2 110 2 Intelligenz- Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1846. Die Großherzoglich Heſſiſche Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg u. Gruͤnberg an die Großh. Bürgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Die Theuerung der Lebensmitteln. Bei der herrſchenden Theuerung der Lebensmittel hat die Höchſte Staatsbehörde es für zweckmäßig gehalten, der ärmeren Klaſſe namentlich auch durch öffentliche Gemeinde— Arbeiten Gelegenheit zum Verdienſt zu verſchaffen. Wir for⸗ dern Sie daher auf, die Vorarbeiten für ſolche öffentliche Gemeindearbeiten, welche bereits in den Gemeinden-Voran— ſchlägen vorgeſehen ſind und wozu die Mittel disponibel erſcheinen, oder in der Kürze disponibel gemacht werden können, ſo zu beſchleunigen, daß die Arbeiten ſelbſt moͤglichſt bald in Ausführung gebracht werden. Friedberg und Grünberg den 5. Febr. 1846. Küchler. Ouvrier. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß nur allein die Hengſte von Johannes Fiſcher I. zu Hutz— dorf und des Jacob Eigenbrod zu Oberwegfurt, Kr. Alsfeld, als zur Zucht tauglich erkannt, dagegen derjenige des Hein— rich Langlitz III. von Oberſeemen für untauglich erachtet worden iſt. Zugleich wird verordnet, daß außer den tauglich er— kannten Hengſten keine weiteren von Privatperſonen und insbeſondere nicht der oben bezeichnete untaugliche Hengſt zum Bedecken von Stuten bei Meidung einer den Contra— venienten treffenden Strafe von 3 fl. bis 5 fl. verwendet werden dürfen. Die Gr. Bürgermeiſter, Gensdarmen und ſonſtige Po— lizeiofficianten haben auf den Vollzug dieſer Bekanntmachung zu achten und jede Zuwiderhandlung zur Anzeige zu bringen. Friedberg, Grünberg und Hungen den 19. Januar 1846. Die Gr. Heſſ. Kreisräthe der Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen Küchler. Ouvrier. Follenius. Kreisrath des Kreiſes Friedberg an die Gr. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes und die Poli⸗ zeicommiſſäre zu Engelthal und Wickſtadt. Betreffend: Die Vornahme der Feuerviſitation in den Orten des Krei⸗ ſes Friedberg für das Jahr 1846. Unter Bezugnahme auf die früher gegebenen Vorſchriſ— ten in Nr. 42 des Intelligenzblattes von 1835 und Nro. 35. von 1837, weiſe ich Sie an, alsbald für das Jahr 1846 die Feuerviſitation mit den Feuergeſchwornen vorzunehmen. Binnen 6 Wochen ſehe ich der Vorlage der Protocolle entgegen. Friedberg den 14. Februar 1846. Küchler. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Bezirks Schotten an die Gr. Bürgermeiſter dieſes Bezirks. Ich finde mich veranlaßt, Sie auf die allerhöochſte Verordnung vom 8. März 1834 aufmerkſam zu machen, wornach es den Domänenboten, Rentamtsdiener und Mahn— boten unterſagt iſt, herrſchaftliche Gelder einzunehmen, und wornach die Reſtanten, welche ſolche Zahlungen leiſten, da— durch von ihrer Verbindlichkeit gegen die Rentamtskaſſe nicht befreit werden, ſondern zur Zahlung an dieſelbe angehalten werden können. Sie wollen Ihre Ortsangehörigen auf dieſe höchſte Verordnung aufmerkſam machen und ihnen bemerken, daß das Executionsperſonal in keiner Weiſe von mir beauftragt ſei, Zahlungen in Empfang zu nehmen. Sollte bei Pfän— derverſteigerungen, um dieſe