e. 11 4 Intelligenz⸗OGlatt für die Probinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen M44. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: In Unterſuchungsſachen gegen Mathäus Rühl von Grün⸗ berg und Conſorten wegen Ruheſtörung. Sie werden angewieſen, den Rubricaten, der mit ſei⸗ nem Stiefvater, einem gewiſſen Rühl, vulgo Schleiferhannes, von Windhauſen, als Korbflechter im Kreiſe herumziehen ſoll, im Betretungsfalle zu arretiren und an mich abliefern zu laſſen. Grünberg am 3. Juni 1846. . Ouvrier. Auszüge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 20 von 1846. I. Eine Verordnung Gr. Miniſteriums des Inneren und der Juſtiz, aus Allerhöchſtem Auftrage, vom 12. Mai, die polizeil iche Aufſicht über die Main⸗Nekar⸗Eiſenbahn in Starkenburg betr.— S. K H. der Großherzog haben zum Schutze der Main-⸗Neckar⸗ Eiſenbahn in der Provinz Starkenburg und zur Sicherung des Verkehrs auf derſelben einſtweilen und bis zur Vereinbarung zwiſchen den bethei⸗ ligten Regierungen über gleichförmige Beſtimmungen für die ganze Aus⸗ dehnung der Main⸗Neckar⸗Eiſenbahn Folgendes zu verordnen geruht:§. 1. Dem Publicum iſt verboten, außerhalb der über die Bahn führenden Uebergänge, das Planum der Bahn, die dazu gehörigen Böſchungen und Dämme zu betreten, darauf zu reiten, zu fahren und Vieh zu treiben oder gehen zu laſſen.—§. 2. Die zur Einfriedigung der Bahn und zur Siche⸗ rung der Uebergänge dienenden Barrieren und ſonſtigen Verſchlußanlagen dürfen nicht beſtiegen, es darf nichts darauf gelegt oder gehängt werden. —. 3. Es iſt unterſagt, die Barrieren oder ſonſtigen Verſchluganlagen eigenmächtig zu eröffnen, die Uebergänge über die Bahn zu der Zeit, wo jene abgeſchloſſen ſind, zu paſſiren oder mit Fuhrwert und Vieh näher an den Uebergängen anzuhalten, als ſolches die aufgeſtellten Zeichen und Plakate vorſchreiben.—§. 4. Das Publicum hat ſowohl auf den Bahn⸗ böfen, als auf der Bahn und neben derſelben, den Anordnungen des Bahndienſtperſonals, welchem die Handhabung der Polizei übertragen iſt, ſowie den zur Erhaltung der Ordnung etwa mitwirkenden öffentlichen Polizeiangeſtellten unweigerlich Folge zu leiſten.— 5. 5. Wer dieſen Beſtimmungen(88. 1, 2, 3, 4) zuwiderhandelt, ſoll, neben der Haftbar⸗ keit für verurſachten Schaden, mit einer Polizeiſtrafe von 3 bis 15 fl. belegt werden.— F. 6. Abſichtliche Beſchädigungen der Bahn und der dazu gehörigen Anlagen, das Verſtopfen von Durchläſſen oder Waſſerab⸗ zugsgräben, das Werfen oder Legen von Steinen oder ſonſtigen hindern⸗ den Gegenſtänden auf das Planum der Bahn, ſollen, ſofern nicht der Mittwoch, den 10. Juni und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. — 1846. Thatbeſtand eines nach den bereits beſtehenden Strafgeſetzen zu beſtrafen⸗ den Verbrechens begründet iſt, neben Verurtheiluug zum Schadenerſatz, mit einer Polizeiſtrafe von 10 bis 50 fl. beſtraft werden.— b. 7. Kann die zuerkannte Geldſtrafe nicht beigetrieben werden, ſo muß ſie im Ge⸗ fängniß und zwar mit 24 Stunden für jeden Gulden verbüßt werden.— §. 8. Uebertretungen der gegebenen Polizeivorſchriften, welche von dem dazu beauftragten Bahnperſonal entdeckt werden, find dem Bahnvorſtand und durch dieſen der Polizeiverwaltungsbehörde zur Veranlaſſung der Unterſuchung und Beſtrafung anzuzeigen. Dieſes Bahnperſonal iſt er⸗ mächtigt, Uebertreter der gegebenen Polizeivorſchriften in den J welche einer Beſtrafung nach§. 