he: —— 1. Srl— Fries Intelligenz-OGlatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 16. Mittwoch, den 25. Februar 1846 Amtlicher Theil. Die Großhzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an die Großh. Bürgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Zollbehandlung von Wollenwaaren, Schwefel und Salpeterſäure in Belgien. Nach einer Mittheilung des Gr. Miniſteriums der Finanzen müſſen dermalen auch wollene Zeuge und Strumpf⸗ waaren, ſowie Schwefel und Salpeterſaͤure, wenn ſie aus dem Zollverein nach Belgien verſendet werden, mit einem Urſprungszeugniſſe verſehen ſein, um dort der Erhebung eines Zuſchlagzolles nicht zu unterliegen. Aus Veranlaſſung eines Miniſterialerlaſſes vom 29. v. M. werden Sie angewieſen, in etwa vorkommenden Fällen der Verſendung von wollenen Zeugen, Strumpfwaa⸗ ren, ſowie Schwefel und Salpeterſaͤure nach Belgien die Urſprungszeugniſſe daruber in gleicher Weiſe zu beglaubigen, wie es in dem Ausſchreiben vom 22. März 1845 Nr. 26 des Int.⸗Bl. hinſichtlich der Urſprungszeugniſſe von Weinen, ſeidenen Waaren ꝛc. vorgeſchrieben iſt. Friedberg, Grünberg und Hungen den 21. Februar 1846. J. d. V.: Krach, Kr.⸗Sec. Ouvrier. Follenius. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Schotten an die Herrn Bürgermeiſter des Bezirks. Sie wollen Ihren Feldſchützen bekannt machen, daß die Pfandgebühren wegen der Feldſtrafen von der 4. Periode 1845 nun mehr an den bekannten Zahltagen Mittwoch und Donnerſtag dahier ausbezahlt werden können. Schotten am 18. Februar 1846. Prätorius. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 6. von 1846. I. Bekanntmachung Gr. Oberfinanzkammer 1. Sect., vom 12. Jan., daß vom 1. März 1846 an auf der Straße von Schlitz über Unterwegfurth bis zur kurheſſiſchen Landesgrenze die Erhebung des geſetzlichen Chauſſeegeldes beginnen wird. Die Entfernungen auf dieſer Straßenſtrecke betragen: von Schlitz bis Hutzdorf 1,100, von Hutz⸗ dorf bis Queck 1,600, von Queck bis Rimbach 700, von Rimbach bis Oberwegfurth 800, von Oberwegfurth bis Unterwegfurth 400, von Unter⸗ wegfurth bis zur kurheſſiſchen Landesgrenze 400, im Ganzen 5,000 Klafter.— V. Dienſtnachrichten: Am 26. September 1845 wurde Hans Chriſtian Hoskiar zu Algier zum Großh. Heſſiſchen Conſul daſelbſt; am 9. Jan. der kath. Pfarrer Hertel zu Nierſtein zum ordentlichen Mitgliede der Bezirks ⸗Schulcommiſſion ſür den Landkreis Mainz und der kath Pfarrer Gop zu Dieburg zum ord. Mitgliede der Bezirks⸗Schuleom⸗ miſſion des Kr. Dieburg ernannt.— VI. Concurrenz für: die evang. Pfarrſtelle zu Spachbrücken, verbunden mit der evang. Pfarrei Habitzheim, Kr. Dieburg, mit jährlich 802 fl.; die Diſtrictseinnehmerei Großenbuſeck, Obereinnehmerei Gießen, mit jährlich 1100 fl.(binnen 14 Tagen bei der Oberfinanzkammer J. Sect). Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 7 von 1846. Bekanntmachung, den zollfreien Einlaß von Getreide in das Großherzogthum betr.