beſonderg eignenden für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 8„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1847, ganz in derſelben Weiſe wie im Jahre 1846, wöchentlich zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für ½ Jahr 40 kr.— Durch alle Poſtverwaltungen des Groß herzogthums Heſſen iſt das Intelligenz⸗Blatt, nach einer Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr fur 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter für 48 kr. zu beziehen. Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erte Petitzeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen. N Friedberg. C. Bindernagel. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes.. Betreffend: Die Anlegung von Holzmagazinen in den Gemeinden. Großh. Miniſterium des Innern und der Juſtiz hat durch Ausſchreiben vom 5. d. M. die Anlegung von Holz⸗ magazinen in den Gemeinden wiederholt dringend empfohlen. Indem ich Sie hiervon in Kenntniß ſetze, ſehe ich Ihrer berichtlichen Vorlage darüber entgegen, in wie weit in Ihren Gemeinden ſchon Holzmagazine beſtehen, ſowie in wie fern die Anlagen weiterer Holzmagazine erforderlich ſind, und endlich, ob die Mittel der Gemeinden da— zu ausreichend ſind. Grünberg am 21. Dezember 1846. n ire Derſelbe an dieſelben. Betreffend: J. U. S. gegen Andreas Schmidt von Buſenborn wegen Landſtreicherei. Der unten näher beſchriebene Andreas Schmidt von Buſenborn, auch Bolengänger genannt, iſt beim Transport in die Strafanſtalt(er war von Grßh. Hofgericht zu Gießen in eine zweijährige Zuchthausſtrafe verurtheilt) in Hungen entſprungen. Ich weiſe Sie daher an, auf denſelben fahn⸗ den und ihn im Betreturgsfalle arretiren und wohlverwahrt hierher abliefern zu laſſen. Grünberg am 20. Dezember 1846. Ouvrier. Signalement. Alter: etwa 26 Jahre, Größe: 6704“, Haare: ſchwarz, Stirne: hoch, Augenbraunen: ſchwarz, Augen: grau, Naſe: groß, Mund: groß, Kinn: rund, Geſicht: länglich, Statur: unterſetzt. N Kleidung. Eine blaue Tuchkappe, eine ſchwarze Halsbinde, einen grauen Sommerrock mit blauem Kragen, eine gelbe Weſte, ein Paar blaue leinene Hoſen, ein Paar wollene Strümpfe, ein Paar Schuhe, zwei Hemden. Guſtav-Adolf-Stiftung. Schon wieder wird mir die Freude zu Theil, Nachricht geben zu können von einem neuen Zuwachs an Mitgliedern, den der Wetterauer Zweigverein der Guſtav-Adolf-Stiftung erhalten hat, und dieſesmal iſt es die Gemeinde Rendel, aus welcher ſich 72 neue Mitglieder unter dem Paniere der Bruderliebe geſchaart haben, ſo daß der Verein dort⸗ ſelbſt nunmehr 73 Mitglieder zählt.— Bei Gelegenheit, daß ich von dieſem erfreulichen Fortſchritte unſeres Vereins in Kenntniß geſetzt wurde, habe ich erfahren, daß die Bewoh⸗ ner Rendels die uberhaupt bei allen mildthatigen Beſtrebungen eine rege Theilnahme an den Tag zu legen gewohnt ſind, daß dieſelben ſchon längſt in ihren Herzen dem Verein der Guſtav-Adolf-Stiftung zugethan geweſen waren, daß ſie ſich aber immer geſcheut hätten, ihren foͤrmlichen Beitritt 5 U Intelligenz⸗- Blatt zu erklären, weil ſie von der Anſicht ausgegangen ware n, eine ſolche Erklärung ſei bindend für das ganze Leben un d könne ſich wohl gar noch