gen 8 ——— — eee. 118 ——— 8 WP 17 Intelligenz-OBlatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 1——— Die Branntwein⸗ und Bierfabrication im Verhaͤltniß zur Landwirthſchaft mit beſonderem Hinblick auf die Maͤßigkeitsvereine. Von Adminiſtrator Weller in Woͤlfersheim. Fortſetzung.) Anlangend die zweite Frage: wird ſich durch gutes und wohlfeiles Bier der Genuß des Branntweins beſchrän⸗ ken? Dieſe Frage durfte wohl hauptſächlich in Betracht kommen, da man ohne Zweifel durch das Bier den Brannt⸗ wein zu verdrängen ſucht. Ich erlaube mir nach meiner Anſicht Folgendes hierüber mitzutheilen. Der Branntwein wird ohne Zweifel durch das Bier verdrängt werden, wenn dafür geſorgt wird, daß ein gutes und wohlfeiles Bier zum allgemeinen Verbrauche kommt, ſo lange jedoch das Bier in dieſer Art entbehrt wird, bleibt der Branntwein ein noth⸗ wendiges und billiges Getränk für die arbeitende Claſſe und wollen und werden wir ihn auch nicht ganz abſchaffen. Es iſt dieſes ſo entſchieden richtig, als es eine ausgemachte Wahrheit iſt, daß der Branntwein, in der geringſten Gabe über die entſprechende Portion hinaus genoſſen, als das ſchädlichſte Getränk erſcheint, das wir kennen. Ich bin weit entfernt mich auf mediciniſche Deductionen einzulaſſen und leite meine Anſicht blos aus der Erfahrung her, daß der Arbeiter täglich einen halben Schoppen verträgt und dabei, wie man zu ſagen pflegt, ein kerngeſunder Mann bleibt. Daß dieſer Ausſpruch richtig erkannt wird, bedarfs blos der näheren Kenntniß der Bauern, denn ich zweifle ſehr daran, daß es namentlich in Oberheſſen, vielleicht auch in anderen Provinzen und Ländern, ein Dorf giebt, wo nicht jeder Bauer täglich ſeinen Branntwein trinkt(einzelne Ausnahmen mag es auch geben) und dabei als geſunder ſolider Mann erſcheint. Der Arbeiter und beſonders der auf ſeine Koſt arbeitende Taglöhner verläßt vor Tagesan⸗ bruch mit einigen Taſſen armen Kaffee ſein Haus und geht an ſein Tagewerk. Wenn er einige Stunden gearbeitet hat, ſo iſt ihm ein Frühſtück hohes Bedürfniß und was hat er ſeinem ermatteten Körper noch zur Zeit anzubieten? Einen Viertelſchoppen Branntwein und ein Stückchen Brod!— Wahrlich ein Frühſtück, was ſeinen pecuniären Mitteln am leichteſten entſpricht, und ihn bis zu ſeinem kärglichen Mit—⸗ tageſſen ſtärkt und bei guter Laune erhält. Soll er etwa etwas beſſeres trinken, vielleicht einen Schoppen Aepfelwein? Dieſer hat für ihn die Wirkung nicht und koſtet ihn das Doppelte des Branntweins, oder ſoll er einen Schoppen Bier trinken, der ihn freilich nur die Hälfte des Branntweins ittwoch, den 8. koſtet, aber wenigſtens in den Wirthshäuſern auf dem Lande in den Sommer- und Herbſtmonaten ſo ſchlecht iſt, daß ihn auch der Durſtigſte verſchmäht!— Wahrlich dieſe Verhältniſſe wollen wohl erwogen ſein, ehe man ſolche umzuſtürzen gedenkt, die durch langjaͤhrige Gewohnheit zur zweiten Natur wurden und von den pecu⸗ niären Verhältniſſen des Arbeiters in der Art geboten ſind, daß er nicht im Stande iſt, bei der Ernährung einer Familie, etwas Beſſeres zu genießen. Soll alſo im Allgemeinen der Genuß des Branntweins beſchränkt werden, dann ſchaffe man vorerſt ein Surrogat, das ihn entbehrlich macht, in Bezug auf Wirkung und Preis(ein geſundes, kräftiges, wohlfeiles, Bier) und