„In Folge ertheilter allerhöchſter Ermächtigung wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß vom Tage des Er— ſcheinens dieſer Bekanntmachung im Regierungsblatte an, ſammtliche Ge⸗ treide-Gattungen, nämlich Waizen, Roggen oder Korn, Spelz oder Din— kel, Gerſte, Hafer und Haidekorn oder Buchwaizen bis auf Weiteres frei vom Eingangszolle vom Auslande in das Großherzogthum eingelaſſen werden ſollen.— Darmſtadt, den 3. Februar 1846.— Aus allerhöchſtem beſonderen Auftrage: Großh. Heſſ. Miniſterium der Finanzen. Zimmer- mann.“ Friedberg, den 23. Februar 1846. Die 300jährige Gedͤͤchtnißfeier des Todes des großen Reformators Dr. Martin Luther fand geſtern ganz in der Weiſe ſtatt, wie ſie als vorgeſchrieben in Nr. 14 d. Bl. erwähnt worden iſt und wurde noch dadurch erhoht; daß Morgens um 4 Uhr mit allen Glocken geläutet wurde und gegen 11 Uhr, nach beendigtem Gottes dienſte, die Zoͤglinge des Schullehrer⸗-Seminars mit Begleitung von Blasinſtru⸗ menten das Lied:„Eine feſte Burg iſt unſer Gott“ vom Burgkirch⸗Thurme herab ſangen. Von dem nahen Melbach meldet man uns, daß auch 5 dort der Tag recht feierlich begangen worden iſt. Am Nach⸗ mittage zog die ganze Gemeinde mit ſämmtlicher Schul⸗ jugend von der Kirche aus auf einen nahen Hügel, den Haag, und pflanzte daſelbſt nach einer kurzen kräftigen Rede des Geiſtlichen(Dekan Blumhof) und unter Wechſelge⸗ ſängen der Gemeinde und des dortigen Sängervereins eine „ 62. willige Beiträge zu mittheilen. men, welches ſehr reichlich ausgefallen ſein ſoll, wurden auch frei⸗ einem Erinnerungsdenkmale gegeben. In welcher Weiſe dieſes ausgeführt wird, wollen wir ſpäter Schweine, 5) Rodheim Eiche. Später wurden die Kinder mit Wecken beſchenkt. Außer dem vorgeſchriebenen Collectiren für Luthers Nachkom⸗ e berſicht des im Jahre 1845 zu Rodheim geſchlachteten Viehes: 1) 24 Ochſen,) 24 Kühe, 3) 12 Rinder, 4) 205 108 Hämmel, 6) 28 Schafe, 7) 24 Kaäl⸗ ber, 815 Ziegen 1 den 10. Februar 1846. i 8 Der Fleiſchbeſchauer Phi tipp Winkler Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. g N Edietallad ung. (202) Die der Geſammtfamilie der Freiherrn von Löw gehörenden Zehntgefälle und zwar: 1) in den Gemarkungen Griedel und Ga m⸗ bach auf ein Ablöſungskapital durch Ueber. einkunft im Geſammtbetrag von 2625 fl. feſtgeſetzt. 2) inz der Gemarkung Niederbeſſingen durch Uebereinkunft auf eine jährliche Rente von 65 fl. 14 kr. 1 HOllr. feſtgeſetzt in einem demnach ſich berechnenden Ab: löſungs kapital von 1174 fl. 16 ½ kr., ſollen abgelößt werden. Nach Maßgabe des Geſetzes vom 27. Juni 1836 werden daher alle bekannte und unbe⸗ kanate Betheiligte, mit Ausnahme des Grßh. Lehenbofes, bezuglich der unter 2 aufgeführten Gefälle, indem die Lehensherrlichkeit des Gr. Hauſes Heſſen hinſichtlich dieſer Zehntgefälle in der Gemarkung Niederbeſſingen bereits an⸗ erkannt iſt, aufgefordert, etwaige Rechtsan⸗ ſprüche binnen 2 Monaten um ſo gewiſſer dahier anzuzeigen, als gegenfalls die Auszah⸗ lung der Ablöſungskapitalien an die Freiherr⸗ lich von Löw'ſche Rentei zu Florſtadt, gegen Ausſtellung der Ablöſungsurkunden, durch den, als senior familiae fangirenden Herrn Kam⸗ merherrn nnd Oberforſtmeiſter Freiherrn von Löw zu Braunfels geſtattet werden wird. Hungen den 13. Februar 1846. Großh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Edictalla