gen ichtet: kirche: Intelligenz-Blatt ſür die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Entfernung der Knaben Martin und Johann Konrad Horſt von Oberohmen. Die rubricirten Knaben, wovon der eine 14 und der andere 12 Jahre alt iſt, haben ſich von Haus entfernt und treiben ſich zwecklos umher. Ich weiſe Sie an, auf dieſel⸗ ben fahnden, ſie im Betretungsfalle arretiren und anher einliefern zu laſſen. Grunberg am 13. Augnſt 1846. i übt ier Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſämmtl. Gr. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Aufſtellung der Gemeindevoranſchläge für 1847. Der Einſendung der rubricirten Voranſchläge ſehe ich bis zum 15. September d. J. bei Meidung eines Wart⸗ boten entgegen. riedberg am 15. Auguſt 1846. 5 5 l Küchler. Vom Hüttenberg im Auguſt 1846. Peſtalozzi auf einem Kinderball. Du erwarteſt gewiß, lieber Leſer, in den folgenden Zeilen eine ſchöne Geſchichte von unſerm alten und doch noch ganz neuen Freunde, Peſtalozzi, wie er, der Kinder⸗ freund, auch einmal auf einem gemüthlichen Kinderbällchen war und ſich amüſirte unter den Kleinen und ſich freute über ihre Knixchen und ſich todlachen wollte uͤber die ſchönen Complimente und Schmeicheleien, welche ſich dieſe Herrchen und Dämchen ſchon zu machen wußten, und über die zier⸗ lichen und gewandten Stellungen und Verdrehungen ihrer Füßchen und Glieder! Wenn du das glaubſt, ſo biſt du noch kein Mitglied des Peſtalozzivereines, oder wenn auch ein ordentliches doch nur ein zahlendes und nicht pädago⸗ giſch mitwirkendes oder gar ein außerordentliches, zumal du etwas Außerordentliches von mir erwarten würdeſt! Auch haſt du alsdann nicht die in dieſem Blatte gemachte Anzeige eines Kinderfreundes geleſen, welches die Ueberſchrift trug „Eingeſendet“.“) Endlich kennſt du dann aber auch mich nicht, was freilich nicht viel heißen will; denn was kann dir daran liegen, daß ich auf dem Hüttenberg wohne, den du vielleicht nicht einmal findeſt, und daß ich von Zeit zu Zeit einige dürre, nackte, kahle Worte in das Intelligenzblatt ſende über die Peſtalozziſache, dieſem ewigen Einerlei, das mein einziges Steckenpferdchen in meiner augenblicklichen Penſionirung ohne Gehalt geworden zu ſein ſcheint. Doch, zur Sache! Ein Kinderbällchen! Eine freundliche Einla⸗ dung eines freundlichen Tanzmeiſters zu einem freundlichen Kinderbällchen! Liebe Frau! Da müſſen wir in jedem Falle hingehen; nicht unſertwegen, ſondern unſerm Auguſt, Karl, Adolph, Wilhelm— unſerm Nettchen und Settchen und Kättchen und Bättchen zu Liebe dürfen wir uns und ihnen das Vergnügen nicht verſagen. Nun ſo tretet ein in den hell erleuchteten Saal! Die Muſik hat begonnen, es tönet der Ruf, der kinderfreundliche Ruf des maitre de danse: engagez, Messieurs! Engagiren Sie, meine Herrn! O, ich freue mich, daß wir nicht einmal einen deutſchen Kunſtaus druck hierfür haben! Messieurs, meine Herrn! das iſt der erſte Saame, den der Meiſter auf den fruchtbaren Boden ſeiner Kinderverziehung ſtreut! Messieurs meine Herrn! das kitzelt die Herrchen bis in die große Fußzehe und klinget ganz anders als der„Lausbub, Faul⸗ kenzer, Bengel, Range,(nicht Ronge) Tagdieb,“ wenn ein⸗ mal Karlchen nichts gelernt hat. Und nun eilen ſie hin zu den Bänken, wo die kleine ſchöne Welt da ſitzt, voll⸗ kommenſte Muſter von 30 jährigen Koketten, mit zugeſpitztem Mündchen, mit zärtlichem Lächeln und ſchielenden Blickchen, ob ſie wohl ein ſchöneres Bändchen oder ſchöneres Kleidchen ziert als die Nachbarin! Dank dir, o maitre de danse über deine neue Sittenlehre, daß du ſchon ein bischen Neid und Miß⸗ gunſt, und Schadenfreude in das kleine Herzchen haſt einge⸗ ſetzt— freilich nur ein Reischen! doch es wächſt allmälig.— Glücklich hat das Herrchen ſeine wohleinſtudirte— lang vorbe⸗ reitete Anrede gehalten: Kann ich das Vergnügen, die Ehre *) Nr. 60 dieſes Blattes. u 260. u. ſ. w. haben, mit Ihnen eine kleine tour de danse— ein Tänzchen zu machen! Und nun eilen ſie in die zier⸗ liche Liliputtscolonne— denn in Liliputt, einem Zauber⸗ lande, da ſind die ausgewachſenen Menſchen noch viel klei⸗ ner, als unſere Tänzer, und gleichen wir Erwachſene mit unseren Storchsbeinen, wenn wir deren haben, wie z. B. ich nicht, großen, großen Rieſen.— Die Reihe iſt aufge⸗ ſtellt und auch ziemlich groß. Leider ſind nur einige Däm⸗ chen ſitzen geblieben und reiten den Schimmel, wie man das ſo nennt! Was mögen dieſe armen, unglücklichen Seel⸗ chen denken und fühlen? Da mag es kochen und ſieden, da mag ein herrliches Teufelsbreichen von Neid und Aer⸗ ger und Haß gar gekocht werden!— Man hat einmal herumgetanzt. Und nun muß doch auch(etwas) geſprochen wer⸗ den: Wie iſt es ſo heiß, wie iſt es ſo ſtaubig, wie iſt es ſo ſchön! Wie gefällt es Ihnen? Schwitzen ſie auch ſo, wie ich? Und ſollte das Wiegen der Dämchen in den Aerm⸗ chen der Herrchen nicht ein kleines, ganz kleines freilich noch unbewußtes Reizchen ausüben auf die Sinnennerve? Sollte ſich daraus nicht ein zärtliches Verhältniß entſpin⸗ nen oder ein wenig Eiferſucht oder ein kleines Duellchen? O, wie würde ich mich freuen, wenn ſich zwei Burſche den andern Tag balgten? Da dürfte ich doch ſagen! Sehet, das Tanzen iſt eine ſchöne Sache, denn es führt zum Tur⸗ nen.— Es ſind ſchon mehrere Tänze gemacht; es iſt heiß! Da müſſen die Kleinen trinken und doch wahr⸗ lich nur Wein. Denn das wäre doch zu hart, wenn die Eltern Wein tränken und die Kinder Waſſer. Darum Wein und wenn es ihnen wiederum heiß geworden iſt, abermals Wein mit etwas Zuckerwaſſer— und nochmals Wein.— Und ſo geht es denn bis in die Mitternacht hinein: Und hurtig in dem Kreiſe gings, Sie tanzten rechts, ſie tanzten links, Und alle Röcke flogen. Sie wurden roth, ſie wurden warm, Und ruhten athmend Arm in Arm! Und nun ſchnell abgekühlt, das heißt, von außen die Poren geſchloſſen, damit das Feuer inwendig bleibt und nicht herauskann. Und nun nach Haus in das verwaiſte Bettchen. Wie mag das erſtaunen, daß es heute ſo ſpät die Ehre hat, daß es heute nicht hört das Abendgebet des kleinen Nachtſchwärmers, dem ſchon längſt die Augen zuge⸗ fallen ſind.— Guten Morgen, ihr Kinder! Es läutet ſchon das erſte Zeichen in die Schule. Ach, ein bischen Kopfweh, ein bischen Fieber, ein kleines Katzenjämmerchen! Mutter wenn du klagſt an dem Krankenbett deiner 14jäh⸗ rigen Tochter, die da leidet an Bruſt und Lunge; Vater, der du alsdann anklagen willſt den unerforſchlichen Gott, der dir ſo Hartes gethan hat— erinnert Euch, ob ihr viel— leicht einmal mit Eurem Töchterchen vor vielen Jahren auf einem ſolchen Kinderbällchen wart, fraget Euch nun, an welchem Gelde das Gift klebt, an dem, das in den Beu⸗ tel des Tanzmeiſters ſchluͤpft, oder an dem, das da zur Apotheke wandert.— Da muß denn das Kind aus der Schule bleiben. Wozu aber auch noch in die Schule ſchik⸗ ken, wenn der Tanzmeiſter ſo geſchickt zu erziehen weiß. Habt ihr denn nicht geſehen die vollendetſten Muſter des Anſtandes, ſo zu ſagen, wie man ſich im Kleinen belügt, wie man im Kleinen Leidenſchaftches ſpielt.— Manche ſind wirklich in die Schule gekommen. Allein was intereſ— ſirt dieſe heute der Himmel, da ihnen der von geſtern Abend noch ſo glänzend vor der Seele ſchwebt— was die Roſen und Blumen der Naturgeſchichte, da ſie ſchon eine andere Blumenſprache begonnen haben. Und ſo ackert und pflügt denn der arme Lehrer auf trocknem harten Boden— und muß die Schläfer hinausſchicken, daß ſie ſich, wie trockne Bäumchen, mit Waſſer begießen und wieder ein wenig be⸗ leben!— Tanzmeiſter, du biſt ein Gluͤckskind, ein Ju⸗ genderoberer; wenn du rufſt, laßt die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, dann kommen ſie gewiß. Und es muß ja auch ſo ſein. Denn warum hat man denn heutzutage Peſtalozzi- und Turnvereine? Warlich, um die Pfuſcherarbeit auf dem Gebiete der Erziehung des Kör⸗ pers und Geiſtes wieder auszubeſſern! Wenn uns der Tanzmeiſter keine ſiechen, abgehärmten, an Geiſt und Herz abgenutzten und verwahrloſten Buben lieferte, was ſollten denn da dieſe Vereine wirken? Ja wahrlich, Kinderbälle ſind zeitgemäß,— die Vorarbeiten der Peſtalozzi⸗ und Turnvereine. Denn wer wäre noch ſo dumm und einfältig, zu glauben, daß der Peſtalozziverein nur armen, elternloſen Waiſen angehöre? Ach, ſie ſind wohl verwahrloſt, weil ſie nicht kennen die ſchönen Kinderbälle, weil ſie nicht eſſen und trinken Kuchen und Wein, weil ihr geſunder Körper geſtählt iſt durch die Blößen ihrer Kleider. Der Peſtalozzi⸗ verein will auch die ſogenannten Vornehmen und Gebildeten in ſich hereinziehen und ihnen ſagen: ſeht, ihr lieben Eltern, ihr ſeid bedeutend auf dem Holzwege! Wie Peſtalozzi einſt die ſchmutzigen Geſichter der Kleinen wuſch, das Ungeziefer vom Kopfe kämmte und die Grindköpfe fegte, ſo lernet von ihm, wie ihr abwaſchet den Schmutz der Eitelkeit und des altklugen Weſens, wie ihr die Waldböcke der obengenannten kleinen Leidenſchaften entfernt, die ſich in das Herz eurer Kinder eingefreſſen haben, wie ihr ſäubert den Unrath der Heuchelei und Verſtellung— ſchickt ſie auf den Turnplatz! Dort iſt heitere, fröhliche Zerſtreuung nach den ernſten Stun⸗ den der Schule, dort iſt friſche, geſunde Luft nach dem Stubendunſte, dort iſt Bewegung genug, welche den Körper ſtärker und gewandter macht, als alle Verrenkungen und Verdrehungen des Tanzmeiſters. Dort iſt ein geſunder Schweiß, nicht erzeugt von dem Taumel des Tanzes und dem Gluͤhen des Weines. Nach einem Reigen auf dem Turnplatze da ſchmeckt das trockne Stück Brod beſſer, als der ſüße Kuchen am Schenktiſche, ſchmeckt das friſche Waſ⸗ ſer ſüßer, denn der köſtliche Wein und iſt der Schlaf feſt und erquickend, die Ruhe ſtärkend und erholend, das Auf⸗ wachen ein Auferſtehen zu neuem Leben, zu neuer Luſt, zu neuer Freude!— Und wie iſt es mit den Mädchen? Sie ſind ja ausgeſchloſſen von allen dieſen Vergnügen! Freilich, wir haben noch keine Turnplätze für ſie. Nun, ſo lange es noch Eltern giebt, welche dieſes für Narrheiten und Poſſen erklären, ſo lange ihnen dies noch Aergerniß iſt, turne das Mädchen in der Art, daß es die Mutter in den Garten be⸗ gleite, und Bohnen breche und Unkraut gäte und Kartoffeln aushacke, herrliche Uebungen, wie an Reck und Barren. Und von Zeit zu Zeit mit dem Lehrer einen Spaziergang hinaus in die einladende Natur— das iſt ebenſoviel, das iſt noch mehr als der Turnlauf!— Lebe wohl, lieber Leſer! Man nig faltiges. Gar emſig hat man in verſchiednen Zeiträumen ſich bemüht, die Menſchen zu Maſchinen zu machen. Niemals iſt es aber ganz gelungen. Und mehr als je hat jetzt auch der Niedere es fühlen gelernt, daß er nicht ein todtes Ge⸗ häuſe nur iſt, ſondern im Inneren ein freies ewiges Uhr⸗ werk trägt. * * 8* Wie viele Geſetze ſind in die Welt gegangen ſeit den Geſetzen, die vom Berge Sinai herabkamen. Man könnte mit allen den Geſetzrollen, Geſetztafeln, Geſetzbüchern einen Berg aufſchichten, der höher ragen durfte als der Berg 7. N Ju⸗ u mir gewiß. denn um Kor s der Hetz ollten bälle d Made rrloſen weil ſie t eſſen Korper dal bildeten Eltern, A einſt geziefer net von ind des annten eurer ald der iruplat n Sm ach m Korper en und eſunder und F dem K, od ge Waſ⸗ Hlaf feſt as Auf⸗ Luſt, zu 1 Sie Freilich, ſo lange N Poſſen cue das ten be⸗ dattoffeln Barren. azlergang ziel, das ber Leſer 111 — Geſetz vom Berge her! ſen, * 2861 Sinai ſelbſt. Und doch— führt nicht faſt jedes ſpätere Geſetz auf jenes vom Sinai her zurück?— Wie viele Gebote und wie viele Verbote würden unterblieben ſein, hätte man ſtreng und gewiſſenhaft erfüllt das einfache * **. Lange, ſehr lange hindurch hat die Geſchichte bewie— daß der Schwächere faſt immer dem Gewaltigen weichen mußte. Seit kurzer Zeit erſt iſt dieſe Erſcheinung ſeltner geworden. Nicht Erbrecht und Geburt, nicht Reichthum und zufällige Verhältniſſe hat jetzt einzig und allein das entſcheidende Gewicht. Auch der Geiſt iſt's mit ſeiner Kraft, mit ſeiner Weisheit, das Herz iſt's mit ſeinem Gefühle für Recht und Freiheit, die Zeichen und Wappen der höheren Men ſchen würde ſind's, die öfterer und öfte⸗ rer den glorreichſten Sieg gewinnen. L. Würckert, Pfarrer in Zſchopau. Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Juni 1846. Butzbach. Getraute: Philipp Heinrich Lippert, des Bürgers und Schuh- machermeiſters Philipp Lippert hinterlaſſener ehelich lediger Sohn und Katharina Eliſabeth Bardel, des verlebten Bürgers und Schuhmachermeiſters Friedrich Bardel hinterlaſſene ehelich ledige Tochter. (Zu Darmſtadt.) Georg Chriſtian Chelius, Bürger und Bierbrauer zu Butzbach, des verlebten Gr. Diſtricts⸗ Einnehmers, Hauptmann Georg Chelius hinterlaſſener ehelich lediger Sohn und Friedericke Katharina Marga⸗ retha Warnecke, des verſtorbenen Bürgers und Wirths zu Darmſtadt Adam Warnecke hinterlaſſene ehelich ledige Tochter. Chriſtian Häuſer, hieſiger Bürger und Schuhmacher⸗ meiſter, ein Wittwer, und Juliane Herling, des hie— ſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Heinrich Her— ling ehelich ledige Tochter. Chriſtoph Rumpf, Bürger und Strumpffabrikant, wie auch Mitglied des Gemeinderaths, des hieſigen Bür— gers und Strumpffabrikanten Johannes Rumpf ehelicher lediger Sohn und Suſanna Eliſabeth Fiſcher, des Bür— 25. 28. 28. 42. gers und Metzgermeiſters Johann Andreas Fiſcher ehe⸗ lich ledige Tochter. Getaufte: Dem Wachtmeiſter in der 3. Schwadron des Garde⸗ regiments Chevauxlegers Chriſtoph Hufnagel eine Toch⸗ ter, Anna Elisabeth, geb. den 31. Mai. Dem Bürger und Uhrmacher Johann Jakob Brüchner ein Sohn, Georg, geb. den 9. Juni. Dem Bürger und Bäckermeiſter Adam Wendel ein Sohn, Arnold, geb. den 17. Mai. Dem Bürger und Leinweber Michael Scheuer eine Tochter, Anna Eliſabeth, geb. den 22. Mai. Dem Burger und Kuhhirten Chriſtian Thomas Zwil⸗ lingsſohne, Johann Georg und Chriſtoph, geb. den 7. Juni. Dem Bürger und Metzgermeiſter Jakob Kobeld ein Sohn, Ludwig, geb. den 30. Mai. Dem Bürger und Rothgerbermeiſter Chriſtoph Kuͤchel III. eine Tochter, Clara Suſanna Eliſabeth, geb. d. 10. Juni. Beerdigte: Balthaſer Bartel, Bürger und Schuhmachermeiſter, alt 65 Jahre, 7 Monate, 10 Tage, T den 30. Mai. Anna Eliſabeth, des Wachtmeiſters din der 3. Schwadron des Garderegiments Chevauxlegers Leonhard Köhres Ehefrau, geb. Schild, alt 45 Jahre, 3 Monate, 14 Tage, T den 4. Eliſabeth Apollonia, des verlebten Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Johannes Möhlich hinterlaſſene Wittwe, geb. Wendel, alt 76 Jahre, 2 Monate, 2 Tage, f den 9. Johannes Emmel II., Bürger und Fuhrmann dahier, alt 40 Jahre, 3 Monate, 5 Tage, 1 den 9. . Henriette Chriſtine, des verlebten Burgers und Zinn⸗ gießermeiſters Johannes Weickhard hinterlaſſene ehelich ledige Tochter, alt 35 Jahre, 7 Monate, 23 Tage, t den 13. Juni. Johannes Strudel, Bürger und Schuhmachermeiſter, alt 47 Jahre, 8 Monate, 4 Tage, f den 14. Karl Gottfried, des Bürgers und Gaſtwirths Jakob Karl Becker ehelicher Sohn, alt 2 Jahre, 11 Monate, 7 Tage, F den 16. Johannes Konrad, des hieſigen Bürgers und Schuh— machermeiſters Johannes Herling ehelicher Sohn, alt 8 Monate, 24 Tage. f Philipp, des Bürgers und Metzgermeiſters Georg Huf⸗ nagel ehelicher Sohn, alt 1 Jahr, 10 Tage, k den 26. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N ιε Edictalladung. (1176) Anſprüche jeder Art an die von Heinrich Baitz, Hr. S. II. in Meiches ver⸗ kauften Grundſtücke in dortiger Gemarkung, worüber Grundbuchs⸗Auszug dahier zur Ein⸗ ſicht offen liegt, ſind binnen 4 Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls der Kauf⸗ vrief beſtätigt wird. Ulrichſtein am 30. Juli 1846. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Oeffentliche Bekanntmachung. 1205) In Gemäßheit Auftrag's Großh. ofgerichts der Provinz Oberheſſen ſollen die bei dem hieſigen Landgerichte als unbrauchbar ausgeſchiedenen älteren Aclen, in 8 ½ Cent⸗ ner beſtehend, in kleineren Abtheilungen Mittwoch den 26. d. M., Morgens 11 Uhr, 5 gegen gleich baare Zahlung an den Meiſtbie⸗ tenden auf hieſigem Landgerichte verſteigert werden. a Indem dieſes zur öffentlichen Kenntniß ge⸗ bracht wird, bemerkt man, daß gelegentlich dieſer Verſteigerung von Acten, circa 7 Ries ganz neues gedrucktes Deckelpapier, welches zu verſchiedenen Zweigen von Gerichts-Acten beſonders gebraucht werden kann, mitverkauft werden ſollen. Butzbach den 4. Auguſt 1846. Der Großh. Landgerichts-Actuar Dreſcher. Edietal ladung. (1175) Anſprüche jeder Art an das Ver⸗ mögen des in Concurs verfallenen Georg Pabſt von Bobenbauſen ſind bei Meidung des ohne beſonderes Präcluſivdecret erfolgen⸗ den Ausſchluſſes von der Maſſe im Termin Donnerſtag den 8. October d. J., Morgens 9 Uhr, anzumelden und richtig zu ſtellen. Im Falle des Zuſtandekommens eines Ver⸗ gleichs werden die nicht perſönlich erſchienenen oder nicht durch zum Vergleichsabſchluß Er⸗ mächtigte vertretenen Gläubiger als demſelben beiſtimmend angeſehen. Ulrichſtein am 28. Juli 1846. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edictalladung. (1177) Nachſtehende dem Herrn Fürſten Ferdinand zu Solms⸗Braunfels Durchlaucht zuſtehenden Grundgefälle und zwar: 1) ſämmtliche in der Gemarkung Münzen ⸗ berg, welche übereinkünftlich auf ein Ab⸗ kaufcapital von 4858 fl. 38/ kr. feſtge⸗ ſetzt worden ſind, 2) Zehntgrundgefaͤlle in der Gemarkung Bet⸗ tenhauſen, welche übereinkünftlich auf die Abkaufſumme von 965 fl. 8 kr. be⸗ ſtimmt worden ſind, ſollen abgelöſt werden. Es werden daher, nach Maßgabe des Ge⸗ ſetzes vom 27. Juni 1836, alle, bekannte und unbekannte, Bekheiligte aufgefordert, etwaige Rechtsanſprüche binnen 2 Monaten um ſo gewiſſer dahier anzuzeigen, als gegenfalls die Auszahlung der Ablöſungskapitalien an den bezeichneten Berechtigten geſtattet werden wird. Hungen am 29. Juli 1846. 5 Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht daſ. Hofmann. Edictal ladung. 28) Die Erben der verſtorbenen Hein ⸗ n Wittwe haben den üderſchul⸗ deten Nachlaß derſelben nur sub beneficio legis et inventarii angetreten. Zur Richtig⸗ ſtellung des Schuldenſtandes, ſowie zum Ver⸗ juch eines Arrangements werden deshalb ſo⸗ wohl bekannte als unbekannte Gläubiger der gedachten Heinrich Rullmanns Wittwe, ſowie alle Diejenigen, welche etwaige ſonſtige Rechts⸗ anſprüche an deren Nachlaß zu haben ver⸗ meinen, biermit aufgefordert, ihre Forderungen und Rechtsanſprüche ſo gewiß in dem auf Freitag den 11. k. M., Morgens 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin dahier anzu⸗ zeigen und geltend zu machen, widrigenfalls die unbekannten Creditoren von der Maſſe ausgeſchloſſen, die nicht erſcheinenden bekann⸗ ten Gläubiger aber, im Falle eines zu Stande kommenden Arrangements, als den Beſchlüſſen der Majorität beigetreten, werden angeſehen werden. Nid da den 10. Auguſt 1846. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Gras Verſteigerung. (12260 Das diesjährige Grummetgras von nachgenannten fiscaliſchen Wieſen kommt fol⸗ gendermaßen zur Verſteigerung: 1) zu Lindheim, von ungefahr 50 Morgen, Mittwoch den 26. d. M., Nachmittags 1 ühr, in dem Gaſthauſe des Hrn. Bechtold, 2) zu Stammheim, von ungefähr 12 Mor⸗ gen, Freitag den 28. d. M., Nachmittags 2 Ubr, in dem Gaſthauſe des Hrn. Metzler. 3) zu Bauernheim, von der Markwieſe, ungefähr 300 Morgen, Dienſtag den 1. Sep; tember, Mittags 12 Uhr, auf der Wieſe ſelbſt, oder bei ungünſtigem Wetter zu Bauernheim bei Gaſtwirth Hrn. Höres, 4) zu Okarben, von der Burgwaldswieſe, ungefähr 60 Morgen, Mittwoch den 2. Sep⸗ tember, Nachmittags 2 uhr, an dem Mine⸗ ralbrunnen bei Okarben. Friedberg den 15. Auguſt 1846. Der Gr. Heſſ. Rentamtmann des Rentamts Siehe e u ß. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (1227) Donnerſtag den 20. Auguſt l. J., Vormittags um 11 Uhr, werden in hieſigem Ratbhauſe fünf bis zehn Schaafpferche, welche den 26. Auguſt ihren Anfang nehmen, öffent⸗ lich meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 17. Auguſt 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter en de r. (Butzbach.) Lieferungen von Brod, Brennöl, Thrau, Talglichter, Wai⸗ zenkleie u. Leinkuchen, ſodann Stroh zum Füllen einzelner Betten. (1228) Vorgenannte Lieferungen für die Garmiſon Butzbach auf's à4te Quartal dieſes Jahres, ſollen Donnerſtag den 27. d. M., des Vormittags 10 Uhr, auf dem bekannten Sou⸗ „ 262* miſſionswege in Accord gegeben werden. Dies den Intereſſenten zur Nachricht. Butz bach den 14. Auguſt 1846. 5 J. A.: Cellarius,. Oberquartiermeiſter. Bekanntmachung. (1129) Montag den 24. d. M., Nachmit. tags um 2 Uhr, ſollen auf hieſigem Ratbhauſe die zur Einfriedigung der Wehde in der ſ. g. Höhegaſſe erforderlichen Arbeiten und Lie⸗ ferungen: fl. kr. 19 Maurerarbeit, veranſchlagt zu 80 38 2) Ausraumen der Wehde und Waſſer⸗ ſchöpfen 80— 3) Brecher ⸗, Fuhr⸗ und Setzerlohn von 3. Kubikklafter Mauerſteinen Lieferung von 24 Bütten Kalk 56— „„ 1.2 Koklftr. Sand 30— an den Wenigſtnehmenden unter den im Ter- min bekannt gemacht werdenden Bedingungen in Accord gegeben werden. Kirchgöns am 15. Auguſt 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Braun. Arbeits Verſteigerung. (1230) Freitag den 21. d. M., Vormit⸗ tags 10 Übr, ſollen die bei Herſtellung des Hirtenſtalles dahier vorkommenden Arbeiten, als: g fl. kr. 1) Zimmerarbeit, vervoranſchlagt zu 10 55 2) Dachdeckerarbeit, 0„ 14 36 3) Maurerarbeit,„ 430 ſowie die bei Herſtellung des Geländers an der Uſabrücke vorkommenden Arbeiten, als: 19 Schreinerarbeit, vervoranſchlagt zu 2 fl. 2) Weißbinderarbeit,„„ 19 fl. auf dem Gemeindehaus dabier an die Wenigſt⸗ nehmenden verſteigert werden. Fauerbach II. den 14. Auguſt 1846. Der* 25 Bürgermeiſter ilipp i. Privat⸗ Bekanntmachungen. Ge ſ uch. (1231) In der Nähe von Friedberg wird ein ſolider