ich bin es überzeugt, daß ſich alsdann die allge⸗ meinen Bemühungen mit dem beſten Erfolg gekrönt ſehen. Meines Erachtens ſollte man aber unter den gegenwärtigen Verhältniſſen nicht zu weit gehen, wiewohl von keinem ver⸗ nünftigen Menſchen beſtritten werden kann, daß der Brannt⸗ wein bei den Säufern, bei den Branntweinſtammgaſten, bei den ſogenannten Lepplern, die von Morgens fruͤhe bis zur ſpäten Nacht im Wirthshauſe ſitzen, das größte Unheil an— richtet und nicht allein dieſe verächtliche Branntweinſtamm— gäſte, ſondern häufig auch ihre ſehr braven Familien an Bettelſtab bringt und in namenloſes Elend ſtürzt!— Dieſen verdorbenen Menſchen lege man unüberſteigbare Hinderniſſe in den Weg, nicht aber den braven Arbeitern, bis man ihnen einen paſſenderen Genuß zu reichen im Stande iſt. Die Mittel, wie dieſen Branntweinſtammgäſten ent— gegen zu wirken iſt, liegen nicht fern von uns, allein fromme Wünſche in ſalbungs vollen Worten ausgedruckt, können dieſe Aufgabe nicht löſen, die Staatsregierungen muͤſſen eingrei⸗ fen und zwar dadurch, daß der Branntwein, der in den Wirthshäuſern verzapft wird, mit hundertfachem Accis be⸗ legt werde, damit den Stammgäſten, die in der Regel ſchon Mangel an Geld haben, die Möglichkeit genommen wird, ihre Genußwuth zu befriedigen. Nebenbei muß die Bier⸗ fabrication begünſtigt, das heißt, frei von Abgaben ſein und Brauereien errichtet werden, aus denen das ganze Jahr hin⸗ durch ein gutes wohlfeiles Bier, das heißt ſo wohlfeil, wie es der Bierbrauer und resp. der Wirth ohne Abgabe ab⸗ laſſen kann, zu beziehen iſt und ich lebe der feſten Ueberzell⸗ gung, daß dem Branntweingenuß, ſoweit er verderblich iſt, unter dieſen Maasregeln der Staab gebrochen und man dem Ziele näher angerückt ſein wird. Daß dieſen Maas⸗ regeln ihre Halbheit vorzurücken iſt, dieſes bin ich im Vor⸗ aus verſichert, allein alle Maasregeln zier aufzusuchen iſt „ 110 eine ſchwierige Aufgabe und deshalb muß man ſich mit dem⸗ jenigen begnügen, was hoffentlich und wenn auch langſam zum Ziele führt. So lange übrigens unſer Mäßigkeitsverein nicht in dieſer Art unterſtützt wird, wird ſein Beſtreben keine beſon⸗ ders guͤnſtige Reſultate, namentlich in Oberheſſen, nach ſich ziehen und kann ich mir hier bei dieſer Gelegenheit die frei⸗ müthige Bemerkung nicht verſagen: daß dann eine ſolche Mäßigkeitsanſtalt an manche fromme Legende erinnert, z. B. an einen hohen Stand der Gewäſſer rings um die heilige Stätte, ohne daß ein Tropfen davon durch die offenen Pfor⸗ ten eindrang! und an gewaltige Platzregen, wovon die flie⸗ ßenden Gewäſſer nicht angeſchwollen waren. Anlangend die dritte Frage: werden die Abfälle einer Brauerei(Träber) der Schlempe einer Branntweinbrennerei, als Viehfutter an die Seite zu ſetzen ſein? Die gründliche Erörterung dieſer Frage würde eine chemiſche Unterſuchung der Gegenſtände nöthig machen, da aber dazu hinreichende Qualification gehört, ſo will ich blos aus meinem practiſchen Leben diejenigen Nachrichten kurz mittheilen, die ich darüber zu geben im Stande bin. Die Brauereiabfälle(Träber) werden von dem Rindvieh gerne gefreſſen und glaube ich wahrgenommen zu haben, daß ſie ein beſſeres Maſt⸗, als Milchfutter abgeben, wie dieſes bei der Branntweinſchlempe umgekehrt der Fall iſt. Im Allgemeinen ſind dieſe Traber ſehr beliebt und habe ich viele Bauern darüber urtheilen hören, daß ſie der Branntweinſchlempe vorzuziehen ſei. Ob dieſer Ausſpruch richtig iſt oder nicht, darüber ſuspendire ich mein Urtheil und will nur noch bemerken, daß wenig⸗ ſtens die Träber mit gleichgutem Erfolg, wie die Schlempe verwendet werden können.