Sele Ia 151— riedberg Buß bach hung — Intelligenz-BGlatt für die Provinz Oberbeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. W 24. Mittwoch, den 25. Maͤrz K— Amtlicher Theil. —— Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Den Verein zur Unterſtützung und Beaufſichtigung der aus den Gr. Heſſ. Landes⸗ und Provinzial⸗Straf⸗Anſtalten Entlaſſenen. Die Bezirks vereinscommiſſion des hieſigen Kreiſes be⸗ ſteht außer dem Gr. Kreisrath als Vorſtand aus nachbe⸗ nannten Mitgliedern: Gr. Steuercommiſſär Budden zu Grünberg, Gr. Bür⸗ germeiſter Carle zu Niederohmen, Gr. Inſpector Ebel zu Grünberg, Gr. Pfarrer Ebel zu Queckborn, Gr. Pfar⸗ rer Ebel zu Winnerod, Gr. Bürgermeiſter Erb zu Lehnheim, Freihl. Rabenauiſcher Rentmeiſter Engel zu Rabenau, Gr. Pfarrer Franck zu Sellnrod, Gr. Pfarrer Müller zu Gro⸗ heneichen, Gr. Decan Oe ſerzu Londorf, Kaufmann Schmidt zu Oberohmen, Gr. Pfarrer Steinberger zu Grünberg, Gr. Bürgermeiſter Steuernagel zu Windhauſen, Gr. Landgerichtsaſſeſſor Thaler zu Grünberg, Gr. Decan Weichard zu Bobenhauſen, Gr. Landrichter Zimmer⸗ mann zu Ulrichſtein. Dieſes werden Sie zur öffentlichen Kenntniß bringen. Grünberg am 20. März 1846. S Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Furſtl. und Graͤfl. Solmſ. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Vetreffend: Die Wahrung der Beſitzwechſel. Ich habe wahrgenommen, daß in verſchiedenen Ge— meinden, wo die Grundbücher bereits vorliegen, auch noch die alten Ortsflurbücher fortgeführt werden, und daß dafür von jeder Parcelle eine Gebühr von 2 kr. durch die Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. u. Gräfl. Solmſ. Bürgermeiſter erhoben wird. Die Fortführung dieſer Ortsflurbücher iſt jedoch da, wo Grundbüͤcher ſchon beſtehen, ganz ohne Zweck und ich gebe Ihnen daher auf, dieſe Fortfuͤhrung zu unterlaſſen, in kei⸗ nem Falle aber eine Gebühr dafür zu erheben. Hungen den 17. März 1846. Follen ius. Das Großh. Heſſ. Landgericht Friedberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Landgerichtsbezirks. Betreffend: Die Stellung der Vormundſchaftsrechnungen vom Jahr 1845. Wir beauftragen Sie, die Vormünder Ihrer Gemein⸗ den alsbald anzuweiſen, in Gemäßheit des§. 13. Abſchnitt 4 der Inſtruction fuͤr Vormünder, über die von ihnen ge⸗ führten Vermögens verwaltungen bis Ende März l. J., bei Vermeidung der angedrohten Strafe, Rechnung einzureichen. Friedberg den 16. März 1846. Hofmann. Lieber Alter vom Berge! Das Spruͤchwort„wenn man unter die Hunde wirft, ſo bellen nur die Getroffenen“ fiel mir unwillkührlich ein, als ich die Erwiederungen in Nr. 22 dieſes Blattes auf Ihre Reiſebemerkungen las. Laſſen Sie ſich indeſſen nicht irre machen durch dieſe Erwiederungen; denn ich habe die Er— fahrung gemacht, daß ſie die herrlichſten Früchte bereits ge— tragen haben, indem ſie bewirkten, daß in einem Orte, wo kurz vor der Erſcheinung derſelben bei Güͤterverſteigerungen ſehr viel Branntwein