übbach unge — zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets für ½ Jahr 40 kr.— Durch beziehen. Friedberg. Intelligenz-Olatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, Mittwoch, den 23. Dezember die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 13846. S„Intelligenz⸗ Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1847, ganz in derſelben Weiſe wie im Jahre 1846, wöchentlich bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., urch alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen iſt das Intelligenz⸗Blatt, nach einer Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr. emeſter für 48 kr. zu 0 Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Petitzeile 4 kr., für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen. a 5 C. Bindernagel. Ein Stückchen Papier. f(Schluß) Doch auch die Produkte dieſer Volksſchriftenvereine ſind nicht immer die vorzüglichſten und beſten,— ja es gibt deren ſogar, die durchaus nicht zu empfehlen ſind,— und auch hier iſt alſo die Auswahl immer noch ſchwer. Dies ſahen auch jene Gelehrten in Berlin, Dieſter weg, Dr. J. Gersdorf, Löſt, Otto Ruppius, Friedr. Schmidt, ſehr wohl ein und gründeten im Juli des vorigen Jahres ein: Organ für das geſammte deutſche Volks— ſchriften weſen.— Dieſes Organ iſt weniger für die ein zelen Mitglieder eines Vereins, als für die Vorſteher deſſelben beſtimmt. Ihnen ſoll es ein gerader, treuer Rathgeber für die Anſchaffungen ſein, ſoll ihnen manche getäuſchte Hoff— nung, die ſchon viel verſprechende Titel, gewiſſenloſe Empfeh⸗ lungen hervorgerufen, fur die Zukunft erſparen, es ſoll ihnen ſtets die Ueberſicht über das ganze Feld der neueſten Volks— literatur, und auch die Kenntniß alles wahrhaft Brauchbaren aus älterer Zeit möglich machen.]— Zuletzt ſchließt dann unſer Herr Pfarrer ſo: „Ja, ihr Lehrer des Volkes, ihr Freunde des Bauern— ſtandes, des wichtigſten von allen,(wie Max von Schenken— dorf ſingt) laßt das Volk leſen,— ebnet ihm den Weg zur Erreichung dieſes Mittels zu ſeiner Ausbildung, ſpart keine Mühe, ſcheut kein Opfer, dem Landmänn eins der höchſten Güter dieſer Welt zu bringen, nämlich: geiſtige Bildung. Geht aber ja bei eurer Aufopferung für den Bauernſtand nicht allzuweit,— werft euch nicht als die alleinigen all⸗ zu ängſtlichen Sorger für das Volkswohl auf, ſtellt euch nicht als die einzigen Autoritäten und Lenker an die Spitze eines Vereines, der nur ſeinen Zweck erreichen kann, wenn er ſich aus ſich ſelbſt entwickelt, wenn er durch ſich ſelbſt er⸗ ſtarkt, wenn jedes einzelne Mitglied an ſeiner Vollendung arbeitet. Nur Leben aus ſich ſelbſt entwickelt iſt wahres Leben. 7 Angeregt kann es von außen werden, aber nicht gebildet, nicht zugeſchnitten, nicht entwickelt.——— Wenn einer hier das Blättchen auf den Chauſeeſteinen etwa finden ſollte und vielleicht die Güte hätte,'s dem Herrn Redaction des Friedberger Blättchens zu ſchicken, ſo mag er bitten, daß mein Artickelchen hier recht bald aufgenommen werde, aber ja in das Samſtagsblättchen, und warum? Weil ſo'n Samſtagsblättchen den Sonntag in unſerm Dorf' von meinen Freunden, den Bauern, beſſer geleſen werden kahn, weil ſie an ſo'm Tag mehr die Zeit dazu haben, und weil's auch auf ſo'm andern Dorf, wie auch auf'm Hüttenberg, in Brantweinhauſen, in der Spinnſtub' und 'm Wirthhaus eher geleſen werden kann.— Haben Sie— unbekannter Findling— auch die Gewogenheit und ſchreiben Sie gefälligſt d'runter, der Voll⸗ ſtändigkeit wegen: Von der kurheſſiſchen Grenze am 24. Oktober 1846. a Ein Wetterauer. P. S. Daß dieſes Stückchen Papier nicht von mir ſebſt eingeſchickt worden iſt, beruht auf'nem Geheimniß, das ich vielleicht ſpäter durch'n„Stück Papier“, welches ich dem Herrn Redaction ſchicke, aufhelle.— Ferner wollte ich hier in dieſem kleinen Anhang noch einige zweckmäßige Bücher für Leſevereine oder zum Selbſt— gebrauch hinſchreiben. Neulich hat dieſe unſer Herr Pfarrer commandirt: 1) Der Bauernſpiegel von Metzger, Frank⸗ furt 1845. 2) Joach Nettelbeck, Bürger zu Colberg, Lebens— beſchreibung. Herausgegeben von Haken, 2. Aufl. Leipzig 1845. 1 fl. 48. 3) Die Spinnſtube von Horn, Frankfurt 1846. 4) Meiſter Jordan oder Handwerk hat einen gol— denen Boden, von H. Zſchokke. Aarau 1845. 5) Das Gold— macherdorf von Zſchokke. Aarau 1837. 6) Kinder- und Haus— mährchen von Grimm, 2. B. Berlin 1844. 7) Die Sagen und Geſchichten des Rheinlandes von Karl Geib, Mann⸗ heim 1836. 8) Schatzkaſtlein des rheinländiſchen Hausfreundes von Hebel, Stuttgart 1842. 9) Schwänke des rheinländi⸗ ſchen Hausfreundes von Hebel. Stuttgart 1839. Mit vielen Abbild. 10) Geſammelte Schriften von Fried. Schmidt (Verfaſſer der Oſtereier). 11) Meine Winterabende, von Oldendorp, Ronneburg 1838. 12) Buch der ſchönſten Ge⸗ ſchichten und Sagen, von Schwab, 2. Aufl. 2. Band Stutt⸗ gart 1843. 13) Nieritz Jugendbibliothek. 14) Marſchall Vorwärts! Blüchers Leben von Rauſchsik. 2. Aufl. Berlin 1845. 15) Wanderungen, von Döbel,(Wagnergeſelle) Ei⸗ ſenach 1838— 39. 2. B. 14) Wanderungen von Holt⸗ haus(Schneidergeſell) Barmen 1843. 3. Auflage(Meiſter⸗ haft bearbeitet). 17) Schwarzwälder Dorfgeſchichten, von B. nr 3. Aufl. Mannheim 1846. 18) Conrad Wie⸗ derhold und der 30jährige Krieg, von Dietrich. Ulm 1844. Anzeige. Das Sonntag den 13. d. M. zum Beſten der hieſigen Kleinkinderſchule veranſtaltete Concert trug ein: 1) durch Subſcription.: fl. 37— 30 kr. 2) an der Kaſſe„, 3—. 54 3) bei Herrn Gerlach.„ 9— 36„ fl. 51——„ Die Koſten beſtanden in Ausgaben für: i 1) Drucker i. fl. 1— 40 kr. 2) Miethe eines Saalss.„ 4— 30„ 3) Miethe eines Flügels„ 4——„ 4) Der Concertdiener„ 1— 12% ö fl. 11— 22 kr. Der Reinertrag von fl. 39— 38 kr. ward am 14. Debr. von dem Unterzeichneten an das Vorſtands mitglied der Kleinkinderſchule, Herrn Prof. Dieffenbach, ſammt den betreffenden Papieren abgegeben, welche letztere 8 Tage lang den Intereſſenten zur Einſicht offen liegen. Dem Herrn Glück für ſeine freundliche Unterſtützung, ſowie dem verehrlichen Publikum für die herzliche Theil⸗ nahme wird der wärmſte Dank gezollt. Friedberg den 14. Debr. 1846. 5 Im Namen der Concertgeſellſchaft: F. Bingmann, cand. theol. Empfangsbeſcheinigung. Für die arme Wittwe und die ſieben unmündigen Kindern des in einer Sandgrube umgekommenen Schlegelmilch zu Aſſenheim iſt bei mir eingegangen: von Hrn. S. in F. 1 fl., Laſſet uns Gutes thun und nicht müde werden 24 kr., von Legan 36 kr., von H. 1. fl., von S. in O. 30 kr., von B. 30 kr. Friedberg den 21. Dezember 1846. C. Bindernagel. *. 404 Kirchenbuchsauszuͤge vom October 1846. ö I. Laubach. 2 Getraute: 8. Georg Hartmann Chriſtlieb, des weiland Joh. Georg Chriſtlieb ehel. led. Sohn und Anna Katharina Fran⸗ ciscus, des geweſenen Hofgärtners Karl Heinrich Fran⸗ Ciscus, hinterlaſſene uneheliche Tochter. 8. Johann Friedrich Balthaſer Spuck, des Joh. Konrad Spuck ehelicher lediger Sohn und Louiſe Charlotte Fran⸗ ciscus, des geweſenen Hofgärtners Karl Chriſti an Franciscus hinterlaſſene ehliche Tochter. 27. Gottfried Heinrich Wilhelm Adolph Hubenthal, Gräf— licher Oeconomieverwalter, des weiland Chriſtoph Georg Hubenthal, kurheſſiſchen Pfarrers in Grebenau, Amts Melſungen, ehelich lediger Sohn und Magdalena Frank, des Gräflichen Büchſenſpanners Wilhelm Frank eheliche ledige Tochter dahier. a e er Getaufte: 5 2 4. Dem Bürger und Fiſcher Johs. Gerbich ein Sohn, Friedrich, geb. den 9. September. 5 18. Dem Bürger und Schneider Chriſtoph Döll ein Sohn, Karl Chriſtian, geb. den 21. September. 18. Dem Burger und Sandgießer Heinrich Wilhelm Hel⸗ wich ein Sohn, Philipp, geb. den 21. September. 25. Dem Bürger und Ackermann Heinrich Zangler ein Sohn, Wilhelm, geb. den 1. Oktober. 5457620 25. Dem Bürger und Ackermann Hartmann Wagner ein Sohn, Julius, geb. den 7. Oktober. 5 5 Beerdigte: nn de 13. Johanna Maria Matern, des Buͤrgers und Landge⸗ richtsactuariatsvicars Johs. Matern eheliches Töoͤchter⸗ chen, alt 6 Monate, k den 10. Oktober. 15. Katharina Eliſabetha Lenz, des weiland Johs. Lenz ledige Tochter, alt 45 Jahre, 2 Monate und 5 Tage, t den 13. Oktober. b 28. Johanna Eliſabetha Henriette Diehl, des weiland Joh. Georg Diehl hinterlaſſene Wittwe, alt 48 Jahre, 11 Monate und 21 Tage, 1 25 Oktober. II. Ulrichſtein. Getraute: Keine. Getaufte 16. Dem Gr. Heſſ. Gensdarm, Herrn Chriſtian Wilhelm Ritzert, eine Tochter, Maria Eliſabetha, geb. am 27. September. Beerdigte: Keine. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d Nεινννᷓ Aufforderung. Betreffend: Grundrentenablöſung. (170) Nachfolgende Grundrenten ſollen nach den beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften im achtzehnfachen Betrage abgelöͤßt werden: I. In der Gemarkung Windhauſen: die dem Gr. Heſſ. Miniſterialrath Freiherrn Schenk in Schweinsberg zu Darmſtadt in daſiger Gemarkung zuſtehenden Grundrenten für das geſetzlich berechnete Ablöſungscapital von 4039 fl. 39 kr. im Ganzen. II. In der Gemarkung Feldkrücken: die dem Königl. Preußiſchen Major Freiherrn Seebach zu Langenſalza in daſiger Gemarkung zuſtehenden Grundrenten für das geſetzlich berechnete Ablöſungscapital von 20 fl. 15 kr. Alle bei dieſen Ablöſungen Betheiligten, mit Ausnahme des Gr. Lehnsfiscus rückſicht⸗ lich eines Theil's der Grundrenten sub I. deſſen Anſprüche von dem Herrn Berechtig⸗ ten in Anſehung dieſes Theils des Ablöſungs— capitales mit 771 fl. 49½ kr. anerkannt ſind, werden hierdurch aufgefordert, ſo gewiß binnen zwei Monaten a dato ihre allenfallſigen Rechtsanſprüche dahier anzu⸗ zeigen, als ſonſt, nach Ablauf dieſer Friſt, die Auszahlung der Abkaufscapitalien an die Herrn Berechtigten, gegen Ausſtellung der Yblöſungsurkunden, erfolgen wird. Ulrichſtein den 28. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edictalladung. (1787) Cigentbums⸗ oder ſonſtige ding⸗ liche Anſprüche an die von Johannes Eisfellers Eheleuten in Felda beſeſſenen, theilweiſe ver⸗ äußerten, Grundſtücke ſind binnen 4 Wochen ſogewiß dahier anzuzeigen, widrigenfalls den⸗ ſelben eine ihr Eigenthum beſcheinigende Ur⸗ kunde zugefertigt, reſp. der Kaufbrief beſtaͤtigt wird. Ulrichſtein am 8. Dezember 1846. Großh., Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edictalla dung. (172) ueber das Vermögen des Chriſtian Hahner zu Glashüttnn iſt der förmliche Con⸗ cursprozeß erkannt worden. Demnach werden alle Diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Rechtsanſprüche aus irgend einem Grund an gedachten Cridar haben, zu deren (1805 e den W. baate 3 der Gel nahme Verſteig Bei nehmig Gri. (180 aid 9 geringe dieſer dat Gr erkann Forder Maſſe ſelben a er J Glaub ſo an heit d La ding ⸗ eller ver⸗ ochen den⸗ Ur- lätigt Geltendmachung vor unterzeichnetem Gericht * 2 ſt. den 2 Februar k. J ienſtag den 2. N„J.. a Mocgend 9 Ubr⸗ anberaumten Liquidationstermin, unterm Rechtsnachtbeil des ſtillſchweigend erfolgenden Ausſchlußes von der Maſſe, bier mit vorgeladen. Etwaige Bevollmächtigte haben ſich mit ſpe⸗ cieller auf Abſchluß eines Arrangements Be. ſtellung eines Maſſecurators und Verſilberung des Maſſevermögens gerichteten Vollmacht zu verſehen. Nidda den 28. Novembee 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daf. b Cattrein. Edictalladung. (1783) Cigentbums. oder ſonſtige Anſprüche an die von Mattbäus Joſt und ſeiner Che⸗ frau Eliſabethe, geb. Wenzel, zu Ulrichſtein, ausweislich der vorgelegten Grundbuchs ⸗Aus⸗ zuͤge, beſeſſenen Immobilien in den Gemar⸗ kungen Ulrichſtein und Köddingen, von welchen die in der erſtgenannten gelegene Wieſe X/122 97[I Klafter am Krätzges an Joſt Grob, im Grundbuch vor dem Namen des Georg Joſt ſteht, ſind ſogewiß binnen vier Wochen, von heute, dabier anzuzeigen und zu begrün⸗ den, widrigenfalls das Eigenthum der Ge⸗ nannten an denſelben für nachgewieſen ange⸗ nommen und ibnen eine, ihr Eigenthum daran beſcheinigende, Urkunde zugefertigt werden wird. ulrichſtein den 8. Dezember 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Zimmermann. Holz⸗Verſteiger ung. (1807) Dienſtag den 29. Dezember 1846 ſollen in dem Gemeindewald zu Södel 67 Eichenſtämme, enthaltend 6198 Kubik Fuß, oͤffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Ssdel am 19. Dezember 1846. a Der Grßb. 8 q t h. Publican dum. (1808) Bei dem Fürſtlich Solms⸗Braun⸗ err Rentamte zu Griedel ſollen Montag den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, gegen baare Zahlung von ½ bei Bekanntmachung der Genehmigung, und/ vor der Cmpfang⸗ nahme binnen drei Wochen, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden: 1) Walzen 10 Malter, 2) Korn 300 Malter, 3) Gerſte 300 Malter, 4) Heu 150 Centner, Bei annehmbaren Geboten wird die Ge⸗ nehmigung ſogleich ertheilt. Griedel den 18. Dezember 1846. Der Rentamtmann Friedrich. Edietal ladung. (1809) Die Erben des Schulvicar Fried⸗ rich Haupt von Ruppertsburg haben deſſen geringen Nachlaß ausgeſchlagen, und da dieſer Nachlaß bedeutend überſchuldet iſt, ſo bat Großh. Hofgericht darüber den Concurs erkannt. In Folge deſſen werden Alle, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an die Maſſe zu haben glauben, aufgefordert, die⸗ ſelben Dienſtag den 12. Januar k. J., Vormittags 10 Uhr, dahier geltend zu machen, als ſonſt ſie von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Bekannte Gläubiger werden, wenn ſie nicht erſcheinen, ſo angeſehen, als ſchlößen ſie ſich der Mehr⸗ heit der Erſchienenen an. Laubach den 28. November 18465. Grßh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard. Edietalla dung. (1781) In dem Hypothekenbuche der Gemeinde Merlau ſtehen unter Andern noch folgende zwei Verpfändungen ungelöſcht, als des Schuldners Namen und Wohnort Gläubigers n a geit der Anzahl] Größe Errichtung der unter⸗ des Ka⸗ Obligation ſpfänderſ pitals — Johannes Dörr von Merlau Johann Georg Erdmann von Merlau ſungen 0 Chriſtian Kaſper von Flen⸗ Konrad Zöcklers Wittwe von Grünberg 18. Jan. 1787] 13 350fl. 21. Feb. 1816 3 150 fl. und hat der letzige Beſitzer mehrerer dieſer Unterpfänder dahier deren Abtragung wahrſcheinlich ge⸗ macht, ohne dieß jedoch durch Beibringung der quittirten Obligation nachzeigen zu können. 5 Es werden daher auf deſſen Antrag alle diejenigen, welche noch etwaige Anſprüche aus die⸗ ſen Verpfändungen bilden können, hiermit öffentlich aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 6 Wochen dahier geltend zu machen, als ſonſt die erwähnten Verpfändungs⸗ Einträge für erloſchen werden er⸗ klärt werden. Grünberg den 25. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt. Welcker. Dr. Ortwein. Edietalla dung. (1741) Nachſtehende Grundgefälle ſollen abgelöſ't werden, als: 1) Die dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms Braunfels Durchlaucht, in der Gemarkung Weckesheim zuſtehenden und vereinbarlich auf ein Abkaufcapital von 11062 fl. 17 kr.(Elf Tauſend Zwei und Sechzig Gulden, Siebenzehn Kreuzer) beſtimmten; 3 2) Die dem Herrn Grafen, Auguſt Friedrich Botho Chriſtian zu Stolberg Roßla und Ortenberg Erlaucht, in der Gemarkung Münzenberg zuſtehenden an Zinskorn, Zinsweizen, Zinsbafer und Geldzins in einem vertragsmäßigen Abkaufcapital von 494 fl. 42 kr.(Vierhundert vier und neun⸗ zig Gulden, zwei und vierzig Kreuzer) binſichtlich deren die Anſprüche Großh. Lehenbofs von Seiten des Berechtigten bereits anerkannt, und daher nicht anzu⸗ melden ſind. 3) Die dem Freiberrn Hauptmann und Kam- merherrn Friedrich von Bellersheim zu Darmſtadt und Generalpoſtdireetions⸗Se⸗ cretair Dr. Maximilian von Bellersheim zu Frankfurt a/ M. in der Gemarkung Bettenhauſen zuſtehenden an Zehntgrund⸗ rente und Vogteigrundrente von jährlich zuſammen 417 fl. 41% kr., in einem Abkaufkapital von 7518 fl. 31½ kr.(Sie⸗ ben Tauſend fünfhundert achtzehn Gul⸗ den, ein und dreißig Kreuzer, zwei Hel⸗ ler) binſichtlich deren die lehensherrlichen Gerechtſame des Großh. Hauſes Heſſen, ſowie des Geſammtbauſes Solms von Seiten der Berechtigten im Allgemeinen bereits anerkannt und daher nicht anzu⸗ melden ſind. 4) Die den beiden unter 3 genannten Frei⸗ berrn von Bellersheim in der Gemarkung Muſchenheim zuſtehenden an Zehnigrund— rente, Grundzinſen, Vogteigefällen und Hahnengeld jährlich zuſammen, 10 fl. 27 kr. in einem Ablöſungskapital von 188 fl. 6 kr.(Einhundert acht und achtzig Gulden, ſechs Kreuzer) binſichtlich deren der Großh. Heſſ. Lebenhof und die Lehen⸗ behörde des Geſammthauſes Solms, von Anmeldung ihrer lehensberrlichen Anſprüche entbunden ſind, da von den Berechtigten bereits die Lehenbarkeit dieſer Gefälle, als theilweiſe dem Großh. Hauſe Heſſen, theilweiſe dem Geſammthauſe Solms zu⸗ ſtehend anerkannt worden ſind. Es werden daher, nach Maßgabe des Ge⸗ ſetzes vom 27. Juni 1836, alle bekannte und unbekannte Betheiligte aufgefordert, etwaige Mechtsanſprüche binnen 2 Monaten um ſo gewiſſer dahier anzuzeigen, als gegenfalls die Auszahlung der Ablöſungskapitalien an die bezeichneten Berechtigten geſtattet werden wird. Hungen den 2. Dezember 1846. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solm'ſche Landgericht Hofmann. Obligations-Verlooſung. (1810) Bei der ſtattgebabten Verlooſung iſt die Nummer 17(fl. 100) zur Abtragung auf den 31. d. M. beſtimmt worden. Der Inhaber wolle daber bis dahin ſein Geld bei dem iſraelitiſchen Gemeinderechner in Empfang nehmen, da die Verzinſung mit dieſem Tage aufhört. Rödelheim den 23. November 1846. Der Vorſtand J. H. May. Zum Ausleihen. (1811) Aus dem bieſigen Kirchen⸗Fonds können ſogleich gegen genügende Hypothek 700 fl. im Einzelnen oder Ganzen ausge⸗ liehen werden. Wer hiervon ein Anleben zu machen wünſcht, wolle ſich in portofreien Zuſchriften an den hieſigen Kirchenrechner Herrn Frees wenden. Oſtheim den 17. Dezember 1846. Der Kirchenvorſtand: Köhler, pfarrer. Schneider, Bürgermeiſter. We Privat⸗ Bekanntmachungen. Tanzmuſik. (1805) Sonntag den 27. Dezember iſt bei mir gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet. Friedberg den 16. Dezember 1846. G. Gerlach. Hofraithe-Verſteigerung in Holzhauſen (17199) unterzeichneter will am 28. Decbr. d. J. ſeine neu erbaute Hofraithe mit Tanz⸗ ſaal, Krämerei und Wirthſchaft nebſt Scheuer und ungefähr 6 Morgen Grundſtücke meiſt⸗ bietend verſteigern laſſen. Kaufliebbaber wol⸗ len ſich in der Wohnung ſelbſt einfinden. Valentin Kitz. Empfehlung. (1790) Neben allen in mein Geſchäft ein⸗ ſchlagenden Artikeln empfehle ich noch zu den billigſten Preiſen und in ſchönſter Auswahl, meſſingene Leuchter aller Art, Fruchtmaße, desgleichen lakirte Blechwaaren. Bratpfannen. Aſchenkaſten von Eiſenblech Cbeſonders em pfehlenswerth beim Braunkohlenbrand), Ofen⸗ rohre de. a 5 Friedberg. K. Ludwig, Große piano Forte, (180) neueſter und beß ker Bearbeitung, und ſeyr ſchön und dauerhaft, mit 6 Octav und drüber, ſind zu 15, 12, 9 und 8 Carolin bei dem Unterzeichneten zu haben. Ferner ſind bei demſelben auch ſchon gebrauchte Cla⸗ viere zu 4, 3 und 2 Carolin wieder vorräthig, ſowie auch ſchöne neugefertigte Sophas zu den billigſten Preiſen. 7 Andreas Marguth Butz bach. 5 0 an der Caſerne. An verehrliche Redaction des Fried⸗ berger Intelligenz⸗ u. Kreisblattes. (1812) In Folge des ſich dahier verbreitet babenden Gerüchtes, als wenn ich der Ein⸗ ſender der im Kreisblatte Nr. 94. unter Ord⸗ nungsnummer(1721) entbaltenen Anfrage, bezüglich der Einwirkung eines bürgermeiſter⸗ lichen Sohnes auf die Gemeindeverwaltung ſeye, erſuche ich verehrliche Redaction, bie⸗ runter gefälligſt bemerken zu wollen, daß ich nicht der Einſender jener Anfrage ſey.“)— Dabei kann ich nicht die Bemerkung unter⸗ drücken, daß, wenn auch jeder Bürger ein gewiſſes Intereſſe für die Gemeindeverwaltung fühlen ſollte, mich die ſtädtiſche Verwaltung doch ſo wenig intereſſirt, als ein ſchlummern⸗ des Kind in der Wiege!— Uebrigens möchte ich allen Denjenigen, welche mich der Ein⸗ ſendung jener Anfrage geziehen haben, an⸗ rathen, ibr Urtheil fuͤr die Zukunft beſſer zu erwägen und in ſo lange das Gute von jed⸗ wedem Menſchen zu glauben, als ſie nicht von dem Böſen überzeugt ſind.— Grünberg den 18. Dezember 1846. Ludwig Kammer. w Wir beſtätigen ſolches der Wahrheit gemäß. 5 l Die Redaction. Einladung. 1813) Sonntag am 27, d. M., am 3. 8 iſt bei mir gutbeſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu höflichſt einſadet. Niederweiſel am 20. Dezember 1846. Ada mi, im Hirſch. Ein Logis, (18100 beſtebend im 2. Stock, einem Spei: cher und Stall fur vier Pferde, welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu ver⸗ miethen Kiefer Schutt. Spenglermeiſter. (1818) So eben iſt im Verlage von S. G. „ 406 Tanz muſik. (18160 Sonntag den 27. Dezember iſt bei dem Unterzeichneten gut beſetzte Tauzmuſik anzutreffen, wozu unter Zuſicherung guter Bedienung höflichſt einladet Fauerbach II. den 20. Dez. 1846. l Neiſel. ne (18170 In der Verlooſung für das kranke Mädchen haben die Nummern 34, 146, 186, 195, 200, 227, 245, 305, 362, 442, 454, 456 gewonnen. 955 0 Friedberg den 18. Dezember 1846. Literariſche Anzeige. Lieſching in Stuttgart erſchienen, in allen Buchhandlungen, in Friedberg bei Carl Bindernagel, zu haben Die ſymboliſchen Bücher a der a evangeliſch-lutheriſchen Kirche deutſch und lateiniſch. Neue ſorgfältig durchgeſehene Ausgabe, mit den ſächſiſchen Viſitations⸗Artikeln, einer hiſto⸗ riſchen Einleitung und einem Sfachen Regiſter. Beſorgt von J. T. Müller, evangeliſch⸗jutheriſchem Pfarrer in Immeſdorf. In ſechs Abtheilungen. Erſte Abtheilung.“ 12 Bogen in größtem Oktavfor. auf Velinpapier. In Umſchlag geh. 18 Sgr.— 54 kr. Rh Die vorliegende neue Ausgabe der ſymboli⸗ ſchen Schriften der evangeliſch-lutheriſchen Kirche findet ihre Berechtigung nicht allein in der ge⸗ genwärtigen, auf kirchlichem Gebiete ſo bewegten Zeit, wo dieſelben eine neue, und es darf wohl behauptet werden, eine Bedeutung erhalten haben, wie ſie in den verfloſſenen Jahrhunderten kaum größer war,— ſondern auch beſonders darin, daß ſie die beiden Texte, den lateiniſchen und deut ſchen, gibt, welche, wie bekannt, ſich kei⸗ neswegs durchgängig wie Original und Ueber⸗ ſetzung zu einander verhalten, vielmehr ſich ge⸗ genſeitig ergänzen, und daß ſie ſomit für das genaueſte und eingehendſte Studium der Haupt⸗ grundlage unſerer Kirche die reichſte Ausbeute darbietet. Es iſt eine ſolche Ausgabe ſeit faſt 100 Jahren nicht mehr gedruckt und eine Ver⸗ anſtaltung derſelben von Theologen, Geiſtlichen, Han auer Zeitung. (1815) Mit dem 1. Jan. 1847 beginnt ein neues Abonnement auf die Hanauer Zeitung. Die Blätter der Vergangenheit und Gegenwart, als Beilage der Hanauer Zeitung, bieten dem Freunde einer unterhaltenden Lectüre belletriſtiſche und hiſtoriſche Aufſätze, ſowohl ernſten als humoriſtiſchen und ſatyriſchen Inhalts, Original⸗Erzählun⸗ gen und zeitgemäße Poeſien, neben einer Menge Mannichfaltigkeiten, die den Tagesbe⸗ gebenheiten angehören. Da die Theilnahme, welche dieſen Blättern immer mehr zu Theil wird, ſich nicht blos auf den Ort ihres Erſcheinens und die nähere Umgegend beſchränkt, ſondern den ausgebreiteten Leſerkreis derſelben ſehr erweitert; ſo eignen ſich ſolche ganz vorzüglich zu Anzeigen und Be⸗ kanntmachungen aller Art, welche gegen 4 kr. per Zeile aufgenommen werden. Der reis der täglich erſcheinenden Zeitung und ihrer Beiblätter iſt 8 fl. 30 kr. rh. oder 2 Thlr. preuß. für den halben Jahrgang. Auswärtige abonniren bei ihren löblichen Poſtämtern. Es iſt wünſchenswerth, daß die Anbeſtellungen noch vor Ablauf dieſes Monats eingehen, um die Auflage genau beſtimmen zu konnen, indem wir ſpäter eintreffenden Beſtel⸗ lungen vielleicht ſonſt nicht durch vollſtändige Exemplare Genüge zu leiſten im Stande ſeyn möchten. Hanau, im Dezember 1846. Die Redaction der Hanauer Zeitung. Schulmännern, und Laien lebhaft gewünscht wor⸗ den, ſo daß die Beulcgehanplang ic nic ku ſchen wird, wenn ſie für ihr Unternehmen eine große Verbreitung vorausſetzt. * 3 u. N Weihnachts ⸗Geſchenken habe ich eine ſehr reiche und geſchmackvolle Aus. wahl von Werken vorräthig, ſowohl für Kinder als auch für Erwachſene und ſtehen ſolche zur Einſicht in meinem Geſchäftslocale bereit. Unter vielen andern empfehle ich beſonders nachſtehende ſich zu Feſt⸗Geſchenken eignenden 9 Bücher: (Schluß von Nr. 97 d. Int.⸗Bl.) A. Für Erwachſene: Leopold Schäfer. Der Weltprieſter. 2 fl. 30 kr Spindler's Vergißmeinnicht⸗ Taſchenbuch der Liebe, Freundſchaft und dem Familienleben des deutſchen Volkes gewidmet. Für 1847. + 54 kr. Tiedges Urania in engl. Einband mit Bil⸗ dern.. 2 fl. 42 kr. Rhein iſches Taſchen buch für 14 1 1 1 7 Mozart's Don Juan für das Piano ⸗Forte allein. Clavier⸗Auszug. 2 fl. 42 kr. Orpheon, Album für Geſang mit Piano⸗Forte in Original⸗Compoſitionen. 3 fl. 36 kr. B. Für die Jugend. Karl Ewald. Das Wiſſenswürdigſte aus der Naturgeſchichte. Ein Buch zur Lehre und Unterhaltung für Kinder. Mit 8 colorirten Bildern. 1ſt. Karl Glocke. Lichtbilder des ernſten und hei⸗ tern Jugendlebens. Mit 8 colorirten. 54 2 Ludwig Bech ſte in. Deutſches Mabrcengenge Göthe's Gedichte. Auswahl für Schule und Haus. Herausgegeben von Dr. Joh. W. Schäfer 1 Knoſpen. Sammlungen von neueren Dich⸗ tungen für die Kinderwelt.— Geſammelt und nach Art der Specter'ſchen Fabeln illuſtrirt von H. Kruſpe u. A. 36 Kirchliche Anzeigen a für Friedberg. Erſter Weihnachtsfeiertag. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Baur. Zweiter Weihnachtsfeiertag. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Strack. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Sonntag nach Weihnachten den 27. Dezember Pfarramtliche Functionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Wachter. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Walter. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Biudernagel in Friedberg. Wegen der Weihnachtsfeijertage erſcheint nächſten Samſtag keine Nummer dieſes Blattes. E22 1 — Di.„In 4 al(N. wände r% Jaht ae. ehen. eke de Eln Beleg. Mittwochs e das Sanſt Fri K an Betreffel Gre durch Aus magazine Indem i berichtlic Ihren 6 wie fern ſind, und zu aus G1 Betreff * Buſenb in die! in eine entſprun