(Schluß folgt.) Zur Chronik der Wetterau und des in derſelben gele⸗ genen Bades Homburg. Als am 31. März gegen Abend der Großh. Forſtſchüͤtze in Obereſchbach den dieſer Gemeinde gehörigen Antheil des Haardwaldes bei Homburg durchging, fand er einen gut gekleideten jungen Mann, der ſeinem Leben durch eine Piſtolenkugel ein Ziel geſetzt hatte. Derſelbe hatte zu dieſem Zwecke ſich an eine alte Eiche geſetzt, war nach dem Schuſſe auf die Seite geſunken, und man fand Hut und Piſtole neben ihm liegend. Die gerichtliche Unterſu⸗ chung, welche am 1. April vorgenommen wurde, ergab, daß der Todte aus einem angeſehenen adligen Geſchlechte Frankreichs ſtammt, und daß er Nichts mehr von Geldes werth bei ſich führte; dagegen fand man beinahe ein Dutzend der famöſen Kärtchen, auf welchen mit Nadel⸗ ſtichen bezeichnet wird, ob Roth oder Schwarz am gruͤnen Tiſche zum Vorſchein kommt. Die Nutzanwendung aus Vorſtehendem zu ziehen, über⸗ laſſe ich der verehrl. Redaction des Intelligenzblattes.“) Einer, dem alle Hazardſpiele zu⸗ wider ſind. 6) Dieſes wollen wir getroſt unſern Leſern überlaſſen. Die Reb. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Verkauf einer alten Orgel. (472) Die in hieſiger Kirche befindliche Orgel, welche 8 Regiſter bat, und für eine kleinere Kirche noch recht brauchbar iſt, ſoll, da wir eine größere Orgel bekommen, Mon⸗ tag den 20. April d. J., Mittags 12 Uhr, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Berſtadt den 25. März 1846. Für den Kirchenvorſtand: der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ellenberger. Wahlausſchreiben. Betr.: Die regelmäßige Ergänzungswahl des Gemeinderaths für die Gemeinde Stadt Friedberg. Bürgermeiſterei Stadt Fried⸗ berg. 499) Cs wird hiermit bekannt gemacht, daß die regelmäßige Ergänzungswahl des Ge⸗ meinderaths von Friedberg auf dem Rathhauſe daſelbſt am Mittwoch, Donnerſtag, Freitag u. Samſtag den 15., 16., 17. und 18. April d. I., jedesmal von 9 Uhr Morgens bis 12 Uhr Mittags unter Leitung des unterzeichneten vorgenommen werden ſoll. Von den Mitgliedern des Gemeinderaths traten Georg Steinhäuſer, Chriſtian Fritz, Martin Simon, als bereits 9 Jahre im Dienſt, aus, Philipp Preußer II. iſt ſeit der letzten Ergänzungswahl zum Beige⸗ ordneten ernannt worden, und Hartmann Waltz II. muß zur Vervollſtändigung des zu erneuernden Drittheils in Folge der Loos⸗ ziehung unter den im Jahr 1845 Gewählten austreten, die drei erſten und der Ketzgenannte ſind jedoch wieder wählbar. Es ſind ſomit 5 Mitglieder neu zu wählen. Sämmtliche ſtimmfaͤhige Octsbürger von Friedberg werden aufgefordert, an dieſer Wahl Theil zu nehmen und gleich vom Beginn der Wahl an ſich zur Abſtimmung zahlreich einzu⸗ finden, damit die Wahl zur Erſparung von Zeit und Koſten wo möglich ſchon vor Ablauf der dreitägigen Friſt geſchloſſen werden kann. Friedberg am 26. März 18485. Der Wahl⸗Commiſſär Dr. Dieffenbach. Oeffentliche Aufforderung. (481) Der