abzuwenden, die Schuld nebſt Koſten bezahlt werden wollen, ſo ſind die Herrn Buͤrger— meiſter reſp. Beigeordneten hiermit erſucht, das Geld bei ſich deponiren und ſolches verſiegelt durch den Rentamtsdie— ner oder Mahnboten mir zukommen zu laſſen, in ſo ferne Sie nicht verziehen, das Geld mir ſelbſt zu behändigen, oder durch andere ſichere Gelegenheit zu überſenden, was aber jedenfalls binnen 8 Tagen nach der Depoſition ge— ſchehen muß. Schotten den 4. Februar 1846. Prätorius. „ 46* Aus Hberheſſen, im Januar. Auf den Grund der von den Gr. Kreisräthen und den landwirthſch. Bezirksvereinen erhobenen Notizen hat der Aus⸗ ſchuß des landw. Vereins von Oberheſſen in ſeiner Sitzung am 24. Nov. 1845 nachſtehenden Herren Bürgermeiſter n die landwirthſchaftliche Verdienſtmedaille 2. Cl., fuͤr beſondere Verdienſte in Förderung der landwirthſchaftlichen Jutereſſen ihrer Gemeinden, zuerkannt: 1) Brgmſtr. Stock zu Aulendiebach, Kr. Buͤdingen, der trotz der kuͤrzeren Zeit ſeiner Wirkſamkeit durch Beurbarung von Gemeinde⸗ ländereien, Planirarbeiten, Herſtellung der Ortsſtraßen und Vicinalwege, und beſonders durch größere Obſtbaumanlagen ſehr Vieles geleiſtet hat;— 2) Brack zu Altenſtadt, Kr. Friedberg, der ſich beſonders durch ſeine große Sorgfalt für Beförderung der Wieſencultur, in Anlegung und Unter- haltung von Entwäſſerungsgräben und Eindämmung des ganzen Laufes der Nidder zur Verhütung von Ueberſchwem⸗ mungen, gleichwie durch Anlage einer ſehr nutzbringenden Gemeindebaumſchule und Förderung der Obſtbaumzucht im Allgemeinen namhafte Verdienſte erwarb;— 3) Otto zu Beuern, Kr. Gießen, welcher bei der Anlage von Be- und Entwäſſerungen, von Obſtbaumpflanzungen, beim Vicinal⸗ meſſung mit ganzlich neuer Feldeintheilung und theil⸗ weiſer Conſolidation durch ſeine thätige Mitwirkung ſich ausgezeichnet hat;— 4) Reitz zu Bernsfeld, Kr. Gruͤn⸗ berg, der ſich durch Ortsſtraßen⸗ und Vicinalwegbau, durch Verbeſſerung des Duͤngerweſens, wie der Obſtbaumzucht, durch zweckmäßige Be⸗ und Entwäſſerungsanlagen und durch Vergrößerung und Arrondirung des Gemeindewaldes beſon⸗ ders verdient gemacht;— 5) Tempel zu Eberſtadt, Kr. Hungen, welcher ſich durch gutes Beiſpiel ſeit einer langen Reihe von Jahren um die Verbeſſerung der Landwirthſchaft uberhaupt, insbeſondere der Gemeindeguͤter durch beſſere Wieſencultur und Obſtbaumzucht, wie namentlich durch ſtrenge Handhabung der Feldpolizei und ſeine thätige Mit⸗ wirkung bei Gründung einer Viehverſicherungsanſtalt fuͤr den Kreis Hungen vielfaches Verdienſt erwarb;— 6) Karl zu Gedern, Kr. Nidda, wegen der in der Gemarkung Gedern ausgeführten landwirthſchaftlichen Verbeſſerungen im Allgemeinen zur Auszeichnung empfohlen;— 7) Wolf in Höringshauſen, Bezirks Vöhl, der ſich ſowohl durch Herſtellung der Ortsſtraßen und beſſere Benutzung der Ge⸗ meindegüter, als durch gute Handhabung der Feldpolizei, Anlagen von Be- und Entwäſſerungen, Unterhaltung der Feldwege, Reinigung der Wieſen von Geſträuchen u. ſ. w. wegbau und beſonders bei Ausführung einer Parcellenver⸗ ausgezeichnet hat. (Gr. Heſſ. Ztg.) Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. N Frucht Verſteigerung. (84) Von den Fruchtvorräthen des Kugel⸗ baus⸗ und Armenfondsſpeichers ſollen auf hieſigem Rathhauſe an nachbemerkten Tagen, Vormittags 11 Uhr, und zwar: Freitag den 13. Februar, 1„ 13. März, *„ 17. April, 1„ 22. Mai, „„ 19. Jun *„17. Juli jedesmal 27 Malter Korn und 42 Malter Gerſte öͤffentlich verſteigert werden. Butzbach den 19. Januar 1846. 5 Der Grßh. Heſſ. Burgermeiſter Seippel. Verpachtung. Kesre Auf freiwilligen Antrag der Frau eorg Menges Wittwe werden Donnerſtag den 12. Februar l. J., Morgens 10 Uhr, in hieſigem Rathhauſe ihr gehörende Immobilien auf ſechs Jahre öffentlich meiſtbietend ver⸗ pachtet, beſtehend in einer Hofraithe, Garten und Aecker. Das Verzeichniß der zu verpach⸗ tenden Immobilien liegt bei Herrn Schneider Carl Klein dahier bis zum Verpachtungster⸗ min offen. Friedberg am 5. Februar 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürg ermeiſter Bender. A (104) Jobann Heinrich Albert, Sohn der verſtorbenen Eheleute Peter und Margarethe Albert aus Niederbeſſingen erhielt bereits 1802 landesherrliche Erlaubniß, in den Kö⸗ niglich Preußiſchen Kriegsdienſt zu treten, ſoll auch wirklich eingetreten, ſeit der Zeit aber über Leben und Aufenthalt keinerlei Nachricht eingegangen ſein. Albert ſteht der⸗ malen im 60ſten Lebensjahre, ſein Vermögen iſt ſeither curatoriſch verwaltet worden und die Präſumtiverben, eine noch lebende Stief⸗ ſchweſter und die Kinder einer verſtorbenen anderen Stiefſchweſter, haben das Anſuchen geſtellt, daß ihnen ſolches gegen Caution über⸗ laſſen werde. Inſofern nicht binnen 3 Monaten von Heinrich Albert ſelbſt, oder andern Intereſſen⸗ ten, die näbere Anſprüche zu haben vermei⸗ nen, Einwand gegen die Gewährung erfolgt, wird dem Anſuchen gemäß verfügt und ver⸗ fahren werden. Hungen, den 14. Januar 1846.. Grßh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann.„ Edietalladung. (106) Forderungen jeder Art an dat Ver⸗ mogen des concursfälligen Heinrich Richber von Oberſeibertenrod ſind bei Meidung des ohne beſonderes Präcluſipdecret erfolgenden Ausſchluſſes von der Maſſe im Termin Donnerſtag, den 2. April d. J., Morgens 8 Uhr, anzumelden und richtig zu ſtellen und wird, unter dem Anfügen, daß die Maſſe des Deckung der Illaten Forderung der Frau zur Cridars und der Forderungen der Hypothekar⸗ Gläubiger nicht hinreicht, noch bemerkt, daß im Fall des Zuſtandekommens eines Ver⸗ gleichs die nicht perſönlich erſchienenen oder nicht durch zum Vergleichs ⸗Abſchluß Ermäch⸗ tigte vertretenen Gläubiger als demſelben bei⸗ getreten angeſehen werden. Ulrichſtein, am 20. Jan. 1846. Gr. Heſſ- Landgericht daß, Z im mer mann. Verſteigerung. (180 Die Lieferung von 440 Gebund Korn⸗ ſtrob, pr. Gebund zu 16 pfund, für das 2. Bataillon 4. Infanterieregiments, wird, unter Vorbehalt der Ratification, auf dem Sou⸗ miſſionswege in Accord gegeben. Soumiſſtonen hierüber ſind in das am Eingange des hieſigen Militär⸗Verwaltungsbureaus befindliche Käſt⸗ chen einzulegen, und es werden die eingehen⸗ den Soumiſſionen, in welchen die Forderung auf je 100 Gebund zu ſtellen iſt, am 13. d. M., Morgens um 10 Uhr, auf dem erwaͤhn⸗ ten Bureau eröffnet, wobei die Soumittenten oder Bevollmächtigte derſelben zugegen ſein können. Hierbei wird bemerkt: 1 a) daß