0 15. f. if. 1 — 7 — 19 —— 2 9 2 1 1 3 Zntelligenz- Blatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Guſtav⸗ Adolf Stiftung. Butzbach im Mai 1846. Dem hieſigen Zweigver⸗ ein der Guſtav- Adolf- Stiftung haben ſich im Jahr 1845 die Gemeinden Hochweiſel, Niederweiſel und Oſtheim angeſchloſſen. Kürzlich ſind auch die Gemeindeu Hauſen und Kirchgöns beigetreten. Für 1846 ſind an Beiträgen eingegangen: Von 250 Mitgliedern in Butzbach 109 fl. 17 kr. 2 14 7„ Hauſen 3„—„ 7 77 7.„ Hochweiſel 5„ 41„ 8 7„Kirchgöns 10 5 58„ 750 2„Niederweiſel 12„ 1, „ 35 77, Oſtheim 9„ 20„ 2 2 2„Gießen und „Griedel 2—„ Von 481 77— 152 7 17 Dazu 2 einmalige Gaben aus Niederweiſel 1„ 42„ 5 Die vier Verſammlungen, welche jährlich an den erſten Montagen der Monate März, Juni, September und December gehalten werden, haben ſich ſtets eines zahlrei— chen Beſuchs zu erfreuen gehabt, und dienen dazu, den Antheil an dem Verein rege zu erhalten. Da in einzelen Gemeinden immer noch die grundloſe Befuͤrchtung ausgeſprochen wird, daß durch die Unterzeich— nung einer Gabe für den G. A. Verein eine von Kindern auf Kindeskinder ſich forterbende Verbindlichkeit entſtehe, die dermaleinſt wie Rauchhühner und Burgwaizen abge— loſt werden müſſen, ſo wird bemerkt, daß die Verbindlich— keit ſtets nur auf ein Jahr iſt. Die Statuten des Hauptvereins für das Großher— zogthum Heſſen drücken ſich darüber in§. 5 aus: „Mitglied des Vereins iſt Jeder, der ſich zu einem „jahrlichen Beitrage perbindlich macht, und bleibt „es ſo lange, als er denſelben entrichtet.“ Die Einnahmen eines Vereins, der auf werkthätige Mittwoch, den 27. Mai Liebe gegründet iſt, müſſen aus freiwilligen Beiträ⸗ gen, ſeine Mitglieder aus fröhlichen Gebern beſtehen. In unſeren Tagen hätte dieſer Verein nie Volksſache werden können, wenn ſeine Einnahmen mit Gefälle Aehn⸗ lichkeit hätten, die einer untergegangenen, vom Volke gewiß nicht zurückgewünſchten, Zeit angehören. Freunde der Vereins ſache werden derſelben einen Dienſt erweiſen, wenn ſie, wo es nöthig iſt, dieſe Auf⸗ klärung geben. Butzbach am 158. Mai 1848. Gemeingeiſt iſt eine ſchöne Zierde, die aller Orte heimiſch ſein möchte! Wo er zu Hauſe iſt, da iſt des Men⸗ ſchen Sinn nicht blos auf das Ich, auf die eignen Vortheile, ſondern— ſogar mit Hintanſetzung des irdiſchen Nutzens— auf das Wohl Aller, auf das allgemeine Beſte gerichtet; da findet ſich ein empfänglicher Boden für alles Hohe und Edele, das die Zeit bewegt. Dieſem Gemeingeiſte haben wir es zu verdanken, daß in unſeren Tagen ſo viele gemeinnützige Anſtalten ausgeführt, ſo viele heilſame, ſegensreiche Ideen verwirklicht werden konnten. Daß er auch den größten Theil der Buͤrger unſerer Stadt erfüllet, wer wollte dies läugnen? Betrachte man doch den Orpheus, der, vor acht Jahren noch klein und bedeutungslos, jetzt trotz man— cher rauhen Winterſtürme groß und geachtet daſteht und eine harmoniſche Verſchmelzung aller Stände vermittelt! Den Muſik verein, der, aus des letzteren Schooß entſtanden, fremde Muſiker bald entbehrlich macht! Den kirchlichen Ge— ſangverein, welcher die kirchlichen Geſänge zum Gemeingute Aller machen will! Den Damengeſang verein, der uns die Möglichkeit verſchafft, im gemiſchten Chore das Lieb⸗ liche und Zarte gepaart mit dem Kräftigen zu hoͤren! Den Leſeverein, der