getrunken worden war, gleich nach— her eine ſolche ohne Genuß deſſelben abgehalten wurde und daß in einem andern Orte der Bürgermeiſter die Verſtei⸗ gerung nicht abhielt, weil den Steigluſtigen vorher Brannt— wein gereicht worden war. Auch ſollen, wie ich höre, Ihre Bemerkungen noch lange ſo viel nicht enthalten, als wahr ſei, und ich habe ſelbſt geſehen, daß ſich Steigluſtige ſo betrunken hatten, daß man kaum ihr Gebot verſtehen konnte. Theilen Sie uns nur ferner Ihre Reiſebemerkungen mit und loben und tadeln Sie, was Sie Lobens⸗ und Tadelns⸗ werthes auf Ihren Wanderungen finden. K. =—— . 04 Kirchenbuchs⸗Auszug vom Januar 1846. Laubach. Für die armen Felsberger. Da die Sammlung der milden Gaben fur die armen Felsberger nunmehr wohl als beendigt betrachtet werden darf, ſo laſſe ich hierunten die Abrechnung uͤber Einnahme und Ausgabe folgen, mit der Bitte an die Redactionen der Intelligenzblätter in Alsfeld, Büdingen und Nidda, dieſe Veroffentlichung in ihren reſp. Blättern abdrucken zu laſſen. Nach den in dieſem Blatte von 1844 Nro. 101. bis 1845 Nro. 34. gegebenen Ueberſichten ſind im Ganzen bei mir eingangen: fl. 205— 23 kr. nemlich aus dem Kreiſe Alsfeld. fl. 7— 59 kr. 77 7 9 7 Büdingen* 7 4— 9 7 7 0 5 Friedberg„ 188— 32 1„ 1*. ids 5— 112 fl. 205— 25 kr. Dagegen habe ich ausgegeben an die Hrn. Gebhardt und Hauck zu Frankfurt: 1) Am 9. April 1845. fl. 150—— kr. 2) Am 6. Jun!: 50-— 3) Für Porto, Papier.„ 3— 4 4) In casa.„ 2— 19„ Zuſammen fl. 205— 23 kr. Von den unter Nr. 4. verrechneten 2 fl. 19 kr. werde ich in dieſen Tagen noch 2 fl. an das genannte Banquier⸗ haus in Frankfurt ſenden und was dann— nach Beſtrei⸗ tung des Briefportos— von den 19 kr. noch reſtirt, einem Armen ſchenken.. Damit beſchließe ich meine Wirkſamkeit als Caſſier des Comité's, das ſich fuͤr die armen Felsberger gebildet hatte. Dr. L. Chr. Matthias, Pfarrer. Zur gefaͤlligen Beachtung. Der Einſender, welcher in A. Aehnliches erlebt hat, wie der Alte vom Berge, wolle uns ſeinen Namen angeben, da wir nichts aufnehmen, was uns anonym zugeſandt wird. Die Redaktion. Getraute: Keine. Getaufte: 25. Dem hieſigen Bürger und Taglöhner Johannes Frank eine Töchter, Magdalena, geb. den 6. Januar. Beerdigte: 14. Johann Georg Diehl, Bürger und Ackermann, ein Vetteran, alt 54 Jahre, 1 Tag, 1 den 11. Januar. 15. Anna Maria, des hieſigen Burgers und Ackermanns Johann Heinrich Gruner Ehefrau, eine geborne Jäger, alt 76 Jahre, 5 Monate 28 Tage, 1 den 12. Januar. 17. Johannes Friedrich, Bürger und Bäckermeiſter, alt 47 Jahre, 6 Monate, 29 Tage, T den 14. Januar. 20. Ernſt Hochheimer, der Maria Margretha Wagner un⸗ eheliches Söhnchen, alt 11 Monate, 5 Tage, 7 den 16. Januar. 