iin ea Intelligenz- Blatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ..———— ͤ— — 77677777000 M 52. Mittwoch, den 8. Juli 1846. Ein neues Halbjahr⸗ Abonnement auf das wöchentlich zweimal erſcheinende„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, e oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— e das Vierteljahr 24 kr.— Inſeratgebühren: die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die dritte und jede folgende Zeile 2 kr.— Aufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochs⸗Blatt, und alle, welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags⸗Blatt. Carl Bindernagel. Am tl i ch er T h e i l. hat zu Schulden kommen laſſen, zu juchen, als das Ver⸗ langen mit dem vor ihm fahrenden Collegen zu wetteifern, vielleicht auch als den Eifer, ſeine Herrſchaft recht zeitig Oeffentliche Bekanntmachung. an den Ort ihrer Beſtimmung zu bringen, ſehe ich mich Es wird in Erinnerung gebracht, daß während des fene ae gen e a de g Monats Juli zwei Zahltage, Mittwoch und Samſtag, ab. gehalten e Da jedoch oft der Andrang an einem 40 9 3 1 fe 8 1281 ich a dieſer Tage zum Nachtheil der Kaſſe und der eee 1 er f 8 31 Un lück 1 zu ſtark iſt, e die Einrichtung zweckmäßig, daß am., ſie mochten um Ung 5 1 1 4 verhüten und ſie or Gefahr zu ſchützen, ihren Mittwoch die Bewohner der Landgerichts⸗Be irke Friedber 3 25 8 Pr. Gefahr z und Rödelheim und am Samſtag die Bewehlle des k 5 f elle N— gerichts⸗Bezirks Butzbach vorzugsweiſe vorkommen.— Die ganzen 9 5 Miäſt iſt 15 * 0* e 8 f„ zu ee. ja au 205 Vierte f de nicht an, und wenn man riedberg den Juli ganz Mi zen Mittag und nd Zeit hatte, bei der Der Großh. Heſt Rretsratz des Kreiſes„ A T zu ſein, ſo wird kan auch noch Zeit haben, als Präſi 1 75 1 rene nach Hauſe heimzukehren;— an a 1 8 3 Kut ſch 4 ſie möchten aus denſelben Grün⸗ 8 a** den, wie N ten, das allzuſchnelle Fahren Zur Merbetnegr. C ronik. rn ahbe, Verlangen, es zu thun, willigen Das Kirſchenfeſt, welches and lege Sonntage(den 28. 5 2255 beſonders das leidige Nivaliſiren namentlich in Juni) auf dem Oſſenheimer Wäldchen unter der Aegide des lie⸗ 1 5 9 2 und Wegen laſſen, Wenn denn nun benswürdigen Ehepaars, Louis und Kathinka Aehle, gefeiert* unden ruh vorbeifährt, iſt denn da 1 der wurde, hat wenigſtens für einen kleinen Theil ſeiner Beſucher an m ſo groß ein beklagenswerthes Ende genommen. Ein Wagen nem⸗ die kalpolfzelb eon, ſſe möchten wenn lich, wenn wir recht unterrichtet ſind, mit Butzbacher 22 Bitten ich helfen, mit 9 Nachdruck die beſtehenden ſten beſetzt, fiel auf ſeiner Heimkehr Nachts* eſetzlichen Beſtim in. Anwendung bringen. Fauerbach II. um und leider wurden faſt nne 5 5 n 1 das Unglück 94 000 ehen— wenn erſt das fahrende mehr oder weniger beſchädigt; Cin ie ch 8 gebrannt iſt, J iſt das Probiren der Feuer⸗ bedeutend am Kopfe, ein Mädchen zerbrach den Arm, die 25 er, und ſelbſt verhängte Sean machen Anderen kamen mit geringeren Contuſſonen W ie Ur⸗ zerbrochenen Gbebn nicht mehr ganz. 8 ſache des Umwerfens ſoll die geweſen ſein, daß der Kut⸗ 33——— ſcher an einem