auf Kind und Kindeskind vererben! — bis es denn dem würdigen Geiſtlichen gelang, am Re formationsfeſte d. J. das beſagte Vorurtheil, an deſſen Hinwegräumung er ſchon manchmal gearbeitet hatte, gänz— lich zu beſeitigen. Ich hatte geglaubt, nach dem, was ſchon ſo häufig in öffentlichen Blättern geſtanden hat und bei kleineren und größeren Verſammlungen ſchon ſo oft wiederholt worden iſt, wäre jenes Vorurtheil ſchon längſt verſchwunden; jetzt über das Gegentheil belehrt ſehe ich mich zu der Erklärung veranlaßt: allerdings wünſcht der Verein, daß Jeder, der Mitglied geworden iſt, auch Mit⸗ glied bleibe, ſo lange er lebt zer wünſcht das um des ganzen Vereins und um des einzelnen Mitgliedes willen; er wünſcht es um des Vereines willen, der nicht blos dadurch beſteht und blüht, daß er recht viele neue Mitglieder be— kommt, ſondern ebenſo gut dadurch, daß er die alten be— hält; er wünſcht es um des einzelnen Mitgliedes willen, weil ein Rücktritt von dem heiligen Werke der Unterſtützung unſerer Glaubensgenoſſen auf eine Verminderung der Liebe zu ihnen, alſo auf eine Verminderung der Liebe zu unſerer proteſtantiſchen Kirche, ſchließen ließe. Obwohl aber der Verein wünſcht, daß Jeder durch ſein Herz zu lebenslänglicher Mitgliedſchaft ſich verpflichten laſſe, ſo beſteht doch für Keinen, der ſeine Mitgliedſchaft erklärt, eine rechtliche Verbindlichkeit auf Le⸗ benszeit, vielmehr kann Jeder, ſobald er nur immer will und einen ſolchen Schritt vor ſeinen Gewiſſen glaubt rechtfertigen zu können, entweder aus dem Vereine wieder austreten oder auch ſeinen zuerſt zugeſagten Beitrag nach ſeinem Gutdünken ermäßigen, ohne daß er darüber irgend Jemanden, außer ſich ſelbſt, eine Rechenſchaft geben müßte.— Daß ich dieß nicht aus mir ſelbek ſage, ſondern in Ueber⸗ einſtimmung mit den gedruckten Statuten des Vereins, ver⸗ ſteht ſich zwar von ſelbſt, doch will ich folgende Geſetzes—⸗ ſtellen als Belege für das Geſagte hinzufügen: Statuten des Wett. Zweig-Vereins§. 4. Jeder iſt Mitglied, der ſich zu einem jährlichen Beitrage, wie klein oder wie groß er auch ſei, unterzeichnet hat und iſt es ſo lange, als er dieſen Beitrag entrichtet. Statuten des Gr. Heſſ. Haupt⸗Vereins§. 5. pos. I. Mitglied des Vereins iſt Jeder, der ſich zu einem jährlichen Beitrage verbindlich macht und bleibt es ſo lange, als er denſelben entrichtet. Statuten des Geſammtvereins§. 4. Die Mittel zur Unterſtützung werden erlangt durch die jährlichen Zinſen vom Capitalfonds des Vereins, ſowie durch jährliche Geld— beiträge von vollkommen beliebiger Größe u. ſ. w. Ich ſchließe dieſe Mittheilung mit einem Auszuge aus dem Berichte, den der Centralvorſtand auf der Hauptver— ſammlung zu Berlin am 8. September d. J. erſtattet hat: „In Braunſcheig— ſo heißt es dort“)— iſt in einige Gegenden die Theilnahme geſunken. Die Gründe, die 2 für angegeben worden ſind, geben uns die Zuverſicht, daß ſie bald nicht mehr wirkſam ſein werden. Charakteriſtiſch iſt es, daß ſich dort an einigen Orten ein Vorurtheil der Landleute geltend gemacht hat, welches wir längſt begraben hofften, das nemlich, daß aus der freiwilligen Gabe mit der Zeit eine feſte Steuer werden könnte. Wir finden es von dieſem Standpunkte aus ganz recht und ſehen es fuͤr das glücklichſte Mittel zur Widerlegung des Vorurtheils an, daß eine dortige Gemeinde in dieſem Jahre gar keine Bei— träge gegeben hat, um zu prüfen, ob ihre Gabe wirklich als freiwillig betrachtet werde. Sie haben dieß nun erfahren und wir hoffen, Alle werden dieſe Er— fahrung benutzen und von jetzt an deſto eifriger mit uns wirken.