gen — SSR 22 SSI 1 — ier d SSSI SCS SS 151— Intelligenz⸗-Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——— 2 Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſaͤmmtliche Gr. Heſſ. Fuͤrſtl. und Graͤfl. Solmſ— Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Erhebung des Chauſſeegeldes an den Staats und Provinzialſtraßen. In Folge der eingetretenen Vollendung der ſeither im Bau begriffenen Staats- und Provinzialſtraßen iſt eine Ver⸗ änderung in der Zutheilung derjenigen Orte, an welchen ſich keine Chauſſeegelderhebung befindet, zu den zunächſt ge— legenen Hebſtellen nöthig geworden. In welcher Weiſe dieſe veränderte Zutheilung vollzogen worden iſt, kann ans einer von Gr. Oberfinanzkammer J. Section entworfenen Tabelle, welche ſowohl auf meinem Bureau, als auf jeder Hebſtelle zu Jedermanns Einſicht offen liegt, erſehen werden. Sie haben dieſes zur offentlichen Kenntniß zu bringen. Hungen den 4. März 1846. Finns. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 7 von 1846. I. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection, vom 26. Jan., daß— nachdem zwiſchen Oggersheim und Mannheim eine directe Fahrpoſt⸗ Verbindung wieder hergeſtellt worden,— um den Anſchluß des Mainz Landauer Poſtwagens an den Oggersheim-Mannheimer Poſtwagen zu erzielen, die Abgangszeit des erſteren aus Mainz von 10½ auf 9 Uhr Abends vorgerückt wurde.— II. Bekanntmachung Gr. Rechnungskammer, vom 29. Jan., die im Jahre 1846 für Beſoldungs-Naturalien zu bezahlende Vergütung betr. Der Mittelpreis aus den bei den Rentämtern der Provinz Ober— heſſen und auf den Fruchtmärkten zu Mainz und Worms in 1845 ge⸗ ſchehenen Verkäufen beträgt von einem Malter Waizen 10 fl. 40 kr., Korn 7 fl. 25, Gerſte 6 fl. 25, Hafer 4 fl. 4 kr., ſo daß hiernach und nach Maßgabe der Verordnung von 1. Febr. 1827(Reg.⸗Bl. Nr. 4) im lau⸗ fenden Jahre 115 fl. für 100 fl. Naturalien zu bezahlen ſind. Hierzu kommen als Vergütung für Holz von je 100 fl. Beſoldung 1 fl. 48 kr, berechnet nach Inhalt der Verordnung vom 13. Octbr. 1840(Reg. Bl. Nr. 26) und der Bekanntmachung in Nr. 35 des Reg.⸗Bl. von 1845.— „IX. Militärdienſtnachrichten: Am 31. Dec. 1845 wurde Rittmeiſter und Flügeladj. Prinz von Wittgenſtein zum Major er- nannt und dem Rittmeiſter v. Grancy in der Garde du Corps der Charakter als Maor ertheilt; ſodann der wechſelſeitige Tauſch der Haupt⸗ männer v. Göbel vom 2. und Wilkens vom 4. Inf.⸗Reg. genehmigt; am 7. Jan. dem Rittmeiſter à la suite Irhrn. v. Dorth der nachge⸗ den 11. Maͤrz ſuchte Abſchied bewilligt; am 14. der Acceſſiſt Haack bei dem Kriegsrech⸗ nungsbureau zum Rechnungsprobator, am 17, der Cadet Sanders im Garderegiment Chevauxlegers zum überzähligen Lieutenant dabei ernannt.