118 1225 N 4 dedberg Zußbach Hunger Abe Intelligenz-Olatt für die Provinz Oherheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 8 A * ————— „——. Mittwoch, den 7. Oktober Ein neues Vierteljahr Abonnement auf das wöchentlich zwei mal erſcheinende„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. October. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— e das Viertelſahr 24 kr.— Inſeratgebühren: ufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag Zeile 2 kr.— welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags⸗Blatt. die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die dritte und jede folgende Abend eingehenden Inſerate kommen in das Mittwochs⸗Blatt, und alle, Carl Bindernagel. Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg, Gruͤnberg und Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: ee diesjährigen Recrutirungsrath in der Provinz Ober⸗ eſſen. Nach einer Benachrichtigung des Großh. Provinzial⸗ Commiſſärs der Provinz Oberheſſen finden die Sitzungen des Recrutirungsrathes dieſer Provinz am 19.— 23. Okto⸗ ber d. J. zu Gießen ſtatt. Es iſt dabei zur Erleichterung dieſes Geſchäfts und zum Beßten der zum Theil weit her⸗ reiſenden Reklamanten, die Einrichtung getroffen worden, daß für alle Bezirke der Provinz nachfolgende Tage be⸗ ſtimmt worden ſind, an welchen diejenigen Individuen, welche beim Rekrutirungsrathe etwas zu thun haben, ſicher ſind, vorzukommen, während an den anderen Tagen dieſel— ben den anderen Bezirken Angehörigen nachſtehen müſſen. Vorgedachte Tagbeſtimmung iſt folgende: 19. Oktober für die Bezirke Alsfeld und Vöhl, 20. 5 1„ Büdingen und Biedenkopf, 21. 5„„„ Lauterbach und Nidda, 22. 5„„„ Friedberg und Hungen, 23. 1„„„Grünberg und Gießen. Morgens 8 Uhr des betrff. Tags haben die Anmel- dungen auf dem Bureau des Großh. Provinzial⸗Commiſſärs zu geſchehen und werden dieſelben nach der Reihe eingelaſſen werden. Indem wir Sie hiervon zur alsbaldigen Bekannt— machung benachrichtigen, bemerken wir noch Folgendes: Vor dem Rekrutirungsrath müſſen alle von der Rekrutirungs— kommiſſion an den Rekrutirungsrath verwieſene Leute, ſo wie diejenigen, welche bei der letzten Ergänzung von den Regimentern als untauglich zurückgewieſen worden ſind, mit einem von dem einſchlägigen Großh. Bürgermeiſter ausge⸗ N ellten verſiegelten Signalement erſcheinen. Die zuletzt ge⸗ chten Leute haben zugleich die von den betreffenden Regi⸗ mentern und Corps erhaltenen vorläufigen Entlaſſungsſcheine mitzubringen. Außerdem können auch andere, welche vor dem Re— crutirungsrath etwas vorzubringen haben, insbeſondere die— jenigen, die nach§. 65 der Verordnung vom 30. April 1831 noch zuläſſige Depotanſprüche geltend machen wollen, während der angegebenen Zeit vor demſelben Gehör finden. Dieſelben müſſen jedoch mit einem von Ihnen ausgeſtellten verſchloſſenen Signalement verſehen ſein. Schließlich ſchär— fen wir Ihnen ein, die Leute, welche wegen phyſiſcher Ge— brechen Depotanſprüche oder Untauglichkeit geltend machen wollen, darüber zu belehren, daß ſie ſich mit den nöthigen Beſcheinigungen, insbeſondere der Aerzte, Bürgermeiſter, Pfarrer, Schullehrer ꝛc. verſehen müßten, widrigenfalls ſie Abweiſung zu erwarten hätten. Friedberg, Grünberg und Hungen am 3. Oktober 1846. Küchler. Ouvrier. Follenius. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſämmtliche Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Den Geſchäftsgang überhaupt, namentlich die Audienztage. Meiner Verfügungen vom 22. April 1834 Nro. 17. und vom 3. Februar 1839, Nro. 6. des Intelligenzblattes, ohngeachtet, erſcheinen viele Kreisangehörige auf Nichtau⸗ dienztage und machen ſich entweder vergebliche Gänge, oder erzeugen vielfältige Geſchäftsſtöͤrungen. Sie werden deßhalb angewieſen nicht nur ſelbſt und durch Vermittelung der Gemeinderäthe, als auch durch An— ſchlag an das Rathhaus oder ſonſtige zu Bekanntmachungen 0* 316* 9 11 beſtimmte Lokale moͤglichſt zu veröffentlichen, daß künftig als Rheinzolltarifs in dem, durch die Nr. 28 des Regbl. vom 4. Ock v. 55 1 15 Regel, Niemand außer dem auf Dienſtag beſtimmten Audienz Pveröffentlichten Supplementarartifel XVI. zur Rheinſchifffahrtsconvention 1 900 1 9 tage, in dienſtlichen Angelegenheiten bei mir Gehör finden vom 31. März 1831 iſt, nach Maßgabe des Artikels 23 derſelben, der m a 1 kann. Rheinzolltarif von den aus dem Rhein in die Lahn gehenden Schiffen Bei dieſer Gelegenheit wiederhole ich Ihnen abermals, nun auf 1 Cent: 94 ms. bei dem Bureau zu Coblenz für die Berg⸗ mile 1 N daß Sie ſich angelegentlichſt zu bemühen haben, die Anliegen fahrt bis zu der Lahn, und 8 Cent: 11 ms. bei dem Bureau zu Caub ö ct Ihrer Gemeindeangehörigen bei mir durch berichtliche Cor- für die Thalfahrt bis zu dem gedachten Nebenfluſſe, durch Uebereinkunft hon reſpondenz zu erledigen, damit dieſelben mit Zeit- und Koſten⸗ feſtgeſetzt worden.— 15 0 aufwand verſchont werden. Dieſes gilt beſonders auch von II. Bekanntmachung Großh. Oberpoſtinſpection, vom 27. August l ht Einſendung von Berichten wegen Zulaſſung zum Armenrecht, die Poſtverbindung zwiſchen Gießen, Battenberg und Arnsberg 15 fl.)! 1115 Heimathſcheinen, Paßberichten ꝛc., welche ſeither vielfach und betr. Vom 1. Sept. an courſirt der Poffwagen zwiſchen Gießen und b ö mitunter— beſonders die Heimathſcheine— offen durch Battenberg täglich, zwiſchen Battenberg und Arnsberg aber wie ber S 8 die Betheiligten hierher verbracht wurden, was ſogar ahn⸗ ſeither.— Zur Erleichterun„ 8 5 5 5.„ g des Verkehrs kommt gleichzeitig für das ö dungswerth erſcheint und ſoweit es verboten iſt, künftig auch roßh. heſſ. Gebiet eine ermäßigte Perſonent N geahndet werden wird. Da wo keine directe Poſtverbindung fehr), 1 ee e e, 1 beſteht, ſind dem Bezirksboten die ſchriftlichen Mittheilungen Au g a 5 5 l III. Summariſche Ueberſicht der Rechnung Großh. Landes- N an mich mitzugeben und ſind expreſſe Gänge und Gelegen— 8. 5 f 9 5 1 heitsbeſtellungen möglichſt zu vermeiden. Waiſenanſtalt für 1845. Ordentliche Einnahme: von Gebäuden . 