5 i 20. Johann Konrad Franck, des hieſigen Bürgers und Schreinermeiſters Chriſtian Friedrich Gottlieb Franck ehelich lediger Sohn, alt 28 Jahre, 7 Monate, 13 Tage, 1 den 17. Januar. f 28. Eliſabetha Wöll, des weiland Joſt Wöll, Bürgers und Schneidermeiſters hinterlaſſene Wittwe, eine geborne Müller, alt 76 Jahre, 1 Monat, 16 Tage, t den 25. Januar. b 31. Anna Chriſtina Franck, des weiland Chriſtian Franck, Bürgers und Schreinermeiſters, hinterlaſſene Wittwe, eine geborne Wöll, alt 66 Jahre, 3 Monate, 16 Tage, t den 28. Januar. 31. Anna Katharina Kircher, des weiland Johann Georg Kircher, Bürgers und Schneidermeiſters, hinterlaſſene Wittwe, eine geborne Göbel, alt 85 Jahre, 4 Monate, 21 Tage, 1 den 28. Januar. Bekanntmachungen von Be⸗ 10000 ier Fiche und Birken⸗ decktes, zweiſtöckiges Haus, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden annehm⸗ 2 5 325„ Aspen⸗ und baren Bedingungen, verſteigt werden. Steig⸗ hoͤrden. 5 26⁵0„ Nadel⸗Wellen, liebhaber ladet hierzu ein N e 20 Wagen, 16 Laſt Allerleiholz, Münſter den 14. März 1846. Verſteigerung. um 11% Uhr, wird die erforderliche Repara⸗ turarbeit an der Brücke am Nauheimer Weg 90 Stämme Weißtannen⸗Bauholz, von 8 e u: 5 6 20—45 Fuß Länge, (409), Donnerſtag den 26. l. M., Morgens 195 Birken ⸗ und 448 Tannenſtangen, von 2-5 Zoll Durchmeſſer und Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Gontrum. Verſteigerung. (410) Donnerſtag den 26. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die an der Vorſtadt zum Garten, beſtehend in Maurerarbeit, veranſchlagt zu 19 fl. 40 kr., benebſt Anlieferung von fünf Bütten gutem Kalk, öffentlich wenigſtnehmend verſteigert. Friedberg den 14. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben er. Holz ⸗Verſteigerung. (120) Das unterzeichnete Rentamt verſtei⸗ gert, jedesmal 9 Uhr Vormittags anfangend, I. Donnerſtag den 26. d., im Diſtrikte Dickerbuſch, Schlag Nr. 9: 1 Stecken Buchen-, 45„ Birken⸗ und 4½%„ Nadel ⸗Scheitholz, 59„Birken-, 2„ Aspen, und 5 7½%„ Nadel⸗prügelholz, 110„ Eichen⸗ und Birken,, 3„ Buchen- und f 4 26„ Nadel⸗Stockholz, 10-35 Fuß Länge. Tannenwieſe: 27½ Stecken Nadel⸗Scheitbolz, 9*„ Prügelhbolz, 24„„ Stockbolz, 725*„Reeiſerwellen, 6 Wagen 7 Laſt Allerleiholz, 172 Stamme Nadelbau- und Werkyholz, von 8— 18 Zoll Durchmeſſer und 13—55 Fuß Länge, 8 Ockſtadt den 15. März 1846. Freiherrlich v. Frankenſtein'ſches Rentamt. Angerer. Haus- Verkauf. (AA) Montag den 30. März 1846, Mit⸗ tags 12 Uhr, ſoll auf Antrag der Martin Scheltiſchen Eheleute zu Münſter im Kreiſe wohntes, 30 Fuß langes und 20 Fuß weites, von gutem Eichenholz erbautes, mit Thüren und Fenſtern verſehenes, auch mit Ziegel be⸗ UI. Freitag, den 27. d., im Diſtrikte Hungen ein denſelben zuſtehendes, noch unbe⸗ Herſtellung des Kellerhalſes an der Kreis- rathswohnung, beſtehend in Schieferdeckerar⸗ beit, vervoranſchlagt zu 27 fl., öffentlich wenigſt⸗ nehmeno verſteigert. Der Ueberſchlag liegt in meinem Geſchaͤfts⸗ zimmer bis zum Verſteige rungstermin zur Einſicht offen. g Friedberg den 14. März 1846. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Arbeits ⸗Verſteigerung. (439) Freitag den 27. März, Morgens 10/ Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Anfer⸗ tigen zweier Gartenthüren an dem erkauften ſtädtiſchen Garten an der Barbaragaß öffent⸗ lich wenigſtnehmend verſteigert werden. Der Voranſchlag der Schreinerarbeit be⸗ ſtebt in fl. 13. 34 kr. und liegt beim Unter⸗ zeichneten bis zum Verſteigerungstermin offen. Friedberg den 23. März 1846. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. e , T e 2 — t Verſteigerung bei dem Gr. We Homberg a. d. O. Mittwoch den 8. April l. J., Vor⸗ 2 10 Uhr, werden auf bieſigem Rath⸗ hauſe circa 20 Malter Waizen, 90 Malter Korn, 40 Malter Gerſte und 110 Malter afer in Quantitäten von ½ Malter und 1 Nalter öffentlich verſteigert, und es dürfen N nur ſolche Perſonen zum Mitbieten zugelaſſen werden, welche eine Beſcheinigung von ibren reſp. Ortsvorſtänden darüber beibringen, daß ſie die zu erkaufenden Früchte zur eigenen Conſumtion oder zur Saat nötbig haben. Homberg den 19. März 1846. Groß b. Rentamt daſ. Reuling. Bekanntmachung, Brenn⸗, ſodann Werk⸗ und Nutzbolz⸗Verſtei⸗ gerung in Revier Oberrosbach, Forſts Fried⸗ berg betreffend. (443) Oonnerſtag den 2. April d. J. ſoll im Domanialwald, Diſtrikt Kellerberg, bei Oberrosbach, das nachbemerkte Holz an die Meiſtbietenden öffentlich verſteigert werden: 3¼ Stecken eichen Scheidbolz, ½ Stecken buchen⸗, 29 Stecken eichen und birken Prügelholz, 6 Stecken eichen Stockbolz, l 237 Wellen buchen, 5500 Wellen birken u. eichen, 963 Wellen linden und weiden RMeiſerholz, 5 5 6 Stämme in 60 Cubikfuß und 34 Stangen in 54% Cubikfuß, eichen Wag⸗ nerholz, 1 eichen Pflugsreb, 56 Gebund Nutzreiſer. Anfang: Morgens 8 Ubr. Oberrosbach den 20. März 1846. Der Großb. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bing mann. Arbeits-⸗Verſteigerung. (440 Die für das Rechnungsjahr 1846 in der Gemeinde Niederweiſel vorgeſehene Ge⸗ meindearbeiten als: Maurerarbeit vervoranſchlagt zu 24 fl. Schreinerarbeit 7„ 9 Schloſſerarbeit 5„ 4 Weißbinderarbeit= 2 2„ Sodann 1) das Brechen, Fahren, Auſſetzen und Zer⸗ ſchlagen von 4,3 Cubikklafter Unterhal⸗ tungsſteine, 29 die an ſämmtlichen Vicinalwegen vorkom⸗ menden Handarbeiten, ſollen Samſtag den 28. März l. J., des Vor⸗ mittags 10 Uhr, in dem Gaſtbaus zum Hirſch in Niederweiſel an die Wenigſtfordernden in Akkord gegeben werden. Niederweiſel am 15. März 1846. In Auftrag: C lo tz. Frucht verſteigerung zu Friedberg. (415) Dienſtag den 7. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, kommen dahier zu Friedberg, in dem Gaſthauſe des Herrn Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthor, von dem hieſi gen herrſchaftlichen Speicher, 13 Malter Wai⸗ zen, 150 Malter Korn und 45 Malter Gerſte zur öffentlichen Verſteigerung. Bei dem Aus⸗ gebot der Brodfrüchte, welches nur in kleinen Quantitäten von halben und einzelnen Mal⸗ tern geſchieht, werden nur ſolche Privaten zu⸗ gelaſſen, die ſich mit Beſcheinigungen ihrer reſp. Ortsvorſtänden darüber ausweiſen, daß ſie die zu erkaufenden Früchte zur eigenen Conſumtion nöthig haben. Friedberg den 14. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Domänenrath Bu ß. „* 95. Bekanntmachung. (460 Johannes Hedderichs Wittwe und Konrad Hedderichs Frau von der Zeilbach ſind von Gr. Hofgerichte in Gieſſen wegen ihrer Unſelbſtſtändigkeit und Unfähigkeit zur Ver⸗ mögens verwaltung unter Curatel geſtellt und ihnen die Ortsbuͤrger Johann Schmiermund und Konrad Fritz daſelbſt als Curatoren bei⸗ gegeben worden. a Man bringt dieß mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß rechtsverbindliche Geſchäfte mit den beiden genannten Frauen nur unter Einwilligung der Curatoren einge⸗ gangen werden können und fordert zugleich die bekannten wie unbekannten Gläubiger hier⸗ mit auf ihre Forderungen an die erwähnten Frauen im Termine. Montag den 11. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dabier perſoͤnlich anzumelden und zu begründen, widrigens falls auf ſolche bei der Ordnung der Vermögensverbältniſſe derſelben keine Rückſicht genommen werden wird. Grünberg den 12. März 1846. Großb. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt gehöriges Patrimonialgericht der Frei⸗ berrn Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Bücking. Arbeits- Verſteigerung. (447) Donnerſtag den 2. Abril, Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe nachſtehende Arbeiten öffentlich wenigſt⸗ nehmend verſteigert:. 1) Einrichtung einer Manſardeſtube in der Krankenanſtalt benebſt der dabei nöthigen Arbeiten, beſtehend in Zimmer⸗, Maurer-, Schieferdecker⸗, Schreiner⸗, Schloſſer⸗ Glaſer⸗ und Weißbinderarbeit, benebſt An⸗ lieferung von 400 Back und 4000 Lebm⸗ ſteinen, 1 Bütte Kalk und des erſorder⸗ lichen Lehmes, Sandes und Strobes, 2) Einfriedigung der Krankenanſtalt, insbe— ſondere Anfertigen eines eiſernen Thors beſtehend in Maurer-, Steinhauer, Schloſ⸗ ſer⸗ und Weißbinderarbeit, benebſt Anlie⸗ ferung von 0,3 Klafter Schichtenpflaſter⸗ ſteine, kleine Sorte, einer Bütte Kalk und des erforderlichen Sandes und Kieſes. Die Ueberſchläge liegen bis zum Verſtei⸗ gerungstermin bei Unterzeichnetem zu Jeder— manns Einſicht offen. Friedberg am 23. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Benden Abhaltung des Fruͤhjahr— Marktes zu Vilbel. (Aus) Dienſtag den 31. März und Mitt⸗ woch den 1. April laufenden Jahrs wird zu Vilbel der dießjährige Frühjahrsmarkt abge⸗ halten. Vilbel den 19. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter te Oeffentliche Ladung. (49) Ein gewiſſer, ſchon lange verlebter Chriſtoph Pauli zu Heldenbergen war Kirchen⸗ rechner und wurde dieſem bei der am 24. Januar 1764 ſtattgebabten Abhör ſeiner Rech⸗ nung ein Proceß von 838 fl. 54¼ kr. gezo⸗ gen. Auf dieſe Schuld ſowie die Zinſen da⸗ von wurden am 16. Auguſt 1766= 418 fl. 20 kr., welche aus verkauften Gütern erlößt worden waren, an die Gemeinde Heldenber⸗ gen bezahlt, der Reſt an Hauptgeld und Zin⸗ ſen iſt aber bis jetzt noch unberichtigt. Nach⸗ dem die evangeliſche