geweſene Gräfl. von Ingelhei⸗ miſche Rentmeiſter Ehehalt von Obererlenbach hat im Jahr 1839 von Johann Georg und Andreas Meſſer von Weiskirchen circa 14 Mor⸗ gen 15% Ruthen in Obererlenbacher Ge⸗ markung gelegene Güter gekauft und dieſe Güter wieder an mehrere Einwohner von Obererlenbach verkauft und den Kaufſchilling mit 1598 fl. an Kallmann Löb Rothſchild von Homburg a. d. Höhe abgetreten. Sowohl uͤber den Erwerb der Güter der Verkäufer als resp. Käufers ſind keine genügende Eigen⸗ thums⸗Urkunden beizubringen; es werden da⸗ her Alle, welche Anſprüche an dieſe Güter, deren Verzeichniß auf Verlangen dahier zur Einſicht gegeben wird, bilden können, aufge— fordert, dieſes binnen 4 Wochen vom Tage des Exſcheinens dieſer Aufforderung angerech⸗ net, ſogewiß bei unterzeichneter Gerichtsſtelle zu begründen, als ſonſt die erwahnten Ver⸗ käufe als rechtsgültig angeſehen und die An⸗ weiſung an den Ceſſionar des Kaufſchillings ertheilt werden wird. Groskarben den 22. März 1846. Großh. Heſſ. Landgericht das. Jäger. Limpert. Oeffentliche Ladung. (419) Ein gewiſſer, ſchon lange verlebter Chriſtoph Pauli zu Heldenbergen war Kirchen⸗ rechner und wurde dieſem bei der am 24. Januar 1764 ſtattgehabten Abhör ſeiner Rech⸗ nung ein Receß von 838 fl. 54% kr. gezo⸗ gen. Auf dieſe Schuld ſowie die Zinſen da⸗ von wurden am 16. Auguſt 1766 418 fl. 20 kr., welche aus verkauften Gütern erlößt worden waren, an die Gemeinde Heldenber⸗ gen bezahlt, der Reſt an Hauptgeld und Zin⸗ ſen iſt aber bis jetzt noch unberichtigt. Nach⸗ dem die evangeliſche wie katholiſche Kirche zu Heldenbergen erklärt, daß ſie auf dieſen Reſt des Receſſes nebſt Zinſen keine weitere An⸗ ſprüche machen vielmehr dieſe der Gemeinde Heldenbergen überlaſſen wollen, beabſichtigt Letztere nun die Beitreibung des noch zu decken⸗ den Receſſes, um aus ſolchem den Fond zu einer milden Stiftung zu formiren. Die Beitreibung des Receſſes ſoll durch die Veräußerung nachſtehender, in Heldenberger Gemarkung gelegener Güterſtücke 266/ 1 200 Rth. Acker an der Landwehr an Friedrich Becker, 272/12 56 ½ Rth. ditto ziebt über die Win⸗ decker Straße an Anton Pauli jun.,, 367/23 72 Rth. ditto ſtößt auf die ſtrittige Weide an Ludw. Meininger, K 396/ßa 61 Rth. ditto ſtößt auf die gemeine Weide, an Konrad Reh, a 56/5 110 Rth ditto rechts der Eicherhohl. an Jacob Becker, s 596/1. 2. 278 Rth. ditto auf dem Schwal⸗ bengarten an Andr. Reul Inn., 640/1 141 Rth. ditto an der Naumburger Grenze an H. Meininger II., 690/18 312 Kth. ſtößt auf den Buchwald an Andreas Pauli I., 5 bewirkt werden, ehe jedoch dazu geſchritten wird, werden alle zum Theil unbekannte Rechts nachfolger des gedachten Kirchenrechners Pauli biermit aufgefordert, in einer z. F. von 6 Wochen nicht nur etwaige Einwendungen gegen die Richtigkeit des Receſſes, ſondern auch gegen den Verkauf der bezeichneten Güter ſo gewiß dahjer zu machen, als ſonſt zu dieſem geſchritten, der Erlös zunachſt zür Deckung des Receſſes mit Zinſen bis zur Capitalhöhe verwendet, wegen des etwa bleibenden Ueber⸗ ſchuſſes aber weiter rechtlich verfügt werden wird.. Groskarben am 16. Maͤrz 1846. Großb. Heſſ. Landgericht das. Jäger. Schmidt. Bekanntmachung. (446) Johannes Hedderichs Wittwe und und Konrad Hedderichs Frau von der Zeilbach ſind von Gr. Hofgerichte in Gieſſen wegen ihrer Uneldunendge und Unfähigkeit zur Ver⸗ mögensverwaltung unter Curatel geſtellt und ihnen die Ortsbürger Johann Schmiermund und Konrad Fritz daſelbſt als Curatoren bei⸗ gegeben worden. a 5 Man bringt dieß mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß rechtsverbindliche Geſchäfte mit den beiden genannten Frauen nur unter Einwilligung der Curatoren einge⸗ gangen werden können und fordert zugleich die n wie unbekannten Gläubiger hler⸗ mit auf ihre Forderungen an die erwähnten Frauen im Termine. Montag den 11. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dabier perſönlich anzumelden und zu begründen, widrigensfalls auf ſolche bei der Ordnung der Vermögensverbältniſſe derſelben keine Rückſicht genommen werden wird. Grünberg den 12. März 1846. Großb. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt gehöriges Patrimonialgericht der Frei⸗ herrn Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Bücking. Arbeits Verſteigerung. (807) Dienſtag den 14. April 1846, Vor⸗ unttags 11 uhr, ſoll in der Gemeinde Wohn⸗ bach die Anfertigung eines neuen Spritzen⸗ ſchlaugs, veranſchlagt zu 100 fl., in Accord gegeben werden. Dieß den betreffenden Hand⸗ werkern zur Nachricht. Wohnbach den 3. April 18465. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Herget. Holz⸗Verſteigerung (808) Freitag den 8. May l. J., Morgens 10 Uhr, werden in dem pfaffenwiesbacher Gemeindewald 1) im Diſtriet Wehrholz: ca. 1000 Cof. eichen Bau⸗ und Werkbolz, 5 Klftr. buchen Scheid⸗ und Prügelholz, 25„ eichen und birken Prüͤgelholz, 19475 Stück Wellen 2) im Diſtrict Altenmark 17 Theil: 6 Klftr. eichen und birken Prügelholz, 5000 Stück gemiſchte Wellen, verſteigert. Uſingen den 1. April 1845. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Bekanntmachung. 309) Die Müble des Heinrich Konrad üller an der Wetter bei Gambach ſoll Frei tags den 15. Mai d. J., Morgens 10 ubr, in dem zur Mühle gehörigen Wohngebäude nach freiwilligen Anſtehen öffentlich meiſtbietend, in Erb und Eigenthum verſteigert werden. Hungen den 31. März 1846. Großh. Heſſ. Fürſtl Solmſ. Landgericht Hofmann. Draudt. Gefundenes. (810 Cs iſt bei unterzeichnetem ein gefun⸗ dener neuer Weibs⸗Schub abgegeben worden. Dec Eigenthümer kann ibn gegen die Inſerat⸗ gebühren wieder in Empfang nehmen. Fauerbach II. den 5. April 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeister Philippi. Verſteigerung. 11) Samſtag den 11. April, Vormittags 10 Uhr, werden in der Behauſung des Un⸗ terzeichneten circa 70-80 Centner Lohrinden aus dem hieſigen Gemeindewald Bodenhardt öffentlich meiſtbietend verſteigert. Pohlgoͤns den 30. März 1846. Der Grßh. 5 Bürger meiſter choͤpff. „% 111* Holz ⸗Verſteigerung. (812) Mittwoch den 6. May d. J., Mor⸗ gens 11 Uhr, werden in dem Brandoberndor⸗ fer Gemeindewald:. 1) im Diſtrict Gähenſtoß zr Theil: 7% Klftr. buchen Scheid, 6% 77 7 Prügel, 5 1„ eichen Scheid und Prügelholz, 14 Karren Leſebolz, 36 ½ Klftr. Erdſtöcke, 33 eichen Baubolzſtämme v. 1506 ½ Cubf. u. 73 Stück Achſen, 2) im Diſtrict Schmalbach: 14 Klftr. buchen Scheit, 9„„ Pruͤgel., 6 eichen Scheid⸗, 3.„ Prügelholz, 20 Karren Leſeholz, %„, Stocklagerholz, 29¾ö Klftr. Erdſtöcke, 11 eichen Bauholzſtämme von 1162 Cubikfuß abzüglich 655% Cubikfuß, welche als Re⸗ paraturbolz abgegeben werden, 10 Stück Achſen, 8 5 3) im Diſtrict Langenberg 4 Theil: 95 Stück Wellen, 5 14½ Klftr. eichen Scheid, 6½%„ eichen Prügelbolz, 700 Stück Wellen, ½ Klftr. Lagerholz, 10 Karren Leſepolz, i 17% Klftr. Erdſtöcke, 41 eichen Baubolzſtämme und] von 2012 73» Werkhbolzſtämme Cubf. 4) im Diſtrict Langenberg Zr Theil: 25 Stück Wellen, 5) im Diſtrict Langenberg ör Theil: 185 Stück Wellen, 5 60 im Diſtrict Gemeindemark ir Theil: 70 Stück Wellen, 7) im Diſtriet Gemeindemark 21 Theil: 135 Stück Wellen, l 8) im Diſtrict Füllenberg Zr Theil: 85 Stück Wellen, 9) im Diſtrict Gähenſtoß 4r. Theil: 290 Stück Wellen, % Klftr. Erdſtöcke und 5 eichen Werkholzſtämme von 87½ Cubf., 10) im Diſtrict Naſſelborn ur Theil: a 225 Stück Wellen, 11) im Diſtrict MWaidenhain 2r Theil: 2 95 Stück Wellen, 5 12) im Diſtriet Waidenhain ir Theil: 430 Stück Wellen und 1/ Klftr. Erdſtöcke, 13) im Diſtriet Rothlauf: 405 Stück Wellen und 2½ Klftr. Erdſtöcke, 14) im Diſtriet Hermannsthal: 500 Stück Faßreifen und 70„ Wellen, 15) im Diſtrict Hohardtsheck: 800 Stück Faßreifen und 20— Wellen(Beſenreiſer), 16) im Diſtrict Fabrbacherberg 41 Theil: 1300 Stück Wellen und 10„ birken Wellen(Beſenreiſer) verſteigert. Uſingen den 1. April 1846. f Herz. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Verſteigerung. (813) Donnerſtag den 9. April, Nachmit⸗ tags um 2 Uhr, werden an hieſigem Rath⸗ hauſe öffentlich meiſtbietend verſteigert, als: 1) ein Faſelochs, 2) vier Kühe, 3) zwei Rinder, 4) drei Pferde, 5 5) Zwei Wagen. Friedberg am 6. April 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Holz⸗PVerſteigerung. (810 Montag den 11. Mai d. F., Mor⸗ gens 10 Uhr, werden in dem Wernborner Gemeindewald 1) im Diſtrict Lautehardt r Theil: ca. 300 Cbfß. eichen Bau⸗ und Werkholz, 5 Klftr.„ Prügelholz, 2500 Stück„ Wellen, 2) im Diſtrict Bruders hardt zr Theil: ca. 300 Cubf. eichen Bau⸗ und Werkholz, 3% Klftr. eichen Prügelholz, 5075 Stück eichen Wellen, verſteigert. 5 Uſingen den 1. April 1846. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey S chapper. Holz⸗Verſteigerung. (515) Mittwoch den 15. April-l. J., Mor⸗ gens präcis 8 Uhr, ſollen in dem Gemeinde⸗ wald zu Niedermörlen nachbenanntes Gehölz, als Nro. 1, II, vil, IX, X, XI, XIV, in dem angegebenen Schlag 10 5 Stecken birken Scheidholz, 2„ etchen Scheidholz, 30 10 77 nadel 6 4) 34—„ birken u. eichen Prügelholz, 5) 23½„ nadel Prügelholz, 60 7„ aspen u. erlen Prügelholz, 7 18½„ nadel u. eichen Stockholz, 8) 2050 Stück buchen Wellen, 9) 4713 birken u. eichen Wellen, 10) 11950„ aspen u. nadel Dornwellen, 11) 21 Wagen 16 Laſt Allerleiholz, 12) 14 Stämme eichen Bau⸗ und Werk⸗ holz, 798 Cubf. enthaltend, 13) 30 Stämme nadel Bauholz, 259 Cbf. enthaltend, 14) 140 eichen, birken u. nadel Stangen, 160 Cubf. enthaltend, 150 1 Pflugsreh, 160 10 Läſte Allerleiholz, 17 1 eichen Stange, 3 Cbf. enthaltend, 185 1 nadel-» 4„ öffentlich an den Meiſtbietenden verſteigert werden. 