dung. (200) Nachſtehende Grundgefälle, als: 1) die dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗ Braunfels Durchlaucht 4) in der Gemarkung Gambach zuſtehen⸗ den und durch Vereinbarung auf ein Ablöſungskapital von 39000 Gulden be⸗ beſtimmten; 5) in der Gemarkung Langsdorf zuſtehen⸗ den Zehntgefälle in einem vergleichsweise feſtgeſetzten Ablöſungskapital von 2100 fl. e) in der Gemarkung Mu ſchenheim an⸗ gehörenden Grundgefälle in einem über⸗ einkuͤnftlich feſtgeſetzten Ablöſungskapital von 3323 fl. 30 kr. 2) die dem Herrn Grafen Otto zu Solms⸗ Laubach, Erlaucht in der Gemarkun⸗ Gambach zustehenden und übereinkünft⸗ lich auf ein Ablöͤſungskapital von 1350 fl. 5s kr. feſtgeſetzten Zehntgefälle ſollen abgelößt werden. Es werden daher nach Maßgabe des Ge⸗ ſetzes vom 27. Juni 1836 alle bekannte und unbekannte Betheiligte aufgefordert, etwaige Rechtsanſprüche binnen 2 Monaten um ſoge⸗ wiſſer dahier anzuzeigen, als gegenfalls die Auszahlung der Ablöſungskapitalien an die bezeichneten Berechtigten geſtattet werden wird. Hungen den 13. Februar 1846. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. 125 Edictallardeuen g. (199) Sämmtliche dem Herrn Fürſten Fer⸗ dinand zu Solms Braunfels Durchlaucht in der Gemarkung Dorfgill zuſtehende, ablößbare Grundgefälle ſollen, mittelbſt eines vergleichs⸗ weiſe feſtgeſetzten Abkaufkapitals von 23000 fl., nach den Beſtimmungen des Geſetzes vom 27. Juni 1836 abgelößt werden. In Gemaͤßheit des urt. 23. dieſes Geſetzes und auf Anſtehen der Verwaltungsbehörden werden daher, alle bekannte und unbekünnte Betheiligte aufgefordert, ihre Anſprüche um“ beſtimmten Liquidationstermin anzumelden und näher zu begründen. 2 In demſelben Termin ſoll ein Maſſepfleger und ein Gläubiger⸗Ausſchuß erwählt, auch die Güte verſucht werden, weßhalb diejenigen, welche ſich durch Bevollmächtigte vertreten laſſen wollen, ihre Vollmachten auch darauf zu richten haben, widrigenfalls ſie dem von der Mehrzahl der Erſchienenen gefaßt wer⸗ denden Beſchluſſe als beigetreten werden be⸗ trachtet werden. Butzbach den 30. Januar 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ— f Mosler. Calmberg. 1 Edietal lad unn g. (203) Andreas Ritters J. Wittwe in Köd⸗ dingen hat Wa 1 ee 106 17/1 T N VI/7 166[IKlftr. Wieſe in der 4 d nn 1 Eiſeneck verkauft. Man fordert deßhalb alle Diejeni⸗ ger, da ſie ihr Eigenthum daran urkundlich lflicht nachweiſen kann, welche Eigenthums⸗ ſogewiſſer binnen 2 Monaten dahier anzuzeigen, n 0 5 Grundſtück glauben bilden zu können, zu deren Anzeige und Begründung binnen 4 Wochen, als gegenfalls die Auszahlung an den bezeich⸗ neten Berechtigten geſtattet werden wird. Hungen den 13. Februar 1846. 8 Gr. Heſſ. Fuͤrſti Solmſ⸗ Landgericht Hofmann. Lieferung von Reiſerbeſen. (227) Die Lieferung von 1500 Stück Rei⸗ ſerbeſen guter Qualität für die hieſige Anſtalt, wovon die Probe täglich bei dem Unterzeich⸗ neten eingeſehen werden kann, ſoll auf dem Soumiſſionswege an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Hierzu Luſttragende wollen ihre desfallſige Offerten längſtens bis Mitt⸗ woch den 25. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, auf dem Directorial-⸗Büreau dahier verſiegelt und mit der Aufſchrift„Beſenlieferung be⸗ treffend portofrei einreichen. Marienſchloß am 12. Februar 1846. . A. Der Verwalter Bauer. Oeffentliche Aufforderung. (1610 Das Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat gegen den Ortsbürger Johan⸗ nes Weil III. zu Rockenberg den förmlichen Concursproceß erkannt und mit deſſen Leitung das unterzeichnete Landgericht beauftragt. Es werden daher Alle, welche dingliche oder per⸗ ſönliche Anſprüche gegen denſelben reſp. gegen die Concursmaſſe geltend machen wollen, hier⸗ durch aufgefordert, ſolche bei Vermeidung des ſonſt eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe in dem auf Montag den 6. April d. J., Vormittags 9 Uhr, oder ſonſtige dingliche Anſprüche an dieſes a dato, um ſo gewiſſer hiermit auf, gegen⸗ falls der Kaufbrief beſtaͤtigt wird. Ulrichſte in den 12. Februar 1846. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Verſteigerung von Bauarbeit, (238) Donnerſtag den 8. März d. I,, des Vormittags um 9 Uhr, ſollen auf dem Ge⸗ meindehaufſe zu Utphe die zur Herſtellung einer neuen Schleuße am Kübweidgraben da⸗ ſelbſt erforderlichen Arbeiten, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Wenigſtnehmenden öffent⸗ lich verſteigert werden. Der Voranſchlag betraͤgt: a) Maurerarbeit, 192 fl. 35 kr. b) Zimmerarbeit, 27 fl. 16 kr. üutphe den 12. Februar 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter BHS ch e re Oeffentliche Aufforderung. (28) Nachbenannte Perſonen: 1) Gr. Hauptmann Schäfer zu Friedberg, 2 Deſſen Bruder Friedrich Ludwig daſelbſt, 3) Gr. Actuar Kießling zu Hungen, 4) Rentamtmann Kießling daſelbſt, 5) Georg Ernſt Friedrich Schäfer zu Kempten, 60 Die Kinder des Zollbereiters Brünings zu Nieder wöllſtadt, 57) Philipp Tropps Frau zu Dorfelden, 8) Die Ehefrau des Gr. Pfarrers Röß ing zu Niedermoos, hüt U um 1 ſtehen eiſter elbſt 9) Die Cbefrau des Buchdruckers Friedrich Reith zu Malnz, 10) Friedrich Schäfer zu Wiesbaden, 11) Die Erben des Karl Schäfer daſelbſt haben mebrere in der Rendeler Gemarkung gelegene Immobilien, welche auf den Namen der Pfarrer Schäfers Erben im Flurbuch ſtehen, verkauft, können aber weder nachzeigen, daß ihre Vorfahren Eigenthümer des verkauf⸗ ten Geländes geweſen, noch, daß ſie die allei— nigen Erben des Pfarrers Schäfer ſind. Auf Antrag werden daher Alle, welche Anſprüche auf jene Immobilien bilden, aufgefordert, ihre Rechte ſogewiß binnen vier Wochen da⸗ bier geltend zu machen, widrigenfalls der Kauf⸗ vertrag gerichtlich beſtätigt werden wird. Der Flurbuchsextract über jene Immobilien liegt bei unterzeichneter Stelle zur Einſicht offen. Groskarben den 11. Februar 1846. „Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Emmerich. A uf forderung. (249) Anſprüche an den unbedeutenden Nachlaß der Georg Gröningers Eheleute da— hier, welcher von Seiten des Curators der minderjährigen Erben ausgeſchlagen worden iſt, ſind Freitag den 13. März, Vormittags 9 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen. Ausbleibende Gläubiger werden den Erſchei— nenden beitretend angeſehen und nach Beſtim— mung der Letzteren über die Maſſe verfügt. Friedberg den 16. Februar 1846. 