5 5 und Grundſtücken 412 fl. 45, abgegebenen Naturalien 317 fl. 29, Kapi⸗ ö wih J 8 Friedberg den 1. October 18 e er talzinſen 3529 fl. 31 ¼, Zuschuß aus andern Kaſſen 33,896 fl. 49, milde 100 1 5 Gaben und Verehrungen 10,023 fl. 5/8, Illaten der Kinder 1501 fl. Juni 9 49%, von Lotterien 2 fl. 42, Verſchiedenes 14 fl. 43, zus. 49,698 fl. Unſerer a 54 kr. Außerordentliche Einnahme: Kaſſevorrath 2657 fl. 59¼, flu, ö Der Großherzoglich Heſſiſche ö Ausſtände aus vordern Jahren 645 fl. 48, zuſ. 3303 fl. 47¼; Wie der⸗ lere g 9. 55 5 8 5 holung: Summe aller Einnahmen 53,002 fl. 41½. Ordentliche chung Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg Aus gabe: Verwaltungstoſten und Laſten 2284 fl. 7j Beſoldungen, Tag.( 5 85 5. 5 lohn, Penſionen 180 fl. 58¾; Kosten für Erziehung und Verpflegung bei an die Großh. Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. der Waiſen 47,290 fl. 21¼; Unterhaltung der Gebäude und Grundſtücke 9 8 1 Betreffend: Die Sicherſtellung des Pferdebedarfs für den Fall der Mo⸗ 3 fl. 1; Verſchiedenes 6 fl. 36; zuſ. 49,765 fl. 4½ kr. Außerordent⸗ 1 bilmachung der Bundescontingente. liche Ausgabe: 2600 fl. Summe aller Ausgaben: 52,365 fl. 4½ kr. ſchti 1 Unter Hinweiſung auf mein unterm 16. Juni 1842 Einnahme und Ausgabe verglichen bleibt Reſt 637 fl. 37½ kr. un N 1 erlaſſenes, und in Nro. 25 des Intelligenzblatts von 184 Schluſſe des Jahres 1844 waren Waiſen vorhanden 1249. Zugegangen ehre 16 enthaltenes Ausſchreiben fordere ich Sie auf, die in Ihren ſind im Jahr 1845: In Starkenburg 86, Oberheſſen 91, Rheinheſſen 41, 5 frier 1 Gemeinden befindliche Pferde, welche zum Militärdienſt ſich Lehrlinge, welche Unterſtützung erhalten 94, zuſ. 312. Mithin wurden ö 1 wi 1 eignen, alsbald aufzunehmen, in die dort vorgeſchriebene im Jahr 1845 verpflegt 1561. Entlaſſen wurden: In Starkenburg 120, 7 5 Ueberſicht einzutragen und ſolche ohnfehlbar und bei Ver— Oberheſſen 64, Rheinheſſen 40, Lehrlinge 81, zu. 305. Es verblieben 0 1 . 4 meidung der Abſendung von Strafboten bis zum 15. d. M. daher am Ende 1845 1256 Waiſen.— 1 1 anher einzuſenden. IV. Verzeichni 0 1 4 5 zeichniß der Vorleſungen, welche auf der Großh. Heſſ. b 1 Grünberg am 3. October 1826. g Ludewigsuniverſität zu Gießen im Winterhalbjahre 18%, gehal⸗ Mit 1 Dunne ce an geh 1 1* ten und am 26. October beſtimmt und allgemein ihren Anfang nehmen 1 0 werden.(S. die amtliche Bekanntmachung in der Beilage zu Nr. 252 1 s der Großh. Heſſ. Zeitung vom 11. September d. J.) det, 1 5 0 Derſelbe an dieſelben. V. Namens veränderung. Am 18. Auguſt wurde dem Han⸗ 2 1 delsmann Franz Jakob Dumont zu Mainz geſtattet, künftig noch den d W. l Betreffend: Die Arretirung des Schulknaben Johs Becker von Lumda. Vornamen„Adolph“ zu führen.— afaht 11 Der Rubricat hat ſich ſchon längere Zeit von Hauſe N 1 f b ge , Ich weiſe Sie deßhalb an, genau nach demſelben forſchen a„„. g d ihn im Betretungsfall 4 arretiren und an' mich abliefern tionshauſes zu Dieburg; 13. Mai Kreisbote Förſter dahier zum Werk⸗ wird 95 1 aßten im Heeengeee a 0 meiſter bei dem hieſigen Correctionshauſe; 22. Juli Hofkutſcher Mattern 1 7 zum 1. Landrathsdiener zu Erbach; 20. Aug. der bisher proviſoriſch mit ieee 1 vrier der Beſorgung der Brückengelderhebung bei der