vor dem ſeinigen befindlichen Wagen raſch* 5 vorüber fahren wollte, wobei zwei Räder ſo hoch gingen, 1 Lich den 4. Ju 1836. daß der Wagen das Gleichgewicht verlor und umſtürzt Unter den e wohlthätigen Einrichtungen der Weit davon entfernt bei dem Kutſcher eine andere ſchlün⸗ Stadt Lich verdient unter anderen eine Anordnung des mere Urſache der Unaufmerkſamkeit, die er ſich lebens hieſigen Stadtvorſtaudes einer rühmlichen Erwähnung: * 21 Es läßt nämlich ſolcher auf Rechnung der Stadtcaſſe ſchon während den hohen Fruchtpreiſen, und bis zur Erndte⸗ zeit, eine verhältnißmäßige Quantität gutes und geſundes Brod backen und giebt den vierpfündigen Laib hiervon ſtets 4 kr. billiger, als die Polizeitaxe iſt, an die unbemitteltere Claſſe hieſiger Einwohner jeden Samſtag ab. Wenn ſchon das eigene Bewußtſein, eine ſo vorzuͤgliche Anordunng ins Leben gerufen zu haben ein wohlthätiges Gefühl erregen muß, um ſo mehr muß dieſes der Fall ſein, wenn man ſieht, daß eine ſolche Anordnung allgemein dankbar anerkannt wird, und daß dieſes wirklich der Fall iſt, davon hat ſich Einſender überzeugt, der außerdem auch die Freude hierüber beim Brodholen in den Geſichtern aus— gedrückt ſieht. Ueber den Einfluß des Branntweins auf den Wohl⸗ ſtand, die Geſundheit und Sittlichkeit des Volkes. Mit Beziehung auf die Bemerkungen des Adminiſtra— tor Weller in Nr. 27, 28 und 29 des Intelligenzblattes, von K. Strack, Pfarrer in Oberrosbach. Herr Adminiſtrator Weller hat in dem angeführten Aufſatze nicht den Branntwein vertheidigt, den er vielmehr ſelbſt als das ſchädlichſte aller Getränke bezeichnet, wohl aber einige Behauptungen aufgeſtellt, welche ich mir etwas näher zu beleuchten erlaube. Ein beſonderes Gewicht glaubt der Herr Verf. darauf legen zu müſſen, daß unſer Land durch die Abſchaffung der Brennereien eine baare Einnahme von 1,250,000 Gulden verlieren werde. Mir ſcheint dieſes Rechnungsexempel, ſoviel Schein es auch hat, doch anf irrigen Vorausſetzungen zu beruhen. Ich will meine Behauptungen durch ein Beiſpiel aus der Es wird von einem Er wird 9* er das t abziehen, um ſeinen wirklichen Schaden zu finden? Würde demnach un⸗ ſer Land, wenn die Brenner ien aufhören ollten, die bedeu⸗ tende Summe von mehr als einer e 5 Wären nicht die gebrauch ohſtoffe, das Brennma g e. in Abzug zu bringen, um den richtigen Standpunkt zu finden. zu w Könnten nicht die verbrannte Fru (810 Mltr. pr. Ohm, alſo 4,60 ö auch anderweitig nützlich verwen 1 Würde es für viele Gegenden unſeres Landes nicht erſprieslicher ſein, wenn man weniger Kartoffeln zöge, im Falle ſie nicht ſo gut an Branntweinbrenner konnt b ac Ich kenne Diſtricte wo die e Landwirthe all Dung auf den Kartoffelbau verwendet, und wenig od gar nichts zum Getraide übrig behält. Iſt das wohl ein Vortheil für die Landwirthſchaft im Allgemeinen? Und weun nun durch die Aufhebung mancher Ve n ie Einführung der Selbſthitzungsmethode viele Stecken Holz, viele Centner Braunkohlen u. ſ. w. geſpart würden, wäre de ein Schaden für das allgemeine Beſte? Hört man nicht Jammer und Noth klagen über