P ZIntelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung des Jahres 1846. Sie werden bekannt machen, daß die Hauptliſte der diesjährigen Dienſtpflichtigen des hieſigen Kreiſes vom 23. Januar bis zum 4. Februar auf meinem Bureau zur Ein⸗ ſicht offen liegt. Grünberg am 16. Januar 1846. n deri r Das Peſtalozzifeſt zu Frankfurt. Am 12. Januar hatten ſie zu Frankfurt ein Feſt, von dem viel Rühmens gemacht wird, und das von vielen Männern aus der Umgegend, alſo auch aus der Wetterau, beſonders von Geiſtlichen und Lehrern beſucht war. Einige hundert Menſchen, auch ſchön geputzte Damen waren in einem großen Saale verſammelt, deſſen Wände mit den Bildniſſen Peſtalozzis ſelbſt und anderer berühmten Lehrer geſchmückt waren; auch ſtand ein Bruſtbild des Mannes, deſſen hundertſten Geburtstag man feierte, am Ende des Saales und war mit grünem Laube bekränzt. Davor war ein Tiſch-mit allerlei ſchönen Blumen beſtellt, hinter wel— chem eine Reihe Männer ſaß, die ſie das Komite nannten. Einige von dieſen hatten Papier vor ſich, und fingen auch bald an, Alles was geſagt wurde, aufzuſchreiben. Neben dem Bruſtbilde Peſtalozzis, nach dem Fenſter zu ſtand ein, wie ſoll ich ſagen? ein Pult, über welchen ſie ein rothes Tuch gehängt hatten, als wäre es ein kleiner Altar. Einer von den Herrn hinter dem Tiſche ſchellte, und ſogleich ging der Geſang an, nicht aus Geſangbüchern, aber doch ein Lied, wie ſie im Geſangbuche ſtehn:„Dir Gott tönt unſer Lobgeſang.“ Als Das fertig war, ſchellte es wieder und ein Mann mit einer Brille ſtellte ſich hinter den rothbehängten Pult und hielt eine Art von Predigt. Er ſprach von dem Peſtalozzi, daß er aus der Schweiz, aber doch ein guter Deutſcher geweſen ſei, und aus Liebe zu dem Volke und den Kindern allerlei Noth erduldet habe. Der Mann hätte ſtudirt und hätte ein Pfarrer werden Sonnabend, den 24. können, ſei aber doch lieber unter die Armen gegangen, und habe ihre Kinder erzogen und habe ſogar mit ihnen gehungert. Endlich aber habe man ihm doch geholfen, ſo daß ſogar ein Kaiſer ihn beſucht habe, allein er hätte viele Feinde gehabt und die hätten ihm das Leben ſauer gemacht, und hätten gethan, als wenn gar Nichts an ſeiner Lehre wäre. Aber nun, wo der Mann todt ſei, wiſſe man Das beſſer, und muͤſſe ihn ehren, denn er ſei es eigentlich ge— weſen, welcher uns beſſere Schulen gebracht, und die alte Zucht mit Prügeln und Auswendiglernen abgeſchafft habe. Und deßwegen ſollten wir ihm zu Ehren unſere Kinder jetzt auch gut erziehen. Nach Dieſem kam ein Anderer ohne Brille. Der muß bei dem Peſtalozzi geweſen ſein, denn er erzählte gar Vieles von ihm haarklein, und weinte ordentlich über den guten Mann, von dem er ſo viel gelernt hatte. Weil er ſeine Rede ſo ſchoͤn gemacht hatte, ſo klatſchten ſie mit den Händen als er fertig war. i Nun kam ein junger Menſch, der las Verſe, die er ſelbſt gemacht hatte, und die immer wieder von dem Peſtalozzi handelten. Hernach ſangen ſie ein ſchönes Lied, das aber kein Choral war. Die Leute hatten aber doch alle ihr Wohl— gefallen daran. Als das fertig war, ſtellte ſich der erſte Mann mit der Brille wieder an den