0 ö 5 9 Intelligenz- Glatt 0 belute 0 N 8 a 7 e gelan, 1 0 5 dena, 5 für die zer! bre alz 7 Oh 8 Provinz Oberbeſſen Ader. g er dat, im Allgemeinen, Lale Vetwal. 8 4 2 75 n die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen it dient. 848 und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Hill. g f ——— F i 5——— H—— 7 15 M 73. Sonnabend, den 19. September 1846. r U demsse 1 1 + g nicht das blinde Fahren dran Schuld, da hatte der liebe 3 7 7 meiſer. A m t l 1 ch E Th el l. Herrgott ſelber das Heu verdorben und den Wagen zer⸗ 5 N brochen, da mußte ſich der Menſch drin geben. N Der Großherzoglich Heſſiſche Und Einen ſah ich, der ging auf den Dörfern betteln; 4: 2 s zue zwanzig Schritte weit roch man ſchon den echten Land- a Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg ſtreicher und Tagedieb; der ſagte, er hätte immer ein böſes Ach an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Fieber, das ihn nicht arbeiten ließe, er vertraue aber dem ö Betreffend: Die Entfernung des vierzehnjährigeu Mädchens Anna tieben Gott, denn es hieße 3 Sehet dis Alien auf dem f Maria Vaitz von Ilbeshauſen, Landrathsbezirks Lauter⸗ Felde an.“ Um den verdiente ſich Einer einen Gotteslohn — 2 bach. und ranzte ihn an, daß dem Vagabungen der Kopf wackelte g 2 3 l e: und die Flöhe in ſeinem zerriſſenen Zeuge erſchrocken davon 3 5 Die Rubricatin, welche ſeit Pfingſten in irfeld diente, ſprangen.„Schlunks! die Faulheit iſt dein Fieber; die 1 iſt von dort entlaufen und ſoll ſich unter dem Vorgeben 42 0. 1 e bettelnd herumtreiben, daß ſie von Herbſtein gebürtig und Lilien haben Wurzeln, mit denen ſie arbeiten und ſich ihr 4 lernte sei h Weiſe Sie an, auf dieſelbe invigiliren tägliches Brod beiholen, dir aber hat der liebe Gott Ver⸗ gen del und ſie im Betretungsfalle arretiren und mir vorführen zu ſtand 1 Hände ſtatt Wurzeln gegeben, und wenn du die ac un laſſen. eee* 2911 rr e ee rlbabn 5 4. N ern ſie u n die Taſche ſteckſt und denkſt, der Herr⸗ dert ein Grünberg den 14 aher, 19 7 gott ſoll dir die gebratenen Tauben in's Maul fliegen laſſen, garten 7 3 i. .— ſo wärſt du werth, daß ſie dir abdorrten und du hinterm — 1 Zaune verhungerteſt, damit du nur lernteſt, was ein Paar ab 4 rtr läßt nicht zu Schande werden. geſunde Hände werth ſind!“ zummer Gottvertrauen läß 5 ch Merke dir: Thue was du kannſt und mußt; denke 42 Das iſt gewiß ein recht ſchöner Spruch, aber für nicht bei jedem Quark, der Himmel ſoll dich durch ein Wun⸗ r einfältige Leute iſt er doch nicht gemacht. der erretten, hilf dir ſelber, ſo lange deine Kräfte reichen, r Fabrik Da kannte ich Einen, der war gräßlich fromm, betete ſieh aber dabei wohl darauf, daß du nichts thuſt, was dir von dem Früh, Mittags und Abends, fing nichts an, ohne ſeine den Weg zum lieben Gott verſperrt. Wächſt dann dennoch Ofen Sache dem Herrgott zu empfehlen und dabei gings mit ſei— die Noth über dir zuſammen, daß du ſie nicht mehr zwingen 2 ner Wirthſchaft doch von Tag zu Tag mehr retur. Eine kannſt, ſo wirf deine Sorge auf den, der noch Keinen, der wahre Hudelwirthſchaft war das aber, kein Stück darin Hände und Verſtand ordentlich gebraucht, hat ſtecken laſſen, bel, ordentlich im Stande, keine Arbeit auf die rechte Art und er läßt auch dich nicht verderben. . zur rechten Zeit gethan, in den Ställen machten Regen So weit Otto Ruppius in dem intereſſanten und . und Schnee dem lieben Vieh ihren Beſuch und auf dem ſehr zu empfehlenden Buche:„Ernſthafte und kurzweilige 1 Hofe lag ein Häufchen dürrer Miſt, zum Erbarmen. Wenn Geſchichten. Eine Gabe für Bürgers⸗ und Bauersleute.