durch eine auserleſene Bibliothek auch in die unteren Schichten der Geſellſchaft Bildung zu bringen beabſichtigt! Den Turnverein, der dem kräftigen Geiſte auch einen kräftigen Körper als Wohnung bereiten will! Den Fortbildungs verein, welcher dem angehenden Hand⸗ werker zur weiteren Ausbildung Gelegenheit giebt! Iſt es nicht Gemeingeiſt, wenn das lebhafte Intereſſe fur ſolche hohe und edele Zwecke in ſo vielen Vereinen ſich kund giebt. Doch offenbart ſich ein edler Gemeingeiſt nicht nur vorzugs⸗ weiſe fur die eigne Stadt, ſondern er erhebt ſich auch üͤber ihre * Mauern hinaus. Darum bedurfte es nur einer kleinen 164 Anregung— und in dem kleinen Butzbach conſtituirte ſich ein Zweigverein der Guſtav⸗Adolph⸗Stiftung, der an jährlichen Beiträgen Mehr einſendet, als mancher größere. Wenige Worte bei einer feſtlichen Zuſammenkunft des Orpheus geſprochen, reichten hin, eine bedeutende Geld⸗ ſpende für die Felsberger hervor zu rufen. Als in jenem verhängnißvollen Jahre Hamburg, Steinbach ꝛc. von furcht⸗ barem Brandunglück heimgeſucht wurden, da verweigerten bei der allgemeinen Collecte nur wenige ihr Scherflein. Und die Concerte für die Abgebrannten in Bromskir— chen, die Waſſerbeſchädigten in Starkenburg, den Kirchenbau in Großlumda— haben ſie nicht einen verhältnißmäßig bedeutenden Ertrag geliefert? Und jüngſt erſt, da die ſchöne Idee der Peſtalozzi-Stiftungen angeregt wurden, betheiligten ſich gleich Anfangs faſt alle Mitglieder des kirchlichen Geſangvereins und des Orpheus, blos durch wenige Worte von den Directoren auf die Wichtigkeit der Sache aufmerkſam gemacht. Augen⸗ ſcheinlich alſo, wie Viel ein edler Gemeingeiſt, eine tiefe Empfänglichkeit für höhere Intereſſen wirken und leiſten kann!— Einſender dieſes, auf vorliegende Erfahrungen geſtützt, giebt ſich darum auch der feſten Hoffnung hin, daß folgender Plan thatkräftig unterſtützt werde. Bekanntlich iſt die Orgelbühne in der Stadtkirche ſo klein, daß bei feſtlichen Anläſſen nicht einmal eine, viel weniger alle muſikaliſchen Kräfte Platz finden. Es muß alſo an Er⸗ weiterung derſelben gedacht werden. Dies ließe ſich wohl ausführen, koſtet aber— Geld. Dem Kirchenfonds oder der Stadtkaſſe die Uebernahme der Koſten zuzumuthen, durfte mit ſchwer zu überwindenden Hinderniſſen verbunden ſein. Es bleibt alſo nichts Anderes übrig, als die Sache auf einem anderen Wege zu verſuchen, an den Gemeingeiſt der Stadt, der ſich oft ſo glänzend bewies, ſich wenden. Um einen Fonds für Erweiterung der Orgelbühne in der Stadtkirche dahier zu bilden, ſoll daher am Sonntag nach Pfingſten ein großes Concert unter Mit⸗ wirkung hieſiger Vereine und auswärtiger Di⸗ lettanten gegeben werden. Mögen Butzbachs Bürger beweiſen, daß ſie nicht zurückſtehen, wo es gilt, zur Erhe⸗ bung ihres religiöſen Lebens fördernd beizutragen.— Kirchenbuchs⸗Auszug vom Maͤrz 1846. Lich. Getraute: 17. Der hieſige Ortsbürger und Schneidermeiſter Heinrich 19 19. 22. 21. 