von Intelligenz Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Sonnabend, den 11. Juli Ein neues Halbjahr ⸗ Abonnement auf das wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— Abonnementspreis: das Vierteljahr 24 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die dritte und jede folgende Zeile 2 kr. welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags⸗Blatt. ufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochs⸗Blatt, und alle, Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter und Gemeinde-Einnehmer des Kreiſes. Betreffend: Das Gemeinde ⸗Rechnungsweſen. Ich bin in dem Falle, die Gemeindeeinnehmer an die Befolgung des F. 35 der Inſtruction vom 11. November 1840 zu erinnern, unter dem Bemerken, daß der Quartalsabſchluß des Handbuchs vom II. Quartal bis zum 15. d. M. ge⸗ fertigt und daß dies geſchehen von denſelben den Gr. Bür⸗ germeiſtern angezeigt ſein muß. Die Gr. Buͤrgermeiſter haben die Befolgung dieſer Auflage zu überwachen und nach Vollzug jenes Auszugs unverweilt den Abſchluß des Tagebuchs und die Viſitation der Kaſſe nach Maasgabe meines Ausſchreibens vom 14. Auguſt 1841 vorzunehmen. Ihre desfallſigen Protocolle, ſawie die betreffenden Auszüge ſind bei der Rundreiſe mir vorzulegen. 5 Friedberg am 7. Juli 1846. Küchler. Bekanntmachung. Betreffend: Das Entkommen eines Koffers auf der Reiſe von Gießen nach Nauheim. Am 6. d. M. iſt auf der Reiſe von Gießen nach Nauheim ein ziemlich alter, lederner, gelber Mantelſack ent⸗ kommen. Derſelbe wurde im Inneren durch eine eiſerne Kette zuſammengehalten und iſt mit einem gelben, kleinen Schlößchen verſehen. Außer andern Gegenſtänden, namentlich Reiſeeffecten, —+ ſich folgende gezeichnete Gegenſtände darin befunden aben: 19 12—16 weiße, leinwandene, feine Taſchentücher, gröͤß⸗ tentheils mit Steppſaum, worin der Name Budach roth geſtickt iſt, 2) kleine leinene Taſchentücher, gezeichnet mit B. Sämmtliche Polizeibehörden und Polizeiofficianten wer⸗ den aufgefordert, dieſem Verluſte jede mögliche Aufmerkſam⸗ keit zuzuwenden und ein etwaiges Reſultat der unterzeich— neten Stelle zur Anzeige zu bringen. Dem Finder iſt eine Belohnung zugeſichert. Friedberg am 7. Juli 1846. Küchler. — Ueber den Einfluß des Branntweins auf den Wohl— ſtand, die Geſundheit und Sittlichkeit des Volkes. (Fortſetzung.) Bei den bisherigen Bemerkungen habe ich angenommen, als ob der Branntwein gänzlich verbannt und nichts ande— res an ſeine Stelle treten würde. In dieſem Falle würden die Ausgaben des niederen Volkes ſich bedeutend vermindern. Ganz in der Art kann und wird es nie— mals geſchehen. Es wird mancher Gulden anderweitig ausgegeben werden, welcher jetzt in die Hände der Wirthe und Brenner fließt. Allein daß viel erſpart werden könnte, zeigen andere Lander und Gegenden. So haben ſeit Ver— treibung des Fuſels in Irland die Sparkaſſen in kurzer Zeit mehrere Millionen von dem arbei— tenden Theile der Bewohner erhalten, ſo hat— ten in einer Stadt in Amerika die jungen Leute durch Entwöhnung vom Branntwein 21,000 fl. in wenigen Monaten erübrigt. Beiſpiele von einzelnen Perſonen und Familien liefert meine und jede andere Mä— ßigkeitsſchrift in Menge. Wenn aber auch mancher Fa— milienvater fuͤr ſein Schnapsgeld andere Nahrungsmittel ſich verſchaffen würde, ich glaube, er hätte ſeine Groſchen beſſer angewendet, als für ein jedenfalls entbehrliches, wo nicht ſchädliches