wie katholiſche Kirche zu Heldenbergen erklart, daß ſie auf dieſen Reſt des Receſſes nebſt Zinſen keine weitere An⸗ ſprüche machen rielmehr dieſe der Gemeinde Heldenbergen überlaſſen wollen, beabſichtigt Letztere nun die Beitreibung des noch zu decken⸗ den Receſſes, um aus ſolchem den Fond zu einer milden Stiftung zu formiren. Die Beitreibung des Receſſes ſoll durch dik Veräußerung nachſtehender, in Heldenberger Gemarkung gelegener Güterſtücke 2667/1 200 Rth. Acker an der Landwehr an Friedrich Becker, 5 272/12 56½ Rth. ditto ziebt über die Win⸗ decker Straße an Anton Pauli jun., 367/23 72 Rth. ditto ſtößt auf die ſtrittige Weide an Ludw. Meininger, 396/6a 61 Rth. ditto ſtößt auf die gemeine Weide, an Konrad Reh, a 56/5 110 Rtb ditto rechts der Cicherhohl an Jacob Becker, 596/12. 278 Rih. ditto auf dem Schwal⸗ bengarten an Andr. Reul Inn,, 640/1 141 Rtb. ditto an der Naumburger Grenze an H. Meininger II., 690/18 312 Stb. ſtößt auf den Buchwald an Andreas Pauli I., 7 bewirkt werden, ehe jedoch dazu geſchritten wird, werden alle zum Theil unbekannte Rechts, nachfolger des gedachten Kirchenrechners Pauli hiermit aufgefordert, in einer z. F. von 6 Wochen nicht nur etwaige Einwendungen gegen die Richtigkeit des Receſſes, ſondern auch gegen den Verkauf der bezeichneten Güter ſo⸗ gewiß dabier zu machen, als ſonſt zu dieſem geſchritten, der Erlös zunachſt zür Deckung des Receſſes mit Zinſen bis zur Capitalhöhe verwendet, wegen des etwa bleibenden Ueber⸗ ſchuſſes aber weiter rechtlich verfügt werden wird. Groskarben am 16. Marz 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt. Edictalladung. (450) Zobannes Habicht jun. in Feldkrücken will ſein Grundvermögen unter ſeine Kinder vertbeilen. Beim Mangel vollſtändiger Er⸗ werbsurkunden werden Diejenigen, welche an die zu vertbeilenden in den Gemarkungen von Feldkrücken und Kölzenhain gelegenen Immobilien, worüber Grundbuchs⸗Auszug in der Landgerichts⸗Regiſtratur zur Cinſicht offen liegt, Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche An⸗ ſprüche zu baben glauben, aufgefordert, ſolche binnen 4 Wochen, von heute an, dabier gel- tend zu machen, widrigenfalls die Theilzettel beſtätigt werden. Ulrichſtein am 16. März 1846. Gr. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. Sdieldagdung. (4510) Heinrich Appels Ebeleute in Boben⸗ hauſen haben 317/2 vII/130 413[IKlftr. Acker auf dem Culersacker in der Gemarkung Bobenhauſen gelegen, ver— kauft. Da ſie ihr Eigenthumsrecht daran ur— kundlich nicht nachweiſen können, ſo fordert man alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗, oder ſonſtige dingliche Anſprüche an daſſelbe bilden zu können glauben, zu deren Anzeige und Begründung binnen 4 Wochen, a dato, um ſo gewiſſer hiermit auf, als ſonſt der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulrichſtein am 16. März 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Fruchtverſteigerung bei dem Rent⸗ amte