das theure Brennma⸗ 60 Mltr. für das Land) 1 Kartoff u. ſ. w. terial? Hierzu e noch, daß der Bran 2 meiſt al wieder im Lande Gepe Das Land Wera* geuommen, hat alſo durch en Bee N twein faſt eben ſo viel 8 die Wirthe um ſehr billigen Preis den Branntwein im Kleinen ver⸗ Ausgaben als es Einnahmen hal, d behält als Ueberſchuß nur einen geringen Theil der augeffſhesen Summe zurück. * 1 gang verdanken. N 5 O Nur dieſer aber konnte als Vermehrung des Nationalver⸗ mögens angeſehen werden. Wenn aber auch das Ganze keinen Vortheil genöſſe, ſo könnten vielleicht die einzeln Bren⸗ nereien bedeutenden Gewinn daran haben. Ich verſtehe die Sache nicht ſo genau, um mir ein entſcheidendes Urtheil zu erlauben. Ich laſſe Thatſachen reden! Herr Weller ſagt ſelbſt in der Landwirthſchaftlichen Zeitſchrift ſei der Gegen⸗ ſtand nicht zu einem ſicheren Reſultate gekommen. Alſo müſſen ſich doch auch Gründe dafür finden, daß die Bren⸗ nereien von keinem ſo bedeutenden Vortheile ſind, als Manche behaupten. Ein ſehr tüchtiger Oekonom aus dem Naſſauiſchen äußerte einem Bekannten von mir, wenn er das Capital für Brennapparate wieder in Händen habe, ſo würde er dieſes Geſchäft ganz aufgeben, es trage nichts ein. Von anderen hörte ich ſelbſt, nur an dem Viehfutter hätten ſie einigen Gewinn. Als ich vor 13 Jahren ins Preußiſche kam, fand ich Guter von 500— 900 Morgen ohne Brennereien. Mir kam es wunderbar vor, da ich mit oberheſſiſchen Vorurtheilen dorthin gekommen war. Man ſagte mir, es wäre durch die Bereitung des Branntweins kein großer Vortheil zu erlangen und man hielt es für beſ— ſer, dem Geſinde ein gutes Bier zu bieten. Dabei muß ich bemerken, daß bei den dortigen Gütern ſehr wenige Wieſen ſich befinden, und dennoch wurden z. B. auf dem Hofe, auf welchem ich war, 50 Stück Rindvieh, 16 Pferde, 60 Schweine genährt. Auch iſt nicht zu über ſehen, daß ſchon damals das Pacht- und Kaufgeld bei den dortigen Gütern ſo hoch, wo nicht höher ſich belief, als bei uns in der Gegen⸗ wart. Aber geſetzt auch die Brennereien gewährten einen bedeutenden Gewinn, fragen wir, wer ſich desſelben erfreut? In der hieſigen Gemeinde iſt noch eine Brennerei im Gang alſo ein Mann hat einigen Vortheil, dagegen kann ich ohne mich zu beſinnen, 8 Familien namhaft machen, welche dem Branntwein ihren gänzlichen Unter- Nur bei größeren Gütern kann das fragliche Nebengeſchäft betrieben werden, die ärmere a die Maſſe des Volkes wird alſo im⸗ mer bei den Brennereien nur Ausgaben, keine Einnahme haben. Nicht darin beſteht aber des Landes Wohl, daß es einige reiche Gutsbeſitzer hat, ſondern darin, daß die Mehrzahl, der Kern des Volkes, die Bedürfniſſe ohne beſondere Schwierigkeit be⸗ friedigen kann. Wie iſt dieſes möglich, wenn von der großen Menge für ein unnöthiges Getränk ein bedeutender Theil des Einkommens verwendet wird??) uch das Jutereſſe des Staates ſucht Herr Weller en. Er redet von dem Verluſte an Steuer, wel⸗ chen die öffentliche Kaſſe erleiden würde, wenn die Bren⸗ nereien ihr Ende erreichten. Er ſpricht von 157,227 fl. Nach neuerer Berechnung