“ Dr. L. Chr. Matthias. ) Protokoll über die Sitzung am 7. Sept. 1846 S. Anhang S. 45. Aufforderung. Das Reſultat der Abſtimmung der zweiten Kammer unſerer Volksvertreter über Art. 12 des II. Abſchnitts des neuen bürgerlichen Geſetzbuches hat in einem großen Theile der Bewohner Friedbergs und der Umgegend einen ſolchen Anklang gefunden, daß in Folge davon hin und wieder der Wunſch rege geworden, die von der Majorität der Kammer bei der fraglichen Abſtimmung bethätigte Humanität durch eine Adreſſe freundlich und dankbar zu begrüßen. Alle diejenigen nun, welche lebendiges Intereſſe an den Fortſchritten der Gegenwart und den großen Fragen der Zeit nehmen, werden hiernach ohne Rückſicht auf Unter⸗ ſchied in Stand und Glauben von den Unterzeichneten zur Berathung der in Rede ſtehenden Adreſſe auf Donnerſtag den 31. December l. J. Abends 6 Uhr in das Trapp'ſche Gaſthaus ergebenſt eingeladen. ö Friedberg am 24. December 1846. Trapp III., G. Trapp II., Bender, 2 Anſelm Lindheimer, C. Bindernagel d. j., H. Walz II., Iſidor Lindheimer, C. Wahl, Ph. Dieffenbach, Gerſon Lind— heimer, L. J. Fürth, Ph. Werner, Seligmann Hirſchhorn, Buß. Empfangsbeſcheinigung. Für die arme Wittwe und die ſieben unmündigen Kindern des in einer Sandgrube umgekommenen Schlegelmilch zu Aſſenheim iſt bei mir ferner eingegongen: von B. V. 18 kr., von S. K. 2 fl. 30 kr., von J. W. 30 kr., von B. in N. 1 fl., von D. in F. 18 kr., von J. L. 1 fl., von F. W. Reuß 30 kr., von M... I, O. E. 30 kr., von W. J 36 kr.; Im Ganzen 11 fl. 12 kr. Friedberg den 28. Dezember 1846. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Edictal ladung. (1765) Nach den gerichtlichen Pfandbüchern der Stadt Grünberg hat Johannes Jockel, Heinrich Sohn, daſelbſt, das von Commiſ⸗ ſionswegen verkaufte, zu Johannes Botts Vermögen gebörige nun 12s alt%: ein⸗ getragene Wohnhaus in der Borngaſſe, an Johannes Jockel, mit 4 Ruthen 64 Schuh Grundmeſſung laut Kaufbrief vom 7. März 1816 für 220 fl. baar Geld erkauft und ſind hierauf redieirt a) 100 fl. Kapital, bei Jacob Heerzen Toch⸗ ter, laut Obligation vom 10. April 1797. b) 400 Gulden Kaufziel für Reinhard Müllers Erben, von welchen es Georg Caſpar Bott erkauft und noch nicht be— zahlt hat, und c) 4400 fl. Kaufzieler für die Erbſchafts⸗ maſſe des Georg Caſpar Bott, von welcher Johannes Bott ſolches Haus nebſt einem andern Hauſe erkauft und noch nicht bezahlt. Das fragliche Kaufgeld von 220 fl., ſowie die sub a. b. c. erwähnten Forderungen ſol⸗ len abgeführt ſeyn, wenigſtens erkennen die Wittwe und Kinder reſp. Erben des Johan⸗ nes Jöckel, Heinrich Sohn dahier, ihr Be⸗ ſtehen nicht an und haben um Löſchung der— ſelben in den Pfandbüchern gebeten; ſie ſind indeſſen nicht im Stande, die zur Löſchung nothwendigen Urkunden