6. unterliegen, zu arretiren, jedoch muß die Ablieferung an die Polizeiverwaltungsbehörde ſofort, auch die Anzeige auf die vorgeſchriebene Weiſe am Tage des verübten Vergehens geſche⸗ ben.— F. 9. Von den erkannten und wirklich eingehenden Geldſtrafen ſoll ein Drittel dem Denuncianten als Anzeigegebühr zugewieſen werden. . 10. Das Bahnperſonal wird angewieſen, ſich aufs ſtrengſte in den Grenzen der ihm übertragenen Befugniſſe zu halten. Ueberſchreitungen, ſowie Vernachläſſigung ſeiner Dienſtobliegenheiten in Beziehung auf die ihm übertragene Polizeiaufſicht, ſollen mit Strafen und nach Umſtänden mit Entfernung vom Dienſte geahndet werden.— 6. 11. Gegenwärtige 3.— tritt mit dem Tage ihres Erſcheinens im Regierungsblatte n Kraft.— II. Bekanntmachung Gr. Oberfinanzkammer 1. Sect. vom 7. currenz für: die Stelle eines Verwaltungsbeamten der Salzwerke, der Badeanſtalt und des Braunkohlenbergwerks zu Salzhauſen(binnen Landwirthſchaftliches. Welch' eine wichtige Rolle der Dunger in der Land⸗ wirthſchaft ſpielt, iſt zu bekannt, um nöthig zu haben, hier— uber irgend etwas hier zu ſagen, und wie ſehr dieſe Wichtigkeit von Seiten des landwirthſchaftlichen Vereins erkannt iſt, zeigen die Beſtrebungen deſſelben, alles hierauf Bezügliche zu fördern und den Sinn für die Verbeſſerung des Düngerweſens zu erwecken. So unter andern die Preisvertheilung für zweckmä⸗ ßig angelegte Duüngerſtätten, deren, hierdurch und durch den immer mehr erkannt werdenden Nutzen derſelben her⸗ vorgerufen, an der Stelle der alten Miſtlöcher, aller Orte nun entſtehen. Eine beſonders ſchöͤn und vortheilhaft eingerichtete Duͤngerſtätte möchte wohl die in dem Oekonomiehofe des Herrn Carl zu Okarben neu angelegte ſein, weßhalb Ein⸗ ſender dieſes, der ſolche zufällig geſehen, glaubt, die fuͤr dergleichen intereſſirten Landwirthe darauf aufmerkſam ma⸗ chen zu dürfen. Die Düngerſtätte iſt in Form eines länglichen, von 3 Seiten muſchelartig abgeflachten Vierecks angelegt und, wie der rings um dieſelben vor den Ställen und ſonſtigen Gebäuden liegende Raum, auf welchem der ganze Hof mit Wagen umfahren werden kann, und welcher Rinnen zur Ab⸗ führung des Regenwaſſers hat, gepflaſtert. 5 Von allen Seiten führen aus den Ställen, der Kuͤche ꝛc. bedeckte Kanäle unter dieſer gepflaſterten Fahrbahn die Jauche und ſonſtige nutzbare Flüſſigkeiten in die Dün⸗ gergrube. Am hinteren Ende iſt der abgeſchloſſene Jauche⸗ behälter angelegt und in demſelben eine doppeltwirkende Spritzzunge angebracht, mittelſt welcher die Jauche in einem weiten Strahle über die ganze Düngerſtätte ausgeſpritzt und der Dünger ſomit, fo oft es nöthig, angefeuchtet wer⸗ den kann. a i Herr Carl beabſichtigt nun, vom Einſender dieſes darauf aufmerkſam gemacht, an dieſer Pumpe eine Vorrich⸗ tung zum Anſetzen eines Spritzenſchlauches anzubringen und einen ſolchen in einer Länge anzuſchaffen, daß es ihm moͤg⸗ lich wird, alle Theile ſeiner Hofgebäude damit zu erreichen, ſo daß dieſe Pumpe, bei etwa entſtehendem Brande, wenn auch nicht die volle Wirkung einer vollſtändigen Feuer⸗ ſpritze, doch eine ſehr vortheilhafte und augenblickliche Hülfe gewähren kann, was zur Unterdrückung eines im Entſtehen begriffenen Feuers oft mehr werth iſt, als alle Spritzen der Welt, wenn ein Gebäude ſchon in vollen Flammen ſteht. Dieſe