Pult, und ſagte: jetzt wollten ſie ausmachen, Was man thun müſſe, um den Peſtalozzi zu ehren und Was Der zu bauen angefangen habe, nun auch auszuführen. Denn zes wäre doch eine Schande, wenn die Menſchen nach hundert Jahren, das Gute nicht beſſer erkennten, und auszuführen ſuchten. Deßhalb wollte er einen Allgemeinen Peſtalozzi- Verein vorſchlagen, welcher Das alles thäte, was der Peſtalozzi gewollt hätte. Aber da waren doch viele Herren anderer Meinung und man weiß eigentlich nicht, warum ſie ſich zankten. Der an dem Pult ließ ihnen aber doch keine Ruhe, und einige Pfarrer ſagten auch, der Peſtalozzi ſei ein gar edler Mann geweſen, und die jetzigen Leute müßten Das erkennen und Etwas thun, daß man ſähe, die Erziehung der Kinder liege den Eltern und auch den Andern am Herzen. Und ſo wurden ſie zuletzt einig, einen Verein zu ſtiften, der Peſtalozzi-Verein heißen ſoll. Da wollen ſie Kinder ohne Eltern, oder deren Eltern ſchlecht für ſie ſorgen, beſſer zu erziehen ſuchen. Wer Etwas dazu geben kann, ſoll es geben, und Wer die Lehre und die Erziehung „ 26. verſteht, der ſoll die Hand ans Werk legen. Für die ganz verwilderten Kinder wollen ſie Häuſer einrichten, wo dieſe beſſere Beiſpiele ſehen und gut zur Schule angehalten werden. Denen aber, die noch nicht gerade Bettelkinder und Vagabunden geworden ſind, wollen ſie mit Allerlei nachhelfen, daß es nicht ſo arg wird. Den Eltern wol— len ſie rathen, die Kinder wollen ſie ermahnen, aber ihnen auch Arbeit geben und ſie vor dem Müßiggang bewahren. Auch wollen ſie alle Jahre wieder einmal zuſammen kom⸗ men und weiter berathen, Was zu thun ſei. Das hat mir gefallen, und die letzte Rede auch, ob⸗ gleich ich ſie nicht ſo gut verſtand, als die erſten. Und das:„Nun danket alle Gott“ hat mir auch gefallen, denn es wurde von Herzen geſungen. Darnach gingen die Herren in die Mainluſt zu einem großen Eſſen, das war mir aber zu theuer, denn es koſtete 1 fl. 30 kr. und ich dachte, ſie hätten ſich auch mit Weniger begnügen können und ihre Kreuzer der Pe⸗ ſtalozzi⸗Stiftung zuwenden können. Denn dieſe iſt ein ſchönes Werk und daran kann jeder Theil nehmen, auch Wer gerade nicht viel Geld zu verzehren hat. Auf dem Nachhauſeweg kam unſer Schullehrer zu mir und wir ſprachen von der Peſtalozzi-Stiftung. Da erzählte er: im Würtembergiſchen gebe es ſchon eine Menge ſolcher Erziehungshäuſer für verwahrloſte Kinder. Das iſt kurios, ſagte ich, wenn ſie im Würtembergiſchen die Sache machen können, wofür haben denn die Herrn heute ſo hin und her geredet, als wäre es gar nicht auszufüh⸗ ren. Dort werden die Dukaten auch nicht auf der Straße liegen.— Ja, ſagte der Schullehrer, das iſt auch etwas Anderes. Dort ſind es die Pietiſten, welche die Auſtalten gegründet haben und alle Jahre Geld dazu hergeben.— Das iſt noch kurioſer, Herr Schullehrer, antwortete ich. Warum ſollen denn gerade die Frommen, das heißt die man ſo nennt, allein gute chriſtliche Werke thun können. Ich zum Exempel bin kein Frommer, und laſſe den Kopf, ſo lange ich ein gutes Gewiſſen habe, nicht hängen, aber zu der Peſtalozzi⸗Stiftung gebe ich doch ſo gut meinen Beitrag, als irgend Einer. Das muß ich gerade an den Frommen loben, daß ſie zu Gottes Ehre und zum Beſten ihrer Nebenmenſchen auch etwas opfern mögen und nicht Alles an Eſſen und Trinken und Staatskleider hängen. Thäten die Anderen Das nur auch!