9 N Intelligenz-Glatt gen 7 ichtet: für die e Provinz Oberheſſen uche im Allgemeinen, N die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen — und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. g e. 2 2* 0 2 0 2 tee. J 5 Oroß⸗ gerau 1 b hr ihn b von eurem Wochenlohn? und könntet ihr eure 015— ünt et er yr ihnen a? und r eur N 12 10 1 255 9 Kinder alle hierher ſtellen, ſo wollte ich zählen, wie viel 698— wird uns vom Verfaſſer des Aufſatzes in Nro. 77. unſeres darunter ſiech und elend oder blödſinnig ſind. Und warum — N Blattes„an die Mäßigkeitsvereinsfreunde“ geſchrieben, daß ſind eure 155 9 ee kaun eure Miel 18 1 05 i i je Angri f und euer Haar ſo ſtruppig, und eure Augen ſo trübe? t. 8 5 07 e 1 25 19 7 14 0 Und wo haſt du dir die Schramme über das Geſicht weg Bußbach dere en. Fe 2 führlichen: a geholt, und wie Viele unter euch ſind ſchon einmal auf dem größeren Publikum zu rechtfertigen beabſichtige und daß er Zuchthauſe geweſen, und wer hat euch das Fluchen und 4846. den Streit in dieſem Blatte mit dem Votum Göthe's Läſtern gelehrt? Was müſſet ihr abgeben alle Woche von — ſchließen wolle eurem ſauer verdienten Lohn an dieſen Seelenverderber? Bu ⸗ ich ni kann Wie viel Kraft zehrt ſein Feuer aus euren Leibern, wie 05 r——— eee 3 fahret er mit euren Seelen dahin ins ewige Verderben! A. pf. a. N Aber ihr wollet nichts merken und wollet nicht erkennen, 20402 Die Redaktion. was zu eurem Frieden dient!“ 1 Da ſagte ein Anderer:„Du haſt gut ſprechen! Du . Die Geſchichte vom lahmen Fried. brauchſt nicht zu arbeiten; wer aber nichts zu beißen hat 70 10 Mitgetheilt von G. J. und ſoll dabei noch ſaure Arbeit thun, der muß einen Schluck * N Branntwein zu ſeiner Stärkung haben.“ 5(Schluß.) f 1 8„Das iſt ein wunderlich Ding, antwortete der Lal Als hier der Lahme ſchwieg, war eine tiefe Stille ringsum 2 1 0 1 „daß der Branntwein euch ſoll Stärkung geben, und — . 0 5 und die wüſten Geſichter ſchienen über das Gehörte nachzu⸗ ihr ſeid doch alle ſo zerlumpt und habt ein ſo verſtörtes, 5 8 ſinnen. Endlich hub Einer faſt ſchüchtern an und ſagte: ungeſundes Anſehen. Da ſchau' ich mich vergebens um — 80„Du haſt es aber auch danach gemacht. Bei deiner Ge⸗ nach vollen, kräftigen Geſtalten und nach friſchen fröhlichen — 75 ſchichte überläuft's einem eiskalt. Wir trinken wohl auch Geſichtern. Ihr liegt da, ſo laß und abgetrieben, , unſern Schnaps, aber ſo weit darf man's freilich nicht nur aus den Augen funkelt ein unheimlich Feuer. Merkt l. kommen laſſen.“ i ihr denn nicht, daß alles nur Schein iſt und daß ihr jäm— „ Der Lahme ſeufzte tief, zog ſeine Bibel hervor, ſchlug merlich betrogen werdet? Ihr ſeid verrathen und verkauft 14 einige Blätter drin herum und las dann:„Wie iſt mir an den ſchändlichen Schnaps. Er giebt euch keine Kraft, — 115 ſo herzlich wehe! Mein Herz pocht mir in mei⸗ ſondern er nimmt ſie euch. Er mergelt die Knochen aus, 7 nem Leibe und habe keine Ruhe. Mein Volk iſt daß ihr ohne ihn matt daliegt und nichts thun könnt, und 4 toll und glaubet mir nicht. Thöricht ſind ſie nur wenn ihr ihm eure Seelen aufs Neue ver— — 1— und achten es nicht. Deine Augen, Herr, ſehen ſchreibt, fährt er euch wieder auf eine Weile in die ſaft— 17 nach dem Glauben. Du ſchlägeſt ſie, aber ſie loſen Glieder. So hält er euch feſt und läßt euch nicht 4 fühlen es nicht; Du plageſt ſie, aber ſie beſſern los, wenn nicht ein Stärkerer über ihn kommt. Zweier- 2 ſich nicht. Sie haben ein härter Angeſicht, denn lei ſoll jeder Menſch thun: Beten und arbeiten. Das 2— ein Fels, und wollen ſich nicht bekehren.