letztere Vorrichtung möchte deßhalb überall, wo ähnliche Düngerſtätten und Jauchegruben ſchon beſtehen um ſo mehr zu empfehlen ſein, als die Koſten dafür, im Ver⸗ hältniß gegen eine gewöhnliche Pumpe, die immerwähren⸗ der Reperaturen bedarf, insbeſondere aber mit dem davon zu erzielenden großen Nutzen, im vortheilhafteſten Verhält⸗ niß ſtehen. R. Eingeſendet. In der Didaskalia vom 23. Mai 1846 ſteht ein Aufſatz über Salzhauſen, mit der Unter⸗ ſchrift: D. S. L., welchem Letzteren man die Auslegung ge⸗ ben könnte: Der Salinenrath Langsdorf. Dagegen proteſtirt aber derſelbe, denn, obgleich er mit Herrn Medicinaldirector Graff der erſte Stifter des Salzhäuſer Bades war, und ſich daher deſſen Fortgedeihens anxoch erfreut, ſo pflegt er ſich doch als jetzt in Ruheſtand lebender Greis in keinerlei Angelegenheiten mehr zu miſchen, am wenigſten ſucht er Gäſte heranzulocken durch Anpreiſung von Localitäten, die man eben ſo gut anderwärts findet. Freund der Wahr⸗ heit glaubt er aber deſto mehr an das Reelle, was die(nur durch Feinde verdächtigten) Reſultate der Salzhäuſer Heilquelle und die in oben erwähntem Blatte genannten achtbaren Schriftſteller ſagen. In Hinſicht der Gaſt— wirthſchaft der Wittwe Seum hat er die Ueberzeugung, daß die Kurgäſte durch ſie beſſer, als je, verſorgt werden. (Gr. Heſſ. Ztg.) Oeffentliche Dankſagung. Ich fuͤhle mich verpflichtet, denjenigen confirmirten Schuͤlern unſerer Stadt, welche bei ihrem Abgange ihr bis⸗ heriges Schulzimmer ſo würdig ausgeſchmückt haben, hiermit öffentlich meinen Dank auszuſprechen. Sie haben durch dieſe That einen Beweis nicht nur ihres frommen Sinnes, ſondern auch der Dankbarkeit gegen den Ort, in welchem ſie ſo viele Nahrung für Geiſt und Herz erhielten, an den „ 178** Tag gelegt. Wenn ich ihre Namen verſchweige, ſo geſchieht es in der Ueberzeugung, daß das Bewußtſein ihrer Hand⸗ lung für ſie der ſchönſte Lohn ſein wird. Friedberg den 6. Juni 1846. Profeſſor Ph. Dieffenbach. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Maͤrz 1846. Friedberg 5 Getraute: Keine. 1 2 Getaufte: 1. Dem hieſigen Buͤrger und Schuhmachermeiſter Jakob Jakobi ein Sohn, Jakob, geb. den 10. Febr. 1. Dem hieſigen Bürger und Gerbermeiſter Johannes Heinrich Walz, eine Tochter, Anna Dorothea, geb. den 17. Februar. 1. Dem hieſigen Bürger und Barbier Johannes Ruppel, ekeine Tochter, Louiſe Franziska, geb. den 11. Februar. 4. Eine uneheliche Tochter, Emma, geb. den 4. Februar. 8. Eine uneheliche Tochter, Anna Eliſabetha, geb. den 22. Februar. 5 8. Dem hieſigen Bürger und Oekonomen Johannes Fei⸗ ling eine Tochter, Helena Maria Margaretha, geb. den 20. Februar. f 12. Dem Bürger und Kataſtergehülfen zu Romrod, Kr. Alsfeld Andreas Broſius eine Tochter, Mariane, geb. den 20. Februar. N ö 5 15. Dem hieſigen Bürger und Kreisboten Kaspar Magel Zwillinge, ein Sohn, Friedrich Wilhelm Georg; und eine Tochter, Helena Juliane Wilhelmine, geb. den 24. Februar. 5 0 15. Dem hieſigen Burger und Zinngießer Joſeph Maria Boretti ein Sohn, Joſeph, geb. den 19. Februar. 18. Dem Lehrer am hieſigen Taubſtummen⸗Inſtitute Joh. Peter Schäfer ein Sohn, Philipp Heinrich Wilhelm Theodor, geb. den 17. Februar.. 5 21. Ein unehel. Sohn, Karl Friedrich, geb. den 9. März. 22. Dem hieſigen Bürger und Schreinermeiſter Karl Lud⸗ wig Quandt ein Sohn, Konrad, geb. den 1. März. Beerdigte: 5 2. Johann Jakob Söllner, des hieſigen Burgers und Metzgermeiſters Johann Philipp Söllner ehelich lediger Sohn, alt 21 Jahre, 5 Monate und 26 Tage, 1 den 28. Februar.. 