5 Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Löw. Edietaflla dung. (250) Cigentbums- oder ſonſtige dingliche Anſpruche an die von Heinrich Möſer dahier ſeinen Gläubigern abgetretenen in den Ge⸗ markungen von Ulrichſtein und Feldkrücken gelegenen Grundstücke, worüber Grundbuchs⸗ Auszuͤge in der Landgerichts-Regiſtratur zu Jedermanns Einſicht oſſen liegen, ſind binnen vier Wochen dahier zu begründen, widrigenfalls die Kaufbriefe über die bereits veräußerten Grundſtücke beſtätigt und bezüglich der ubrigen den vorerwähnten Gläubigern eine Eigen⸗ thums⸗Urkunde zugefertigt werden wird. Ulrichſtein den 18. Februar 1846. Großh. Heſſ. Landger icht daf. Zimmermann. Frucht⸗Verſteigerung. (251) Montag den 2. März. Nachmittags um 2 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe von dem Fruchtvorrathe des vereinigten Armen— fonds 50 bis 60 Malter Korn und 20 Mal⸗ ter Gerſte zweimalterweiſe öffentlich meiſtbie— tend verſteigert. Friedberg den 20. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (262) Donnerſtag den 26. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Unterhaltungsarbeit des Schäfereipferches, be⸗ ſtehend in Schreinerarbeit, verüberſchlagt zu 10 fl. 58 kr. öffentlich wenigſtnehmend ver⸗ ſteigert. Der Ueber ſchlag liegt bei dem Unterzeichneten zur Cinſicht offen. Friedberg den 20. Februar 1846. Der Grßh. Pp rgermeiſter n Ber feigerung. (253) Donnerſtag den 26. l. M., Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, wird an Ort und Stelle das Aus hauen der Wurzeln und Geſtraͤuche n 63 von den entfernten Garten-Zäundn, ſowie das Planlren an verſchiedenen Stellen in ſchicklichen Abtheilungen öffentlich wenigſtneh— mend verſteigert. Der Anfang wird am Ende der Langgaſſe zunächſt der Hokenmühle ge— macht. Friedberg den 20. Februar 1846. ö Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Bender. Holz Verſteigerung (2571 Donnerſtag den 26. I. M., des Mor- gens um 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeinde⸗ wald: 39 eichene Bauſtämme, 48 Stecken buchen Scheitholz, 2377 Ku⸗ bikfuß haltend, 58„„ Prugetholz, 14%„ eichen„ 30„ buchen Stockholz, 74„leichen 1 1375 buchene Wellen, 325 eichene„ meiſtbietend verſteigt werden. Die Zuſammen⸗ künft iſt bei der Waldhütte. Wölfersheim den 20. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Allwohn. Gaſthaus Verpachtung. (255) Mittwoch den 25. März, des Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll das hieſige Stadtwirths haus auf drei Jahre und zwar von Johanni 1846 bis dahin 1849 an den Meiſtbtetenden verpachtet werden. Daſſelbe beſteht in einem zweiſtöckigen Wohnhaus, worin ein Tanzſaal, eine Gaſtſtube, Wirthsſtube, Wohnſtube, zwei Ställe, Heuboden, Holzſchoppen, ſowie in einem Keller zur Aufbewahrung der Getränke c., auch ſind Wieſen zu zwei Wagen Heu bei demſelben. Cs ſteht an der Hauptſtraße neben dem Gr. Landgericht. Unbekannte Steigerer haben eine Caution von 200 fl. in baarem Gelde, oder 400 fl. in Immobilien zu ſtellen, ohne ſolches können ſie als Steigerer nicht zugelaſſen werden. Ulrichſtein am 18. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Rühl. Holz-⸗Verſteigerung in dem Gemeindewald Fauerbach I., Reviers Hochweiſel. (256) Montag den 2. März d. F., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald, Diſtrikt Fülzhart, nachbenannte Holzſortimente nach den vor der Verſteigerung bekannt ge— macht werdenden Bedingungen dem Meiſtge— bote ausgeſetzt werden, als: 1 1 Stecken buchen Scheitholz, 2 1„ Prügelholz, 3) 104„„ Stockholz J. Klaſſe, 2) 3100 buchene Aſtreiſer, 5) 265 Weichholzwellen, 6) 11 buchene Werkſolzſtämme, 199 Kubik⸗ fuß haltend, beſonders für Metzger zu Hackklötzer geeignet. Fauerbach I. den 21. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Werner. Verſteigerung. (257) Donnerſtag den 26. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe das Pflanzen der Weidenſetzlinge an den ſtadtiſchen Weidenanlagen öffentlich wenigſtnehmend ver⸗— ſteigert. Friedberg den 20. Februar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. MN NMNUννιν Privat ⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachnng. (285) Kranbeitsbalber ſind die Adam Kehrt Cheleute geſonnen, Dienſtag den 3. März l. J., Morgens um 10 uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe ihre Hofraithe, beſtehend' in Wohnhaus (Gaſthaus zum goldenen Anker) Brauhaus, Brennhaus mit einer Pumpe mit hinreichen⸗ dem Waſſer, 2 Scheuern, Stallung für un— gefähr 80 Pferde mit Heuboden, Schweinſtall, Chalſenremiſe, großem Hofraum und großem Hausgarten, ſowie ungefähr 80 Morgen Aecker, Gärten und Wieſen auf 9 Jahre durch Gr. Bürgermeiſter öffentlich meiſtbietend verpach⸗ ten zu laſſen. Sollten ſich Pachtliebhaber zur Uebernahme des Ganzen finden, ſo iſt der Eigenthümer geneigt, daſſelbe bis zum Verſteigerungstag aus der Hand zu vergeben. Die deßfallſigen Bedingungen können bei mitunterzeichnetem Gerbermeiſter Fr. Müller angeſehen werden. Sodann ſollen Donnerſtag den 5. März d. J., Vormittags um 10 Uhr, in der Woh⸗ uung der Kehr'ſchen Eheleute nachſtehend ver. zeichnete Mobilien einer freiwilligen Verſtei⸗ gerung gegen gleich baare Zahlung ausgeſetzt werden: 2 Wallachpferde, dreijaͤhrig, 1 desgl., Sjaͤhrig, 5 Kühe, wovon 3 trächtig und 2 friſchmil⸗ chend ſind, 1 einjäbriges Rind, 3 trächtige Rinder, 3 fette Schweine, 10 Zuchtſchweine, 2 Mutterſchweine, wovon eins trächtig iſt, 1 Trupp Hübner, Waͤlſchhuͤhner, Enten u. 1 Flug Tauben, 7 Stückfäſſer, 3—4 Zulaſtfäſſer, 1 Obſtkelter mit Stein und Trog, 1 Stück ſehr guten Aepfelwein, circa 100 Mltr. Kartoffeln, 20 Fuder ver— ſchiedenes Strob, eine große Quantität Heu und Grummet— 1 vollſtändiger Wagen, vierſpännig, 1 desgl., zweiſpännig, mehrere Pflüge, Eggen und ſonſtige Oeco— nomie und Hausgeräthſchaften. Friedberg den 18. Februar 1846. J. A.: F. Müller. A. Vogk. Dampf⸗ u. Paquet⸗Schifffahrt von Mainz über Rotterdam nach den vereinigten Staaten von Nordamerika. (219) Bey Unterzeichnetem können Ueber— fabrtsverträge nach Amerika zu den billigſten Preiſen geſchloſſen werden. Die Fahrt ge— ſchieht auf holländiſchen Dampfſchiffen ohne Ausladung von Maiuz bis Rotterdam, wo die Paſſaglere ſogleich das Seeſchiff reſp. ameri— kaniſche Dreimaſter beſteigen und ohne Aufent— halt abfahren. Eine beſondere königlich niederlandiſche Ver⸗ ordnung garantirt den Auswanderer die ſichere Erfüllung der ſämmtlich im Vertrage enthal⸗ tenen Verbindlichkeiten. Gießen im Februar 1846. J. P. Appel, Agent. Ein junger Burſche, (258) welcher die Wagner⸗Profeſſion und das Pumpenmachen erlernen will, kann ſo— gleich in die Lehre treten. Auch kann ein Wagnergeſell daſelbſt in Arbeit treten. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. „% 64 Nachricht fur Neiſende nach Nordamerika. (170 Special- Agentur der Poſtſchiffe zwiſchen Havre und New-Pork. Verzeichniß der regelmäßigen Havre⸗New⸗YJorker Poſtſchiffe, welche fuͤr die Monate Marz und April l. J. abfahren. in Verbindung mit den rheiniſchen und Namen Abfahrt holländiſchen Dampfſchiffen 2 E von von von der Capitaine. S von Mainz e Poſtſchiffe, Havre. Rotterdam. Bi b Ser 5 ingen. Gernsheim. Louis⸗Philippe. Caſtoff. 794 8. März 4. März 1. März 28. Februar St⸗Nicolas B. 5 16. 12. 8.„ Duch. d' Orleans Richardſon.. 79824.„ 20.„ 16.„ 15. Burgund.. Wotton. 763 1. April 27.„ 23. 60 22 Jw a; Lines 6875 8 4. April 30.„ 29. Oneidgaa J. Funck 79116. 12. 9. April 8. April Emerald. Howe 518 24.„ 20.„ 17 Zurich... Thompſon.. 875 1. Mai 2 24. 23.„ . Obige für die Monate März und April bezeichneten Poſt⸗ oder Paketſchiffe gehören der einzig und alleinig beſtehenden, von ſämmtlichen deutſchen Konſuln und ſtädtiſchen Behörden in Havre als ſolche anerkannten Poſtſchiffslinie an, und fahren das ganze Jahr hindurch regelmäßig zwiſchen Havre und New⸗Jork den 1., 8., 16. und 24. eines jeden Monats hin und zurück. Für New⸗Orleans fahren die gekupferten Dreimaſterſchiffe, I. Kl., alle 10 Tage während der Monate März und April ab. Mainz den 4. Februar 1846, 5 Washington Finlay, Haupt⸗ und Special⸗Agent der regelmäßigen Poſtſchiffs⸗Verbindung . zwiſchen Havre und New⸗York. NB. Es iſt durchaus nothwendig, daß die Paſſagiere wenigſtens einen Tag vor den im Fahrplane feſtgeſetzten Abfahrttagen ſich in Mannheim, Mainz, Bingen ꝛc. einfinden. Näheres ertheilen meine Agenten die Herren Werner Ramſpeck jun. in Alsfeld, S. Blumenthal in Beerfelden,(Odenwald) J. Rauth Jun. in Höchſt(Odenwald) J. G. Appel in Gießen, C. W. Reh in Darmſtadt. Einladung. ein Wagenlakir⸗Geſchäft errichtet babe (240) Nächſten Markt den 25, d. M. iſt und empfehle mich hiermit zu geneigten Auf— gut beſetzte Tanzmusik bei mir anzutreffen, trägen. l wozu ich hoͤflichſt einlade. G. Gerlach. Bad Homburg im Februar 1846. 5 A. Weckerling, Anzeige. Maler und Lakirer. 2 (2013) unterzeichneter macht hiermit die Zur Beachtung. Anzeige, daß er dahier eine Fabrik zur Be-.(211) Ich bringe meine friſch angekomme⸗ reitung von nen Sorten Saamen, ächter Qualität, in ge⸗ künſtlichem Dünger fällige Erinnerung und ſehe durch die Zufrie, errichtet hat, allwo vom 1. Februar an denheit meiner geebrten Abnehmer einem ge— Dünger für trockene und feuchte Wieſen, neigten Zuſpruch entgegen.. „„ leichtes und ſchweres Ackerland, M. Botſch, Wittwe, „„ Weinberge, wohnhaft auf dem Haag. „„ Tabak, Eine gute Kuh, 7„ Hopfen 5 5 1 ſtets vorräthig zu haben iſt,(239) noch jung, iſt wegen Veränderung , an u er 1 in dem Hausweſen des Eigenthümers zu ver— den Preis und auf Verlangen die Anwendun g 0 des Düngers mittheilen wird. caufen, und bei Michael Jung dahier zu Offenbach im Januar 1846. erfragen. J. F. Marchand. Geſchaͤfts- Empfehlung. (239) Sch mache hiermit die ergebene An⸗ zeige, daß ich neben der Decorationsmalerei 571 fl. 49% kr. (260) liegen in der Kirchenkaſſe in Aſſen⸗ heim zum Ausleihen bereit. Wer ſie zu leihen wünſcht, hat ſich bei dem daſigen Kir— chenvorſtand zu melden.. Wirthſchafts⸗Verpachtung auf der Friedrichshütte bei Solms⸗ Laubach. (261) Dieſelbe ſoll nebſt Brau-, Brenn⸗ und Zapfgerechtigkeit, im April d. J. zu be⸗ ziehen, verpachtet werden. Seine Heimaths⸗ rechte muß jeder pächter behalten und fl. 200 Caution ſtellen.— Nähere Auskunft hierüber ertheilt man auf der Friedrichsbütte. Bekanntmachung. (262) Donnerſtag den 26. Februar d. J., Mittags um 1 Uhr, ſowie die darauffolgenden Tage werden auf dem Pachthofe des verleb⸗ ten Georg Stamm zu Nauheim, nachgenannte Gegenſtaͤnde: 19118 8 1) eine vollſtändige Brennerei mit Zugehoͤr, 2) zwei Wagen, ein Karrn, eine Walze, ein Schaafpferch mit Hütte, mehrere Zulaſt⸗ und Ohmfäſſer, ein Pfuhlfaß, 8 Ohm haltend, eine Pfublpumpe, zwei kupferne Zieher, eine große Waage, eine Wagen⸗ winde, ein Kochberd, Waſchkeſſel, ſodann 3) Bettwerk, Leinen und ſonſtige Hausge⸗ „ räthſchaften, öffentlich verſteigert und Kaufliebhaber dazu eingeladen. Nauheim den 21. Februar 1846. „Die Curatoren: Chriſtoph Gebringer. Peter Aletter. Louiſe Wittich aus Gießen (268) empfieblt zu bevorſtehendem Jahr- markt eine ſchöne Auswahl in Putz u. Mode⸗ waaren und verſpricht bei den billigſten Prei⸗ ſen ſchöne und geſchmackvolle Arbeit. Ihr Logis iſt bei Herrn Su pp„zum Maulbeer⸗ baum,“ eine Stiege hoch, auf der breiten Straße. Eine Scheuer (261) von gutem Eichenholz, in gutem Zu⸗ ſtande, 40 Fut lang, 25 Fuß weit, hat zu verkaufen den 9. März 1846 2 f Friedrich Weber in Bönſtadt. Ein braver junger Menſch (265) kann als Privatſchreiber und Vor⸗ leſer alsbald eine günſtige Anſtellung finden. Das Nähere auf portofreie Briefe bei der Expedition d. Bl. Einige hundert junge Aep felbaͤumchen (2660) ſind zu verkaufen bei Fauerbach II. H. Sang. Ein ſehr gutes u. ſchönes Forte-Piano (267) mit 6 Octaven, mit einem großen Reſonanz und mit einer Lirra unten, fur deſſen Güte garantirt wird, ſowie ein gutes und ſchönes Dreh-Piano mit 6 Stückchen, ſind ſehr billig zu verkaufen. Auch können alte vertauſcht werden. Inſtrumentenmacher Andreas Marguth, wohnhaft an der Caſerne in Butzbach. Garten- Verpachtung. Den Beſoldungsgarten meines Vaters habe ich übernommen und gebe davon kleine Ab⸗ theilungen von ½ Morgen und mehr in Pacht. C. Bindernagel jun. Eine Druckerlehrlingsſtelle iſt in meiner Offizin frei und kann ein ſoli⸗ der junger Menſch dieſelbe unter günſtigen Bedingungen erhalten. C. Bindernagel. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 21 an ſt Betreff 5 Sie in zeigen.