Friedberg Boßkat 2 bungen — Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — M 58. Mittwoch, den 29. Juli Amtlicher Theil. i Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Abhaltung der Jahrmärkte in Herbſtein. Auf Erſuchen des Gr. Heſſ. Freih. Riedeſel. Land— raths des Bezirks Lauterbach beauftrage ich Sie, zur öffent⸗ lichen Kenntniß zu bringen, daß der 4. Jahrmarkt zu Herb⸗ ſtein, der ſogenannte Laurentius-Markt, den 10. Auguſt l. J. abgehalten wird. Grünberg am 23. Juli 1846. In Beurlaubung Gr. Kreisraths v. Rabenau. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Rentamts Gruͤnberg an die Grßh. Buͤrgermeiſter des Rentamts Grunberg. Betreffend: Die Erhebung der Feldſtrafen von der 3. Periode 1846 bei dem Rentamte Grünberg. Die Erhebregiſter über die Feldſtrafen von der III. Periode 1846 ſind bis zum 1. Auguſt angefertigt und kon⸗ nen an den bekannten Zahltagen, Donnerſtag und Sam— ſtags, Feldſtrafen bezahlt werden, was Sie im Intereſſe der Beſtraften in Ihren Gemeinden bekannt machen wollen. Grünberg am 25. Juli 1846. Bötticher. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Rentamts Schotten an die Herrn Buͤrgermeiſter des Bezirks. Betreffend: Die Auszahlung der Feldſtraf-Gebühren von der VI. Periode 1845. 14 Sie werden erſucht, Ihren Feldſchuͤtzen bekannt machen zu laſſen, daß die Feldſtraf-Gebühren von der rubric. Periode an den bekannten Zahltagen dahier in Empfang genommen werden könnten. Schotten den 23. Juli 1846. Prätorius. T Laubach, im Juni. (Großh. Heſſ. Zeitung.) Sowie Einſender dieſes es geſtehen darf, daß er in den Veröffentlichungen gemeinnütziger Anſtalten aus— wärtiger Gemeinden zum Theil eine Anregung zur Errich— tung und Mitwirkung bei ähnlichen Anſtalten erhielt, zum Theil in längſt gehegten gleichartigen Ideen beſtärkt wurde, ſo hält es derſelbe auch wieder,— beſonders durch das von Pfarrvicar Kromm herausgegebene Büchlein angeregt, — für Pflicht, Einiges von dem zu veröffentlichen, was in ſolcher Art hier geſchehen iſt, und er hofft, daß auch dieſe Mittheilung wieder ähnliche Wirkungen in der Nähe und Ferne hervorbringen möge.— Schon ſeit dem Jahre 1842 beſteht hier eine Kleinkinderſchule, für welche ein eig⸗ nes Haus gebaut, eine Lehrerin in Kaiſerswerth gebildet wurde, und in welche 60 bis 70 Kinder aufgenommen ſind,— eine Anzahl, welche die Annahme einer Lehrge— hülfin nothwendig machte. Daß bedeutende Opfer zur Errichtung und Erhaltung dieſer Anſtalt nothwendig waren, iſt leicht zu denken, wo aber eine Herrſchaft wie die unſere ihre helfende Aufmerkſamkeit auf ſolche Anſtalten richtet,— wo eine Gemeinde wie die hieſige das erkennt und unter— ſtützt, was ihr ſelbſt zum Heile dient, und wo endlich Ein— zelne ſolche bedeutende Beiträge reichen, wie hier geſchehen, da gebührt das Verdienſt nur allein den Genannten, welche die Ausführung möglichmachten. Bis jetzt hat dieſe Anſtalt ſich nicht allein in blühendem Zuſtande forter— halten, ſondern auch zur Ueberzeugung geführt, daß die— ſelbe großen Segen in leiblicher und geiſtiger Hinſicht brachte, wie er auch anderwärts ſchon oft und vielfach aner kannt und namentlich darin erkaunt wurde, daß dieſe Klei— nen hier nicht allein Schutz vor leiblichen Gefahren,— beſonders während