5 2. Anng Maria Schmitt, des hieſigen Bürgers und Fuhrmanns Rudolph Schmitt eheliches Töchterchen, alt 3 Jahre, 11 Mon. u. 7 Tage, k den 28. Februar. 4. Margaretha Juliane Bechſtein, geb. Windecker, des hie⸗ ſigen Bürgers und Färbermeiſters Johann Wilhelm Bechſtein Ehefrau, alt 38 Jahre, 10 Monate, 15 Tage, 1 den 3. März. 5 f 5. Andreas Wolf, des hieſigen Burgers und Schuhma⸗ chermeiſters Johann Philipp Wolf Zwillingsſöhnchen, alt 1 Jahr, 5 Monate, 22 Tage, 1 den 2. März. 8. Maria Dorothea Söllner, geb. Engel, des hieſigen Bürgers und Metzgermeiſters Nikolaus Söllner Ehe⸗ frau, alt 75 Jahre und 6 Monate, 7 den 5. März. 11. Chriſtian Wilhelm Klees, des hieſigen Bürgers und Wagenmeiſters Heinrich Klees eheliches Söhnchen, alt 3 Jahre, weniger 2 Tage, T den 9. März. 15. Johannette Eliſabethe Otto, geb. Scherer, des hieſigen Oberfeldwebels im 4. Gr. Infanterie⸗Regiment Bal⸗ thaſer Otto Ehefrau, alt 58 Jahre, 9 Monate und 3 Tage, t den 13. März. 6 o cg. geſchie t 0 dan bach. 846, ſter 3 ohannez geb. den Ruppel, Februar. Februar. geb. den nes Fei⸗ ha, geb. od, Kr Hane, geb. Julob ar Magel org; und geb. den Ma vat. ütute Joh. Wilhelm 9. Mürz. tur lub⸗ Marz. ers und h lediger ze, f den jert Ino Herhen, februar. des hie⸗ Wilhelm 15 Tage, Schuhna⸗ ſahnten, 72 lieſigen r Ehe⸗ Närz. s und buchen, hieſigen nt Bal⸗ 11 und Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Aufforderung. ) In Sachen der Cbefrau des Johan⸗ nes Zeiß zu Hochweiſel, Juliane, geborne Daͤmon. Klägerin gegen ihren benannten Che⸗ mann, Beklagten, Cheſcheidung wegen böslicher Verlaſſung betr., werd der Beklagte Jobannes Zeiß aus Hochweiſel, welcher laͤngere Jahre don Haus abweſend iſt und ſeitber keine Nach⸗ richt von ſich gegeben hat, biermit aufgefordert, um ſo gewiſſer von beute an binnen, ſechs Wochen, auf die Klage, welche ſeine Cbefrau wegen böslicher Verlaſſung gegen ihn dahier erhoben und in welcher ſie auf Cbeſcheidung und Zuerkennung der geſetzlichen Vermögens⸗ nachteile gegen ihn angetragen bat, ſich da⸗ ier vernehmen zu laſſen, als ſonſt der that⸗ lachiche Inhalt der Klage als wahr angenom⸗ men, dem Antrage derſelben entſprochen und das Erkenntniß durch unheften an die Ge⸗ richtstbüre eröffnet werden würde. Butzbach den 16. Mai 1846. g f Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Edietalladung. Forderungen und ſonſtige Anſprüche 1 Schmidt von Oppershofen, über deſſen Vermögen der Concurs erkannt worden iſt, ſind im Termin 5 Dienſtag den 23. Juni l. J., Vormittags 10 Uhr, bei Vermeidung des ſtillſchweigenden Aus⸗ ſchluſſes von der Maſſe dahier anzuzeigen und zu begründen. Butzbach den 14. Mai 1846. 5 Großh. Heſſ. Landger icht daſ. Mosler. Dr. Irle. P rO OI a ma. (175) Mit Bezugnahme auf die in Nr. 29 und 31 dieſes Blattes erſchienene Bekannt⸗ machung, wird hiermit widerholeutzur öffent⸗ lichen Kenntniß gebracht, daß die bei Eichels⸗ dorf gelegene Junkermühle nebſt dazu gehöri⸗ gen Ländereien, in dem auf Montag den 6. Juli l. J., Morgens 10 Uhr,. anberaumten Termin in loco Eichelsdorf einer nochmaligen Verſteigerung ausgeſetzt werden ſoll. Nidda den 20. Mai 1846. l Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Verſteigerung von Bauarbeiten. 