“„Ach, letzte wird euch nicht erlaſſen. Arbeiten müßt ihr im i ſagte er dann weiter, wohl will ich gerne ein Scheuſal Schweiße eures Angeſichts, arbeiten, daß die Knochen Friedbah ſein allen Leuten, und will unter euch umhergehen, daß ſich biegen und die Sehnen ſteif werden, arbeiten von ihr mit Fingern auf mich zeiget; aber ſo erkennet doch, früh bis in die Nacht; aber ſtatt: Bete und arbeite, 1 daß euch der Herr in mir eure eigene Sünde vor die heißt es bei euch: Arbeite und ſauf' Branntwein, dt Bubba Augen ſtellet! Hat euch der Branntwein nicht ſchon ſeine und! Sauf' Branntwein und arbeite. Arbeite, e Maalzeichen in das Geſicht gedrückt und meinet ihr, ich daß du Brannwein ſaufen kannſt, und: Sauf' Brannt— . unge wiſſe nicht, wie es daheim bei euch ausſieht? Saget an: wein, daß du arbeiten kannſt. So betrügt euch der 2 Wie vertragt ihr euch mit euren Weibern und was gebet tückiſche Höllentrank, daß ihr nicht ohne ihn arbeiten könnt, und ihr müͤſſet doch alles fuͤr ihn arbeiten, denn er ſtiehlt euch den Lohn wieder aus der Taſche; und während er euren Körper immer mehr aufreibt, daß ihr die Knochen nicht mehr rühren könnt ohne ihn, bildet ihr euch doch ein, er ſtärke euch; und wenn er euch ſo zunichte gemacht ha⸗ ben wird, daß ihr gar nicht mehr arbeiten konnt, ſo könnt ihr doch noch Branntwein ſaufen und müͤßt ihn ſaufen, bis ihr dahin fahrt ins ewige Verderben. Wie ganz anders ſteht es aber, wo es noch heißt: Bete und arbeite. Das Beten iſt das Oel, das bei der Arbeit die Knochen geſchmeidig macht und ein friſches, fröhliches Herz, geſun— den Muth, Eintracht und Verträglichkeit im Hauſe, einen ehrlichen Namen und ein gutes Anskommen giebt. Doch der Branntwein hat euch um das Beten betrogen! Holla, wie ſteht's bei euch, wer von euch ſpricht noch den Mor— genſegen? Das Beten habt ihr verlernt mit dem Brannt- weintrinken, aber Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Saufen, Freſſen— das hat er euch gebracht, und die ſolches thun, werden mit Schrecken dahin fahren und der Herr wird ſie ſtrafen in ſeinem Zorn und in die äußerſte Finſterniß werfen, da Heulen und Zähnklappen iſt, da ihr Wurm nicht ſtirbt und ihr Feuer nicht verlöſcht. Wehe, wehe, wie hat euch der Branntwein an Leib und Seele verderbet!, „Stopft doch dem Kerl das Maul und laßt ihn lau⸗ fen,“ riefen jetzt einige aus dem Graben in die Höhe, „man kann vor ſeinem Geplärre nicht ſchlafen.“ Der Go— liath aber hob ſeinen Arm drohend gegen ſie in die Höhe, daß ſie ſich ſchen wieder niederlegten. f Als das der Lahme ſah, ſchlug er ſeine Bibel wieder auf und las mit lauter Stimme:„Wache auf, wache auf, ſtehe auf, mein Volk das du von der Hand des Herrn den Kelch ſeines Grimmes getrunken haſt; die Hefen des Taumelkelches haſt du aus⸗ getrunken und die Tropfen geleckt. Mache dich auf aus dem Staube, ſtehe auf, mache dich los von den Banden deines Halſes!