n. nachbar. echweibe 2 G3. andern N. deu „den 9 unter bierdoy Unſcrer 4e Mit. cheſter N dapong, Sliße anzen⸗ decdun. Ausſup. unſere nen zu b Itau⸗ mochte geln ver⸗ innezm⸗ * ſonnen, Mannte J. ge⸗ zwei. lungen f airca Guth, Qua; ormit⸗ jer auf errach⸗ bot ge⸗ zungen nnen erde. f J., Intelligenz-Olatt ſür die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, a die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. V 383. Sonnabend, den 24. Oktober 1846. Amtlicher Theil. Bekanntmachung. Betreffend: Das Mathildenſtift. Nach Beſchluß der Generalverſammlung ſollen von den Zinſenüberſchüſſen des Mathildenſtifts im laufenden Jahre gemäß F. 2. der Geſetze des Stifts 800 fl. zur Vertheilung kommen, nähmlich: 19 500 fl. zur Unterſtützung für hochbetagte, mindeſtens 80 Jahre alte, ſittlich würdige Arme und 2) 300 fl. zur Belohnung braver treuer Dienſtboten, welche ununterbrochen wenigſtens 15 Jahre bei einer Herrſchaft gedient haben, mit Ausnahme jedoch der— jenigen, welche bei der letzten Vertheilung berückſich— tigt worden ſind. Diejenigen, welche ſich um die eine oder andere dieſer Unterſtützungen bewerben wollen, haben über die betreffen den thatſächlichen Verhältniſſe Zeugniſſe der Herrn Bürger— meiſter und insbeſondere über ihr Alter und ihre ſittliche Würdigkeit Beſcheinigungen der Herrn Geiſtlichen ihrer Gemeinde bis zum 20. Nov. d. J. anher beizubringen. Spätere Anmeldungen können nicht mehr berückſichtigt werden. Friedberg den 15. Oktober 1846. Der Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg als Präſident des Mathildenſtifts Ki ch Leer. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Ein dem Heinrich Damm, Müller zu Merlau, entkom⸗ menes Pferd. Dem Heinrich Damm, Müller zu Merlau, iſt in der Nacht von geſtern auf heute aus ſeinem Stalle ein Pferd entkommen, und zwar wahrſcheinlich durch Entwendung. Dieſes Pferd von dunkelbrauner Farbe, zwiſchen 15—16 Fauſt hoch, hatte am linken Hinterfuße oberhalb des Hufes einen 2—3 Zoll großen weißen Flecken, und auf dem rech— ten Auge einen Stopfen. Sie werden, wenn Sie Spuren in Betreff dieſes Pferdes ermitteln, alsbald Anzeige machen. Grünberg am 19. Oktober 1846. Ser Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 32 von 1846. I. Bekanntmachung, die Ergebniſſe der Rechnung der Ein⸗ ſtandskaſſe auf die Periode vom 1. April 1845 bis zum 1. April 1846 betr. Hiernach betrugen in der gedachten Periode J. die Einnahmen: 1) Rezeß aus voriger Rechnung 11,884 fl. 53¼ kr. 2) Vertretungs⸗ ſumme für Militärpflichtige u. Soldaten 113,050 fl. 3) Verfallene Ein⸗ ſtandsſummen und Prämien 1209 fl. 18 kr. 4) Vermögensbeträge von ſolchen, welche in Folge erlittener Strafen zum Militärdienſte unfähig ſind, 317 fl. 41 kr. 5) Zinſen 26,634 fl. 59 kr. Zuſammen 153,096 fl. 51½ kr.— II. Die Ausgaben beſtanden 1) in den an die Einſteher von 1837 bis 1845 geleiſteten Zahlungen, 141,590 fl. 1 kr. 2) in den bei der Staatsſchuldentilgungskaſſe angelegten 10,000 fl. und 3) in den Verwaltungskoſten, 1251 fl. 21 kr.— Zuſammen 152,841 fl. 22 kr.— III. Es blieb alſo ein Kaſſevorrath von 255 fl 29½ kr. IV. Das Vermögen der Einſtandskaſſe(beſtehend in den Einſtandsſummen und ſtehen gebliebenen Prämien der noch dienenden Einſteher) beträgt 630,255 fl. 29½ kr.— Für 1846 ſind 486 Einſteher geſtellt worden. Die Prämie betrug für einen Excapitulant-Einſteher mit Patent 45 fl. 20 kr., für einen ſolchen ohne Patent 22 fl. 40 kr. Die Zahl der erſteren war 124, der letzteren 294, zuſammen 418, und es konnten daher nur 68 unge— diente Einſteher verwendet werden.— II. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection, vom 28. Auguſt, daß in Homberg a. d. O. verſuchsweiſe eine Poſtexpedition vom 1. Sept. an errichtet worden.— III. Desgl., vom 9. Sept., daß in Michelſtadt im Odenwalde eine Poſtexpedition errichtet worden, vom 15. Sept. an.— IV. Desgl., vom 24 Sept., daß in Hir ſchhorn proviſoriſch eine Poſthalterei errichtet worden, mit der Beſtimmung der Extra— poſt⸗Diſtanzen zwiſchen Hirſchhorn und Heidelberg auf 1½ Stationen, Eberbach /, Weinheim(pr. Langenthal) 2¼, Fürth(pr. Langenthal) 2%, Fürth(pr. Beerfelden) 2, Erbach 1/86.— V. Desgl., vom 26. Sept., daß mit dem erſten Oet. zwiſchen Wetzlar und Gießen eine tägliche Localpoſt-Verbindung zur Beförderung von Briefen, Päckereien und Perſonen in Wirkſamkeit tritt. Abgang in Gießen Abends 6 Uhr, aus Wetzlar Morgens 7 Uhr. Per- ſonentaxe im Inneren des Wagens und in Beichaiſen 18 kr., Außenplätze 14 kr. per Meile.—(Schluß folgt.) Offener Brief an einen Volksfreund vom Hüttenberg. (Schluß.) Schließlich muß ich Ihnen bemerken, daß Ihre Vorſchläge wegen Errichtung von Leſevereinen für uns nicht etwas Neues ſind. Schon vor Jahren haben einzelne von uns für dieſelben gewirkt, und wir hörten auch von Manchem das Bekenntniß, daß er jetzt lieber zu Hauſe bleibe und weniger das Wirthshaus beſuche. Deſſen ungeachtet haben wir dadurch noch keinen Säufer bekehrt, dergleichen Leute ſind ſchwer zum Leſen zu bewegen. Helfen Sie nur nützliche Volksſchriften 336* zu verbreiten; und wenn vielleicht durch Ihre Bemühung oder durch Andere auch in unſerm Lande ein Verein, wie der Zwickauer u. ſ. w. zu Stande kommen ſollte, oder wenn ſich die einzelnen Leſegeſellſchaften zu gemeinſamem Wirken ſollten verbinden, ſo werden Sie auch uns nicht unter den Theilnehmern vermiſſen. Etwas kann ich Ihnen nun zuletzt nicht verhehlen, ich wünſchte, Sie hätten Ihre Bemerkungen über die Oxen, d. h. die Orthodoxen und Heterodoxen aus dem Spiele gelaſſen. Solche religiöſe Diſſidien gehören nicht, nach meiner Ueber⸗ zeugung in ein Blatt für Leſer aus allerlei Volk, beſonders wenn die Sache ins Lächerliche gezogen wird. Auf unſe— ren Streitpunkt hatte jener Zwieſpalt keinen Bezug. Das iſt gerade eine empfehlenswerthe Seite der Vereine gegen den Branntweingenuß, daß Männer von allerlei Glaubens⸗ richtungen“), Katholiken und Proteſtanten liebevoll die Hand ſich bieten, um eine Leidensquelle zu verſtopfen, welche ohne Unterſchied der Religion, ſich über das deutſche Vater⸗ land verbreitet. Ich hoffe übrigens zu Ihrer Ehre, daß das Wort: Oxen nicht ſo böſe gemeint war, ſonſt würde ſich beſonders Claus Harms beſchweren, den Sie als Ge⸗ währsmann angeführt haben. Ich bin nicht ſeiner Mei⸗ nung, doch achte und ehre ich ihn, wie Jeden, wel⸗ cher der Stimme ſeines Gewiſſens folgt. Wer den harmſiſchen Glauben hat, und von der Wirkſamkeit der Kirche ſoviel erwartet, wie er, der hat Recht, beſondere Vereine zur Unterdrückung eines verderblichen Uebels zu verwerfen. Aber, haben Sie dieſen Glauben? Iſt der Ihrige ſo ſtark, wie bei dem vielfach geprieſenen, aber auch vielfach angefochtenen Prediger zu Kiel? Doch ich bin kein Glaubensrichter. Ein Jeder mag ſeines Glaubens leben, wenn nur der Glaube in der Liebe thätig iſt. Da⸗ rum meinen Gruß in Liebe. Der Ihrige. Ein Mitglied des Wetterfelder f Vereins gegen das Branntweinübel. Nachdem ich Obiges niedergeſchrieben und an die Redaction abgeſendet hatte, drängten ſich mir bei aber⸗ maliger Durchleſung Ihres Schreibens noch einige Be— merkungen auf, welche ich als Nachſchrift beizufügen mir er⸗ laube. ö 1) Sie ſuchen unſeren Verein zu bekämpfen und berufen ſich auf die Privilegien, welche man den Brenn— aparaten von Schwarz u. ſ. w. ertheilt. Wie wenig ent⸗ ſcheiden aber Privilegien über den Werth einer Sache? Oder haben Sie nicht, allenfalls in den Mystères de Paris geleſen, daß in größeren Städten Geſchäfte, welche der Anſtand zu nennen verbietet, privilegirt werden? 2) Sie geben uns den Rath, den Reichthum des Volkes zu mehren, daß ein Jeder Burgunder und dergl. trinken könne. Das wäre ein probates Mittel gegen das Branntweinübel. Nun, ſo ſagen Sie uns auch, wie wir es bewerkſtelligen können. So lange Sie uns aber kein poſitives Mittel, den Wohlſtand zu heben, bezeichnen, ver— dammen Sie unſer negatives nicht, d. h. ſo lange wir die Einnahmen des Volkes nicht vermehren konnen, glauben wir recht zu handeln, wennwir ſeine unnöthigen ) Auch Orthodoxen mein Freund! Ausgaben zu vermindern ſuchen, um der Armennoth entgegen zu wirken. Oder iſt das nicht das Verfahren jedes klugen Haushalters, welcher mit ſeiner bisherigen Lebensweiſe nicht auskommen konnte? 4 3) Sie behaupten, durch Aufhebung der Mäßigkeits⸗ vereine würde der Branntweinverbrauch nicht vermehrt werden. Haben Sie ſich gar nicht mit der Sache vertraut gemacht, da Sie ein Wörtchen mitreden wollten? Wiſſen Sie nicht, daß in Hannover, Schleſien u. ſ. w. ſeit dem Wirken der Vereine die Branntwein— ſteuer um mehrere Hunderttauſend Thaler jähr⸗ lich geſunken iſt? Wiſſen Sie nicht, daß in Schweden Nordamerika u. ſ. w. viele Brennereien und Wirthſchaften eingegangen ſind? Sollte nicht eine Vermehrung des Ge⸗ brauches zu fürchten ſein, wenn die Urſache der Vermin⸗ derung wegfällt? 4 Sie reden Einiges über die Stutzer à la mode. Befürchten Sie nicht, daß ſich dieſe auf unſere Seite ſchlagen. Solche Leute haben nicht Manneskraft und Bruderliebe, wegen Anderer dem Liqueur, Punſch u. ſ. w. zu entſagen. e 5) Sie berufen ſich zweimal auf Autoritäten. Geben Sie ſoviel darauf? Ich könnte Ihnen Ausſprüche von Staatsbeamten, Theologen, Mediziner, Pädagogen u. A. in großer Menge anführen, welche unſere Beſtrebungen bil—⸗ ligen. Noch neulich habe ich das Urtheil Dieſterwegs in ſeinem Wegweiſer für Lehrer geleſen. Er empfiehlt dieſen die Sache. Wollten Sie auch ſolche Ehrenmänner, welche wahrlich für des Volkes Wohl mehr thun, als daß ſie im ſchwarzen Fracke langweilige Mäßigkeitsreden halten oder hören, beſpötteln? Um ſolcher Leute willen bitte ich Sie, treten Sie mit würdigeren Waffen auf den Kampfplytz. Spott über das Schlechte; wer es wohlmeinet, verdient Achtung, wenn er gleich irret. Der Obige. Verſchiedenes. Sicheres Mittel gegen Hühneraugen. Man binde acht Tage nach einander beim Schlafengehen Perl— aſche, von der Größe einer Erbſe, über das Hühnerauge. Die Kur ſoll radical ſein. * ** Wer abgeſchnittene Blumen in ihrer vollen Schönheit ſehen will, miſche ein wenig Kampfer mit dem Waſſer, in welchem die Blumen ſtehen. g* ** Obſtbäume fruchtbar zu machen. Die Aeſte un⸗ fruchtbarer Bäume werden ſo tief zur Erde herabgezogen, daß ſie einen nach unten offenenen Bogen bilden. Durch das hierdurch entſtandene Stocken der Säfte geben ſich die Zweige gern der Bildung von Tragknoſpen hin. Zu Ver⸗ ſailles, einer Stadt in Frankreich, werden ſchon ſeit lange die Obſtbäume nicht mehr beſchnitten, ſondern die Aeſte auf bezeichnete Art gebogen. Die Richtigkeit dieſer Entdeckung ergiebt ſich ſchon aus dem Umſtande, daß Obſtbäume, welche von Natur aus gebogene Zweige haben, viel fruchtbarer ſind, als andere. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. A νιιονιννν Bekanntmachung. (1477 Montag den 26. Oktober, Mor⸗ gens um 8 ½ Uht, wird in hieſigem Rathhauſe in Auftrag der Philipp Schmidt'ſchen Che⸗ leute, deren Hofraſthe, beſtehend in Wohnhaus, Stall und Hofraum, in der Wilheminenſtraße, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 12. Oktober 18465. Der Natz Heſſ. Bürgermeiſter e n Bekanntmachung. (1508) Montag den 26. Oktober l. J., Vor⸗ mittags um 10 Ubr, ſoll in der Wohnung des Gaſtwirths Hieronimus vor dem ehemaligen Mainzerthor dahier die Lieferung der zur Brücke in Rödelheim erforderlichen 24,5 Fuß langen⸗ 5 Zoll dicken, eichenen Bohlen, zuſammen 2500[I Fuß, öffentlich an die Wenigſtnehmen⸗ den verſteigert werden. der. Der Voranſchlag der im Ganzen 1101 fl. betragt, liegt zur Einſicht auf dem Bureau des Unterzeichneten offen. Friedberg den 18. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Keyde ed 0 — Aufforderung. 70 ueber Valentin Beckenbaupt's zu 8 Vermögen iſt förmlicher Concurs erkannt. Ausſchluß von der Maſſe, ohne daß ein Decret deßbalb veröffentlicht wird, wird verfügt, bezüglich aller Forderungen und ſon⸗ ſtigen Anſprüche an dieſelbe, welche nicht im Termin Donnerſtag den 19. November l. J., Vormittags 9 Uhr, 5 dahier zur Anzeige gebracht und begründet werden. Grünberg am 28. September 1846. Großh. Heſſ. zum Landgerichte daſelbſt geb. Patr. Gericht der Frhrn. Riedeſel zu Ciſenbach. Welcker. Verſteigerung. (1479) Montag den 26. Oktober, Morgens um 9 Uhr anfangend, werden in hieſigem Ratbhauſe, in Auftrag der Fräulein Helene Wüſtenfeld, deren eigenthümlich gehörende Grundſtücke, in den Gemarkungen Friedberg und Fauer bach II. liegend, unter ſehr vor⸗ theilbaften Bedingungen einer freiwilligen, meiſtbietenden Verſteigerung ausgeſetzt. Die Flurſchützen beider Gemarkungen, welche im Beſitz von Verzeichniſſen der zu verſtei⸗ gernden Parzellen ſind, baben die Auflage erhalten, dieſelben den betrff. Liebhabern zu zeigen. Friedberg am 10. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter ande. (Butzbach.) Verkauf getragener Mon- tirung und Reitzeugs. (1480) Montag den 26. und Dienſtag den 27. dieſes Monats, des Vormittags von 912 ͤund des Nachmittags von 1—5 Uhr, wird in der bieſigen Reitercaſerne eine große Quantität getragener Montirung, als: Män. tel. Collets, Spencer, Reithoſen mit und ohne Leder ꝛc., ſodann Reitzeug und Caſerne-Requi- ſiten mit einer großen Anzabl Teppichen, meiſt— bietend gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Man bringt dies hiermit zur öffentlichen Kennt⸗ niß und erſucht zugleich die Herren Bürger— meiſter dieſen Verkauf in den unterhabenden Gemeinden bekannt machen zu laſſen. Butzbach den 11. Oktober 1846. In höherem Auftrage: Cellarius, Oberquartiermeiſter. Edictalladung. (14860 Georg Jacob Pinkel und ſeine Ehe⸗ frau- Anna Juſtine, geb. Hardert, von Ober⸗ ſtedten, ſind mit Hinterlaſſung eines dahier hinterlegten letzten Willens verſtorben. Termin zu deſſen Eröffnung und publication iſt auf Dienſtag den 3. November d. J., Vormittags 10 Uhr, anberaumt und da die Verwandten der ver— ſtorbenen genannten Eheleute nicht genügend bekannt ſind, ſo werden dieſelben hiermit auf— gefordert, im anberaumten Termine zu er— ſcheinen, ſo gewiſſer, als die Eröffnung des letzten Willens auch, wenn Niemand erſcheinen ſollte, erfolgen wird. Homburg den 22. September 1846. f Landgräflich Heſſ. Juſtiz-Amt. Dr. v. Haupt. Obligations-Verlooſung. (1519) Bei der diesjährigen ſtattgebabten Verlooſung der für dieſes Jahr zum Abtrage und Rückzahlung beſtimmten Gemeinde⸗Obli⸗ gationen wurden die Nr. 4, 7, 9 und 10 3 200 fl. gezogen, was mit dem Anfügen hier— durch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß das Capital am 1. Januar 1847 in Em⸗ % 337. pfang genommen werden kann, da von da keine weiteren Zinſen vergütet werden. Büdesheim den 1. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Heep. Mobilien-Verſteigerung. (1520) Die in der Bebauſung des Herrn G. Schäfer daher, der Poſt gegenüber, ſeit— ber von Zacharias Garde geführte Gaſt— wirtbſchafk, beabſichtigt derſelbe in der Kürze aufzugeben und eine Verſteigerung von über— fluͤſſig werdenden Mobilien zu veranſtalten. Aus dieſem Grunde wird in obenerwähn— ter Behauſung Dienſtag den 3. November 1846, Morgens 9 uhr, eine Verſteigerung von verſchiedenen Mobilien als namentlich: ſechs gute und vollſtändige Betten mit Bettſtellen, Weißzeug, Haus- und Küchengeräthſchaften, Faͤſſer und mebrere Ohm reingehaltenen Wein u. ſ. w. ſtattfinden, was ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe. Friedberg den 22. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verpachtung. (1521) In Auftrag der Heinrich Benders Wittwe und deren Kinder werden Donnerſtag den 29. l. M., Morgens um 9 Uhr, in hie⸗ ſigem Rathbauſe die denſelben gehörenden, in der Burg⸗Gemarkung liegenden Grundſtücke auf ſechs Jay re öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 22. Oktober 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Das Abſtellen des Bettelns in Harrbach. (1522) Der bhieſige Ortsvorſtand hat be— ſchloſſen, alle bieſigen Armen ſo zu unter⸗ ſtützen, daß ſie nicht nöthig haben, ſich ihren Lebensunterhalt zu erbetteln. Da nun von einer jeden Gemeinde eine gleiche Anordnung getroffen und ſo gegen das Betteln gewirkt werden kann, ſo werden hierſelbſt keine Bett— ler geduldet, ſondern dieſelben verhaftet und dem Gr. Kreisrath zur weiteren Verfügung geſendet. Vorſtehendes wollen diejenigen Gr. Bürger⸗ meiſter der Umgegend gefälligſt in ihren Ge⸗ meinden veröffentlichen laſſen, welche ſolches für zweckmäßig erachten. Harrbach den 18. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Münch. Eichel-Verſteigerung. (1323) Künftigen Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Ratb— bauſe 20 Malter Eicheln öffentlich an die Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Nieder wöllſtadt den 21. Oktober 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Ko ſt. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. 1520 Mittwoch den 28. Oktober l. J., ormittags 10 Uhr, ſollen auf dem Rathhauſe dabier, die mit Erbauung eines Kalkſchoppens verbundenen Arbeiten und Materiallieferungen, als: ieh Maurerarbeiten, veranſchlagt zu 44 28 Zimmerarbeiten, 5 5 605 31 Schloſſerarbeiten,„ 5 34 24 und die Lieferung von 24 Bütten blauem Kalk unter den bei der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen öffentlich an die Wenigſtnehmenden in Accord gegeben werden. 8 455 Zeichnung und Voranſchlag können täglich auf dem Bureau des Unterzeichneten einge⸗ ſehen werden. Friedberg den 19. Oktober 1846. Der Großh. Heſſ. Sections- Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Verlooſung Stadt Niddaer Obli— gationen. (1525) Bei der heute ſtattgefundenen 8 Verlooſung des durch das Handlungsbaus Hrn. Simon Lindheimer in Friedberg ad 65,000 fl., zu 3½% Zinſen negoclirten Anlehens hie— ſiger Stadt wurden folgende Nummern: Lit. B Nr. 82 300 fl. „ O„ 142 200 fl. „ D„ 180 und 238 4 100 fl. 200 fl. zur Rückzahlung auf den 31. December d. J. gezogen. Dieſes wird den Intereſſenten unter dem Anfügen hierdurch mitgetheilt, daß es ihnen frei ſteht, den Betrag bei obigem Handlungs⸗ haus oder an der Stadtkaſſe dahier in Emgfang zu nehmen und daß vom 31. Decbr. d. J. an keine weiteren Zinſen vergütet werden. Nidda am 1. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Riddel. Holz ⸗Verſteigerung. (1526) Donnerſtag den 29. d. M., Vor⸗ mittags 8 Ubr, ſollen im hieſigen Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Voderwald, nachſtehende Holz; ſortimente, 1 Stecken birken Scheitholz, 1 7 eichen 77 115„ kiefern„ 1„ eichen Prügelholz, F kiefern 1 8„ Stockholz, 120 eichen Wellen und 2678 kiefern„ ſodann Freitag den 30. Oktoker, v. M. 9 ubr, 285 Stämme kiefern Bau-, Werk, und Nutz⸗ holz, 5510 Cubikfuß und 4 Stämme eichen Bau-, Werk. und Nutz ⸗ holz, 76 Cubikfuß enthaltend, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Bemerkt wird, daß ſaͤmmtliches Holz nahe an der von Friedberg nach Homburg führen⸗ den Chauſſee ſich befindet, die kiefern Stämme auch zu jedem beliebigen Gebrauche ſich eignen. Rodheim den 16. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. S Privat ⸗ Bekanntmachungen. Verſteigerung. (1510 Donnerſtag den 29. d. M., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, will der Unterzeichnete in ſeiner Wohnung freiwillig verſteigern laſſen: 1) ein 6jähriges braunes Wallachpferd, 2) verſchiedene Hausgeräthſchaften, a 3) einen Brennkeſſel, 144 Maaß haltend, mit 2 Maiſchbütten und ſonſtigem Zugehoͤr, 49) ungefähr 100 Centner Heu, b 5„ 30 Fuder Stroh, theils zum Streuen, theils zum Füttern, 60 1 200 Körbe voll Spreu, 79„ 250 Malter Kartoffeln. Bemerkt wird hierbei noch, daß den Stei⸗ gerern gegen genügende Bürgſchaft Zahlungs⸗ friſt bis zur künftigen Erndte geſtaktet wer⸗ den ſoll. Steinfurth den 13. Oktober 1846. Konrad Schultheiß II. Ein vollſtändiges Logis (1527) hat zu vermiethen Schuhmachermeiſter Kautz auf der breiten Straße. „% 338. Stadt Alzeyer Obligationen. (1420) Bei der dießjährigen Verlooſung Stadt Alzeyer Obligationen wurden folgende Nummern der erſten Serie: Nro. 3. 7, 16. 17, 38, 45, 51, 67, 80, 103, 109, 121, 124, 125, 160, 198, 199, 205, 207, 219 5.. zur Rückzahlung auf den 31. Dezember d. J. beſtimmt, und ſind die Beträge bei dem unter, zeichneten Handlungshauſe zur Verfallzeit in Empfang zu nehmen. Friedberg im September 1846. Simon Lindheimer. A n z e i 9. (1528) Die verebrl. außerord. Mitglieder der hieſ. Turngemeinde werden hiermit zur Theilnabme an einem Ausfluge mit Muſik nach Nauheim am Sonntag den 25. d. ein⸗ geladen. Der Abmarſch geſchieht vom Turn⸗ m 3 Uhr. — 5 Der Vorſtand. Einladung. Einem verehrten Publikum 5 ergebenſt an, daß Mitt⸗ woch den 28. und Donnerſtag den 29. d. M. der hieſige Jahrmarkt abgehalten wird und daß außer guten Getränken und gut verſehener Küche auch die vor⸗ züglichſte Harmonie- und Tanzmuſik (aus der k. k. öſtreichiſchen Regiments⸗ Muſik von Mainz beſtehend) bei mir anzutreffen iſt.. Okarben. Wirth zum Karlshof. A;; i gg e. Da ich durch den ſtarken Abſatz 98 Anden Nehls oder Düng⸗Pulvers aus der Fabrik nicht im Stande war, alle meine geehrten Abnehmer befriedigen zu können, ſo zeige ich hiermit an, daß ich nunmebr jede Woche eine bedeutende Quantität dieſes Pul⸗ vers erhalte und bemerke hierbei noch, daß ein Centner dieſes Pulvers, welcher 2 fl. 36 kr. koſtet, 3 zweiſpännigen Wagen vom beßten Stalldunge entſpricht. J. p e, 2 Gärtner am Selzer⸗Brunnen bei Okarben. Zu Verkaufen. (1831) Eine zweiſpaͤnnige Chaiſe im guten Zuſtande, 5 ein zweiſpanniger Wagen mit Axe und Kaſten, ein ditto mit Lieg⸗Eiſen, mehrere Steinſchlage, a dann Steine, Bienen⸗Honig g ſind um billigen Preis zu haben bei Salomon Schwaab. Okarber Markt. (1532) Den Wünſchen vieler Freunde ent⸗ ſprechend, habe ich mich entſchloſſen, auf un⸗ ſeren erſten Markttag Mittwoch den 28. d. M,. Tanzmuſik zu halten. Das beliebte Kaicher Muſik⸗Chor ſpielt bei mir, und da ich außer⸗ dem für auserleſene Weine geſorgt habe und auch mit guten Speiſen meine Aufwartung machen kaun, ſo werden alle Gäſte, welche mich mit ihrem Beſuche beehren werden, eine recht angenehme Unterhaltung finden. Okarben den 20. Oktober 1846. Fr. Henſel. Ein gutes Zugpferd (1533) ſteht dahier billig zu verkaufen. Das Nähere bei der Exped. d. Bl. Verſteigerung. (15340 Montag den 16. November d. J. wollen die Vormünder der Erben des ver⸗ ewigten Heinrich Wolf I. zu Rockenberg die jährigen Pachtgefälle im Gaſthaus zum weißen Roß unter den dabei bekannt gemacht wer⸗ denden Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigern, als: 14 Malter Korn, 14 Malter Gerſte, 12 Meſten Weißmehl, 5 Malter Kartoffel, 200 Krauthäupter. Zu Verkaufen. (1535) 200 Stück ſehr grobe und ſehr wohl genährte 4breitige Hämmel hat zu verkaufen Oeconom P. Lüdicke auf Hof Sorge bei Grünberg. Empfehlung. (1536) Die unterzeichnete empfiehlt ſich als Botin zur Uebernahme aller Beſtellungen, von hier bis Friedberg und zurück, wöchentlich zwei, bis dreimal. Ihr Aufenthalt in Fried⸗ berg iſt bei Schuhmachermeiſter Schmidt. Bönſtadt. Heinr. Hartherz Frau. Eine gut empfohlene füdiſche Köchin, (1537) die auch in weiblichen Arbeiten und ſonſt im Häuslichen nicht unerfahren, kann bei mir dauernde Condition finden. Dr. Levi in Gießen. Zu Verkaufen. (1538) Bei Unterzeichnetem iſt ein erſt zwei Jahre gebrauchter„Friedrichs hütter Kochofen“ beſter Sorte um den halben Ankaufspreis und eine noch ſehr brauchbare Kartoffelmühle ſehr billig beide veränderungs⸗ halber baldigſt zu verkaufen. Burghof Cleeberg bei Butzbach im Oktober 1846. Friedrich Freiherr von Bibra. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: Das Verhältniß der Lichtfreunde zu der proteſtantiſchen Kirche. Eine Er⸗ klärung von Proteſtanten Marburgs an das Kurfürſtliche Conſiſtorium der Provinz Oberheſſen. (Preis: 4 kr.) Frankfurter Gold-Cours vom 23. October. 1 Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 46 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 54¼½ Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 27 Engliſche Souverains 1156 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. f 20. Sonntag n. Trinitatis d. 25. Oktbr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Cröß mann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Baur. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candiat Henkelmann. Fruchtpreiſe 22. Okt. 16. Okt.] 6. Okt. Gattung. Frted⸗ Mainz 5 fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 14 3015 37 15— Kong„. 13.— 13 412 10 Gerſte„ 75 9— 950 9 20 Hafer„„ 450 5/214 Polizei ⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 24. bis 30. October 1846. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg.] bach. 55 kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod e eee 2„ 7 9— 9— 44„„ 17 39 17 3 g Lth. eth. — Milchbrod 12% 1 3 — Waſſerweck 1 355 Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 13% P14 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch actes 5 2 25— 17 15 gemäſtete 2 „Kühfleiſch n 7— 7— 5 3% gemäſtetes 8— 18— „Rindfleiſch ungemäſtetes 7— 7— „ Kalbfleiſch 8— 17 2 „ Schweinenfleiſch 13— 13— „Hammellleiſch 8— 18— „ Schaaflfleiſch 6——— „Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurſt 40 „ Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 17— „ Dörrfleiſch 17— 17— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 23— 23— unausgelaſſen 22— 21— „ Nierenfett 22— 20— „ Hammelcfett 17 171— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen J len, Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.