“ bert ein Gewitter am Himmel ſtand und das Heu lag draußen Wie viele ähnliche Geſchichten könnten dieſen beiden i und die Leute wußten nicht, wie haſtig ſie anſchirren ſollten, noch angereiht werden. So kennt Einſender dieſes nicht ing um es noch trocken heim zu bringen, da ging er noch keinen Eine, ſondern viele Familien und zwar in Einem Dorfe, Schritt ſchneller und wenn ſich Einer darüber verwunderte, welche auch nach dem Grundſatze leben und handeln: Alles, ienets ſagte er:„Wenn's Gottes Wille iſt, bring ich's auch ſo was ihnen begegnet, muß ſo und nicht anders, fertig, und wenn er's nicht will, nutzt's nichts, wenn ich muß Gottes Wille ſein. Wenn dieſe ihre Kinder in mich auch zerreißen wollt!“ Und erwiſchte ihn nun der der Wiege in der Unflätherei beinahe erſticken laſſen, wenn le Regenguß, daß es ihm doch anfing, Angſt zu werden und er die Kinder in Folge nachläſſigen Waſchens überall wund h 10 fuhr mit dem Fuder im Hurrah blind zum Hofe hinein und werden, den ſogenannten Mehlgrath erhalten, auf ihren - eher das Hinterrad kam in das offene Jauchenloch, daß das Köpfen der Kneiſt fingersdick ſich anhäuft u. ſ. w., welche Fuder umſtürzte und der Wagen zerbrach, da war nicht gräßliche Plagen die Kinder, wie's Fraache und's Werſi 3 ſeine Saumſeligkeit und nicht das offen gelaſſene Loch und verſichern, bekommen müſſen, wenn die Kinder leben bleiben E33 ſollen— wenn ſie ihre Kinder mit Mehlpappe und Weck⸗ ſtampes ausſtopfen, daß ſie Leiber wie Fäſſer bekommen— wenn ſie aus lauter Gutmüthigkeit den armen Kindern Nichts verſagen können und ſie mit allen möglichen ſcharfen, den Kindermägen höchſt nachtheiligen Sachen überfüttern, oder mit Süßigkeiten die Mägen verſäuern und ſo alle Säfte vergiften— und die natürlichen Folgen dieſer un⸗ vernünftigen Behandlung: Krankheiten aller Art, wie böſe Köpfe, ſchlimme Augen, ekelhafte Geſchwüre, abgeſetzte Glie⸗— der ꝛc. ſich dann einſtellen oder die armen Würnichen nach unſäglichen Leiden gar ſterben: dann iſt's eine Schickung vom lieben Gott, dann muß man ſich geduldig in ſeinen unerforſchlichen Rathſchluß ergeben.— O ihr armen Menſchen, wann werdet ihr einmal auf die rechte Art Gott vertrauen, einſehen und begreifen lernen, daß Gott nur Denen hilft, die ſich ſelbſt zu helfen ſuchen. Hier, ihr Menſchenfreunde, noch ein weites Feld Eurer Thätigkeit! f E. Judenwörter in der Wetterau. 1. Der Zores d. i. 1) ein Durcheinander, Wirrwarr; 2) ein Durcheinander von Menſchen; 3) allerlei geringes Volk durcheinander. Das Wort iſt das hebräiſche zaröôt, welches unſre Juden z0ross(das zweite o ganz kurz) aus⸗ ſprechen, die Bedeutung Bedrängniſſe, Nöthen hat und die Mehrzahl von zarah(in unſerer Judenſprache zöre) Be⸗ drängniß, Noth iſt. 2. Plete gehn heißt ſo viel, als wenn wir ſonſt ſagen: ſich aus dem Staube machen. Unſre Juden und wir Wetterauer ſprechen Plete aus: Bläide. Aber die Hoch⸗ deutſchen ſprechen und ſchreiben: flöten gehn, als wenn — ſonderbar genug!