eichnde untniß Wun⸗ ich det orgehe; u dem m neben Intelligenz Olatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2 M57. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes, Betreffend: J. U. S. gegen Heinrich Gehringer, Sohn des Heinrich 5 Gehringer zu Beltershain, wegen Diebſtahls. Ich weiſe Sie an, auf den 13 Jahre alten Rubrica⸗ ten fahnden, ihn im Betretungsfalle arretiren und mir vor⸗ führen zu laſſen. Grünberg am 21. Juli 1846. 5. a In Beurlaubung Gr. Kreisraths v. Rabenau. Polizei ⸗ Befehl. Bis zur Vollendung der dermalen in Angriff genom⸗ menen Pfläſterung iſt die Paſſage mit Fuhrwerk in der Hauptſtraße zu Butzbach bei Meidung einer Polizeiſtrafe von 1 fl. 30 kr. unterſagt. Friedberg den 23. Juli 1846. Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg i ee Erinnerungen an das Feldbergsfeſt, am 12. Juli 1846. (Aus der Mappe des hinkenden Boten.) (Schluß.) Ich knüpfte mit Turnern ein Gefprach an, und gegen alles Erwarten gaben ſie mir Antwort, ja ſie wußten auch von anderen Dingen zu reden, als von Ziehklimmen, Arm— welle und Rieſenſchwung. Was ich aber rühmen muß, iſt Das: Es waren gegen 600 Turner zuſammen, muthwillige Jungen, kräftige Jünglinge, ſtarke Männer, manch hei⸗ teres, derbes Wort fiel, aber kein Verſtoß gegen die Sitte, tein Wort, keine Gebärde, Nichts, das das Keuſchheitsge⸗ fühl des Beobachters hätte verletzen können. Der Teufel auch, denke ich, was gibt es doch für närriſches Zeug! Ein Mann von Einfluß ſagte mir neulich:„Das Turnen hat manchen Vorzug, es hält den gemeinen Mann, den Unter⸗ than, doch von Manchem ab, das nicht taugt.“—, Der arme Unterthan! Der unglückſelige gemeine Mann, als ob Der allein im Pfuhl des ſittlichen Verderbens ſteckte! Wie Sonnabend, den 25. Juli geht es in manchen höheren Kreiſen der Geſellſchaft zu, wo die ſ. g. Gebildeten Den nicht fuͤr geiſtreich halten, der es nicht verſteht, in ihrer Art Zoten zu reißen. Man ſagt ſogar, es gebe geputzte Damen, die an Zweideutigkeiten Vergnügen haben, und über offenbare Unſittlichkeiten nicht mehr roth werden. Welch erbärmliche Figur hätten ſolche Menſchen auf dem Feldberg unter den Turnern geſpielt! Es werden daher alle Freunde deutſcher Sitte und Zucht gebeten, ſuße Herrchen und hommes blasés, das iſt verdolmetſchet: Leute, die Alles mitgemacht haben, ünd nur auf den Augen⸗ blick warten, wo ſie ſich eine Kugel durch den Kopf jagen, ſowie überhaupt Sünder aus den ſ. g. höheren Ständen in den Feſtkreis der Turner auf dem Feldberg mitzubringen; vielleicht ſchämen ſie ſich zum erſtenmal. Seltſam, das Tur⸗ nen hat eine ſittliche Bedeutung! Jetzt verſtehe ich es, wenn die Turner ſagen: Der Turner ſei fromm! Trompetenſtoß und Trommelwirbel riefen gegen 11 Uhr die Turner und Sänger zu den Fahnen. Unterſtützt von den Geſangvereinen von Uſingen und Oberurſel ſangen die Turner:„Brüder reicht die Hand zum Bunde“ und:„Her⸗ bei, herbei du deutſche Turnerſchaft.“ Dem Bunde der Tur⸗ ner und der Sänger wurde ein Hoch gebracht. Das Hoch klang kräftig, aber es muß noch tiefer in des Taunus Thäler und in die Wetterau hinein dringen.