125. Walz III, des hieſigen Bürgers und Schneidermeiſters Joh. Georg Walz ehelich lediger Sohn und Marie Katharina Zimmer, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Spenglermeiſters Chriſtian Gottlieb Zimmer ehe⸗ lich ledige Tochter. Der hieſige Ortsbürger und Schuhmachermeiſter Georg Heinrich Greiner, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Andreas Greiner ehelich ledi⸗ ger Sohn, und Magdalena Zimmer von Laubach, des verſtorbenen dortigen gräflichen Livree⸗-Bedienten Carl Chriſtian Zimmer ehelich ledige Tochter. Get aufte: 8 Dem hieſigen Ortsbürger und Fürſtlichen Bedienken Johannes Zimmer, ein Sohn, Heinrich Chriſtian, geb. 11. Februar. i Dem hieſigen Ortsbuͤrger und Fürſtl. Obermüller An⸗ dreas Jacob Weber eine Tochter, Helena Louiſe Char⸗ lotte, geb. 13. Februar. Dem hieſigen Ortsbürger und Weißbindermeiſter Hart⸗ mann Wenderoth ein Sohn, Peter Wilhelm Chriſtian, geb. 22. Februar. Dem hieſigen Ortsbürger und Maurer Karl Ludwig Schöne ein Sohn, Karl, geb. 12. März. Dem am 1. Auguſt 1845 verſtorbenen Ortsbürger und Metzgermeiſter Joh. Jacob Dietz ein Sohn, Philipp Chriſtian, geb. 10. März. Dem hieſigen Ortsbürger und Bäckermeiſter Joh. Chriſtoph Lotz eine Tochter, Anna Chriſtine, geb. 7. März. Dem hieſigen Ortsbürger und Steinhauergeſellen Joh. Wilhelm Ernſt Wolf ein Sohn, Karl, geb. 11. März. Dem hieſigen Ortsbürger und Maler Konrad Hisgen eine Tochter, Katharina Charlotte, geb. 15. März. Beerdigte: Anna Eliſabetha Brück, des in Niederkleen, Kr. Wetzlar, verſterbenen Ortsbürgers und Ackermanns Johannes Brück hinterlaſſene Wittwe, geb. Meſſerſchmiedt, alt 71 Jahre und 3 Monate, 1 1. März. Anna Margaretha Zimmermann, des hieſigen Buͤrgers und Bäckermeiſters Johannes Zimmermann eheliches Töchterchen, alt 4 Monate, 19 Tage, 7 3. März. Karl Schöne, des hieſigen Ortsbürgers und Maurers Karl Lndwig Schöne eheliches Söhnchen, alt 3 Tage, 1 15. März. Ludwig Voltz, des hieſigen Ortsbuͤrgers und Schnei⸗ dermeiſters Johannes Voltz eheliches Söhnchen, alt 1 Jahr, 1 Monat, 7 19. März. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Oeffentliche Bekanntmachung. (1140 Ludwig Langsdorf, Schuſter, zu pohl⸗ gons, iſt von Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen für einen Verſchwender erklärt und der ſelbſtſtändigen Verwaltung ſeines Vermögens entſetzt worden, was mit dem An⸗ fügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht wird, daß ihn verpflichtende Rechtsgeſchäfte nur mit Zuſtimmung des ihm beigegebenen Curators Konrad Langsdorf zu Pohlgöns abgeſchloſſen werden können. Butz bach den 12. Mai 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Calmberg. Verfügung. (710) Laut in dem Sypothekenbuche der Gemeinde Unterſeibertenrod befindlichen, noch offen ſtehenden Eintrage hat Anna Veronika Fölſing von da, nunmehrige Ehefrau des peter Stritter von Oberohmen, zufolge Vertrags vom 24. März 1831 ihrem Bruder Joh. Michel Fölſing von Unterſeibertenrod das dem⸗ ſelben aus der Verlaſſenſchaft ſeines Vaters Johannes Fölſing bereits zugefallene und das ihm von dem Vermögen ſeiner Mutter nach deren Ableben dereinſt noch ertragende Erb⸗ antheil mit allen Rechten unter Eigenthums⸗ vorbehalt bis zu ausbezahltem Kaufſchillinge für 100 fl. abgekauft und davon jetzt einige Grundſtücke verkauft, ohne, was geſchehen zu ſein ſie behauptet, die vollſtändige Auszahlung dieſes Kaufſchillings urkundlich nachweiſen zu können. Es werden daher der unbekannt wo? ab⸗ weſende J. M. Fölſing oder deſſen Leibeserben hiermit öffentlich aufgefordert, ihre bieran etwa noch zu bildenden Anſprüche ſo gewiß binnen 6 Wochen dahier anzuzeigen und geltend zu machen, als ſolche anſonſt für erloſchen erklart und der fragliche Pfandeintrag resp. Eigen⸗ thums- Vorbehalt in dem Pfandbuche gelöſcht werden wird. Grünberg den 2. Mai 1846. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt ge. höriges Patr.⸗Gericht der Freiherrn Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Dr. Ortwein. Verſteiger ungen. (7177 Für die Garniſon Friedberg wird die Lieferung a) des Gels und der Talglichter, b) der neuen Schuhe, Sohlen und Flecke, pro 2. Semeſter d. J., c) des Brodes, pro 3. Quartal d. J., auf dem Soumiſſtonswege in Accord gegeben. Deßfallſige Soumiſſionen ſind verſiegelt und mit der betreffenden Aufſchrift verſehen in dat am Eingange des hieſigen Militär- Perwal⸗ tungsbureaus befindliche Käſtchen einzulegen und es werden die eingegangenen Soumiſſionen am 29. d. M., Vormittags, und zwar: I—ů— il kubwig dunget und , Philipy eiſter Joh. b. 7. März. ſellen Joh. 11. Min 0 Hisgen Marz. . Wetzlar, Johannes dt, alt 71 Bürgers eheliches Närz. Maurers 3 Tage, d Schnei⸗ en, al l — 5. Eigen ie gelöͤſcht daſelbſt ge F Freihm eil. 1 pird die über das Oel und die Talglichter um J 10 Uhr, „ die neuen Schuhe, Sohlen und Flecke um 10 Ubr und „ das Brod um ½ 11 Uhr eröffnet, wobei die Soumittenten, oder Be⸗ voll mächtigte derſelben zugegen ſein konnen. ierbei wird bemerkt: 4) daß unleſerlich geſchriebene, oder unter⸗ ſchriebene Soumiſſſonen, oder ſolche ohne Bezeichnung des Wobnorts des Soumit. tenten und ohne Datum nicht verückſichtigt werden, 2) daß an die Gebote der Soumittenten keinerlei Bedingungen oder Vorbehalte ge⸗ knüpft werden dürfen, 5 a 5 J) daß die Ratification über ſämmtliche Lie⸗ ferungsgegenſtände vorbehalten bleibt, 4) daß die Lieferungsbedingungen auf dem gedachten Verwalkungsbureàu zur Einſicht offen liegen und 5) daß die Lieferung des Brodes nach ver⸗ änderten Accordbedingungen vergeben wer⸗ den ſoll. 5 i Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Friedbergs werden erſucht, dieſe Accordver⸗ gebungen geeignet bekannt machen laſſen zu wollen. b Friedberg den 16. Mai 1846. 3. AN. G6 lz Oberquactiermeiſter. Edictalladung. (703) Es ſollen nachſtehende Grundgefälle und zwar: 1 alle dem Hrn. Furſten Ferdinand zu Solms⸗ Braunfels Durchlaucht in der Gemarkung Griedel zuſtehende Gefälle an Pflug und Burgkorn, Hühnergeldern, Renteigebühren und Geldgrundzinſen mittelſt eines durch gütliche Vereinbarung hierüber und über mehrfache darauf bezügliche Streitigkeiten verabredeten Ablöſungs⸗Kapitals von im Ganzen 5600 fl.; 2) Die demſelben genannten Herrn Berech⸗ tigten in der Gemarkung Niederbeſſin⸗ gen zuſtehenden übereinkünftlich auf ein Abkaufkapital von 2935 fl. 34 ½ kr. feſt⸗ geſetzten Zehntgefäͤlle abgeloſt werden. Nach Maßgabe des Geſetzes vom 27. Juni 1836 ergeht daher an alle bekannte und un⸗ bekannte Betheiligte die Aufforderung, etwaige Rechtsanſprüche binnen zwei Monaten um ſo gewiſſer dabier anzuzeigen, als gegenfalls die Auszahlung der Ablöſungskapitalien an den bezeichneten Berechtigten geſtattet werden wird. Hungen am 27. April 1846. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Verſteigerung. (110) Die Vormünder der Georg Konrad peffle Kinder dahier ſind Willens Dienſtag den 2. Juni l. J., Morgens 10 Ubr, ein ein⸗ ſtöckiges, vor 17 Jahren neu erbautes Wohn⸗ baus nebſt Schweinſtall auf den Abbruch durch den Unterzeichneten verſteigern zu laſſen, wo⸗ zu Kaufliebhaber einladet Wölfersheim den 19. Mai 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Allwohn. Mühlen⸗ und Güterverſteigerung zu Groß enbuſeck. (1460 Donnerſtag den 28. d. M., des Mittags um 12 uhr, ſoll auf freiwilliges Anſtehen des Hrn. Werner Ramſpeck aus Alsfeld, die ſo⸗ genannte Scheidemüdle nebſt dem dazu gehöri⸗ gen Gut, bei Großenbuſeck Kreiſes Gießen gelegen, beſtebend in einem 2ſtöckigen Wohn⸗ haus mit Mühlbau, einem beſonderen Schlag⸗ mühlbau, einer Scheuer, Schoppen, Stall und Stall mit Backhaus, die Gebäude, ſowie 165. Mühlwerk und Feldgüter, in circa 23 Nor⸗ malmorgen in Acker und Wieſen beſtehend, ſich ſämmtlich in gutem Stande befindend, in der Wohnung des Beigeordneten Siegfried zu Großenbuſeck unter vortheilhaften Bedingungen oͤffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Großenbuſeck den 20. Mai 1846. In Auftrag: Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Sch wa lb. Aecker⸗Verſteigerung. (782) Dienſtag den 2. Juni, Vormittags 10 Ühr, werden auf hieſigem Rathhaus nach⸗ benannte, den Philipp Schimpf Erben gehörende Güterſtücke, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen einer freiwilligen Verſteigerung ausgeſetzt: Gemarkung Fauerbach II. ON. Pg. N. Pt. Rib. 1) 18 42— 39% Acker auf der Judenhohl an Gerhard Thomas, 2) 99 3 1 21½ Acker am Irrgang an Johs. Wetzſtein, 3) 159 39 1 3% Acker in der dunklen Ge⸗ wann an Bernh. Philippi, 4) 183 12 1 22 Acker zwiſchen den Hoh⸗ len an Gerhard Zeun, 5)—— 125% Acker in der Clach an Rudolph Brückmann, 6)—— 110 Aceker linker Hand d. Dor⸗ heimer Hohl an H. Brück⸗ mann, 7) 268 39 1 34% Acker im Bachborngrund an Bernhard Thomas, 8) 433 26 11 Acker unter'm Städter⸗ weg an Rudolph Haas, 9) 281 38 1 1½ Acker am Bachborngrund an Bernhard Philippi, 10) 408 15 2 2 Acker rechts dem Main; zerthorweg an Joh. Walz, 11) 525 43— 39½ Acker obig dem Höllwaſen an Gerhard Thomas, 12) 564 31 1 ½ Acker ziebt durch den Bauernheimer Weg an Balthaſar Sang, 13) 613 15 1 20½ Acker rechts der Dorhei⸗ * mer Hohl an Hartmann Billarſch's Wiit., 14) 652 23— 28 Baumgarten im Mühl⸗ feld an Rudolph Haas, 15) 686 41— 5 Acker über der Wehrbach an Heinrich Sang II., 16) 717 7 29½ Baum- und Grasgarten in den Dorßbornsgärten, 17) 252 8 1 6% Acker auf der Blatte an Gerhard Thomas, 18) 56 13 113 Aceker auf der Leimenkaut an H. Ernſt, 19) 56 14 1 26 ½¼½ Acker daſ. an ſich ſelbſt, 20) 300 21 1 19% Acker rechter Hand der Gerbendeimer Hohle an Sibila Thomas, 21) 30 22 1 19% Acker daſ. an ſich ſelbſt. Fauerbach II. den 17. Mai 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. Frucht⸗Verſteigerung im Rentamte Friedberg. (747) Die Reſte der 18451 Fruchtvorräthe des hieſigen Rentamts kommen folgendermaßen zur Verſteigerung: a) zu Friedberg Mittwoch den 3. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, in der Behauſung des Hrn. Gaſthalters Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthore von dem Speicher zu Friedberg: ungefähr 120 Malter Korn, 30 Malter Gerſte und 75 Malter Hafer; b) zu, Butzbach Freitag den 5. Juni, Vormit⸗ tags 10 Uhr, in dem Gaſthauſe zum Heſ⸗ ſiſchen Hofe von dem Speicher zu Butz⸗ bach: ungefähr 68 Malter Korn und 24 Malter Gerſte. Die Brodfcüchte werden in kleinen Quan⸗ titäten von/ und 1 Malter ausgeboten und dabei nur ſolche Privaten zur Steigerung zu⸗ gelaſſen, welche ſich mit Beſcheinigungen ihrer Ortsvorſtänden darüber ausweiſen, daß ſie die zu erkaufenden Früchte zur eigenen Con⸗ ſumtion bedürfen. f Friedberg don 20. Mai 1846. Der Grßh. 87 3 u ß. Bekanntmachung. (JuS) Der dem geweſenen Forſtſchützen Georg Bott von Beltershain gehörige und in den Gemarkungen Beltershain und Lumda gelegene Kiefernwald, beſtehend in 6 Morgen 2 Viertel 58 Klaftern, ſoll Montag den 6. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Bu⸗ reau des Großh. Buürgermeiſters Reichmann zu Beltersbain, Zwangshalber unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Grünberg den 15. Mai 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bekanntmachung. (J) Die Gemeinde Langenhain iſt geſon⸗ nen zur Erbauung einer neuen Ortsſtraße ein Kapital von 4000 fl. zu 4 prCt. aufzu⸗ nehmen, wovon 3000 fl. künftiges Jahr erſt die Gemeinde benötbigt ſei. Reflectirende wollen ſich hierauf baldigſt an Unterzeichneten wenden. Langenhain den 19. Mai 1846.. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hut * Verſteigerung. (7800 Dienſtag den 2. Juni, Morgens um 9 Ubr, wird in bieſigem Rathhauſe das An ⸗ fertigen eines neuen Schrankes für die ſtäd⸗ tiſchen Schulen, ſodann die nöthigen Repara— turen des Auguſtiner Schulgebaudes, beſtehend in Weißbinder⸗ und Schreinerarbeiten, öffent⸗ lich wenigſtnehmend verſteigert. Die Ueber⸗ ſchläge liegen bis zum Verſteigerungstermin beim Unterzeichneten zur Cinſicht offen. Friedberg am 23. Mai 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits-Verſteigerung. (7810 Freitag den 29. d. M., Vormittags 11 Ubr, ſollen dahier nachſtehende Arbeiten, als: 1) Maurerarbeit an der Brücke nach Oberau, vervoranſchlagt zu 58 fl., 2) die Herſtellung der Friedhofsmauer ver⸗ boranſchlagt zu 25 fl. öffentlich wenigſtnehmend veraccordirt werden. Altenſtadt am 23. Mai 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Brack. Bekanntmachung. (182) Der dem Hochgräflichen Hauſe Solms⸗ Rödelheim in der Gemarkung des Orts Fauer⸗ bach II. zuſtehende Zehnte ſoll für dieſes Jahr verpachtet werden. N Die Verpachtungsbedingungen ſind bei dem unterzeichneten Secretariat taglich Vormittags einzuſehen, auch werden Pachtanerbietungen bis zum 17. Juni d. J. angenommen. Nach 15 wird der Zuſchlag hierauf alsbald er⸗ olgen. Aſſenheim den 25. Mai 1846. Das Secretariat der Gräflich Solms⸗ Rödelheimiſchen Rentkammer daſ. Trümpert. Verſteigerung von Zimmerarbeit. (753) Die bei dem Umbau der Wieſenbrücke zu Oberflorſtadt erforderliche Zimmerarbeit, wozu das Holz auf der Bauſtelle liegt, ſoll Samſtag den 30. d. M., Vormittags 10 Ubr, auf hieſigem Ratbhauſe an gewerbsberechtigte Zimmerleute öffentlich in Akkord gegeben werden. Florſtadt den 23. Mai 1846. 0 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter N A p pe l. Arbeits Verſteigerung. (4500 Die bei Herſtellung des hieſigen Markt⸗ brunnens, an den Gemeinde Gebäuden, der Stadtmauer und dem Kirchhof erforderlichen Arbeiten, als: 4 fl. kr. Steinbauerarbeit aus den Böttinger Brüchen, veranſchlagt zu 200— Maurerarbeit, veranſchlagt zu 91— Schloſſerarbeit,„ 7 13 30 Schreinerarbeit,„* 2 30 Weißbinderarbeit,„ 57 17— pflaſterarbeit,„ 12— das Brechen, Beifahren und Setzen von Stei⸗ nen, ſowie die Anſchaffung ſonſtiger Bau⸗ materialien, 5 wird Mittwoch den 3. Juni d. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, auf bieſiger Gemeindeſtube wenigſt⸗ nehmend in Accord gegeben und werden nur gewerbsberechtigte Leute zur Uebernahme zu⸗ gelaſſen. Oberrosbach den 18. Mai 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürger meiſter Blecher. Verſteigerung. (755) Dienſtag den 2. Juni l. J., Morgens um 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Einfriedigung des Krankenhauſes, beſonders Anfertigen eines eiſernen Thores, beſtehend in Maurer-, Steinhauer-, Schloſſer⸗, Weißbin⸗ derarbeiten, ſodann Anliefern von 0,3 Klafter Schichtenpflaſterſteinen und zwei Bütten Kalk öffentlich wenigſtnebmend verſteigert. Zeichnung und Ueberſchläge liegen bis zum . bei dem Unterzeichneten offen. Friedberg den 23. Mai 1846. 5 Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender. Veraccordir ungen. (7560 Die Lieferungen 1) des Maſtochſenfleiſches, 29 des gemiſchten Brodes, 3) des Brennöls und 4) der Talglichter 5 für das hieſige Lazareth im 2. Semeſter die⸗ ſes Jahres, ſollen auf dem Soumiſſions⸗ wege an den Billigſtfordernden in Accord ge— geben werden. 5 Diejenigen, welche zur Uebernahme einer ſolchen Lieferung geneigt ſind, haben ihre Soumiſſionen vor dem 29. d. M. verſiegelt in die vor dem Lazarethbureau angebrachte Kapſel niederzulegen. Zugleich werden Sie darauf aufmerkſam gemacht, daß unleſerliche, nicht mit Namensunterſchrift verſehene, oder an Bedingungen geknüpfte Forderungen un⸗ derückſichtigt bleiben und daß keine Nachgebote gcceptirt werden. g Den 29. d. M., Vormittags um 10 Uhr, geſchieht die Protocollirung der eingegangenen Soumiſſionen, wobei die Soumittenten oder Bevollmächtigte derſelben zugegen ſein können. Bis dahin liegen die Lieferungsbedingungen an jedem Tage zur Durchſicht offen. Friedberg den 23. Mai 1846. J. A. Fuhr, Hauptmann. Verſteigerung von Bauarbeiten. (737) Donnerſtag den 4. Juni, des Vor⸗ mittags 11 Uhr, ſollen auf dem Gemeindehaus zu Niedermörlen die für das Jahr 1846 vor⸗ geſehenen Reparaturarbeiten an den Gemein⸗ „ 166 degebaͤuden wenigſtnehmend in Accord gegeben werden, dieſelben beſtehen in fl. 1) Schreinerarbeit, veranſchlagt zu 154 2) Weiß binderarbeit, 1„ 45 3) Glaſerarbeit, n 30 und wird bemerkt, daß nur wirklich geprüfte Meiſter mit ihren Zeugniſſen verſehen zur Uebernahme zugelaſſen werden ſollen. Niedermörlen am 22. Mai 1846. Der Grßh. 9 Bürger meiſter e p. 1200 fl. (758) und zwar 1000 fl. Schulbeſoldungs⸗ und 200 fl. Armenfondsgelder liegen bei hie⸗ ſiger Gemeindekaſſe zum Ausleihen bereit. Niedereſchbach den 19. Mai 1846. Der Grßh. 1 75 Bürgermeiſter F a h z. Braunkohlen⸗ Verkauf. (739) Die Braunkohlenkonſumenten des hieſigen Werkes werden davon in Kenntniß geſetzt, daß mit dem 1. Juni der Verkauf von den Reihen beginnt und die Preiſe feſtgeſetzt ſind wie folgt: 1) Klötze von den Reihen gegen Baar⸗ zahlung per Centner à 11 Kr., 2) desgl. gegen Bürgſcheine auf einen Abnehmer mit ſechs monatlicher Zahlungs⸗ friſt, bei Beträgen von mindeſtens 50 Eentner per Centner à 12 Kr., 3) Holzkohlen per Centner à 14 Kr. Die Verwaltung der Braunkohlengrube Wilhelms hoffnung Dornaſſenheim am 22. Mai 1846. Fr. Schmidt, Bergverwalter. Frucht⸗Verſteigerung. (7600) Donnerſtag den 28. d. M., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden im Wirthshauſe zum Hirſchen dahier 15 Malter Waizen, 100„ Korn, 20„ Gerſte und 100 7 Hafer an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Ockſtadt den 22. Mai 1846. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt . Angerer. Bekanntmachung. (7610 Donnerſtag den 28. d. M., Morgens 9 Uhr, werden an hieſigem Rathhauſe 2 Kühe meiſtbtetend verkauft. Friedberg den 23. Mai 1846. J u ng, Gräfl. Iſenb. Wächtersb. Domänenbote. J AN t ν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Verlornes. (762) Auf der Chauſſee von Dorheim nach Friedberg wurden den 23. Mai 3 fl. Geld gefunden. Dasjenige, welches ſich als Eigen⸗ thümer dieſer Münzſorten ausweiſt, kann dieſe gegen Erſtattung der Inſeratgebühren wieder erhalten hei Fürſtl. Untererheber Hilger in Weckesheim. Holz ⸗Verſteigerung. (763) Dienſtag den 2. Juni d. J., ſollen in dem Freiherrlich v. Rothſchild'ſchen Wald⸗ diſtrict Altenberg bei Rodheim 3000 und mehr eichen Schälholz. Wellen u. 1000 eichen Schälholz-Bohnenſtangen öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver⸗ ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 9 uhr im Altenberg am Weg von Rodheim nach Okarben. Okarben am 25. Mai 1846. Hilgenreiner. Fett⸗ und Oel⸗Fäſſer (7600 mit eiſernen Reifen von 2-6 Ohtn ſind zu haben bei Friedberg. Siegmund Simon, Seife⸗ und Lichter fabrikant. Baͤckerei und Mehlhandel. (765) Einem verebrlichen Publikum, zeige ich hierdurch ergebenſt an, daß ich meine Bal⸗ kerei heute wieder eröffnet und damit Mell⸗ handel im Kleinen verbunden habe. Ich werde ſtets für gute Waare beſorgt ſein und bitte un guͤtige Berückſichtigung. Burg⸗Friedberg im Mai 1846. Loch mann's Wittwe. 100, 300, 500, 900 und 1600 fl. (766) liegen bei mir zum Ausleihen dis: ponibel. a Baruch Hecht neben der Poſt, Auch werden Kaufſchillinge gekauft. Ein braves Mädchen, (767) welches bürgerlich kochen kann, und in allen ſonſtigen Hausarbeiten wohl unker, richtet iſt, wird hier in Dienſt geſucht. Die Expedition d. Bl. gibt Nachricht. Literariſche Anzeigen. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt ſo⸗ eben in Commiſſion erſchienen: Denkſchrift i des evangeliſchen Prediger⸗Seminariums zu Friedberg für die Jahre 1843 und 181. Herausgegeben von »Dr. Ph. P. Crößmann, erſtem ordentlichem Profeſſor der Theologe, Director des Seminars und Stadtpfarrer. Mit einer Abhandlung: Ueber Geiſt u. Form der pau⸗ liniſchen Verkündigung, von Profeſſor Dr. F. C. W. K. Sell. 18 Bogen in Umſchlag elegant geheftet, Preis: 1 Thlr. oder 1 fl. 40 kr. rhein. Ferner iſt in demſelben Verlage ſoeben erſchienen: Zwei Feſtreden, mit Rückſicht auf dringende Zeitforderungen an die Diener der Kirche uber Eph. 4, 1-7 und Marc. 2, 22 gehalten bei feierlicher Entlaſſung der Candidaten aus dem Großh. Heſſ. evang. Prediger⸗Se⸗ minarium zu Friedberg in der Wetterau von Dr. F. E. W. K. Sell, Profeſſor der Theologie und Stadtpfarrer zu Friebberg. Preis: 4 Sgr. oder 12 kr. rhein. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichleit von Carl Bindernagel in Friedberg. zeichni Die Nähe des 0 N 5 5 Die A reſervi geſetzt ten 7 Y Dieſe zeich ſtücke lichen J Die