der Abweſenheit der Eltern,— ſondern auch ſchon frühe eine angemeſſene geiſtige Anregung fan— den, durch welche ſie ſich merklich in den Volksſchulen aus— zeichneten. Sprache, Sitten ꝛc. wurden veredelt, und während man oft behaupten wollte, dieſe Kleinen würden ihren Eltern und der Liebe zu denſelben zu ſehr entfremdet, hat ſich's ergeben, daß gerade durch dieſe Entfernung die vielen Veranlaſſungen zu älterlichem Unwillen über Kinder, die man den ganzen Tag um ſich haben und beſchäftigen mußte, und die bei dem thätigen Berufsleben gewiß gar oft hinderlich im Wege ſtanden, jetzt wegfielen und ſo die gegenſeitige Liebe erhoͤht wurde. Mögen alle Einwohner, „ 234. hohe und niedere, immer mehr mit Wohlwollen dieſer An⸗ ſtalt zugethan ſein! der Segen bleibt nicht aus!— Eine andere Anſtalt beſteht ſchon über 12 Jahre da⸗ hier, nämlich ein Geſangverein,— einer der älteſten un⸗ ſerer Provinz. Ein vierſtimmiger Chorgeſang mit Sopran, unter Leitung eines wackeren Directors, wechſelt mit vier⸗ ſtimmigem Männerchor und hat ſehr weſentlich zur Ver— beſſerung des Kirchengeſanges und zur Veredelung des Volksgeſanges beigetragen, die Sitten verderbenden Lieder beinahe ganz verdrängt und, ungeachtet mancher Schwie⸗ rigkeiten, ſich bis jetzt erhalten. Mit Freuden lebt die Rückerinnerung an das erſte Wetterauer Geſangfeſt dahier im Jahre 1839 bei uns fort, an welchem uns viele wer⸗ the, theilnehmende Gäſte von Grünberg, Hungen, Schotten, Lauterbach, Friedberg,“) und Butzbach beehrten. Mit der⸗ ſelben Freude gedenkt der Verein noch oft der freudigen Aufnahme bei dem, in den folgenden Jahren ſtattgefunde⸗ nen Geſangfeſten in Schotten, Butzbach und Friedberg,— wo nicht allein die erwachte Sympathie genährt wurde, ſondern es ſich auch bewährte, daß unſer heſſiſches Volk keinem des großen deutſchen Vaterlandes nachſteht. Daß der hieſige Ver⸗ ein von Seiten der Stadt mit dem nöthigen Winterbrande un⸗ terſtützt wird, muß dankbar und rühmend erwähnt werden. Es entſtand ferner im vorigen Herbſte ein Leſever⸗ ein für die hieſigen Bürger, welcher jetzt ſchon gegen 80 Mitglieder zählt. Die beſten Volksſchriften für Belehrung und Unterhaltung wurden angeſchafft und beſonders im Winter ſehr fleißig benutzt. Die geringen Beiträge von 36 Kreuzern von jedem Mitgliede wurden durch einen anſehnlichen freiwilligen Zuſchuß von unſerm erlauchten Herrn Grafen vermehrt. Wünſchenswerth iſt es, daß dieſe Lectüre durch recht gediegene und wohlfeile Schriftchen vermehrt werde!— Seit dem November vorigen Jahres trat ferner eine andere Anſtalt in's Leben. Es bildete ſich nämlich eine Geſellſchaft, die den größten Theil der hie⸗ ſigen Einwohner umfaßt, und ſich durch freie Wahl ein Schiedsgericht von 12 Miigliedern wählte, von wel⸗ chem alle Prozeſſe, ehe ſie bei der Obrigkeit anhängig ge⸗ macht werden, erſt gütlichen Vergleichs verſuchen unterzo⸗ gen werden müſſen. Bis jetzt ſind von 27 ſtreitigen Faͤl⸗ len bereits 26 durch Vergleiche glücklich beſeitigt worden, und wir hoffen, daß dieſe Geſellſchaft bald alle Bürger zu ihren Mitgliedern zählen wird. Wohl iſt es nicht zu läug⸗ nen, daß Ausdauer, Unparteilichkeit und Bekanntſchaft mit den bürgerlichen Verhältniſſen die erſten Erforderniſſe für ein glückliches Gedeihen