Stute keinerlei 18465. ner. . wolleg Kinder leute da⸗ 1 Deto⸗ und ein „ meiſt. fang 9 815. oſchaft. berg nac ren ge⸗ bei Welt. Malter, prache, Der an den ene Be⸗ (846. diener. ſeſellſchaf. u für die. 2 N N. orſtand. — k. berg iſt Recht zu cs. he erg u ſchen in 6 Intelli genz-Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil.“ Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Den Gewerbsbetrieb. Es iſt Grundſatz, daß Lokalgewerbe nur von Denje— nigen an einem Orte errichtet und betrieben werden dürfen, welche demſelben als Ortsbürger, oder Heimathsberechtigte angehören. Sie werden ſich bei Ausſtellung der Patente darnach bemeſſen, und diejenigen Gewerbtreibende, welche hiernach pro 1847 die Erneuerung ihrer Patente verſagt werden muß, alsbald davon in Kenntniß ſetzen. Friedberg am 10. November 1846. . Ki cher. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Das Verzapfen von Getränken auf den Jahrmärkten. Nachſtehend abgedrucktes Ausſchreiben der vormaligen Regierung der Provinz Oberheſſen, welches nicht in allen Orten des Kreiſes gleichmäßig gehandhabt wird, wollen Sie den Wirthen in ihren Gemeinden von Neuem eröffnen. Grünberg, am 6. November 1846. „ Die Großh. Heſſ. Regierung der Provinz Oberheſſen an ſämmtliche Großh. Landräthe derſelben. Durch mehrere ſeit einiger Zeit zur Sprache gekommene Fälle, haben wir uns veranlaßt geſehen, über die Frage: ob zu dem zeither von vielen Uuterthanen ohne Einlöſung einer Conceſſion betriebenen Auszapfen von Getränken auf Jahrmärkren eine Conceſſiou nach den nunmehr beſtehenden Einrichtungen erforderlich ſey? an die höchſte Staatsbe— hörde Bericht zu erſtatten. Nach der von dort erfolgten Reſolution iſt, da nach den neuen Trankſteuergeſetzen vom 6. März 1824. Art. 3. kein Verkauf im Kleinen von Ge— tränken ohne vorherige Conceſſionserwirkung geſtattet iſt, künftighin allerdings in Fällen der obenerwähten Art eine förmliche Zapfconceſſion gegen die in der Adminiſtrativ— Stempelordnung vorgeſchriebene Taxe erforderlich. Bei dieſer Gelegenheit ſind uns zugleich auch folgende weitere Beſtimmungen in obiger Beziehung mitgetheilt worden. 1) Die an den Orten der Jahrmärkte wohnenden und conceſſionirten Wirthe bedürfen zum Verzapfen auf den Jahrmärkten, wenn allenfalls ihre Wohnung hierzu nicht gelegen ſeyn ſollte, keine beſondere Con— ceſſion, ſondern nur einer polizeilichen Erlaubniß. 29 Den in den benachbarten Orten anſäſſigen Wirthen, ſowie den Nichtconceſſionirten iſt aller Verkauf von Getränken an den Orten, wo der Jahrmarkt ge— halten wird, verboten, ſo wie dann auch 3) bei Jahrmärkten im Freien, in Lagern bei Revuen, ꝛc. nur den bereits conceſſionirten Wirthen ohne Unterſchied der Verzapf nachzugeben, hierzu aber von Ihnen nur die polizeiliche Erlaubniß, nicht aber eine weitere förmliche Coceſſion nachzuholen iſt. Wir verfehlen nicht Ihnen dieſe von der höchſten Be— hörde erlaſſene Vorſchrift mit dem Auftrage mitzutheilen, ſolche in Ihren resp. Diſtricten gehörig bekannt zu machen und zugleich dafür beſorgt zu ſein, daß jederzeit die Unter thanen von den Marktpolizeibehörden davon in Kenntniß geſetzt werden, daß nur gegen Beobachtung der in dieſem Ausſchreiben enthaltenen Vorſchriften ihnen das Auszapfen geiſtiger Getränke auf Jahrmärkten geſtattet werden könne. Gießen am 20. Juni 1826. Für die Ausfertigung E ckſtein. Die Geſchichte vom lahmen Fried. Mitgetheilt von G. J. (Fortſetzung.) „Schlagt den lahmen Plärrhans auf das Maul!