Grünberg. (452) Künftigen Montag den 30. Marz laufenden Jahres, Vormitttags 9 Uhr, ſollen bei dem hieſigen Rentamte 50 Malter Korn, 25 Malter Gerſte, 30 Malter Hafer und 8 Malter Molterfrucht öffentlich verſteigt werden. Die Ausgebote der Brodfrucht werden nur —— — — ——— in kleinen Quantitäten von ½ bis 1 Malter geſchehen und nur ſolche Privaten zur Ver⸗ ſteigerung zugelaſſen, welche Beſcheinigungen von ibren Ortsvorſtänden darüber beibringen, daß ſie die zu erkaufenden Früchte zur Con⸗ ſumtion nöthig haben. Grünberg am 20. März 1346. Großh. Heſſ. Rentamt daſ. Bötticher. Privat⸗ Bekanntmachungen. Zur Beachtung. (41 Ein Handlungsbaus wünſcht ein Ge⸗ ſchäft, das überall mit entſprechendem Erfolg geführt werden kann und welches dem Ueber⸗ nehmer bei pünktlicher Beſorgung anſehn⸗ lichen Nutzen bringt, ſolchen Agenten zu übertragen, die rechtlichen Charakter, aus⸗ dauernden Fleiß mit ausgedehnten Bekannt⸗ ſchaften verbinden. Nur briefliche und portofreie Anträge, die man an Herrn Siegmund Lorch in Frank⸗ furt a. M. zu adreſſiren hat, können berück⸗ ſichtigt werden. Zur Nachricht. (433) Auf der Braunkohlengrube Buderus bei den Heſſenbrücken koſten von heute an grobe Kohlen pr. Ctr. 15 kr. Brockkohlen 4„ 12 kr. kleine dergl.„„10 kr. ganz kleine drgl./„ 6 kr. Friedrichshütte den 16. März 1846. Nicht zu überſehen! (133) Alle meine auswärtigen Freunde, welche durch Boten ihre Sämereien bei mir abholen laſſen, bitte ich andurch höflichſt, ihre ferneren Beſtellungen brieflich an mich zu ſenden, damit ſolche weniger durch ſchmutzige Hände irre geleitet werden konnen. Friedberg. M. Jung. Haus- Verkauf. (431) Mein zweiſtöckiges Wohnbaus nebſt Stallung(ein früher geweſenes Backhaus) will ich aus der Hand verkaufen. Kauflieb⸗ baber können ſich bei mir einfinden und kann das Haus jeden Tag eingeſehen werden. Rendel am 16. März 1846. Philipp Hock, Wirth und Specereikräͤmer. Verloren! (135) Am 22. Februar d. J. ſind 2 Zug⸗ ketten von Steinfurt bis auf die Nauheimer Chauſſee verloren gegangen. Der redliche Finder wird gebeten, ſolche gegen Belohnung von 30 kr. an die Bürgermeiſterei Steinfurt abzugeben. A, N 3 e i 8 (560 Der Unterzeichnete, welcher 9 Jahre in Frankfurt als Gärtner conditionirte, ſucht ſowohl hier, als auch in der Umgegend Be⸗ ſchäftigung in dieſem Fache und empfiehlt ſich beßtens, indem er billige Bedienung verſpricht. Butzbach. J. Becker, wohnhaft in der Badbrunnengaſſe. Zwei Faſelochſen, (457) ſchwytzer Race, von 2½ und 1¼ Jahre, ſtehen bei Pachter A. Leonhardt zu Wiſſelsheim zum Verkaufe. Zum Verkaufe. (458) Mehrere Zug⸗„ Spann-, Vieh⸗ und Bindketten, dann ein Kartoffel ⸗Vorderpflug 1 96* i n Nachricht fur Neiſendt nach Nordamerika. a Special⸗Agentur der Poſtſchiffe zwiſchen Havre und New- Pork. f Verzeichni ß der regelmäßigen Havre⸗New⸗Porker Poſtſchiffe, welche fuͤr die Monate März . und April l. J. abfahren. —— —— in Verbindung mit den rheiniſchen und Namen Abfahrt holländiſchen Dampfſchiffen 1052 8 von von von der Capitaine. S von Mainz e 5— annheim Poſtſchiffe. Havre. Rotterdam. Bü g 8 0 5 5 i 8 Busen. Gernsheim. Louis⸗Philippe. Caſtoff. 