dieſer Anſtalt ſind, aber was iſt denn Gutes in der Welt geſchehen, das nicht Mühe und Opfer gekoſtet hätte? Dieſe wohlthätige Anſtalt hat ſich zugleich mit einer durch den ſehr thätigen Geiſtlichen zu Wetterfeld ſchon früher entſtandenen Geſellſchaft gleicher Art dahin vereinigt, daß etwaige Streitigkeiten zwiſchen Gliedern beider Geſellſchaften auch vor den Schiedsgerich⸗ ten erſt verhandelt werden müſſen, ehe ſie vor die Gerichts⸗ behörde gebracht werden dürfen, und es ſind auch die noͤthigen Einleitungen zu einer ähnlichen Verbindung mit den in unſrer Nachbarſchaft beſtehenden ähnlichen Geſell⸗ ſchaften zu Grünberg, Nonnenroth, Lauter, Queckborn und Haarbach, wo namentlich durch die bekannte Thätigkeit des dortigen Schullehrers und des Bürgermeiſters ſchon viel Gutes geſtiftet worden iſt, geſchehen. So eben ſind auf unſere Anträge einige ſehr freundliche Antworten erfolgt. *) Die Rückerinnerungen an das Laubacher Sängerfeſt gehören zu den ſchönſten der Friedberger Sänger. Laubach hat das Verdienſt, die Wetterauer Sängerfeſte ſinnvoll und umſichtig eröffnet u haben; möchte es ſich doch auch veranlaßt fühlen, einen neuen Goals ſolcher Feſte zu eröffnen: zahlreich und kräftig mitzuwirken würde den Friedberger Sängern hohe Freude ſein. B. Freundlich begruͤßen wir die im Entſtehen begriffene Schieds⸗ gerichtsgeſellſchaft in Lich, und an 15 von 3— ein glückliches Gedeihen! Endlich hat ſich unſer, das Beſte der Stadt wollender Stadtvorſtand bereit erklärt, fuͤr die hieſige Schuljugend ein geeignetes Stück Land zu einer Baumſchule zu verwilligen und dasſelbe auf zweck⸗ mäßige Weiſe einfriedigen zu laſſen, um der Jugend Gele⸗ genheit zu geben, unter Anleitung eines ſachverſtändigen Lehrers die Baumzucht zu erlernen.— Zugleich will der⸗ ſelbe auch eine Turn anſtalt errichten laſſen, um auch dadurch der Kräftigung der Jugend zu Hülfe zu kommen und namentlich ſolche Uebungen anzuſtellen, welche für's practiſche Leben von beſonderem Werthe ſind. Wir ſehen der Ausführung beider Anſtalten entgegen und verſprechen uns vielen Nutzen davon!— Mögen dieſe einfachen Mit⸗ theilungen weder mißverſtanden noch falſch gedeutet werden! G. Marx, Hofprediger. r Ich finde mich veranlaßt, die Erklärung abzugeben, daß ich ſeit vier Jahren die Redaction dieſes Blattes nicht mehr beſorge, bemerke jedoch, daß mir weder die gegenwär⸗ tige Redaction noch der Verleger dieſes Blattes zu dieſer Erklärung irgend eine Veranlaſſung gegeben haben. Friedberg im Juli 1846. b Prof. Ph. Dieffenbach. Die Wahrheit des Vorſtehenden beſtätigt 5 n Die Redaktion. Kirchenbuchs-Auszuͤge vom Mai 1846. I. Butzbach. Getraut e: b Johann Konrad Lippert, Gensdarm zu Pferd, dahier ſtationirt, Bürger zu Grünberg, des verlebten Buͤr⸗ gers zu Rainrod, Kr. Alsfeld, Johann Konrad Lip⸗ pert hinterlaſſener ehelich lediger Sohn, und Gertraud Reitz, des verſtorbenen Bürgers und Bäckermeiſters Jeremias Reitz zu Grünberg hinterl. ehel. ledige Tochter. 17. Heinrich Schild, Buͤrger und Hutmachermeiſter, des verlebten Bürgers und Hutmachermeiſters Johannes Schild I. hinterlaſſener ehelich lediger Sohn, und Eliſabethe Maas, des verſtorbenen Ortsbürgers zu Niederweiſel, Ackermann's und Chauſſeewärters Chri⸗ ſtian Maas hinterlaſſene eheliche Tochter.. 