“ riefen jetzt etliche loſe Buben dazwiſchen,„will er herkom— men und uns eine Predigt halten?“ „Wenn's nur noch an ſeinem Leibe was zu zerſchla— gen gäbe,“ lärmte ein Anderer, Laber da iſt kein heiler Fleck mehr dran, der ſich noch der Mühe verlohnte.“ „Der iſt gewiß von einem Enthaltſamkeisvereine ab— geſchickt,“ meinte wieder Einer,„und wer weiß, ob nicht —— letztes Vergnügen noch nehmen, ſo,—— und ein derber Fluch ſchloß den Satz. 0 „Haltet den Kerl feſt,“ ſchrie eine vierte Stimme, „und gießt ihm den Hals voll Branntwein, bis er dudeldick iſt und dann ſchickt ihn heim zu ſeiner ſaubern Sippſchaft.“ „Halt!, rief der Lahme faſt gebieteriſch, als einige halbangetrunkene, wüſte Geſellen Miene machten, dieſe Dro— hung zu erfüllen,„halt ſage ich, ich habe ein Recht, ſo zu euch zu ſprechen, ich habe mehr für den Branntwein gethan, als ihr Alle“— und damit nahm er ſein Kind au die Hand und ſetzte mit faſt brechender Stimme hinzu: „ich habe um des Schnapſes willen mein eignes Kind zum Krüppel geſchlagen!, Das arme Büblein aber klammerte ſich an den Leib des Vaters und weinte laut und rief:„Komm fort, Vater komm, ſie thun dir ein Uebels.“ Der Alte legte dem Kinde die Hand auf den welken Kopf und ſprach:„Sei ſtille, mein Sohn. Er hat ſei— nen Engeln über dir Befehl gethan, daß ſie dich auf den Händen tragen, und ſo lange du bei mir biſt, fürchte ich auch für mich nichts.“ Damit ſtemmte er die eine Krücke feſt unter den linken Arm und hob das Büb— lein mit dem rechten in die Höhe, legte es an ſeine Bruſt und ſagte mit ſtarker Stimme:„Wer will mich an— rühren!“— Da wich das Geſindel zurück und murrete nur noch leiſe, wie fernes Gewittergrollen. Er aber ſetzte das Söhnlein wieder nieder, ſtrich ſich mit der Hand über die Augen, ſeufzete und ſprach:„Ich will euch meine Ge— ſchichte erzählen.“ Ettiche Galgengeſichter kehrten ſich zwar um, legten ſich in den Graben und thaten, als ob ſie ſchla— feu wollten, die meiſten aber blieben ſtille ſitzen und auch der Goliath behielt ſein eines Auge offen, blies den Ta— backsrauch in ſchweren Wolken von ſich und hörte nach— denklich mit zu. Der Lahme griff wiederum in die Taſche, holte das Buch heraus, ſchlug es auf, blätterte ein Weniges darin und las:„Der Herr wird dich ſchlagen mit einer böſen Drüſe an den Knieen und Waden, daß du nicht kannſt geheilet werden, von den Fußſoh⸗ len an bis auf die Scheitel. Und wirſt ein Scheu— ſal und ein Sprüchwort und Spott ſein unter allen Völkern, da dich der Herr hingetrieben hat.“ „Seht,“ fuhr er dann fort,„das alles iſt erfüllet an mir. Ich war auch Einer eures Gleichen und hatte einen geſunden Leib, wie ihr. Ich habe, wie ihr, an der Eiſen— bahn gearbeitet und war dort ein Knecht des Branntweins geworden. Ich hatte einen feſten Bund mit dem Teufels trank gemacht und habe lange bei ihm ausgehalten und nicht von ihm laſſen wollen. Bei einer Schlägerei im trunkenen Muth empfing ich den Stich hier unter die Herz— grube, und habe mich 4 Wochen im Bette gekrümmt wie ein Wurm, aber ich warf meinen Haß nicht auf den Brannt⸗ wein, ſondern nur auf den Valentin Henſel, dem aber doch erſt der Schnaps den Arm zu dem Stiche geführt. Ich bin des Branntweins wegen ins Zuchthaus gewandert, aber ich blieb doch ſein beſter Freund. Er war mir lieber, als Weib und Kind. Die Thränen meiner Frau rührten mich nicht, das Elend meiner Kleinen jammerte mich nicht mehr. Ich konnte mein Weib nicht länger um mich leiden und mochte meine Kinder nicht mehr ſehen— alle meine Luſt und Liebe war der Branntwein. Ich habe fuͤr den Brannt— wein Alles hingegeben, was ich hatte, Hab' und Gut, Geſundheit, Ehre und guten Namen, und nun ſehet her, wie er es mir gelohnt hat. Eines Tages zankte ich mich mit meinem Weibe und ſchlug mich mit ihr, denn ich wollte Geld von ihr haben zum Schnapſe, und als ich ihr die letzte Wäſche mit Gewalt weggenommen und an den Juden 2 360. verkauft hatte, da fluchte ſie mir und ſtürzte in Verzweif⸗ lung aus dem Hauſe; ich aber ging nach der Schenke. Wenige Stunden darauf brachten ſie die Leute todt in das Haus zurückgetragen— ſie hatte ſich erſäuft. J geholt— man hatte ſie in die Stube 10 5 2 und als die Gerichtsperſonen fort waren, mußte ich allein bei ihr bleiben, denn ich wagte mich an dieſem Abend nicht wieder in die Schenke. Ihr Angeſicht war ſchrecklich ver⸗ zerrt und ſah blau aus, als wäre ſie mit einem Fluche auf den Lippen geſtorben, und ihre Hände waren„ geballt, als wollte ſie noch im Tode mit der auſt mir drohen. Mit dumpfem Brüten ſtarrte ich auf 0.„ die Haut ſchauderte mir und mein Haar ſträubte ſich, aber ich ließ doch nicht vom Branntwein. Er ſollte mir die finſtern Gedanken vertreiben und ich ſchickte mein jüngſtes Kind nach der Schenke, nm mir fuͤr die Nacht eine Flaſche Schnaps zu holen. So ſaß ich nun in der Dämmerung allein in der Stube und konnte meinen Blick nicht von der Leiche verwenden, es überlief mich eiskalt, mir war's als hüben ſich ihre geballten Faͤuſte in die Höhe und die Angſt packte und würgte mich und ſchnürte min ganz die Kehle zu. Ich dachte aber an nichts, als an den Branntwein, nachdem ich geſchickt hatte, und ſetzte meine ganze Hoffnung auf ihn, daß er mir dieſe Angſt vertreiben ſollte. Das Kind aber wollte und wollte nicht wieder kommen, und je länger ich harrete, um ſo höher ſtieg meine Angſt und mein Verlangen. Zuletzt ergriff mich eine förmliche Wuth nach Branntwein, mir zitterten meine Glieder vor Begier, ich trat ans Fen⸗ ſter und als ich endlich den Jungen ſah um die Ecke kom⸗ men, ſprang ich auf ihn zu und brüllte ihm entgegen: her mit der Flaſche! Doch das Kind ſchluchzte, es habe ſie zerbrochen und der Branntwein wäre ausgelaufen. Da packte mich der böſe Feind mit ſeinen Krallen, eine namen⸗ menloſe Wuth überfiel mich und ich griff das Kind an der Schulter nnd ſchleuderte es mit Rieſenkraft an die Wand, daß es ächzend zuſammenſank und wie todt liegen blieb. Als ich ſah, was ich gethan, rannte ich wi unſinnig fort, wohin, das wußte ich nicht— aber die Strafe Gottes eilte hinter mir her. Die Nacht war finſter, ich ſtürzte vom Rande des hohlen Grabens vor dem Dorfe hinunter auf einen großen Stein und zerſchmetterte mir beide Kniee. Da habe ich denn gelegen die ganze Nacht unter den ent— ſetzlichſten Schmerzen. Ich heulte vor Angſt, doch Nie— mand hörte mich und die Qual inwendig war noch größer, denn ich hörte immer das Hohnlachen der Hölle um mich her. Am andern Morgen fanden ſie mich und ſchleppten mich wie einen Hund in das Hirtenhaus. Da warfen ſie mich auf ein elendes Strohlager. Keine Seele hatte Mit— leiden mit mir, kaum daß der Feldſcheer nothdürftig meine Wunden verband. Sie wurden immer gefährlicher, denn Säuferblut heilt ſchwer. Erſt als der Brand hinzukam, holte man endlich einen Doctor. Der rathſchlagte lange, ob er mir die Füße abnehmen ſollte, oder nicht. Er hat viel dran herumgeſchnitten, aber es wuchs immer wieder wild Fleiſch nach und lange, lange wollten die Wunden gar nicht zuheilen. Was ich da in den langen Winter⸗ nächten, nachdem ich nun mit Gewalt nüchtern geworden war und vor Schmerzen nicht ſchlafen konnte, für Höllen— qualen ausgeſtanden habe, kann ich nicht beſchreiben. Aber ob mich auch alle Menſchen flohen, wie die Peſt, die Liebe Gottes hatte mich doch noch nicht aufgegeben und der Diener ſeines Wortes nahm ſich meiner an und beſuchte mich in meinem Elend, und als ich vor ihm heulte und winſelte, wie Einer, der in die ewige Verdammniß faͤhrt, da richtete er meinen Blick zuerſt wieder empor, daß ich mit Zittern glauben lernte, die Gnade Gottes ſei auch für mich Fluchwürdigen noch groß genug— daß ich endlich ihn nich weinsten richtel.“ ſinken, reichen, und fan dbet fuhr ergtiffd Bern 1373 gen Ge fonds dabi Bawer pe Ockſtadt! leihfällige minen, in gens um einander tend berp 1) Mon Gem Echn 2) Olſenſt Markus Blofe Sodann ſteigerung gendes, 1 auf einen Verpachtu Friedb an Kar/ 5 eltnertheilt deſſegert. driedhe 0 N wei chenke. in das wurde gelegt, allein nicht ver⸗ e auf duen⸗ t wir u, die ber ich inſtern d nach aps ein in Leiche hüben packte . Ich chdem f ihn, aber N ich ngen. twein, f Fen⸗ kom⸗ f: her be ſie Da amen⸗ u der Wand, blieb. g fort, Bottes e vom r auf Knite. ent⸗ Nle⸗ toßer, mich eppten en ſie Mit⸗ meine den der ſuchte 4 und fahrt, 5 ich ch fuͤr 0 endlich A* mit zerknirſchtem Herzen das Gebet zu ſprechen wagte: „Gott ſei mir Sünder gnädig!“ Er ſchenkte mir auch das Bibelbuch, welches ich ſeit dieſer Zeit immer bei mir getra⸗ gen habe. Von meinen Kindern ſagte er mir, daß er ſie bei meinen Verwandten in einem entfernten Dorfe unter— gebracht habe. Als ich ihn znerſt wieder nach meinem Jüngſten gefragt, hatte er bloß geſagt, daß er noch lebe und bald ganz wieder geheilt ſein würde. Endlich, nach faſt einem Jahre, hatte mich der Doctor anf den Punkt gebracht, wie ihr mich jetzt ſehet— da begehrte ich eines Tages von dem Prediger, er ſolle doch meine Kinder zu mir bringen, daß ich ſie wieder einmal ſaͤhe nach ſo langer Zeit, und am folgenden Morgen führte er die drei alteſten zu mir und ich ſah ſie zum erſten Male wieder nach jener entſetzlichen Nacht und mußte viel weinen. Darauf ſprach ich zum Prediger:„Wo iſt aber der Vierte, mein Jüng⸗ ſter? /) Da hob der Prediger auch an zu weinen, machte die Thür auf und führte ihn herein und ſagte:„Ihr werdet ihn nicht wieder erkennen. Sehet alſo hat ihn der Brant⸗ weinsteufel durch die Hand ſeines eigenen Vaters zuge— richtet.“ Da war's mir noch einmal, als müßte ich ver⸗ ſinken, als könne Gottes Gnade nicht mehr bis zu mir reichen, ich taumelte zurück und das Kind floh von mir und klammerte ſich feſt an den Prediger an— plötzlich aber fuhr es wie ein Strahl durch meine Seele und ich ergriff den Knaben und zog ihn zu mir in die Höhe und 361* herzte ihn lange. Danu aber ſprach ich zu dem Paſtor: „Herr Paſtor, gebet mir den Segen des Herrn zu meinem Vorhaben. Meine andern Kinder hinterlaſſe ich euch, neh— met euch ihrer auch noch ferner an; aber mit dieſem meinem Jüngſten, den ich zum Krüppel geſchlagen, und mit meinem Bibelbuch will ich mich von Dorf zu Dorf ſchleppen und um dieſes Kindleins willen werden ſie mich nicht Hungers ſterben laſſen. Gott hat mich geſetzt zu einem warnenden Beiſpiel fur meine Brüder, ob ich ihre Seelen nicht herum hole vom Verderben.“ Da ſprach der Diener Gottes: „Alſo ſei es!“ und er hat mich geſegnet zu einem Prediger wider den Branntwein und hat mir dieſes Wäglein bauen laſſen und mir dieſe Krücken gegeben, und ich ziehe nun umher von Land zu Land, vornehmlich aber an die Eiſen— bahnen und zeige mein ſieches Kindlein und rufe laut: „Sehet, das hat der Branntwein gethan, ſagt euch los von dem ſchändlichen Giftel“ Schluß folgt.) Beſchei nigung. Hiermit zeige ich den Empfang von fünf Gulden für die armen Taubſtummen vou einem edlen ungenannten Menſchenfreunde an. Der Herr, der in's Verborgne ſieht, möge es ihm im Stillen oder öffentlich e Ni on lie Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. c ννν Verpachtung. (1573) Folgende, dem Hoſpital zum hei— ligen Geiſte, nunmehr dem vereinigten Armen— fonds dahier gehörende, in den Gemarkungen Bauernheim, Dorheim, Schwalheim, Nauheim, Ockſtadt und Blofeld liegenden, Petritag 1847 leihfälligen Güter, werden in folgenden Ter— minen, in hieſigem Rathbauſe, jedesmal Mor⸗ gens um 9 Uhr anfangend, auf zwölf nach einander folgenden Jahren öffentlich meiſtbie— tend verpachtet, als: 8 1 Montag den 23. Nov,, die Güter in den Gemarkungen Nauheim, Dorheim und Schwaͤlheim, 2) Dienſtag den 24. Nov., die in den Ge⸗ markungen Bauernheim, Ockſtadt und Blofeld liegenden Güter. Sodann kommt unmittelbar nach dieſer Ver— ſteigerung ein in der Gemarkung Ockſtadt lie⸗ gendes, 1 Vrt. 81[IKlft. haltendes Grabland auf einen Zeitbeſtand von ſechs Jahren zur Verpachtung. Friedberg am 31. Oktober 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Hofraithe-Verſteigerung. (1496) Montag den 16. November, Vor⸗ mittags um 11 Uhr, wird in hieſigem Rath—⸗ hauſe die den dahier verſtorbenen Wagner⸗ meiſter Adam Ruppel'ſchen Eheleuten gehörende in der Schirmgaſſe ſich befindliche Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus, Hinterbau und Grund an Karl Kiefer und Adam Rauſch J. gelegen, erbvertheilungswegen öffentlich meiſtbietend verſteigert. 1 Friedberg am 2. Okteber 1846. In Auftrag Großh. Heſſ. Landgerichts der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (1603) Donnerstag den 19. und Freitag den 20. d. M. beabſichtigt die Frau Pfarrer Buß Witt. dahier mehrere Haus und Oero⸗ nomiegerathe, worunter namentlich ein ſchoͤ⸗ ner kupferner Waſchkeſſel, ein vollſtandiger Kochheerd, eine gute Strohbank, eine Schnitz— bank, ein Kleiderſchrank, ein noch ziemlich gutes Klavier, Tiſche, Stühle, Bettſtellen, Küchengeräthe, als namentlich Küchenſchrank, Züber, Bütten, ſodann Fäſſer, Dielen und Holzwerk; ferner einiges Futterſtroh- etwas Kartoffel, 10 Stecken buchen Scheit und etwas Reisholz und eine Partie Zwetſchbäume, welche ſich beſonders für Holzdrechsler eignen, durch Unterzeichneten meiſtbietend gegen gleich baare Zahlung verſteigern zu laſſen. Die Herrn Bürgermeiſter werden dienſt— freundſchaftlichſt erſucht, dies in ihren Ge⸗ meinden auf ortsübliche Weiſe bekannt ma— chen zu laſſen. Wölfersheim den 7. November 1846. Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Allwohn. Edicetal ladung. (1612) Cigenthums- oder ſonſtige An⸗ ſpruche an die von Johannes Joſt's Cheleu— ten zu Stumpertenrod veräußerten und die in deren Beſitz befindlichen, im Grundbuch theils auf dem Namen des Peter Holz, theils dem des Johannes Joſt ſtehenden, Immobi— lien, worüber Grundbuchs Auszüge in der Landgerichts⸗Regiſtratur zu Jedermanns Ein⸗ ſſcht offenliegen, ſind binnen vier Wochen, von heute an, dahier anzumelden und zu be— gründen, wibrigenfalls die bereits ausgefer⸗ ligten Kaufbriefe beſtätigt, beziehungsweiſe den Johannes Joſt's Cheleuten eine, ihr Ei— genthum an den betreffenden Grundſtücken be— ſcheinigende, Urkunde zugefertigt werden wird. Ulrichſtein, den 7. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Verſteigerung. (16183) Montag den 23. und Dienſtag den 24. d. M., Vormittags von ½9 und Nachmittags von 2 Uhr an, werden in dem Zimmer des Küchenbaues der Kloſterkaſerne, dahier, namhafte Quantitäten getragener Mi⸗ litaͤr⸗Montirungsſtücke, als: Mäntel, Röcke, Handſchuhe, Spencer, Mützen, wollene und leinene Pantalons, Hemden, Schuhe, Tzacos, dergleichen Schirme, Tzacofilſe, Torniſter ꝛc. ꝛc. ſodann verſchiedenartige ausrangirte Kaſerne⸗ und Compagnieſpielrequiſiten, wobei ſich ua⸗ mentlich Trommelfelle befinden, gegen gleich baare Zablung verſteigert. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Friedbergs werden erſucht, dieſe Verſteigerung geeignet bekannt machen zu laſſen. Friedberg den 11. November 1846. *. 2— 5 8 Gölz, Obergnartiermeiſter. Bekanntmachung. (16120 Das Reinigen der Straſſe vor beiden Seiten der Synagoge ſoll pro 1847 Mittwoch den 18. 5. M. Morgens 9 uhr, in der Wohnung des Unterzeichneten, öffent— lich an Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Friedberg den 12. November 1846.. Der Vorſtand der israel. Gemeinde Mayer Hirſch. Verſtei gerung. (1615) Donnerſtag den 19. November, Vor⸗ mittags um 11 Uhr, werden auf hieſigem Rathhaus 6 Malter Kirchenkorn verſteigert.— Kaichen am 11. November 1846. Für den Kirchenvorſtand daf. Fertſch, Pfarrer. A (16160) Durch die Erbauung einer neuen Orgel für unſere Kirche haben wir in dem Orgelbauer, Herrn Förſter in Lich, einen Meiſter kennen gelernt, der unter billigen Be— dingungen uns ein ſehr ſolides, wohlgelungenes Werk geliefert, und dadurch die vollkommene Zufriedenbeit und den aufrichtigen Dank der ganzen Gemeinde erworben bat. Indem wir uns noch auf das Zeugniß eines competenten Richters, des Herrn Seminar— lehrers Thurn in Friedberg, der die Gefällig⸗ keit hatte, das Werk einer genauen Prüfung za unterwerfen, beziehen, können wir Herrn Föſrſter aus voller Ueberzeugung als Meiſter in ſeinem Fache empfehlen. Langenhain den 10. November 1846. Für den Kirchenvorſtand: Der Pfarrer Der Bürgermeiſter Draudt. een Beigeordneter Huth. NN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Zum Verkaufen. (1617) Drei gebrauchte, noch ſehr gute Flů⸗ gel und drei dgl. Claviere, die auch auf mehrere Termine bezahlt werden können, ſind billig zu kaufen bei Inſtrumentenmacher C. L. Glück in Friedberg. Der erſte Caſino-Ball (1618) findet Sonntag den 22. d. M. ſtatt. Friedberg den 12. November 1846. Der Vorſtand. Z u m Verkaufen. (1619) unterzeichneter hat eine Kelter mit Jugebör und einen Sandſtein⸗Waſſertrog von, von 5 Fuß Länge, 3 Fuß 2 Zoll Breite und 2 Fuß Höhe, welcher ſich für Bierbrauer, Sei⸗ fenſtieder und noch in andern Geſchäften zum Gebrauche eignet, zu verkaufen und bemerkt, daß dieſes ſich in noch gutem Zuſtande befindet. Philipp Schmidt wohnhaft in der Wilhelminenſtraße. Die Magdeburger Feuerver⸗ ſicherungs⸗ Geſellſchaft (1620 conceſſionirt durch die Allerhöchſte Beſtätigungs⸗Urkunde vom 17. Mai 1844 mit einem Grundkapital von Einer Million Thalern, übernimmt zu billigen, feſten Prä⸗ mien Verſicherungen gegen Feuersgefahr, ſo⸗ wohl in Städten als auf dem Lande, nach vor⸗ heriger Abſchätzung durch gerichtlich verpflichtete Taxatoren, anf alle Arten Mobilien, Vieh Waarenſager, Fabrikanlagen, Maſchinen, Ge⸗ räthe, Getränke, Feldfrüchte, ſowohl in Scheu⸗ nen als in Diemen, Waldungen, Lager von Brenn⸗ und Nutzbolz, im Freien wie in Ge⸗ bäuden, überhaupt auf alle beweglichen und unbeweglichen Gegenſtände, mit alleiniger Aus⸗ nahme von Pulver, Pulvermühlen, Documen⸗ ten und Geld. Die Geſellſchaft ſteht in der Billigkeit ihrer Prämienſätze gegen keine andere ſolide Anſtalt nach, gewährt bei Verſicherungen auf längere Dauer bedeutende Vortheile und vergütet bei Brandſchäden allen Verluſt, der durch Feuer oder Blitz, ſei es durch Verbrennen, Beſcha⸗ digung beim Löſchen oder Retten, Niederreiſen, Vernichtung oder Abhanden-Kommen beim Brande enkſtanden iſt. Der unterzeichnete Agent theilt über die näheren Bedingungen ſtets bereitwillig Aus⸗ kunft und nimmt Verſicherungs ⸗ Anträge gerne entgegen. Friedberg im November 1846. M. Jung, Agent der Magdeburger Feuerverſicherungs⸗ Geſellſchaft. Anzeige. (1621) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebenſte Anzeige, daß ich von nun an die Wirthſchaft meinem Bruder Hein⸗ rich übergeben habe und aſſoſirt und wohn⸗ haft bei meinem Vater bin. Jacob Burck. In Bezug auf obige Anzeige bitte ich um geneigten Zuſpruch, und bemerke, daß ich meine ſeitherige Beſchäftigungen, im Malen, Vergolden und Lakiren immer fortbetreibe. Heinrich Burck. Verſteigerung zu Hochwelſel. (1622) Im Pfarrhauſe zu Hochweiſel ſol⸗ len den 17. und 18. d. M. folgende Gegen⸗ ſtände gegen gleich baare Zahlung meiſtbietend Pflug, eine Egge, alle dazu gehörige Ketten; eine Quantität Heu. Stroh, Kartoffeln, Run⸗ kelrüben; einige Steigleitern, Waſch⸗ und Badbütten, ein Kommode, 1 Sopha, Tiſche, Bettladen, Schränke u. ſ. w. Hochweiſel den 9. November 1846. Pfarrer Schaum's Wittwe. Baieriſches Bier (1623) iſt in Zapf genommen und wird auch ſolches in Faß abgegeben. Friedberg. Anton Burck u. Sohn. A n fer a g e (192) Sſt es denn wahr, daß am vergan⸗ genen Sonntage, am Tage der Kirchweih zu P., ein ſo ſtarker Wolkenbruch gefallen, daß die k. k. öſtreichiſchen Regimentsmuſik wegen zu viel Waſſers nicht von Mainz nach P. kommen konnte? ‚ Der eine will an obengenanntem Tage wirklich Wolkenbrüche geſehen, der andere Waſſer geſchmeckt, aber keiner die angekündigte Regimentsmuſik gehört haben. Lebög. Geſchafts⸗Eroͤffnung. (1625) Einem geehrten hieſigen und aus⸗ wärkigen Publikum mache ich hiermit die er⸗ gebene Anzeige, daß ich hierſelbſt ein Pu tz⸗ geſchäft errichtet habe, in welchem, beſon⸗ ders auch, alle Arten künſtlicher Blumen von den feinſten bis zu den geringeren Sorten angefertigt werden. Zugleich empfehle ich mich zu allen in das Putz⸗Geſchäft einſchla⸗ genden Arbeiten, wie z. B. zur Anfertigung von allen Sorten Damen- und Kinderhütchen, ſowohl in Seide wie auch in allen andern Stoffen, nach der neueſten Mode und dem feinſten Geſchmack ꝛc. c. Ich werde Alles auf— bieten, die mir gütigſt anvertrauten Arbeiten auf das Prompteſte, Billigſte und Schönſte auszuführen, und ſpreche ſchließlich den Wunſch aus, daß ich außer bei meinen Bekannten und Gönnern auch beim übrigen Publikum eine woblwollende Aufnahme finden möge. Fried berg den 12. November. 1846. Katharina Montig ler, wohnhaft bei Herrn Metzger Schäfer der Poſt gegenüber. Verkauf. (1626) Eine Scheuer, von gutem Eichenholz und 48 ½ Fuß Läng, 37 Fuß Tiefe, 18 ½% Fuß Stockhöhe, iſt zum Abbruch und Aufſchlagen zu verkaufen in Reichelsheim bei Wilhelm Oſwald. Nro. 24. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter bier 18 kr. durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu⸗ tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Indalt: Die Grundlage des Glau⸗ bens an Jeſu.— Was iſt der Chriſt ohne Chriſtus.— Gottvertrauen. Frankfurter Gold⸗Cours vom 13. November. 1 Neue Louisd'or 111 5 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 55 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 28 Engliſche Souverains 11154 verſteigert werden: 2 Fahrkühe, 1Karrn, 1 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Dingeldey.. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr . halt Betſtunde: Herr Candidat Frank. Fruchtprei ſ e. 0 12. Nov. 31. Oft. d. Nod. Gattun g. Fried⸗ Groß⸗ berg Ma geran fl.] kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 144515 4015— Gerſte„ 75 i Hue 5 105 171 5 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 14. bis 21. November 1846. Der Gr. Heſſ. Are d. K. Friedberg F. d. f Kr 90 Kr., Setr. Die Polizeij⸗Tare für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 23. Sonntag n. Trinitatis d. 12. Novbr. Korn„„ 13 30 12 59 12 10 — Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 4 21 412 2, 77 9 775 9 7 45 7. 77 18— 18— 5 Eth. Lth — Milchbrod 12% 1 3 — Waſſerweck 13%/ Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 13¼ 14 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch* 25 5 12— 1 gemäſtete 8 2 „Kühfleiſch ungemäfſtes 8— 7— ; 3% gemäſtetes— 8— 1 Rindfleiſch ungemäſtetes 5 „ Kalbfleiſch 8— 1 7 2 „ Schweinenfleiſch 12— 13— „ Hammellleiſch 8— 8— „ Schaaflleiſch 7——— „ Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10——— „ Bratwurſt 16— 16— „Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 17— „ Doörrfleiſch 17— 17— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 23— 24— unausgelaſſen 22— 22— „ Nierenfett 22— 22— „ Hammelsfett 174— 171— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen f 13 5 und d einen „Du ſchich unſer komm einige ſo he nem toll und nach füh! ſich ein ſagte Vin ir daß Au m wiſf Wie