Intelligenz-Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Vom Hüttenberg, im März 1846. Mit Freude können wir Allen denen, welchen der in dieſen Blättern ſchon mehrmals zur Sprache gebrachte Wet— terauer Peſtalozziverein am Herzen liegt, die Nachricht geben, daß die auf den 11. d. M. anberaumte Berathung Statt gefunden und der Verein hiemit ſeinen erſten Schritt in das Leben gewagt hat. Der Hauptzweck dieſer Berathung war zunächſt der, vorläufige Kenntniß zu nehmen von dem Anklange, den die heilige Sache bis dahin in den Wetter— auer Gemeinden gefunden habe und auf Grund deſſen die weiteren Vorſchläge und Anordnungen zur feſteren Begruͤn— dung derſelben anzuhören und vorzunehmen. Im Allgemeinen muß man lobend anerkennen, daß bereits zahlreiche Unter— ſchriften aus allen Gegenden der Wetterau dem Vereine eine ſichere Bürgſchaft ſeiner baldigen Blüthe geleiſtet haben und verdient beſonders der thätige Eifer, mit welchem die Stadt Butzbach allen übrigen Gemeinden vorausgeeilt iſt, hervor— gehoben zu werden. Nachdem ſich die Verſammlung von der vorläufigen, erfolgreichen Wirksamkeit des Vereines uͤber— zeugt hatte, ging man zur Beſprechung der Regeln und Vorſchriften über, welche demſelben fur die Zukunft zur Lei⸗ tung und Ausführung ſeiner Thätigkeit dienen ſollten und hatte dabei beſonders die von dem Frankfurter Bruderverein bereits getroffenen Maßregeln ins Auge gefaßt. Natürlich konnte eine Berathung von 2½ Stunden nicht die Vollen— dung eines ſo wichtigen Werkes zum Zwecke haben, ſondern ſollte nur im Allgemeinen die Geſinnungen und Anſichten der dem Vereine günſtigen Anweſenden anhören, damit der aus ihrer Mitte zu wählende Ausſchuß daraufhin fur die Zukunft im Namen und Intereſſe des Vereines die geeig— neten Schritte thun könne. Sofort ſchritt man auch zur Wahl eines Ausſchuſſes, nachdem man ſich darüber verſtän⸗ digt hatte, daß die Zahl der Mitglieder deſſelben vorläufig auf 9 beſchränkt werden könne und von dieſen 9 wenigſtens 5 in Friedberg, als dem urſprünglichen Sitz des Vereines, wohnhaft ſeien. Um ſo mehr verdient dieſe Anſicht Billi— gung, als ſonſt, wenn die Mitglieder des Ausſchuſſes in den weiter oder näher liegenden Gemeinden zu ſehr aus⸗ einander wohnen, die Thätigkeit und der Geſchäftsgang des Vereines gar leicht gehemmt werden würde, ſo aber, wenn auch nicht alle auswärtigen Mitglieder des Ausſchuſſes einer jedesmaligen Sitzung beiwohnen, rechtsgültige Beſchlüͤſſe ge⸗ faßt und die nothwendigſten Anordnungen durch Stimmen⸗ mehrheit getroffen werden können. Von den in Friedberg wohnenden Mitgliedern des Vereines wurden in den Aus⸗ ſchuß gewählt: 1) Herr Director Curtman, 2) Herr Con- rector Lauckhardt, 3) Herr Prof. Dieffenbach, 4) Herr Domänenrath Buß, 5) Herr Seminarlehrer Roth. Als weitere Mitglieder des Ausſchuſſes, welche nicht in Fried⸗ berg wohnhaft ſein ſollen, wurden gewählt: 1) Herr Decan Blum hof von Melbach, 2) Herr Conrector Steinberger von Butzbach, 3) Herr Pfarrer Strack von