26. Johann Heinrich Feldmann I., hieſiger Burger und Bäckermeiſter, wie auch Mitglied des Gemeinderaths, ein Wittwer, und Maria Huber, des Freiherrl. von * Löwiſchen Pachters zu Steinfurt, Konrad Huber II. hinterlaſſene ehelich ledige Tochter. 31. Chriſtoph Ernſt Vogt, hieſiger Bürger und Kaufmann, des hieſigen Bürgers und Kaufmann's Georg Chri⸗ ſtian Vogt ehelich lediger Sohn, und Eliſabeth Apol⸗ lina Steinhäußer, des hieſigen Bürgers und Leder⸗ händlers Jakob Steinhäußer J. ehelich ledige Tochter. Getaufte: 5 3. Dem Bürger Konrad Buß eine Tochter, Anna Maria, geb. den 20. April. 3. Ein unehelicher Sohn, Gernand, geb. den 17. April. 3. Dem Bürger dahier und Pachter zu Rockenberg Chri⸗ ſtian Wende eine Tochter, Eliſabethe Karolina Fran⸗ ziska, geb. den 17. April. 12. Dem Bürger und Metzgermeiſter Nikolaus Rübſamen N ein Sohn, Heinrich, geb. den 23. April. 27 28. Heil Kr. Tag 90050 Neldkrückel den für e dem un deb Hen worden. 1 öfen ohne Zu ſchaſte 9 dert zug mungen a gewiß den dahier an dals f U cht Mich (1095 aun Ob Vaſzſſch dabier Bur⸗ d Lip⸗ rtrauſd eiſters ochter. „ bes ines und ö zu g Chri⸗ r und athe, von er II mann, j Ehn Ara ukl⸗ achter tarta, April. j Chri Fran- ihſamen 17. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Chriſtoph Roth⸗ hardt ein Sohn, Konrad, geb. den 29. April. 31. Dem Bürger und Rothgerbermeiſter Andreas Küchel II. eine Tochter, Katharine Eliſabeth, geb. den 8. Mai. 31. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Ernſt Hage⸗ mann ein Sohn, Johann Georg, geb. den 12. Mai. 31. Dem Stadtfoͤrſter Reinhard Weber ein Sohn, Georg, geb. den 11. Mai. N Beerdigte: 9. Eine uneheliche Tochter, Thereſe, alt 4 Monate und 9 Tage, 1 den 7. Mai. 10. Johann Peter Kratz, Reiter in der 3. Schwadron des Gr. Heſſ. Garderegiments-Chevauxlegers, gebür— tig aus Griesheim, Kr. Grosgerau, alt 21 Jahre, Monate und 12 Tage, 1 den 8. Mai. 12. Karoline Wilhelmine Friedericke Eliſabeth, des Buͤrgers und Schuhmachermeiſters Johannes Rumpf V. ehe- liche Tochter, alt 5 Monate, 1 den 11. Mai. 27. Ludwig, des Bürgers und Schmiedmeiſters Johann Kaspar Frank ehelicher Sohn, alt 2 Jahre, weniger 2 Tage, 7 den 25. Mai. 28. Heinrich Lotz, Schmied dahier, gebürtig aus Hatzfeld, Kr. Biedenkopf, alt 35 Jahre, 9 Monate und 6 Tage, t den 26. Mai. II. Lich. Getraute: 14. Der hieſige Burger und Glaſermeiſter Johann Kou⸗ rad Keck II., des hieſigen Bürgers und Glaſermeiſters Hermann Philipp Keck ehelich lediger Sohn, und Maria Eliſabethe Inſel, des verſtorbenen hieſ. Bürgers und Wagnermeiſters Johannes Inſel ehel. ledige Tochter. 19. Der hieſige Bürger und Schneidermeiſter Georg Hein— rich Metzger, des hieſigen Burgers und Schneider⸗ meiſters Johann Konrad Metzger ehelich lediger Sohn, und Anna Eliſabethe Heger von Herrmannſtein, Kr. Gießen, des dortigen verſtorbenen Ortsbürgers und Krämers Andreas Heger ehelich ledige Tochter. Getaufte: 19. Dem hieſigen Burger und Metzgermeiſter Johann Kon⸗ rad Vogt II. ein Sohn, Louis, geb. den 14. Mai. Beerdigte: 17. Marie Margarethe Hitzel, des verſtorbenen hieſigen Burgers und Schloſſermeiſters Johann Heinrich Hitzel hinterlaſſene Wittwe, geb. Schmiedt, alt 70 Jahre, 1 Monat und 7 Tage, k den 13. Mai. 17. Anna Barbara Schwenk, des