vorzulegen, können auch ferner nicht das Eigenthum an der von ihnen dem Sohne und Bruder Ludwig Jockel angeſchlagen i 2%55 bezeichneten und 32% Klafter hal⸗ tenden Hofraithe an Johannes Jöckel zum Stern dahier urkundlich darthun und werden deßhalb auf —̃ hl. anberaum und zu d Butzbg Oe (1819 thekendu ſſchern legt, d. abbezal tirten polpeke De Verbr. ſchuld nigen irgend verme wiſſer anzuz beant ſtheken ammer t des Theile ſolchen er der ammer durch an den en der Unter⸗ 1 jut erſtag pp'ſche nder, nagel er, C. Eind⸗ ner, N ö Antrag der Erben alle diejenigen, welche an die extrahirten Forderungen, ſowie an die bezeichnete Hofraſthe irgend Anſprüche zu bil⸗ den können glauben, hiermit aufgefordert, ſolche binnen 6 Wochen von beute an ſo ge⸗ wiß dahier geltend zu machen, widrigenfalls die fraglichen Forderungen für getilgt erach— tet und in den Pfandbüchern gelsſcht, auch ferner den Kaufbrief über die dem Ludwig Joͤckel angeſchlagene Hofraithe gerichtlich be⸗ ſtätigt werden wird. Grünberg den 16. November 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Oeffentliche Aufforderung. (1796) Gegen den Zimmermeiſter Johannes Euler zu Kirchgöns bat das Geßb. Hofgericht der Provinz Oberheſſen den förmlichen Con- cursprozeß erkannt und das unterzeichnete Landgericht mit deſſen Leitung beauftragt. Es werden daber Alle, welche Anſprüche gegen Jobannes Euler reſp. gegen deſſen Con⸗ cursmaſſe geltend machen wollen, hierdurch aufgefordert, ſolche, bei Vermeidung des ohne beſonderes Präcluſiodecret eintretenden Aus- ſchluſſes von der Maſſe in dem auf Montag den 15. Februar 1847, Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin anzumelden und zu begründen. Butzbach den 10. Dezember 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Calmberg. Oeffentliche Aufforderung. (1819) In dem landgerichtlichen Hypo⸗ thekenbuch der Gemeinde Poblgöns, ſtehen nachbe nannte Einträge ungelsſcht: 19 auf den Namen des Friedrich Schim⸗ mel zu poblgöns und deſſen Cbefrau Eliſabetha Katharina, als Schuldner, über ein Capital von 65 fl. d. d. 19. Dezember 1788 bei den Kirchenka⸗ ſten zu Pohlgöns als Darleiher, mit Verunterpfändung von vier Grundſtücken. 2) auf den Namen des Wilhelm Göbel und deſſen Ehefrau Katharina zu Pobl— göns, als Schuldner, über ein Capital von 500 fl. d. d. 5. Auguſt 1819 bei Freifrau Sophia Chriſtina Löw von und zu Steinfurt als Dar- leiherin mit Verunterpfändung von 32 Grundſtücken. 8 3) auf den Namen des Philipp Langs⸗ dorf zu pohlgöns als Schuldners über ein Capital von 40 fl. bei der Klauß zu Butzbach, als Darleiherin, ohne Angabe der Zeit, mit Verunter⸗ pfändung von drei Grundſtücken. Die Erben der benannten Schuldner ver— ſichern und haben als wahrſcheinlich darge⸗ legt, daß die vorerwähnten Capital⸗Schulden abbezahlt ſind; es vermögen jedoch die quit⸗ tirten Schuldurkunden, zur Loͤſchung im Hy— polhekenbuch nicht vorgelegt zu werden. Demnach fordert man die Beſitzer der Verbriefungen über die bemerkten Hypothek ſchuldforderungen und überbaupt alle Dieje⸗ nigen, welche an dieſe Sqhuldforderungen irgend rechtliche Anſprüche bilden zu können vermeinen, hiermit auf, dieſelben um ſo ge— wiſſer von heute an