würde der Ausfall über 250,200 fl. betragen. Daß aber die Vereine gegen das Branntwein⸗ trinken dem Steuerertrag wirklich nachtheilig werden kön⸗ nen, hat die Erfahrung Wewieſen. Hannover hat ſeit Be⸗ gründung derſelben einen d der een en 200,000 Thaler jährlich gehabt, und doch unkerſtützt es die Vereine mit Wort und That. Preußen zählt uͤber 1000 eingegan⸗ gene Brennereien und Schenkwirthſchaften; gleichwohl freuen 2 4. — am bergleiche mein Schriftchen des Volkes Noth und Ret⸗ n onders S. 5 und folgende S. 120, wo von Heſſen die Rede ist, S. 147148. Wie nachahmungswürdig iſt das Beiſpiel mancher Ehrenmännex, welche aus Gemeinſinn das Branntweinge⸗ ſchäft aufgegeben haben, weil ſie nicht zum Verderben des Volkes beitragen wollten. Man leſe im Schriftchen S. 49 und folgende, 68, 80, 147. Iſt das nicht chriſtlicher, als wenn reiche Gutsbe⸗ zer aus Gewinnſucht oder aus übelwollender Geſinnung gegen kaufen? Und doch liegen hiervon auch aus der Wetterau Beiſpiele vor, welche ſchmerzlich berühren. achten de doe Kosten verurſa brodlos Wie vi Kaſſen! bezahlt wollte. ewige Bobet die Gm werker Thur; folger haus, 80 69070 rundſt bon Ke Ae ſuthen i lich Faul ſeſor R. Schuld, brugr 1 Heinrich der Me ard jun lin wege, ſtreibun borden. Nan, die 0 Alten! aun cuddche Auf 0 welche ö en ermöge Aer before U ſogen weins ir beſ⸗ ß ich A0 Hieſen Hofe, „ 60 schon ern q degen⸗ einen reutꝰ Gang ne en, er ⸗ dad mere Im- keine andes darin, die be⸗ der ender „ 211 ſich die höchſten Behörden, daß der Verbrauch des Brannt⸗ weins ſich täglich vermindert. So hat kürzlich das preu⸗ ßiſche Miniſterium an alle Oberpraͤſidenten geſchrieben und mit Freude verkündigt, daß in Schleſien 254,489 Thaler Branntweinſteuer weniger eingegangen ſeien, dagegen die Sittlichkeit und der Wohlſtand des Volkes bedeutend ſich ehoben habe. Ich glaube die Sache redet für ſich. Hat der Staat das Verderbliche der gebrannten Getränke erkannt, ſo darf er gewiß nicht durch Rückſicht auf die Steuer ſich abhalten laſſen, den Genuß derſelben nach Kräften zu min⸗ dern. Auch die Spielbanken wollen die deutſchen Staaten aufzuheben ſuchen, obgleich ſie bedeutende Pachtgelder liefern. Und doch haben ſie ſicherlich viel weniger Familien u Grunde gerichtet, als der Branntwein. Es fragt ſich nun noch ſehr, ob durch Entfernung deſſelben der Verluſt für die Staatskaſſe ſo bedeutend ſein würde, als angegeben wurde. Man müßte, um dieſes genau beſtimmen zu koͤnnen, bei den Gerichten nachfragen, wie viel Unterſu⸗ chungskoſten u. ſ. w. der Branntwein verurſacht? Wie viel Verbrechen, Schlägereien werden in der Trunkenheit begangen? Wie viel Züchtlinge ſind in Folge des Trun⸗ kes ins Zuchthaus gekommen! Man ziehe doch die Ausga—⸗ ben, welche der Branntwein dem Staate verurſacht, von den Einnahmen ab, ich glaube der Reſt würde wenig zu achten ſein, wenn allenfalls ein Reſt bleiben ſollte. Gewiß aber würde nichts übrig bleiben, wenn man auch noch die Koſten, welche der Trunk den Gemeinde- und Armenkaſſen verurſacht in Anſchlag brächte. Wie viele durch Völlerei brodlos gewordene