hieſigen Bürgers und Steindeckers Peter Joſeph Schwenk ehelich ledige Tochter, alt 19 Jahre, 3 Monate und 5 Tage, den 15. Mai. 19. Jacob Zimmer, des hieſigen Bürgers, Bäckermeiſters und ſtädtiſchen Rechners Philipp Jacob Zimmer ehe⸗ liches Söhnchen, alt 4 Mon., 11 Tage, f d. 17. Mai. Bekanntmachung. (41133) Die deutſch⸗katholiſche Gemeinde zu Offen⸗ bach erbaut ein Gotteshaus daſelbſt, und iſt die Aus⸗ führung des Bauprojects von Großherzogl. Kreisrath des Kreiſes Offenbach am 8. Juni a. C. bereits genehmigt wor⸗ den. die Koſten der Erbauung ſind auf fl. 21,000 veran⸗ ſchlagt. Es beabſichtigt die Gemeinde zu dieſem Ende ein unverzinsliches Capital von fl. 16,000 aufzunehmen, was durch 400 Obligationen, jede von fl. 25, und durch 600 Obligationen, jede von fl. 10 bewirkt werden ſoll.— Von dieſem Darlehen werden jährlich fl. 250 mindeſtens chöchſt wahrſcheinlich aber eine größere Summe) zurückbe⸗ zahlt, was durch eine öffentliche Verlooſung geſchieht, indem jährlich ſechs Stück der Obligationen à fl. 25 und zehn Stück dieſer Obligationen à fl. 10 verlooſt werden. Als Tag der Verlooſung wird der 1. October beſtimmt, und das Reſultat derſelben öffentlich bekannt gemacht. Vier Wochen nach der Verlooſung kann der Inhaber der ge⸗ zogenen Obligationen den Betrag derſelben bei dem Kaſ⸗ ſirer der Gemeinde in Empfang nehmen. Indem der Unterzeichnete dies hiermit zur öffentlichen Anzeige bringt, ladet er zu beliebiger Betheiligung ein. Von dieſer Theilnahme hängt die Förderung und das Ge— deihen des Unternehmens ab. Mehr bedarf es wohl nicht, um es gütiger Berückſichtigung zu empfehlen. Offenbach a. M., im Juli 1846. Der Vorſtand der deutſch-katholiſchen Gemeinde. NB. In Frankfurt a. M. werden die Herren Peliſſtier& Hager gütige Aufträge auf Obligationen übernehmen. Bekanntmachungen von Be⸗ und Nr. 34½%6, 1603/19, 2259/12, 2627/72, ſtücke als Eigenthum der Käufer angeſehen, ihnen zugeſchrieben, auch auf Verlangen Eigen- hoͤrden. N N Bekanntmachung. (1065) Konrad Rübl, Johs Sobn von Feldkrucken, iſt von Gr. Hofgerichte zu Gie⸗ ßen für einen Verſchwender erklärt und von dem unterzeichneten Gerichte unter Curatel des Heinrich Keil I. von Feldkrücken geſtellt worden. Man bringt dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß Konrad Rühl ohne Zuſtimmung ſeines Curators Rechtsge⸗ ſchäfte gültig nicht eingehen kann, und for⸗ dert zugleich alle Diejenigen, welche Forde, rungen an denſelben haben, auf, dieſelben ſo— gewiß den 13. Auguſt J. J., Morgens 8 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, widri⸗ genfalls ſie bei der Richtigſtellung des Inven⸗ tars nicht berückſichtigt werden. Ulrichſtein am 9, Juli 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Brück. Edietal ladung. (1095) Nach dem Flurbuche der Gemar⸗ kung Ober⸗ und Niederrosbach ſind den von Waſtziſchen Erben in Nauheim unter pag. 2627/3 niehrere Grundſtücke zugeſchrieben, welche nach vorgelegtem Auszuge aus dem Oberrosbacher Contractenprotocolle bereits am 3. März 1803 auf Anſtehen des Fürſtl. Heſſen Kaſſeliſchen Salz, und Bergwerksdirec— tors Geh. Rathes Waitz von Cſchen öffentlich verſteigert und von C. Dieter reſp. Johannes Bullmann J., J. G. Roß, Gerichtsſchoͤff Jacobi und Gerichtsſchöff Groh in