— Die Wich⸗ tigkeit der Geſangvereine für Volksbildung iſt noch nicht genug erkannt, ihre bisherigen Wirkungen auf dieſelbe ſind überſchätzt worden. Daran ſind die Lobhudeleien in den Zeitungen ſchuld. Die Geſangvereine üben mehrſtimmige, oft künſtliche Lieder ein, aber dieſe Lieder gewinnen nicht Fleiſch und Blut im Volk, denn der Sänger ſingt nur in ſeiner Stimme vom Notenblatt, er ſingt nicht ſeinen Einzel⸗ geſang, wie der Student bei dem Hospiz, und ſingt nicht zu Hauſe, ſo daß Weib und Kind und Geſinde nur bei offentlichen Geſangübungen erfahren, welch ſchöne Lieder das Volk beſitzt; der Turner dagegen lernt ſeine Lieder auswendig, er ſingt ſie einſtimmig, und ſie werden bekannt. Möchten darum alle Turnvereine außer Turn⸗, Schrift. Rechnungswart ihren Singwart haben, der größte Theil der Turner aber einem tüchtigen Geſangverein angehören, und bei Volksfeſten Turner und Sänger im Bunde er ſcheinenſ! Die Geſangvereine gleichen dem mächtigen Fichten⸗ ſtamm, deſſen Zweige zur Erde ſich ſenken, und deſſen Spitze nach oben dentet, ſie duften in immergrünem Gewand; aber die Turnvereine ſind die Winde, welche den befruchteten Flügelſamen auf Höhen, in die Ebenen und in die Thaler den man für unfruchtbar hielt. N. Vielleicht laſſen ſich noch treffendere Bilder finden, aber Turner und Sänger im Bunde iſt ein Ding, über welches ſich Etwas ſprechen ließe. Ich habe leider die üble, Eigenſchaft, mich ſtets in Betrachtungen zu verlieren und würde auch ganz verloren gegangen ſein, wenn die Stimme des Turnlehrers Ravenſtein von Frankfurt mich nicht wieder erweckt hätte. Ein trefflicher Mann! Seine Rede in“ Nr. 51 dieſes Blattes habe ich heute erſt geleſen, weil ich früher auf Artikel über das Turnweſen keinen Werth legte. Als Feſtwart des Tages, trug er vor, daß ſeit den Feld⸗ bergsfeſten von 1844 und 1845 das Turnen erfreulichen 1 20 nehme, und gegenwärtig 14 Vereine vertreten e ien, Mainz, Hanau, Frankfurt, Wiesbaden, Idſtein, Bie— berich, Darmſtadt, Gießen, Friedberg, Uſingen, Butzbach, Homburg und zwei in Landgemeinden, Oberrad und Fechen⸗ heim. Man rief laut Bravo, Bravo! Turnwart Schärtt⸗ ner von Hanau, der die Spiele zu leiten hatte, ſchlug vor, lieber„Brav, zu rufen, ein Vorſchlag, den ich ganz ver⸗ nünftig finde. Warum auch auf deutſchem Feldberg ein deutſchgewordnes Wort mit romaniſcher Endung! Die Spiele folgten nun. Ringen, Springen, Wippen und andere ſehenswerthe Uebungen, welche Kraft, Gewandtheit und Schwindelfreiheit bewieſen, Dauerlauf und Wettziehen. Zum Schluß ſang man: Was iſt des Deutſchen Vaterland? Schärttner ſprach zum Abſchied recht ſchön und kräftig und aus vollem Herzen zu den Turnern. Ich ſtand nicht nahe genug, um Alles zu verſtehen, aber es ſchien mir, als hätte ich ihn begriffen, und als die Turner abzogen, und ich wieder auf der Fahne des Mainzer Vereins die Worte frei, friſch, fromm, fröhlich ſah, kam mir das Turnweſen nicht mehr lächerlich vor, es ward mir ſogar, was ich kaum glauben konnte, etwas feucht um die Augen, und aus vollem * 230- 2. 