— Butzbach im Februar 1846. Auf den Wunſch vieler Einwohner der Stadt Butzbach und der Umgegend wurde auch dahier die Feier des Peſta— lozzitages begangen. Aus Rückſicht auf Diejenigen, welche am 12. Januar der Feier in Frankfurt beiwohnen wollten, wurde unſere Feier auf den 19. Januar verlegt, und von den Lehrern des Bezirks an hieſige und auswärtige Schul⸗ freunde eine Einladung erlaſſen. Trotz des höchſt unfreund⸗ lichen Wetters war die Verſammlung bei Herrn Karl Becker im Deutſchen Hofe eine ſehr zahlreiche, und manche Auswärtige hatten ſich durch Wind und Regen nicht abhalten laſſen, den zum Theil weiten und beſchwerlichen Weg zurückzulegen. Die Verſammlung wurde mit dem Feſtgeſang:„Froh ſchlage heute jede Bruſt“ eröffnet; hierauf folgte eine Feſt— rede, welche die Bedeutung Peſtalozzi's in der Geſchichte der Erziehung hervorhob. Der beſonderen Bedeutung des Feſtes, dem Peſtalozzi dadurch ein Denkmal zu ſetzen, daß man ſeine Anſichten ausführe und verwirkliche, daß ſich alle Stände zum großen Werk der Erziehung die Hände reichen ſollten, und daß man ſich der verwahrloſten Jugend annehmen und für ſie Rettungshäuſer bauen wolle, wurde außerdem noch in manchem anſprechenden Trinkſpruch bei dem durch Frohſinn gewürzten Abendeſſen und in anregenden Geſängen gedacht. Man trennte ſich erſt ſpaͤt von einander und die Er— innerung der heiter verlebten Stunden iſt noch jetzt nicht verſchwunden; Manchem war auch wohl klarer geworden, daß Schule und Haus zuſammenwirken müſſen, um den Menſchen zu bilden und zu veredeln, daß namentlich die Erziehung nicht bloß Sache Eines Standes bleiben darf, ſondern daß ſie Volksſache, heilige Angelegenheit eines Jeden, der in einem auf Vernunft begründeten Staate lebt, wer— den muß. Wir ſprechen den Wunſch aus, daß es an ähnlichen Zuſammenkünften nicht fehlen möge; die Vater und Lehrer müſſen einander öfters ſehen; der Lehrer muß auch die Männer kennen lernen, welche ihm das koſtliche Kleinod, die zarten Kinderſeelen, anvertrauen, und dem Hausvater muß daran gelegen ſein, mit Dem ſich unterhalten zu kön— nen, der ja eine gleiche Aufgabe zu loͤſen hat, nemlich das Kind zum Menſchen, zum Bürger im Gottesreiche zu erziehen. .. % 78. Einmal wenigſtens im Jahr ſollte eine ſolche Feier ſein, an welcher ſich mehrere Gemeinden betheiligen könnten, ſo daß abwechſelnd auf dieſem oder jenem ſonnigen Platz, etwa unter Mitwirkung von Sängergeſellſchaften, die Leh⸗ rer mit den Eltern ihrer Kinder zuſammentreten und dadurch die Volksſchulen auch eine volksthümliche Bedeutung gewinnen. Aber die Kinder ſelbſt dürften hierbei nicht aus⸗ geſchloſſen ſein. f Für den Peſtalozziverein zeigt ſich hier eine ſehr rege Theilnahme, namentlich unter den Mitgliedern der beiden Geſangvereine, ein erfreuliches Zeichen, daß dieſe Anſtalten fuͤr Geſittung und Bildung mächtige Förderungsmittel ſind. Gegenwärtig haben dahier 120 Perſonen mit circa 40 fl. jährlichen Beiträgen ſich unterzeichnet. Es würde gewiß noch eine größere Anzahl ſich betheiligt haben, wenn der Aufruf zu Jedermanns Kenntniß gekommen wäre. Wir haben das Vertrauen zu dem regen Bürgerſinn der hieſigen Bewohner, welche bis jetzt noch nicht beigetreten ſind, daß es nur einer leiſen Anregung und einer nochmaligen öffent⸗ lichen Bekanntmachung bedarf, um auch ſie für den jungen Verein zu gewinnen. Beſonders thätig für den Peſtalozziverein können die Herrn Bürgermeiſter ſein, indem ſie Gelegenheit haben, ihre Ortsangehörigen zu reger Betheiligung zu ermuntern, haupt⸗ ſächlich aber, wenn ſie, unterſtützt durch dte