Familien müſſen unterſtützt werden! Wie viel alte Sünder ſind eine Bürde für die öffentlichen Kaſſen! Ich kenne einen Solchen, für den 80— 100 fl. bezahlt werden müſſen, da ihn ſonſt Niemand beherbergen wollte. Zum Schluſſe des Geldpunktes füge ich aus einer einzigen Gemeinde folgende Thatſachen hinzu. Ein Bauer mit 50 Morgen Feld jagte ſein Vermögen durch die Gurgel und lebt als Bettler. Ein wohlſtehender Hand— werker muß Alles verkaufen, ſeine Kinder gehen brodlos von mußte mehrere 100 fl. leihen, um die Branntweinausgaben wieder zu decken, die er gemacht hatte. Mehrere Wittwen leben in Dürftigkeit, weil ihre Männer Trunkenbolde wa⸗ ren. Ein lediger Handwerker geht als ein Scheuſal einher, ein Stall iſt gewöhnlich ſein Nachtquartier. Ein geſchickter Gärtner mußte Haus und Hof verkaufen und geht der gänzlichen Armuth entgegen u. ſ. w. u. ſ. w. Das Al⸗ les in einer Gemeinde. An den Früchten ſollt ihr ſie erkennen.(Fortſetzung folgt.) —— Kirchenbuchs-Auszug vom April 1846. Laubach. Getraut e: 28. Joſeph Julius Cäſar Lemp, Gräflicher Hofgärtner dahier, aus Straßburg gebürtig, des dort lebenden Kaufmanns Joſeph Peter Lemp ehelicher lediger Sohn mit. Friedericke Eliſabethe Chriſtiane Henriette Otto, des verſtorbenen Gr. Landrichters Friedrich Carl Otto hinterlaſſene eheliche ledige Tochter. Getaufte: 13. Dem Bürger und Bäckermeiſter Heinrich Kircher II. ein Sohn, Ludwig Chriſtian, geb. den 12. März. 13. Dem Gräflichen Armenhausverwalter Heinrich Triebert ein Sohn, Eduard Carl Ferdinand, geb. den 15. März. 26. Dem Bürger und Strumpfweber Philipp Diehl eine Tochter, Katharine, geb. den 21. März. Beerdigte: 1. Anna Katharine, des Burgers und Schuhmachermei— ſters Johs. Spuck eheliches Töchterchen, all 1 Jahr, 1 den 29. März. 25. Katharine, der Anna Margarethe Becht Töchterchen, alt 6 Jahre, 7 Monate, 6 Tage, T den 22. April. 28. Katharine Margarethe, des Buͤrgers und Maurer— Thür zu Thur. folger zu werden. Ein anderer iſt auf dem Punkte ſein Nach— Ein Dritter ſaß ſchon im Corrections- haus, Mangel und Noth herrſchte bei ihm. Ein Bote April. meiſters Johann Friedrich Deſch Ehefrau, geborne Seitz, alt 81 Jahre, 1 Monat, 20 Tage, k den 26. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. NN. Nιν Edictalien. 991) Von den zur Theilung gebrachten rundſtücken der Heinrich Gruͤns Wittwe von Keſſelbach ſind nach den gerichtlichen fandbüchern die Grundſtücke 1333/2 2 uthen in der Schippelbach von Johann Hein⸗ rich Faulſtichs Eheleuten von da, dem Pro— feſſor Roos von Gieſſen wegen 300 fl. laut Schuld- und Pfandverſchreibung vom 18. Fe⸗ bruar 1796 und 128% Xx/ 43s von Johann Heinrich Dappers Eheleuten von Keſſelbach, der Magdalena, des Junker Adolph Rein⸗ bard jun. von Nordeck zur Rabenau Gemah— lin wegen 20 fl. laut Schuld- und Pfandver⸗ ſchreibung vom 26. Februar 1743 verpfändet worden. Beide Verpfändungen ſollen erloſchen ſein, die Intereſſenten können aber nicht die quittirten Obligationen vorlegen, auch ihr Cigenthum an den zur Theilung gebrachten Grundſtücken nicht überall urkundlich darthun. Auf ihr