Niederrosbach er— kauft worden ſind. Die Käufer beſitzen noch keine Eigentbhumsurkunde über jene Grund⸗ ſtücke, und wer die von Waitziſchen Erben ſeien, iſt nicht bekannt. Indeſſen hat der Freiherr Carl Sigmund Waitz von Eſchen zu Caſſel, unter der Verſicherung, daß er ein⸗ ziger Erbe des Immobiliarnachlaſſes des Ver⸗ kaͤufers ſeie, erklärt, daß er keine Anſprüche auf die erwähnten Grundſtücke,— bezüglich welchen er übrigens das frühere Eigenthum des Verkäufers ebenwohl nicht nachzuweiſen vermochte,— mache, vielmehr anerkenne, daß ſie Eigenthum der Käufer ſeien, weshalb auf der letzteren reſp. ihrer Erben Antrag alle, welche Eigenthums, oder ſonſtige Anſprüche auf die gedachten Grundſtücke zu haben ver— meinen, aufgefordert werden, ſolche binnen 3 Monaten von heute an, hier ſogewiß zur Anzeige zu bringen, als ſonſt jene Grund⸗ thumsurkunden werden ertheilt werden. Friedberg am 18. Juli 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. (Butzbach) Stroblieferung zum Füllen ſämmtlicher Betten in der Rei⸗ tercaſerne dahier. (11210 Montag den 3. Auguſt, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 1260 Gebund Gerſtenſtroh, a8 Pfund, und 1110 Gebund Kornſtrobh, à 16 Pfund, zum Füllen der Militärbetten auf dem Sou. miſſionswege in Accord gegeben werden. Es werden daher die zur Uebernahme dieſer Lie⸗ ferung Luſttragenden aufgefordert, ihre Sou— miſſionen, wozu die Formulare auf dem bie⸗ ſigen Militär-Verwaltungsbureau in Empfang zu nehmen ſind, bis zu dem bemerkten Ter⸗ min in das am Eingange gedachten Bureaus angebrachte Soumiſſtonskäſtchen mit der Ueber ſchrift„Strohlieferung“ einzulegen. Die Lie⸗ ferungsbedingungen können von beute an Vor⸗ und Nachmittags eingeſehen werden. Butz bach den 21. Juli 1846. . Cellarius, Oberquartiermeiſter. rr e Edietal ladung. (11050 Salomon Bacharach von Keſtrich iſt am 25. Febr. l. J. mit Hinterlaſſung eines Teſta⸗ ments geſtorben, zu deſſen Eröffnung man Termin auf den 15 October d. J., Morgens 9 Uhr, anberaumt bat. Da ſich drei Kin⸗ der des Salomon Bacharach, nämlich: Aron Bacharach, Löb Bacherach und Fanny Bacha⸗ rach von Haus entfernt haben und deren Aufenthaltsort nicht hat ermittelt werden können, ſo werden dieſelben hiermit öffentlich aufgefordert, in dem zur Eröffnung des Teſta⸗ ments ihres Erblaſſers anberaumten Termin ſogewiß dahier zu erſcheinen, als ſonſt daſſelbe dennoch eröffnet, die ihnen darin etwa defe⸗ rirte Erbſchaft als von ihnen angenommen unterſtellt und für ſie ein Curator beſtellt werden wird, an deſſen Handlungen ſie ge⸗ bunden ſind. Ulrichſtein am 12. Juli 1846. Gr. Heſſ. Landgericht daß,, als Frhrl. v. Schenkiſches Patri⸗ monialgericht Keſtrich. Zimmermann. Brück. Stroh- Lieferung. (1136) Dienſtag den 11. Auguſt d. F., Vormittags 10 Ubr, ſoll auf dem Directorial⸗ Bureau dabier die Lieferung von 25 Fuder Roggenſtroh für die hieſige Anſtalt, unter den vor der Verſteigerung dekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen, parthieenweiſe öffentlich an den Wenigſtfordernden verſteigert werden. Marienſchloß am 24. Juli 1846. JA Der Verwalter Bauer. eta dn (113˙71) Johann Heinrich Bindewald von Münſter, geb. den 31. October 1741, Sohn von Johann Kloß oder Nikolaus Bindewald und deſſen Ehefrau Eliſabeth