Gemeinderäthe, im Namen ihrer Gemeinden beitreten, wie ja viele Gemeinden als ſolche dem landwirthſchaftlichen Verein oder anderen gemeinnützigen Anſtalten beigetreten ſind. Wenn frühzeitig der Verwahrloſung der Jugend entgegengetreten wird, wenn dafür geſorgt wird, daß die Kinder, welche ſo unglücklich ſind, von ihren Vätern in Zucht und gutem Beiſpiel vernachläſſigt zu werden, in Rettungshäuſern Tugend, Fleiß und Thätigkeit liebgewinnen ſollen, ſo haben die Ge⸗ meinden ſpäter weniger Taugenichtſe zu nähren, weniger Feld⸗ und Gartenfrevel zu befürchten ꝛc., und legen ein Kapital an, das reichlich verzinſt wird, hier und dort. Frühlingswehen durchdringt die Natur; möchte es auch Frühling ſein in den Herzen, daß die Saat des Guten, geſchützt durch Glaubensmuth und Begeiſterung für wahren Fortſchritt unter der Pflege einſichtsvoller Männer heran⸗ reife zu fröhlicher Erndte! Wetterauiſcher Peſtolozzi-Verein. Die Freunde des beabſichtigten und nun hinlänglich vorbereiteten Wetterauiſchen Peſtalozzivereins werden erſucht, ſich Mittwoch den 11. März zu einer Verſammlung in Friedberg einzufinden, worin die Statuten berathen werden ſollen. Als Lokal iſt der Verſammlung der Saal des Rath⸗ hauſes eingeräumt worden. Der Anfang iſt um 2 Uhr Nachmittags. F. Lauckhard. Curtman. Kirchenbuchs-Auszug vom Januar 1846. Friedberg. Getraute: 11. Johannes Bechſtein II., Bürger und Lederhändler da⸗ hier, des hieſigen Bürgers und Lederhändlers Jacob Bechſtein ehelich lediger Sohn und Anna Maria Eliſa⸗ betha Müller, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Weißgerbermeiſters Emmerich Müller ehel. ledige Tochter. 12. Wilhelm Chriſtoph Nies, Gr. Heſſ. penſionirter Ober⸗ lieutenant, des zu Gießen verſtorbenen Criminalgerichts⸗ Aſſeſſors und Hofgerichts⸗Advocaten Wilhelm Nieß ehe⸗ lich lediger Sohn und Katharina Wilhelmine Peſtel, des zu Bingen verſtorbenen Kaufmanns Georg Peſtel ehelich ledige Tochter. 25. Karl Friedrich Pinkert, hieſiger Bürger und Schneider⸗ meiſter, des weiland hieſigen Burgers und Schneider⸗ meiſters Peter Pinkert ehelich lediger Sohn und Anna Maria Beſt, geb. Kopp, des verſtorbenen hieſigen Buͤr⸗ gers und Dachdeckermeiſters Chriſtian Beſt hinterlaſſene Wittwe. 25. Ernſt Philipp Philippi, hieſiger Bürger und Gerber⸗ meiſter, des hieſigen Bürgers, Gemeinderaths und Gaſtwirths Philipp Philippi ehelich lediger Sohn und Eliſabetha Margaretha Engel, des hieſigen Bürgers u. Metzgermeiſters Chriſtoph Engel ehelich ledige Tochter. 25. Johann Nikolaus Rückert, hieſiger Bürger und Schuh⸗ machermeiſter, des weiland hieſigen Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Johannes Rückert ehelich lediger Sohn und Maria Eliſabetha Feudtner, des hieſigen Bürgers und Buchdruckers Peter Ludwig Feudtner ehelich ledige Tochter. 27. Georg Müller, Bürger zu Romrod und Kataſtergehuͤlfe zu Alsfeld, des Bürgers und Ackermanns Abel Müller zu Romrod ehelicher lediger Sohn und Philippina Margaretha Kram, des hieſigen Bürgers und Bäcker⸗ meiſters Friedrich Kram ehelich ledige Tochter. 