Anſtehen werden daber diejenigen, welche irgend Anſprüche an die beiden Ver— pfändungen oder überhaupt an das Grund. vermögen der Heinrich Grüns Wittwe und Kinder bilden zu können glauben, biermit auf. gefordert, ſolche binnen 6 Wochen von beute an ſogewiß dahier anzumelden, wibrigenfalls die fraglichen Verpfändungen, als nicht mehr beſtehend angenommen und in den Pfand— büchern geiöſcht, auch die Theilzettel über das fragliche Grundvermögen zur gerichtlichen Be— ſtätigung gebracht werden ſollen. Grünberg den 12. Juni 1845. Großh. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt gehöriges Patrimonial-Gericht der Freiherrn von Nordeck zur Rabenau Welcker. Bücking. Edictalladung. (1022) Forderungen, ſowie ſonſtige An⸗ ſpruche an Johannes Schneider II., Küfer, von Köddingen, gegen welchen Gr. Hofgericht zu Gießen den Concursprozeß erkannt bat, ſind Freitag den 11. September l. J., Mor⸗ gens 8 Uhr, ſogewiß dahier anzuzeigen, wi— drigenfalls der Ausſchluß von der Maſſe er— kannt wird. Zugleich wird bemerkt, daß das vorhandene Vermögen zur Befriedigung der Pfandgläu— biger nicht hinreicht, weßhalb die chirographa⸗ riſchen Gläubiger leer ausgehen. Ulrichſtein den 2. Juli 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſelbſt Zimmermann. Brück. Bekanntmachung. (1025) Wegen Erbvertbeilung will Mon⸗ tag den 24. Auguſt d. J., Vormiktags 10 Ubr, die Joh. Adam Schmidts Wittwe und deren großfährigen Kinder zu Ruppertenrod auf der Niklaus⸗Mühl ibre Mühle nebſt dem dabei gelegenen Gut von 40 Morgen, 83 Klafter Acker und 13 Morgen, 67 Klafter Wieſen, auf der Mühle ſelbſt, unter vortheilhaften Be⸗ dingungen, meiſtbietend verſteigern laſſen. Die Müble liegt bei Ruppertenrod im Ohm⸗ thale, 2 Stunden von Grünberg, bat einen Mahl- und Schlaggang und befindet ſich in gutem Stande. Ruppertenrod am 29. Juni 1846. Oer Gr. Heſſ. Freih. Riedeſeſ. Buͤrgermeiſter Otterbein. 100 fl. (1026) liegen in der bieſigen Kirchenkaſſe zum Ausleihen bereſt. Wer ſolche zu leihen wünſcht, wolle ſich bei dem Kirchenvorſtande dahier melden und die nöthigen Papiere vor⸗ zeigen. Eberſtadt, Kr. Hungen, im Juli 1846. Kirchenrechner L. Felſing. 5011 fl. 21 kr. (1027) können bis Ende September l. J. gegen gerichtliche Verſicherung aus dem Kir— chenkaſten zu Merlau im Ganzen oder auch getrennt ausgelieben werden. 8 Der Kirchenrechner Tröller. Bekanntmachung. (1028) Naͤchſtkommenden Mittwoch den 15. Juli l. J. ſoll die dem Heinrich Mobs IV. zu Niedermörlen zugehoͤrige Scheuer, welche noch in ganz gutem Stande iſt und eine Große von 42 Schub lang, 32 Schub breit hat, mit zwei Stoͤcken von 22 bis 24 Fuß Höbe und mit platten Ziegeln gedeckt, einer öffent⸗ lichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Die Steigliebhaber können dieſelbe jeden Tag zur Einſicht nehmen. Nieder mörlen den 5. Juli 1846. Der Grßh. 5 Bürgermeiſter e y. a Bekanntmachung. (1029) Freitag den 10. Juli l. J., Mor⸗ gens um 7 Uhr, ſollen in dem Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrict Hoheburg, 3137½ Wellen weiches Holz und 4312½ Gebund(Heiden und Ginſtern zu Backholz öffentlich verſteigert werden. Oberrosbach den 3. Juli 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Wein ⸗Verſteigerung. 0 080) Aus den Fürſtl. Weinkellern dahier dllen Dienſtag den 21. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, g in dem hieſigen Shloſſe nachbezeichnete Weine: cirea 11 Ohm Buͤdinger 1842er, 77 57 17 0 18466 r, „ 18½„ 17 1834er, 17 4 0 1 1822er, „5 4„ Nierſteiner 1811er, „ 7½„ Hochheimer 1798er öffentlich meiſtbietend verſteigert werden, wel⸗ ches mit dem Anfügen bekannt gemacht wird, daß Proben an den Faͤſſern am Tage der Verſteigerung, von Morgens 8 Uhr an, und am Tage vorher, Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, gegeben werden. Büdingen den 30. Juni 1846. Die Fuͤrſtlich Mfenburgiſche Hoföconomie⸗Inſpection Brodrüch. Arbeits-Verſteigerung. (10310 Donnerſtag den 9 Juli l. J. Vor⸗ mittags um 11 Ubr, werden in hieſigem Rath⸗ hauſe die Unterhaltungsarbeiten, insbeſondere das Steinſchlagen an den Vicinalwegen nach Fauerbach II., Ockſtadt, Obermörlen, Nauheim und Niedermörlen öffentlich wenigſtnehmend verſteigert. Die ueberſchläge liegen in dem Geſchäfts⸗ local des Unterzeichneten zu Jedermanns Ein⸗ ſicht offen. Friedberg den 4. Juli 1846. 5 Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn, Section Butzbach. Verſteigerung von Bauarbeiten. (1032) Die zur Errichtung eines Werk⸗ zeugeſchoppens bei Butzbach erforderlichen Ar⸗ beiten, als: fl. kr. Maurerarbeit, veranſchlagt zu 142 9 Zimmerarbeit, 1 75 530 36 Schreinerarbeit,„„ 49 48 Schloſſerarbeit, 5 1 11 48 Glaſerarbeit, 1„ 28— werden Donnerſtag den 9. laufenden Monats, Vormittags 9 Uhr, im Gaſthauſe zum Stern in Butzbach öffentlich verſteigert. Butzbach den 3. Juli 1846. Der Großh. Sections⸗Ingenieur Meyer. Schaafpferche⸗ Verpachtung. (103) Donnerſtag den 9. Juli l. J., Vor⸗ 212 mittags um 11 uhr, werden in hieſigem Ratb⸗ hauſe fünf bis zehn Schaafpferche, welche den 12. Juli ibren Anfang nehmen, öffentlich meiſt⸗ bietend verpachtet. Friedberg den 4. Juli 1846.. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter en der. Verſteig erung. (103) Donnerſtag den 9. Juli I. J., Nach⸗ mittags um 6 Uhr, wird an Ort und Stelle die Ernte eines ſtädtiſchen Grundſtücks von 4 Morgen, 2 Viertel, 24½ Ruthen, beſtehend in Korn und Waizen, in der 9. Gewann am grünen Weg liegend, öffentlich meiſtbietend verſteigert. Die Flurſchützen ſind angewieſen, den Lieb⸗ habern die Parzelle zu zeigen. Friedberg den 4. Juli 1846. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter en der. NN Nun Privat ⸗ Bekanntmachungen. Bad Soden. 8 Im Gaſt⸗ und Bad⸗Haus zum aſſauer Hof werden elegant möblirte Zimmer zu fl. 8 bis fl. A pr. Woche vermiethet. Ein vollſtändiges Logis (1035) bat zu vermiethen Andreas Hanſtein auf dem Hauck. Zum Vermiethen! (1036) Der zweite Stock meines Hauſes, beſtehend in 5 an einander ſtoßenden, heiz⸗ baren Zimmern, Kammern, Küche, Speicher, Holzplatz, Keller mit allen Bequemlichkeiten, iſt zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden. Friedberg. Ph. W. Sieck. Zugelaufener Hund. (1037) Dem unterzeichneten lief ein hoch⸗ gewachſener gelber Hund mit ſtumpfen Ohren und langem Schwanze zu. Der Eigenthümer kann denſelben innerhalb 8 Tagen gegen Be⸗ zahlung der entſtandenen Koſten in Empfang nehmen.. Ziegenberg den 1. Juli 1846. 