7948. März 4. März 1. März 28. Februar St⸗Nicolas 8 81116. 2 S 7. März Duch. d'Orleans] Richardſon. 798 24.„ 20.„ 18 15. Burgundh... Wotton. 763 1. April 27.„ 23. 22. Jog Lines 8 875 8.„ 4. April 30. 29. 7 Oneidaa„ J. Funck 79116.„ 12.„ 9. April 8. April Emeral y Howe 51824. 20.„ 1 16. Zurich Thompſon.. 875 1. Mai 27 24.„ 23. Obige für die Monate März und April bezeichneten Poſt⸗ oder Paketſchiſfe gehören der einzig und alleinig beſtehenden, von ſämmtlichen deutſchen Konſuln und ſtädtiſchen Behörden in Havre als ſolche anerkannten Poſtſchiffslinie an, und fahren das ganze Jahr hindurch regelmäßig zwiſchen Havre und New-Nork den 1., 8., 16. und 24. eines jeden Monats hin und zurück. Für New⸗Orleans fahren die gekupferten Dreimaſterſchiffe, I. Kl., alle 10 Tage während der Monate März und April ab. Mainz den 4. Februar 1846. 3 5 a Washington Finlay, Haupt⸗ und Special⸗Agent der regelmäßigen Poſtſchiffs⸗Verbindung zwiſchen Havre und New⸗RNork. NB. Es iſt durchaus nothwendig, daß die Paſſagiere wenigſtens einen Tag vor den im Fahrplane feſtgeſetzten Abfahrttagen ſich in Mannheim, Mainz, Bingen ꝛc. einfinden. Näheres ertheilen meine Agenten 1 die Herren Werner Ramſpeck jun. in Alsfeld, S. Blumenthal in Beerfelden,(Odenwald) J. Rauth jun. in Höchſt(Odenwald) J. G. Appel in Gießen, C. W. Reh in Darmſtadt. 8 Agentur Offenbach der Hrn. Luͤdering u. Comp., Schiffsrheder und Großh. Heſſ. Konſul in Bremen. bei dem Kaufmanu E. Kugler. (329) Den Reiſenden und Auswanderer nach Nordamerika wird hiermit bekannt gemacht, daß vom 14. März d. J. an bis Ende November, regelmäßig alle 14 Tage, ſchnellſegelnde drei⸗ maſtige Bremer Schiffe, aufs Beſte zur Paſſagierfahrt eingerichtet, von Bremen aus ſowohl nach Neufork und Baltimore, als mitunter nach Neuorleans und Galveſton in Texas abge⸗ fertigt werden, und daß daher jederzeit Paſſagiere, die ſich dieſer billigſten Schiffsgelegenheit bedienen wollen, unter den vortheilhafteſten Bedingungen bei dem Agenten angenommen und bündige Schiffsakkorde mit demſelben abgeſchloſſen werden können, ſowie derſelbe auch jede nähere 10 die abgehenden Schiffe ſowohl, als auch die gedruckten Ueberfahrtsbedingungen gra⸗ ertheilt. Offenbach den 25. Februar 1846. * Der bevollm. Agent C. Kugler, Frankfurter Straße. Großh. Heſſ. Pfarrer zu Petterweil, Worte zur dreihundertjährigen Gedächtniß⸗ feier des Todestages Luthers, am Abende des 18. Februars 1846 im Leſe⸗Caſino zu Petterweil, Kreiſes Friedberg, vorgetragen. 12 kr. ſind zu verkaufen. Nähere Auskunft darüber gibt Michgel Jung zu Friedberg. Literariſche Anzeigen. Bei Carl Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Heinrich Chriſtian Flick, ehehiniger Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichleit von Carl Bindernagel in Friedberg. 1