8110 Mittwoch den 10. Juni, Vormittags 10 hr, ſollen in der Wohnung des Großh Bür⸗ germeiſters zu Heldenbergen die bei Reparatur der dortigen Zehntſcheuer vorkommenden Bau⸗ arbeiten an die Wenigſtfordernden in Accord gegeben werden. Nach dem Voranſchlag betragen: 1. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 67 fl. 49 kr. 2. Zimmerarbeit,„ 7 184„ 15„ 3. Dachdeckerarbeit 7„ 21„ 12„ Die Lieferung von/ Cub.⸗Klafter Mauer- ſteinen, 4000 Stück Ruſſenſteinen, 16 Bütten Kalk und J½o Klafter Sand. Die Voranſchläge und Bedingungen liegen bis zum Termine auf dem Büreau des Unter⸗ 2 zur Einſicht offen. riedberg den 3. Juni 1846. Der Gr. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Bekanntmachung. (810 Montag den 15. Juni l. J., von „ 179. Morgens 10 Uhr an, ſoll das dies jährige Heu⸗ und Grummetgras von 218 Morgen Gräf. Solms⸗Rödelbeim'ſchen Wieſen in Niederwöll⸗ ſtaͤdter Gemarkung, in einzelen Abtbeilungen, auf der Neuherberge bei Niederwöllſtadt öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 30. Mai 1846. Gräfl. Solmſ. Rentei daſ. Bekanntmachung. (837) Diejenigen Braunkohlen⸗Conſumen⸗ ten des Dorheimer Bergwerks, welche grobe Kohlen„ſogenannte Holzkohlen“ beziehen wollen, werden in Kenntniß geſetzt, daß bei dem jährlich ausgefördert werdenden Quantum von 360,000 Centnern ohngefäbr nur 2500 Centner ſolcher Kohlen gewonnen und dieſe ee zum größten Theile von den Angeſtellten des Werks und den Beamten der Saline Nauheim bezogen werden, hier⸗ nach alſo nur eine geringe Quantität zur Ab⸗ gabe an Private verbleibt. 5 Die Abgabe grober Kohlen an Private er— folgt daher nur auf beſondere vorhergegangene Anmeldungen; auch werden ſolche, weil ſie nicht zu jeder Zeit in Vorrath ſind und es an Leuten zum Aushalten derſelben fehlt, nur Nachmittags auf beſondere Beſtellung verladen. Die Betreffenden werden erſucht, auf dieſe Verhältniſſe gefällig Rückſicht zu nehmen. Dorheimer Braunkohlen⸗Bergwerk am 6. Juni 1846. Die Großh. Heſſ. Bergverwaltung. Der Gr. Heſſ. Berginſpector Storch. Bekanntmachung. (838) Donnerſtag den 11. Juni d. J., Vormittags 11 Uhr, ſollen auf dem hieſigen Gemeindehaus folgende Bauarbeiten an dem neuen Schulhauſe an den Wenigſtnehmenden veraccordirt werden. Die Arbeiten ſind verüberſchlagt: fl. kr. 1) Maurerarbeit, zu 45 51 2) Fuhrlohn von 3,3 Kbklftr. Steine, zu 13 12 3) die Lieferung von 21 Butten Kalk,„ 31 30 4) für Anfuhr für ½o Kbklftr. Sand,„ 9 36 Kleinkarben am 5. Juni 1846. Der Geßh. Heſſ. Bürgermeiſter Stor Bekanntmachung. (839) Freitag den 12. Juni l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen in hieſigem Gemeindewald 140 Stück eichen Bau-, Werk⸗ und Nutzholz⸗ ſtämme und 105» Baum Stangen ꝛc. öffentlich und an den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt an der Lätterden⸗ grube. Höch ſt am 6. Juni 1846. 1 Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Meininger. Arbeits Verſteigerung. (840) Montag den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll auf dem Rathhauſe zu Melbach die wegen Erbauung eines neuen Friedhofes vorkommenden Arbeiten und Lieferungen, 1 1) Steinhauerarbeit, vervoranſchlagt zu 468 2) Maurerarbeit, ausſchließtlich der Lie⸗ ferung der Mauerſteinen, vervoran— ſchlagt zu 20⁵ 3) Schloſſerarbeit, vevoranſchlagt zu 60 4) Weiß binderarbeit, 5 7 7 3) die Lieferung von 70 Bütten Kalk an