .(Abendmahl.)„ Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Strack. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr ö hält Betſtunde: 15 Herr Candiat Cellarius. %% ͤĩð 40'790. Ott. 28. Ott.(20. Off. Gattung. Fried⸗ Mainz Groß⸗ fe Tr. Ff. r. . Waizen pr. Malter 14 3016— 15 10 Korn 5 13— 124412— Gerſte H, 9 30 7 17. 10 Hafer 7 e 5— 1— 3 440 Polizei ⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach —— 2„ Iz ried⸗ Buß⸗ S Brod ⸗Preiſe. berg. bach. S 8 0 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 4121 41 2 2 7 1 94— 1 9— 44„„ e, 5 5 Lth./ th. — Milchbrod 12% 13 —Waſſerweck 13 Gemiſchtes(Tafel⸗⸗Brod 13% 14 Fleiſch⸗Preiſe. pf. 1 Ochſenfleiſch 119 1 15 2 1 gemäſtete 7 Kühfleiſch Te 1— gcc gemäſtetes— 1 Rindfteiſch ungemäſtetes 17— „ Kalbfleiſch l a 8— „ Schweinenfleiſch 13— „ Hammellleiſch 8— „ Schaaflleiſch 6— „Wurſtvon blos Schweinen 14— „ Gemiſchte Wurſt 10— „ Bratwurſt 16— „ Schwartenmagen 16— „ Geräucherter Speck 24— „ Schinken 2 17 Dörrfleiſch 1. „ Schweinenſchmalz, 5 6 ausgelaſſen 23— 23— unausgelaſſen 22— 21— „ Nierenfett 22— 20 5 „ Hammelsfett. erg 17— 117 Der Gr. Hefſ. 8 d. K. Frledb J. d. A.; Krach, Kr.⸗Setr. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch 155 den Kreis Hungen. er Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg, tun 18² verf 143 erkl. ung Über 40 f hin! de N 0 0 band Ein betr ſtell ergil Abri