Gew Fckoufen rfrag ragen. als an gut be. ardurch lac. zeige erg ſind de einge. zur Ein. beriſcher Bidel. Srruch⸗ erausg. fl. 6 fr. 35 kr Sci de den Erklat. Und Re. Wortes, en und fl ö kr. ſind auch res in 2 „N., eutſchen M. Darmonie afel üder atze üder nem Auf⸗ des Gol⸗ Negiſtern luflage t, nebſt Bibel 37 fl. las fur N. 6 it. Ein bo⸗ iuche der bericopen Prediger erlin u. Bande. . 30 fr. tied ⸗ tel, ub der Intelligenz- Blatt ſür die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. f Betreffend: Die Auswanderungen nach Amerika. Nachſtehende höchſte Miniſterialentſchließung haben Sie auf geeignete Weiſe zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Friedberg, Grünberg und Hungen den 28. September 1846. Küchler. Ouvrier. Follenius. Das Großh. Heſſ. Miniſterium des Innern und der Juſtiz an die Gr. Provinzial⸗Commiſſariate dahier und zu Gießen und an ſämmtliche Gr. Kreisraͤthe. Durch die in unſerem Ausſchreiben vom 17. vor. Monats, zu Nr. D. 10,007.(Nr. 14. des Amtsblatts) ent⸗ haltenen Beſtimmungen beabſichtigten wir, die Klagen we— gen verzögerten Aufenthalts der nach Amerika auswandern⸗ den Unterthanen des Großherzogthums an den Seeplätzen, an welchen die Einſchiffung erfolgt, zu beſeitigen und die Auswanderer gegen Mißbraäuche möglichſt zu ſchützen. Im Intereſſe der Auswanderer ſowohl, als auch der etwaigen Gläubiger derſelben, ſowie zum Zwecke der Beaufſichtigung der Auswanderungen halten wir aber noch einige weitere Beſtimmungen für nothwendig. Wir beauftragen Sie demnach: 1) ſämmtliche in ihren reſp. Verwaltungsbezirken wohnende Agenten, welche ſich mit dem Transport von Aus- wanderern aus dem Großherzogthum befaſſen, anzu- weiſen, ſich bei Vermeidung des Verluſtes der Conceſ— ſion alles Anwerbens zu Auswanderungen zu enthalten und namentlich weder ſelbſt im Lande umherzureiſen, noch zu dem Ende andere Perſonen abzuſenden; denſelben aufzugeben, genaue Regiſter über die Perſo— nen, mit welchen ſie Contracte zur Ueberſchiffung nach Amerika abgeſchloſſen haben, zu führen und ſolche auf Verlangen Ihnen oder der von Ihnen beauftragten Be— hörde zur Einſicht vorzulegen, beides ebenfalls bei Ver⸗ meidung des Verluſtes der Conceſſion. 3 81. Sonnabend, den 17. Oktober 1846. Dieſe Regiſter müſſen die Tauf- und Familien⸗ namen der Auswanderer, den bisherigen Wohnort der— ſelben, nebſt Angabe des Kreiſes oder Landrathsbezirks, ferner den Tag des abgeſchloſſenen Contracts, ſowie den Tag der Abfahrt von dem Seeplatze, wo die Ein— ſchiffung ſtattfindet, und den Beſtimmungsort der Reiſe enthalten, damit Sie ſich zu jeder Zeit darüber ver— läſſigen können, welche Bewohner Ihres Verwaltungs— bezirks auswandern wollen oder bereits ausgewandert ſind und wohin, beziehungsweiſe welche von ihnen den geſetzlichen Erforderniſſen entſprochen haben. Vorſtehende Verfügung haben Sie durch Ihre Amts— blätter und durch die Bezirks-Intelligenzblätter zur öffent⸗ lichen Kenntniß zu bringen. Darmſtadt am 10. September 1846. In Verhinderung des Staatsminiſters: v. Lehmann. v. Stein. Anſtellung en: Katholiſcher Pfarrer Bößwald von Ilbenſtadt, zum ordentlichen geiſtlichen Mitgliede der Bezirks-Schulcommiſſion des Kreiſes Friedberg durch Decret vom 25. Auguſt 1846. Küchler Brandweinhauſen den 6. Oktober 