die Wenigſtnehmenden unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Be— dingungen in Accord gegeben werden. Melbach den 8. Juni 1846. Der Grßh. eu eil. Gras-⸗Verſteigerung. (SA Dienſtag den 16. d. M., Vormittags 9 Uhr, ſoll auf hieſigem Rathhaus das Gras von circa 140 Morgen Gemeindewieſen, ein⸗ ſchürig, in einzelnen Abtheilungen an die Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Niederwöllſtadt den 6. Juni 1846. Der Grßh. 957 53 o ſt. Gras ⸗Verſteigerung im Rentamte Grünberg. (8442) Das diesjährige Heugras von nach⸗ ſtehenden fiscaliſchen Wieſen ſoll in Loosab⸗ theilungen auf den Wieſen ſelbſt meiſtbietend verſteigert werden. i 5 1) Montag den 15. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Atzenhain von 28 Morgen, 1 2 Dienſtag den 16. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Queckborn von 14 Morgen, 5 3) an demſelben Tage, Vormittags 10 Uhr, in der Gemark. Harrbach von 12 Morgen, 4) Mittwoch den 17. Juni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemarkung Lindenſtruth von 27 Morgen, 5) an demſelben Tage, Vormittags 10 Uhr, in der Gemark. Saaſen von 13 Morgen, 6) an demſelben Tage, Vormittags 11 Uhr, in der Gemark. Göbelnrod, von 56 Morgen, 7) Donnerſtag den 18. Juni, Vormittags 10 uhr, in der Gemark. Bernsfeld von 4 Morgen, 8) an demſelben Tage, Vormittags 11 Uhr, in der Gemark. Niederohmen von 1¼ Morgen, 8 9) an demſelben Tage, Nachmittags 3 Uhr, in der Gemark. Grünberg von 37 Morgen, 10) Freitag den 19. Zuni, Vormittags 9 Uhr, in der Gemark. Großeneichen von 18 Morgen, 5 11) Montags den 22. Juni von den fis⸗ caliſchen Wieſen: a) in der Gemark. Flenſungen von 14 Morgen, b)„„* Lehnheim von 5 Morgen, c)„„„ Merlau von 64 Morgen, Hierbei wird noch bemerkt, daß des Mor⸗ gens um 8 Uhr bei Flenſungen mit der Ver— ſteigerung der Anfang gemacht wird. Grünberg am 4. Juni 1846. Großherzogl. Heſſ. Rentamt a Bötticher. Arbeits ⸗Verſteigerung. (8113) Montag den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeinderathhaus zu Fauerbach I. die an dem daſigen Schulhaus erforderlichen Bauarbeiten einer öffentlichen Verſteigerung, unter den vor der Verſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, aus⸗ geſetzt werden, als: fl. 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 7 2) Schreinerarbeit,„ 15 35 3) Glaſerarbeit, 2 1 12 4) Schloſſerarbeit,„ 15 5 5) Weißbinderarbeit, 1 27 6) 5 neue Rollgardinen an die Fenſter mit allem Zugebör, veranſchlagt zu 17 7) mebrere Hundert Dachziegel, Fauerbach J. am 4. Juni 1845.. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Werner. Frucht⸗Verſteigerung. (81) Mittwoch den 17. Juni, Morgens 10 Ühyr, ſollen auf dem hieſigen Rathhauſe von den Herzogl. Domanialfrüchten aus der Erndte 1845 5 11 Malter, 3 Meſten, 4½ Geſcheid Waizen, 80 77 5* 7. Korn, 83 2 7 76 7 Gerſte u. 70 21K n Hafer, ſämmtlich alten Friedberger Maaſes, gegen gleich baare Zahlung, werden. Zum Beſten der minder bemittelten Con⸗ ſumenten werden die Früchte, ſo lange das Bedürfniß ſich hierzu zeigt, auch in ganz klei⸗ nen Quantitäten ausgeboten. Reichelsheim den 4. Juni 1846. Herzogl. Naſſ. Receptur v. Preuſchen. Heugras-Verſteigerung beim Rentamt Schotten. (815) die diesjährige Heugras-Erndte ſoll öffentlich verſteigert werden: 5. Donnerſtag den 25. Juni, Vormittags 9 Uhr, von 5 Morgen Wieſen in der Gemarkung Bobenhauſen,— Zuſammenkunft