Margarethe, oder Maria Margarethe, oder Margaretbe Mickeſin, zu Ruppertsburg wohnhaft, iſt ſeit langen Jahren abweſend, ohne von ſeinen Schickſalen Auskunft gegeben zu haben. Ein Theil ſeines Vermögens wurde ſchon im Jahr 1799 ſeinen Brüdern Kaspar Binde⸗ wald und Johannes Bindewald zu Münſter, Jedem mit 142 fl. 20½ kr., gegen Ver⸗ pfändung von Immobilien, überlaſſen. Spä⸗ ter ermittelte ſich noch eine Forderung des Abweſenden, welche unter curatoriſche Ver⸗ waltung geſtellt wurde, und beſteht dieſer Permögenstbeil lt. Curatelrechnung vom 4. Februar 1844 in 68 fl. 25 fr. Als nunmehrige nächſte Präſumtio⸗Erben * 236. dewald, oder nähere Erben deſſelben, unter dem Bedrohen, daß Jener für todt geach⸗ tet und ſein Vermögen an die Präſum⸗ tiverben ausgeliefert wird, auch die vorhin gemeldeten Hypotheken gelöſcht werden; 2) Anna Eliſabeth, Johs. Bindewalds Toch⸗ ter, mit dem Bedrohen, daß ſonſt ein Curator für ſie ernannt, dieſem ihr An⸗ theil an den erwähnten 68 fl. 25 kr. aus⸗ geliefert, auch nach Befund dem Martin Bindewald, Kaspars Sohn, gegen Kaution überlaſſen werden wird, öffentlich aufgefordert, ſich binnen drei Monaten zerſtörlicher Friſt bei unterfertigtem Landge⸗ richt zu melden, gehörig zu legitimiren und Anträge zu ſtellen, beziebungsweiſe auf den Antrag des Martin Bindewald ſich zu erklären. Lich am 30. Juni 1846. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Dittmar. Mauerſtein ⸗Verſteigerung. (1138) Dienſtag den 4. Auguſt d. F., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſollen auf dem Gräflich von Ingelbeim'ſchen Steinbruche dahier circa 20 Tubikklafter Mauerſteine öffentlich meiſtbie— tend verſteigert werden, wozu Kaufliebhaber einladet Obererlenbach am 25. Juli 1846. Der Domainenverwalter Ohmeis. Bekanntmachung. (1139) Bewerber um die in Erledigung gekommene poſthalterei zu Vilbel werden auf⸗ gefordert, ihre Geſuche unter Beibringung obrigkeitlicher Zeugniſſe binſichtlich ihrer Quali, fication und Vermögens verhältniſſe bei der unterzeichneten Behörde vorzubringen. Hinſichtlich der dienſtlichen Verhältniſſe die⸗ ſer Stelle wird bemerkt, daß zur Verſehung der Fahrten 28 bis 30 Pferde zu unterhalten ſind und die Einnahme für die regelmäßigen Ritte und Fahrten, ſowie für Extrapoſt. und Beifuhrwerk etwa 9800 fl. jährlich beträgt. Darmſtadt den 22. Juli 1846. ö Großh. Heſſ. Ober ⸗Poſt⸗Amt g Breun ing. vdt. Silz. N Ein pferd“ n (11420) iſt in Friedberg zu verkaufen. Di Expedition d. 85 ſagt 5 13885 5 1 f Warnung. (1113) Ich warne hiermit Jedermann auf meinen Namen etwas zu borgen, indem ich für nichts hafte. Butzbach den 25. Juli 1846. 8 Der Gr. Steueraufſeher 1 i Weil. An; eig e. (114 aus der zum bieſigen Gräfl. Gute gehörigen Schaafheerde iſt vor Kurzem ein fetter Hammel, welcher oberhalb des Schwanzes mit 8 gepicht war und in das linke Obr das⸗ ſelbe Zeichen eingeſchnitten hatte, abhanden gekommen. Da derſelbe aller Wahrſcheinlich⸗ keit nach geſtohlen worden iſt, ſo verſpreche ich demjenigen, der mir den Thäter namhaft machen kann, biermit eine gute Belohnung. Aſſenheim. Ger o ß. Zur Nachricht der Auswanderer nach Nordamerika, (1143) welche ſich dem Schiffscontracte der Oſtheimer Geſellſchaft angeſchloſſen haben, werden hiermit aufgefordert, den 14. Auguſt d. J. in Bremen unkehlbar einzutreffen um dann Tags darauf den 15. die Expedition mit dem ſchönen, 500 Laſt großen, amerikaniſchen Schiffe Mancheſter, Cap. Bosworth zu beſchaffen. Gleichzeitig expedire neue angemeldete Ge⸗ ſellſchaften aus Ober- und Kurbeſſen Ende Auguſt und September, wo unter Bezugnahme auf die Verfügung Großh. Heſſ. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz vom 17. Juni d. J. den Auswanderern die größte Sicherheit wird und in den Stand geſetzt bin, nach den bil⸗ ligſten Bedingungen nach allen Seehäfen Nord⸗ amecika's Kontracte zur Ueberfahrt abſchließen zu können. f Friedberg den 25. Juli 1846. Chr. Hecht. Literariſche Anzeige. (1146) In allen Buchbandlungen, in Fried⸗ berg bei C. Bindernagel, iſt zu haben: Der Ban dwurm und deſſen ſichere Heilung binnen Privat ⸗ Bekanntmachungen. 3 ur Nachricht. des Abweſenden ſind urkundlich legilimirt Mar⸗ tin Bindewald zu Münſter, ein Sohn des gedachten Kaspar Bindewald, und Anna Cliſa⸗ beth Bindewald, eine Tochter des gedachten Johannes Bindewald zu Münſter. Dieſe Inna Eliſabeth Bindewald ſoll ſeit 1829 nach England gereiſt ſein und ſeitdem keine Nach⸗ richt von ihr in ihrer Heimath eingetroffen ſein. Auf Anſtehen des Martin Bindewald, Kas⸗ pars Sohn, zu Münſter, werden hiermit 1) Eingangs erwähnter Johann Heinrich Bin⸗ * (1140) Mittwoch den 5. Auguſt findet eine Caſino- Partie im Oſſenheimer Wäldchen Statt. Der Vorſtand. Kapital aufnahme. (1141) Zemand beabſichtigt ein Kapital von 4000 fl. gegen doppelte Sicherheit aufzu⸗ nehmen. a Das Nähere bei der Expedition dieſes Blattes. zwei Tagen, oder neu erfundenes, ſicheres und in allen Fällen bewährt gefundenes Mittel, den Band⸗ wurm nicht nur unter allen Umſtänden bei Erwachſenen, wie bei Kindern von jedem Alter und jedem Geſchlecht, ſondern auch ohne die geringſte Unbequemlichkeit und mindeſte nachtheilige Folge für den menſchlichen Körper unfehlbar in zwei Tagen abzutreiben. Zum Beſten aller am Band⸗ wurm Leidenden, ſo wie für Aerzte. In Umſchlag, verklebt 12 Nar. oder 42 kr. Allgemeine Nentenanſtalt zu Darmſtadt. (1070) Der Rechenſchaftsbericht dieſer Anſtalt für das Jahr 1845 iſt erſchienen und kann d Herren Agenten derſelben(in Friedberg: Joh. Ph. Fritz; Grünberg: Decanatsrechner Jung; Dietrich; Laubach: Stadtrechner Zöcklerz Butzbach: Gr. Bürgermeiſter Seippel,) unentgeldl Zugleich macht man darauf aufmerkſam, daß die Jahresrente, welche die im Jahr 18 Schluſſe deſſelben Jahres ergänzten Einlagen für 1846 zu beziehen haben, im letzten Quartal des rente beträgt dieſelbe für alle Altersklaſſen 3 fl. An dieſe Bekanntmachung knüpfen wir noch die Einl ahier durch den Rechner, ſowie auswärts durch die Hungen: Rentamtmann Kießling; Lich: Geometer ich bezogen werden.. l 44 beigetretenen Inhaber von vollen, reſp. bis zum laufenden Jahres ausbezahlt wird. Als Anfangs⸗ 36 kr., wegen deren Erhebung man auf die§§. 44—47, 50 und 114 der Statuten hinweiſt. ſchaft, welche am 31. Dezember d. J. geſchloſſen werden wird. Darmſtadt, 6. Juli 1846. adung zur Betheiligung bei der mit dem 1. Februar d. J. Die Direetion. eröffneten 3. Jahresgeſell⸗ Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. der Pr 2 vereines mehr zu den und ung zu zern und de On Bedingt