“ „Ihr Eiſenbahnarbeiter machet jetzt an vielen Orten einen Aufruhr und ſetzet euch wider eure Herren, von denen ihr ſprechet, daß ſie euch hart drücken und euch euren ſauer verdienten Lohn entziehen. Wohlan, ich will auch Aufruhr predigen! Stehet auf und rottet euch zuſam⸗ men wider euren ärgſten Feind, der euch am grimmig— ſten drückt, der euch am meiſten ſchindet und plagt, der euch den Lohn wieder abnimmt, den ihr ſchon in der Taſche tragt, der euch die Butter vom Brode ſtiehlt und den Trunk kräftigen Bier's, der euch dem Vieh gleich achtet, das zur Schlachtbank geführt wird, der eure Kleider zerfetzt, der euch verderbet an Leib und Seele. Rottet euch zuſammen wider den Branntwein. Ich weiß, daß ein Einzel— ner nichts ausrichten kann. Es ſind Viele unter euch, die werden lieber gegen ihre leiblichen Herren aufſtehen, als gegen dieſen euren grimmigſten Feind. Sie werden den Einzelnen verhöhnen und verſpotten und nicht aufkommen laſſen. Darum ſteht zuſammen und macht einen Auf⸗ ruhr. Aber ſteht feſt und laßt euch das Herz nicht entfal— len, und wie der Menſch nichts allein thun kann, ſo vergeſſet das Beten nicht, daß es von euch wieder heiße: Beten und Arbeiten. Wenn ihr des Morgens aufſteht, ſo bittet Gott, daß er euch beiſtehe wider des Teufels Liſt, und wenn ihr euch des Abends niederlegt, ſo danket ihm, daß er euch bewahrt hat vor dem Argen. Sprechet in euren Herzen: rein ab, und rühret keinen Tropfen wieder an, denn wo ihr dem Feinde einen Finger laſſet, hat er euch bald wieder ganz. Wenn ihr alſo zuſammen⸗ „ 364. ö 5 J ſtehet nur ihrer 20 oder 10, ſo werdet ihr eine eherne Mauer ſein, an der der Feind abprallt mit allen ſeinen liſtigen Anläufen. O laſſet euch helfen, laſſet euch warnen, ſehet mich an und vergeſſet meine Ge⸗ ſchichte nicht! Siehe, ich habe es euch alles ge⸗ ſagt! Dieſes unſchuldige Kindlein wird dermal— einſt auftreten und wider euch zeugen.—— Als der Lahme noch ſo redete, ertönte plötzlich die Glocke und zeigte an, daß die Mittagszeit vorüber ſei. Die Arbeiter rings umher erhoben ſich langſam, ſtreckten ſich und griffen nach ihren Schippen und Hacken. Die im Graben gelegen hatten, gingen zuerſt fort, ohne ſich weiter nach dem Lahmen umzuſehen. Etliche aber blieben noch eine Weile um ihn ſtehen, bis endlich einer aus ihnen heraustrat, ihm die Hand reichte und ſagte:„Leb' wohl, Alter, gebe Gott, daß ſolch ein Aufruhr würde!“ Da tra— ten noch mehrere hinzu, reichten ihm die Hand und gingen dann ſchweigend an ihre Arbeit. Jetzt kam auch der Go⸗ liath und gab ſeine rechte Hand dem Krüppel, und wie ſie ihm der warm und treu ſchüttelte, griff er plötzlich mit der linken in ſein Wamms, zog die leere Schnapsflaſche heraus und warf ſie mit ſolcher Gewalt gegen einen Stein, daß die Scherben rings umher ſprangen.„Du haſt heute mit deinem Aufruhr einen andern Aufruhr in mir ſtille gemacht, ſagte er dann und ging nachdenklich ſeiner Wege.„Nun iſt's gut,, flüſterte ein bleiches Geſicht hinter dem Krüppel, „denn was der Goliath einmal beſchloſſen hat, davon läßt er ſich auch nicht wieder abbringen.“ Der Lahme aber hat ihm noch lange nachgeſchaut, dann hat er die Kruͤcken feſt unter die Arme geſtemmt und hat ſich langſam weiter gerollt.