1846. Geliebteſter Herr Retractör! Ach, mein Mann! Das Herzeleid! Es iſt jetzt nicht mehr abzuhalten! Ich habe mir deßwegen das Herz gefaßt, durch meinen großen Jungen an Sie zu ſchreiben von wegen dem gedruckten Geleſe, das neulich im Intaligens— blatt war von wegen denen Mäſſigkeitsvereinſen und dem Brandweintrinken. Mein Mann war ſchon lange ein Brandweinbefliſſener, und hat mich immer ſehr gemoleſtirt, wenn er ſeinen Zweck erreicht hatte, und nach Hauſe getaumelt war. Aber ſeit das gottlos Bitterwaſſer im Dorf graſſirt, iſt er noch viel mehr auf den Brandwein verhaßt geworden, und thut gar nichts mehr, als trinken, ſpielen und haſſe— liren, ſo daß man in ſeinem Bischen Weſenwerks noch empören kann. mehr herunterkommt, und ſich gar nicht mehr ein wenig Er und die andern Schnappsbrüder im Dorf juweliren jetzt jeden Tag, daß das Mäſſigſein ein Spott geworden wäre, und daß die Carol jetzt hieß: Laßt doch dem Bauer ſein Schnapps. Sie wollen ja durch einen ihrer nichtsnutzigen Kumbärs, der weit herum war, und mit allen Hunden gehetzt iſt, in Specialſchaft mit den hieſigen Brennern und Wirthen, dem Herrn, der das ge— ſchrieben hat, wenn ſie ſeinen Namen herausbringen kön— nen, eine Matreß rottiren, die ſie an ihn ſchreiben wollen, und einen Bockal, den ſie beim Häfner hier beſtellen wollen. Aber wir Weiber ſind in Einer Haſſardigkeit und großer Scha— luſie auf ihn, und wann wir ihn erfahren können, wo er iſt, dann kratzen wir ihm ſeine Schelmsaugen aus. Deun unſer Männer ſchlagen uns jetzt regelmäßig alle Abend blo⸗ Mäler, die wir Ihnen zeigen könnten, wenn es nicht ſo weit von hier bis Fribberg wäre, und ſchimpfen uns, wenn wir uns über das Trinken beſchweren: Du Hettero⸗ dor! und: Du Orthodox!— daß wir beſchämt die Augen niederſchlagen müſſen. Das Kind in Mutterleibe wird nicht mehr geſchont, und keine Obrigkeit wird von den Menſchen rehſpeckthürt. Will der Herr Ortsdiener, der nun freilich auch gerne hebt, ihnen Ruhe gebieten, gleich fragen ſie ihn:„ob er noch nicht wiſſe, daß der Brand— wein ihnen jetzt permedirt wäre, ſoviel ſie trinken wollten? und ſtellen ihn mit einigen Kännchen zufrieden. Kommt der Bürgermeiſter, und verlangt mit Anarchie, daß ſie Ruhe halten ſollten— und unſer Herr Bürgermeiſter iſt einer von den anarchiſchſten, dies giebt— ſo lachen ſie ihm ins Geſicht und ſagen:„laßt doch dem Bauer ſeinen Schnaps!“ daß er auch lachen muß. Sogar am Pfarrhaus ſind ſie ungeſcheut mit ihrem Schnapskrug vorbeiharmonirt, und wie der Pfarrer aus ſeinem Fenſter ſagt:„was ſeid ihr denn vor Leut?“ da ſagten ſie:„ja, Herr Pfarrer, wir ſind Leute, die viel leiſten können!“ Wie er weiter ſagt: „was denkt ihr denn nur, daß ihr ſo einen Specktakel im Dorf verführt?“ Da ſagten ſie:„wir denken viel, und was wir denken, das denken wir ſcharf und richtig, denn wir ſind Freunde des Geiſtes!“ Und wie er ſagt:„ſchämt Euch, ihr Brandweinmenſchen, und geht heim!“ Da brumm—⸗ ten ſie:„der hat gut reden, der hat eine halbe Ohm guten Wein im Keller; der hält ſich auch am Rebenpägel, und preddigt wider den Schnaps!“ und ſungen im Fortgehn: „Laßt doch dem Bauer ſein'n Schnaps!“ Vom Hrn. Schul⸗ lehrer wollen ſie ſichs auf Noten ſetzen laſſen. Und ſo iſt keine Hilfe für uns armen Weiber, wenn Sie nicht Mit⸗ leid mit uns haben, und wieder ein Schreiben dagegen in Umlauf bringen, das die Menſchen auf andere Gedan⸗ ken bringt.“) Denn ich kann Ihnen gar nicht ſagen, was ) Zu Ihrem Troſte, liebe Frau N. N., können wir mittheilen, daß bereits drei verſchiedene Aufſätze gegen den Hüttenberger oder viel⸗ mehr deſſen Aufſatz in Nr. 77. d. Bl. bei uns eingelaufen find und daß wir zwei davon„Offener Brief an einen Volksfreund aus dem Hüttenberg und„Die Geſchichte vom lahmen Fried“ in unſer Blatt aufnehmen werden. Der Herr Verfaſſer des britten Aufſatzes Ueber das Schreibes an die Mäßigkeitsvereinsfreunde ꝛc./ wird bei Leſung des„Offenen Briefs z.“ es billigen, daß wir ſeinen Auf. ſatz nicht auch noch abdrucken laſſen. Die Redaktion. „ 328 C. das Schreiben den Lumpen und den Branntweinbrennern und Wirthen ſo gut gefallen hat. Und wann der Lump erſt ſo einen Rückhalt hat, ſo helfen vollends alle gute Lehren nichts. Soll denn wohl das Bücherleſen wirklich helfen gegen das Brandweingelutſch? Wann Sie meinen, ach! ſo ma— chen Sie doch bei der Obrigkeit, daß die Gemeind ernſtlich drangeht! Da bekämen wir Weiber auch vorgeleſen, ſtatt Schläg, und könnten noch Schegraphie und Bildung in unſerm Elend erlangen. In der Hoffnung nicht übel zu nehmen, habe ich die Gewogenheit, meinen Namen darunter zu ſchreiben, den Sie aber doch nicht mitabdrucken mögen, wenn Sie meinen Brief etwa auch drucken wollen, der Leute wegen, und daß ich nicht mit Ihnen ins Geröthe komme. Meinen Brief können Sie meinetwegen drucken, aber mich wollt ich aus⸗ gebitt haben. e Ihre ergiebige Dienerin N. n, Stoff zu einem Luſtſpiel. Ein reicher Bierbrauer zu Stuttgart, der zugleich einen Gaſthof beſitzt, hatte ſeine zweite Frau verloren und gedachte die dritte zu nehmen. Da erfuhr er, eine reiche verwittwete Wirthin in A. ſuche einen Mann und einen Käufer für ihr Wirthshaus. Der Bierbrauer reiſete nach A.; die Wittwe geſtel ihm; er ver⸗ ſprach ſich mit ihr und ſie beſchloſſen, auch die Brauerei und der Gaſthof in Stuttgart ſollten verkauft werden, ſo daß ſie ganz in Ruhe und Frieden von ihrem Gelde leben könnten. Der Bierbrauer verkaufte ſeine Beſitzungen wirk— lich und forderte dann den gewandten Oberkellner in einem Gaſthofe auf, ſich doch das Gaſthaus in A. anzuſehen und zu kaufen. Der Kellner reiſete dahin, fand Alles in beſter Ordnung, auch die Wittwe, die Braut des reichen Brauers, recht hübſch. Dieſer gefiel der junge Oberkellner ebenfalls beſſer als der bejahrte Bierbrauer; ſie wurden bald einig, heiratheten einander und behielten das Wirthshaus. Dem Bierbrauer blieb der Käufer zu lange aus und er ſchrieb endlich. Als Antwort erhielt er die Anzeige der Verheirathung ſeiner Braut mit dem ihr geſchickten Kaͤufer. a Kirchenbuchs⸗Auszug vom Auguſt 1846. Ulrichſtein. Getraute: 13. David Scharmann, Anna Maria Scharmanns Sohn, Bürger und Taglöhner dahier und Maria Eliſa Schar⸗ mann, des Bernhard Scharmanns, Bürger und Acker⸗ mann dahier, Tochter. i 20. Johannes Möller, Wittwer, Theophilus Sohn, hieſiger Bürger und Ackermann und Anna Eliſa Becker von Höckersdorf, des Müllers Heinrich Becker daſelbſt nach⸗ gelaſſene Tochter. Getaufte: N a 23. Ein Brautkind eines Soldaten, eine Tochter, Eliſa⸗ betha, geb. am 10. Auguſt. 5 23. Dem verſtorbenen Bürger und Schneider Caspar Schar⸗ mann ein Sohn, Andreas, geb. am 1. Auguſt. N. 0 — Bel 301 (146 des e terkaſe titäten und Garni ordern do det zugeg merkt Ss gallge chen Actor Buren Be/ wird az ungen Die Friedb Act 90 Fri 0 A Ecke Groß! Conei ſigen worde De benan grunde geermit 9 dahler ſonſt werde Ber nur d durch fun zur Cf ich die „ den meinen * daß Brief N ans- erin cbrauer e ſeine ehmen. ſuche Der ber⸗ ö verei en, ſo leben wirk⸗ einem n und beſter auers, falls einig, Dem ſchrieb uhung Beerdigte: 13. Anna Maria Keil, des hieſigen Bürgers Adam Keil „ 329 4. 27. Ein Brautkind eines Soldaten, eine Tochter, geb. am 26. Auguſt. Ehefrau, alt 55 Jahre 1 am 11. Auguſt. Kirchenbuchsauszug vom September 1846. Ulrichſtein. Getraut e: Keine. Getaufte: 27. Ein unehelicher Sohn, Conrad Alt, geb. am 6. Sept. Beerdigte: Anna Maria Alt, des hieſigen Bürgers und Acker⸗ manns Conrad Alt hinterlaſſene Wittwe, eine Geborne Stöhr, alt 76 Jahre, t am 20. September. Für die Brandbeſchädigten zu Betzenrod * bei dem Unterzeichneten ferner eingegangen: von N. N. in Friedberg fl. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. S ι Ankauf von Lebensmitteln. (146) Da Montag den 19. dieſes Monats, des Vormittags 10 Uhr, in der hieſigen Rei⸗ tereaſerne die Lieferungen bedeutender Quan⸗ titäten an Kartoffeln, Erbſen, Bohnen, Linſen und Sauerkraut für die Menagen hieſiger Garniſon mittelſt Verſteigerung an den Wenigſt⸗ fordernden in Accord gegeben werden ſollen, ſo ſetzt man die Steigluſtigen hiervon in Kenntniß. Butz bach den 8. October 1846. A.: Cellarius, Oberquartiermeiſtei. PVerſteigerung. (1480 Die Lieferung von 1000 Gebund Kornſtroh, pr. Gebund zu 16 Pfund, für das 2. Bataillon Gr. Heſſ. 4. Infanterie-Regiments wird auf dem Soumiſſtionswege vergeben und es werden die eingegangenen Soumiſſionen am 20. d. M., Vormittags um 10 Uhr, wo— bei die Soumitkenten, oder deren Stellvertreter zugegen ſein können, auf dem Bureau des be— merkten Bataillons eröffnet. Soumiſſionen hierüber ſind in das am Ein— gange des gedachten Bureaus befindliche Käſt⸗ chen einzulegen und es können die desfallſigen Accordsbedingungen auf dem mehrerwähnten Bureau eingeſehen werden. Bei den nicht erſcheinenden Soumittenten wird angenommen, daß ſie von ihren Forder⸗ ungen nicht abgehen. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Friedbergs werden erſucht, dieſen Lieferungs⸗ Act geeignet bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 12. Oktober 1846. a J., A. ö lz, Oberquartiermeiſter. Oeffentliche Aufforderung. (1481 ueber das Vermögen der Chriſtian Eckmäyers Cheleute zu Niedermoͤrlen iſt von Großh. Hofgericht zu Gieſſen der förmliche Concursproceß erkannt, und es iſt dem hie⸗ ſigen Landgericht deſſen Leitung übertragen worden Demgemäß werden Alle, welche an das benannte Vermögen aus irgend einem Rechts— grunde Anſprüche erheben zu können glauben, hiermit aufgefordert, dieſeſben um ſo gewiſſer Mittwoch den 2. Dezember, g Vormittags 9 Uhr, dahier anzugeben und zu begründen, als ſie ſonſt von der Concursmaſſe ausgeſchloſſen werden. Bevollmächtigte einzelner Gläubiger können nur dann zugelaſſen werden, wenn ſie ſich durch ſpecielle, gerichtlich beglaubigte, die Be⸗ ſugniß zur Abſchließung eines Vergleichs und zur Erklärung über Veräußerung und Ver⸗ waltung der Maſſe ausdrücklich enthaltende Vollmacht auszuweiſen vermögen. Butzbach den 26, September 1846. N Großh. Heſſ. Landgericht inn Mos leer. Ebdictal ladung. (1486) Georg Jacob Pinkel und ſeine Ehe— frau Anna Juſtine, geb. Hardert, von Ober⸗ ſtedten, ſind mit Hinterlaſſung eines dahier hinterlegten letzten Willens verſtorben. Termin zu deſſen Eröffnung und publication iſt auf Dienſtag den 3. November d. J., Vormittags 10 Ubr, anberaumt und da die Verwandten der ver⸗ ſtorbenen genannten Cheleute nicht genügend bekannt ſind, ſo werden dieſelben hiermit auf⸗ gefordert, im anberaumten Termine zu er— ſcheinen, ſo gewiſſer, als die Eröffnung des letzten Willens auch, wenn Niemand erſcheinen ſollte, erfolgen wird. Homburg den 22. September 1846. Landgräflich Heſſ. Juſtiz Amt. Dr. v. Haupt. Bekanntmachung. (1491) Mittwoch den 21. d. M., Morgens 9 Uhr, wird auf meinem Bureau die Liefe— rung von Eichen⸗Bohlen, zur Deckung einer Brücke, an den Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert. Ockſtadt den 14. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Kenn. Arbeits-Verſteigerung. (1492) Donnerſtag den 22. d. M., Nach⸗ mittags um 2 Uhr, ſollen die bei Einrichtung eines Schulſaals mit Subſelien, Unterhaltung der Dächer ꝛc., im ſeitherigen Gaſthaus zum Ritter in Rockenberg, erforderlichen: Maurer-, Zimmer-, Dachdecker⸗, Schreiner., Schloſſer⸗ und Weißvinderarbeiten, im Hauſe ſelbſt, im Beiſeyn des Gemeinde⸗ baumeiſters, wenigſtnehmend an übernahms⸗ fähige Meiſter vergeben werden. Rockenberg am 14. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Streb. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (1493) Dienſtag den 20. l. M., Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe zehn und mehrere Schaafpferche, je nach dem ſich Liebhaber einfinden, öffentlich meiſtbietend verpachtet und wird hierbei bemerkt, daß der erſte Pferch den 25. Oktober l. J. beginnt. Friedberg am 15. Oktober 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter eee Aufforderung. (Iug9n) ueber Valentin Beckenbaupt's zu Oberohmen Vermögen iſt förmlicher Concurs erkannt. Ausſchluß von der Maſſe, ohne daß ein Decret deßhalb veröffentlicht wird, wird verfügt, bezüglich aller Forderungen und ſon⸗ ſtigen Anſprüche an dieſelbe, welche nicht im Termin Donnerſtag den 19. November l. J., Vormittags 9 Uhr, 5 dahier zur Anzeige gebracht und begründet werden. f Grünberg am 28. September 1846. Großh. Heſſ. zum Landgerichte daſelbſt geb. Patr. Gericht der Frhrn. Riedeſel zu Eiſenbach. Wel cker. Arbeits-Verſteigerung. (1495) Mittwoch den 21. Oktober, Por⸗ mittags 10 Uhr, ſollen die in der Pfarrhof⸗ raithe zu Oſtbeim erforderlichen Bauarbeiten, in dem Wirthſchaftslocal des Joh. Schneider daſelbſt, an die Wenigſtfordernden öffentlich verſteigert werden.. Nach dem Voranſchlag betragen dieſe Ar⸗ beiten: 1) Maurerarbeitslobn 8s fl. 46 kr. 2) Steinbauerarbeit 2„ 57„ 3) Schreinerarbeit 93% 34% 4) Schloſſerarbeit 31% 40„ 5) Weißbinderarbeit 8 6) Pumpenarbeit 28„—„ 7) Pflaſterarbeitslohn 98 500 ferner die Lieferung von 26 Bütten Kalk, 1% Cubikklafter Mauerſand, 5„ Pflaſterſteine, 3 55 Kies, ſowie das Aufſetzen der Steine und Meſſen des Sandes. 