0 Joh. Georg Kopp. Verſteigerung. (1038) Der Gaſtwirth Ludwig Walther in Seckbach will Donnerſtag den 8. Juli d. J., Vormittags 10 Uhr, folgende Wirthſchafts⸗ Geräthſchaften freiwillig, an den Meiſtbietenden gegen baare Zahlung verſteigern laſſen, als: Eine Aepfelmühl, erſt 2 Jahren im Gebrauch, 2 Keltern, 2 Glaſer⸗Schraͤnke, 13 große und kleine Büͤtten, 30 Zimmertiſche, 20 Bänke, 200 gedeckelte Krüge, 600 Gläſer aller Gattungen, 5 10 Stück- und kleinere Fäſſer und ſonſtige zur Wirthſchaft nöthigen Gegenſtände. Bekanntmachung. (1039) Ich zeige verebrtem Publikum zu geneigteſten Aufträgen ergebenſt an, daßi ch aus der Tapetenfabrik der Hrn. Gebrüder Scherer zu Heidelberg alle Arten Tapeten und Bor⸗ duren in Commiſſion erhalten habe, die ich um die Fabrikpreiſe ablaſſen und für deren Güte garantiren kann. „Zugleich empfeble ich mich in allen Sorten ſächſſſchen und niederländiſchen Tüchern, Ze. phyr, Sommer- und Winter⸗Bukskin, Bieber, Weſtenſtoffen, Hoſenzeugen, wollenen Caſſnets, Flanell, Orleans, Tybets, Cattunen und Oruck⸗ zeugen und mit allen ſonſtigen dahin einſchla⸗ genden Artikeln unter Zuſicherung der reell⸗ ſten Bedienung. 0 Grünberg im Juli 1846. 0 0 P h. Heerz. N. Seit dem 24. Juni 1846 wohne ich in der Neugaſſe im Hauſe des Herrn Schloſ⸗ ſermeiſter Carl Fritſchler. Ein junger Mann, (1040) mit guten Zeugniſſen verſehen, der gut mit Pferden umzugehen weiß, da er be⸗ reits ſeit 10 Jahren als Kutſcher bei einigen Herrſchaften diente, ſucht eine ähnliche Stelle. Auch würde er eine ſolche als Bedienter an⸗ nehmen.— Naͤheres bei der Exped. d. Bl. Ein junger Bäckergeſelle (101) kann bei mir in Arbeit treten. Friedberg. A. Rauſch J. Einen vollſtändigen Wagen (1042) bat zu verkaufen 8 J. Briel, Feldſchütz. 1½ Fuder Roggenſtroh (10) bat in Auftrag zu verkaufen Orts⸗ diener Hachenburger in Beyenheim⸗ Literariſche Anzeigen. Für 1 fl. 43 kr. kann ich in der Kurze Auerbachs Dorfge⸗ ſchichten liefern. Diejenigen, welche dieſes vortreffliche Volksbuch zu der nannten Preis von mir zu erhalten wünſchen, wollen mich ſolches gefãälligſt bald wiſſen laſſen. C. Bindernagel. Ferner iſt bei mir vorraͤthig: Das wohlgetroffene Portrait von Carl Zittel, Pfarrer in Bahlingen u. Abgeordneter in der zweiten badiſchen Kammer, nebſt Facſimile deſſelben durch Aufzeichnung des Nachfolgenden: „Stehet nun feſt in der Freiheit, die uns Chriſtus erworben hat, und laſſet euch nicht wieder in das knech⸗ tiſche Joch fangen.“ (Preis: 36 kr.) Die vollkommene Buͤttner- oder Kuͤfer lehre. Nebſt einer Anleitung zur Weinkeller⸗Wirthſchaft von E. L. Hellrung. Fünfte verbeſſerte und vermehrte Auflage. Mit 38 Kupfertafeln.—(Preis: 1 fl. 12 kr.) Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. an di 0 Befolgl zu eri ded Hal eertic derm Auflag unpery der K 14 Au wie vorzul⸗