1 55 Die Zuſammenkunft iſt im Schlag Nr. X. bei dem Forſthaus Winterſtein. Die Herrn Bürgermeiſter werden erſucht, dieſes in den benachbarten Orten gefälligſt bekannt machen zu laſſen. i Niedermörlen den 4. April 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Dey. ANN Privat ⸗ Bekanntmachungen. Fahrgelegenheit. (490) Vom Montag den 6. April d. J. geht jeden Morgen ein Omnibus um 5 und um 6 Uhr von bier nach Frankfurt ab. Die Wagen halten wie gewoͤhnlich bei Hrn. Supp und Philippi. Friedberg den 31. März 1846. Omnibus-Geſellſchaft. Ane een e. (816) Ich Endesunterzeichneter beebre mich hiermit die ergebene Anzeige zu machen, daß ich auf hieſigem Platze, neben meinem bis⸗ herigen Frucht- und Mehlhandel, en gros, nunmehr auch Mehl in allen Sorten, Früchte jeder Gattung, welche Letztere ſich namentlich wegen beſonderer Qualitat für die Ausſaat eignen, im Kleinen verkaufe. 5 Stets werde ich mir's angelegen ſein laſſen, meinen geehrten Abnehmern ſowohl durch vor⸗ zuͤgliche Qualitäten, als auch zu äußerſt billi⸗ gen Preiſen zu entſprechen. Vilbel. Marcus Strauß. „ 112„. Nachricht fuͤr Reiſende nach Nordamerika. (170 Special-Agentur der a Poſtſchiffe zwiſchen Havre und New-Nork. Verzeich ni ß der regelmäßigen Havre-New-VPorker Poſtſchiffe, welche fuͤr die Monate Marz und April l. J. abfahren. a in Verbindung mit den rheiniſchen und Namen 2 Aofahrt holländiſchen Dampfſchiffen . 8 von von von der Capitaine. 8 von Mann Frankfurt, Poſtſchiffe. Havre. Rotterdam. 81 Ahne 5 ingen. Gernsheim. Louis⸗Philippe Caſtoff.. 7948. März 4. März 1. März 28. Februar St⸗Nicolas.. J. B. Pell. 81116.„ 2 8. 7. März Duch. d'Orleans JRichardſon. 798 24.„ 20.„ 16. 1 Burgundy.„. 1. April 27.„ 1. Jowa; Lines 875 8. 4. April 30.„ 29. 9 Oneidaa J. Funck 791 6. 1 55 Emerald. Sowe. 51824.„ 20.„ 17 16. Zurich„ Thompſon.. 875 1. Mai 3 24.„ 23. 1 Obige für die Monate März und April bezeichneten Poſt⸗ oder Paketſchiffe gehören der einzig und alleinig beſtehenden, von ſämmtlichen deutſchen Konſuln und ſtädtiſchen Behörden in Havre als ſolche anerkannten Poſtſchiffslinie an, und fahren das ganze Jahr hindurch regelmäßig zwiſchen Havre und New⸗ANork den 1., 8., 16. und 24. eines jeden Monats hin und zurück. Für New⸗Orleans fahren die gekupferten Dreimaſterſchiffe, I. Kl., alle 10 Tage während der Monate März und April ab. 5 Mainz den 4. Februar 1846. Washington Finlay, Haupt⸗ und Special⸗Agent der regelmäßigen Poſtſchiffs⸗Verbindung zwiſchen Havre und New⸗Nork. — —— NB. Es iſt durchaus nothwendig, daß die Paſſagiere wenigſtens einen Tag vor den im Fahrplane feſtgeſetzten Abfahrttagen ſich in Mannheim, Mainz, Bingen ꝛc. einfinden. Näheres ertheilen meine Agenten die Herren Werner Ramſpeck jun. in Alsfeld, S. Blumenthal in Beerfelden,(Odenwald) 3 Rauth jun. in Höchſt(Odenwald) C. G. Appel in Gießen, W. Reh in Darmſtadt. Koͤniglich Sardiniſches Staats-Anlehen von 3,600,000 Franken. 617) am 1. Mai 1846 findet die erſte Gewinn⸗Vertheilung dieſes Staats⸗Anlehens öffentlich ſtatt, bei welcher 4000 Gewinne, als Fres. 80,000, 10,000, 2000, 3 4 500, 10 à 100, 10 à 75 und 3974 4 140 gezogen werden. Die Original⸗Obligationslooſe hierzu ſind bei unterzeichnetem Handlungshauſe für fl. 20 zu erhalten.— Plane gratis.— Nach der Ziehung wird die amtliche Ziehungs⸗ liſte der gezogenen 4000 Gewinne pünktlich eingeſgnßt. 