gemeinſchaftlichen Main⸗ Beka . i ſchiffbrücke zu Offenbach beauftragt geweſene Oberſteuerbote Spieler daſ. Signalement: nunmehr zum Brückengelderheber dabei; 21. Pfarrer Dauber zu Wald⸗ blond michelbach zum Decan des Decanats Lindenfels auf 5 Jahre; 1. Sept. 1 9 955 13„ 8 b 5 5 9 5 5 hre, ee, n ee ee Notar Lippold zu Mainz zum Ergänzungsrichter bei dem Kreisgerichte Stirne: bedeckt. Augenbraunen: blond. Augen: blau. Naſe: 6 ſtumpf. Mund: gewöhnlich. Kinn: rund. Geſicht: rund. das ernannt. T n 6445 Geſichtsfarbe: friſch. VII. Militärdienſtnachrichten: Am 3. Aug. wurde dem are Hauptmann Vogel, Platzadj. der Reſidenz, der Charakter als Major DBaumat ertheilt; am 12. Kriegskaſſebuchhalter Dannenberger auf ſein Nach⸗ tere par ſuchen in den Ruheſtand verſetzt; Oberappelations⸗ und Caſſationsgerichts⸗ dae. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. rath Schenck zum 2. rechtsgelehrten Ergänzungsrichter 155 Oberkriegs⸗ 1— : erichts ernannt; 19. Major Keil, Command. des 1. Bat. 1. Inf.⸗ Auszug a e enssblatt Res 950 auf ſein Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt. Am 26. Aug. wur⸗ I. Bekanntmachung Großh. Miniſteriums der auswärtigen Ange⸗ den ernannt: Hauptmann, Brig.⸗Adj. der 1. Inf.⸗Brigade, Gräcmann, legenheiten vom 13. Sept., den Rheinzolltarif von den aus dem Rheine zum Major und Commandeur des 1. Bat 1. Inf.⸗Reg., Hauptmann in die Lahn gehenden Schiffen beir. In Folge der neuen Feſtſtellung des Frey vom 2. Inf.⸗Reg. zum Brigadeadj. der 1. Inf.⸗Brig., Oberlieut. 8 t 5. 9 2. Wogen en, der Schiffen a Betg⸗ Caub inkunft dent⸗ 47% K Am gangen en 4, Arden 1, dluden d den meiſtet Lorret⸗ Werk⸗ ſtetu ch mit Mam⸗ et da. Vald⸗ Sept. richt dem Tajor ach ichts⸗ riegs⸗ Ju wur nann, mann ttlieut. W 3. Franck vom 4. zum Hauptmann im 2. Inf.⸗Reg., Lieut. Wachter vom 1. zum Oberlieut. im 4. Juf.⸗Reg. und Cadetcorporal Keim vom 4. zum Lieut. im 1. Juf.⸗Reg.— VIII. Characterverleihungen: Am 18. Aug. dem Pfarr⸗ amtscandidaten und Lehrer an der 2. Abth. der 1. evangeliſchen Stadt⸗ knabenſchule dahier, Lauckhard, und dem evang. Pfarramtscandidaten Hoffmann dahier als Freiprediger. IX. Concurrenz für: die evangeliſche Pfarrſtelle zu Pfungſtadt mit jährlich 1827 fl., jedoch einer temporären jährlichen Abgabe von 75 fl.; die evang. Pfarrſtelle zu Wonsheim mit 867 fl.— X. Berichtigung. Die Penſionirung des Handelsgerichtsſchrei⸗ bers Sieglitz zu Mainz hat auf Nachſuchen ſtattgefunden. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 31 von 1846. I. Edict, die Fortſetzung des X. Landtages betr.— Lud⸗ wig II. von Gottes Gnaden Großherzog von Heſſen und bei Rhein ꝛc. Nachdem Wir beſchloſſen haben, daß die durch Unſere Verfügung vom 23. Juni vorigen Jahres auf unbeſtimmte Zeit vertagten Verhandlungen Unſerer getreuen Stände mit dem 2. November d. J. wieder beginnen ſollen, ſo verkünden Wir ſolches hierdurch öffentlich, und geſinnen an Unſere getreuen Stände, daß ſie ſich an dem feſtgeſetzten Tage zur Fort⸗ ſetzung ihrer verfaſſungsmäßigen Verhandlungen wieder in Unſerer Reſi⸗ denz vereinigen mögen. Urkundlich Unſerer eigenhändigen Unterſchrift und des beigedrückten Staatsſiegels. Darmſtadt, am 29. September 1846. (L. S.) Ludwig. du Thil.