29. Johannes Glaatz, Ortsbürger und Schäfer zu Rod⸗ heim, ehelich lediger Sohn des Schäfermeiſters Niko⸗ laus Glaatz zu Rodheim und Philippine Kroner, ehel. ledige Tochter des Stadtſchäfers Konrad Kroner dahier. Getaufte: 4. Eine uneheliche Tochter, Eliſabetha, geb. den 25. De⸗ zember 1845. i 8. Dem hieſigen Bürger, Küfer⸗ und Bierbrauermeiſter Heinrich Schutt ein Sohn, Heinrich Wilhelm, geb. den 26. Dezember 1845. b 8. Dem hieſigen Bürger und Bäckermeiſter Adam Rauſch eine Tochter, Anna Philippine, geb. den 24. Dec. 1845. 11. Dem hieſigen Bürger und Buchbindermeiſter Karl Chri⸗ ſtian Nagel eine Tochter, Katharina Eliſabetha Auguſte, geb. den 10. Dezember 1845. 18. Dem hieſigen Bürger, Metzgermeiſter und Wirth Jacob Nikolaus Müller ein Sohn, Karl Nikolaus, geb. den 31. Dez. 1845. 18. Dem hieſigen Burger und Glaſermeiſter Nikolaus Mylius eine Tochter, Urſula Maria, geb. den 7. Jan. 18. Dem hieſigen Bürger und Werkmeiſter der Tabaksfabrik von Morell u. Hertwig Georg Ferch ein Sohn, Karl Julius Wilhelm, geb. den 20. Dezember 1845. 19. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Konrad Fauſt eine Tochter, Anna Katharina, geb. den 3. Jan. 21. Dem hieſigen Bürger und Schneidermeiſter Alexander Gerhardt eine Tochter, Anna Maria, geb. den 10. Jan. 25. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Franz Albrecht Klein eine Tochter, Anna Regine Marie Louiſe, geb. den 22. Dec. 1845. ö Beerdigte: 10. Maximilian Fetten, Gr. Heſſ. Chauſſee-Gelderheber⸗ und, Ortseinnehmer⸗Vicar, alt 52 Jahre, 1 Monat und 29 Tage, 1 den 8. Jan. 18. Anna Katharina Gröninger, geb. Raab, des verſtorbe⸗ nen hieſigen Bürgers und Wirths Georg Gröninger hinterlaſſene Wittwe, alt 33 Jahre, 6 Monate und 9 Tage, 7 den 16. Jan. 20. Ein todtgebornes Söhnchen, geb. den 18. Jan. 26. Suſanna Bopp, geb. Weckerling, des hieſigen Bür⸗ gers und Bäckermeiſters Johann Heinrich Bopp Ehe⸗ frau, alt 37 Jahre, 5 Monate und 12 Tage, 1 den 24. Jan. — Bel 1150 omiſß fertag! gachfolg ahlung berſteig 922 tel 19 2 7 rie 331) tag ul hauſe b. mit de gebracht det ihr bus III Rechtsg Zug!. gedacht den N. ſtorben derung hierdur. Freifa aaberau uicht an Nid 224 Mieder Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Verſteigerung. 331) In Auftrag des Herrn Steuer⸗ ommiſſärs Bingmann dahier, werden Don⸗ nerſtag den 12. l. M., Morgens um 10 Uhr, nachfolgende Güterſtücke unter vortheilhaften Zahlungs⸗Bedingungen öffentlich meiſtbietend verſteigert, als:. Gemarkung Friedberg: 19 2 Viertel, 8 Ruthen,(171[IKlftr.) Gar⸗ ten am Fauerbacher Thor, Gemarkung Fauerbach II. 29 1 Morgen, 37½ Ruthen(387[IKlftr.) Acker ohnweit der Schlockergaſſe. Friedberg am 4. März 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter n Verſteigerung. (881) Donnerſtag den 12. l. M., Nachmit⸗ tags um 2 Ubr, werden in bieſigem Rath⸗ bauſe 60 Malter Korn von dem Fruchtvor⸗ rath des Auguſtiner Schulfonds öffentlich meiſtbietend verſteigert. Friedberg am 4. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Wen dern Aufforderung. (300) Forderungen an die Nachlaß maſſe des Gr. Bauaufſehers Karl Meyer von bier, über welchen der Concurs erkannt iſt, ſind Donnerſtag den 19. März, Nachmittags 2 Uhr, bei Strafe des ſtillſchweigend eintreten⸗ den Ausſchluſſes von der Maſſe anzuzeigen. Friedberg am 22. Februar 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Löw. Oeffentliche Bekanntmachung. (801) Die Adam Windeckers Wittwe zu Bellmuth iſt von Gr. Hofgericht zu Gießen fur eine Verſchwenderin erklärt worden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß dieſelbe ohne Zuſtimmung des ihr beigegebenen Curators Johannes Al— bus III. zu Bellmuth keine ſie verpflichtende Rechtsgeſchäfte vornebmen kann. Zugleich werden alle Diejenigen, welche an gedachte Adam Windeckers Wittwe oder an den Nachlaß ihres im vorigen Herbſte ver— ſtorbenen Ehemannes Adam Windecker For⸗ derungen oder ſonſtige Rechtsanſpruͤche haben, bierdurch aufgefoderk, ſolche in dem auf Freitag den 3. April l. J., Morgens 9 Uhr, anberaumten Termin bei unterzeichnetem Ge⸗ richt anzuzeigen. n Nidda am 20. Februar 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Bekanntmachung. 22%) Die Pflichtigen in der Gemarkung ledermörlen beabſichtigen, die der Freiherr— lichen Familie Löw von und zu Steinfurt in derſelben zuſtehenden, bei der nutznießlichen Theilung des von Löwiſchen Fideicommißber⸗ mögens aber dem Freiherrn Maximilian Löw von und zu Steinfurt zugefallene Grund— rente, als: 31 Mtr. 2 Sr. 3, Geſch. Korn, im Geld. anſchlage zu 5 fl. 40 kr. mit 178 fl. 50% kr. nach den beiden Geſetzen vom 27. Juni 1836 abzulöſen. 5 Unter dem Bemerken, daß dieſe Grund⸗ rente ſeitber von dem Vormunde der Söhne des verſtorbenen Freiherrn Maximilian von Löw Auguſt und Oskar Gr. Kreisrath Küch⸗ % 79. ler zu Friedberg bezogen worden iſt, werden daher alle bekannte und unbekannte Bethei⸗ ligten biermit aufgefordert, ihre etwaige Rechts⸗ anſprüche binnen zwei Monaten bei dem un⸗ terzeichneten Gericht um ſo gewiſſer anzuzeigen und zu begründen, als widrigenfalls, unter Ausſchluß derſelben, die Auszahlung des Ab— löſungskapitals an den oben genannten Vor⸗ mund der Berechtigten geſtattet werden wird. Butzbach den 14. Februar 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. MD er. Verpachtung. (3800 Donnerſtag den 12. März l. J., Mor⸗ gens um 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe zwei vor dem Fauerbacher Thore liegende und ein am neuen Friedhof ſich befindliches Grundſtück auf ein Jahr öffentlich meiſtbietend verpachtet.. Friedberg am 7. März 1846.. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben de r. Bekanntmachung. (355) Freitag den 13. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald 67 Stämme eichen Bau-, Werk. und Nutz⸗ holz(auserleſenes). an den Meiſtbietenden verſteigert werden, wozu Steigliebhaber einladet 5 Höch ſt an der Nidder am 3. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürger meiſter Meininger. Weßyſte ige tung (3560) Freitag den 13. d. M., Vormittags 9 Uyr, wollen die Kinder der verſtorbenen Johs. Zinels Wittwe erbvertheilungshalber durch den Unterzeichneten eine Parthie Kar- toffein, Stroh und ſonſt allerlei Hausgeräth— ſchaften meiſtbietend verſteigern laſſen, wozu Kaufliebhaber einladet 5 Wiſſelsheim den 9. März 1846. Der Großh. Heſſ. Beigeordnete Nürnberger. Holz ⸗Verſteigerung. (857) Dienſtag den 17. l. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll im Oſſenheimer Wäldchen das nachfolgende Holz, namlich: 11 Stecken buchen Scheitholz, Prügelholz, 30 7 8 Aſtreiſer, 5 30 5 eichen Durchforſtungsreiſer, 24„ gemiſchte Schneidelreiſer, oͤffenttich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 6. März 1846. Gräflich Solms-Rödelheim'ſche Forſtverwaltung. Verpachtung. (358) Dienſtag den 17. März d. J., Mor⸗ gens 11 Uhr, wird auf dem Rathhaus zu Cleeberg, hieſigen Amts, das daſelbſt 3 Stun— den von hier und Wetzlar und 1½ Stunden von Butzbach gelegene Burg und Rabenauiſche Gut der Freiherrlichen Familie von Bibra verpachtet. Dieſes Gut beſtehet in dem in 1843 neu erbauten Herrſchaftsbauſe mit vorzüglichen ge— wölbten und in Stein gehauenen Kellern, vollſtändigen beſterhaltenen Scheuern, Ställen, Brennerei, und Brauerei-Local ꝛc., 220 Mor— gen mit mehreren Hundert, größtentheils in gutem Ertrag ſtehenden Ooſtbaͤumen bepflanz— ten Aecker, 50 Morgen zweiſchürigen Wieſen und einigen Morgen Gärten, größtentbeils in den beſten Lagen mit der Schäferei-Berechti— gung für 200 Stück in der ausgedehnten Ge— markung Cleeberg. Durch 17jahrige eigene Verwaltung iſt das Gut im beſten Zuſtande und ertheilt der Miteigenthümer Freiherr Friedrich von Bibra zu Cleeberg über die Be— 5 und ſonſtigen Verhaͤltniſſe jede Aus- kunft. Uſiggen den 7. März 1846. Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Prodigalitäts Erklärung. (339) Nachdem Georg Lenz von Grüningen von Gr. Hofgericht der Provinz Oberheſſen pro prodigo erklart worden, ſo wird ſolches unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht daß in Zukunft alle von demſelben ohne Zuſtimmung ſeiner Curatoren Wilhelm Hobeler II.(Schneider) und Karl Fey von Grüningen abgeſchloſſen werdende Rechtsge— ſchaͤfte unverbindlich ſind und keinerlei recht— liche Folgen daraus hergeleitet werden können. Gleichzeitig werden Alle, welche Forderungen irgend einer Art an Georg Lenz machen zu können glauben, hierdurch aufgefordert, ſolche ſogewiß binnen 4 Wochen a doto hier anzu— zeigen, als ſonſten dieſelben bei dem aufge— nommen werdenden Inventar werden unbe— rückſichtigt gelaſſen werden. Hungen den 2. März 1846. Grßh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Hensler. Bekanntmachung. (360) Freitag den 13. d. M., Morgens 8 Uhr, werden im Hochweiſeler Gemeindewald, Reviers Hochweiſel, in den Diſtrikten Hanger⸗— igenberg, Großer Hausberg und Naſffenfleck, folgende Holzſortimente, als: 15 18% Stecken buchen Scheitholz, 20 3 77„ Prügelholz, 2„ Stockbolz I. Kl. 49 6 4„5 erlen Scheitholz, 5) 450 Wellen Buchenholz, 6) 2725. Erlenholz, 7) 1088 7 Eichen-, Birken, und Nadelholz, 80 1 eichen, 1 buchen, 1 birken und 76 erlen Bau-, Werk- und Nutz⸗ bolz Stämme, 9) 25 Birken, 6 Erlen-⸗ und 1800 Kie⸗ fern⸗Stangen, 10) 310 Geb. birken Nutzreiſig, zu Beſen geeignet, und 11) 50 Ginſter⸗ Wellen an den Meiſtbietenden verſteigert. Der Zuſammenkunftsort iſt im Diſtrict Hangerigenberg, wo die Verſteigerung zur er⸗ wähnten Stunde angefangen wird. Hochwefſel am 5. Marz 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter e Holz-Verſteigerung. (861) Donnerſtag den 12. Maͤrz d. J., des Morgens um 9 Uhr, ſollen in dem Pohlgönſer Gemeindewald, Diſtrikts Heidelberg, nachfol⸗ gende Holzſortimente als: 1) 2½ Stecken eichen Schichtenbolz, 2) 24„buchen Stockbolz, 3) 7½%„ eichen Stockholz, 4) 150 Stück gemiſchte Wellen, 5) 11 Stämme eichen Bauholz, welche 1635 Cubifuß enthalten, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver— ſteigert werden. ö Die Zuſammenkunft iſt bei dem Holz an dem Heidelberg. 8 pohlgöns am 4. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schö pff. Holz ⸗Verſteigerung. (362) Dienſtag den 31. März d. J., Morgens 11 Uor und etwa den folgenden Tag werden in dem Cleeberger Gemeindewald im Diſtrikt Altwald 3. Theil f 5% Klafter buchen Prügel“, 0 1 f 0 1 1 U I 0 . 1 —— —— ——. —— 10 Klafter eichen Scheit⸗, 3„„ Prügel⸗ und „„ Lagerholz, % eerlen Holz, 77 Karrn Loosholz, 11 Klafter Erdſtöcke, 125 Stück Wellen, 23„ buchen Leiterbaͤume und Ge⸗ rüſthölzer und 2⁵„ erlen Leiterbäume und Gerüſt⸗ g hölzer, ſe wie 13 eichen Bauholzſtämme, circa 780 Cbf. verſteigert. Uüſingen den 2. März 1846. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Holz Verſteigerung. (863) Freitag den 13. März, Morgens 1 Uhr, werden im Communalwald der Gemeinde Niederweiſel, Diſtrikt lichte Eich, Hangelſtein und Suderwald: 8 (Brennholz) 15 2½% Stecken buchen Scheitholz, 2 27.„ Prügelholz, 3 8„ erlen Scheitholz, 4) 13%„ eichen, erlen u. aspen Prü⸗ gelholz, ſowie Hainbuchen, 5) 26„ erlen und aspen Stockholz, 6) 2675 Stück verſchiedene Wellen, 100„ Dorn⸗-⸗Wellen, (Werkholz) 7) 8 Stück buchen Achſen, 8) 33„ eichen* 9) 24 erlen„ 10) 8„ Meichen und erlen Stangen und Wetter, 11) 17„ erlen und aspen dergl. 12) 572 verſchiedene fichten Stangen, 13) 2 Stecken eichen Werk⸗Scheitholz, an Ort und Stelle, unter den alsdann eröff⸗ neten Bedingungen meiſtbietend verſteigert. Niederweiſel am 5. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hau b. d Nινοιι Privat⸗ Bekanntmachungen. Zum Verkaufen. (346) Eine zweiſpännige, in gutem Zu⸗ ſtande ſich befindende, moderne Chaiſe, ein neuer zweiſpänniger, mit eiſernen Achſen ver⸗ ſehener und mit naſſauer Eiſen beſchlagener Wagen und 2 eiſerne Achſen ſind zu verkau⸗ fen bei Salamon Schwab. Friedberg den 3. März 1846. 40 Malter Wicken (3600 von guter Qualität, bietet der Unter⸗ zeichnete zum Verkaufe an; auf Verlangen werden auch einzelne Malter abgegeben. Vilbel den 7. März 1846. Simon, Poſthalter. Aufforderung. (368) Etwaige Forderungen an meinen ver⸗ ſtorbenen Bruder Th. Hanſtein wolle man unfehlbar innerhalb 14 Tagen an mich ein⸗ reichen. Gießen den 7. März 1846.. J. H. Hanſtein, Großh. Heſſ. Reallehrer. 255 Gulden, (866) Vormundſchaftsgeld, liegen gegen eine gerichtliche Obligation zu 5% zum Ausleihen bereit bei 5 Lich den 8. März 1846. Chriſtian Albohn, Vormund. , 80. (170 Nachrichl für Reiſendt nach Nordamtrika. Special⸗Agentur der Poſtſchiffe zwiſchen Havre und New-Pork. Verzeihen der regelmäßigen Havre-New⸗Vorker Poſtſchiffe, welche für die Monate Marz und April l. J. abfahren. — in Verbindung mit den rheiniſchen und Burgund Wotton. 763 1. Jop, diess 8 Zurich... Thompſon.. 875 1. Namen 8 Abfahrt holländiſchen Dampfſchiffen 2— von von von der Capitaine. S von 5 Frankfurt, 5 S n i Poſtſchiffe. Havre. Rotterdam. 5. e Bingen Gernsheim. Louis⸗Philippe Caſtoff. 794 8. März 4. Mär 1. März 28. Februar St⸗Nicolas J. B. Pell 81116.„ 12. 1 l 75 Marz Duch. d'Orleans J Richardſon.. 79824. Dnei da J. Junk 791 16. Emerald. Howe 4518 24. 1 20.„ 160 15.* April 27. 5 8 1 4. April 30.„ 29. 5 12. 9. April 8. April 6 20.„ 17 16.„ Mai 27. 24. 5 28 Obige für die Monate März und April bezeichneten Poſt⸗ oder Paketſchiffe gehören der einzig und alleinig beſtehenden, von ſämmtlichen deutſchen Konſuln und ſtädtiſchen Behörden in Havre als ſolche anerkannten Poſtſchiffslinie an, und fahren das ganze Jahr hindurch regelmäßig zwiſchen Havre und New-Nork den 1., 8., 16. und 24. eines jeden Monats hin und zurück. Fuͤr New⸗Orleans fahren die gekupferten Dreimaſterſchiffe, I. Kl. alle 10 Tage während der Monate März und April ab. ſter ſchiffe,. Mainz den 4. Februar 1846. Washington Finlay, Haupt⸗ und Special⸗Agent der regelmäßigen Poſtſchiffs⸗Verbindung zwiſchen Havre und New⸗Jork. NB. Es iſt durchaus nothwendig, daß die Paſſagiere wenigſtens einen Tag vor den im Fahrplane feſtgeſetzten Abfahrttagen ſich in Mannheim, Mainz, Bingen ꝛc. einfinden. Näheres ertheilen meine Agenten die Herren Werner Ramſpeck jun. in Alsfeld, S. Blumenthal in Beerfelden,(Odenwald) J. Rauth jun. in Höchſt(Odenwald) J. G. Appel in Gießen, C. W. Reh in Darmſtadt. Noch 80— 100 gute Weber (367) können anhaltend gute Arbeit gegen angemeſſenen Lohn erhalten, in der Halb. wollen⸗Waaren⸗Fabrik von Ernſt von Za⸗ biensky in Vilbel. 1000 Gulden (368) auf liegende Güter, welche getrennt und nur in hieſigem Landgerichtsbezirk abgegeben werden, liegen bei mir zum Ausleihen bereit. B. He ſch t. PVorzügliches Brodmehl, (369) ſowie Seegerſte iſt zu haben bei Großkarben im März 1846. 0 J. L. May, Sohn des Samuel May. Ein Stall, (38710) von 2 Stock, 40 Fuß Länge und 20 Fuß Weite, nebſt noch einem Anbau; iſt auf den Abbruch zu verkaufen. Das Naͤhere iſt zu erfragen bei Gaſtwirth Holzapfel in Altenſtadt. Ein heizbares Zimmer 371) hat zu vermiethen 5 f Lehrer Bauer. Holz⸗Verſteigerung. (3712) Montag den 16. März d. J., ſollen in oem Freiherrlich von Rothſchildiſchen Wald⸗ diſtrict Altenberg bei Rodheim a) 150 Stück birken Werk⸗ und Nutzholz⸗ Stangen, b) 2050 birkene Prügelwellen, c) 1450 aspen desgl. Prügelwellen, d) 450 buchene Wellen von 1820“ Länge, e) 400 Saalweiden desgl. lange Wellen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Es wird noch bemerkt, daß die letzteren Wellen ſich vorzüglich zur Einfriedigung der Gärten und zu Bohnenſtangen eignen. Die Zuſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr im Altenberg am Weg von Rodheim nach Okarben. Okarben den 7. März 1845. Hilgenreiner. A n z e i g e. (373) Neuen Nord⸗Lappertan a fd. 10 kr. alten 0„„ öGekr. Stockfiſche„%„ er. Malaga⸗Sardellen„% 40 kr. J. Jöckel in der Burg. verkauft Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. an Bett 1 der Na Geſetze ace Buch Sie dana⸗ tigkei 1 ſtück e eine wei gräbt wenn N Kreil Betre Verzei heſſen M Ih. ac