5. e Moriz J. Stiebel, Banquier in Frankfurt am Main. Verſteigerungs⸗ Anzeige. (818 Dienſtag den 14. April, als den 3. Oſterufeiectag, Morgens 9 Uhr, läßt der Un⸗ terzeichnete in ſeiner Wohnung nachſtehende Gegenſtände zum öffentlichen Verkauf aus— bieten, als: 19 12 Stück noch ganz neue Stuben⸗ und — Hausthüren, weiß gefirnißt, mit Meſſing⸗ Schlöſſern und Banden beſchlagen, b 2) 20 Stück gute 2ſchläfrige Bettſtellen mit eichenen Stollen, 5 3) Eine Partie neue wollene Teppiche, 4) Eine große Partie Pferdegeſchirre, nament⸗ lich lederne Zugriemen, Halfter ꝛc., 5) Eine Partie große Oelfäſſer, zu Pfuhl⸗ fäſſer gut geeignet, und noch mehrere an⸗ dere Gegenſtände. g Münzenberg den 3. April 1846. Hirſch Mayer. Zaum Vermiethen! (519) Ludwigſtraße Nr. 470. Der mitt⸗ lere Stock meines Hauſes iſt zu vermiethen und kann bis den 1. Mai 1846 bezogen wer⸗ den. Phil. Wilh. Sieck. Holz ⸗Verſteigerung. (820) Dienſtag den 14. April d. J. werden in dem Freiherrlich von Rothſchildiſchen Wald⸗ diſtrict Altenberg bei Rodheim 1) 50 Stück birkene Werk⸗ und Nutzholz⸗ Stangen, birkene Prügel⸗Wellen, erlene desgleichen, 22150 3) 450„ 4 1850 Stück eichene und aspene gemiſchte „e men aepreiſer⸗Wellen, 5) 550„ aspen und Saalweiden⸗Wellen, 8 1820 Fuß lang, öffentlich an Ort und Stelle meiſtbietend ver⸗ ſteigert werden. Bemerkt wird noch, daß die letzteren Wellen zur Einfriedigung der Garten und zu Bohnen ſtangen ſich eignen. 7 Die Zuſammenkunft iſt Morgens 9 Uhr im Altenberg am Weg von Rodheim nach Okarben. Okarben den 4. April 1848. f f Hilgenreiner. Verſteigerung von 24 Pferden, pfer⸗ degeſchirr, Chaiſen ic. (8210 Dienſtag den 14. d. M. läßt der Unterzeichnete die nachſtehend verzeichneten Gegenſtände gegen gleich baare Zahlung öffent⸗ lich verſteigern: 24 Pferde,.. 9 Paar Poſt⸗Hintergeſchirre mit Kummet, 10„ Sielen, 10„ Kreuz- und Leitriemen ꝛc., 2 Felleiſengeſchirre, u 7 Fahr⸗ und Reitſattel, 5 vierſitzige ganz gedeckte Chaiſen, 1 5 halb gedeckte Chaiſe, a 1 11 6. 7 2.(zum ein- und zweiſpannigen Fahren eingerichtet). 2 Briefkärrnchen,: 6 Chaiſenräder, 1 vierſpännigen Oeconomiewagen und 30 Malter Wicken. 1 Vilbel den 2. April 1846. Simon. Drei möblirte Zimmer (822) im zweiten Stock, nöthigenfalls kann auch ein viertes gleicher Erde dazu abgegeben werden, iſt in der Mitte der Stadt täglich zu beziehen. Näheres bei Ausgeber dieſes. Lehrlings⸗Geſuch. 529) Von Unterzeichnetem wird ein Lehr⸗ mit oder ohne Lehrgeld in die Lebre geſucht. Wölfersheim den 5. April 1846. Sattlermeiſter A. Stüber. Bekanntmachung. (82˙¹) Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß der Heinrich Nees von Montag den 6. d. M. nicht mehr bei uns in Dienſten iſt. 8 Wer die Stelle des Nees zu haben wünſcht, wolle ſich bei Heinrich Hanſtein melden, demſelben ſeine Zeugniſſe vorlegen und nach⸗ weiſen, daß er mit dem Packen vertraut iſt und Rechnen und Schreiben kann. Die Friedberger Omnibus⸗Geſellſchaft. Welſchen⸗ Eier i (825) ſind zu kaufen bei Verwalter Krick in Utphe. Zum Ausleihen (826) liegen 200 fl. Armenfondscapital bei Decan Hofmann zu Griedel. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Gründonnerſtag. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Zugleich Beichthandlung.) Charfreitag. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Cröß mann. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche Herr Candidat Wolff. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. an ſaͤ 7 mehr i deshalb VGeomete ſtuzung denſelb Daß verſteh Beſch zu Ze gungen decretl