— II. Verordnung, den Betrieb und die polizeiliche Beauf— ſichtigung des Mäklergewerbes in der Stadt Mainz betr.— IV. Concurrenz für die mit einem Theologen zu beſetzende 2. Lehrerſtelle an der Muſterſchule zu Friedberg mit jährlich 700 fl., nebſt freier Wohnung oder einer Entſchädigung dafür von 100 fl., wobei be⸗ merkt wird, daß der Lehrer zureichende Befähigung beſitzen muß, in der franzöſiſchen Sprache Unterricht zu ertheilen.— Mittel, um Mäuſe und Ratten zu vertilgen. Manche Gemeinden haben ſchon viel Geld aufgewen— det, um die Mäuſe auf dem Felde zu vertilgen, jedoch nicht immer einen günſtigen Erfolg erlangt. Gemeinden, wo die Vergiftung mit Arſenik geſchah, haben den Nachtheil erfahren, daß viele Hühner und Katzen am genoſſenen Gifte geſtorben ſind, ohne des Wildgeflügels zu gedenken. Die Vergiftung mit Phosphor ſchadet nicht leicht andern Thieren, wird aber die Maſſe von den Mäuſen nicht ganz aufge— zehrt, ſo verliert der Phosphor ſeine tödtende Wirkung. Das Fangen in Löchern oder Töpfen hat ſich noch am beſten bewährt. Nachfolgendes Mittel iſt geeignet, Mäuſe und Ratten ſowohl auf dem Felde, wie in Häuſern, z. B. in Gewölben, Archiven, Kellern u. ſ. w., wo man zu den Löchern kom—⸗ men kann, mit der ganzen Brut, die ſich im Loche befindet, in einigen Sekunden zu tödten, ohne daß dabei der geringſte Nachtheil entſtehen kann, wenn auf folgende Weiſe ver— fahren wird. Das Mittel ſelbſt beſteht in Schwefelleber, die durch verdünnte Schwefelſaͤure zerſetzt wird. Um die Tödtung zu bewerkſtelligen, thut man 1 oder 1½ Qnentchen Schwefel⸗ leber in ein Dütchen von doppeltem Makulatur oder Druck papier, macht es zu und taucht es, daſſelbe an der Spitze haltend, in verdünnte Schwefelſäure, welche ſich in das Papier hineinzieht, ſteckt es ſchnell ins Loch und tritt dieſes feſt zu; in den Häuſern wird das Loch mit Kalk oder Lehm zugeſtrichen. Will man dieſe Verfahrungsart auf dem Felde in An⸗ wendung bringen, ſo braucht man freilich eine große Menge Schwefelleber und Schwefelſäure; allein die Ausgabe iſt doch nicht ſo bedeutend, als man im erſten Augenblick wäh— nen mag; denn aus 10 Pfund Schwefelleber(das Pfund koſtet 6 bis 10 Sgr. laſſen ſich 1200 bis 1300 Dütchen machen und zu ihrer Zerſetzung werden einige Pfund Schwefel— ſäure(engliſche Schwefelſäure koſtet 2½ bis 3 Sgr.) ge⸗ braucht, die, wie ſchon erwähnt, noch mit Waſſer verdünnt wird. Um die Schwefelſäure zu verdünnen, werden 4 bis 5 Löffel Waſſer in einen glaſirten Topf gethan und nach und nach 1 Pfund Schwefelſäure hinzu getröpfelt, während man die Flüſſigkeit bisweilen mit einem Stäbchen umrührt. (Nr. 37 der„landwirthſchaftlichen Dorfzeitung.“) Für die Brandbeſchädigten zu Betzenrod ſind außer den in Nr. 76. d. Bl. angezeigten, milden Gaben an derglei⸗ chen bei dem Unterzeichneten weiter eingegangen: von T. 35 kr., von St. L. B. 1 fl. 20 kr., geſammelt von A— 3 30 kr. 3 Bu ß. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. v οιννννν Bekanntmachung. (143 Freitag den 9. d. M., Nachmittags um 2 Ühr, werden in dem Hofe des Militär⸗ Lazareths dahier, namhafte Quantitäten alte Baumaterialien, wobei ſich insbeſondere meh— rere Parthien noch gebräuchliche Thüren und Fenſter mit Beſchläge, ſodann 5 Oefen ꝛc. ic. befinden, gegen gleich baare Zahlung verſteigert. Friedberg den 1. Oktober 1846. 8 J. A.: Golz. Oberquartiermeiſter. Edictalla dung. (1881) ueber das Vermögen des Konrad Möckel II. von Langenhain iſt der Concurs erkannt worden. Diejenigen, welche Forderungen an ihn oder Anſpruche an die Maſſe haben, werden deß— halb aufgefordert, dieſelben im Termin Mittwoch den 28. October, . Morgens 9 Uhr, dahier anzuzeigen, zu begründen und etwaige Vorzugs-Rechte geltend zu machen, gegenfalls ſofort Ausſchluß von der Maſſe erfolgt. Butzbach den 8. September 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Dr. Irle. Edietalladung. (1400) Cigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſpruche an die von Kaspar Georg zu Hel⸗ pershain beſeſſenen, theilweiſe veräußerten Immobilien, worüber Grundbuchs⸗Auszüge in der Regiſtratur unterzeichneten Gerichts zu Jedermanns Einſicht offen liegen, ſind bin⸗ nen vier Wochen von heute geltend zu machen, widrigenfalls demſelben eine ſein Cegenthums⸗ recht dgran beſcheinigende Urkunde ausgefer⸗ tigt, reſp. der Kaufbrief beſtätigt werden wird. Ulrichſtein am 14. September 1846. Grßh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Faſeleber⸗Verſteigerung. (1415) Freitag den 9. Oktober d. J., des Vormittags um 11 Uhr, ſoll ein der Gemeinde Reichelsheim gehöriger, 1½ Jahre alter Faſel⸗ eber auf dem Rathhauſe daſelbſt meiſtbietend verſteigt werden. Reichelsbeim den 2. Oktober 1846. Der Herzogl. Naſſ. Oberſchultheis Schmid. Lieferung eichener Bohlen. (142 Die Lieferung von dreißig Stück gut ausgetrockneter, eichener Bohlen, 15 bis „.. — 3 16 Fuß lang und 1½ Zoll dick, für die hie⸗ ſige Anſtalt, ſoll im Soumiſſionswege an den Wenigſtfordernden vergeben werden. Hierzu Luſttragende wollen ihre deßfallſige Sdumiſ⸗ ionen längſtens bis zum 12. Oktober d. J., Vormittags 10 Uhr, verſiegelt und mit der Ueberſchrift:„Lieferung eichener Bohlen be⸗ treffend/ auf dem Directorial-Bureau dahier portofrei einreichen. Marienſchloß am 25. September 1846. J. A.: Der Verwalter Bauer. Edietal ladung. (1428) Alle diejenigen, welche Forderungen oder ſonſtige Rechtsanſprüche an den verſtor⸗ benen Gemeindsrechner Johannes Lind zu Bingenheim zu machen haben, werden hiermit aufgefordert, ſolche ſogewiß in dem auf Mittwoch den 28. Oktober d. J., Morgens 8 Uhr, 8 anberaumten Termin dahier anzuzeigen und gehörig zu begründen, widrigenfalls ſie bei Regulirung dieſer Verlaſſenſchaftsſache weiter nicht berückſichtigt werden. Nidda, den 24. September 1846. Größh. Heſſ. Landgericht daſ. Cattrein. Arbeits- Verſteigerung. (1446) Freitag den 9. d. M., Nachmittags um 2 Uhr, ſoll das Zerſchlagen der Unterhal⸗ tungsſteine des Vicinalwegs von Ockſtadt nach Friedberg auf dem Bureau des Unterzeich⸗ neten an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden., Ockſtadt den 3. Oktober 1846. Der A Hef. Bürgermeiſter ein. Marktverlegung. (1447) In Folge Genehmigung Gr. Heſſ. Kreisraths des Kreiſes Friedberg ſoll der auf den 21. und 22. Oktober ſtattfindende Vieh⸗ und Kramermarkt nunmehr den 28. und 29. Oktober abgehalten werden, was zur Kennt⸗ niß des Publikums gebracht wird. Altenſtadt am 29. Sept. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Brack. Edicetalladung. (1418) Der ſeit vielen Jahren abweſende, zu Köppern am 25. März 1773 geborne Sohn des Joh. Peter See und ſeiner Ehefrau Eva Katharina, geb. Stamm, Namens Conrad See, deſſen Leibes ⸗, Teſtaments⸗, oder Ver⸗ trags⸗Erben werden andurch aufgefordert ſo gewiſſer binnen 3 Monaten a dato ſich zur Empfangnahme des ſehr geringen bis⸗ her curatoriſch verwalteten Vermögens bei unterzeichnetem Amte zu melden und zu legi⸗ timiren, als anſonſten der gedachte Conrad See für tod erklärt, ſein Vermögen aber ſei⸗ nen Seitenverwandten in Eigenthum über, wieſen werden ſoll. Homburg den 22. September 1846. Landgräflich Heſſiſches Juſtiz Amt. Dr. v. Haupt. Verſteiger ung. (1449) Mittwoch den 12. Oktober l. J., Vormittags um halb 10 uhr, wird die Lie⸗ ferung von 5 19 1800 Stück Weißkraut, 2) 1800„ Würſing, 0 3) 500 Maltern Kartoffeln à 240 Pfd., 4) 30 Centner gelbe Rüben, 2 17 Untererdige Kohlraben, 65 2„ 3bwiebeln und 7) 25 Ohm Sauerkraut 318* für die bieſige Anſtalts,⸗Menage auf dem Direc⸗ torial.Bureau dahier an die Wenigſtfordern⸗ den verſteigert. Marienſchloß den 29. September 1846. In Auftrag Gr. Zuchthaus Direction Weigel, Speiſemeiſter. Edictalladung. (1450 Wer an die Nachlaß maſſe des Johs · Keil VII. zu Ettingshauſen etwas zu fordern hat, ſoll ſeine Forderung Mittwoch den 28. October 1846, Vormittags 9 uhr, bei Gr. Landgericht in Lich anmelden, und Vorſchlaͤge der Wittwe des Johannes Keil VII. wegen eines Nachlaß⸗ und Stundungsvertrags vernehmen. Die Ausbleibenden haben zu ge⸗ wärtigen, daß, ohne Rückſicht auf ſie, der allenfalls zu Stande kommende Vergleich voll⸗ zogen und über die Activmaſſe dennoch dispo. nirt wird.. Lich den 22. September 1846. 5 Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Dittmar. Verſteigerung. (1431) Mittwoch den 7. Oktober, Morgens um 11 Ubr, wird das Wegfahren der im See⸗ graben ſitzenden Steinen, ſowie das Ausleſen und Setzen der Pflaſter- und Mauerſteinen in hieſigem Rathhauſe öffentlich wenigſtneh⸗ mend verſteigert. Friedberg am 3. Oktober 1846. Der Grßb. ad en der. Bekanntmachung. (1452) Als Zahltag bei gräflich Solms⸗ Rödelheim ſcher Kammercaſſe dahier iſt der Freitag beſtimmt, was hiermit zur öffent⸗ Kenntniß bringt Aſſenheim am 1. Oktober 1846. Der Rentamtmann pPedrag bi a. N π⏑⏑ιεππ] Privat ⸗ Bekanntmachungen. Eine Wohnung, (1439) beſtehend in einer heizbaren Stube, Kammer, Küche und Keller, nebſt Stall und Miſtplatz, hat zu vermiethen und kann ſogleich bezogen werden bei Carl Häußers-Wtw, in der Seemühle dahier. Zu Verkaufen. (1453) Ein guter Werneriſcher Ofen mit einem Cirkulir⸗Aufſatz, erſt 2 Jahre gebraucht, iſt billig zu verkaufen bei 5 Carl Schmidt in Rödgen. Eine ledige perſon (148000 kann in einer hieſigen Bürger familie Koſt und Logis, auf Verlangen auch Logis allein, erhalten. Wo? ſagt die Exped. d. Bl. Friedberg. Zu Verkaufen. (1455) Ein ganz vollſtändiges und gut er⸗ haltenes Pferdegeſchirr zum einſpännigen Chai⸗ ſenfuhrwerk iſt aus der Hand zu verkaufen; wo? iſt bei der Expedition d. Bl. zu erfragen. Zu Verpachten. (1456) Ein 2 Viertel, 27 Ruthen halten⸗ der guter und ſchöner Garten, am ſ. g. Schützenrain gelegen, mit tragbaren Obſt⸗ bäumen und Spargelanlagen verſehen, iſt vom Anfange künftigen Jahres an auf längere Zeit aus der Hand zu verpachten und in dem Hauſe Nr. 473 hieſiger Stadt zu erfragen. Wirthshausberpachtung zu Echzell. (1457) Auf Antrag der Vormünder wird das den Erben des Heinrich Schultheiß VI. gehörige ſogenannte Gemeindewirthshaus zu Echzell mit den darauf ruhenden Gerechtſamen in dem Termin Donnerſtag den 22. Octo⸗ ber d. T., in dem Hauſe ſelbſt, auf 6 Jahre verpachtet. Steigliebhaber müſſen eine ange⸗ meſſene Kaution leiſten und konnen die näheren Pachtbedingungen bei den unterzeichneten Vor⸗ mündern einſehen. Echzell den 2. Oktober 1846. Heinrich Winter II. Kaspar Bechtold. Ein vollſtändiges Logis (1458) im Joh. Heßſchen Hauſe in der Vorſtadt kann vermiethet und alsbald be⸗ zogen werden. Das Nähere bei M. Jung. rn (1489) sch warne hiermit Jedermann, mei⸗ nem Sohn Johannes auf meinen Namen zu borgen, indem ich für nichts hafte. Ockſtadt. M. Klein. Literariſche Anzeige. (1460) In der Verlagsbandlung von C. W. Leske in Darmſtadt iſt erſchienen und 5 Carl Bindernagel in Friedberg zu aben: Erziehungsſtoffe oder Beiträge zu einer erfolgreich. Erziehung der zarten Kindheit, in leichten Geſängen, Spielen, Körper⸗ übungen, Gebeten, Sprüchen, Erzäh⸗ lungen und Gedichten, nebſt pädagog. Anmerkungen und Winken. Für Familien und Kleinkinderanſtalten. e eee J. Fölſing, Lehrer an der Großherzl. Garniſonsſchule zu Darmſtadt. Groß 16. In gepreßter Leinwand elegant cartonnirt. Preis: 1 fl. 20 kr. Obgleich unſere Zeit in Hinſicht auf die Erziehungslehre für kleine Kinder ſchon man⸗ ches lobenswerthe Product geliefert hat, ſo iſt es doch nicht zu leugnen, daß wir in der Klein⸗ kinder⸗Literatur noch in der Kindheit leben. Namentlich fehlt es an praktiſchen, aus dem wirklichen Leben hervorgegangenen Wer⸗ ken für Erzieher und Erzieherinnen, für Muͤt⸗ ter und Kinder ⸗Wärterinnen,— an ſoſchen Werken, die Stoff und Anleitung(die Methode) enthalten zu einer naturgemaͤßen phyſiſchen und geiſtigen Pflege und Ent⸗ wickelung. Der Zweck dieſes Buches iſt daher, den erziehenden Perſonen in Familien und Anſtalten Mittel und Anleitung zu geben, die Kinder angenehm zu unterhalten und ſie zugleich für den künftigen erſten Schulunter⸗ richt durch ſinnig⸗geiſtige Anregung, durch pflege des Gemükbslebens und durch natur⸗ gemäße Entwickelung der körperlichen Kräfte zweckmäßig vorzubereiten. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg 1 1A an Betre in we gefauf fichte ſſch erg letzt u Ausde ſtellen ten 2 gleich, auch! bon Ff um der liche L weiter zuwirk rathen und Ankau Wahl! die Ge a veranſe daß de. Kirchen! berech deen und J 9 0