binnen 8 Wochen dahter anzuzeigen und zu begründen, als ſonſt die beantragte Löſchung des Eintrags im Hypo— thekenbuch erfolgen wird. Butzbach den 15. Dezember 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mos ler. Bekanntmachung. (1820) Die zur Concurs maſſe des Konrad Möckel II. zu Langenhain, gehörige Hofraithe Png. et Nr. des Flurbuchs 56/84 63 ¼(1 „ 409* Klftr. beſtehend aus Wohnhaus, Stall, und Scheuer ſoll im Termin Moutag den 25. Januar 1847, Morgens 10 Uhr, im Ganzen und ſodann im Einzelnen, geeigneten Falls auch auf den Abbruch im Gemeindehauſe zu Langenhain öffentlich verſteigert werden. Die Gr. Burgermeiſter wollen dieß im Intereſſe ihrer Gemeindeglieder gehörig be⸗ kannt machen. Butzbach den 17. Dezember 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Dr. Irle. Holz ⸗Verſteigerung. (18210 Montag den 4. Januar 1847, Vormittags 9 Ubr, ſollen in dem Oberros— bacher Gemeindewald Diſtrikt alter Hegwald nachſtehende Holz⸗Sortimente öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. 2 Stecken eichen Scheitbolz, 1„„ Prügelbolz, 97 5 buchen Stockholz friſches 13 7. 77 77 altes 17 eichen„ 4325 Wellen buchen Reiſerholz, „ eichen„ 9 Stämme buchen Werk und Nutzholz 51 Cubikfuß enthaltend, 2„ eichen Werk- und Nutzholz 102 Cubikfuß enthaltend. Die Zuſammenkunft iſt auf der Haupt⸗ ſchneiße oberhalb der Steinbrüche. Die Herrn Bürgermeiſter der umliegen⸗ den Orte werden erſucht, dieſes in ihren Ge⸗ meinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Oberrosbach den 24. Dezember 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürger meiſter Blecher. Holz⸗Verſteigerung. (1822) Dienſtag den 5. Januar k., J., von Morgens 9 Uhr an, ſoll in dem Gräflich Solms Rödelheim'ſchen Walde, bei Wickſtadt, das nachfolgende Holz, naͤmlich: 4 Stecken buchen Scheitholz, 8 f. Stangenprügel, 13ͤö 1„ 89„ gemiſchtes Stockholz, 140„ gemiſchte Reiſer 13 Stück buchen Werkholz Stangen, öffentlich meiſtoietend verſteigert werden. Aſſenheim den 23. Dezember 1846. Gräfl. Solms-Rödelpeimiſche Forſtverwaltung. ü ff der ene. (1823) Anſprüche an den, 21 fl. betra⸗ genden, Nachlaß des verſtorbenen Bergamts— Boten Voß von Beyenbeim, deſſen Erbſchaft von den Erben ausgeſchlagen worden iſt, ſind Freitag den 22. Jan. 1847, Vorm 10 Uhr, anzuzeigen, widrigenfalls die Maſſe nach Be⸗ zahlung der Koſten der Wittwe Boß auf ihre Illatenforderung überlaſſen wird. Friedberg den 18. Dezember 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Löw. if for der un g: (182) Die Kinder des verſtorbenen Joh. Wenzel II. und deſſen Wittwe von Nieder- urſel, Frankfurter Hoheit, beabſichtigen ihr in der Gr. Heſſ. Gemarkung von Niederurſel belegenes elterliches Immobiliar-Vermögen zu vertheilen, konnten aber über den größten Theil der betreffenden Güterſtücke keine Eigen— thumsurkunden vorlegen. Es werden deßhalb alle Diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrund Anſprüche an dieſe Güterſtücke, von welchen ein Verzeichniß auf der Gr. Heſſ. Bürgermeiſterei zu Niederurſel aufliegt, ma⸗ chen, aufgefordert, ihre Anſprüche um ſo gewiſ⸗ ſer binnen 6 Wochen von heute an, beim unterzeichneten Gericht anzuzeigen, als ſonſten nach Ablauf dieſer Friſt die Theilung land⸗ gerichtlich confirmirt wird. Rödelheim den 22. Dezember 1846. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Dr. Bu f f. Bebanntmachung. (1825) Alle diejenigen, welche Forderungen an den Nachlaß des Schreinermeiſters Kon⸗ rad Hofmann dahier haben, werden hiermit aufgefordert, dieſelben binnen 14 Tagen bei dem Vormund und Müllermeiſter H. Schudt dahier anzumelden, widrigenfalls Forderungen bei Vertbeilung des Nachlaſſes nicht berüͤck— ſichtigt werden können. Dorheim den 22. Dezember 1846. 1 J. A-. Der Kurf. Bürgermeiſter Dr. J a u p. Oeffentliche Ladung. (1826) Die Gläubiger der Heinrich Mox⸗ ters Ebeleute dabier haben ſich geſtern dahin vereinigt, daß die Gläubiger, welchen ein Vor⸗ zugs. rep. Pfandrecht zuſteht, ihre Befriedi⸗ gung aus der Debitmaſſe ganz erhalten, der Ueberreſt derſelben aber unter die übrigen Gläubiger nach der Größe der Forderungen vertheilt wird. Da vor Auszahlung der Maſſe⸗ gelder Gewißheit darüber erforderlich iſt, daß oußer den zum geſtrigen Termin geladenen Gläubigern keine weiteren vorhanden ſind, ſo ergeht an die zum geſtrigen Termin nicht ge⸗ laden geweſenen Gläubiger die Aufforderung, ihre Forderungen ſogewiß binnen 14 Tagen dabier anzuzeigen, gegenfalls ſolche bei der Auszahlung der Debitmaſſe nicht berückſichtigt werden. Groskarben den 19. Dezember 1846. Großb. Heſſ. Landgericht das. Jäger. Emmerich. Bekanntmachung. (1827) Durch Beiträge von milden Gaben in Brod, welche ſich in der Zuſammenſtellung auf etwa 20 fl. wöchentl. beläuft, ſind wir bei der jetzigen Theuerung der Lebensmittel in den Stand geſetzt, den armen und nothleidenden Fa⸗ milien hieſiger Gemeinde, wo nicht ganz, doch mit einer theilweiſen Abhülfe, entgegen gekommen und iſt dabei beſchloſſen worden, daß, wenn irgend fremde Allmoſenſammler ſich ferner dahier betreten laſſen, dieſelben ohne Weiteres ausgewieſen oder dem Großb. Heſſ. Landge— richte zur Beſtrafung abgeliefert werden ſollen. Die Herrn Bürgermeiſter der uns nahe gelegenen Orten ſind erſucht, Vorſtehendes in ihren reſp. Gemeinden gefälligſt bekannt ma— chen laſſen zu wollen. Petterweil den 19. Dezember 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter G. Holtzmann. Bekanntmachung. (1828) Mittwoch den 30. dieſes Monats, von Morgens 9 Uhr an, werden die zur Nachlaßmaſſe des Herrn Kammerraths Buff zu Aſſenbeim gebörigen Mobilien, namentlich Gold, Silber, Möbel, Kleidungsſtücke, Weiß⸗ zeug, Bettung und Bücher, gegen gleich baare Zahlung verkauft. Aſſenhe im am 23. Dezember 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bertalott. G ietalla dun 9. (1829) ueber das Vermögen des Bäcker Peter Ungeheuer und deſſen Chefrau zu Rödel⸗ heim iſt der Concurs erkannt und Liquida⸗ tionstermin auf Freitag den 22. Januar 1847, Vormittags 9 Ubr, anberaumt worden, wo bei dem Landgericht zu Rödelheim Forderungen und ſonſtige An⸗ ſprüche an die Maſſe bei Strafe des Aus- ſchluſſes geltend zu machen ſind. In jenem Termin haben ſich auch die Gläubiger um ſo gewiſſer über die Veräußerung der zur Maſſe gehörigen Mo und Immobilien, ſo wie etwaige Vergleichsvorſchläge zu erklären, als ſonſt von denen dieß nicht perſönlich oder durch Special⸗ bevollmächtigte geſchieht, angenommen werden wird, daß ſie dem von der Mehrheit der er— ſcheinenden Gläubiger gefaßt werdenden Be⸗ ſchluß beigetreten wären.