— Da fragte der Schullehrer, ob ich wirklich glaube, daß etwas Geſcheidtes bei der Sache zu Stande käme? Er meinte, auf dem Lande bekümmere man ſich nicht um den Peſtalozzi. Ich habe ihm aber meine Meinung deutſch heraus geſagt. Herr Schullehrer, ſagte ich, da kennt Er unſere Bauern noch ſchlecht. Heutiges Tages iſt das Volk nicht mehr ſo dumm, wie Mancher glaubt. Das begreift unſer Einer doch auch, daß je weniger Bettelkinder und Galgenſtricke in einer Gemeinde aufwachſen, deſto mehr Gedeihen in das ganze Weſen kommt. Die Gensdarmen allein können es nicht zwingen. Wenn da nun die geſcheidten und recht⸗ ſchaffenen Leute ſich zuſammenthun und für die Erziehung ſorgen wollen, daß des nichtsnutzigen Volkes immer we⸗ niger wird, ſo iſt doch Das gewiß wohlgethan und Gott wird ſeinen Segen dazu geben. Summa, Herr Schulleh⸗ rer, wann der Zettel hier ins Dorf kommt, ſo ſchick Er mir ihn nur ins Haus, ich ſchreibe meinen Sechsbätzner auch auf. Von Einem, der dabei war. Ueberſicht des im Jahre 1845 zu Altenſtadt geſchlachteten Viehes: 1) 29 Ochſen,) 38 Kühe, 3) 89 Rinder, 4) 68 Käl⸗ ber, 5) 96 Hämmel, 6) 166 Schweine. Altenſtadt den 16. Januar 1846. Der Fleiſchbeſchauer Georg Lehr. Zur gefaͤlligen Beachtung. Der Schluß der in der vorigen Nummer abgebrochenen Erzählung kann erſt in der nächſten Nummer folgen. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a Edietalladung. (18) Heinrich Steins Wittwe, Anna Maria, geb. Georg, zu Köddingen hat nachbezeichnetes in dortiger Gemarkung gelegenes Grundſtück XVI/62. 255[IKlſtr. Wieſe in der Lenzen⸗ wies an Heinrich Plock, verkauft. Da ſie keine genügende Erwerbs⸗ urkunde darüber beſitzt, ſo fordert man alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ſonſtige Rechte an dieſes Grundſtück glauben anſpre⸗ chen zu können, zu deren Anzeige binnen 4 Wochen um ſogewiſſer hiermit auf, als ſonſt der Kaufbrief beſtatigt wird. Ulrichſtein am 10. Januar 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Arbeits-⸗Verſteigerung. (62) Mittwoch den 28. l. Mts., Morgens um 11 Uhr, werden in bieſigem Rathhauſe die Herſtellung der Gartenſtakete an der Kreis- rathswohnung, beſtehend in Steinhauer⸗, Mau⸗ rere. Schreiner⸗, Schloſſer⸗ und Weißbinder⸗ arbeit, öff rotlich wenigſtnehmend verſſeigert. Der Voranſchlag liegt bis zum Verſteige⸗ rungstermin bei Unterzeichnetem offen. Friedberg am 17. Januar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (S0) Die Montag den 26. und Dienſtag den 27. l. M. anberaumte Verpachtung und Verſteigerung der Immobilien, des Viehes, Schiff und Geſchirr der Adam Kehr'ſchen Eheleute wird nicht abgehalten, welches zur allgemeinen Kenntniß bringt Friedberg am 21. Januar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (65) Montag den 2. Februar d. J., Por⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Nauheimer Gemeindewald 85 Eichſtämme Baus und Schiff⸗ baubolz, circa 8000 Cubikfuß haltend, öffent⸗ lich an den Meiſtbietenden verkauft werden. Die weiteren Bedingungen werden vor der Verſteigerung bekannt gemacht und die Zu⸗ W iſt im Holzſchlag, Diſtrict Bau⸗ wald. Nauheim am 18. Januar 1846. Der kurheſſiſche Bürgermeiſter 1 Hartmann. Wirthshaus Verſteigerung. (68) Das auf Johannistag dieſes Jahres leihfällig werdende Stadtwirthshaus zu Ober⸗ rosbach, welches an der Chauſſe und in der ſchönſten Lage der Stadt liegt, ſoll Montag den 23. Februar l. J., Vormittags 11 Ubr, auf der Rathſtube in demſelben Haus öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Oberrosbach den 17. Januar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Holz⸗Verſteigerung. (69) Dienſtag den 27. l. M., von Morgens 9 Übr an, ſoll in dem Gräflich Solms⸗Rödel⸗ heim'ſchen Walde bei Wickſtadt das nachfol⸗ gende Holz, nämlich: 5 14 Stecken buchen Scheitholz, 52„ Stangenprügel, 6„ eichen 1 11' gemiſchte 2 125„ gemiſchtes Stockholz, 200„ gemiſchte Reiſer, 7 Stück buchen Werkbolzſtangen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 17. Januar 1846. Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. 0 Edictalladung. (81) Anſprüche an das Vermögen des ſchon ſeit vielen Jahren abweſenden über 90 Jahre alten Johann Daniel Stetzer aus Niederros⸗ bach ſind von dieſem oder ſeinen Leibeserben ſogewiß in 3 Monaten von heute an hier an⸗ NA baus; hieſtge Vorn an den Geſten ud nicht hangen. igte der ſcheidte uf dem . Ich geſag. uern it nehr er Einer genſtricke eiden in u konnen ind recht⸗ ziehung imer we⸗ ind Gott chulleh⸗ ſchick Er sbätzner war. Nummer Nummer —— b zu Oder und in der oi Montag 16 11 Udr. aut öfen 1 1846. germeiſtet r. 1 Motgene In- Ridel⸗ ab nachſel⸗ 5 lige. zuzeigen, als ſonſt Johann Daniel Stetzer für todt erachtet und ſein Nachlaß den aufgetre⸗ tenen Seitenverwandten zum Cigenthume überlaſſen werden wird. Friedberg den 10. Januar 1846.. Großherzogl. Heſſ. Landgericht Hofmann. Verſteigerung. (S2) Montag den 28. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in bieſigem Ratbbanſe ein, in der Gemarkung Ockſtadt liegender, 60 Ruthen baltender, zum Nachlaß der verſtorbenen Philipp Lipp'ſchen Eteuleute gebörender Gar⸗ ten öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 21. Januar 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. 428 Gulden (88) li gen in der Kirchenkaſſe zu Ockſtadt u 5% zum Ausleihen bereit. Der e e i n. Frucht ⸗Verſteigerung. (S4) Von den Fruchtvorräthen des Kugel⸗ daus- und Armenfondsſpeichers ſollen auf bieſigem Rathbauſe an nachbemerkten Tagen, Vormittags 11 Uyr, und zwar: Freitag den 13. Februar, g„ 13. Marz, „ 17. April, „ 22. Mai, „ 19. Juni, „ 17. Juli jedesmal 27 Malter Korn und 42 Malter Gerſte öffentlich verſteigert werden. Butzbach den 19. Januar 1845. g Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Seippel. Holz ⸗ Verkauf. (85) Nachſtebend bemerktes Gehölze im Kur⸗ beſfiſchen Staatswalde bei der Naumburg, als: Stämme eichen Werkholz, 6 25 buchen 45 14/ Klafter„ Scheitholz, 41½ Schock Stammreiswellen, 8„ Zopfreiswellen, 3½ Klftr. Erdſtöcke, 25 Stück Rüſtreitel, 1% Schock Baumpfähle und 19 Schock Bohnenſtangen ſoll Donnerſtag den 29. d. M., Mor- gens 10 Uhr, in der Behauſung des Gaſt— wirths Mörſchel in Erbſtadt verſteigert werden. Windecken am 17. Januar 1846. Kurheſſiſche Renterei Hitzeroth. Verſteigerung von Planirarbeit. (86) Die 454 laufende Klafter betragende Strecke Planirarbeit des erbaut werden ſollen⸗ den Vicinalwegs von hier nach Florſtadt ſoll Dienſtag den 3. Februar, Vormittags 11 uhr, unter Leitung der vorgeſetzten Baubehörde des Kreiſes, ſowie unter den von dieſer zum Grund gelegten Bedingungen an den Wenigſt⸗ verlangenden öffentlich dahier verſteigert werden. Auch ſollen zugleich durch Unterzeichneten 30 Cub.⸗Klafter Chauſſirſteine, oder nach Um— ſtänden mehr oder weniger zum Brechen ver⸗ accordirt werden. Staden den 19. Januar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter O pper. Verpachtung. (870 Dieuſtag den 3. Februar l. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll in hieſigem Rathhauſe das mitten im Ort an der Hauptſtraße zu S2 82 8 „ 27. Vilbel gelegene Wirthshaus zum Faß mit den dazu gehörenden geräumigen Stallungen und Scheuer auf 6, vom 1. April d. I, an, lau⸗ fende Jahre an den Meiſtbietenden unter den beim Perſtrich eröffnet werdenden Bedingungen in Pacht gegeben werdeu. Vilbel den 9, Januar 1846. Der Großh. Heſſ. Beigeordnete Hinkel. g Holz ⸗Verſtelgerung. (S8) Diengag den 27. d. M., früh 8 uhr, werden im Wirthsbauſe zum Hirſchen dahier a) aus Diſtrikt„ober der Querſchneiße:“ 112 Stecken Cichen⸗Scheitholz, 3„„ Werkſcheitholz, 7*„ Prügelholz, 86„„ Stockholz, 224 Kub⸗F.„ Werkbolz, 200 Stück„ Wellen und 13 Wagen Allerleibolz; a b) aus Diſtrikt„unter der Querſchneiße;“ 75 Stecken Buchen Scheitholz, 6 7„ Pfrügelbolz, .„ Stockpbolz, 1„ Wellen und 9 Wagen Allerleibolz g an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Das Holz kann vorher in den bezeichneten Diſtrikten eingeſehen werden. Ockſtadt am 21. Januar 1846. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt A Bekanntmachung, Holzverſteigerung im Großh. Domanialwald Burgwald, Reviers Oberrosbach betrff. (89) Freitag den 30. d. M., Morgens um 8 ½ Uhr beginnend, wird in dem, zwiſchen der Haſſelbecker Straße und dem von Ockſtadt nach Winterſtein führenden Weg, gelegenen Schlag Nr. II. des oben genannten Waldes das nachbemerkte Holz: 3 8 virken, 3% Stecken eichen Scheit⸗ holz, „ Stecken buchen, 21% Stecken birken, eichen, 3 Stecken aspen Prügelholz, 6 Stecken eichen, 13 Stecken birken Stockholz, 1025 Wellen buchen, 4076 Wellen birken, eichen, 2725 Wellen aspen Reiſerholz, 20 eichen Stämme in 406 Cubikfuß, 27„ Stangen- 38/½½— 10 birken„ 1 0 5 an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Zuerſt wird das Brennholz und alsdann das, beſonders für Wagner brauchbare Stamm— und Stangenholz verſteigert. Oberrosbach den 19. Januar 1846. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Holz ⸗Verſteigerung. (90) Montag den 26. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem Gemeindewald der Ge— meinde Niederrosbach, Diſtrikt Burg, 6 Stecken eichen Scheitholz, 2 Stecken eichen Prügelholz, 11 Stecken eichen Stockholz, 337½ Wellen eichen Reiſerbolz und 15 Stämme eichen Bau- Werk- und Nutzholz, 1067 Cubikfuß enthaltend, meiſtbietend verſteigert werden. Der Zuſammen kunſtsort iſt vor'm Wald am Nadelbolzbeſtand, präcis 9 Uhr Morgens. Nieder rosbach den 20. Januar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bullmann. Verkauf. (910) Nachbenannte durch Geſchafts⸗Nieder⸗ legung entbehrlich gewordene Objecte hat Unterzeichneter aus der Hand abzugeben: 1) einen ganz guten eichenen Bier⸗Gährtrog von 17 Fuß Länge, 21 Zoll Breite und 16 Zoll Tiefe im Lichten(Frankfurter Werkmaas), 2) eine ſchadenfreie Malzdörre von ſtarkem Eiſenblech, 10 Fuß Länge und 6½ Fuß Breite. Desgl. 3) eine ſehr ſtarke in gutem Stande befind⸗ liche 2ſpännige Drotſchke mit Halbverdeck, jedoch pierſitzig und 4) zwei dazu gehörende leichte Kummetgeſchirr mit Hinterhalt. Vilbel den 19. Januar 1846, l Der Großh. Heſſ. Beigeordnete Hinkel. Beſchluß. In Sachen des Salamon Wormſer zu Hom⸗ burg, Klägers, und Ludwig Petzinger zu Langenhain, Beklagten, Kapital- und Zin⸗ ſenforderung betr. (02) Die zu Langenhain gelegenen, dem Jo⸗ hann Ludwig petzinger daſelbſt gehörigen Hof⸗ raithen 5 Pag. ot Nr. 37/45, 109[IKl. Hofraithe, als Wobnbaus, Scheuer, 2 Ställe und Waſch⸗ haus, an Heinrich Wiſſig taxirt zu 2810 fl., pag. et Nr. 39/49, 53½% LIKl. Hofraithe, als Wohnhaus, Scheuer, Stall, Schwein⸗ ſtall und Holzſchoppen, an dem Schul⸗ bauſe, taxirt zu 2090 fl. ſollen nochmals im Termin Montags, den 9. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, und zwar, wenn angemeſſene Gebote nicht geſchehen, auch auf den Abbruch, in dem Ge⸗ meindebauſe zu Langenhain öffentlich verſtei⸗ gert werden. Die Grbh. Bürgermeiſter werden erſucht, dieß im Intereſſe ihrer Ortsangehörigen öffent— lich bekannt machen zu laſſeu. Butzbach den 12. Januar 1846. Gr. Heſſ. Freih. v. Löw'ſches Landgericht ds. Mosler. Dr. Ire. t Privat ⸗ Bekanntmachungen. Grßh. Badiſches Anlehen von Fünf Million Gulden. Ziehung den 1. Februar 1846. (47) mit Haupttreffern von 35000, 10000, 5000, 3000, 2 à 1500, 4 à 1000, 10 4 250, 25 à 125, 80 à 100, 1175 à 65 fl. Hierzu erläßt unterzeichnetes Handlungs— haus Originalloſe à 64 fl. und halt ſich zu Aufträgen beſtens emofoblen. Julius Stiebel jun., Banquier, Wollgraben in Frankfurt a. M. Anzeige. (77) Rangen, Gelberüben, gelbe und weiße Erdkoblraben, Oberkoblraben und Wuͤrſing ſind bei mir käuflich zu haben. Friedberg den 19. Januar 1845. C. Bindernagel, Vater. Verſteigerung. (12) unterzeichneter beabſichtigt ſeine in der Mitte von Kaichen, an der von Friedberg nach Hanau führenden Landſtraße gelegene Hof— raithe, beſtehend in einem geräumigen Wohn⸗ bauſe, einem Brenn- und Brauhauſe nebſt Scheuer und Stallung, ſowie circa 16 Mor— gen Ackerland, Wieſen und Baumſtücke, Mon— tag den 26. d. M. einer öffentlichen frei⸗ willigen Verſteigerung auf dahieſigem Rath— hauſe auszuſetzen. 5 Bemerkt wird noch, daß die Gebäulichkeiten ſämmtlich neu und im beßten Zuſtande ſind und ſich zu allen Gewerbsbetrieben, nament— lich für Wirtbſchaft, Bierbrauerei, Krämerei, Metzger⸗ und Färberei eignen. Das Nähere über Kaufbedingungen kann bei mir zu jeder Zeit erfragt werden. f Kaichen den 11. Januar 1846. Jacob Chriſtian Weitzel. Naſſau⸗Uſinger Eiſen, (85) pr. pfund 5 kr. 2¼ bel., Achſen(mit Garantie) empfehlen zur geneigten Abnahme Gebrüder Grödel. Verſteigerung von Oekonomiegeräthſchaften, Vieh und Früchten. (56) Donnerſtag den 29. Januar 1846, Vor⸗ mittags um 9 Ühr, ſollen auf dem Gute Dotzelrod bei Alsfeld ein wohlerhaltener, vor einigen Jahren erſt neu gefertigter Dampf⸗ Brenn⸗ Apparat mit den nöthigen Bütten, Fäſſern und Zubehör verſehen, 4 Wagen, 8 flüge, 4 Eggen, Ketten, Pferde⸗ und Ochſen⸗ geſchirre und dergleichen mehr, alles in gutem Stande erhalten, ſodann 10 Pferde, 8 Kühe, 1 Bulle, 27 Stück junges Rindvieh verſchie⸗ dener Gattung und 140 Stück wohlauser⸗ leſene hannöveriſche Jährlingshämmel, endlich eine Quantität Korn, Waizen, Hafer und Kartoffeln meiſtbietend unter den bei der Ver⸗ ſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen verſteigert werden, wozu Kaufliebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß ſämmtliche zur Verſteigerung kommende Gegen⸗ ſtände auf dem Gute Dotzelrod bis zur Ver⸗ ſteigerung, von heute an, im Voraus ange⸗ ſehen werden können. Dotzelrod, Kreiſes Alsfeld, den 12. Januar 1846. von Rotsmann. Bekanntmachung. (93) Meine Schlußerklärung in der neulich in dieſem Blatt zur Sprache gekommenen Drehorgeln⸗ und Mord⸗ geſchichten⸗Angelegenheit(Entgegnung auf den perſiflirenden Artikel des Hrn.—b— in Nr. 93. des 18 45r Intelligenzblattes) iſt, wegen Mangel an Raum, nicht aufgenommen wor⸗ den, was ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe. «„„ 35 An die Aeltern in Friedberg (900 erlaube ich mir die ergebene Anzeige zu richten, daß ich mich nach mehrſeitiger Auf⸗ forderung entſchloſſen habe, Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten zu ertheilen, als im Nähen, Stricken, Sticken u. ſ. w. und zwar werde ich an jedem Tage der Woche Unter⸗ richt ertheilen und den Mittwoch und Samſtag die Unterrichts⸗Stunden noch vermehren. 3 glaube mit Zuverſicht hoffen zu dürfen, daß viele Aeltern Friedbergs mir das Zutrauen ſchenken und ihre Kinder anvertrauen, wo ich gewiß nicht ſäumen werde, mich Ihres gütigen Zutrauens in jeder Hinſicht würdig zu zeigen. Die gütigen Anmeldungen werde ich vorläufig in meiner Wohnung annehmen, habe jedoch ſchon ein beſonderes Lokal in Ausſicht ge⸗ nommen. Mit Hochachtung empfiehlt ſich dem Wohl⸗ wollen der verehrten Aeltern Louiſe Menges. „ 28 K* Bitte! (05) Ein Commiſſions oder Neuigkeits⸗ Bureau, welches von zwei ältlichen Schwe⸗ ſtern geführt wird, ſoll bier in der Nähe be⸗ ſtehen. Wer hierüber nahere Auskunft geben kann, wird erſucht, ſolche unter der Adreſſe: J—2t bei der Expedition d. Bl. abzugeben. Geſchaͤfts-Eroͤffnung. (96) Ich beehre mich einem geehrten Publi⸗ kum ergebenſt anzuzeigen, daß ich das Schnei⸗ der⸗Geſchäft als Herrnkleidermacher nun auf eigene Rechnung betreiben will, und werde mir's angelegen ſein laſſen, ſtets nach der neu⸗ ſten Facon und Dauerhaftigkeit zu arbeiten. Dem ferneren Wohlwollen empfiehlt ſich er⸗ gebenſt Heinrich Sauer, wohnhaft bei Wittwe Dienſtbach an der Kloſtercaſerne. Friedberg den 21. Januar 1846. Geſchäfts⸗ Empfehlung. (97) Die Unterzeichneten übernehmen die Fertigung und Reparatur aller Arten mathe— matiſcher und phyſikaliſcher Inſtrumente und ſonſtiger Maſchinen, großer und kleiner Feuer⸗ ſpritzen, großer und kleiner Schrauben, nament⸗ lich auch Kelterſchrauben, die Fertigung neuer Kirchenuhren, Reparatur derſelben, wie auch von Wand-, Stand- und Taſchenuhren, ſodann aller Sorten chirurchiſcher Inſtrumente und Meſſerſchmiedarbeiten und bitten, unter Zu⸗ ſicherung reeller und billiger Bedienung um zahlreichen Zuſpruch Grünberg den 17. Januar 1846. Carl Schenck, Mechanicus. Vitus Schenck, chirurgiſcher Inſtrumentenmacher und Meſſerſchmied. Leder in allen Sorten, (98) beſonders Soblen von erſter Qualität Wildleder im Ausſchnitt bei B. Grödel, Lohgerber. Ein kleines Logis, (99) welches den 10 Februar bezogen wer⸗ den kann, hat in der Kirchgaſſe zu vermiethen Heinrich Volp. Schiefertafeln im Preiſe von 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12, 13 und 14 kr. pr. Stück(im Dutzend billiger) ſind zu haben bei C. Binder nagel in Friedberg. Nro. 3. des 8 Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu⸗ tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt; Des Heiland's Wille.— Die Erziehung iſt nothwendig.— Die Linde und der König.— Gedanken einiger Bramauen.— — Frankfurter Gold-Cours vom 23. Januar. ————— kr, Neue Louisd'or 1 Friedrichsd'or 9 46 ½ Holländiſche 10 fl. Stücke 9 55 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 27 Engliſche Souverains 11155 Kirchliche Anzeigen s für Friedberg. 3. Sonntag n. Ephiph. den 25. Jan. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Kattmann. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr halt Betſtunde: Herr Candidat Heumann. Feucht pte ite 22. Jan.] 16. Jan.] 13. Jan. Gattung. Frted⸗ M ainz Groß⸗ gerau fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 13 3013 46 12 45 Korn„„ 104511 20 10 50 Gerſte„„ 8 848 4.30 4130 Hafer? 41201 41 48 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 24. bis 29. Januar 1846. 2 Fried⸗Butz⸗ E Brod⸗Preiſe. berg. bach. 2 kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod 31 31 3% 3 21„ 7. 77 2 4 77 77 15 10 15— . Lth. — Milchbrod 13 1 2 — Waſſerweck 14 — Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14 14 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 9— 2 1 2 7 gemäſtete—. 5 ;%% gemäſtetes 8—— 5 Rindſteic ungemäſtetes 428282 5 Kalbfleiſch 7 74— „Schweinenfleiſch 91 310— n Hammellleiſch 81 8 „ Schaaflleiſch l 6— 51— „ Wurſt von blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt 104 „ Bratwurſt 144 2144 „Schwartenmagen 15— 15— „Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 15— 15— „ Dörrfleiſch 15— 15— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20 20 unausgelaſſen 181— 18— 5 Nierenfett 20 20 „Hammelsfett 161— 116— Der Gr., Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Poltzei⸗Tare für die Stadt Bußbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 2 an ſa Betreff D fügung Weg, Mei 0 an die lichen an di das ei Bureau Jederm 0 R Okiref prüad könger ſtagz der