Oberrosbach, J) Herr Lehrer Perron von Vilbel. Dieſe Wahl kann nur eine glückliche und zweckmäßige genannt werden, weil ſie ſowohl tüchtige Erziehungsmänner getroffen hat, als auch die ein— zelnen Gegenden unſerer Wetterau, in welcher unſer Ver⸗ ein bis jetzt feſten Fuß faſſen konnte, verhältnißmäßig ver⸗ treten ſind und dadurch eine lebendige und thätige Weiter— verbreitung der guten Sache möglich geworden iſt. Nach beendigter Wahl ging die Verſammlung auseinander— und zwar ohne Zweck- oder Feſteſſen— und mit dem feſten Vertrauen und der freudigen Ueberzeugung, daß das erſte Lebenszeichen des Vereines ein hoffnungsvolles war und uns bald von dem eifrigen Wirken des Ausſchuſſes die erfreulichſten Nachrichten werden zu Theil werden.— Möch— ten auch unſere Nachbarkreiſe Hungen und Grünberg, die ſich ſo gerne Wetterauer nennen, wenn ſie gleich oft von dem ſcharfen Oſtwinde an die Nähe des Vogelsberges erinnert werden, dadurch ihre ächte Wetterauer Geſinnung an den Tag legen, daß auch ſie uber kurz oder lang ihre Vertreter nach Friedberg ſenden, um Rechenſchaft abzulegen von ihrem Wirken im Intereſſe des Peſtalozzivereines. Ein Mann ohne Brille! „„ 90. Großherzoglich Heſſiſche Taubſtummen-Anſtalt zu Friedberg. Dieſelbe beſteht gegenwärtig aus 61 Zöglingen, näm⸗ lich: 36 Knaben und 25 Mädchen. Außer dieſen befinden ſich noch 7 Knaben hier, die der Anſtalt entlaſſen ſind, und durch Unterſtützung der Taubſtummenkaſſe Profeſſionen ler⸗ nen, noch ſtets unter der Direction der Anſtalt ſtehen, von derſelben bewacht und zu der Taubſtummen-Sonntagsſchule gezogen werden, ſo lange ſie in der Lehre ſtehen, und ſollten ſie auch als Geſellen hier noch bleiben, ſo geht dieſe Für⸗ ſorge für ſie doch fort. Eine Wohlthat für dieſe Unglück⸗ lichen, die ſo großen Nutzen für ſie bringt, als der 6jährige Aufenthalt in der Anſtalt. Sehet, Ihr edlen Menſchenfreunde! das ſind ſchon die herrlichen Früchte Eures mildthätigen Sinnes den Ihr in Euren Beiträgen zu dieſer Taubſtummenkaſſe beweiſet. Es iſt erfreulich, ja ruͤhrend, wie aus allen Kreiſen unſers Großherzogthums dieſe Beiträge und von allen Dekana⸗ ten der chriſtlichen Konfeſſionen und den Vorſtehern der Synago⸗ gen die Kollekten ſo reichlich eingehen. Noch einige Jahre, dann iſt ein Kapitalfonds vorhanden, aus deſſen Zinſen alle nach⸗ folgenden Taubſtummen, die der Anſtalt entlaſſen werden, dieſer Wohlthat ſich erfreuen können, wie jetzt die 7 Lehrjungen. O Dank Euch! Ihr lieben Wohlthäter unſrer Taub⸗ ſtummen! Gottes Lohn und Segen werde Euch dafür dieſſeits und jenſeits! Die diesjährige öffentliche Prüfung unſrer Taubſtum⸗ men findet nach Höchſter Verfügung am 26. März, Vor⸗ mittags von 8—12 Uhr, auf hieſigem Gemeindehauſe ſtatt, wozu Unterzeichneter alle Freunde unſrer Anſtalt höflichſt einladet. Ja, kommen Sie geiſtliche und weltliche Beamten, Lehrer und Lehrerinen, Herren und Frauen, Buͤrger und Bürgerinen unſrer Stadt und der Umgegend, und ehren Sie durch Ihren freundlichen Beſuch die in unſern