— dabei an eine Flöte gedacht würde, auf welcher der, welcher ſich aus dem Staube macht, blies. Plete gehn heißt urſprünglich: ſich in die Flucht begeben, ſich retten(ſalviren). Denn hebräiſch plétah, von unſern Juden pläite, bläide ausgeſprochen, bedeutet das Entkom⸗ men, die Rettung, und iſt abgeleitet von hebräiſch palat entkommen, entwiſchen. f 3. pegern, d. i. ſterben(in verächtlichem Sinne), crepiren. In der Wetterau hört man das Wort nur mit der davorgeſetzten Sylbe ge-, alſo: gepegern, welches aber daſelbſt immer gebäijern ausgeſprochen wird. Es iſt das hebräiſche péger, welches„hinfällig ſein“ bedeutet und von unſern Juden bäijere ausgeſprochen wird. 4. Schibes gehn, d. i. zu Grunde gehn, verloren gehn. Schibes(mit langem i) wird von unſern Juden schiwes ausgeſprochen und lautet hebräiſch schebeth, wo⸗ für eben unſere Juden schéwes leſen. Das Wort bedeutet das Aufhören und iſt abgeleitet von hebräiſch schabat auf⸗ hören, auch aufhören zu ſein. 5. ſchofel, d. i. geringhaltig, ſchlecht, armſelig. Un⸗ ſere Juden ſprechen: ſchoufel. Das Wort lautet hebräiſch schafal und bedeutet niedrig, tief, dann gering, nicht ge⸗ achtet, und kommt her von schafel, niedrig werden. b 6. Der Schmus, d. i. leeres Gerede. Es iſt das hebräiſche Wort schmuoth, welches unſere Juden schmuoss ausſprechen; ſeine Bedeutung iſt„Nachrichten,, denn die Einzahl schmuah bedeutet Nachricht, Gerücht, eigentlich was gehört wird, von hebräiſch schama hören. Von Schmus ſtammt dann das Zeitwort ſchmufen, d. i. viel leeres Gerede machen, ſich als Unterhändler hören laſſen. 7. dibbern, d. i. etwas angelegentlich beſprechen. Man fpricht wetterauiſch: diwwern(die Juden ſagen: diwwere), und macht davon auch das Wort: das Ge⸗ diwwer, welches Gedibber zu ſchreiben iſt und„ange⸗ legentliche Beſprechung mit einander“ bedeutet. Dibbern 1 hebräiſche Wort dibér reden, eine Form von dabar reden. e 8. oren, d. i. laut und mit einer Art von Geſang beten(bei den Juden.) Die Juden ſprechen das Wort öre aus; wir Wetterauer aber ſagen ouern(zweiſylbig ou⸗ern). Das Wort iſt nicht hebräiſch, ſondern aus dem lateiniſchen Worte orare(franzöſiſch orer) bitten, beten, in die Juden⸗ ſprache aufgenommen, gerade ſo wie aus lateiniſch precari (italieniſch pregare) bitten das Wort braje(mit langem 75 welches die Juden ſtatt„zu Gaſt bitten, einladen ⸗ agen. 9. benſchen wird das gewöhnliche, tägliche Beten der Juden genannt. Das Wort bedeutet aber eigentlich„ſegnen und wird von den Juden durchgehends gebraucht, wenn ſie die Kinder ſegnen und wenn ſie nach dem Eſſen das Dankge⸗ bet ſprechen. Auch dieſes Wort iſt nicht hebräiſch, ſondern aus lateiniſch benedicere ſegnen mit leicht begreiflicher Ausſtotzung des d ꝛc. zuſammengezogen und ſo in verderb—⸗ ter Ausſprache jüdiſch geworden. (Schluß folgt.) Guſtav⸗ Adolf ⸗Stiftung. Sonntag den 20. September, Nachmittags um 3 Uhr, ſoll in dem Rathhausſaale zu Friedberg eine Verſammlung der Mitglieder des Wetterauer Zweigvereins der Guſtav— Adolf⸗Stiftung abgehalten werden. Weil dabei eine an den Vorſtand des Gr. Heſſ. Hauptvereins zu Darmſtadt zu erlaſſende, zu der Ausſchließung des Dr. Rupp von den Verhandlungen zu Berlin in Beziehung ſtehende Addreſſe zur Vorlage und Berathung gebracht wird, ſo ſieht der Vor⸗ ſtand einem recht zahlreichen Beſuche der Verſammlung ent⸗ gegen F d V Dr. L. Chr. Matthias, Sekr. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. d ιν e ννε Edictalladung. (1342) Nachdem Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen über das überſchuldete Ver⸗ mögen des Konrad Klier zu Bellmuth den förmlichen Concursproceß erkannt hat, ſo wer— den alle bekannte und unbekannte Gläubiger deſſelben hiermit aufgefordert, ihre Forderun⸗ gen in dem auf Dienſtag den 3. November d. J., Morgens 9 Uhr, 11755 anberaumten Liquidationstermin, ſo gewiß in Selbſtperſon oder durch gebörig Bevollmäch⸗ tigte anzuzeigen und geltend zu machen, widri⸗ genfalls ſie ohne ein beſonders zu erlaſſendes Präcluſivdecret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Nidda den 1. September 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Kattrein⸗ Gutverpachtung zu Kaichen. (1313) Dienſtag den 22. d. M., Mittags 12 Uhr, wird in dem Gemeindehaus zu Kai⸗ chen, das dem Großh. Fiscus gehörige, unge⸗ fähr 300 Normalmorgen haltende Gut, mit der Hofraithe, nochmals der öffentlichen Ver— pachtung auf 12 Jahre, vom Anfange des Jahrs 1848 an, ausgeſetzt und dabei der defi⸗ nitive Zuſchlag alsbald ertheilt, alſo keine höhere Genehmigung vorbehalten. Friedberg den 9. September 1846. Der Gr. Heſf. Rentamtmann des Rentamts h e Bu ß. Belanntmachung. (1312) Forderungen aller Art an den Nach⸗ laß des Gräfl. Solmſ. Kammerraths Buff in Aſſenheim ſind, bei Vermeidung Ausſchluſ⸗ ſes vom Inventar, Montag den 14. September, Morgens 9 Uhr, auf dem Rathhauſe in Aſſenheim anzumelden. Friedberg am 26. Auguſt 1846. 0 Gr. Heſſ. Gräflich Solmſiſches Landgericht. In Auftrag Großh. Hofgerichts: Hofmann. Dr. Gilmer. Lieferung gebleichter Leinwand. 1) Die Lieferung von 2300 Ellen ge⸗ 8950 ed für die hieſige Anſtalt ſoll im Soumiſſionswege an den Wenigſtfordern⸗ den vergeben werden. Hierauf Reflectirende wollen ihre deßfall⸗ dahie Vor; ſofort 91 ig. Un. cc uicht ge. it daz imuosg enn die gentlich Von viel aſſen. prechen. ſagen: a8 Ge⸗ Lange⸗ ibbern dabar Geſang rt ore zert. iniſchen Juden⸗ Tecari ange nladen/ eten der egnen/ ie die dankge⸗ ſondern licher erderb⸗ 9 — j. 3 Uhr, Amlung Juſtav⸗ ne an dadt zu on den Addreſſe der Vor⸗ ng ent⸗ Sekr. — g en Nat h Bf fu and 72 all fol ſocbern⸗ deßfall —— en Soumiſſionen längſtens bis zum 22. d. . l 10 uhr, auf dem Directorial⸗ Bureau dahier, woſelbſt auch die Proben der Leinwand, ſowie die Lieferungs⸗ Bedingungen uvor eingeſeben werden konnen, verſiegelt und mit der Aufſchrift:„Leinwand⸗Leferung betreffend“ portofrei einreichen. Marienſchloß am 3. 