Bäckergeſelle geſucht. Derſelbe kann auf dauernde Condition rechnen. Das Nähere bei der Erpedition d. Bl. Warnung. (1232) Sch zeige biermit ergebenſt an, daß ich noch nie bei David Bendheim in Griedel in Dienſten geſtanden babe, indem dieſer gar keinen Dienſtboten gebraucht, ſondern per Compagnie habe ich mit ihm gehandelt, und warne Jeden, der mit mir ein Geſchaft ab⸗ geſchloſſen hat, an gedachten Bendheim für mich Zablungen zu leiſten, indem ich fur Nichts garantire und nicht annehme, und die Zahlungen alsdann nochmals an mich geleiſtet werden müſſen. Phil ivp Blad aus Bechtolsheim, dermalen in Gießen bei Maler Boos. Ein neues Kinder wägelchen (1233) babe ich in Commiſſion zu einem billigen Preiſe abzugeben. Butzbach. J. Seilberger, Gaſtwirth zum grünen Baum. Bekanntmachung. (123) Eine Herrſchaft auf dem Lande ſucht eine Hausbälterin in geſetztem Alter, die mit guten Zeugniſſen verſehen iſt und ſchon ſolchen Stellen vorgeſtanden hat. Wo? ſagt die Expedition d. Bl. f Zweihundert Gulden (1235) liegen in dem Hochweiſeler Kirchen⸗ Fond zu 5 Prozent Zinſen pr. Hundert gegen gerichtliche Verſicherung zum Ausleiben bereit. Hochweiſel den 15. Auguſt 1846. Der Kirchenrechner N. Imbeſcheid. Bücherverſteigerung zu Gedern. (1236) Die am 29. Zuni d. J. abgehal⸗ tene Verſteigerung von Buͤchern mediciniſchen, belletriſtiſchen und philoſophiſchen Inhalts, aus dem Nachlaſſe des Dr. med. Schmidt dahier, ſoll 5 Dienſtags den 1. September d. J., von Morgens 8 Uhr an, a in der Behauſung der Steuererhebers pfers dorfs Erben hierſelbſt nochmals vorgenom⸗ men und dann ohne Rückſicht auf das Taxa⸗ tum der Zuſchlag, gegen gleich baare Zahlung, alsbald ertheilt werden. Gedern den 13. Auguſt 1846. Stiebeling, Kurator. Verſteigerung in Ober⸗ rosbach. 5 (1237) Mittwoch den 26. d. M., Morgens 9. Übr, läßt der Unterzeichnete an die Meiſt⸗ bietenden öffentlich verſteigern: Canaps's mit Stühlen, Tiſche, Bänke, Faͤſſer, Weinſtaſchen, Badbütte, eine 24 Fuß lange, eichene Holz. krippe, einen Pflug, eine 1. und 2ſpaͤnnige Chaiſe, eine Winde, gebrauchte Thüren, Fen⸗ ſter, verſchiedenes Holzwerk, tannen Bauholz und mehrere andere Gegenſtäande. Jacob Schlottner in Oberrosbach. Hochfreiherrlich von Rau'ſches 4 prCtges Anlehen, auf das Hofgut Heibertshauſen, d. d. 1. Juli 1842. 88.8 Aus Auftrag Sr. Hochfreiherrlichen Gnaden des Herrn Freiherrn Fr. W. G. A. v. Rau, Herrn zu Beienheim ꝛc. pc., ſind nachverzeichnete ApCtige Partial⸗ Obligationen des rubricirten Anlehens: N Lit. A. Nr. 1- 12 à fl. 500 jede fl. 6000 Lit. B. Nr. 1— 16 à. fl. 250 jede fl. 4000 Lit. C. Nr. 140 à fl. 200 jede fl. S000 Lit. D. Nr. 1— 70 aà fl. 100 jede fl. 7000 fl. 25000 zur Rückzahlung auf den 31. Dezbr. a. c. beſtimmt, wovon das unterzeichnete Handlungshaus die reſpectiven Intereſſenten mit dem Anfuͤgen in Kenntniß ſetzt, daß von da ab, ſomit deren Verzinſung aufhört. Friedberg i. d. W. im Juni 1846. Simon Lindheimer. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. elt der S Nell, und vera lich hab, land, ein g Wei des Feſtl ber. auf k der 9 und an der ded dem tigte ten; niß 0