Taubſtummen ſich heranbildende Menſchheit. Fuͤrchten Sie ſich nicht vor den Mißtönen, die Ihr Ohr verletzen könnten. Wir haben ſehr angenehm ſprechende Schüler. Sind doch in dem gro⸗ ßen Natur⸗Conzert auch nicht lauter Nachtigallen⸗, ſondern auch Raben⸗ und anderer Thiere Töne zu vernehmen, die alle ihren Schöpfer mit denſelben loben und preiſen! Auch darf Ihr Mitleid mit denſelben nicht zu ſehr in Anſpruch ge⸗ nommen werden, denn dieſe Kinder fühlen ſich durchaus nicht unglücklich, und ſtehen in geiſtiger und leiblicher Pflege ſo verſorgt, wie die Vollſinnigen, in Ihrer Mitte. Friedberg am 14. März 1846. Der Direktor der Großh. Heſſ. Taubſtummenanſtalt Roe Kirchenbuchs-Auszug vom Januar 1846. Ulrichſtein. Getraute: Keine. Getauft e: 11. Eine uneheliche Tochter, Caroline Eliſa, geb. den 10. Dezember 1845. 8 Beerdigte: Keine. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. A Oeffentliche Bekanntmachung. (301) Die Adam Windeckers Wittwe zu Bellmuth iſt von Gr. Hofgericht zu Gießen für eine Verſchwenderin erklärt worden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß dieſelbe ohne Zuſtimmung des ihr beigegebenen Curators Johannes Al— bus III. zu Bellmuth keine ſie verpflichtende Rechtsgeſchäfte vornehmen kann. Zugleich werden alle! Diejenigen, welche an gedachte udam Windeckers Wittwe oder an den Nachlaß ihres im vorigen Herbſte ver⸗ ſtorbenen Ehemannes Adam Windecker For⸗ derungen oder ſonſtige Rechtsanſprüche haben, bierdurch aufgefodert, ſolche in dem auf Freitag den 3. April l. J., Morgens 9 Uhr, anberaumten Termin bei unterzeichnetem Ge⸗ richt anzuzeigen. Nidda am 20. Februar 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Edietalladung. (8715) Das Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen hat gegen den Bäcker Karl Fran⸗ kenbach zu Rockenberg den förmlichen Concurs⸗ proceß erkannt und mit deſſen Leitung das unterzeichnete Landgericht beauftragt. Es wer⸗ den daher Alle, welche dingliche oder perſön⸗ liche Anſprüche gegen denſelben reſp. gegen die Concursmaſſe geltend machen wollen, hier⸗ durch aufgefordert, ſolche bei Vermeidung des ſonſt eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe, in dem auf Montag den 27. April l. J., Morgens 9 Uhr, beſtimmten Liquidationstermin anzumelden und zu begründen. In demſelben Termin ſoll ein Maſſepfle⸗ ger und ein Gläubigerausſchuß erwählt, auch die Guͤte verſucht werden, weßhalb diejenigen, welche ſich durch Bevollmächtigte vertreten laſſen wollen, ihre Vollmachten auch darauf zu richten haben, widrigens falls ſie dem von der Mehrzahl der Erſchienenen gefaßt werdenden Beſchluß als beigetreten werden betrachtet wer den. Butzbach, den 27. Februar 1846. Großh. Heſſ. Landger icht das. Mosler. Calmberg. Aufforderung. (386) Ausweislich zweier Eintrage im ge⸗ richtlichen Pfandbuche für Rupertenrod haben 1) Alexander Philippi sen. zu Ruppertenrod und deſſen Frau Anna Maria, geb. Schloſ⸗ ſer, am 14. May 1803 bei Präceptor Bätz in Oberohmen 100 fl. geliehen und neben Beſtellung einer Generalhypothek beſonders verpfändet. 