8 1846. J. A. Der Verwalter Bauer. Bekanntmachung. Mittwoch den 23. September l. J., 3 8 folgenden Tage, von Morgens 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr anfangend, ſollen in dem bieſigen Rathhauſe alle diejenigen Pfänder, welche die Verfallzeit erreicht haben, und nicht ausgelöſt, auch nicht renovirt wor⸗ den ſind, öffentlich meiſtbietend verſteigert rden. 5 Die Gegenſtände, welche zur Verſteigerung kommen, beſtehen in Gold, Silber, Zinn und Kupferwaaren, ſowie Weißzeug, Bettwerk, Kleidungsſtücken und dergleichen. Friedberg den 1. Seotember 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bp deer. Edictal ladung. (1381) ueber das Vermögen des Konrad Möckel 11. von Langenhain iſt der Concurs erkannt worden. Diejenigen, welche Forderungen an ihn oder Anſprüche an die Maſſe haben, werden deß⸗ halb aufgefordert, dieſelben im Termin Mittwoch den 28. October, Morgens 9 Uhr, dahier anzuzeigen, zu begründen und etwaige Vorzugs⸗Rechte geltend zu machen, gegenfalls ſofort Ausſchluß von der Maſſe erfolgt. Butzbach den 8. September 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Dr. Irle. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Vilbel. (1382) Die Anfertigung und Lieferung von 50 Stück zweiräderigen Karren und 50 Schubkarren ſoll Montag den 28. d. M., des Vormittags 10 Uhr, auf hieſigem Rathhaus an den Wenigſtnebmenden in Accord gegeben werden. Voranſchlag und Bedingungen kon nen vom 22. an auf dem Bureau des Unter⸗ zeichneten eingeſeheu werden. Vilbel den 14. September 1846. Der Gr. Heſſ. Sections-⸗Ingenieur Eicke meyer. Main Weſer⸗Ciſenbahn, Section Butzbach. (1383) Die bei Herſtellung einer Arbeits. und Materialienhütte, ſowie einer Nothſchmiede im Gambacher Wald entſtehenden Arbeiten und Lieferungen, als: fl. kr. Maukcerarbeit, veranſchlagt zu 96— Zimmerarbeit,„„ 1043— Schreinerarbeit,„„ 9 Schloſſerarbeit, 1 77 26— Glaſerarbeit,„ 5 19 30 ſodann die Lieferung von 1.4 Cubikklafter rauhen Mauerſteinen und von verſchiedenem Schmied⸗ werkzeuge, im Voranſchlage von 185 fl., werden Mittwoch den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffent⸗ lich verſteigert. Butzbach den 10. September 1846. Der Großh. Sections-Ingenieur Meyer. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Section Butzbach. 5 (1384) Die Lieferung von ungefähr 1600 Stück 3 Fuß langen, 8 Zoll breiten und 6 Zoll dicken Grenzſteinen, für die Eiſenbahn % 297* in der Section Butzbach, wird Mittwoch den 23. l. M., Vormittags 10 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 14. September 1846. Der Großh. Sections⸗Ingeuieur Meyer. Braunkohlenklötze⸗Perkauf zu Wöl⸗ fersheim. (1385) Der Preis der Braunkohlenklötze zu Wolfersheim wird, in Gemäßheit höherer Anordnung, vom 1. October d. J. an auf 12 kr. pr. Ctr. feſtgeſetzt. Hungen am 16. September 1846. Der Rentamtmann Kießling. Schaafpferche- Verpachtung. (13860 Montag den 21. l. M., Mor⸗ gens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe fünf bis zehn Schaaſpferche, welche den 24. September ihren Anfang nehmen, öffent⸗ lich meiſtbietend verpachtet. Friedberg den 17. September 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz⸗Verſteigerung. (1387) Freitag den 25. l. M., Vormittags 10 ÜUdr, ſoll in dem Gräflich Solms-Rödel⸗ heim'ſchen Bainhardswald bei Rosbach das nachfolgende Holz, nämlich: 6½ Stecken eichen Prügelholz, 5 13 1„ Durchforſtungsreiſer, 1100 Stück eichen Putzwellen, 1600„ Ginſterwellen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 15. September 1846. Gräflich Solms⸗Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Arbeits- Verſteigerung. (1388) Dienſtag den 22. d. M., Vormit⸗ tags um 10 Uhr, ſollen auf dem Bureau des Unterzeichneten die Unterhaltungsarbeiten der Vicinalwege, innerbalb der Gemarkung Bauern⸗ heim, zuſammen veranſchlagt zu 113 fl. 15 kr., an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Bauernheim den 16. September 1846. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Walther. Arbeits-Verſteigerung. (1389) Dienſtag den 22. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathbauſe das Ausgraben und Anfertigen eines neuen Brun— nens an den Wenigſtnehmenden in Akkord gegeben werden. Holzhauſen den 14. September 1846. Der Grßh. 1 75 Bürgermeiſter ie d. Bekanntmachung. (1390) Samſtag den 3. October l. J., Vormittags 10 Uhr, wird die Lieferung von 19% Malter Korn und ½ Malter Gerſte zur hieſigen Schule an den Wenigſinehmen⸗ den verſteigert.. Es kann das Ganze, ſowie auch einige Theile davon an Einzelne vergeben werden. Utphe den 11. September 1846. Der Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Bürgermeiſter Bösch er. d N N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (1317) Wer an Heinrich Hiſſerich von Kirdorf bei Homberg a. d. Ohm vielleicht noch gegründete Forderungen hat, wird auf⸗ gefordert, dieſe bis ſpäteſtens zum 8. Okto⸗ ber d. J. an denſelben einzuſchicken. Blauer Vitriol, (1373) beßter Qualität, iſt zu haben bei Friedberg. H. Hahn, Materialiſt. An; e i g e. (1375) unterzeichneter empfiehlt ſich mit allen Sorten Mehl, feines Schwingmehl die Meſte 2 fl. 12 kr., zweite Sorte 1 fl. 56 kr. und ordinäres 1 fl. 52 kr, und ſieht einem geneigten Zuſpruch entgegen. Jacob May in Friedberg, wohnhaft auf der breiten Straße bei Hrn Gaſthalter Supp. Pfuͤlzer⸗Wein, (1350) von angenehmem Geſchmack, ver⸗ kaufe ich die Ohm à fl. 28-26. Friedberg den 9. September 1846. Chr. Hecht. Zur Nachricht. (1335) Ich bringe hierdurch zur allgemei⸗ nen Kenntniß, daß ich nunmehr bei Wittwe Erbes,(Ludwigsſtraße nächſt der Burg) wohne, und halte mich wie früher zum Deca⸗ tiren und Anfertigen der modernſten Herrn⸗ Kleider beſtens empfohlen. C. W. Hamm, Herrnkleider macher in Friedberg. Hofraithe- Verkauf. (1356) Donnerſtag den 24. d. M., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſoll das zur Concursmaſſe des Färbers Georg Pauli dahier gehörige Vermögen 1) Hofraithe, neu erbaut und beſtehend in Wohnhaus mit 4 heizbaren Zimmern und mehreren Kammern, einem Farbhaus und 2 Ställen, 2) 2 Gärten und 2 Weinberge, 3) eine vollſtändig eingerichtete Färberei mit 3 Keſſeln, 1 Mange, Druckformen, Preſſe n ws, 4) allerlei Hausgeräth, beſtehend in Weiß⸗ zeug, Bettwerk u. ſ. w., unter den bei der Verſteigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert werden. Ortenberg den 5. September 1846. Der Maſſe⸗Curator H. May. 111 (1378) Allen meinen Gönnern und Freun⸗ den zeige ich hiermit an, daß ich das ſeither bei Schuhmacher Wilh. Tönges bewohnte Logis verlaſſen habe und nun bei Hrn. Thomas Becker ohnweit der Stadtkirche wohne. Karl Schmidt, Schneidermeiſter. Nachricht fuͤr Auswanderer nach Nordamerika. (13910 Den 15. Oktober d. J. expedire ich eine Aus wanderungsgeſellſchaft von Gros— karben und der Umgegend von Friedberg über Bremen nach Baltimor und können unter billigen Bedingungen mit dieſer Gelegenheit noch Paſſagire angenommen werden, welche ſich jedoch binnen 14 Tagen anzumelden haben. Friedberg den 17. September 1845. Chr. Hecht. 