— l 5 Das iſt die Geſchichte vom lahmen Fried, der mit ſeinem Wäglein durch die Welt will zu allen Eiſenbahn— arbeitern und will predigen gegen den Branntwein. Der lahme Fried aber kommt nur langſam fort und es wird lange dauern, ehe er herum kommt, und die Welt iſt ſo groß und es werden ſo viele Eiſenbah— nen gebaut und wird ſo viel Schnaps getrunken, und es geht in ſo viel Sünden und Schanden dabei zu. Darum habe ich ſeine Geſchichte ab drucken laſſen, ob ſie ſo etwas ſchneller durch die Welt liefe, und wer ſie lieſet, der erzähle ſie weiter, und ſo ſie an einen Buchdrucker kommt, der drucke ſie ab, er ſoll keine Strafe dafür bezah⸗ len müſſen. Und wo ſie hinkommt, da müſſe ſie einen Aufruhr erregen unter den Eiſenbahnarbeitern, daß die Zeitungen bald von nichts mehr ſchrieben, als von Auf- ruhr gegen den Branntwein an den Eiſenbahnen. Dann könnte der lahme Fried ausſpannen und mit ſeinem Söhnlein in Frieden einkehren in eins der vielen ſtattlichen Spitäler, die für die armen Leute von dem Gelde gebaut werden ſollen, ſo durch den Branntwein er— ſpart wird.(Volksblatt für Stadt und Land.) Mannigfaltiges. In einer israelit. Gemeinde zu A. Kreiſes F. beſteht noch das an alten Sauerteich klebende Herkommen, daß bei Gelegenheit des Laberhüttenfeſtes, während des Gottes— dienſtes, eine öffentliche Verſteigerung der Zehngebote vor— genommen und hierdurch das Bethaus zu einem Handelsorte herabgewürdigt wird.. a Möge doch höheren Orts bald dafuͤr geſorgt werden, daß ſolche Mißbräuche, welche in ſonſtigen israelitiſchen Gemeinden ſchon lange auſſer Acht geſetzt ſind, nicht mehr vorkommen. Ein Religionsfreund. * 1 6. D Beka 0 (18000 Hahn Ch gericht das unte beauftraſ einer Akt aufgefor. Mittwo ſogewiß den, als folgt. J. verſucht n machten eines M. Gros (1883 don Bell Chemann wendung geſchloſſe ſtaͤtigen Gläubige geforder deſſelben gleichs⸗ geſchloſſe Eingeſendet: Das neue Pulverſurrogat führt den Namen: Schiesbaumwolle, ſtatt deſſen es beſſer Schies— wolle heißen möchte, weil nach neuen Proben jeder zartwol— 6. lige Körper dazu brauchbar, indem die Baumwolle nur das vehiculum iſt. Vielleicht läßt ſich auch Flachs zu Schies— wolle präpariren, wenigſtens hat man es ſchon mit deſſen 6. Werg verſucht. Dies wäre eine immenſe Abſatzquelle des „ 365. Auguſt. Butzbach Friedrich Jockel eine Tochter, Eliſabeth Chri⸗ ſtine, geb. den 29. Auguſt. Dem Ortsbürger zu Steinfurt, Zimmermann Anton Huber eine Tochter, Wilhelmine Marie, geb. den 18. Dem Küfermeiſter und Wirth Wenzel Grüninger II. eine Tochter, Anna Katharina, geb. den 25. Auguſt. Flachſes, von deſſen Zucht und Bereitung in manchen Län⸗ 30. Eine unehliche Tochter, Katharina, geb. den 27. Sep⸗ dern das arme Volk größentheils lebt, aber oft keinen Ab— tember. ſatz oder doch zu geringen Erlös dafür hat, weil die Baum⸗ wolle heuer ſo vieles verdrängt. wolle gewinnen würde. Für letztere geht das Geld in die Ferne, wogegen es durch Flachs im Lande bleibt. 7. Ohne Zweifel haben ſchon viele denſelben Gedanken gehabt, und Einſender dieſes will hiermit nur erinnern helfen, wie das Gemeinwohl auch in jener Hinſicht durch die Schies⸗ 5. d. M. Beerdigte: Suſanna Eliſabeth, des Kaſernenwärters hieſiger Gar— niſon Heinrich Schröder Ehefrau, geb. Schotten, alt 61 Jahre, 7 Mon. und 12 Tage, t den Kraft aus 17. Georg Chriſtoph Schild II., hieſiger Bürger und Kirchenbuchsauszug vom September 1846. 19. Butzbach. Getraute: f Keine. Getaufte: 6. Dem Bauaufſeher 1. Klaſſe bei der Eiſenbahnſtation Schumachermeiſter, alt 65 Jahre, 6 Mon. und 27 Tage, 7 den 15. d. M. Leonhard Köhres, Wachtmeiſter in der 4. Schwadron des Grßh. Heſſ. Garderegiments Chevauxlegers, alt 54 Jahre, 10 Mon. und 13 Tage, 7 den 17. d. M. 23. Johann Heinrich Heuſer, Großh. Heſſ. Geusd'arm zu Pferd, gebürtig aus Butzbach, ſtationirt in Mainz, alt 27 Jahre und 12 Tage, r am 21. d. M. 25. Dorothea Margaretha, des hieſ. Burgers und Schrei—⸗ ners Andreas Cramerding Ehefrau, geb. Grüninger, alt 38 Jahre, 1 Mon. und 26 Tage, ru den 23. d. M. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N νινεννιιιε die ka rea n g. (1567) ueber das Vermögen der Chriſtoph Hahn Eheleute II. zu Kaichen hat Grßh. Hof⸗ gericht zu Gießen den Concurs erkannt und das unterzeichnete Gericht mit deſſen Leitung beauftragt. Alle, welche Forderungen irgend einer Art an gedachte Eheleute haben, werden aufgefordert, ſolche im Termin Mittwoch den 23. Decbr. l. J., Vorm. 10 Uhr, ſogewiß anzuzeigen und möglichſt zu begrün⸗ den, als ſonſt Ausſchluß von der Maſſe er⸗ folgt. Im Termin ſoll gleichzeitig die Güte verſucht werden und müſſen deßhalb die Woll⸗ machten etwaiger Mandatare zum Abſchluß eines Arrangements ermächtigen. Groskarben am 24. Oktober 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſelbſt Jäger. Schmidt. Edietalladung. (1585) Nachdem Peter Wilhelms Ehefrau von Beltershain mit den Gläubigern ihres Ehemannes am 2. September d. J. zur Ab⸗ wendung des Concurſes einen Vergleich ab⸗ geſchloſſen hat, ſo werden, um ſolchen be— ſtätigen zu können, alle noch unbekannte Gläubiger des Peter Wilhelm hiermit auf— gefordert, ſich bezüglich des von der Ehefrau deſſelben mit den in dem anberaumten Ver⸗— gleichs⸗Termine erſchienenen Gläubigern ab—⸗ geſchloſſenen Arrangements ſo gewiß binnen 6 Wochen unter Geltendmachung ihrer An- ſprüche dahier zu erklären, als ſie anſonſt bei Abſchluß dieſes Vergleichs weiter nicht berück⸗ ſichtigt werden, und dieſem die gerichtliche Beſtätigung ertheilt wird. Grünberg, den 23. Oktober 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Dr. Ortwein. Oeffentliche Bekanntmachung. (1570) Herrmann Schmidt, ledig, von Fauerbach I. iſt durch Gr. Hofgericht zu Gie— ßen für einen Verſchwender erklärt, und es ſind ibm Herrmann Anſchicks und Johannes Koch II. zu Fauerbach als Curatoren beſtellt worden. Nur mit Zuſtimmung ſeiner Curatoren ab⸗ geſchloſſene Rechts-Geſchäfte des Herrmann Schmidt haben fortan Anſpruch auf rechtliche Güttigkeit. Butzbach den 20. Oktober 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mos ler. Edicetalladung. (1601) Cigenthums⸗oder ſonſtige dingliche Auſpruche an die Genannten, von den Erben des Heinrich Stein, Hellwigs Eidam, zu Stumpertenrod, verkauften Grundſtücke, als: 1. Gemarkung Stumpertenrod: 1.) 829/33 IX/77. 59[] Klafter Globenwieſe an Heinrich Rübl— 2.) 865/40 XJ. 188[] Klafter Wieſe im Schel⸗ ten, an Joh. Stein. 3.) 84 9/1 X/7 1. 103[] Klafter Wieſe Schrei⸗— 5 nersbuchen an Hein⸗ rich Momberger J. 2. Gemarkung Köddingen. 4.) 930/7 11/94. 208[] Klafter Wieſe in der Eſch an Joh. Hellwig. ſind binnen vier Wochen, von beute an, da— bier anzuzeigen und zu begründen, widrigen— falls die Beſtätigung des Kaufbriefs erfolgt. Ulrichſtein den J. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Verſteigerung. (1613) Montag den 23. und Dienſtag den 24. d. M., Vormittags von ½9 und Nachmittags von 2 Uhr an, werden in dem Zimmer des Küchenbaues der Kloſterkaſerne, dahier, namhafte Quantitäten getragener Mi⸗ litaͤr⸗Montirungsſtücke, als: Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Mützen, wollene und leinene Pantalons, Hemden, Schuhe, Tzacos, dergleichen Schirme, Tzacofilſe, Torniſter ꝛc. ꝛc. ſodann verſchiedenartige ausrangirte Kaſerne⸗ und Compagnieſpielrequiſiten, wobei ſich ua— mentlich Trommelfelle befinden, gegen gleich baare Zahlung verſteigert. i Die Herrn Bürgermeiſter der umgegend Friedbergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 11. November 1846. J. A. 5 Gölz, Obergnartiermeiſter. Oeffentliche Aufforderung. (1599) Herrmann Feldmann, Sohn der weiland Friedrich Philipp Feldmanns Eheleute von bier, geb. am 2. May 1776, und ſeit langen Jahren abweſend, oder deſſen etwaige Leibeserben, werden hiermit aufgefordert, um ſo gewiſſer von heute an binnen acht Wochen dahler zu erſcheinen, beziehungsweiſe ſich ge⸗ börig zu legitimiren, und das unter Ver— waltung ſtebende Vermögen des Erſtgenann⸗ ten in Empfang zu nehmen, als ſonſt dieſes an die dahier befindlichen nächſten Verwandten gegen Caution verabfolgt werden wird. Butzbach den 3. November 1846. Grßh. Heſſ. Landgericht daf. Mosler. Bekanntmachung. (1627) Forderungen aller Art an den Nach⸗ laß der Chriſtian Schmidt's Eheleute, von Oberflorſtadt, ſind, bei Vermeidung Ausſchluſ⸗ ſes vom Inventar, binnen 14 Tagen von der erſten Bekanntmachung an, bei dem Gr. Bürgermeiſter in Florſtadt zur Anzeige zu bringen. Friedberg am 9. November 1846. Gr. Heſſ. Freih. v. Löw. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Edicetalladung. (1628) Cigenthums? oder ſonſtige Anſprüche an die von Heinrich Zugſchwerdt's Ehefrau zu Sellnrod, in Gemeinſchaft mit dem Be⸗ vollmächtigten ihres entwichenen Ehemannes, verkauften Immobilien, desgleichen an die von der Erſteren noch beſeſſen werdenden Grundſtücke, worüber Grundbuchs Auszüge in der Regiſtratur des unterzeichneten Ge⸗ richts zu Jedermanns Einſicht offen liegen, ſind ſo gewiß binnen vier Wochen dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Beſtäti⸗ gung der bereits ausgefertigten Kaufbriefe erfolgen und der Heinrich Zugſchwerdt's Ehe⸗ frau eine, ibres Ehemannes Eigentbum an den betreffenden Grundſtücken beſcheinigende, Urkunde zugefertigt wird. Ulrichſte in, den 12. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. Edietalladung. (1629) Die Geſchwiſter der ledigen und kinderlos verſtorbenen Barbara Scheibel, Toch⸗ ter des Stephan Scheibel zu Obermörlen, haben die ionen von ihrer genannten Schwe⸗ ſter angefallene Erbſchaft unter der Rechts⸗ wohltbat des Inventars angetreteu. Es werden daber Alle, welche Anſpruͤche an den Nachlaß der Barbara Scheibel bilden wollen, hierdurch aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 60 Ta⸗ gen dahier anzumelden und zu begründen, als ſonſt ſpäter bei Ueberweiſung der Erb⸗ ſchaftsmaſfe keine Rückſicht mehr genommen werden wird. Butz bach den 6. November 1846. 8 Großh. Heſſ. Landgericht daf. Mosler. Calmberg. Bekanntmachung. (1630) Für den geiſtesſchwachen Tobias Müll zu Holzheim, iſt Peter Will, Schreiner von dort, als Curator verpflichtet worden, welches man unter dem Anbang öffentlich bekannt macht, daß alle Handlungen des To— bias Muͤll ohne Zuſtimmung ſeines Cura⸗ kors als unverbindlich angeſehen werden.— Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre Forderungen an Tobias Müll binnen acht Wochen bei Vermeidung der Nichtbeachtung der unbekannten Forderungen bei der Aus-, einanderſetzung, hier anzuzeigen. Hungen den 12. November 1846. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Draudt. Oeffentliche Aufforderung. (1631) Anſprüche an den geringen Nach⸗ laß der ledigen und kinderlos verſtorbenen Juliana Guckelsberger, Tochter des Peter Guckelsberger zu Rockenberg, ſind im Termin Montag den 7. Dezember d. J. Morgens 9 Uhr ſo gewiß dahier anzumelden, als ſonſt bei Vertheilung der Maſſe keine Rückſicht darauf genommen werden wird. g Butzbach, den 9. Nooember 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler, Calmberg. Holz ⸗Verſteigerung. (1632) Samſtag den 21. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll in dem Kiefernbeſtand der Gemeinde Niedermörlen, nahe bei Nieder⸗ mörlen und an den Frauenwald gränzend, Diſtrikt Eichberg, 2225 Nadelwellen, 75 Gebund Ginſtern, ein Wagen 9 ½ Laſt Allerleiholz und 250 „Nutzegrten zu Bohnenſtangen brauchbar, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver— ſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt zur oben beſtimm— ten Stunde bei der alten Kapelle. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend werden um gefällige Bekanntmachung erſucht. Niedermörlen den 14. Nobr. 1846. Der Gebh. Heſſ. Bürgermeiſter Dee y. Obligations-Verlooſung. (1633) Bei der heute vorgenommenen Ver⸗ looſung der zur Abtragung für 1846 beſtimm⸗ 366 * ten 500 fl. bieſiger Gemeinde⸗Obligationen iſt folgendes Nummer rückzahlbar geworden, als: Nr. 22. zu 500 fl. Es wird daher der Inbaber gedachter Par⸗ tialſchuld Verſchreibung hiermit aufgefordert, unter gehörig quittirter Rückgabe dieſes Schuld⸗ ſcheins den Betrag bis zum 1. Januar 1847 in Empfang zu nehmen, indem von dieſem Tage an keine weitere Zinſen vergütet werden. Altenſtadt den 7. November 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Big. Zum Ausleihen. (163) Bei dem unterzeichneten liegen ſo⸗ eben 360 fl. und zu Neujahr 1847 260 fl. zum Ausleihen bereit. Allendorf an der Lumda am 6. Nobr. 1846. 5. Der Kirchenrechner Deines. 3 um Ausleihen. (16335) Aus der hieſigen Stadtkaſſe ſind zu Weihnachten d. J, 100 fl. auszuleihen. Allendorf an der Lumda am 6. Nobr. 1846. Der Stadtrechner Deines. Perſteigerung. (1636) Freitag den 20 d. M., ſollen dahier 9 Malter 3 Simmer Kirchenkorn meiſtbietend verſteigert werden.. Södel den 14. November 1846. Raab, Kirchenrechner. Faſelochs⸗ Verkauf. (1637) Montag den 23. d. M., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll ein der hieſigen Gemeinde gehöriger Faſel⸗Ochs, 3 Jahre alt und zum Schlachten geeignet, in dem Rathhauſe dahier öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Dornaſſenheim den 12. Nobr. 1846. Der Ozl. Naſſ. Schultheis Herbert. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1638) Mittwoch den 25. d. M., Mittags 12 Uhr, wird bei Gaſtwirth Emmerich in Selters die Herbeifuhr von 90 Cubikklafter Mauerſteinen aus den Steinbrüchen bei Orten— berg und Bleichenbach zur Erbauung von Brücken und Viadukten bei Niederwöllſtadt, loosweiſe, unter den bei der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öf⸗ fentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg, am 10. November 1846. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Ni N Privat⸗ Bekanntmachungen. Zwei Logis, (15810 nebſt Kabinete, ſind zu vermiethen, und können ſogleich bezogen werden. Heinrich Müller, II. in der Traube. Die Magdeburger Feuerver⸗ ſicherungs⸗ Geſellſchaft (1620) conceſſionirt durch die Allerhöchſte Beſtätigungs⸗ Urkunde vom 17. Mai 1844 mit einem Grundkapital von Einer Million Thalern, übernimmt zu billigen, feſten Präͤ⸗ mien Verſicherungen gegen Feuersgefahr, ſo— wohl in Städten als auf dem Lande, nach vor⸗ heriger Abſchätzung durch gerichtlich verpflichtete Taratoren, anf alle Arten Mobilien, Vieh Waarenlager, Fabrikanlagen, Maſchinen, Ge, räthe, Getränke, Feldfrüchte, ſowohl in Schen⸗ nen als in Diemen, Waldungen, Brenn. und Nutzbolz, im Freien wie in Ge, bäuden, überhaupt auf alle beweglichen und unbeweglichen Gegenſtände, mit alleiniger Aus⸗ nahme von Pulver, Pulvermühlen, Documen⸗ ten und Geld. 15 Die Geſellſchaft ſteht in der Billigkeit ihrer Prämienſätze gegen keine andere ſolide Anſtalt nach, gewährt bei Verſicherungen auf längere Dauer bedeutende Vortheile und vergütet bei Brandſchäden allen Verluſt, der durch Feuer oder Blitz, ſei es durch Verbrennen, Beſchä⸗ digung beim Löſchen oder Retten, Niederreiſen, Vernichtung oder abhanden-Kommen beim Brande entſtanden iſt. „Der unterzeichnete Agent theilt über die näheren Bedingungen ſtets bereitwillig Aus⸗ kunft und nimmt Verſicherungs⸗ Anträge gerne entgegen. Friedberg im November 1846. t. Jung, Agent der Magdeburger Feuerverſicherungs⸗ Geſellſchaft. * ach zeige. (1639) Vergangene Woche wurde Nachts eine viereckige Mütze, ohne Schirm, von rothbraunem Plüsch mit ſchwarzem Rand auf er breiten Straße verloren. Der red liche Finder wird gebeten, dieſelbe gegen eine Be⸗ lobnung bei der Expedition dieſes Blattes abzugeben. Ein vollſtändiges Logis, (1640) beſtehend in 5 heizbaren Zimmern, 3 Kammern, einem Holzſtall, einem Keller und einer Waſchküͤche, ſteht zu vermiethen bei Wilhelm Hanſtein. Ein Logis,„ (1641) an eine einzelne Perſon, beſtehend in zwei Zimmern(mit oder ohne Möbel) iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Chriſtian Reuß. 700 Gulden, (1642) gegen gute hypothekariſche Sicher⸗ heit zum Ausleihen bereit. Die Expedition d. Bl. ſagt wo? Friedberg den 15. November 1846. Ein blauer Herrn⸗Mantel (1643) iſt zu verkaufen. Die Expedition d. Bl. ſagt wo? Friedberg den 11. November 1846. Ein junges Wallachpferd, (46% ſowie einen zweiſpaännigen Wagen hat zu verkaufen B. Sang in Fauerbach II. n (1645) Eine ſtarke Parthie ſehr dauerhaf⸗ ter Fäſſer, 2 bis 4 Obm haltend, jedes mit 8 eiſernen Reifen, namentlich für Oekonomen zum Transport vorzüglich geeignet, ſind zu verkaufen. Wo? Bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Verſteigerung. (1646) Donnerſtag den 19. November, Vormittags 10 Uhr, will der Unterzeichnete in ſeiner Wobnung verſchiedene entbehrlich Gegenſtaͤnde, als: 1 Chaiſe, 2 Pferdegeſchirre, mehrere Stämme Acazienbolz und einige Mo⸗ bilien meiſtbietend verſteigern laſſen. 2 Köchl e r, pfarrer in Kleinkarben. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. Lager von 9 nachdem führung Anwen viſton ſc zu uberall werde, handlun Unterſa welcher wird. N J an, dieſ und D gehörige thunlich ſtützen. 6