die deßfallſigen Lieferungsbedingungen auf dem obengedachten Verwaltungsbu⸗ reau zur Einſicht offen liegen, b) daß bei den nicht erſchienenen Soumit⸗ zenten angenommen wird, daß ſie von ihren Forderungen nicht abgehen, e) daß an die Gebote der Soumittenten keinerlei Bedingungen oder Vorbehalte geknüpft werden dürfen. Die Herrn Bürgermeiſter der Umgegend Friedbergs werden erſucht, vorerwähnte Accord vergebung geeignet bekannt machen laſſen zu wollen. Friedberg den 4. Februar 5 J. A.? G6 lz, Oberquartiermeiſter. Edietalien. (128) Nach den gerichtlichen Pfandbuͤchern von Geilshauſen ſind von Eckhard Erbs jun. Eheleuten daſolbſt die Grundſtücke 63% Wieſe auf der Ruhbach wegen 122 fl. und 34 fl. den Eckhard Erb sen. Eheleuten laut Schuld- und Pfandverſchreibungen vom 9. April 1796 und 24. May 1800 und 2% Wieſe im Teſchengrund an Heinrich Kauß dem Vormund der Kinder ter Ehe, Eckhard Wagner wegen 50 fl. laut Obliga⸗ tion vom 14. Auguſt 1800 verpfändet worden. Die gegenwärtigen Beſitzer dieſer Grund⸗ ſtücke erkennen das Beſtehen dieſer Verpfän⸗ dungen nicht mehr an, haben ihre Abführung wahrſcheinlich gemacht und bei dem Abbanden⸗ kommen der darüber errichteten Schuld- und Pfandverſchreibungen um ihre Löſchung ge⸗ beſſere durch ge Mit, talt fuͤr D Karl 7 arkung agen im zolf in durch er Ge⸗ polizei, ng der . ſ. w. 0 e Kaſt⸗ ingeben⸗ rdetung 2 b. er wan mittenten jegen ſein ingungen fungsbu⸗ Sdumit, ſie don b uttenten erdehalte Inpegenb gctord. aſen zu beten. Auf ihr Anſtehn werden daher alle Diejenigen, welche aus dieſen Verpfändungen irgend Anſprüche bilden zu können glauben, diermit aufgefordert, ſie binnen 6 Wochen von beute an, ſo gewiß bei dem unterzeichne⸗ ten Gerichte anzumelden und zu begründen, widrigenſalls die extrabirten Verpfändungen für mortificirt erachtet und die darüber be⸗ ſtehenden Einträge in den Pfandbüchern ge⸗ löſcht werden ſollen. Grünberg den 23. Januar 1846. Großb. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt gehöriges patrimonialgericht der Frei⸗ berrn von Nordeck zur Rabenau. Welcker. Bücking. Edictal ladung. 29) Nachdem Großb. Heſſ. Hofgericht zu ſeßen über das Vermögen des Konrad Theiß zu Flenſungen den förmlichen Concursproceß erkannt bat, ſo werden alle diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrunde Anſprüche an nſelben zu haben vermeinen ſollten, biermit entlich aufgefordert, ſolche in dem auf Donnerſtag den 12. März d. J., Vormittags 8 Uhr, anberaumten Liquidationstermin bei Vermei⸗ dung des obne ein beſonders zu erlaſſendes Pra. duſivdekret erfolgenden Ausſchluſſes von der⸗ Concursmaſſe bei dem unterzeichneten Land⸗ gerichte anzuzeigen und zu begründen. Grünberg den 22. Januar 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Dr. Ortwein. Edictalladung. (133) Heinrich Völzing, im Hof, in Ober⸗ ſeibertenrod und deſſen Ehefrau, Anna Maria, geb. Roth, beſitzen keine genügende Erwerbs⸗ urkunden über ihre in den Gemarkungen von Oberſeibertenrod, Ulrichſtein und Bobenhau⸗ ſen gelegenen Immobilien. Auf ibren Antrag werden alle Diejenigen, welche Eigentbums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſprüche an dieſe Im⸗ mobilien, worüber Grundbuchs⸗Auszüge in der Landgerichts Regiſtratur zu Jedermanns Einſicht offen liegen, bilden zu können ver⸗ meinen, aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen vier Wochen, von heute, dahier geltend zu michen, widrigenfalls den Heinrich Pölzing's Cbeleuten eine ihr Eigenthum an fraglichen Immobilien beſcheinigende Urkunde zugefertigt wird. ulrichſtein am 28. Januar 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edietal ladung. 1360 In dem Gonterskircher Gerichts ⸗ und rtshypothekenbuch ſtehen noch die unter Art. 2858. Nr. 271 der Großb. Zeitung vom 30. September 1845 näber bezeichneten Hypothek einträge offen, obgleich es ſehr wahrſcheinlich gemacht iſt, daß die Capitalien abgetragen und die Verpfändungen alſo erloſchen ſind. Wer daher aus dieſen Verpfändungen be⸗ Rehungsweiſe den deßfallſigen Urkunden noch Rechte ableiten zu können glaubt, hat dieſelbe ſo gewiß binnen ſechs Wochen, von deute an, dier geltend zu machen, als ſonſt jene Ein⸗ träge für erloſchen erklärt und im Hypothe⸗ kenbuche geſtrichen werden. Gleichzeitig werden alle Diejenigen, welche nicht ſchon früher von dem be⸗ ſtellten Commiſſär, Actuariatscandi⸗ daten Bauer, ſpeciell aufgefordert worden ſind, oder demſelben ihre uUr⸗ kunden vorgelegt baben, gleichwohl eine rechtsgültige, auf irgend ein Objekt in der Gemarkung Gonterskirchen radicirte gericht⸗ liche Pfandurkunde beſitzen, hiermit vorgeladen, ſolche ſogewiß binnen obiger Friſt im Original, oder in beglaubigter Abſchrift dabier vorzu⸗ legen, als ſonſt etwaige Verpfaͤndungen in b „ 47 das neu zu errichtende Hypothekenbuch nicht aufgenommen werden und ſie ſich die deß falls entſtehenden Nachtheile ſonſt zuzuſchreiben haben. Laubach den 30. Januar 1846. Grßh. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhard. Edietalladung. (180 Jonas Keil, geboren den 12. Auguſt 1775, ein Sohn des Andreas Keil und deſſen Cbefrau Anna Dorothea, gebornen Albert zu Ettingsbauſen, entfernte ſich um das Jahr 1794 von Hauſe und ſind ſeitdem keine Nach⸗ richten von ihm eingelangt. Nach dem Ab⸗ leben der Andreas Keil'ſchen Cheleute nahm deren Sohn, Heinrich Keil III. zu Eltings⸗ hauſen, den Nachlaß derſelben in Beſitz und wurde ihm in der Folge, gegen Caution, der Antheil des Abweſenden gerichtswegen belaſſen. Auf Antrag dieſes Heinrich Keil III. werden nun Jonas Keil oder nähere Erben deſſelben aufgefordert, ſich binnen 3 Monaten bei un⸗ terzeichnetem Gericht zu melden, zu legiti⸗ miren und Anträge zu ſtellen. Nach fruchtloſem Umlanf des Termins wird die geſtellte Caution für erloſchen erklärt, in den Hppothekenbüchern ausgethan und das Vermögen des Abweſenden dem Heinrich Keil III. eigenthümlich uͤberwieſen. Lich den 27. Januar 1846. Grßh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Langericht daſ. Dittmar. Arbeits-Verſteigerung. (160) Freitag den 13. d. M., Vormittags um 10 uhr, ſollen die zur Einfriedigung des Gärtchens beim Schulhauſe erforderlichen U Arbeiten, uämlich: fl. kr. Maurerbeit, veranſchlagt zu 13 34 Schreinerarbeit,„ 5 28 44 Steinhauerarbeit,„„ 18— Schloſſerarbeit, 1* 2 40 Weißbinderarbeit.„. 26 30 öffentlich an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Steinfurth den 7. Februar 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſtet TD n. Oeffentliche Aufforderung. (1610 Das Großb. Hofgericht der Provinz Oberheſſen bat gegen den Ortsbürger Joban⸗ nes Weil III. zu Rockenberg den förmlichen Concursproceß erkannt und mit deſſen Leitung das unterzeichnete Landgericht beauftragt. Cs werden daher Alle, welche dingliche oder per⸗ ſönliche Anſprüche gegen denſelben reſp. gegen die Concursmaſſe geltend machen wollen, hier— durch aufgefordert, ſolche bei Vermeidung des ſonſt eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe in dem auf 6 Montag den 6. April d. J., Vormittags 9 Uhr, beſtimmten Liquidationstermin anzumelden und näher zu begründen. In demſelben Termin ſoll ein Maſſepfleger und ein Gläubiger⸗Ausſchuß erwählt, auch die Güte verſucht werden, weßbalb diejenigen, welche ſich durch Bevollmächtigte vertreten laſſen wollen, ihre Vollmachten auch, darauf zu richten haben, widrigenfalls ſie dem von der Mebrzahl der Erſchienenen gefaßt wer⸗ denden Beſchluſſe als beigetreten werden be— trachtet werden. Butzbach den 30. Januar 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Calmberg. Verpachtung. (162) Donnerſtag den 19. l. M., Morgens um 9 Übr, wird in bieſtgem Rathhauſe der, dem Auguſtiner Schulfond gehörende, in der Stadt liegende Obſtbaumgarten auf drei nach einander folgende Jahre meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 7. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Fruchtverſteigerung bei dem Rent⸗ amte Schotten. (163) Die 1845 Fruchtvorrathe auf den Speichern des Rentamts Schotten ſollen öffent⸗ lich dem Meiſtgebote ausgeſetzt werden. 1) Zu Schotten im Gaſthauſe zur Crone. Freitag den 13. d. M., Vormittags 10 Ubr, 7 Malter Korn, 4 Mltr. Gerſte und 3 Mltr. Hafer. 2) Zuulrichſtein im Stadtwirthshauſe. Samſtag den 14. d. M., Vormittags 10 Uhr, 11 Malter Korn, 10½½ Mltr. Gerſte und 27 Malter Hafer, ſodann einige Malter Waizen, etwa 15 Malter Gerſte, etwa 30 Malter Hafer und etwa 6080 Ctr. Heu. Schotten den 3. Febr. 1846. a Der Großh. Rentamtmann Prätorius. Bau-, Werk⸗ und Nutzholz⸗Verſteige⸗ rung in dem Gemeindewald zu Lang⸗ göns. (160 Montag den 23. Februar d. J., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeinde-Wald zu Langgöns, Diſtrict Jungenmark: 14 Stuck Eichen ⸗Bauſtämme, von 18-30“ Durchm. u. 20-78“ Lge. 21 Stück Eichen Bauſtämme, von 16-24“ Durchm. u. 35- 57 Lge. 36 Stück Eichen ⸗Bauſtäͤͤmme, von 5-18“ Durchm. u. 15-57“ Lge. 8 Stück Hainbuchen⸗Werkholzſtämme ver⸗ ſchiedener Art, 129 Cubikfuß Inhalt, 10 Stück Buchen⸗Werkbolzſtaͤmme verſchie⸗ dener Art, 105 Cubikfuß Inhalt, 45 Stück Cichen⸗Stangenhölzer, 7840 Cubikf. Inhalt, 9„ Buchen. 164 Cbf. 2„ Hainbuchen„ Inhalt 1 Kirſchbaum ceignet ſich vorzuͤglich zu Wagnerarbeiten) ſodann Tages darauf den 24. Februar d. J., des Vormittags 10 Uhr, im Diſtriet Haidt: 21 Stück Birken. Werkholzſtämme, 164 Cfß 197 29„ Kiefern 25. 12„ Birken und Stangenhölzer 213„ Kiefern 555 Cbkfß. 2„ Birken⸗Schiebkarrnsbäume öffentlich an den Meiſtbietenden unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen an Ort und Stelle verſteigt werden. Langgöns den 5. Februar 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter in deſſen Auftrag der Beigeordnete Dern. Bau- und Werkholz⸗Verſteigerung. (165) Montag den 16. Febr. l. J., Mor⸗ gens 16 Ubr, werden in dem Revier Arns⸗ durg, Diſtrict Kolnbäuſerkopf, 215 Stamme ſchönes eichen Bau und Werk⸗ bolz und 15 Stamme ſtarkes buchen Werkholz verſteigt. Arnsburg den 5. Februar 1846. Gräfl. Solms Laub. Rentamt Fabricius. Bekanntmachung. (1660 In bieſigem Gemeindewald ſind mit Ausnahme einer Quantität Weißbuchen eirca 1000 Stämme vorzügliches eichen Bau- und Werkbolz von 8“ bis zu 2 Durchmeſſer, ge⸗ fällt, und wird Donnerſtag den 19. Februar, damit eine Verſteigerung abgehalten, welche gegen 9 Uhr ihren Anfang nimmt, größere Quantitäten können jederzeit zu convenirenden Preiſen aus freier Hand verkauft werden. Dann befinden ſich vor circa 30 Stämme eichen von 4 bis 6“ Durchmeſſer, wovon eine noch zu beſtimmende Anzahl l. F. gefällt und verkauft wird. Erſteres Gehölze eignet ſich vorzugsweiſe für Wagner und zu Eiſenbahnſchwellen. Jin Intereſſe der Gemeinden erſuche ich die Herrn Bürgermeiſter die Weta e publiciren laſſen zu wollen. Lindheim den 30. Januar 1846. Der Grßb. 9 5 Buͤrgermeiſter o ch. i Holz⸗ Per teig e (167) In dem Brandoberndorfer Gemeinde⸗ wald, Diſtrirt Zäbenſtoß 2. Thl. werden Frei⸗ tag den 6. März l. F., Vormittags 11 Uhr, und den folgenden Tag 8 Klftr. buchen Scheitholz, 855„ Prügelbolz, 5„ eichen Scheitholz, „ 15 Prügelholz, 33 Stück„ Stämme von 1457 ½ Kubikfuß, 4 buchene Achſen, 2125⁵ 2 buchene Wellen, 16½ Karren Leſeholzwellen und 27½ Klaſter Erdſtöcke verſteigt. Uſingen den 3. Februar 1846. a Högl. Raf. Sandes geber Schapper. N Nτ⏑ Privat ⸗ Bereantmuchungen. Ein junger Mann, (10 aus einer angeſehnen Familie, ſeit⸗ ber Eleve auf einem der bedeutenſten Güter Rheinheſſens, verſehen mit den beßten Zeug⸗ niſſen, ſucht eine Stelle als Volontair oder Verwalter. Gefällige Offerten befördert die Expedition d. Bl. Großherzoglich Badiſches Staats-Anlehen von 14,000,000 Gulden. (159) Hauptgewinne: fl. 50,000, fl. 15,000, fl. 5000, 4 mal fl. 2000, 13 mal fl. 1000, ꝛc. Geringſter Gewinn fl. 42. Die erſte Ziehung findet am 28. Februar in Karlsruhe ſtatt und ſind hierzu die Original Obligations-Looſe für fl. 40 gegen portofreie Einſendung des Be⸗ trags bei unterzeichnetem Handlungshauſe zu erhalten. Moriz J. Stiebel, Banquier in Frankfurt a. M. N. S. Die in obiger Ziehung ohne Ge⸗ winn verbliebenen Looſe werden bis zum 1. April a, c. für fl. 38 wieder zurückgekauft. Mobiliar-Verſteigerung. (168) Montag den 16. Februar 1846, Mor⸗ gens 8 Uhr, und die darauf folgenden Tage, von Mittags 1 Uhr an, ſollen auf dem Pacht- hofe des verlebten Georg Stamm zu Nau— heim 6 Pferde, 9 Kühe, 5 Rinder, 3 fette Ochſen, mehrere Schweine, worunter z3 fette, 2 Mutterſchweine, 8 Sprenger, 141 Stück Hämmel, eine große Parthie Stroh, Spreu, Heu, Grummet, Früchte, Kartoffeln, Kohl⸗ raben, Rangen, pere Wagen, Pflüge, Eggen, eine vollſtändige Brennerei, Tiſche, Stühle, Schränke, Kupfer, Zinn, Meſſing, Eiſen, eine große Quantität geſchnittenes eichen Pfoſtenholz, von 6 bis 7 Zoll Dicke, verſchie⸗ dene Sorten eichene Bohlen, von 2 bis 3 Zoll Dicke und ſonſtige Hausgeräthſchaften, meiſtbie⸗ „% 48 tend gegen gleich baare Zahlung verkauft werden. Es wird bemerkt,, daß mit dem Verkaufe des Viehes der Anfang gemacht werden ſoll. 3 den 7. Februar 1846. i Die Curatoren: Chriſtoph Gebringer. Peter Aletter. Garten- Verpachtung. (169) Meinen 5 Morgen großen Beſol⸗ dungsgarten beabſichtige ich entweder im Gan⸗ zen oder in kleineren oder größeren Abthei⸗ lungen zu verpachten. Geboten darauf ſehe ich entgegen. Bindernagel, Vater. Eine Bierbrauerey, (1700 mit allem Zugehör und in gutem uſtande, haben aus freier Hand zu verkaufen Eberhard Münch'ſche Erben zu Beienheim. Friedrich Huber und Anton Münch. Wohnungs⸗ Veränderung. (171) Die von mir bisher im elterlichen Hauſe betriebene Gerberei, habe ich nunmehr in mein, von Joh. Füller erkauftes Haus verlegt. Auch kann bei mir ein gebildeter Junge in die Lehre genommen werden. Friedberg im Februar 1846. Ernſt Philippi, Lohgerber. f Großh. Badiſche Staats⸗ lotterie, Anlehen von 14 Million Gulden. Ziehung den 28. Februar 1846. (172) Haupttreffer fl 50000, 15000, 5000 4 à 2000, 13 à 1000, 20 à 250, 250 à 50, 1710 à 42. Unterzeichnetes Handlungshaus erläßt hierzu Originallooſe à fl. 39 und em⸗ pfiehlt ſich zu Aufträgen beſtens Julius Stiebel jun., Banquier, Bureau; Wolgraben 47. a„Obige Looſe werden bis zum 1. April à fl. 37½ zurückgenommen. Aechten, abgelagerten Jamaica- Rum, (173) die Flaſche à 54 kr. in der Eiſen⸗ hut h'ſchen Apotheke zu Vilbel. Rach richt fuͤr Rriſendt nach Nordamerika. (170 Special-Agentur der Poſtſchiffe zwiſchen Havre und New- Vork. Verzeichni ß der regelmäßigen Havre⸗ New ⸗Norker Poſtſchiffe, welche für die Monate wur, und April l. J. abfahren. 85 in Verbindung mit den rheinischen und Namen 8 Abfahrt holländiſchen Dampfſchiffen 2. 2 von von von der Capitaine. S von Mainz Mane 4=.„ ann Poſtſchiffe. Havre Rotterdam. 8 Worms, 0 3 Gernsheim. Louis⸗Philippe Caſtoff 794 8. März 4. März 1. März 28. Februar St⸗Nicolas J. B. Pell 81116. 7 5 7. März Duch. d' Orleans Richardſon.. 79824. 20 16.„ 185 Burgundy. Wotton.. 763] 1. April 27.„. 22 Jorg imm? 8. 4. April 30.„ 28 Oneida„J. Funck 791 16. 13 9. April 8. April Emerald. Howe 518 24.„ 20.* 12 1 16.„ Zurich. Thompſon. 875] 1. Mai 27 24.„ 28 Obige für die Monate März und April bezeichneten Poſt⸗ oder Paketſchiffe gehören der einzig und alleinig beſtehenden, von ſämmtlichen deutſchen Konſuln und ſtädtiſchen Behörden in Haore als ſolche anerkannten Poſtſchiffslinie an, und fahren das ganze Jahr hindurch regelmäßig zwiſchen Havre und New-Nork den 1., 8., 16. und 24. eines jeden Monats hin und zurück. Für New⸗Orleans fahren die gekupferten Dreimaſterſchiffe, I. Kl., alle 10 Tage während der Monate März und April ab. Mainz den 4. Februar 1846. Washington Finlay, Haupt⸗ und Special⸗Agent des regelmäßigen rn sche Verbindung zwiſchen Havre und New⸗York. NB. Es iſt durchaus nothwendig, daß die Paſſagiere weni 358 einen Tag vor den im Fahrplane feſtgeſetzten Abfahrttagen ſich in Mannheim, Mainz, Bin Näheres 1 5 meine Agenten n ꝛc. einfinden. die Herren Werner Ramſpeck jun. in Alsfeld, „Blumenthal in Beerfelden,(Odenwald) J. Rauth Jun. in Höchſt(Odenwald) J. 55 Appel in Gießen, C. W̃ Reh in Darmſtadt. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. ——