3 um Vermiethen. (1392) Cin in der vorzüglichſten Geſchäfts⸗ lage der Stadt befindliches Local kann als Laden vermiethet werden. Wo? iſt bei der Expedition d. Int. Bl. zu erfahren. (139830 Zu 19 dem bevorſte⸗ henden Kirch⸗ 7 A weih⸗Feſt zu DOſſenheim, Sonntag den ich mir böflichſt ein. Oſſenheimer Waͤldchen. ſuchen. Aehle. Ein Weinchen hab' ich zu verkaufen Und für die Frau'n ſo zart und ſüß, Der muß von ſelbſt hinunterkaufen Bis in die kleinen, netten Füß'; Und auch der Tanz der wird ſo ſchön, Wie ihn Paris noch nie geſeh'n. D'rum Freunde kommt in großer Zahl, Es iſt ja doch das Letztemal! Blauer Vitriol, (13900 vorzüglicher Güte, billigſt bei Gebrüder Grödel. Lebe wohl! (1395) Allen unſern Freunden und Bekann⸗ ten, die wir vor unſerer Abreiſe nicht mehr ſprechen konnten, ſagen wir hiermit ein herz— liches Lebewohl. Ib. Schlottner und Familie. (43900 Auf nächſten Mon⸗ tag und Dienſtag als den 21.& 22. d. M. fallen israelitiſche Feyertage. Zwei ſehr gute Webſtühle (1397) ſind zu verkaufen in Kleinkarben von Johs. Walles. Dorheimer Kirchweihe. (1398) Bei Gelegenheit des hieſigen Kirch⸗ weihfeſtes am Sonntag den 20., Montag den 21. und Sonntag den 27. September iſt bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt einlade. l Dorheim. W. Bingel. Literariſche Anzeige. (1399) Verlag von H. L. Brönner in Frankfurt g. M., zu haben in allen Buch⸗ handlungen, in Friedberg bei C. Binder⸗ nagel: Metzger, der Jauernſpiegel oder Peter Lang, der vollſtändige Bauer und Bürgermeiſter. Geh. Preis fl. 1. 12 kr. Inhalt: Wie ſoll man in den Dörfern bauen.— Die Backſteinbrennerei auf dem Felde.— Die Kalkbrennerei.— Die Dung⸗ grube und der Abtritt.— Kein Gewerbe bringt mehr ein, als der Grund und Boden. — Die Obſtſaatſchule.— Der Werth des Obſt⸗ * 298. baumes.— Welche Obſtarten ſoll der Land⸗ wirth pflanzen?— Das Einſchlagen und Ab⸗ ſtecken der Obſtbäume.— Das Anfertigen der Baumlöcher und Setzen und Beſchneiden der Bäume.— Das Anlegen der Gartenzäune.— Das Anbinden und Schützen der Obſtbäume. — Die Winterbeſchäftigung.— Der Weinbau in den Dörfern.— Das Keimen der Oybſtkerne und die Behandlung der Obſtſaatſchule.— Die Anlegung einer Baumſchule.— Die Sommer⸗ getreideſaat.— Die Behandlung der Obſt— bäume im Obſtgarten.— Die Kartoffelkrank⸗ heit.— Wann werden die Pfropfreiſer ange⸗ ſchnitten?— Das Veredeln der Obſtbäume überhaupt.— Die Benutzung der Zeit.— Das Einſtreuen des Sandes in den Kuhſtall. — Das Pfropfen oder Zweigen.— Das Ko⸗ puliren.— Die Bereitung des Baſtes.— Das Okuliren oder Aeugeln.— Die Behandlung der Obſtbäume in der Baumſchule im erſten Jahre nach der Veredlung.— Die Behand⸗ lung der Obſtbaͤume im zweiten und dritten Jahre nach der Veredlung.— Wie es in P. Langs Haus, Hof, Stall und Feld ausſieht.— Peter Lang wird zum Bürgermeiſter erwählt. — Der Bürgerm. ſorgt für eine beſſere Faſ⸗ ſelhaltung.— Die Viehverſtellung im Orte hört allmälig auf und wird den Juden ent⸗ zogen.— Der neue Schullehrer unterrichtet mit Beihülfe ſeiner Frau die Jugend.— Ein vernünftiger Vorſchlag des Lehrers, wie man Holz erſparen und eine Bücherſammluug ohne beſondere Koſten anſchaffen kann.— Wann iſt das Halten von Schweinen, Federvieh und Pferden am Platze und wie kommen wir am beſten zu pferden?— Wie ſtark ſoll unſer Viehſtand fein?— Wie müſſen die Kühe der Kuhbauern beſchaffen ſein?— Wie ſoll man das Rindvieh füttern und geſund erhalten?— Wie der Bürgermeiſter die Bettler zur Arbeit bringt.— Wie der Bürgermeiſter den Feld— und Waldfrevel einſtellt und eine verbeſſerte Waldwirthſchaft einführt.— Die Errichtung eines Gemeindebackofens, verbunden mit der Wachtſtube, Obſtdörre und einem Waſchhauſe.— Die neue Güter- und Feldwegeintheilung.— Die Verſchönerung des Dorfes.— Der Bür⸗ germeiſter ſorgt für ein beſſeres Hypotheken⸗ weſen.— Die Trockenlegung eines Sumpfes und Einführung einer geregelten Wieſencul⸗ tur.— Die künſtliche Kopfholzzucht.— Die Weidenkultur.— Wie können unfruchtbare Sandhügel nutzbar angelegt werden? Wie es jetzt in der Gemeinde ausſieht und wie die Verdienſte des Bürgermeiſters von der Re- gierung und der Gemeinde anerkannt werden. — Wie ſoll man einen Friedhof anlegen.— Die letzten Lebensjahre des Peter Lang. Nro. 20. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu— tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Jeſus führt zum Vater.— Die kirchliche Reform.— Fortſchritt. Frankfurter Gold-Cours vom 18. September. 1 Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 47 ½ Holländiſche 10 fl. Stücke 9 55 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 29 Engliſche Souverains 11157 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 15. Sonntag n. Trinitatis d. 20. Sept. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Baur. Früchtp re Gattung. Fried⸗ s ff. ü kr. A r. kr. Waizen pr. Malter] 13 40 14 57 14 45 Korn„„ 12 3012 5012— 8 9— 1 9121 8130 Haffk 5 41 301 41501 4 30 Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 20. bis 26. September 1846. Fried⸗ Butz⸗ 2 . Brod ⸗ Preiſe. berg. bach. 5 kr. pf. kr. pf. 13; Leib⸗Roggenbrod 4114 44 1 21„ 7 84 21 84 2 44„, 2 17 17 171— th. Lth. Milchbrod 1 5 1 37 — Waſſerweck 4 3% —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14 14 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 105155 25 5 121— 1 gemäſtete 84 2 „Kühfleiſch kae 55 ; z 0% gemäſtetes 8— 81— N Rindfſeiſch ungemäſeetes 7 „ Kalbfleiſch 2 „Schweinenfleiſch 134— 13— „ Hammellleiſch 8— 4.81— 7 Schaaffleiſch 7— 61— „ Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 24— 24— „ Schinken 17— 17— „ Doörrfleiſch 17— 17— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 23— 23— unausgelaſſen 22— 21— „ Nierenfett 22— 20— „ Hammelsfett= Der Gr. Hefſ. Kreisrath d. K. Friedberg aer. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen . Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg,