zen 0 Sept. ichtet: kirche: girch. Butzbach „ Hungen — Intelligenz-BGBlatt ſür die 0 Provinz Oberkeſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Erzwingung des Abverdienſts der Forſtſtrafen durch Gefängniß des Konrad Keil zu Ulrichſtein. Konrad Keil von Ulrichſtein, welcher Forſtſtrafen zu verbüßen hat, hat ſich von Haus entfernt. Ich weiſe Sie an, auf denſelben invigiliren, ihn im Betretungsfall arretiren und anher abliefern zu laſſen. Grünberg, den 9. September 1846. ODuvrier. 8 4* Derſelbe an dieſelben. Betreffend: Die 1 ng des auf den 22. undd ez, Seeber d. J. fallenden Vieh⸗ 1— Krämermarkts zu Ulrichſtein. Da auf den 22. und e-Septeſib jüdiſche Feiertage einfallen, ſo wird der rubttente Ahe nicht an dieſen Tagen, ſondern den 24. und 25. September ahge⸗ halten, was Sie alsbald in ihre Gemdender-be- eröff- lichen haben. f 88 85 Grünberg den 13. September 1846. O u v ri er. 5 5 „ 5 *. Aus zuͤge aus dem wettusgeslel e. 1 Auszug aus dem Regierungsblakt Nr. 28. (Schluß.) II. Bekanntmachung Gr. Kricgeinfteke dds 1.24 Aug„ daß die Vertretungsſummen für e urige welche an der dießjährigen Loosziehung Theil genommen haben, vom 1. k. M. October an in die Einſtandskaſſe dahier bezahlt werden können.— III. Desgleichen, daß die Einlage, welchen bel; dem Eintritt in die Staatsaſſecuranz-Anſtalt für das Muſterungs⸗ und Ziehungs⸗ jahr 1847 zu zahlen iſt, 95 fl. beträgt. Die Einlagen können vom 1. des k. M. October an zur Aſſecuranzkaſſe dahier bezahlt werden.— IV. Bekanntmachung Gr. Oberfinanzkammer 1. Section vom W 20. Aug., welche mit Bezug auf das bereits in Nr. 18 des diesj. Reg. Bl. bekannt gemachte Längenverzeichniß der Staats- und Provinzialſtraßen zur öffentlichen Kenntniß bringt, daß nunmehr auch auf der Straßenſtrecke von Herbſtein über Freienſteinau bis zur kurheſſiſchen Grenze die Erhebung des Chauſſeegeldes vom 1. Oct. d. J. an beginnen wird.— V. Ordensverleihung en: Am 9. Juni dem Major und Adjut. S. K. H. des Erbgroßherzogs, Ca meſas ka, das Komthurkreuz 2. Cl. des Verdienſtordens Philipps des Großmüthigen.— VI. Namens veränderungen: Am 7. Aug wurde der Adop⸗ tivtochter des Majors Grebe zu Gießen, Catharine Gröbe, geſtattet, künftig den Namen„Grebe“ und dem Pflegſohne des Heinrich Hinder⸗ maier zu Eberſtadt, Kr. Beusheim, künflia den Namen. a mais x zu führen.— VII. Ertheilung von Patenten: Am 4. Juli dem Uhrmacher Ritert zu Umſtapt für. dds. ganze, Gtoßherzogthum auf 5 Jahre das ausſchließliche Recht, die von ihm erfundene vereinfachte Conſtruction für Thurmuhren allein in Anwendung bringen zu dürfen; desgl. am 17. dem grßh. badiſchen Bergrath Pr. Walchner zu Karlsruhe, die nach der überge 1— Beſchreibung von ihm erfundene neue eigenthümliche Methode der ugutmachung der Nickel- und Kobalt⸗Erze allein in Anwendung bringen zu dürfen; ferner am 29. dem kön. würtemb. Oberſtlieut. und „„Stallmeiſter v. Hamel zu Stuttgart für das von ihm erfundene, näher beſchriebene mechaniſche Pferd zum, Behuf des Reitunterricht.— II. Dienſtnachrichten: Am 30. Juli wurde dem Schulvicar Wagner zu Weſthofen die kath. Schullehrerſtelle daſ.; 8. Auguſt dem Schulvicar Weber zu Appenrod die evang. Schullehrerſtelle daſ. über⸗ tragen; 18. dem in Ruheſtand verſetzten kathe Pfr. Glanzner zu Frei⸗ mersheim geſtattet, wieder auf ſeiner Wärvſtelle das. zu verbleiben; 21. Prof. Pr. Umpfenbach zu Gießen Jum Rector der Landesuniverfität für die Zeit vhm Michaeli. 1846 bis dahin 1847 ernannt.— 5 IX. Veblebkngen in den Ruheſtad: Am 7. Aug. Medieinal⸗ rath Dr. Wittmann zu Mainz, in ſeineg Eigenschaft als erſter Phyſikats⸗ arzt des Kr. Mainz, als Arzt der Civilgefängniſſe und als dem Provin⸗ zialeammillär zu Mainz wegen allgemeiner ſanitätspolizeilicher Anord⸗ i teinalbeamte, in Rückſicht auf ſein vorgerücktes Alter und ſeine dgeſchwächte Geſundheit; 17. der Handelsgerichtsſchreiber »Sieglitz zu Mainz.— X. Concurrenz für: die 1. kath. Schullehrerſtelle zu Bieber mit jährlich 341 fl. 12 kr., ausſchließlich einer Vergütung von 37 fl. 48 kr. für Heizung des Schullocals(Präſentation des Orts- und Kirchenvor⸗ ſtandes).— XI. Geſtorben ſind: Am 28. April der Gräfl. Solms⸗Rödel⸗ heimiſche Kammerrath Buff zu Aſſenheim, zweites weltliches Mitglied des Confiſtoriums daſ.; 19. Juli penſ. Hauptmann Hartmann zu Fried⸗ — ———..— „ 292 berg; 23. Diſtrietseinnehmen Hoffm ann in Lampertheint; 28, der 1. Mädchenſchullehrer Su ppes zu Schlitz; 6. Aug. penſ. Fapſtſchütze Türck zu Hainchen; 7. penſ. Hoforganiſt und Kammermuſikus Dr. Rinck da⸗ hier, penſ. Kanzleidiener Wittich dahier; 9. penſe Hauptſtaatskaſſe⸗Buch⸗ halter Kuhlmann dahier.— l Sendſchreiben an den Mitarbeiter vom Hüttenberg. Lieber Mann vom Hüttenberg, Du ſcheinſt auch ein Turner zu ſein, darum begrüße ich Dich mit dem brüder⸗ lichen Du. Es freut mich, daß Du in deinen ſcharfge⸗ laugten Reden manche ſchöne Wahrheit in unſere Wetterau hinein ſchickſt, und magſt Du auch manchmal die Schellen⸗ kappe aufſetzen, ſo ſchadet Dieß der guten Sache nicht, denn Du weißt, Wer nach einem bekannten Sprüchwort die Wahrheit ſagen darf. Du haſt zu deinen Beobachtungen einen guten Standort gewählt, denn der Hüttenberg— ein Landſtrich zwiſchen Wetzlar, Gießen, Lich und Butzbach— muß einem Manne, wie Du biſt, eine unerſchöpfliche Fund⸗ grube darbieten. Bleibe daher hübſch auf deinem Poſten, und ſei wachſam in deinem Revier; da Du ohne⸗ hin nach einem Schreiben in Nr. 64 dieſes Blattes keine Storchbeine haſt, auch ohne Gehalt penſionirt biſt, ſo laß größere Wanderungen ſein, und ſage deinen vier Städten, wo es nöthig iſt, die Wahrheit, ſchaue um Dich nach allen Seiten, doch heute einmal vorwärts und rückwärts. Vorwärts„ja vorwärts ſchaue; da liegt an Deinem Fuße ein Städtchen deſſen Bewohnern Du neulich wegen eines Kinderbällchens den Staäar geſtochen haſt. Laſeſt Du auch in Nr. 58 dieſes Blattes unrer R. 1143 ber Inſerale eine Warnung? Wo nicht, ſo hole es nach, und laß Dir vom Warner ſelbſt die Auszunft-gehen Der. Warner hatte ein Pflegkind, dem er und ſeine Frau mit väterlicher und mütterlicher Liebe zugethan waren. Die liebe Pflegetochter macht Schulden und erfrecht ſich hierbei, den Namen ihrer Wohlthäter in der ſchamloſeſten Weiſe zu mißbrauchen. Der Krug geht ſo lange zum Waſſer, bis der Henkel bricht. Der Henkel brach, es erfolgt Verhör, Geſtändniß und die genannte Warnung. Das Mädchen wird ſeiner Großmut⸗ ter zurückgeſchickt, weil die Pflegeeltern glaubten, den Ge⸗ fahren, welche ihm drohten, nicht genug entgegen wirken zu können, und weil der ſchnöde Undank ſie zu tief geſchmerzt hatte, als daß ſie das Kind mit der früheren Liebe hätten behandeln können. e In ſeinen Geſtändniſſen erzählt das Kind es ſei von einer Bürgersfrau in ihr. Haus gerufen worden, und dieſe habe ihm in dem Zimmer einen Chevauxlegers gezeigt, mit dem es ein paar Worte geſprochen. Bald darguf· all die Frau geſagt haben:„Ich habe Dir Anm einen ſchmͤcken Burſchen gefreit; Du mußt Dich auch dankbär beweiſen. Das Mädchen kaufte Ellenwaaren, Pfeifen, Spezereien und eine Brieftaſche, natürlich auf Borg und auf den Namen ihrer Pflegeeltern. davon erhalten und Was ſie wieder herausgegeben hat, weiß ich nicht; aber der Chevauxlegers erhielt die Brief⸗ taſche, auf welcher mit goldenen Buchſtaben ſein Namen Was die Kuplerin 31 2** ſtaud. Der 1 ſie bei ihm, der Rittmeiſter gab ihm einen derben Verweis. Da in den Kriegsartikeln nicht verboten iſt, eine Brieftaſche als Geſchenk von einem 15 jährigen Mädchen anzunehmen, ſo war eine andere Be⸗ ſtrafung nicht ſtatthaft. Mehr kann ich Dir nicht ſagen, doch reicht das Ge— ſagte hin, um Dich zu weiterer Nachforſchung anzuregen; dieß wird Dir um ſo leichter ſein, da Du an der Quelle ſitzeſt. Es wird ſich der Mühe lohnen, und Du kannſt dann wieder vortreffliche Nutzanwendungen machen, kannſt Eltern und Erziehern und Deinem noch ungebornen Pflegkinde, dem Peſtalozzi⸗Verein, das Buch der Wunder zeigen.— Rege auch die Behörden an, ein wachſames Auge auf Haupt⸗ ſtraßen, Seiten- und Nebengäßchen zu haben. Die Ver führerin ſoll ſchon öfter den Verſuch gemacht haben, dürch einen ſchönen Reitersmann ſich den Säckel zu, füllen. Sie iſt klug und erſpäht die Opfer ihres Gewerbes aus der Zahl ſolcher Mädchen, die kaum der Schule entwachſen ſind, dieſe Kinder erhalten von ihren Eltern wohl die Erlaubniß, Abends einmal auszugehen, und man fragt nicht: Wohin?— Sie ſelbſt ſind zu arglos, um die Schlingen zu merken, welche die ſchlaue Hexe ihnen legt, und gerathen leicht ins Garn.— Demohngeachtet ſend' ihre Verſuche auch ſchon geſcheitert, und deß bin ich fröhlich. Aber wirke dahin, daß die Seelenverkäuferin beſtraft werde. Thue Das, Du er⸗ wirbſt Dir ein Verdienſt um die Menſchheit. Rückwärts, Hüttenberger, hätteſt Du auch einmal ſchauen ſollen. Hinter Dir liegt Gießen an der Lahn, Mit⸗ Gehe doch einmal hin, ich bleibe fein draußen, denn ich würde nimmer herauskommen, weil jeder Pflaſterſtein und jeder Laternenpfahl mich zu Betrachtungen veranlaſſen würde. In Gießen gab es neulich auf einem Kinderbällchen Auftritte, welche die Studirenden zu einem Auszuge veran⸗ laßten. Willſt Du nicht einmal Deinen Vater Peſtalozzi nach Gießen bringen? Das neue Colleggebäude hat er doch wohl noch nicht geſehen! 5 Vielleicht hinke'ich band zu Dir. ——Nachſommer 1846. Gut Heil! 4„ Der hinkende Bote. 4 , 2 * 2 a 2 1 3 ee. In der Wetterau, in Oberheſſen und auf dem Vogels⸗ berg kommt von naſſem ſumpfigen Gelände, welches ſich nicht zu Fruchtbau eignet, öfters der Name Seife vor, und man ſagt bald die Seife, bald das Seifen, bald U zz im Seifen. Eine Anzahl ſolcher Seifen in jenen Ge⸗ genden führt Pröfeffor Dieffenbach in der zweiten Abtheilung ſeines Auszuges aus dem Tagebuche einer im Auftrag des Zucker zeug. hiktoriſchen Vereins unternommenen Reiſe S. 124 an. Ich will hier Einiges über die Bedeutung des Namens bemerken. Urſprünglich lautet er:„der Seife“, wie man noch auf dem Weſterwald ſagt; vor 600 Jahren ſprach man ihn: „der siſe“ aus. Die Bedeutung aber von dieſem„der sife“, jetzt„Seife“, war: 1) ein von einer Quelle, ge⸗ ſchmolzenem Schnee und dergleichen herrührendes rinnendes telpunkt geiſtiger Beſtrebungen der mannigfaltigſten Art. meiſter rtkeln einem re Be⸗ 8 Ge⸗ egen j duelle t daun Gllen gkinde, en,— Haupt. Verw. f A Sie as der n ſud, zubniß, 17— neren, cht ins U ſchon iu, daß Du er⸗ einmal 1 Mit⸗ n Art. enn ich ein und würde. llchen veran⸗ ſtalozzi t doch te. 8 180 (abfließendes) Waſſer); darnach dann 2) ein vom Abfluß eines Quellwaſſers durchzogenes ſumpfartiges Gelände), welches darum auch nicht zu Feldpflanzungen baubar iſt. Dieſe letzte, abgeleitete Bedeutung iſt diejenige, welche der Name Seife in unſern Gegenden hat; man denke z. B. an die große Seife bei Gedern. Auf dem Weſterwald in⸗ deſſen hat Sdaf e noch jene beiden Bedeutungen, und in der letzten adde unnd wird der Name mehr von einem zwiſchen Ackerfeld liegenden größern oder kleinern Platz Landes gebraucht, der als(geringhaltiges Futter liefernde) Wieſe denutzt wird, weil es, ſeiner natürlichen Näſſe wegen, nicht rathſam ſein ſoll, ihn mit Getraidearten zu beſäen?).— Was nun die wetterauiſche Ausſprache des Namens anbe⸗ trifft, ſo lautet ſie Safe(mit langem a) und iſt unregel⸗ mäßig denn wo man vor 600 Jahren ein langes i( ſrrach, da ſprechen wir Wetterauer jetzt„ei“, wie es im Schriftdeutſchen ſteht. Daß wir aber Safe ſagen, kommt daher, weil man bei dem naſſen ſchmierigen Land an das Ausſehen der Waſch⸗Seife denkt und eine Vergleichung mit dieſer uns im Sinne liegt. Und dieſe Waſch⸗Seife wird wetterauiſch regelrecht Safe ausgeſprochen, iſt jedoch ganz verſchieden von dem Namen Seife, womit wir jenes naſſe, von abfließendem Quellwaſſer getränkte Ge⸗ lande bezeichnen. 5 Fragſt du nun, lieber Leſer, woher dieſes Wort Seife caltdeutſch sife) ſtamme, ſo ſage ich dir: von einem alten niederdeutſchen Worte sipen, welches„triefen, Feuchtigkeit aus oder-pon ſich geben bedeutet, und im Holländiſchen 2 ſagt. maß noch z B. die zijp(d. i. sip) für Durch⸗ oder Auswäſſexüng. as p am Ende wird oberdeutſch f. 8 1 W. 7 7 2) So in dem altdeutſchen Gedichte Herzog Ernſt, Vers 3520. ) So in Wernher's vom Niederrhein(lebte etwa gegen das Jahr 1200 Gedichten S. 37. Vers 25., im Fleuringer Weisthum vom Jahr 1345. ) Siehe Schmidbes weſterwäldiſches Idiotikon S. 217. 9) Denn dieſes Wort Waſch⸗Seife lautete vor 600 Jahren seife, und wo man damals den Zweilaut ei ſprach, da ſprechen wir Wet⸗ terauer in deutſchen Wörtern regelrecht ein langes a, z. B. in Bein, Theil, feimen, Reif, Kleid, Reiſe u. ſ. w. 16. 23. 16. 17. 293. Kirchenbuchs⸗-Auszug vom Auguſt 1846. Grünberg. Getraute: Johann Rupert Hofmann, des Joh. Kaspar Hofmann, Bürgers und Bäckermeiſters dahier, ehelicher Sohn, Bürger und Maurer dahier, und Anna Eliſabetha Bach, Chriſtoph Hollers hinterlaſſene Wittwe. Johannes Kraft, Martin Krafts, Bürgers und Metz germeiſters dahier, ehelicher Sohn, und Anna Katharina Kreuder, des hieſigen Bürgers und Rothgerbermeiſters Johannes Kreuder hinterlaſſene eheliche Tochter. Johannes Zöckler, des Joh. Kaspar Zöckler, Bürgers und Metzgermeiſters dahier, ehelicher Sohn, Bürger und Metzgermeiſter dahier, und Eliſabethe Heß, des hieſigen Buͤrgers und Rothgerbermeiſters Joh. Heinrich Heß eheliche Tochter. Jacob Schönhals, des Jakob Schönhals, Bürgers und Hofgutbeſtänders, ehelicher Sohn, Bürger und Maurer dahier, und Katharina Sprankel, Johannes Sprankels, Ortsbürgers zu Beltershain, eheliche Tochter. Getaufte Dem Bürger und Ackermann Johannes Rühl ein Sohn, Wilhelm, geb. den 4. Juli. Dem Bürger und Metzgermeiſter Gottlieb Schildwäch— ter ein Sohn, Johann Hermann, geb. den 1. Aug. Dem Bürger und Bäckermeiſter Johannes Oehl ein Sohn, Hermann, geb. den 6. Aug. Beerdigte: Heinrich Hofmann, des Joh. Martin Hofmann, Bür⸗ gers und Schneidermeiſters, ehelicher Sohn, alt 2 Monate, t den 6. Aug. Martin Jöckel, des Johann Georg Jockel, Bürgers und Bäckermeiſters dahier, ehelicher Sohn, alt 4 Monate, 1 den 10. Aug. Suſanna Zinßer, der Katharina Eliſabetha Zinßer unehel. Tochter, alt 9 Monate, den 11. Aug. Karl Roth, des David Roth, Bürgers und Drechsler— meiſters, ehelicher Sohn, alt 10 Mon., 1 den 15. Aug. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. c νιννν Bekanntmachung. (1266) Nach böchſter Miniſterialverfügung ſoll der zweite Viehmarkt dabier jedes Jahr 8 Tage früher, als ſeither, alſo den 14. Octo⸗ ber und unmittelbar darauf(den 15. October) der Krämermarkt abgehalten werden, welches man hierdurch zur Kenntniß des Publikums bringt. 5 Büdingen den 18. Auguſt 1846. Der Grßh. Heſſ. Fürſtl. Iſend. Bürgermeiſter der Stadt Büdingen. Je cke l. Oeffentliche Aufforderung. (133) ueber das Vermögen des Johan⸗ nes Wagner zu Maibach iſt von Großh. Hof⸗ gericht der förmliche Concurspreceß erkannt und deſſen Leitung dem hieſigen Landgericht überwieſen worden. Demgemäß werden Alle, welche an das benannte Vermögen aus irgend einem Rechtsgrunde Anſprüche erheben zu kön⸗ nen glauben, hiermit aufgefordert, dieſelben um ſo gewiffer Mittwoch den 4. November l. J., Vormittags 9 Uhr, dahier anzugeben und zu begründen, als ſie ſonſt von der Concursmaſſe ausgeſchloſſen werden. Bevollmächtigte einzelner Gläubiger können nur dann zugelaſſen werden, wenn ſie ſich durch ſpecielle, gerichtlich beglaubigte, die Befugniß zur Abſchließung eines Vergleichs und zur Erklärung über Veräußerung und Verwaltung der Maſſe ausdrücklich enthaltende Vollmacht auszuweiſen vermögen. Butzbach den 30. Auguſt 1846. g Großh. Heſſ. Landgericht Mosler. Edietalladung. (1363) Die einzige Inteſtaterbin und Toch ter des verſtorbenen Gr. Förſters Werner zu Oberſchmitten, hat den überſchuldeten Nach⸗ laß ihres Vaters ausgeſchlagen und es haben ſich die bis jetzt bekannten Erbſchaftsgläubiger, zur Anwendung des förmlichen Concursver⸗ fahrens, über die Vertheilung der Maſſe am 4. hujus durch ein gütliches Uebereinkommen arrangirt. Demgemäß werden nunmehr auch etwaige unbekannte Creditoren des Gr. För⸗ ſters Werner hiermit öffentlich aufgefordert, ihre Forderungen in dem auf Freitag den 13. November 1846. Vormittags 9 Uhr, anberaumten Termin ſogewiß dahier geltend zu machen und ſich bezüglich des getroffenen Arrangements zu erklären, widrigenfalls ſie bei Vertheilung der Maſſe unberückſichtigt bleiben, und das Arrangement in Vollzug ge— ſetzt werden wird. Nidda den 6. September 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ⸗ Kattrein. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Section Butzbach. (13640 Das Brechen und Fahren von 10 Cubikklafter Steinen zum Fundamentiren, ſo⸗ wie von 11 Cubikklafter rauhen Mauerſteinen aus der Umgegend zum Hintermauern der Brücke über den Lausbach, in Abtheilung 63 der Gemarkung Kirchgöns, wird Freitag den 18. dieſes Monats, Vormittags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern dabier öffentlich ver⸗ ſteigert. Butzbach den 10. September 1846. Der Großh. Sections-Ingenieur Meyer. Main⸗Weſer Eiſenbahn, Section Butzbach. (13635) Die Anfertigung eines 74 Fuß tie⸗ fen Probeſchachtes im Gambacher Wald, ſo⸗ wie von mehreren kleineren an verſchiedenen — „ Stellen der Section Butzbach wird Mittwoch den 23. l. M., Vormittags 10 Uhr, im Gaſt⸗ hauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Butzbach den 42. September 1846. Der Großh. Sections ⸗Ingeuieur Meyer. (1366) Zur Erbauung eines Viaduktes, uͤber das Roſenthal bei Friedberg, ſollen nach⸗ ſtehende Lieferungen an den Wenigſtnehmen⸗ den, in einzelnen Looſen, auf dem Rathhauſe dahier öffentlich in Accord gegeben werden. Dienſtag den 29. September l. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, das Brechen, Fahren und Auf⸗ ſetzen von 60 Cubikklafter Mauerſteinen, aus den Brüchen bei Rockenberg, und Mittwoch den 30. September, Vormittags 10 Uhr, die Lieferung von 50 Kubikklafter reinen Mauerſandes und Kieſes. Die Bedingungen liegen vom 25. Septem- ber an zu Jedermanns Einſicht auf dem Bureau des Unterzeichneten bereit. Friedberg den 11. September 1846. Der Großh. Heſſ. Sections⸗Zugenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Verſteigerung. (1367) Donnerſtag den 17. d. M., Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden in dem Zwinger hinter der Hauptwache dahier verſchiedenartige noch völlig brauchbare Geraͤthſchaften und Werkzeuge, wobei ſich namentlich 1 Kleider⸗ und 1 Küchenſchrank, ſowie mehrere Stühle befinden, gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Friedberg den 10. September 1846. i Oberquartiermeiſter. Branntweinkeſſel⸗Verſteigerung. (1368) Freitag den 2. October d. F., Mit⸗ tags 2 Übr, ſoll ein kupferner Branntwein⸗ keſſel mit Hut und Rohr im herrſchaftl. Haus zu Wölfersheim verſteigert werden. Hungen den 11. September 1846. Der Rentamtmann Kießling. Arbeits ⸗Verſteigerung. (1369) Künftigen Freitag den 18. d. M., Vormittags 9 Ubr, ſollen auf hieſigem Rath⸗ hauſe folgende Bauarbeit und Materialien⸗ lieferung öffentlich an die Wenigſtnehmenden verakkordirt werden. fl. kr. 1) ein Stück Mauer an den Friedhof zu fertigen, 38 Fuß lang, 9 Fuß hoch und 2 Fuß dick, veranſchl. zu 11 24 2) fünf Bätten Kalk zu liefern, veran⸗ ſchlagt zu 10— 3) das Kiesgraben incl. Fuhrlohn, ver⸗ anſchlagt zu 3— 4) das Abräumen der alten Mauer, veranſchlagt zu 5 2— 5 1 Summe: 26 24 Niederwöllſtadt den 14. Sept. 1846. Der Grßh. 15 Bürgermeiſter 1 Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn. Section Butzbach. (1370) Die zur Herſtellung eines Brückchens in der Gemarkung Niederweiſel erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, als: die Maurerarbeit, veranſchlagt zu 238 fl., die Zimmerarbeit, 1„155 fl., die Lieferung von 700 Cubikfuß Hauſteinen, das Brechen, Fahren und Aufſetzen von 4 Cubikklafter Steinen zum Rollpflaſter und von 8,5 Cubikklafter Mauerſteinen, endlich die Lieferung von 46 Bütten Kalk und 2 Cubikklafter Mauerſand, werden Mittwoch den 23. l. M., Vormittags 10 uhr, im Gaſt⸗ * 294 hauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. Bemerkt wird noch, daß den Steigerern ſämmtliche betreffende Arbeiten in der Ge⸗ markung Niederweiſel, in welcher 2 Viadukte über Vieinalwege zur Ausführung kommen, übertragen werden können. ö Butzbach den 10. September 1846. Der Großh. Sections⸗Ingenieur Meyer. rr Privat ⸗ Bekanntmachungen. Bekanntmachung. (1353) Im Freiherrlich von Löwiſchen Steinbeuche zu Wiſſelsheim ſind eine anſehn⸗ liche Parthie guter Mauer- und Chauſſee⸗ ſteine vorräthig und zu verkaufen. Friedberg den 8. September 1846. Die Vormundſchaft. Mehrere junge Canarien vögel, (1358) männlichen Geſchlechts, ſind billig zu verkaufen. Die Expedition d. Bl. ſagt wo? Ein braves Dien ſt mädchen, 77 (1360) weiches bürgerlich kochen kann, wird im eine ſtille Haushaltung geſucht und kann ſogleich eintreten. Das Nähere wird auf Verlangen die Expedition d. Bl. mittheilen. Verkauf auf den Abbruch. (1307) Ein einſtöckiges Wohnhaus mit Knie, 37 Fuß lang und 20 Fuß breit, ſteht aus freier Hand zu verkaufen. Nähere Auskunft auf portofreie Anfragen und perſönlich ertheilt Joh. Hinkel IV. in Vilbel. Verkauf eines Faſelochſen. (1871) Bei dem Müller Lorenz Schutt zu Wetterfeld, Kreiſes Hungen, ſteht ein ein und drei viertel Jahr alter Faſelochs, Schwytzer Race, zu verkaufen, welcher für eine Gemeinde oder einen Pachter zur Zucht ſehr zu empfehlen iſt. f Eia Bur ſche, (1372) der in der Wagnerarbeit gut er⸗ ö fahren iſt und ſich mit einem guten Zeugniß ausweiſen kann, findet ſogleich bei mir Arbeit. Okarben. A. Eckart. Blauer Vitriol, (1373) beßter Qualität, iſt zu haben bei Friedberg. 