— Rödelheim den 11. Dezember 1846. Gr. Heſſ. Gräfl. 1 Landgericht g Buff. Main Weſer⸗Eiſenbahn. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1830) Nachſtehende bei Erbauung eines WViaducts über den Gambacher Weg in der 1 Butzbach entſtehenden Arbeiten, als: die Steinhauerarbeit veranſchlagt zu 2682 fl. „ Zimmerarbeit 1„ 330 „ Pflaſterarbeit 25„ 196„ und die Lieferung von 116 Bütten Kalk wer⸗ den Dienſtag den 5. Januar 1847, Vormit⸗ tags 10 Ubr, im Gaſthauſe zum Stern dabier oͤffentlich verſteigert. Bemerkt wird, daß den Steigerern die betreffenden Arbeiten an ſammt⸗ lichen Brücken und Durchläſſen der Gemar⸗ kung Butzvach übertragen werden. Gleichzeitig wird die Lieferung von 30 Cubikklaftern Rollirſteinen und 40 Cubikklaf— tern Steinen zum Hintermauern für ver⸗ ſchiedene Brücken der Gemarkungen Butzbach und Griedel verſteigert. Butzbach den 21. Dezember 1846. Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Butzbach. Me he r. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1831) Dienſtag den 5. Januar k. F., Vormittags 10 Uhr, ſollen Erdarbeiten ſuͤd— lich von Friedberg, von dem alten Haingraben gegen den Mainzerthorweg, und an der Straßbach in der Gemarkung Fauerbach II. an Ort und Stelle, unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, an die Wenigſtnehmenden ver⸗ ſteigert werden⸗ Das Loos z iſt veranſchlagt zu 981 fl.— kr. „„ 4„„„639 fl. 36 kr. Friedberg den 24. Dezember 1846. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. d ν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Ein Schweizer, (1832) der mit guten Zeugnſſſen verſehen iſt, wird für nächſten Petritag 1847 auf mein Gut nach Niedereſchbach bei Homburg v. d. H. geſucht. Jacob Fay. Feinſte Punſch⸗Eſſenz, (1888) ver glaſche 1 fl. 12 kr., ſowie fein⸗ ſten Rum, per Flaſche 1 fl. bei Carl Wahl in Friedberg. A n 3 183 Ich mache hiermit die ergebene An⸗ zeige, daß ich mehrere neue Guittarren, 3 Terz, und 1 DeFlöte mit 6 Klappen, 4 Pic⸗ ** 440 colo, 1 B⸗Clarinette mit 16 Klappen, 1 Es mit D Stück mit 13 Klappen, 1 Baß⸗Poſaune mit 3 Ventillen, 1 Tenor⸗Poſaune, 1 Contre⸗ und eine kleine Fagott, 1 Ventil-Trompete, 1 Serpent und alle Arten Violin- und Guit⸗ tarreuſaiten, ſowie eine Auswahl in Clarinett-. blättchen habe und Alles zu ſehr billigen Prei⸗ ſen verkaufe. Auch habe ich noch mehrere gebrauchte Flügel, die ich ſehr e kann. Lück, Inſtrumentenmacher in Friedberg. e n e eg e (1835) Ich gebe die Flaſche guten Malaga zu 1 fl. 12 kr. ab. 5 Jean Louis Dieterich zum goldnen Hirſch in Lich. Zum Verkaufen. (1836) Bei unterzeichnetem ſtehen zum Verkaufe: 1) ein einſpänniger bedeckter Reiſe⸗Wagen mit Stahlfedenn und eiſernen Axen, 2) ein großer, gußeiſener Circulirofen, zur Heitzung eines Saals geeignet, mit kupfer- nem Kochtopf, 3) eine große eiſerne Handmühle. G. C. Morell. Kaffee-Surrogat. (1837) Durch das von dem Unterzeichneten fabricirte Surrogat, welches er hiermit zur geneigten Abnahme empfehlen wollte, wird bei nur mäßigem Gebrauche deſſelben— wie die⸗ ſem der jedem Paquet umſchlagene Gebrauch— zettel vorſchreibt— nicht nur ein kräftiger Geſchmack des Kaffees, ſondern auch, was die Haupſache iſt, eine tüchtige Erſparniß deſſelben erzielt. Für den Umſtand, daß mein Fabr'cat nicht nur der Geſundheit nicht nachtheilig, ſondern in vielen Fällen ſogar Patienten von Aerzten empfohlen wird, mögen nachſtehende Zeugniſſe ſprechen. Indem ich mich alles weiteren Lobes meines Fabricats enthalte und in dieſer Beziehung lediglich auf den Verſuch hinweiſe, ſehe ich recht zahlreichen Beſtellungen entgegen. i D. H. Rothſchild in Ortenberg. Dem Herrn D. H. Rothſchild in Ortenberg beſcheinige ich auf Verlangen, daß deſſen Kaffee⸗ Surrogat, nach Ausweis einer chemiſchen Un⸗ terſuchung nicht nur keine ſchädliche, ſondern der Geſundheit zuträgliche Stoffe enthält und die in ſeiner Anzeige angeführten Cigenſchaf— ten beſitzt. Dieſes Surrogat hat deßhalb in diätetiſcher Hinſicht weſentliche Vorzüge vor den Cichorien und andern Surrogaten, und iſt nicht nur zum allgemeinen Gebrauch, ſon— dern auch für ſich allein angewendet, bei per⸗— ſonen, welche an entzündlichen Uebeln und Bruſtkrankheiten leiden, beſonders zu empfehlen (IL. S.) Dr. Ch. Heldmann, praktiſcher Arzt zu Selters. Auf Verlangen beſcheinige ich hiermit dem D. H. Rothſchild von bier, daß ich das von demſelben fabeicirte Kaffeeſurrogat unterſucht und der Bereitung deſſelben von Anfang bis Ende beigewohnt. Ich habe hierdurch die Ueberzeugung erhalten, daß daſſelbe nur aus ſolchen Stoffen zuſammengeſetzt iſt, welche der Geſundheit zuträylich ſind, daß es die ge⸗ wöhnlichen Kaffeeſurrogate, wie Cichorien ꝛc. bei weitem übertrifft, und kann es deßhalb zum diätetiſchen Gebrauche einem jeden beß⸗ tens empfehlen. Dr. Fr. Boſe, (L. S.) Phyſikatsarzt zu Ortenberg. b 7 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Freitag den 1. Januar 1847. Neujahrsfeſt. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Wepell. 5 Fruchtpreiſe. — W 23. Dez. 5. De. 7. Dez Gattung. Frted⸗% Groß⸗ berg Mainz gerau H. kr. H. ir. I. tr. Waizen pr. Malter 17— 16 1216— Korn 15— 13 72113— Gerſte„„ 5 10 30 1023 9 50 Hafer„„ 5 10[—[ 15— Polizei⸗Taxe fuͤr die Städte Friedberg und Butzbach vom 26. Dez. 1846 bis 2. Jan. 1847. 7 2 N Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 2 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗— ee eee 4 7 1 20 2 19 5 Lth. Lth — Milchbrod f 12 13 — Waſſerweck 1 27¼ Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 13 14 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 1 1 12 5 1 7 0 gemäſtete 8 „ Kühfleiſch ungemägetes 7— 8— nge zen gemäſtetes 7— 8 „ Kirdfleiſh ungemäſßtes 7— 7— „Kalbfleiſch 6 217— „ Schweinenfleiſch 12 12— „Hammelfleiſch 8—1 8— „ Schaaflleiſch. 13555 „ Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „Bratwurſt 16— 16— „Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „] Schinken 17— 17— „ Doͤrrfleiſch 17— 17— „ Schweinenſchmalz,— 1 ausgelaſſen 24— 24— unausgelaſſen 22— 22— „ Nierenfett 221— 22— Hammelsfett 181— 1171— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Buß bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg —