gen Intelligenz-OGlatt für die Provinz Oherheſſen 4 im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 31. Mittwoch, den 22. April 1346. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung für 1846. In dem hieſigen Kreiſe wird die diesjaͤhrige Muſterung, reſp. Loosziehung, am 20. bis 26. Juni d. J. vorgenommen. Am 20. Juni l. J., Morgens präcis halb 8 Uhr, haben die Gr. Bürgermeiſter mit den Conſcriptionspflichtigen ſich einzuftnden aus den Buͤrgermeiſtereien: Altenſtadt, Bönſtadt, Bůudes heim, Aſſenheim, Bruchenbruͤcken, Fauerbach I., Bauernheim, Burggräfenrod, Fauerbach II., Beienheim, Butzbach, Florſtadt. Bodenrod, Am 22. Junil. J., Morgens präcis halb 8 Uhr, dgl. Friedberg, Hochweiſel, Ilbenſtadt, Großkarben, Holzhauſen, Kaichen. Heldenbergen, Höchſt, Am 23. Juni l. J., Morgens präcis halbes Uhr, dgl. Kirchgöns, Münſter, Niederurſel, Kleinkarben, Niedereſchbach, Niederweiſel, Langenhain, Niedermörlen, Niederwöllſtadt, Maibach, Niederrosbach, Oberau. Melbach, Am 24. Juni l. J., Morgens präcis halb 8 Uhr, dgl. Obererlenbach, Oberrosbach, Oſtheim, Obereſchbach, Oberwöllſtadt, Petterweil, Okarben, Ockſtadt, Pohlgöns. Obermörlen, Oppershofen, f Am 25. Juni l. J., Morgens präcis halb e8 Uhr, dgl. Rendel, Rommelhauſen, Steinbach, Rockenberg, Rödelheim, Steinfurt, Rodenbach, Södel, Vilbel, Rodheim, Stammheim, Wickſtadt. Die Prufung der Excapitulanten und Nicht⸗Excapitu⸗ lanten, welche ſich zum Einſtehen gemeldet haben, oder noch melden, erfolgt ſtets an dem Tage, an welchem die Con⸗ ſcriptionspflichtigen ihres Ortes gemuſtert werden, und zwar ſogleich nach beendigter Muſterung. Die Entſcheidung über die Depotanſprüche, wobei die Depotanſprechenden ſich gleich⸗ zeitig unfehlbar einzufinden haben, erfolgt jedesmal nach beendigter Muſterung. Am 26. Juni l. J. wird ſodann von den ſämmtlichen Conſcriptionspflichtigen das Loos gezogen und haben ſich die Großh. Bürgermeiſter ꝛc. mit den Conſcriptionspflich⸗ tigen präcis halb 8 Uhr Morgens dahier einzufinden. Da es mit großer Störung für das Geſchäft verknüpft iſt, wenn, wie dies zuweilen geſchehen, Einzelne von Ihnen nicht zur rechten Zeit zur Hand ſind, ſo erwarte ich von Ihnen, daß ſie ſich pünktlich um halb 8 Uhr auf hieſigem Rathhauſe ein⸗ finden. Gegen diejenigen, welche hiergegen handeln, müßte mit unangenehmer Verfügung vorgegangen werden. Sie werden die Militärpflichtigen und ſich zum Ein⸗ ſtehen ſchon gemeldet habenden Excapitulanten Ihrer Bür⸗ germeiſtereien alsbald um ſich verſammeln, ſie von dieſen Anordnungen in Kenntniß ſetzen, ſich um deren Verhältniſſe genau erkundigen, und diejenigen, welche an ſinnlich nicht wahrnehmbaren Fehlern und Gebrechen, als Kurzſichtigkeit, Schwerhörigkeit, fallender Sucht ꝛc. ꝛc. leiden, veranlaſſen, den Beſtimmungen im F. 10 Ziffer 6 und im§ 127 der Verordnung vom 30. April 1831 vollſtändig Genüge zu leiſten. Als vorzügliche Mittel zum Erweis dieſer oben be— nannten und andrer im Reglement vom 22. April 1834 (Regierungsblatt Nr. 42 von 1834) naher bezeichneten nicht erkennbaren Uebel gebe ich auch hier an: a) Beſcheinigung der Phyſikatsärzte oder derjenigen Aerzte, welche die Dienſtpflichtigen behandelt haben, wenn letz⸗ tere an Uebeln zu leiden angeben, die eine Folge uͤber⸗ ſtandener Krankheiten oder Verletzungen ſein ſollen; b) Atteſtate der Geiſtlichen und Schullehrer, deren Unter⸗ richt der Militärpflichtige genoſſen hat, jedoch wird hier, ſowie bei allen andern Zeugniſſen dieſer Art, er⸗ fordert, daß ſie ſich genau daruber ausſprechen, zu welcher Zeit der Militarpflichtige an dem betreffenden Uebel gelitten hat, und ob es Ausſteller bekannt ſeie, daß daſſelbe noch jetzt(zur Zeit der Muſterung) fort⸗ daure; C) Zeugniſſe der Buͤrgermeiſter und Gemeinderäthe, wobei zu bemerken iſt, daß, wenn dergleichen nur von einzel⸗ nen Mitgliedern und nicht von der, zu einem geſetzli⸗ chen Beſchluß des Gemeinderaths(nach Vorſchrift der Gemeindeordnung) erforderlichen Anzahl derſelben, aus⸗ geſtellt ſind, dieſelben nur dann volle Gultigkeit haben, wenn ſie eidlich vor Gericht abgelegt wurden; d) Zeugniſſe unbeſcholtener Männer, insbeſondere der bis⸗ herigen oder fruheren Dienſt⸗ oder Lehrherrn, Meiſter ꝛc. des Dienſtpflichtigen.— Es wird denſelben aber nur dann Beweiskraft beigelegt, wenn ſie eidlich vor Gericht abgelegt worden ſind. Da, wo Ihnen die Fehler und Gebrechen ſchon be— kannt ſind, oder bei dem Erſcheinen der Militärpflichtigen bekannt werden, haben Sie ſelbſt ohne Anzeige dieſer dahin zu wirken, daß die erforderlichen Zeugniſſe bis zur Muſte⸗ rung erbracht werden.— Ihre amtliche Thätigkeit wird aber in noch größerem Maaße in Anſpruch genommen, wenn ſich die Untauglichkeit auf Geiſtesſchwäche, Taubſtummheit und ähnliche Uebel gründet, die vorausſetzen laſſen, daß den daran leidenden Individuen die Kenntniß der beſtehenden geſetzlichen Vorſchriften ermangele. Kein Militärpflichtiger kann ſich durch einen Bevoll⸗ mächtigten, welcher Art er auch ſeie, fuͤr tauglich erklären laſſen; er muß in Selbſtperſon erſcheinen, inſofern er ſich nicht dem im Artikel 43 des Recrutirungsgeſetzes ausge— ſprochenen Nachtheile des Erſtmarſchirens ausſetzen will.— Von der Verbindlichkeit ſelbſt zu erſcheinen, ſind allein die⸗ jenigen ausgenommen, welche entweder durch gehörig Be⸗ vollmächtigte oder durch ihre Eltern, Großeltern, volljährige Geſchwiſter, oder durch ihre Vormünder bei der Muſterung erklären laſſen, daß ſie ſich bei dem Militärdienſt vertreten laſſen würden. Dieſe Erklärung geſchieht am Sicherſten mittelſt Vorzeigung der von der Großh. Staatsaſſekuranz⸗ anſtalt erhaltenen Verſicherungsurkunde. Friedberg den 16. April 1846. F ch len Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Muſterung pro 1846. Nach Benachrichtigung des Civil⸗Recrutirungscom⸗ miſſaͤrs der Provinz Oberheſſen ſoll im hieſigen Kreiſe die diesjährige Muſterung den 25., 26. und 27. Mai das Loo⸗ ſen den 28. Mai, jedesmal präcis um halb 8 Uhr Morgens anfangend, vorgenommen werden.— Es haben darum den 25. Mai die Gr. Buͤrgermeiſter von: Allertshauſen, Altenhain, Atzeuhain, Beltershain, Berns— feld, Bobenhauſen, Climbach, Ermenrod, Felda mit Klein⸗ felda und Schellnhauſen, Feldkrücken, Flenſungen, Gails⸗ hauſen, Göbelnrod, Großeneichen, Groß- und Kleinlumda; den 26. Mai die Gr. Buͤrgermeiſter von: Grünberg, Haarbach, Helpershain, Höckersdorf, Ilsdorf, Keſſelbach, Keſtrich, Kleineichen, Köddingen, Kölzenhain, Lauter, Lehnheim, Lindenſtruth, Londorf, Maiches, Mer⸗ lau, Niederohmen, Oberohmen, Oberſeibertenrod; den 27. Mai die Gr. Bürgermeiſter von: Odenhauſen, Queckborn, Reinhardshain, Rüddingshauſen, Ruppertenrod, Saaſen, Sellnrod mit Schmitten, Stangen⸗ rod, Stockhauſen, Stumpertenrod, Ulrichſtein, Unterſeiber⸗ „% 124 K. hauſen, Winnerod, Wohnfeld, Zeilbach mit allen Conſcriptionspflichtigen unfehlbar zur bemerkten Zeit in dem zur Vornahme des Geſchäftes beſtimmten Lokale zu erſcheinen, damit durch ſpäteres Kommen keine Störung entſteht. An jedem dieſer Tage nach beendigter Muſterung wird zugleich auch über die Depotanſprüche entſchieden.— Außerdem werden Sie jenen noch beſonders eröffnen, 1) daß alle Diejenigen, welche nicht der Staatsaſſecuranz⸗ anſtalt beigetreten ſind und ſich vertreten laſſen, ſich ſo gewiß perſönlich bei der Muſterung einfinden müſſen, als ſie ſonſt als dem Geſetze ausgewichen erklärt und von den geſetzlichen Nachtheilen getroffen werden, daß Jeder, der an einem Fehler leidet, welcher nicht alsbald durch die Sinne wahrgenommen werden kann, wie z. B. Schwerhörigkeit, Kurzſichtigkeit, fallende Sucht ꝛc. ꝛc., ſich nach Vorſchrift des§. 10 Ziffer 6 und§. 127 der Verordnung vom 30. April 1831 mit den erforderlichen Beſcheinigungen verſehen und ſolche bei der Muſterung mit zur Stelle bringen müſſe. Die Muſterung und Unterſuchung der ſich als Ein⸗ ſteher gemeldet habenden Excapitulanten findet an den be⸗ treffenden Muſterungstagen, die Prüfung der Nichtexcapitu⸗ lanten aber den 29. Mai und dann Morgeus um 8 Uhr ſtatt und Sie haben Diejenigen, welche ſich als Einſteher gemeldet haben, anzuweiſen, ſich an den genannten Tagen ebenfalls dahier einzufinden. ö i Grünberg am 16. April 1845. Ouvriſe x. Verein zur Verbeſſerung des Zuſtandes der Jrgelften. Unter Bezugnahme auf unſeren in der Großh. Heſſ⸗ Zeitung Nro. 103 veröffentlichten Rechenſchaftsbericht für die Jahre 1844 und 1845 fordern wir hiermit alle israeli⸗ tiſche Jünglinge, welche ſich dem Handwerkerſtande oder Ackerbau widmen wollen und die hierzu erforderlichen Faͤhig⸗ keiten beſitzen, auf, ihre mit den nöthigen Zeugniſſen ver⸗ ſehenen Geſuche bei dem betreffenden Vereinsbevollmächtig⸗ ten(für den Kreis Friedberg, Herrn Kreisbureaugehuͤlfen Fink in Friedberg, für den Kreis Hungen Herrn Rechner Funk zu Hungen und für den Kreis Grünberg, Herrn Kreisbureaugehülfen Henriey zu Grünberg) einzureichen; — diejenigen israelitiſchen Jünglinge aber, welche ſich zu Schullehrern ausbilden und nach§. 2 der Statuten erſt dann Anſpruch auf Unterſtützung haben, wenn ſie ſich auf einem inländiſchen Schullehrer-Seminar bereits befinden, haben ihre deßfallſigen Geſuche dem betreffenden Seminar-Director zu übergeben. 0 Darmſtadt den 6. April 1846. 4 Der Vorſtand des Vereins zur Verbeſſerung des Zuſtandes der Israeliten für die Provinz Starkenburg als Cenutral⸗Vereins⸗Vorſtand. f Goldmann. tenrod, Waicfartshain, Weitershain, Wettſaaſen„Wind⸗ Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. a N νι n Edictalladung. J(498) Charlotte Juſtine Loſchhorn, Tochter ö des vorhinigen Stadt⸗Chirurgen Theophylus Löſchhorn zu Grüningen, und ſeiner Frau Margarethe Cliſabeth, einer geb. Stock, ge⸗ boren den 23, Februar 1776, demnach ſeit Kurzem 70 Jahre alt, war an Konrad Mohr zu Annerod verheirathet, ſoll jedoch ſchon ſeit einer ſolchen Reihe von Jahren abweſend ſein, daß die Zeit ihrer Entfernung nicht ermittelt werden konnte. Die bei dem vorhinigen Amte Grüningen geführten Curatelacten beginnen bereits mit 1811. Als alleinige geſetzliche Erben erſcheinen noch zur Zeit, Konrad Mohr zu Annerod und Wilhelm Mohr zu Nürnberg, ſowie der Kirchenbuchsauszug außerdem noch eines außer⸗ ehelichen, in 1797 gebornen, Kindes, Louiſe, erwähnt, ohne daß über deſſen Exiſtenz etwas vorliegt... Da die ſeither beſtandene Curatel aufge⸗ hoben werden ſoll, ſo werden alle diejenigen, die, außer den genannten beiden Söhnen, An⸗ ſprüche zu machen gedenken, aufgefordert ſo⸗ gewiß binnen 3 Monaten ſich dahier anzu⸗ meiden, als ſonſten keine Rückſicht auf ſie genommen werden wird, ſowie auch die Euren⸗ din ſelbſt, wenn ſie noch am Leben ſein ſollte, angewieſen iſt, ſogewiß binnen gleicher Friſt ſich dahier anzumelden, als ſonſten ihr wirk, rcapitu⸗ Uhr inſteher Taqen liches Ableben unterſtellt und über ihren Nach⸗ verfügt werden ſoll. 1 den 24. März 1846.. 0 Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung. Kaspar Schomberts Kinder von Al Kaidonſen haben die überſchuldete Verlaſſen⸗ ſchaft ihres Vaters an deſſen bekannte Gläu⸗ biger abgetreten und die Letzteren über die Vertheilung der Maſſe eine Uebereinkunft ge⸗ troffen. Etwaige unbekannte Gläubiger wer⸗ den hiermit aufgefordert, ihre Anſprüche an die Maſſe und insbeſondere an das bereits veraͤußerte Immobiliarvermögen binnen 6 Wochen von beute an ſo gewiß dahier geltend zu machen, widrigenfalls ſie bei der Ordnung der fraglichen Perlaſſenſchaft keine Berückſich⸗ tigung finden und dieſelde den aufgetretenen Gläubigern nach Maßgabe der Uebereinkunft überlaſſen werden wird, auch den Kaufbriefen über das verkaufte Grundvermögen die gericht⸗ liche Beſtätigung unbedingt ertheilt werden ſoll. Grünberg den 25. März 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bücking. PTrO(Ia ma. (820) Die den Georg Müllers Kindern zu Eichelsdorf gehörige herrſchaftliche Erbleih⸗ mühle, die ſ. g. Junkermühle bei Eichelsdorf, nebſt dazu gebörigem Garten, Acker⸗ und Wieſenland, ſoll erbtheilungshalber in dem auf Montag den 18. Mai d. J., Morgens 10 Uhr, anberaumten Termin, in dem Gemeindehaus zu Eichelsdorf meiſtbietend verſteigert werden, was man mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß ſich auswärtige Steig⸗ liebhaber über ihre Zahlungsfaͤhigkeit durch gerichtliche Zeugniſſe auszuweiſen haben. Zugleich wird bemerkt, daß dieſe Mühle drei Mahlgänge, eine Schlag- und Schälmühle bat, und daß ſich ſämmtliche Gebäulichkeiten im beſten Zuſtande befinden. Dieſelbe iſt an der unfern vorbeiziehenden Chauſſee, 1½¼ Stunde von den Städten Nidda und Schot⸗ ten und in der Nähe mehrerer anderer Ort— ſchaften gelegen, auch ſtets mit dem gehörigen Mühlwaſſer verſehen und überhaupt durch ihre günſtige Lage vor vielen andern an der Nidda gelegenen Mühlen bevorzugt, ſo, daß ſie ſich nach dem Urtheil Sachverſtändiger zu einem ganz befonders ergiebigen Geſchäftsbe⸗ trieb eignet. Nidda den 2. April 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Lieferung von Pflöcken. (319) Freitag den 24. April d. J., Vor⸗ mittags 10 Uhr, ſoll auf hieſtigem Rathhauſe die Lieferung von 500 Stück 30“ langen und 950 Stück 25“ langen eichenen Pflöcken an den Wenigſtnebmenden in Accord gegeben werden. Die Bedingungen werden bei der Verſteigerung bekannt gemacht. Vilbel am 14. April 1846. Der Gr. Heſſ. Sectionsingenieur der Section Vilbel Eickeme yer. Bekanntmachung. (350) Nach geſchehener Anzeige ſoll der Plandſchein Nr. 14,255 verloren worden ſein. Es wird deshalb Derjenige, welcher denſelben beſitzt, aufgefordert, denſelben binnen einem Vierteljahr, von heute an gerechnet, an die Unterzeichneten abzugeben, oder ſeine allen⸗ fallſige Anſprüche geltend zu machen, anſonſt % 125. das Unterpfand nach Ablauf dieſer Friſt an den Einleger gegen Dublicatſchein zurückgege⸗ ben werden wird.. N Friedberg am 15. April 1846. Für die Pfandhaus ⸗ Verwaltung Faatz. Carl Klein. Bekanntmachung. (850) Donnerſtag den 23. I. M., Morgens um 9 Uhr anfangend, ſollen in N Rath⸗ hauſe die Begraſungen ſämmtlicher Allmeien in beiden Gemarkungen für 1846 öffentlich meiſtbietend verpachtet werden, als: 19 der Stadtſchreibereygraben in ſieben Ab⸗ theilungen, 2) der Muͤhlgraben, 5 3) der Seergraben in acht Theilen, 4) der große und kleine Wildkautsgraben, 5) der Weg nach dem Holzpförtchen und Nebengaſſen, 6) der Ringgraben, 7) der Weg an der Fauerbacher Grenze u. Barbaragaſſe, J 5 8) der Alleeweg, der große und kleine Schüz⸗ zenrain, in ſechs Abtheilungen, 9) die alte und neue Bleiche, 10) die Langgaſſe und Nebengaſſe, 119 der Weg nach der Schlockergaſſe, 12) ein ungemeſſenes Stück an Salzmaun's Garten, 1 13) die Begraſung der verſchiedenen Wegen in der Burg⸗Gemarkung, in 14 Abthei⸗ lungen benebſt dem Fahrweg zur Hälfte an Poſthalter Helmolt's Wieſe im Ried, 14) die Begraſung des viereckigen Weihers, 15) der Bleichplatz daſelbſt, g 16) die Begraſung der Feldwege in der Burg⸗ gemarkung, 17) desgl. an den Rainen der Chauſſee, 18) die Begraſung der Bleichplätze an der Seewieſe und jenſeits der Uſa, am Grau— bart'ſchen Garten, 5 19) die Begraſung des Taubenrains und der krummen Gaſſe bis an die Straßbach, in der Stadt⸗Gemarkung, 20) desgl. die Mittelhohle von der Ockſtädter Grenze bis an die Straßbach, 21) der Sautrieb, 22) der ſtumpfe Graben, von der Straßbach bis an Diebsweg, 23) der dicke Rain, bis an die Straßbach, 24) der Lachenweg, bis an die Wieſen, 25) der Schützenweg, 26) der Rain an der Chauſſee. 27) die Begraſung eines an d. Rentamtsdiener Heß ſchen Hofraithe liegenden Stücks. Friedberg am 14. April 1846. i Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de r. 270 fl. (537) liegen in der Rodheimer Gemeinde⸗ kaſſe zum Ausleihen bereit. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Edicetal ladung. (547) Cigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſprüche an die von den Erben der Hein⸗ rich Kaiſer's Eheleute von Köddingen veräu— ßerten Immobilien, worüber Grundbuchs ⸗Aus— zug bei unterzeichnetem Gericht zur Einſicht offen liegt, ſind binnen vier Wochen von heute geltend zu machen, widrigenfalls die Kaufbriefe beſtätigt werden. Ulrichſtein am 3. April 1846. 5 Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edietalladung. (68) Nachdem über den Nachlaß des Dre⸗ her Martin Lotz von bier der Concursproceß erkannt worden iſt, ſo werden alle, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche an den⸗ * ſelben zu machen haben, geladen, dieſelben Dienſtag den 19. Mai d. J., Morgens 8 Ubr, bei Vermeidung Ausſchluſſes von der Maſſe, dahier geltend zu machen. Bekannte Glaͤu⸗ biger, die im Termin ausbleiben, werden ſo angeſeben, als ob ſie den Beſchluͤſſen der Mehrheit, die erſcheinen, beitreten wollten, was namentlich auch bezüglich eines etwaigen Vergleichs gilt. Laubach den 6. April 1846. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht Brumhard— Frucht⸗ und Stroh-Perſteigerung. 69) Dienſtag den 28. d. M., Vormittags um 10 Uhr, werden in der Falkenſtein'ſchen Mühle dahier verſteigt: 55 Malter Waizen, 70„ Korn, 70„ Gerſte, 60„ Hafer, ſodann 44 Gebund Lang⸗ und 25„ Wirrſtroh. Obererlenbech den 18. April 1846. Der Gräflich Ingelheim'ſche Rentmeiſter Staus. Holz ⸗Verſteigerung. (870) Dienſtag den 12. Mai d. J., Mor⸗ gens 10 Uhr, und den folgenden Tag, werden in dem Wehrheimer Gemeindewald: 1) im Diſtrict Heßberg 1. Theil: 2 Klafter buchen Scheitholz, 2½%„ birken und erlen Holz, 5„ kiefern Holz, 3700 Stück gemiſchte Wellen und 1% Klafter Stockholz, 2) im Diſtrict Heßberg 2. Theil: 8450 Stück gemiſchte Wellen, 3) im Diſtriet Wolfsborn 3. Theil: 600 Stück Hopfenſtangen, 2400„ Bohnenſtangen und 1400— tannen Wellen verſteigert. Uſingen den 15. April 1846. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißeren Schapper. Gras-Verſteigerung. (8710 Die diesjährige Grasbenutzung in dem vorderen und hinteren Hirſchgraben, auf dem alten Friedhof der Burg und am Burg⸗ berg dahier, wird Freitag den 24. d. M., Nach⸗ mittags 4 Uhr, an Ort und Stelle verſteigert und der Anfang im hinteren Hirſchgraben gemacht. Friedberg den 18. April 1846. Der Grßh. Heſſ. Domänenrath Bu ß. Frucht ⸗Verſteigerung bei dem Rent⸗ 5 amte Grünberg. (872) Künſtigen Dienſtag den 28. April I. J., Vormittags 9 Uhr, ſoll bei dem hieſigen Rentamfe eine Parthie Früchte, beſtehend in Korn, Gerſte und Hafer, öffentlich verſteigt werden. Grünberg den 16. April 1846. Großh. Heſſ. Rentamt daſ, Bötticher. Faſelochs-Verſteigerung. (873) Donnerſtag den 23. d. M., des Nach⸗ mittags 1 Ubr, ſoll der, der bieſigen Gemeinde gehörige Faſelochs an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung auf hieſigem Rathhauſe verſteigert werden. Fauerbach II. am 18. April 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Philippi. Verſteigerung. (5770 Donnerſtag den 23. April, Morgens um 8 ½ Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe nachſtehende Gegenſtaͤnde öffentlich meiſtbie⸗ tend verſteigert, als: 1) ein Kleiderſchrank, 2) eine Kiſte und 7 3) ein Frauenkleid. Friedberg den 18. April 1846. In Auftrag Gr. Heſſ. Landgerichts Friedberg: der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (875) Donnerſtag den 23. April, Morgens um 8½ Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe auf Antrag des Bürgers Chriſtian Briel dahier und deſſen großjaäbrigen Kindern nachſtehender denſelben eigenthümlich zuſtehender, am Uſa⸗ berg liegender Garten freiwillig, meiſtbietend verſteigert, als: Pag. u. Nr. 149/23, 63 Ruthen(123 Klaf⸗ ter) in der 6. Gewann in der Uſa⸗Vor⸗ ſtadt, zwiſchen den Thoren und Jakob Heß gelegen. Friedberg den 18. April 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz⸗Verſteigerung. 876) Dienſtag den 28. l. M., Vormittags 10 Übr, ſoll in dem Gräflich Solms⸗Rödel⸗ heim'ſchen Bainhardswald bei Roßbach das nachfolgende Holz, naͤmlich: 5 29 Stecken eichen Stockholz, 46 1„ Stangenholzreiſer, 27. 7 7 Prügel holz, 75 Wellen- Aſtreiſer, 1700„ gemiſchte Reiſer, 2 Stück Nutzholz, zu Hau- und Hack⸗ klötzer geeignet, 5000„ eichene Bobhnenſtangen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 18. April 1846. Gräflich Solms⸗Röͤdelheim'ſche Forſtverwaltung. Holz⸗Verſteigerung. (877) Künftigen Dienſtag den 28. l. M., Vormittags 9 Übhr, ſollen auf dem Gräfl. Solms⸗Rödelheim'ſchen Bergwerke bei Bauern. beim 30 bis 40 Stecken Brennholz, von ver⸗ ſchiedener Holzgaltung, meiſtbietend verkauft werden. 5 Oſſenheim den 19. April 1846. Weis. aN NN⁰Uu⁰⁰α⁰⁰ονι¹ Privat⸗ Bekanntmachungen. Annonce. (816) Ich Endesunterzeichneter beehre mich hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß ich auf hieſigem Platze, neben meinem bis⸗ herigen Frucht? und Mehlhandel, en gros, nunmehr auch Mehl in allen Sorten, Früchte jeder Gattung, welche Letztere ſich namentlich wegen beſonderer Qualität für die Ausſaat eignen, im Kleinen verkaufe. Stets werde ich mir's angelegen ſein laſſen, meinen geehrten Abnehmern ſowohl durch vor⸗ züͤgliche Quälitäten, als auch zu äͤußerſt billi⸗ gen Preiſen zu entſprechen. Vilbel. Marcus Strauß. Koͤniglich Sardiniſches Staats-Anlehen von 3,600,000 Franken. (817) um 1. Mai 1846 findet die erſte Gewinn⸗Vertheilung dieſes Staats ⸗Anledens öffentlich ſtatt, bei welcher 4000 Gewinne, als Fres. 80,000, 10000, 2000, 34 500, 10 à 100, 10 à 78 und 3974 à 10 gezogen werden. 7 55 Die Original ⸗Obligationslooſe hierzu ſind bei unterzeichnetem Handlungshauſe für fl. 20 zu erhalten.— Plane gratis— Nach der Ziehung wird die amtliche Ziehungs⸗ liſte der gezogenen 4000 Gewinne pünktlich eingeſandt. 3 3 Moriz J. Stiebel, Banquier in Frankfurt am Main. Ge ſ u ch. (542) Ein Kreisrath aus hieſiger Provinz ſucht einen Kutſcher, der gut mit Pferden umzugehen weiß. Die Expedition d. Blattes ſagt wo? Deutſchen und Luzerner Kleeſaamen (562) verkauft 8 Vilbel. Marcus Strauß. Drei möblirte Zimmer (822) im zweiten Stock, nöͤthigenfalls kann auch ein viertes gleicher Erde dazu abgegeben werden, iſt in der Mitte der Stadt täglich zu beziehen. Näheres bei Ausgeber dieſes. Anzeige. (860 Ein gebildetes anſpruchloſes Frauen⸗ zimmer in mittleren Jahren, am liebſten die Wittwe eines Geiſtlichen oder ſon⸗ ſtigen Beamten, wird als Haushälterin und Pflegemutter zu zwei kleinen Kindern geſucht. Von wem? ſagt die Expedition d. Bl. auf mündliche und portofreie ſchriftliche Anfragen. Ein Glaswagen, (878) zum Ein- und Zweiſpännigfahren ein ⸗ gerichtet, ſowie 2 Pferdegeſchirre, beides zuſammen oder getrennt und beides in noch gutem Zuſtande, ſind eingetretener Um⸗ ſtände wegen in Grünberg billig zu verkaufen. Das Nähere bei Hrn. Gaſtwirth Bott daſelbſt. Anzeige. De (8˙719) Der unterzeichnete bringt hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß er von nun an ſeine, an der Straße nach Grünberg, in der Gemarkung Wölfersheim, unweit des Orts nach Berſtadt hin gelegene, im vorigen Jahre neu erbaute Ziegelhütte ſo in Thätigkeit ſetzen wird, daß ſtets Kalk, Ziegel und Backſteine bei ihm zu haben ſind. i Indem ich um geneigten Zuſpruch bitte, bemerke ich, daß die Bütte Kalk um 2 fl. 20 kr., das Tauſend Ziegel um 9 fl. 45 kr., das Tauſend zweizöllige Backſteine um 11 fl. und Keſſel und Felgeſteine das Tauſend um 12 fl. überlaſſen wird. Wölfersheim den 17. April 1846. G. K. S t u b E. Ziegler. An) e ig e. (880) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß die neueſten Putz Waaren bei mir wieder vorräthig ſind; gleichzeitig erlaube ich mir folgende Waaren, als: Tüll, Spitzen, Band in reicher Auswahl, wollene und ſeidene Halstücher, geſtickte Moul⸗ kragen, Handſchuhe, ſelbſt verfertigte Hauben, ſowie alle in dieſes Fach einſchlagende Artikel beßtens zu empfehlen. J. Adler, neben der Poſt. Bekanntmachung. (881) Bei der am 14. d. M. bei dem Un⸗ terzeichneten abgehaltnen Verſteigerung von Pferden, Chaiſen ꝛc. ſind 5 Pferde und 2 Chaiſen mit Glasverdeck, beide Gegenſtände in ſehr gutem Zuſtande, wegen geringem Ge⸗ bot nicht abgegeben worden und ſollen dieſe nun aus der Hand um billigen Preis ver⸗ kauft werden. Vilbel den 19. April 1846. 5 N Simon, Poſthalter. 980 fl. (882) liegen auf gute Gütereinſätze bei dem Auguſtiner Schulfond zu Friedberg zum Aus⸗ leihen bereit. Der Rechner F. Nau. Bank zur Verſicherung der Pferde und Rinder fuͤr Deutſchland. (88) Die auf Erfabrung gegründeten, zweck mäßigen Statuten⸗Abänderungen, welche in der am 15. Dezember v. J abgehaltenen Gene⸗ ralverſammlung ſo entſchiedenen Anklang fan⸗ den, die Wahl eines tüchtigen Ausſchuſſes, ſo wie die mit allerhöchſter Genehmigung ein⸗ getretene Beſtellung des Landgraͤflich Heſf. Rentmeiſters Herrn J. C. Reuter hier als Bank⸗ Reviſor, haben den Beitritt und das Vertrauen zu unſerer Anſtalt ſeit neuerer Zeit ſo gehoben, daß, um den Wünſchen des verehrl. landwirthſchaftlichen Publikums zu begegnen, die Beſtellung zablreicher Special⸗ Directoren und Deputirten nöthig wird. Wir erſuchen daher Alle, die für unſer gemein⸗ nütziges Inſtitut wirken wollen, ſich bald ge⸗ fälligſt in frankirten Anträgen an die Bank oder an unſeren Special Director Herrn G. F. Nau in Friedberg zu wenben; es kann jedoch nur auf geachtete Manner, welche mit den Landleuten in Verkehr ſtehen und das Vertrauen der ſelben genießen, reflectirt werden. Der demnächſt erſcheinende Rechnungsab⸗ ſchluß vom vorigen Semeſter ergiebt circa fl. 528,000 Verſicherungs Capital und vom 1. Januar bis 1. April d. J. ſind bereits auf's Neue verſichert circa Stück 1070 mit fl. 118,200. N Das mit Vorſicht beinahe auf ganz Deutſchland vertbeilte Geſammt⸗Capital von ungefähr fl. 66,200 bietet ſchon jetzt den einzelnen Theilnehmern eine Sicherheit und Vortheile, die kein Provinzial⸗Verein zu bie⸗ ten im Stande iſt; wir erwarten daher auch aus der Wetterau recht zahlreiche Anträge. Homburg v. d. H. den 4. April 1846. N. Schindler, Director. 20 bis 28 (880 Springer(Zuchtſchweine) von jeder beliebigen Größe, hat zu verkaufen. Straßheimerhof den 16. April 1846. pachter J. Seitz. Anzeige. (888) unterzeichneter macht ſeinen Freun⸗ den und Gönnern die ergebene Anzeige, daß er ſein Geſchäft bereits eröffnet bat und bit⸗ tet unter der Zuſicherung moderner Bedienung nach dem neueſten Journal, um geneigten uſpru 0 75 Auguſt Seibert, Herrnkleidermacher, wobnhaft bei Herrn Feiling, Vater, in der Burg zu F rie d berg. NB. Im vorigen Int.⸗Blatte wurde irrthümlich Dam enkleidermacher geſetzt. Eine brave Die nſtmagd, (886) die mit guten Zeugniſſen verſehen, im Kochen nicht unerfahren iſt und mit Kin, dern umgeben kann, wird geſucht. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkelt von Carl Bindernagel in Friedberg.