2 H. Hahn, Materialiſt. Zum Vermiethen. (1370 Ein ſehr ſchönes, möblirtes Zim⸗ mer hat zu vermiethen Lehrer Bauer. Re (1375) unterzeichneter empfiehlt ſich mit allen Sorten Mehl, feines Schwingmehl die Meſte 2 fl. 12 kr. zweite Sorte 1 fl. 56 kr. und ordinäres 1 fl. 52 kr., und ſieht einem geneigten Zuſpruch entgegen. Jacob May in Friedberg, wohnhaft auf der breiten Straße bei Hrn. Gaſthalter Su p p. 0 Annonee. (1376) Man wünſcht die commiſſionsweiſe Beſorgung des Verkaufes fur ein gangbares Geſchäft, das auch an den kleinſten Orten mit Erfolg betrieben werden kann, an thätige Agenten zu übertragen, und bemerkt, daß dieſe Agentur, welche keine kaufmänniſche Kennt⸗ niſſe erfordert und bei der keine Caution ver⸗ langt wird, einen weſentlichen Nutzen ab⸗ werfen wird. 5. Frankirte und verſiegelte Anträge beliebe man an die Expedition dieſes Blattes gelan. gen zu laſſen, und Namen ſowie Wohnort, ſo genau als möglich zu bezeichnen. DU Fouͤr Vichbeſitzer! (1377) Nachdem ich jcht drei Zahre als Mitglied der Bank zur Verſicherung der Pferde und Rinder für Deutſchland hinlänglich Ge⸗ legentzeit hatte, mich von der Wohlthat einer ſolchen Anſtalt, insbeſondere aber von der zweck⸗ mäßigen Einrichtung, als von der Gewiſſen⸗ haftigkeit und Loyalität der oberen Verwal⸗ tung der Bank zu überzeugen, füble ich mich im Intereſſe aller Oekonomen aufgefordert, dieſes gemeinnützige, zeitgemäße Inſtikut Allent⸗ halben zur Benutzung zu empfehlen. Aſſenheim am 13. September 1846. 1 Pachter Hill. An z: e i g e 5 (1878) Allen meinen Gönnern und Freun⸗ den zeige ich hiermit an, daß ich das ſeither bei Schuhmacher Wilh. Tönges bewohnte Logis verlaſfen habe und nun bei Hrn. Thomas Becker ohnweit der Stadtkirche wohne. Karl Schmidt, Schneidermeiſter. Ein Zimmer mit Möbel (1379) hat zu vermiethen auf dem Hauck Chriſtian Muth, 5 1 drache 7 7„ 7*.„ Hofraithe in der Stadt Lich zu verkaufen. 5 (1380) Der Unterzeichnete iſt beauftragt, wegen Familienverhaltniſſen, ein neu erbautes Gaſthaus dahier aus freier Hand zu verkau⸗ fen. Daſſelbe liegt an der frequenten Straße, welche ſich hier von Laubach nach Butzbach und Gießen nach Nidda durchkreuzt und be⸗ ſteht im unteren Stock aus zwei Gaſtzimmern, einem Wohnzimmer, einer Küche, einem Kel⸗ ler, einem Nebenbau mit einem in Dach und Fach ſtehendem Kegelzimmer und Kegelbahn und einem Kelterſchoppen. Dazu gehört ein geräumiger, zugemachter Hof. Hausgarten, Scheuer mit einem guten Keller, Stallungen für 10—12 Pferde und 4—6 Stück Rindvieh. Der oberſte Stock des Hauſes beſteht aus 4 heizbaren Zimmern, einer Küche. Kammer für Magd, einer Manſarten- Wohnung mit 3 Zimmern und einem durchaus gepläkteten Fruchtboden l 2 Dieſe Hofraithe kann auch für eine Fabrik benutzt werden, da ſie nur 150 Fuß von dem Wetterfluß entfernt iſt. a Concurrenten werden erſucht, ibre Offerten portofrei an mich gelangen zu laſſen. Lich den 9. September 1846. 5 J. Schnabel, Gemeinderath. Literariſche Anzeige. Bel C. Binder nagel in Friedberg iſt ſoeben angekommen: ö Martin der Findling oder Denkwürdigkeiten eines Kammerdieners a von Eugen Sue. 1-Ites Bändchen.— Jedes Bändchen koſtet 6 kr.— Das ganze Werk wird ungefähr ſo ſtark wie die„Geheimniſſe von Paris“ oder der„ewige Jude.“ 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.