in den Mahlwieſen, 5 Freitag den 26. Juni, von 9 Uhr an⸗ fangend, 5 5 von etwa 85 Morgen Wieſen in der Ge, markung Ulrichſtein und zwar in folgen⸗ der Reihenfolge: 10 Morgen, die Brauwieſe, öffentlich verſteigert r 1 — 4 2 30 am Selgenbof, E 58 4. die Schmidtswieſen, S 5 am Krummenacker,(S 30 2 im Langwiäiſſergrund, 0 5 2 zerſtreut lieg. Wieſen, J S Wenn in einem Tage die Verſteigerung nicht beendigt werden kann, wird den folgen⸗ den Tag, Morgens 9 uhr, fortgefahren. Zu⸗ ſammenkunft iſt jedes mal bei Wirth Pfannſtiel. Montag den 29, Juni, Vormittags 9 Uhr, in folgender Reihenfolge: 5 1) von 8 Morgen, der ſ. g. Streitwieſe in Gemarkung Grebenhain, 2)„ 11 2 dem ſ. g. Katzenangelteich in Gemark. Grebenhain, 3)„ 12„. dem ſ. g. kleinen Rothen⸗ bachsteich, in der Gemar⸗ kung Bermuthshain, 0 45— 22 6 der ſ. g. Heidwieſe, in Gemarkung Creinfeld. Zuſammenkunft bei Wirth Heil zu Gre⸗ benhain.. Schotten am 4. Juni 1846. Der Grßh. Heſſ. Rentamtmann Prätorius. Verpachtung. (816) Montag den 15. l. M., Morgens 9 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die Heu⸗ und Grummeternte von den gemeinheitlichen Wieſen, in beiden Gemarkungen liegend, öffent— lich meiſtbietend verpachtet. Friedberg am 8. Juni 1846. i Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (817) Der Langgönſer Viehmarkt wird Dienſtags den 9. d. M. abgehalten, es iſt daher ſolcher im Gr. Heſſ. Landkalender irr⸗ thümlich auf den 10. d. M. angezeigt. Langgöns am 2. Juni 1846. a Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Freſenius. Arbeits ⸗Verſteigerung. (818) Mittwoch den 17. Juni d. F., Vor, mittags um 10 Uhr, ſollen die Planirarbeiten, die Lieferung der Materialien zu den erfor⸗ derlichen Dohlen, als: Mauerſteine, Sand, Kalk und Deckplatten, ſowie die nöthige Mau⸗ rerarbeit an dem zu erbauenden Vieinalweg von Rendel bis zur Kleinkarber Gemarkungs⸗ grenze, öffentlich und im Beiſein des Großh. Kreisbaumeiſters an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. 180 K Indem man dieſes zur öffentlichen Kennt⸗ niß bringt, bemerkt man noch, daß mit der wirt rung bei Rendel der Anfang gemacht wird. N Rendel den 6. Juni 1846. 2 5 Der Grßh. 50. 3 eck. 180 Bekanntmachung. (849) Mittwoch den 10. Juni l. J., Nach⸗ mittags um 3 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe fünf ubren und ein Paar goldne Ohr⸗ ringe mittelſt Verlooſung ausgeſpielt, welches hiermit den Betheiligten zur Kenntniß dringt Friedberg am 8. Juni 1846. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter en der. Arbeits-Verſteigerung. (850) Montag den 15. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſollen auf hieſigem Rathhauſe 71 lIKlafter Pflaſterarbeit an den Wenigſtneh⸗ menden veraccordirt werden. Holzhauſen den 6. Juni 1846. Der Grßh. 10 N. i e D.. Gras Verſteigerung. (851) Montag den 15. Juni l. J., Vor⸗ mittags um 11 Uhr, ſoll das Heugras von 1) circa 3½ Morgen Gemeindewieſen, 22 23 2 der zweiten Schule, 3) 7 44 15 der Herrſchaftl. Schäͤ⸗ 5 ferei gehörigen Wieſen auf hieſigem Rathhauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberros bach den 6. Juni 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Au z eig e. (S2) Den vierten Band der Berlenburger Bibel, reſo. die 3 letzten Blätter deſſelben, ſuche ich gegen gute Bezahlung zu kaufen. Friedberg. Dr. Matthias. Eine kleine Quantität Roggenſtroh (825) hat zu verkaufen. C. Bindernagel, Vater. Klee Verſteigerung. (827) Freitag den 12. Juni l. J., Vormit⸗ tags 10 Ubr, ſollen 15 Morgen weißer Klee, von der ſ. b. Schifflochswieſe in Wickſtädter Gemarkung, in einzelnen Abtheilungen, an Ort und Stelle, öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Aſſenheim den 30. Mai 1846. Groß, Verwalter. 5 Morgen Klee und 53 Ruthen Gras (8820 kann ich aus dem Beſoldungsgarten mei⸗ nes Vaters abgeben. Die hierauf Reflectirenden wollen ſich baldigſt an mich wegen der Bedin⸗ gungen wenden. C. Bindernagel. Claviere. (882) Unterzeichneter hat zwei annehmbare Claviere von ſieben Octav zu vermiethen, auch billig zu verkaufen. N Friedberg. Fritſch. Verpachtung. (853) unterzeichneter iſt Willens ſein in Ockſtadt gelegenes„Wirthshaus zum Hir ſch⸗ nebſt Stallung, Scheuer und Brennerei, Frei⸗ lag den 12. d. M., Nachmittags 2 Uhr, da⸗ ſelbſt unter annehmbaren Bedingungen zu verachten. Auch können 30 Morgen Gut dabei gegeben werden. ckſtadt den 9. Juni 1846. Thaler. (864) Das unterzeichnete Commiſſtons⸗ Bureau iſt in den Stand geſetzt, Allen welche bis zum 31. Juli d. J. ile in krandetel Briefen bei ihm anfragen(alſo ein gerin⸗ ges Porto nicht ſcheuen), ein e 5 theillbaftes und einzig in e daſtehendes Anerbieten unentgeldlich zu machen. Lübeck, im Juni 1846. Commiſſtons⸗Bureau, Petri⸗Kirchhof Nr. 308. Einladung. D (855) Montag den 15. d. M., als am Tage des Hauptſchießens iſt auf dem Schießplatz, Mittags 1 Ubr, table d'hõte und gut beſetzke Harmoniemuſtk anzutreffen, wozu höflichſt ein⸗ ladet D. Fritz. Ein weißer Schleier (856) iſt am erſten Pfingſttage, auf dem Wege aus der Burg und der Ludwigsſtraße entlang, verloren worden. Der redliche Finder erhält von der Expedition d. Bl. eine ange⸗ gemeſſene Belohnung. An zeig e. (857) unterzeichneter iſt kranbeitshalber ge⸗ ſonnen ſein„Gaſthaus zur Glocke,“ an der Hauptſtraße und in der ſchönſten Lage Vilbels gelegen, beſtehend in einem Aſtöckigen Wohn⸗ baus mit Thorhaus, Scheune, Stallung für 40 Pferde, ſowie nöthigen Schweinſtaͤllen und einem großen Garten, welcher an die Nidda ſtößt, zu verkaufen. Wohnhaus und Hofraithe ſind in gutem Stande und zu jedem Geſchäftsbetrieb geeig⸗ net.— Forderung jeden Tag bei mir abgegeben. Vilbel den 1. Juni 1846. K. Schuman. Hühnerhund⸗ (888) Am 3. d. M. iſt dem Unterzeichneten ein junger Hühnerhund, von brauner Farbe mit weißgeſcheckter Bruſt und weißgeſchecktem halbem Hals und Pfoten zugelaufen. Der Eigenthümer kann denſelben gegen Erſatz des Koſtgeldes und der Inſeratgebühren, bei mir in Empfang nehmen. Ilbenſtadt den 5. Juni 1846. J. Schmidt, Hofjaͤger. Bekanntmachung. (89) Montag den 22. d. M., Morgens 8 Uhr, läßt der Unterzeichnete in ſeiner Behau⸗ ſung dabier wegen Wohnorts⸗Veränderung, nachfolgende Gegenſtände öffentlich meiſtbie⸗ tend verkaufen: 1 1) zwei braune fünfjährige Wagen⸗ Pferde, (Wallach). 5 2) drei Kühe, wovon zwei Kälber haben, 3) ohngefaͤhr zwölf Schweine, g 9 drei Oekonomie⸗Wagen mit Heuleitern und allem Zubehör, N 5) zwei Pflüge und ſonſtige Haus⸗ u. Acker⸗ geräͤthe. 5 Gegen gute Bürgſchaft kann der Kaufpreis bis zu Michaeli d. J. ſtehen bleiben, bei baarer Zahlung aber werden dem Käufer 5%% Ra⸗ batt perwilligt. 5 Windecken, den 2. Juni 1848. Philipp Gruner. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. und Bedingungen werden