5 Die Poranſchlaͤge und Bedingungen liegen bis zum Termin auf dem Bureau des Unter— zeichneten zur Einſicht offen. Friedberg den 14. Oktober 18465. Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Hofraithe-Verſteigerung. (1496) Montag den 16. November, Vor- mittags um 11 Uhr, wird in hieſigem Rath⸗ bauſe die den dahier verſtorbenen Wagner⸗ meiſter Adam Ruppel'ſchen Cbeleuten gehörende in der Schirmgaſſe ſich befindliche Hofraithe, beſtehend in Wohnbaus, Hinterbau und Grund an Karl Kieſer und Adam Rauſch I. gelegen, erbvertheilungswegen öffentlich meiſtdietend verſteigert. Friedberg am 12. Oktober 18465. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. d π⏑.].f Privat ⸗ Bekanntmachungen. Geſchäfts⸗ Eröffnung. (1475) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich in meiner, in der Uſergaſſe gelegenen Wohnung ein Geſchäft eröffnet habe. Auſſer Ellen und anderen Waaren, kann ich eine Auswahl von Garn, Stramin, und alle anderen in dies Ge⸗ ſchäft einſchlagenden Artikeln beſtens empfehlen und bitte um geneigten Zuſpruch. Friedberg im Oktober 1846. 5 Katharine Müller, geb. Walz. Tan zmuſi k. (1490) Mittwoch den 21. October, als an dem bieſigen Markttag, iſt bei mir gut be⸗ ſetzte Tanzmuſik anzutreffen, wozu hierdurch höflichſt einladet 9 Friedberg den 11. Oktober 1846. 5 5 G. Gerlach. Kirchweihfeſt zu Steinfurth. (1497) Sonntag den 18. und Montag den 19. October iſt bei Gelegenheit des Kirchweih⸗ feſtes bei mir gut beſetzte Tanzmuſik anzu⸗ treffen, wozu ich höflichſt einlade. Steinfurth. Al less. Winter ſchu he (1498) verfertige ich und verkaufe ſelbige zu billigen Preiſen. Wittwe Ewald, Friedberg. ö 5 wohnhaft bei Hrn. Buchbinder Carl eis. Rheinbairiſche Kaſtanien (1499) verkauft D. Fritz. Empfehlung. (13000 Außer meiner bekannten Auswahl pon Sommerkleidern kann ich auch noch mei⸗ nen Vorrath von Tuchhoſen, Kamiſolen, We⸗ ſten und Hoſen für Kinder, von verſchiedener Größe, ſowie eine reiche Auswahl von Filz⸗ ſchuben und Baumwollwatten von 6 bis zu 16 kr. empfehlen und ſehe bei billigen Preiſen einem geneigten Abſatze entgegen. i Friedberg. Fr. Schleuning. Ein Logis at zu vermiethen (1501) hat; Fr. Schleuning. Mobilien Verſteigerung. (1502) Donnerſtag den 22. d. M., Vor⸗ mittags 10 Uhr, werden in der Behauſung des Mattbäus Stelz Wittb. in Groskarben nachbemerkte Gegenſtände gegen gleich baare 9 einer öffentlichen Verſteigerung aus eſetzt: 22 Kleiderſchränke, der eine mit einer, der andere mit zwei Thüren verſehen, 2) 3 noch brauchbare Bettſtellen, 3) 1 Küchenſchrank und noch ſonſtige brauch bare Hausgeräthſchaſten, f 4) ein vollſtändiges Schreinergeſchirr, beſte— bend hauptſächlich in einer ſehr guten Hobelbank mit 5 Zoll dickem Blatt, 3 Schraube⸗Böcken, 4 Schraube⸗Knechten, 18 Stuck Schraube⸗Zwingen, Hobeln ꝛc. Bemerkt wird, daß mit den Mobilien der Anfang gemacht wird. Groskarben den 14. Oktober 1846. Matthäus Stelz Wittb. Kunſt⸗ Anzeige. (1303) Die akrobatiſche Seiltänzer⸗Geſell⸗ ſchaft wird Sonntag ihre letzte Vorſtellung auf dem Seile zu geben die Ehre haben. Der Anfang iſt Sonntag Nachmittags nach dem Gottesdienſte. Der Schauplatz iſt bekannt. Es ladet ergebenſt ein 5 Franz Knie. Einen noch guten Wagen (1500 hat dahier zu verkaufen b nung Oberländer, Schmidt. 2330* Schwere, 1 lohgahre Schaaf— elle (4805) zu Schürzfellen ſind ſtets vorräthig bei R. Hirſchhorn, Weißgerber. Lokalver änderung. (1506) Der Unterzeichnete macht ſeinen Freunden und Gönnern die ergebenſte Anzeige, daß ſich ſeine Wohnung nicht mehr in der Burg befindet, ſondern bei Herrn Gaſtwirth Rodaug, dem Landgericht gegenüber. Auguſt Seibert, Herrnkleidermacher. Literariſche Anzeige. Bei C. Bindernagel in Friedberg iſt zu haben: 2 2 Peſtalozzi in Stanz, in der Ausübung ſeiner naturgemäßen, veranſchaulichenden Methode 5(Preis: 36 kr.) 0 Dieſes Bild iſt 1821 von einem Königsber⸗ ger Kaufmann, Buſolt, erfunden und von Dieſterweg neu herausgegeben worden. Letzterer ſagt darüber in ſeinen Rheiniſchen Blättern:„Peſtalozzi docirt vor 80 Knaben, die vor ihm auf der Erde ſitzen. An der Wand hängen die Symbole ſeiner andern Lehrgegen⸗ ſtände: der Form und der Zahl. Ueber dem Bilde ſtehen die Namen der Gönner der peſta⸗ lozzi'ſchen Methode, auf beiden Seiten die Namen ſeiner Jünger und Schüler(der be⸗ kannteſten), unten iſt er ſelbſt kurz charak⸗ teriſirt. Keiner von Denen, die das Bild geſehen, hat es ohne Freude, ohne Wirkung geſehen. Hunderte von Exemplaren habe ich bereits auf erfolgte Beſtellungen an Lehrer verſendet.“„ Ferner iſt bei demſelben angekommen: Der Gevattersmann. Volks buch für 1847 von Berthold Auerbach. Mit 34 in den Text eingedruck. Holzſchnitten. (Preis: 14 kr.) Nro. 22. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu⸗ tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Das Chriſtenthum und das ſittliche Wohl unſeres Nebenmenſchen. Frankfurter Gold-Cours vom 16. October. 7 Neue Louisd'or 111 5 Friedrichsd'or 9 46 ¼½7 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 547 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 279 Engliſche Souverains 11157 Kirchliche Anzeigen 1 für Friedberg. 19. Sonntag n. Trinitatis d. 18. Oktbr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Schimpff. Nachmittags predigt in der Burgkirche: f Herr Candidat Mülle r. Fruchtpreiſe 15. Okt. 9. Okt.] 6. Okt. Gattung. Fried⸗ iu, Groß⸗ — 5 berg Malnz gerau 8 0 H kr. fl. Waizen pr. Malter 14 3015 4115 A 134— 12 5042 Gee 9— 1 91521 9 Hafer„— 41501— 1 4 Polizei ⸗Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 17. bis 23. October 1846. Fried-[ Butz⸗ 5 2 Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 1 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbro l 41 24 47 2 N 5 9— 9— 44„ 2 ene 5 g Lth.“ th. — Milchbrod 12%[103 — Waſſerweck 13% Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 13% ůl4 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch 0 85 15 72 8— N gemäſtete 25 „ Kühfleiſch eee* 7 Hindi gemäſtetes— 8— 0 Rindfleiſchf ungemäſtetes N „ Kalbfleiſch 8— 171 2 „ Schweinenfleiſch 13— 13— „ Hammelfleiſch 8— 8 2 „ Schaaflleiſch 6——— „ Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 161— 16— „ Schwartenmagen 164— 16— „Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 174— „ Doörrfleiſch 17— 174— „ Schweinenſchmalz, 2 ausgelaſſen 23-2 unausgelaſſen 2 „ Nierenfett 22— 20— „ Hammelsfett 17 171— * Der Gr. Heff. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler Die Polizeij⸗Tare für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. wiebe⸗ ollen. ded 1845 Vert einer 2