25/55, 60 Rth. 8 Sch. Wieſe auf dem Dümpfel, 49/6, 7 3„ Wieſe unterm Mühl⸗ graben, 2) Alexander Philippi Wittwe zu Rupper⸗ tenrod und deren älteſter Sohn am 13. Juli 1804 bei Johannes Reitz auf dem Stockhäuſer Hof 50 fl. geliehen, denſel⸗ ben generell ihr geſammtes Vermögen, ſpeciell aber: 74% 9, 31 Rth. 12% Sch. Wieſe in Bögen, 20%, N„ 15„ Acker auf dem 1 Riedloche, verpfändet. Beide Capitalien ſollen abgeführt, die Schuld⸗ urkunden aber nicht beizubringen ſein, und es iſt deßhalb um Löſchung der Einträge dahier nachgeſucht. Wenn hiernach Jemand Anſprüche an dieſe Schuld⸗ und Pfandverſchreibungen reſp. die Einträge im Pfandbuche machen will, ſo hat er dieß ſo gewiſſer binnen 6 Wochen dahier anzuzeigen, als ſonſt die Löſchung derſelben erfolgt. Grünberg deu 28. Februar 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Welcker. Thaler. Oeffentliche Aufforderung. (3833) Die Erben des ledig verſtorbenen Ernſt Chrioph Chelius dahier haben den Nach⸗ laß unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Forderungen an denſelben ſind deßhalb bin⸗ nen ſechs Wochen dahier anzuzeigen, gegenfalls bei der Inventur und Vertheilung des Nach⸗ laſſes darauf keine Rückſicht genommen wer⸗ den wird. Butzbach den 26. Febrnar 1846. Großbh. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Dr. Irle. Bau- und Werkholzverſteigerung. (422) In dem Revier Arnsburg, Diſtrikt Hard, ſollen Freitag den 27. März, Morgens beim un dem Die besten bietenden, (62¹˙ um 11 Auftrag merſchen Fauerba Zeitraun meiſibiel. Fried Eich. (6125) Uhr, w das dies dem 22. Dickerbuſ Meſſtoiete Einſicht zwiſchev be Ni. 9, Herrſchaf Dem 9 Bürge Ockſt, Freihe einem Se gehe und , 1 2 9 Uhr, folgende Stämme meiſtbietend ver⸗ kauft werden, als: 580 Fichten von 3 bis 8 Zoll Durchmeſſer, 355 Kiefern 5„ 12„ 1 60 Eichen 1* Man bittet die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend, dieſe Verſteigerung in Ihren Ge⸗ meinden zur Kenntniß zu bringen. Arnsburg den 16. März 1846. Der Graͤfl. Solmſiſche Rentamtmann Fabricius. Güter ⸗Verſteigerung. (423) Montag den 23. März l. J., Vor- mittags 11 Uhr, will die Frau Baruch Grö— dels Wittwe dahier ihre in der Gemarkung Fauerbach II. gelegenen, weiter unten ver⸗ zeichneten Immobilien, als: 3 Viertel, 31 Ruthen Acker an der Wüſtung an der Pfar⸗ rei, 3 Viertel, 16 Ruthen Acker am Holder⸗ buſch an Herrn Grafen von Solms-Rödel— beim und 5 Viertel, 4% Rutben Acker obig dem Dienbeimerpfad an Marian Runkel auf bieſigem Rathbauſe einer freiwilligen meiſt⸗— bietenden Verſteigerung ausſetzen laſſen, was biermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Friedberg den 17. Marz 1846. 5 In Auftrag: der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Bender. Verpachtung. (424) Montag den 23. l. M., Morgens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe in Auftrag der Kuratoren der zur Johs. Spa⸗ merſchen Verlaſſenſchaft gehörender vor dem Fauerbacher Thor liegender Garten auf den Zeitraum von drei bis ſechs Jahren öffentlich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 18. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Eichenlohrinde⸗ Verſteiger ung. (125) Dienſtag den 24. d., Nachmittags 2 Uhr, wird beim unterzeichneten Rentamte das diesjäbrige Eichenlohrinde-Ergebnitz aus dem 22jährigen Schlage Nr. 9 des Diſtriktes Dickerbuſch, zu beiläufig 430 Centner, an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert. Einſicht der Steigsbedingungen kann in— zwiſchev beim Amte genommen und der Schlag Nr. 9, auf vorheriges Anmelden, durch das Herrſchaftliche Forſtperſonal vorgezeigt werden. Dem Rentamte unbekannte Steigerer haben Bürgſcheine vorzulegen. Ockſtadt den 9. März 1846. Freiherrlich v. Frankenſtein'ſches Rentamt. Angerer. Verpachtungsanzeige. (4260) Die unterzeichnete Fürſtlich Solms'⸗ ſche Rentkammer beabſichtigt, die dem Fürſt⸗ lichen Hauſe Solms Braunfels zugehorige, bisher in Selbſtverwaltung betriebene Schie⸗ fergrube bei Ehringshauſen, am 1. Mai d. J. auf 10—15 Jahre öffentlich zu verpachten. „Die gedachte Grube liegt im Juſtizamtsbe⸗ zirk Greifenſtein, Gemarkung Ehringshauſen, % Stunde nordöſtlich von dieſem Orte, in einem Seitenthale, welches von der Dill aus⸗ gehet und die Lemp heißet. Das derſelben zuzutheilende Grubenfeld ſoll aus einer Fundgrube von 42 Lachtern und 3 von 28 Lachtern im Gevierten ehen. „Da die Grube auf einem 30 Lachter mãch⸗ tigen Dachſchieferlager bauet, welches mit einem 50 Lachter langen Stollen kaum durch⸗ fabren und aufgeſchloſſen iſt, ſo kann voraus⸗ ſichtlich der Betrieb in dem noch unverritzten Felde eine lange Reihe von Jahren fortgeſetzt „% 91 K. werden, bevor das Schieferlager ganz abge⸗ bauet ſein wird. Die bisher auf dieſer Grube gewonnenen Schiefer ſind bis jetzt zwar nur als Dachſchie— fer verkauft und verwendet worden, ein Theil davon würde ſich jedoch ſeines dünnen Spal— tens und der ſchönen blauen Farbe wegen, auch zu Schiefertafeln ganz vorzüglich eignen. Durch die, der Grube ſo ſehr nahe gelegene Chauſſee von Dillenburg nach Wetzlar hat ſich dieſelbe bisher eines guten Abſatzes zu erfreuen gehabt. Pachtluſtige können von den, der Verpach⸗ tung zu Grunde zu legenden Bedingungen, vom 1. April o. ab, in dem Lokale der un⸗ terzeichneten Behörde, woſelbſt auch das Aus⸗ gebot erfolgt, jeder Zeit Einſicht nehmen. Braunfels den 13. März 1846. Fürſtlich Solmſiſche Rentkammer Denhardt. Heid. Holz ⸗Verſteigerung. (427) Das unterzeichnete Rentamt verſtei⸗ gert, jedesmal 9 Uhr Vormittags anfangend, I. Donnerſtag den 26. d., im Diſtrikte Dickerbuſch, Schlag Nr. 9: 1 Stecken Buchen-, * 47 Birken, und 47„ Nadel ⸗-Scheitholz, 59„ Birken,, 2„ Aspen, und 7„ Nadel-Prügelholz, 110„ SCichen⸗ und Birken. 3„ Buchen- und 26„ Nadel-Stockholz, 175 Stück Buchen, f 10000„ Eichen- und Birken⸗, 32⁵„ Aspen- und 2650„ Nadel-⸗Wellen, 20 Wagen, 16 Laſt Allerleiholz, 90 Stämme Weißtannen⸗Bauholz, von 5-16 Zoll Durchmeſſer u. 20-45 Fuß Länge, 195 Birken⸗ und 448 Tannenſtangen, von 2— 5 Zoll Durchmeſſer und 10 35 Fuß Länge. II. Freitag, den 27. d., im Diſtrikte Tannenwieſe: 2375 Stecken Nadel Scheitholz, 1.„ Prügelholz, 24*„ Stockbolz, 72⁵5 1„ Reeiſerwellen, 6 Wagen 7 Laſt Allerleiholz, 172 Stämme Nadelbau- und Werkgßolz, von 8-18 Zoll Durchmeſſer und 13—55 Fuß Länge, Ockſtadt den 15. Marz 1846. Freiherrlich v. Frankenſtein'ſches Rentamt. An gef r. Frucht⸗Verſteigerung. (128) Von den auf hieſigem Amtsſpeicher lagernden Früchten werden Dienſtaß den 24. d., Nachmittags 3 Uhr, im Wirthshauſe zum irſchen dahier 3 40 Malter Waizen, 150„ Korn und 100„ Gerſte g an den Meiſtbietenden öffentlich verſteigert und bei annehmbaren Geboten ſogleich zuge— ſchlagen. Ockſtadt am 15. März 1846. Freiherrlich v. Frankenſtein'ſches Rentamt. Angerer. Bekanntmachung, Verſteigerung von Brennholz, Ginſtern zu Backyolz und Moos ꝛc. zu Streu im Gr. Do manialwald Burgwald, Reviers Ober— rosbach, Forſts Friedberg betr. (429) Cs ſoll an die Meiſtbietenden öffent⸗ lich verſteigert werden: Dienſtag den 24. d. M., Morgens 8 Uhr⸗ im Schlag Nr. II. des Burgwaldes: 2% Stecken buchen und birken Prügel, 2 Stecken eichen Stock,, 200 Wellen buchen und birken Reiſer-, 10 Laſte Leſebolz, ſo⸗ dann 20 einſpannige Wagen voll Moos dc. zu Streu. Donnerſtag den 26. d. M., Morgens 8 Uhr anfangend, in den, jenſeits des Forſt⸗ hauſes Winterſtein, an dem Webrheimerweg gelegenen Schlägen Nr. XIII. u. XIV. des Burgwaldes: 16425 Wellen eichen, birken ꝛc. Reiſerholz 17 Wagen, 12 Läſte Leſeholz, ſodann 263 Gebund Ginſtern zu Backholz. Oberrosbach den 16. März 1846. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Holz Verſteigerung. (130) Nachbenannte Holzſortimente, als: 15 4½ Stecken Erlenſcheitholz, 2) 2½%„ Prügelholz, 35 50„ eichen Stockholz, 4 9„ erlen„5 5) 1175 Stück eichen Reisholz, 60 450„ erlen 5 75 43„ eichene Bauſtämme, 2772 Kubikfuß, 8) 14„ erlen Werkholz, 290 Kbkf. 9 40„Erlen und Buchenſtan⸗ gen, 68% Kubikfuß, 10 6„ eichen Pflugsreh, ſollen Montag den 23. März l. J., des Mor⸗ gens 9 Uhr, an Ort und Stelle meiſtbietend nach den alsdann eröffnet werdenden Be— dingungen verſteigt werden. Die Zuſammenkunft iſt an dem Steinbruch Altenkalk. Niederweiſel den 17. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Haub. Holz-Verſteigerung. (4310 Mittwoch den 25. März d. J., Vor⸗ mittags 8 Uhr, werden im Bodenröder Ge⸗ meindewald, Reviers Hochweiſel, in den Di⸗ ſtrikten Schneiderwald und Thierberg, folgende Holzſortimente zur Verſteigerung gebracht werden, als: 1. Brennholz: 1) 80½ Stecken buchen Scheidholz, 23 20 9 eichen. 37 12 5 buchen Prügelholz, 4) 17 5 eichen 5 104„ buchen Stockbolz, 1, Cl, 6) 44½ eichen Stockbolz, 1. Cl., 7 1175 Stück buchen Reisholzwellen, 8) 700„ eichen 5 9) 50„ gemiſchte Wellen, II. Bau-, Werk, und Nutzholz: 10) 7 Stämme Buchen, 180 Kubikfuß haltend, 110 40 5 Eichen Bauholz, 3337 Kbkfß. haltend, Die Zuſammenkunft iſt in Loco Bodenrod, wo die Verſteigerung zur erwähnten Stunde mit dem Eichenholz ibren Anfang nimmt. Bodenrod am 16. März 1846. 2 Der Grßh. Hef. Burgermeiſter Hoffmann. Bekanntmachung. Holzverſteigerung in den Groß. Domanial⸗ waldungen des Reviers Hochweiſel, Forſts Friedberg, betreffend. (132) Donnerſtag den 25. d. M. ſollen in den unmittelbar aneinanderreihenden Diſtrie— ten, Mainzerboden, vorderſter Köppel, Grie— bels, und Forſtbecke, die nachſtebend verzeich⸗ neten Holzquantitäten unter den bisher vor⸗ geſchriebenen Bedingungen öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden: r —— — — 2 A. Brennholz: 1) 6½ Stecken buchen Scheitholz, 1. Cl., „ 57 77 2 29 4 N 7 3) 3„ eichen 5 E 4) 12„ buchen Prügelholz, 5) 134 5„ Stockholz, 1.„ 6) 474„„ 1 25 7. 752„ eichen 5 1275 8) 6613 Wellen buchen Reisbolz,(meiſtens Durchforſtungsreiſig) 9) 100„ eichen Reisbolz, 10) 700 77 nadel 55 B. Bau-, Werk⸗ und Nutzbolz: 11) 2 Klötze eichen Stammholz= 49 Cu; bikfuß haltend und 120 420 Stück nadel Stangenholz= 55 Cu- bikfuß haltend. Die Zuſammenkunft findet Morgens 84 Uhr in dem Mainzerboden in der Nähe des Forſtgartens ſtatt. 8 Sollte indeſſen an dieſem Tage nicht ſämmt⸗ liches Holz verſteigt werden können, ſo wird damit am folgenden Tage fortgefahren, wo⸗ rüber das Nähere nach Beendigung der Ver⸗ ſteigecung mitgetheilt werden wird. Hochweiſel den 15. Marz 1846. Der Großb. Heſſ. Revierfoͤrſter des Reviers Hochweiſel Stillgebaner. A Privat⸗ Bekanntmachungen. Verſteigerung. Unterzeichnete iſt geſonnen Montag N 25 März und die darauffolgenden Tage erbvertheilungshalber folgende ihr zubörige Gegenſtände einer freiwilligen öffentlichen Verſteigerung auszuſetzen, als: 2 braun Stutenpferde, das eine ſechs, das andere 4 Jahre alt, 3 Kühe, worunter 2 trächtig, 2 zweijährige Rinder, 3 einjährige Rinder, 3 Mutterſchweine mit Ferkeln, 5 Springer, 3 Bienenſtöcke, 1 Branntweinbrennereigeſchirr mit ſämmtlichem Zugehör, 2 Braubütten, die eine acht, die andere zwölf Ohm haltend, mehrere Fäſſer von verſchiedener Größe, 1 voll ſtändiger, zweiſpänniger Wagen, 2 Pflüge, 2 Eggen, 1 Ackerwalze und allerlei ſonſiige Haus- geräthſchaften. 5 Bemerkt wird, daß der Anfang mit dem Vieh gemacht wird. 5 Dornaſſenheim den 17. März 1846. Adam Diel Wittwe. Zur Nachricht, (133) Auf der Braunkohlengrube Buderus bei den Heſſenbrücken koſten von heute an grobe Kohlen pr. Ctr. 15 kr. Brockkohlen„„ 12 kr. kleine dergl.„„10 kr. ganz kleine drgl./„ 6 kr. Friedrichshütte den 16. März 1846. Eine Wohnung (4300 im erſten Stocke meines neuen Hau⸗ ſes kann den 1. Mai l. J. bezogen werden. Johs. Weckerling. Eine ſchwere, ſehr gute, friſchmilchende, vogelsberger Fahrkuh (435) iſt billig zu verkaufen. Von wem? ſagt Herr Bürgermeiſter Schneidmüller von Kölzenhain. Verſteigerung. (4360 Philipp Hedderichs Wittwe zu Grün⸗ berg läßt Samſtag den 28. März l. J., Vor⸗ mittags 9 uhr, das Schreinerbandwerkszeug nebſt verſchiedenem Werkholz öffentlich meiſt⸗ bietend gegen gleichbaare Zahlung verſteigern. „ 92. Empfehlung. (437) Durch meine, auf das Pollſtändigſte eingerichtete Metall- und Eiſendreherei bin ich in den Stand geſetzt, alle in dieſes Fach ein⸗ ſchlagenden Arbeiten namentlich das Abdrehen von Mühleiſen, eifernen Achſen und dergl., ſowie auch die Fertigung von neuen Dreh⸗ banken auf das Prompteſte und Billigſte zu übernehmen. E. Rauch, Friedberg. a Schloſſermeiſter. A n ß f i ge (38) Von Sonntag den 29. d. Mts. an fäbrt ein Familien Wagen täglich direkt von Grünberg nach Friedberg. Abfahrt von Grünberg um 5% Uhr Mor⸗ gens.— Retour von Friedberg, Mittags um 4 Uhr. Grünberg. Bott. Flick. Einen guten, einſpännigen, leichten pferde⸗Wagen, (439) Mittelſpur, ſucht mit Zugehor für baares Geld zu kaufen. Ulrichſtein. Römheld. Theater in Friedberg (Letzte Vorſtellung.) Sonntag, den 22. März 1846 (A100 wird unter der Direction des Eduard Geyſer aufgeführt Der Waffenſchmied von Worms, oder: Liebhaber und Nebenbuhler in einer Perſon. Ritter⸗Luſtſpiel in 4 Aufzügen von Ziegler. Theater in Butzbach. (Erſte Vorſtellung.) Mittwoch den 25. März 1846 wird unter der Direktion des Ed. Geyſer zum Erſtenmal aufgefuͤhrt: Er muß auf's Land. Luſtſpiel in 3 Akten, nach dem Franzöſiſchen des Bprand und de Vailly, von Friedrich. Ed. Geyſer, Director. — Nro. 7. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu⸗ tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Die Märtyrer der evangel. Freiheit.— Der Unglaube. — Frankfurter Gold-Cours vom 13. März. 18 Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 53 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 28 Engliſche Souverains 11155 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag Lätare den 22. Marz. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Sell. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Baur. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Wolff. Fruchtpreiſe. 19. Mz. 13. Mz. 10. Mz. Gattung. gerau fl. kr. fl. fl. kr. Waizen pr. Malter 12— 12 35 10 20 Korn„ 10 20110 7 4⁵ Gerſte„„ 171— 71561 75 Hafer. 41301 41521 4/15 Polizei ⸗Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 21. bis 27. März 1846. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ S8 Brod⸗Preiſe. berg. bach. S kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod 347 3 2 75 75 7 1*— 4* 1 14 1 14 1 h. Lth. — Milchbrod 13½¼] 13 — Waſſerweck 14 8 2 —Gemiſchtes(Tafel⸗ Brod 144 ¼% 14¼½ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch abetes 15 2 5 2 1 gemäſtete—— „Kühfleiſch kee 8—— 1— zunge ze] gemäſtetes 8— 8— 5 Rindſteiſch ngemäſtetes 5 „Kalbfleiſch 5 115— „ Schweinenfleiſch 10 2 „Hammellleiſch 8—181— 5 Schaaffleiſch 6— 1 5— „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— 5 Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 15— 15— „Schwartenmagen 15— 15— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 16— „ Dörrfleiſch 15— 16— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 151— 151— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichleit von Carl Binder nagel in Friedberg. Groß⸗ 5 ö i an