8 bringen, daß ein neuer Anflug erſcheine auf dem Boden, Durch eine beſondere Gelegenheit kam ich gerade in Homburg an, als im Feſtmarſch die Turner von Homburg, verſtärkt durch Turner von Friedberg, Butzbach, Hanau, Frankfurt vom Feldberg nach dem alten Kurſaal zogen. Der dortige Verein erfreut ſich des landgräflichen Schutzes und einer großen Theilnahme des Publikums. Soldaten, Kinder, Jung und Alt, Alles folgte dem Zug, und die Leute drängten ſich faſt in die Reihen der Turner. Aus den Fenſtern nickten Frauen und Mädchen und deuteten nach den Turnern, als wenn ſie ſagen wollten: Lieber Sohn, lieber Bruder, lieber——— ſeid Ihr wieder da! Ja Kurgäſte drängten ſich in den Turnerzug, und aus der Spielhölle ſtrömten Leute, um bei dem Klang der Blechmuſik und bei dem Schall der Trommel, ſowie bei dem Anblick der lebensfrohen Turner den Verluſt ihrer Schimmel oder Goldfüchſe zu vergeſſen. Der Feldberg wird geſehen in einem weiten Umkreis, am Fuß und auf den Höhen des Vogelsbergs, an der Lahn, am Main und Rhein. Möchte er allen Bewohnern dieſer Gegenden ein Einigungspunkt werden! Einmal im Leben ſollte man den Berg beſuchen, deſſen Haupt rieſenhaft über den Thälern hervorragt! Möchte im Jahr 1847 das Feldbergsfeſt ein Feſt des Bundes ſein, den Sänger und Turner ſchließen. Bis da⸗ hin wird auch bei den Turnern eine Verſtändigung über die Commandoworte ꝛc. ꝛc. erfolgen, welche bis jetzt noch zu fehlen ſcheint. Der hinkende Bote wird es nie dahin bringen, an den Geräthſchaften der Turnplätze ſeine Sprünge zu machen; aber es gibt ein geiſtiges Turnen, in welchem er ſich üben wird, und bis zum letzten Hauche wird er in die faulen Stellen der Geſellſchaft rufen: 5 frei, friſch, fromm, fröhlich. Allen Leibes⸗ und Geiſtes⸗Turnern aber ruft ein herz⸗ liches Gut Heil zu. Herzen rief ich Gut Heil! Gut Heil! — 18. Juli 1846.— Der hinkende Bote. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. = ονν 5 A dietal ladung. (1021) Forderungen, ſowie ſonſtige An⸗ ſpruüche an Johannes Schneider II., Küfer, von Köddingen, gegen welchen Gr. Hofgericht zu Gießen den Concursprozeß erkannt hat, find Freitag den 11. September l. J., Mor⸗ gens 8 Ubr, ſogewiß dabier anzuzeigen, wi⸗ drigenfalls der Ausſchluß von der Maſſe er⸗ kannt wird. Zugleich wird bemerkt, daß das vorhandene Vermögen zur Befriedigung der Pfandgläu⸗ biger nicht hinreicht, weßhalb die chirographa⸗ riſchen Gläubiger leer ausgehen. Ulrichſtein den 2. Juli 1846. Großb. Heſſ. Landgericht 10 Zimmermann. Brück. Edictalladung. (10800 Die Erben des Kaufmann Groedel dahier beſitzen ſchon ſeit vielen Jahren in der Gemarkung Ockſtadt ein dem Herrn von Hin⸗ keldey im Flurbuche zugeſchriebenes Grundſtück % 82 Rthn. Garten in der Burgleimen⸗ kaut an Philipp Lipp. Die bekannten Erben des gedachten von Hinkeldey haben erklärt, Anſprüche an jenes Grundſtück nicht geltend machen, vielmehr daſſelbe als Eigenthum der Kaufmann Groedels Erben anerkennen zu wol⸗ len. Auf deren Antrag werden alle, welche auf jenes Grundſtück noch ſonſt Rechte zu baben vermeinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 6 Wochen von heute an hier anzu⸗ zeigen und in begründen, als ſonſt daſſelhe als Eigenthum der Groedel'ſchen Erben an⸗ geſehen, ihnen zugeſchrieben und zur Dispo⸗ ſition überlaſſen werden wird. Friedberg den 3. Juli 1846. 5 Grßb. Heſſ. Landgerich L s w. f P TOC Iams. (1083) Mit Bezugnahme auf die in Nr. 29, 31, 42 u. 44 dieſes Blattes erſchienenen Bekanntmachungen, wird hiermit wiederholt zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die bei Eichelsdorf gelegene Junkermüͤble nebſt dazu gehörigen Ländereien in dem auf Montag den 24. Auguſt d. J., Morgens 10 Uhr, anberaumten Termin in loco Eichelsdorf einer nochmaligen und letzten Verſteigerung ausge⸗ ſetzt und bei annehmbarem Gebot dem Meiſt⸗ bietenden der definitive Zuſchlag ertheilt wer⸗ den ſoll. Nidda den 10. Juli 1846.. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Edictal ladung. (1087) Cigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſprüche an die von Maria Katharina, Jo⸗ hannes Alt's Ehefrau und ihrer Schweſter, Eliſabetha Fuchs, dahier verkaufte Wieſe X/ 1689[IKl. in der Rothwieſe in der Gemarkung Feldkrücken, ſowie an die von Jo⸗ bannes Al: zum Selgenhof, wohnhaft dahier, beſeſſenen Grundſtücke in der hieſtigen Gemar. kung 1/1001, XXVI/27, XXVIVZ u. XXIV/õ32 ſind ſo gewiß binnen vier Wochen von heute bier geltend zu machen, widrigenfalls der Kaufbrief über erſtgenanntes Stück beſtätigt und dem Johannes Alt eine ſein Eigentihum an den erwähnten Grundſtücken beſcheinigende Urkunde zugefertigt wird. Ulrichſtein am 11. Juli 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Acbeitsverſteigerung zu Ilbenſtadt. (1086) Dienſtag den 28. Juli, Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſollen in dem Wirthſchaftslocat des Herrn Haas dahier die bei Erbauung eines neuen Schulbauſes daſelbſt erforderlichen Arbeiten an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Ar⸗ beiten: fl. kr 1) Maurerarbeitslohn, 689 13 2) Steinhauerarbeit, 609 22 3) Zimmerarbeit, 1053 50 4) Dachdeckerarbeit, 322 6 5) Schreinerarbeit, 494 10 6) Schloſſerarbeit, 386 14 7) Glaſerarbeit, 171 12 8) Weißbinderarbeit, 385 59 9) Spenglerarbeit, 79 24 ferner die Lieferung 9 Cub. Klftr. Mauer⸗ ſteinen aus den Ilbenſtädter Brüchen, 8 Cub.⸗ Klftr. Mauerſteinen aus den Brüchen bei der Naumburg. Das Aufſetzen der Steine, die Lieferung von 64,800 Stück Backſteinen, 200 Bütten Kalk und 8 Cub. ⸗Klftr. Sand. Die Voranſchläge, Zeichnungen und Be⸗ dingungen liegen auf dem Bureau des Gr. Kreisbaumeiſters zu Friedberg zur Einſicht offen. Ilbenſtadt den 14. Juli 1846.. f Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 Dickenberger. Edietallad ang. (10880 Die Erben der Geocs Alt's Che⸗ u ela Wenige Potanſchläf gen tom 2 Interzeichne Gieſſed Verſte (1106) lags um hau bor Alieferung mit Tach ethedungd Unterbalt Bezeichnt der Stra nehmend Der 2 ) für di N Der P. bedingung uixpeichnete Oleßen Der 0 (119) Anſprüͤche deſſen Che dad N wieſe ſim bier anz beſtätigt Mrid 8 4120) der bon N 10 er einn ſahr Aged Dem deckung macht, ugeſſchen Jeied muſit inblick oder kreis, kahn, dieſer Leben über des da⸗ WN noch dabin ringe chem er in ec Ie. leute zu Ulrichſtein baben die von dieſen nach⸗ gelaſſenen Immodilien verkauft, können aber ihr Cigenthum an denſelben nicht genügend urkundlich nachweiſen. Auf ibren Antrag wer⸗ den alle Diejenigen, welche Eigentbums⸗ oder ſonſtige dingliche Ansprüche an dieſe Immo. bilien, worüber Grundbuchs⸗Auszug bei den Acten und zu Jedermanns Einſicht offen liegt, bilden zu können vermeinen, aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen vier Wochen von heute dier geltend zu machen, widrigenfalls die be⸗ reits ausgefertigten rufe 1 werden. (richſtein am 11. Juli 3 g n Großh. Deſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Arbeits- Verſteigerung. (1100 Samſtag den 1. Auguſt d. J., Vor⸗ mittags um 9 Ubr, ſollen die zur Verlegung der Lahn, ſowie zur Auffüllung des Bahn⸗ dammes in den Ruttersbäuſer Wieſen erfor⸗ derlichen Erdarbeiten, im Ganzen veranſchlagt zu etwa 20000 fl. an Ort und Stelle an den Wenigſtnebmenden öffentlich verſteigert werden. Voranſchläge und Uebernahmsbedingungen lie⸗ gen vom 29. d. M. an auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht bereit. Gieſſen den 18. Juli 1846.. Der Grßb. Heſſ. Sectionsingenieur der Section Gieſſen 5 ein d. Verſteigerung von Zimmer⸗, und Weiß binder ⸗Arbeit. (1106) Montag den 27. d. M., Vormit⸗ tags um ½ 11 Ubr, ſoll in dem Promenade⸗ baus vor dem Neuſtädter Tbor dahier die Anlieferung und der Anſtrich von 5 Pfäblen mit Tafeln zur Bezeichnung der Chauſſeegeld⸗ erhebungsſtätten, ſowie die Erneuerung und Unterbaltung des Anſtrichs der Pfähle zur Bezeichnung der Fuß und Reiterpfade auf der Straße des Baubezirks Gießen wenigſt⸗ nehmend verſteigert werden. Der Poranſchlag beträgt: fl. kr. ) für die Zimmerarbeit 64 30 b)„„ Weißbinderarbelt 1020— Der Voranſchlag und die Verſteigerungs⸗ bedingungen können auf dem Bureau des Un⸗ terzeichneten eingeſehen werden. Gießen den 18. Juli 1848. Der Gr. Provinzialbaumeiſter zu Gießen. 0 12 J. d. A.: g Der Gr. Bauaufſeher J. Klaſſe Schäcker. Edictalla dung. (1119) Cigentbums- oder ſonſtige dingliche Anſprüche an das von Heinrich Höll und deſſen Chefrau in Köddingen verkaufte Grund⸗ ſtück XVV/As 318[IKl. Wieſe in der Lenzen wieſe ſind binnen 4 Wochen, von heute, da⸗ bier anzuzeigen, widrigenfalls der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulrichſtein am 18. Juli 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. Bekanntmachung. (1120) Im Monat Januar d. J. wurden an der von Friedberg nach Homburg, desgleichen an der von Niederwöllſtadt nach Dornaſſen⸗ beim fübrenden Staatsſtraße 2 Birnbäumchen abgebrochen resp. entwendet. Demjenigen, welcher bei Gericht zur Ent⸗ 3 2 5 betr. 1177 führende Anzeige acht, wird eine Belohnung von. zugeſichert. ung 30 f. Zeiedberg den 5. Juli 1846. Grßh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Dr. GilMe r. „ 231„ (Butzbach) Stroblieferung zum Füllen ſämmtlicher Betten in der Rei⸗ tercaſerne dahier. (11210 Montag den 3. Auguſt, des Vormittags um 10 Uhr, ſoll die Lieferung von 1200 Gebund Gerſtenſtroh, à 8 Pfund, und 1110 Gebund Kornſtrob, à 16 Pfund, zum Fullen der Militärbetten auf dem Sou. miſſionswege in Accord gegeben werden. Es werden daber die zur Uebernahme dieſer Lie⸗ ferung Luſttragenden aufgefordert, ihre Sou⸗ miſſionen, wozu die Formulare auf dem hie⸗ ſigen Militär⸗-Verwaltungsbureau in Empfang zu nehmen ſind, bis zu dem bemerkten Ter⸗ min in das am Cingange gedachten Bureaus angebrachte Soumiſſtonskäſichen mit der lleber ſchrift„Strohlieferung“ einzulegen. Die Lie⸗ ferungsbedingungen können von heute an Vor⸗ und Nachmittags eingeſehen werden. Butzbach den 21. Juli 1846. 75 J. A.: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Section Butzbach. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1122) Die zur Herſtellung eines Brun⸗ neus im Gambacher Markwald erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, als: fl. kr, Maurerarbeit, veranſchlagt zu 97 30 Steinhauerarbeit,„„ 14 54 Zimmerarbeit,.„ 10— Pumpenmacherarbeit, veranſchlagt zu 34— das Brechen und Fahren von 1,3 Kubikklafter Mauerſteinen, ſowie die Lieferung von 6 Büt⸗ ten Kalk und 0,2 Kubikklafter Mauerſand, werden Mittwoch den 29. l. M., Vormittags 9 Uor, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffent⸗ lich verſteigert. Butzbach den 22. Juli 1846. Der Großh. Sections-Ingenieur Meyer. Gebäude- Verſteigerung. (1123) Da die unterm 17. Februar l. J. auf den Abbruch verſteigten Ställen in der hieſigen Pfarrbofraithe eingetretener Umſtände dalber bis jetzt noch ſtehen, ſo ſollen ſolche nächſtkünftigen Montag den 27. d. M., Vor- mittags 10 Uyr, auf Ort und Stelle noch⸗ mals öffentlich verſteigert werden. Bemerkt wird noch, daß jeder von dieſen Ställen 35 Fuß lang, 21 Fuß breit und 1 ½ſtöckig iſt. Einem zahlreichen Beſuch zum Steigern ſieht entgegen Oſtherm den 22. Juli 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Section Butzbach. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1124) Die bei Errichtung zweier Durch— läſſe in der Gemarkung Gambach entſtehen⸗ den Arbeiten und Lieferungen, als: die Maurerarbeit, veranſchlagt zu 334 fl. die Steinhauerarbeit„„ 145 fl. das Brechen und Fahren von 4,5 Kubikklaf— ter rauhen und 4,7 Kubikklafter Schichten⸗ Mauerſteinen, ſowie die Lieferung von 34 Bütten Kalk und 1.1 Kubikklafter Sand, werden Mittwoch den 29. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffent⸗ lich verſteigert. Butz dach den 22. Juſt 1846. Der Großh. Sections⸗Ingemeur Meyer. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Verſteiger ung von Abtheilungsſteinen. (1125) Für die Sectionen Friedberg und Vubel ſoll Donnerſtag den 6. Auguſt, Vor⸗ mittags 10 Ubr, in dem Gaſthauſe des Herrn Puth zu Niederwöllſtadt die Lieferung von circa 80 Abtheilungsſteinen, aus den Sand⸗ ſteinbruchen am Main, raub boſſirt an Ort und Stelle geliefert, unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Be⸗ dingungen, an den Wenigſtnehmenden öffent⸗ lich verſteigert werden. Friedberg den 21. Juli 1846. f Der Großh. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. NN αι⏑ Privat ⸗ Bekanntmachungen. Offene Lehrlingsſtelle. (1092) Für einen jungen Menſchen, von guter Erziehung und mit den nöthigen Vor⸗ kenntniſſen verſehen, welcher ſich dem Handels⸗ fache widmen will, iſt eine Lehrlingsſtelle in einem gemiſchten Geſchäfte, mit oder ohne Lehrgeld offen und kann ſogleich eintreten. Die Expedition d. Bl. ſagt wo? Concert in Salzhauſen. (1113) Sonntag den 26. d. M. wird eine Geſellſchaft Gieſſener Dilettanten zu einem milden Zweck ein Concert im Curſale zu Salzbauſen veranſtalten, wozu ergebenſt ein⸗ geladen wird. Eine noch ſehr gute Thüre, (111 77 Zoll hoch und 33 Zoll breit, iſt hier mit Einfaſſung, Schloß und Beſchlag billig zu verkaufen. Herausgeber Dieſes ſagt bei wem. Bekanntmachung. (1115) Montag den 27. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll in der Wohnung des Polizeidie⸗ ners Seibert 1 Kleiderſchrank, 2 Bettladen, ein noch faſt neuer Waſchkeſſel, 1 Schreibtiſch und ſonſtige Gegenſtaͤnde meiſtbietend, gegen gleich baare Zahlung, verſteigert werden. Friedberg den 19. Juli 1846. J. Wilh. Kratz, aus Seligenſtadt a. M, (1038) empfiehlt ſich mit allen Arten jun⸗ ger Soſtbäume, Zier⸗ und Trauer⸗Bäumen auf Kirchhöfe und Anlagen und wilden und veredelten, jungen Setzlingen zum Anlegen von Baumſchulen, ſowie noch mit allen Arten Wald Pflanzen zu den billigſten Preiſen. Beſtellungen durch Briefe werden täglich bei mir angenommen. Verlorenes. (1126) Auf dem Wege von Friedberg nach dem Schwalheimer Mineralbrunnen iſt eine braune ſeidene rings derum mit Franzen ver⸗ zierte Sbwal verloren worden auf deren Be⸗ ſitz, wegen ihres Alters. ein beſonderer Werth gelegt wird. Der redliche Finder wolle die⸗ ſelbe gegen angemeſſene Belohnung an die Expedition d. Bl. geben. An z e i (1127) Ich wobne jetzt in der fruheren Wobnung des Herrn Profeſſor Dr. Fert ſch dem Herrn Hofgerichts⸗ Advoc. Trapp II. egenfber auf dem Hauck. Friedberg den 22. Juli 1846 Dr. med. Gre 5. * 232 E R ES. Bank zur Verſicherung des Schadens an Rindvieh und Pferden zu Frankfurt a. M. 1128) Die unterzeichnete Direktion verfeblt nicht, nach Ablauf des erſten Semeſters 1846 das Reſultat der von dem Ausſchuß revidirten und approbirten Rechnungs⸗Ablage zur Kennt⸗ niß der Betbeiligten zu bringen. Am Schluſſe dieſes Semeſters waren verſichert: auf Rindvien 292,165 fl. Capital mit auf Pferde J. Klaſſe 243.210 fl.„ 1 auf Pferde II. Klaſſe 112,050 fl.„„ 2878 fl. 54 kr.„ Sa. des Verſicherungs⸗Capitals 647,425 fl. Sa. des Legegeldes 14.902 fl. 42 kr. An Schäden ſind incluſive der Koſten erwachſen: Gif Pindv ien auf Pferde J. Klaſſe 4949 fl. 47 kr. auf Pferde II. Klaſſe. 8 0 5388 fl. 3 kr. Summa der Schaͤden 14,339 fl. 48 kr. Demnach berechnen ſich die zu entrichtenden Beiträge für das abgelaufene Semeſter 5843 fl. 18 kr. Legegeld 6080 fl. 20 fr. 4001 fl. 58 kr. auf Rindvieh g 1 1 fl. 23 kr. auf Pferde 1. Klaſſe 2 fl. 8 kr. pr. 100 fl. Verſicherungs⸗Capital. auf pferde II. Klaſſe. 4 fl. 49 kr. Specielle Nachweiſung wird den Betheiligten auf Verlangen ſowohl auf dem Buüreau dahier, Lit. M. No. 44, als auch von den Special⸗Direktoren und Agenten ertbeilt. Die Betheiligten werden andurch aufgefordert, ibre Beiträge bei Vermeidung der ſtatu⸗ tenmäßigen Nachtheile binnen 4 Wochen von beute an unfehlbar an den mit der Erhebung beauftragten Herrn Valentin Wießler in Butzbach zu entrichten. 5 Frankfurt a. M., den 14. Juli 1846. 5 5 2 Die Direetion. Mit Bezugnahme auf vorſtehende Bekanntmachung fordere ich andurch alle Beitrags⸗ pflichtigen auf, deren Inhalte um ſo gewiſſer nachzukommen, als nach fruchtloſem Ablaufe der vorgeſetzten Friſt von mir die Reſtanten ſofort der Direction zur Veranlaſſung des weiter Nöthigen angezeigt werden müſſen. Butzbach den 15. Juli 1846. Valentin Wießler. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. g 7. Sonntag nach Trinitatis d. 26. Juli. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadkpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Cröß mann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Röschen. Dienſtag Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Wachter. Fruchtpreiſe 23 Juli 17. Juli. 14. Juli. Gattung. Fried⸗ 1,] Groß⸗ 1 berg Mainz, gerau f A tr. Air A. kr Waizen pr. Malter 12 3013 3813 30 Korn„„ 11 30 12 4910 50 Gere„ 8 30 908 7 30 Hafer„„„ 5415523 440 Polizei ⸗Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 26. Juli bis 1. Auguſt 1846. Eine Parthie Bettfedern⸗Reinigung. . öhmiger, ½, ½% und öhmiger (1129) Sch zeige hierdurch ergebenſt an, daß Faber 9 15 1 0 5 e ich durch den Beſitz einer guten Bettfedern- L. E. Trapp. Reinigungsmaſchine in den Stand geſetzt bin,. zu jeder Zeit Aufträge zum Reinigen der B. fi t t e. Federn anzunehmen und beßtens auszuführen.(113) um 22. Juni d. J. wurde Jeman⸗ Indem ich noch bemerke, daß ich das Federn⸗ den von Friedberg ein neues Kattunkleid in putzen nach Verlangen auch in der Wohnung papier verpackt in Vilbel zur gefälligen Be⸗ der geehrten Beſteller in und außerbalb Fried- ſorgung übergeben. Da nun das Kleid für verg beſorge, verſpreche ich die billigſten Preiſe ein armes Dienſtmädchen in Oberrosbach be⸗ und bitte um zahlreichen Zuspruch. ſtimmt, daſſelbe aber am 20. Juli noch Friedberg. nicht im Beſitze des Kleides war, ſo iſt ſolches Frau Nees,. wohl in dem Familienwagen liegen geblieben Eck der Wolfſtraße an der Kirche. und wird der redliche Finder dringend gebeten, 5 275 es an die Erpedition d. Bl. gefälligſt abzugeben. Oſſenheimer Waͤldchen. Nro. 16. des 29 e f(0), 3 ee e 2 Wetterauer Sonntagsblattes N. Fbei mir gut(von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer e beſetzte Har. und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch e monie, und die W ee 24 kr.) wird mit dem heu⸗ Tan muſik anzutreffen, wozu ich hoͤflichſt ein⸗ tigen Intelligenzblatte ausgegeben. 52 e 5 9 e h le. Inhalt: Auf welchem Wege wurde 5 8 Petrus ein Apoſtel?— Staat und Selſerbrunnen bei Okarben. e. Frankfurter Gold-Cours vom 24. Juli. (11310 Sonntag den 26. Juli findet an hieſigem Mineralbrunnen Harmonie- und Tanz⸗ muſik ſtatt, wozu die Freunde des geſelligen Vergnügens hiermit höflichſt eingeladen werden. Havenecker.—— *( 2 fl. kr. 9 Tel g Neue Louisd'or W Nauheimer Teichhaus Ne 105 (1132) Sonntag den 26. Juli iſt auf dem Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56 ¼ Nauheimer Teichbauſe Harmonie- und Tanz⸗ Rand⸗Ducaten 5 35 muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet 20 Frankſtücke 9 32 Henkel. Engliſche Souverains 11158 2 1 Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 2 i. kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 177 24„„ r 4 77 7 15 1115 1 . th. th. — Milchbrod 13% 13 ½ — Waſſerweck 14 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14% 13 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf, 1 Ochſenfleiſch ies 13 2 10— N gemäſtete 10— „ Kühfleiſch ca 9— 9— 5 gemäſtetes 9— 9— „(Rindfleisch ungemäſtetes 8——— „ Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 1111111— „ Hammellleiſch 9— 9— „ Schaaflleiſch 6—1 5— „Wurſtvon blos Schweinen 13— 12— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 15— 15— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15— „Dorrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 151— 15— Der Gr. Heſſ. N d. K. Friedberg J Krach, Kr.⸗Setr. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. ent an die Betreff D Perjode nen an ſags, 9 der Beſtt G