Getränk. Hiermit ſind wir auf dem zweiten Punkte, welchen Einfluß die Abſchaffung des Branntweins auf den Geſund⸗ heitszuſtand des Volkes ausüben würde, gekommen. Bis jetzt gilt der Trank noch bei einem großen Theile der Be⸗ völkerung als ein faſt unentbehrliches Stärkungsmittel. Auch Herr Weller ſcheint theilweise dieſe Anſicht zu hegen. Ich erinnere wiederholt daran, daß der Branntwein erſt ſeit 100—200 Jahren als Getränk in Gebrauch gekommen iſt. In Nord⸗Amerika, in Irland, in Schweden und ich darf auch noch hinzufügen in Norddeutſchland und Schle⸗ ſien leben viele, viele Millionen Menſchen, welche dem Branntwein entſagt haben, warum ſollten es unſere Mitbürger nicht können? In den genannten Ländern herrſcht größtentheils eine größere Kälte, rauhere Witterung, als bei uns, die Bewohner leben in drückenderer Armuth, und können ſich noch viel weniger ein Erſatzmittel verſchaffen und dennoch ſind ſie zufrieden und preiſen Gott, der ſie von einem verderblichen Feinde erlöſte. Auch ich kann mich nicht hier in mediciniſche Erörterungen einlaſſen, die That⸗ ſachen mögen reden. Wohl wird mir Mancher die Ent⸗ behrlichkeit zugeſtehen wollen, aber zweifelnd ſein Haupt ſchuͤtteln, wenn ich auch den mäßigen Genuß für nachtheilig auf die Geſundheit erkläre. Herr Weller beruft ſich auf die allgemeine Gewohnheit, täglich ein Schnäpschen zu nehmen und auf den kerngeſunden Zu⸗ ſtand unſerer Landbewohner. Thatſachen gegen Thatſachen. Die Zahl der Aerzte hat ſich ſeit mehreren Jahrzehnten außerordentlich vermehrt, wie jeder bejahrte Mann zu er⸗ zählen weiß, die Bevölkerung iſt ebenfalls aber nicht in gleichem Maße gewachſen, und doch haben die meiſten Doctoren hinlängliche Beſchäftigung. Sollte das nicht auf Vermehrung der Krankheiten ſchließen laſſen? Gehen wir noch weiter in die Vorzeit zurück und laſſen uns von der Kraft und Geſundheit der alten Deutſchen erzählen, wie elend und ſchwach ſteht unſer jetziges Geſchlecht im Ver⸗ gleich mit unſeren Vätern da? Oder meint ihr, es wäre auch damals, ſo viel wie heute die Rede von Engbruͤſtig⸗ keit, kurzem Athem, Andrang des Blutes nach dem Kopfe, Herzklopfen, verdorbenem Magen, Appetitloſigkeit, Aufſto⸗ ßen, Zehrung in verſchiedenen Geſtalten und mit mancher⸗ lei Namen von Schlagfluß, Scropheln, der goldnen Ader u. ſ. w. u ſ. w. Sollte dieſer Zuſtand ein naturgemäßer ſein? Sollten dieſen zahlloſen Uebel in der urſprünglichen Einrichtung Gottes und nicht in den Verirrungen der Menſchen ihre Urſachen finden? Nehmen wir die Sterbe⸗ regiſter zu Hülfe, wie wenige überſchreiten die Hälfte eines Jahrhunderts? Wie raſch werden von jetzt an die Reihen der Altersgenoſſen gelichtet? Wie viele muß ein Sechszi⸗ ger von ſeinen Bekannten zu den Geſtorbenen zählen? Ein Siebziger ſteht oft vereinzelt, wie hier und da ein Baum in einem abgehölzten Walde ſtehen bleibt. Ob in vergangenen Jahrhunderten das Verhältniß ein viel günſti⸗ geres geweſen ſei, darüber will ich nicht entſcheiden aus Mangel an näheren Notizen, nur das füge ich hinzu, daß Beiſpiele von außergewöhnlich hohem Greiſenalter nur bei den Naturvölkern, welche unſere verfeinerte Lebensweiſe nicht kennen, angetroffen werden. Wer ſollte es noch läug⸗ nen, daß die Geſundheit auch der großen Maſſe bei uns in vieler Beziehung eine beſſere ſein könnte? So verblendet bin ich nun nicht, behaup⸗ ten zu wollen, daß das gebrannte Waſſer einzig und allein als die Urſache dieſes Zuſtandes anzuſehen ſei, allein daß er nebſt anderen diätetiſchen Fehlern dazu beiträgt, davon * 214* ſich ankaufen, oder von Zeit zu Zeit einen beſſeren Trank bin ich ſo ſehr, wie von meinem Leben, uͤberzeugt. Ich kann mir nicht denken, daß ein Getränk, welches/ oder J Giſt enthält, auch in geringen Portionen ganz ohne Nachtheil genoſſen werden könne. Der Kartoffel ſchnaps hat außer dem noch das ſchädliche Fuſelöl, nicht ſelten Blauſäure; durch die kupfernen Blaſen wird der Branntwein bis weilen mit Grünſpan vermiſcht, betrügeriſche Wirthe und Brenner ſuchen ihn durch ſpaniſchen Pfeffer und dergl. zu verſtärken. In mehreren amerikaniſchen Städten iſt beobachtet worden, daß ſeit Einführung der Mäßigkeitsgrundſätze die Sterb⸗ lichkeit beſonders unter den erwachſennen Man⸗ nesperſonen ſich vermindert habe. Bei den Ma⸗ növern der hannövriſchen, oldenburgiſchen u. ſ. w. Solda⸗ ten erhielten 20,952 Mann Branntwein von ihren Regie⸗ rungen gereicht, ſie hatten 472 Kranke oder 1 auf 45; da⸗ gegen erhielten 7107 keinen Schnaps, ſie hatten nur 79 Kranke oder 1 Mann auf 90. In der Stadt Albani in Amerika ſtarben von 25,000 Perſonen, welche Branntwein tranken, an der Cholera 336 oder 1 von 74, während von den 5000 Mitglieder des Mäßigkeitsvereines nur 2 der Seuche unterlagen oder 1 von 2500. Bei den wilden Naturvölkern hat es ſich vielfach beſtätigt, daß durch Ein⸗ führung des Branntweins ihre Kraft gebrochen, ihre Geſundheit zerrüttet und die Sterblichkeit vermehrt worden ſei. Sie belegen daher dieſen Trunk mit dem bedeutſamen Namen Feuerwaſſer. Vergl. S. 56 meines Schriftchens. Ein inländiſcher Arzt behauptete auf vieljährige Erfahrung ſich ſtuͤtzend, daß über die Hälfte der Menſchen, wenn ſie vom 20. Jahr an täg⸗ lich auch nur ein Glas des flüſſigen Giftes genöſſen, um 10 Jahre ihr Leben verkürzen Wurde. In meinem öfters angeführten Schriftchen ſind S. 44, 58, 133 und folgende viele Zeugniſſe von Aerzten aus verſchiednen Ländern an⸗ geführt, welche alle die Entbehrlichkeit des Branntweins behaupten und erklären, auch in geringem Maße könne er. bei täglicher Wiederhohlung nicht ohne verderbliche Folgen bleiben. Seit dem ſind mir 125 verſchiedene Gut⸗ achten deutſcher Aerzte und die einfachen Erör⸗ terungen von mehr als 1000 zu Händen gekom⸗ men, welche das Ausgeſprochene beſtätigen und naher er⸗ klären. Namentlich weiſen ſie auch darauf hin, daß andre Krankheiten, Fieber und dgl. bei dem, der ſeinen Naturzu⸗ ſtand durch Branntweingenuß verdorben habe, ſchwerer zu heilen wäre. Fügen wir denn hinzu, wie Viele durch über⸗ mäßigen Genuß eines frühen Todes ſterben, wie Viele im Rauſche durch Unglücksfälle ihr Leben verlieren.(Erſt neu⸗ lich wurden 3 aus hieſiger Gegend erwähnt,) wie Viele dadurch dem Selbſtmord in die Hände fallen u. ſ. w. ſo werden wir einen richtigen Maßſtab haben, den Einfluß des Branntweins auf die Geſundheit des Volkes beurtheilen zu können. Daß einzelne feſte Stämme dem Sturmwind trotzen, widerlegt meine Behauptungen nicht. Ob ſie aber nicht noch beſſer ſich befinden, ob ihr Alter ſich nicht noch höher ohne Branntwein belaufen werde, mag ein Jeder bei ſich ſelber bedenken. Kürzer kann ich mich nicht faſſen, wenn ich nun ſchließlich noch den Einfluß des Branntweins auf die Sittlichkeit zu ſchildern ſuche, zumal da Weller ſelbſt erklärt, daß durch Vertauſchung des Branntweins mit einem anderen Getränke das Volk wieder ſittlich und beſſer werde. Ich will nicht einſtimmen in die Klage derer, die für eine ganz beſonders böſe Zeit die unſere halten. Doch was offen hervortritt wer ſollte das läugnen? Die Zucht⸗ und Beſſerungshäuſer ſind allenthalben gefüllt. Nach den übereinſtimmenden Erfahrungen der tüchtigen Unterſuchungs⸗ richter werden die ſchwerſten Verbrechen wie Mord u. ſ. w. uͤber die Hälfte in der Trunkenheit begangen, bei den an⸗ 983) petzinger fannt wor. Auſpruͤche aufgeforde dee bei Ver ſchluſez gehörig Butz! Gr, He Gl. NU des zu meiſters wer de digeraug Alle nich derden f „ 215* dern iſt der Branntwein als eine mitwirkende Urſache zu betrachten, die Verdorbenheit der Dienſtboten und Taglöhner 5. Dem Burger und Ackermann Johann Wilhelm Schmidt ein Sohn, Hermann Rudolph, geb. den 1. April. Von Katharine Fuchs, Johs Schmidts Wittwe eine uneheliche Tochter, Margaretha, geb. den 31. März. Dem Bürger und Schneidermeiſter Jacob Schmidt von Eliſabethe Kircher, Konrad Högels Wittwe, eine Tochter, Eliſabethe, geb. den 9. April. Dem Bürger und Gräflichen Jager Georg Adam Diehl ein Sohn, Ludwig Chriſtian, geb. den 24. April. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Konrad Röder ein Sohn Johs. Heinrich geb. den 22. April. Beerdigte: Adam, des Bürgers und Metzgermeiſters Konrad Weiſel ehelicher Sohn, alt 11 Jahre, 7 Monate und Anna Dorothea, weiland Conrad Friedrich Eberhard Bommersheim hinterlaſſene Wittwe, geborne Neunobel, alt 73 Jahre, 5 Monate und 19 Tage, f den 29. Chriſtine Charlotte, Daniel Thellin's Ehefrau, geborne Willenbücher, alt 64 Jahre, 2 Monate und 16 Tage, Katharine Eliſabethe, des Maurers weiland Chriſtian Bogenhardt hinterlaſſene Wittwe, geborne Chriſtlieb, alt 73 Jahre, 3 Monate und 1 Tag, f den 1. Mai. Margarethe, der Katharine Fuchs Töchterchen, alt 1 Monat und 12 Tage, 1 den 12. Mai. Friedrich, der Anna Katharine Schmidt Söhnchen, alt 8 Monate und 6 Tage, 7 den 14. Mai. iſt beinahe zum Sprüchworte geworden. Hat nun ein 3. Knecht u. ſ. w. außer ſeinen gewoͤhalichen Beduͤrfniſſen noch den Reiz der Gurgel zu befriedigen, bringt er die freien 10. Abendſtunden, die Sonntage, u. ſ. w. hinter dem Schnaps⸗ glaſe zu, was kann daraus Gutes entſtehen? Daß die Jugend ausgeartet wäre, und ſchwer in der Ordnung zu 10. halten ſei, darüber herrſcht faſt eine Stimme; betrachtet man ſie bei ihren Zechgelagen, wie auch die Ruhigſten 12. Zucht und Sitte verläugnen, ſo wird man den verderbli⸗ chen Einfluß des Branntmeins nicht abſtreiten wollen. Und nun die unglücklichen Ehen, die Scheidungen, welche die Trunkſucht veranlaßt, die ſchlechte Kinderzucht u. ſ. w. 1. dieſes muß der Vertheidiger des Branntweius erſt wegſchaf⸗ fen, wenn ich meine Anſicht mit der Seinigen vertauſchen 6 Tage, 1 den 29. April. ſollte. So lange aber dieſe und andere Uebel beſtehen, ſo 2. lange er die fruͤher erwähnten Thatſachen nicht zu läugnen vermag, ſo lange wiederhole ich das ſchon öfters ausgeſpro⸗ chene Wort: Es wäre beſſer, es wür de gar kein April. Branntwein getrunken, als daß er im Ueber⸗ 3. maaße genoſſen wird.(Schluß folgt.) 1 den 30. April. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Mai 1846. 4. i Laubach. Getrante: 14 Keine. b Getaufte: 40. 1. Dem Buͤrger und Landgerichts actuariats vicar Johs. 29. Matern eine Tochter, Johanna Maria, geb. den 10. Katharina, des Bürgers und Schreinermeiſters Frie⸗ drich Lehning eheliches Töchterchen, alt 4 Jahre und 20 Tage 1 den 26. Mai. April. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Sdietal ladung. (983) ueber das Vermögen des Ludwig Petzinger zu Langenhain iſt der Concurs er⸗ kannt worden. Es werden deßhalb Alle, welche Anſprüche an denſelben zu haben glauben, aufgefordert, dieſelben im Termin Freitag den 7. Auguſt l. J., 5 Vormittags 9 Ubr, bei Vermeidung des ſtillſchweigenden Aus- ſchluſſes von der Maſſe dahier auzuzeigen und gehörig zu begründen. Butz bach den 20. Juni 1846. Gr. Heſſ. Freibl. von Löwiſches Landgericht Mosler. Dr. Irle. Gläubiger Aufforderung. (101 ueber das hinterlaſſene Vermögen des zu Queckborn verſtorbenen Zimmer⸗ meiſters Johannes Müller hat Gr. Hof⸗ gericht zu Gießen den Concurs erkannt, weß⸗ balb alle, welche Forderungen oder ſonſtige Anſprüche irgend einer Art an das um 1138 fl. 4 kr. überſchuldete, nur 380 fl. 29 kr. be⸗ tragende Vermögen zu bilden beabſichtigen, hiermit aufgefordert werden, ſolche bei Mei⸗ dung des ſonſt ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe Donnerſtag den 27. Auguſt d. J., 1 Vormittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen. „Auch ſoll alsdann die Güte verſucht und über die Wahl eines Maſſepflegers, Gläu⸗ digerausſchuſſes u. ſ. w. verhandelt werden. Alle nicht verſönlich erſcheinende Liquidanten werden in Bezug auf die angedeuteten Punkte als der Mehrzahl der Erſcheinenden beitretend angeſehen werden. Grünberg den 21. Juni 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Bekanntmachung. (105) Vom 1. k. M. an wird die zwiſchen Friedberg und Nauheim beſtehende Boten⸗ poſt in eine zur Beförderung von Correſpon— denz und Päckereien beſtimmte Carioſpoſt um⸗ gewandelt und derſelben folgende Einrichtung gegeben werden. Abgang aus Friedberg: täglich 11 Uhr Vormiftags, nach Ankunft der Poſt von Caſſel und der Morgen-⸗Brief⸗ poſt von Frankfurt. Abgang aus Nauheim: täglich 12 Mittags, zum Anſchluß an den Frankfurt⸗Caſſeler⸗Morgen⸗Eilwagen, resp. an die um 2 Uhr Nachmittags nach Frank⸗ furt abgehende Poſt. Frankfurt a. M. den 21. Juni 1846. General⸗Direction der Großh. Heſſ. Poſten. In Abweſenheit des General. Poſt. Directors: Müller. Walter. vdt. Kölle. Gerſtenſchroth⸗ Lieferung für die Garniſon Butzbach. (1046) Da die Lieferung des Gerſten⸗ ſchrothbedarfs der Garniſon Butzbach vom Monat Auguſt an bis Ende dieſes Jahrs Donnerſtags den 16. dieſes Monats, Vormit- tags 10 Uhr, auf dem Wege der Soumiſſion in Accord gegeben werden ſoll, ſo wollen die zur Uebernahme dieſer Lieferung Luſttragenden ihre Soumiſſionen verſiegelt und mit der Aufſchrift„Gerſtenſchroth⸗ Lieferung betr.“ längſtens bis dahin in das am Eingange zum hieſigen Militär Verwaltungsbureau aufge⸗ bängte Soumiſſionskäſtchen einlegen, indem gleich nach Ablauf bemerkter Stunde ſämmt⸗ liche Soumiſſionen geöffnet werden ſollen. Die Lieferungsbedingungen, welche zugleich das Soumiſſionsverfabren enthalten, liegen von heute an zur Einſicht offen. Butzbach den 8. Juli 1846. J. A J. A. Cellarius, Oberquartiermeiſter. Grabenarbeit. (1047) Donnerſtag den 16. d. M., Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſoll die Herſtellung des Wie⸗ ſen⸗Entwäſſerungsgrabens in der Gemarkung Oſſenheim an Ort und Stelle wenigſtnehmend verſteigert werden. 5 8 Die Zuſammenkunft iſt am ſ. g. Röderberg. Bauernheim den 7. Juli 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Section Butzbach. (108) Die Lieferung von 200 Stück zweirädrigen Handkarren mit hölzernen Rädern und von 200 Stück Schiebkarten mit gußeiſernen Rädern wied Mittwoch den 22. laufenden Monats, Vormittags 10 uhr im Gaſthauſe zum Stern dahier öffentlich verſteigert. 5 5 Die Probeſtücke und die Verſteigerungsbe; dingungen können 8 Tage lang vorber auf meinem Bureau dahier eingeſehen werden. Butzbach den 7. Juli 1846. Der Großh. Sectſons⸗Ingenieur Meyer. Gras ⸗Verſteigerung. (1019) Nächſten Montag den 13. d. M., Vormittags 10 Ubr, soll auf biengem Math. bauſe das Heugras von eirca 43 Morgen Wie⸗ ſen(Pfingſtweide, Bleiche und Kreußzplacken) in einzelnen Abtheilungen, öffentlich an die Meiſtbietenden verſteigert werden. 5 Niederwöllſtadt den 9. Juli 18465. Der Grßh. 5 e o ſt. 8 Oeffentliche Ladung.“ Betreffend; In unterſuchungs⸗Sachen gegen Henrich Wüſt und Conſorten zu Vonhauſen wegen Körperverletzung. f (1050) Sobannes Bommersheim von Von⸗ hauſen, welcher kn, fraglicher Unterſuchung ver⸗ nommen werden ſoll und deſſen Aufenthalt bis jetzt nicht ermittelt werden konnte, wird hiermit aufgefordert, ſich binnen 14 Tagen von heute an vor Gr. Landgericht dabier ſoge⸗ wiß zu ſiſtiren, als er ſonſten ſteckbrieflich ver folgt werden wird.. Büdingen den 29. Juni 1845. Großh. Hess. Kreisrato des Kreiſes Büdingen 5 Dr.& pa mer. Bekanntmachung. (1031) Dienſtag den 14. d. M., Morgens Keübr, werden auf dem Bureau des Unter; zeichneten folgende Bauarbeiten öffentlich an die Wenigſtnehmenden. verſteigert: fl: 1 1) Weißbinderarbeit, veranſchlagt zu 24— 2) Bläatrarde t,„ 10— 3) Weißbinderarbeit ferner, veran⸗ ſchlagt zu 15 1 1 20 4) Schreinerarbeſt, veranſchlagt zu 120 5) Mauerarbeit, 2„ 80— 6) Zimmerarbeit,* 1 130 7) Schloſſerarbeit.„ 1 30 8) Sattlerarbeit, 5 511 9) Steinlieferung, 1,5 Klafter, ver⸗ 5 anſchlagt zu— 10) Steinſchlagen, 1,5 Klafter, veran⸗ ſchlagt zu 27— 11) Setzerlohn, veranſchlagt zu 2 40 12) Chauſſirung, Unterhaltung der Banquetten und Gräben, veran⸗ i ſchlagt zu 8 18 36 Oberwöllſtadt den 7. Juli 1846. Der Geßh. 8.4, Ani Sie l. t Nι¹ Privat Bekanntmachungen. Oſſenheimer Waͤldchen. S(4082) e f. 0 bei mir gut A 7 beſetzte Har⸗ e monie, und Tanzmuſik anzutreffen, wozu ich höflichſt ein⸗ lade A ehle. Selſerbrunnen bei Okarben. (1033) Aus beſonderer Veranlsſſung findet Sonntag den 12. Juli an hieſigem Mineral⸗ brunnen Harmonie⸗ und Tanzmuſik ſtatt, wozu die Freunde des geſelligen Vergnügens hier⸗ mit höflichſt eingeladen werden. Havenecker. Ein geräumiges Logis (1030 bat in der Wilhelminenſtraße zu vermiethen K G. Buchecker. Aufforderung an die Schuldner der Pfand⸗ u. Leihanſtalt zu Friedberg. (1033) Die Schuldner der Friedberger Pfandanſtalt, deren Pfänder bis jetzt verfallen e „ 216. ſind, werden aufgefordert, dieſelben bis zum 1. Sept, J. J. einzulöſen oder zu prolongiren, als ſonſt deren Verſteigerung ſtaktfinden ſoll. „Bemerkt wird noch beſonders, daß die Aus löſung, ſowie die Renovation nur an den da⸗ zu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch u. Samſtag, geſchehen kann. ö Friedberg den 7. Juli 1846. Fa a tz. Carl Klein. Anzeige. (10560 br. von Lersnar erlaubt ſich Perſonen, welche während meiner Verwaltung Forderungen an ihn haben, mit dem Bemerken abzuſpeiſen, daß der Gegenſtand bezahlt und verrechnet ſei. Daher erkläre ich dieſen Kunſt⸗ griff als unwahr und erdichtet, und fordere Alle auf, ihre Forderungen ſofort wie ich bei Hochlöblichen Landgerichte Groskarben klagend geltend zu machen.* f 5 g Okarben im Juli 1846. 1 18 7 Barr t h. Nauheimer Teichhaus. (1087) Sountag den 12. Juli iſt auf dem Nauheimer Teichbauſe Harmonie und Tanz muſik anzutreffen, wozu höflichſt einladet We Hendel. J. Wilh. Kratz, aus Seligenſtadt a. M., (1058) empfiehlt ſich mit allen Arten jun⸗ ger Sbſtbäume, Zier und Trauer⸗Bäumen auf Kirchhöfe und Anlagen und wilden und veredelten, jungen Setzlingen zum Anlegen von Baumſchulen, ſowie noch mit allen Arten Wald Pflanzen zu den billigſten Preiſen. Beſtellungen durch Briefe werden täglich g bei mir angenommen. Eine vollſtändige Brennerei (1039) bat zu verkaufen Nauheim. R. Thaler. 115 Gulden, 40600 Kirchenkapital, liegen gegen gericht ſiche Verſicherung zum Ausleihen bereit bei Oſfenheim den 7. Juni i846. philipp Väth, Kirchenrechner. Lehrlings Geſuch⸗ (1061) Ein mit den nöthigen Vorkennt⸗ niſſen verſehener junger Menſch kann unter vortheilhaften Bedingungen in einer hieſigen Handlung in die Lehre treten. Das Nähere bei der Expedition d. Bl. Nro. 15. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter bier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu⸗ tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inbalt: Ueber einige Sprüche des Prediger Salomo. S—— Frankfurter Gold-Cours vom 10. Juli. f Neue Louisd'or 4 11 5 Friedrichsd'or 9 49 ½ Holländiſche 10 fl. Stücke 9 57 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 9 33 Engliſche Souverains 11158 . Kirchliche Anzeigen zur die Pfandhaus Verwaltung 5, Sonntag nach Trinitatis d. 12. Juli. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: den Se ee Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Sell in r(Abendmahl.) 1800 28 Nett Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr pfarrvicor B aur. ö Dienſtag Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: a f Herr Candidat Preuſchen⸗ Fru chtereiſe 9 Jult S. Jult. 1. Juſt Fried⸗ 150 1771 Gattung. e berg Mainz gerau * g fl. kr. fl: kr. k. Walzen pr, Malter 49 3912121113— Korn„„ 930 845 9 20 Gerſte. be, 8-1 6139 710 e 55 Hafer„ Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 12. bis 18. Juli 1846. 2. Fried⸗ Butz⸗ E Brod ⸗Preiſe. berg. bach. S en nennen 1 Leib⸗Roggenbrog 34 21 2 2 2 7 N 663 4 7: 50 13 75 13 2 Lth. Milchbrod 137 — Waſſerweck 1** 5 N 4 — Gemiſchtes(Tafel⸗/ Brod 1(4¼[X15 Fleiſch⸗Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch äſtetes* 5 121— 1 gemäftete 8 10— „ Kühfteiſch kae 3 ; 6 gemäſtetes N 4 Rindſteiſch ungemäſetes 8 Nb l „ Kalbfleiſch 6— 6— „ Schweinenfleiſch 111216110— „Hammellleiſch 9—1 9— „ Schaaffleiſch 16— 5— „Wurſtvon blos Schweinen 13— 12 „ Gemiſchte Wurfſt 10——— 7 Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 20— 20— „ Schinken 16— 16— „Dörrfleiſch 15— 15— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 20— 20— „ Hammelsfett 15— 15— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Küchler. Die Polizei⸗Tare für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. 5 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg uff das wo Di mit Ent müßte Naſe de haͤuſern den. G bühr. A tet würde fegt kein eden wid wahrheit durch e Hausv gen. 2 Wenn m. Gratz meine U liche, on und für der Bra ſein, wer gubröd z Mauche f mien, Stück le 1 0 ale 10 90 d verſch Wan ann fein, Fauntwe