25 2 * 1 — 7* 171 8 r * * SSS! 22 2— 7* * N Intelligenz-Glatt für die Provin; Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. .„Intelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1846, ganz in derſelben Weiſe wie im Jahre 1845, wöchentlich zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bis ber, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr., für ½% Jahr 40 kr.— Durch alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen iſt das Jutelligenz-Blatt, nach einer Verfügung des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter für 48 kr. zu beziehen). Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Zeile 4 kr, für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgen bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, ſinden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Gemeinnützige Auffätze werden ſtels mit Dank für mein Blatt angenommen. Friedberg. C. Bindernagel. Der Gevattersmann fuͤr 1846. Von B. Auerbach Zweiter Jahrgang. Die Frau Bürgermeiſterin.(Schluß.) Es ſind jetzt mehr als zwanzig Jahre, da kam der Bürgermeiſter eines Abends mißmuthig und verſtimmt nach Hauſe, ſetzte ſich an's Fenſter, trommelte an die Scheiben und pfiff leiſe dabei, wie er das oft thut, wenn ihm etwas quer gegangen iſt. Die Frau läßt ihn eine Weile gewäh⸗ ren, denn ſie weiß ſchon, daß er auspacken wird, wenn's Zeit iſt. Sie verrichtet ihr Hausgeſchäft ſorglich und ſtill, und kommt dann endlich mit der Lampe in's Zimmer. Sie ſetzt ſich nieder und beginnt Strümpfe zu ſtopfen. „Es iſt doch jämmerlich, jämmerlich, ſagt der Mann, die Stube auf⸗ und abgehend.„Man kommt doch oft zu dem Vorſatze, ſich gar nichts mehr um das Gemeinweſen zu bekümmern, und Gluͤck und Frieden nur in ſeinem Haus⸗ weſen zu ſchaffen. „Was iſt denn geſchehen/ fragt die Frau und legt die Strümpfe weg. „Da ſind heute Nacht wieder nahe an dreißig Bäume in der Anlage beſchädigt, die Blumenbeete faſt alle muth⸗ willig zertreten worden. Wir haben mit ſo viel Mühe und Koſten den Stadtgraben ausgefüllt, die Anlagen gemacht, um einen vergnüglichen Spaziergang zu ſchaffen, fuͤr Alle, und aus purem Muthwillen zerſtört man das. „Freilich, Aufſicht iſt da ſchwer⸗, ſagt die Frau. „Es kann hier gar keine Aufſicht geben /, ſagt der Bürgermeiſter,„die Sache iſt zu weitläufig. Und dann, ſoll man einen Büttel hinſtellen, um die Leute davon abzu⸗ halten, und zu ſtrafen, daß ſie ihre eigene Luſt und Augen⸗ weide nicht zerſtören? Iſt das nicht erbärmlich? Wir haben uberall Tafeln angeſchlagen, worauf es heißt, daß die An⸗ lagen unter den Schutz des Publikums geſtellt ſeien. Sie wurden doch beſchädigt. Wir haben das Wort Publikum wieder weg gethan, weil Jeder glaubt, er ſei nicht damit gemeint, und haben das Wort: Bürgerſchaft, dafür geſetzt. Und jetzt werden die Pflanzungen wieder gleicher Weiſe be— ſchädigt.— Es iſt kein Gemeinſinn unter den Menſchen. Sie fühlen und erkennen es nicht, daß es ihre eigene Sache iſt, die ſie hier beſchuͤtzen und in Obhut nehmen.“ „Gewiß⸗, ſagt die Frau,„der Gemeinſinn fehlt leider noch ſehr. Der Sinn fur das Allgemeine, Gemeinſame, das Niemand allein, ſondern Allen angehoͤrt, iſt nur in Wenigen wach und lebendig. Ich habe das auch ſchon oft an den Schulen und bei der Suppenanſtalt erfahren. Es iſt aber nicht immer Schuld der Leute, wie Du ja auch ſchon oft geſagt haſt, daß ihnen der Gemeinſinn fehlt. Man uͤberläßt ihnen ja nichts Allgemeines, an dem ſie ſich freiwillig be— theiligen ſollen; Alles ſoll von beſonders dazu Angeſtellten und Beſoldeten beſorgt werden. Der Gemeinſinn wird nicht recht gebildet, und er hat auch oft nichts, woran er ſich ausbilden kann. Ich meine, man ſollte aber mit der Jugend anfangen, den Gemeinſinn zu wecken; damit es jedem Kinde von früheſter Zeit an klar wird, wie durch die Wahrung deſſen, was Alle angeht, jedem Einzelnen das Gute und Rechte geſchieht.“ „Die Jugend, die Jugend!“ antwortete der Bürger⸗ meiſter faſt zornig.„Soll man denn immer für das kom⸗ mende Geſchlecht harren? Immer glauben, die Zukunft, die Nachkommen, die werden alle Schulden einlöſen und Alles in die Reihe bringen. So haben gewiß uuſere Vorfahren auch gedacht, und ich meine, wir dürften einmal ſelber etwas ſein und uns ſelber als die Nachkommen betrachten, auf die man die Hoffnung ſetzt. Einmal müſſen wir großjährig ſein und das Erbe unſerer Vorfahren antreten. „Gewiß, und Du biſt ja ſelber ein Beiſpiel davon; ſagte die Frau lächelnd,„aber mir fällt eben ein, wie man die Jugend jetzt in einem kleinen Stücke zum Gemeinſinn erziehen könnte.“ „Das wird wieder einer von Deinen Vorſchlägen ſein, die ſo in's Blaue hineingehen, weil Du die Welt nicht kennſt.“ „Warte, Du!“ ſagte die Frau ſchelmiſch,„Du haſt mir ja verſprochen dieſen Männerübermuth nie mehr gegen mich zu gebrauchen. Wir Frauen kennen die Welt auch, wenn wir ſchon nicht ſo viel draußen herumfahren. Das will ich Dir jetzt wieder zeigen.“ „Nun ſo zeig es.“ „Ich würde an eurer Stelle die neuen Anlagen unter den Schutz der Schulkinder ſtellen. Ja, lache nur, ich habe doch Recht. Ich berufe mich jetzt auch einmal auf den Er— folg, den die Sache haben wird. Die Kinder werden ſich frühe daran gewöhnen, für Etwas zu ſorgen, was der Ge— meinde angehört, und das wird ihnen als Männer zu gute kommen. Und wie werden ſie ſich freuen, etwas thun zu koͤnnen, nicht immer blos Verbote vor ſich zu haben. Wer Jemanden gut erziehen will, muß ihm ſagen können: das thu'! und nicht immer ſagen: das thu' nicht. Das finde ich ſchon bei den kleinſten Kindern. Wie freuen ſie ſich, wenn ich ihnen einen Auftrag gebe, das und jenes zu voll— bringen. Die Erwachſenen werden aber— wenn Du meinem Rathe mit der neuen Anlage folgſt— zuerſt dieſelbe unverletzt laſſen aus Rückſicht für die Kinder, und dann wird nach und nach der Gedanke, daß ein Gemeingut hier in die Hand eines Jeden gegeben iſt, erwachen und Schutz und Schirm genug bieten.“ Und ſo geſchah es auch nach dem weiſen Rathe der Frau Bürgermeiſterin. Jetzt iſt die Anlage im üppigſten Wuchſe. Manche Männer, die einſt als Knaben hier die Bäume, Hecken und Blumenbeete warteten und pflanzten, ſehen mit Wohlgefallen auf das ſchöne Gedeihen derſelben und ſind die unbezahlten aber eifrigſten Beſchützer davon. Sie erinnern ſich bei deren Anblicke der ſchönſten Stunden ihrer Kinderzeit, die ſie hier verbracht, und jedes nachfol— gende Kindergeſchlecht tritt mit neuer Freude in das luſtige Gebiet des Wirkens ein. — „„ 6 Man kann wohl ſagen, mit dieſen Anlagen wächſt auch der Gemeinſinn. Der Gemeindehaushalt von Thal⸗ heim gehört zu den geordnetſten, und wo es etwas Gemein⸗ nütziges zu ſchaffen und zu wirken giebt, tritt Alles mit friſchem frohem Muthe zuſammen. i Die Frau Bürgermeiſterin und ihre Freundinnen hatten dabei nicht wenig mitgewirkt. Denn das iſt und bleibt wahr: wenn die Frauen das Edle und Uneigennützige er⸗ faſſen, ſo beharren ſie darin mit einer bewundernswerthen Ausdauer und Selbſtaufopferung. Man würde indeß ſehr irren, wenn man glauben wollte, die Frau Bürgermeiſterin ſei eine von jenen Unaus⸗ ſtehlichen, die alles lieber ſein wollen, als was ſie von Gottes und Rechts wegen ſein ſollen, nämlich Frauen. Im Gegentheil, trotzdem ſie ein großes Hausweſen, Landwirth⸗ ſchaft und Knechte und Mägde hat, weiß ſie das doch Alles ſo zu ordnen, daß die Geſchäfte wie am Schnürchen fort⸗ gehen. Alles iſt immer nett und bei der Hand, wenn ſie auch nicht immer von ihrer Haushaltung redet. Ihr Mann hat das Sprüchwort: Man hört bei mir die Haushaltungs⸗ mühle nicht klappern. Wer die Frau Buͤrgermeiſterin ſo im gewöhnlichen Leben handiren ſieht, der könnte glauben: die denkt auch nicht weiter, als bis an den Zaun ihres Küchengartens. Das iſt aber nicht wahr, wie wir ſchon geſehen haben. Der Bürgermeiſter hat ſchon ſchwere Opfer bringen muͤſſen; aber was auch kommen mag, die Frau Bürgermeiſterin trägt Alles mit, und das ſo heiter und froh, daß es Jedem und vor Allem ihrem Mann das Herz erquickt und ermuthigt. Die Frau Bürgermeiſterin iſt eine wackere Frau. Kirchenbuchs-Auszug vom November 1845. Hungen. Getraute: Keine. Getaufte: 2. Dem Buͤrger und Schloſſermeiſter Konrad Jockel III. eine Tochter, Dorothea Margarethe Louiſe, geb. den 1. Oktober. 23. Dem Bürger und Dreher, ſowie Gemeinderathsmitgliede Chriſtian Schneider eine Tochter, Margarethe Emilie Amalie Marie, geb. den 19. Oktober. Beerdigte: Keine. Ueber fich des im Jahr 1845 von den Metzgern und Wirthen zu Hel⸗ denbergen geſchlachteten Viehes: 11 Ochſen, 72 Kühe, 77 Rinder, 27 Kälber, 203 Schweine, 24 Hämmel, 42 Schafe, 37 Ziegen. Aufgeſtellt den 2. Januar 1846. i Der Fleiſchbeſchauer Anton Pauly. 50 K* Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. rr Friedberg. Arbeits⸗Verſteigerung. 1783) An den nachſtebenden Terminen ollen ſämmtliche bei Unterhaltung der Stra⸗ ßen im Baudezirk Friedberg im Jahr 1846 vorkommenden Arbeiten, hauptſächlich beſtehend in der Herbeifuhr der erforderlichen Steine, oͤffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Das Steinbrechen, Steinaufſetzen, Steinzerſchlagen und die Handarbeiten, welche Arbeiten bekanntlich auf drei Jahre verſteigert worden ſind, werden übrigens nur dann noch⸗ mals verſteigert, wenn es der unterzeichnete Kreisbaumeiſter für nothwendig hält. 39 In Oberwoͤllſtadt, Mittwoch den 7. Jan. 1846, Vormittags 10 Uhr, in der Woh⸗ nung des Gaſtwirths Brauburger für die Straße von Friedberg bis Okarben, in dem Bezirk Nro. IV. des Bauaufſehers Götz zu Oberwoöͤllſtadt. In dieſem Termin wird zugleich die Her— beifuhr einer bedeutenden Quantität Pfla— ſterſteine vom fauerbacher Steinbruch und die Anlieferung einer bedeutenden Quan⸗ tität Sand zur Herſtellung der Nieder wöllſtädter Ortsſtraße mitverſteigert. ) In Kloppenbeim, Donnerſtag den 8. Jan. 1846, Vormittags 11 Uhr, in der Wob⸗ nung des Gaſtwirths Scheuerich für die Straße von Okarben bis zur kurheſſiſchen Grenze ohnweit Frankfurt, und für die Straße von Vilbel bis zur kurheſſiſchen Grenze in der Richtung nach Offenbach, in dem Bezirk Nr. V. des Bauaufſehers Schiefer zu Vilbel. 5) Auf dem Ilbenſtädter Cbauſſeehaus Freitag den 9. Januar 1846, Vormittags 10 ubr, für die Straße von Niederwöͤllſtadt über Aſſenheim vis zur Herzogl. Naſ⸗ ſauiſchen Grenze in der Richtung nach Dornaſſenheim, in dem Bezirk Nr. VI. des Bauaufſehers Faulſtich zu Aſſen— heim. b) für die Straße vom Ilbenſtädter Chauſ⸗ ſeebaus über Kaichen bis zur kurbeſ⸗ ſiſchen Grenze, in dem Bezirk Nr. VII. des Bauaufſehers Scoralik zu Kaichen. 6) In Niedermoxſtadt, Samſtag den 10. Jan. 1846, Vormittags 11 Uhr, auf dem Ge— meindehaus fur die Straße von Ranſtadt über Ober⸗ und Niedermoxſtadt, Staden und Stammheim bis zu den Nonnenſtünp⸗ fen, in dem Bezirk Nr. X. des Bauauf⸗ ſehers Lerch zu Staden. 7) In Altenſtadt, Montag den 12. Januar 1846, Vormittags 11 Ühr, bei Gaſtwirth Holzapfel, für die Straße von Ilbenſtadt bis Altenſtadt, in dem Bezirk Nr. VIII des Bauaufſehers Reichert zu Altenſtadt. 8) In Lindbeim, Dienſtag den 13. Januar 1846, Vormittags 10 Ühr, bei Gaſtwirth Koch, für die Straße von Selters über Stockheim, Lindheim, Langenbergheim bis zur kurheſſiſchen Grenze, in der Richtung nach Markoöbel im Bezirk Nro. IX. des 7 W. Klözenſtruber zu Enz— eim. 9) In Düdelsheim, Mittwoch den 14. Jan. 1846, Vormittags 10 uhr, auf dem Rath⸗ haus, für die Straße von Attenſtadt über Lindheim und Düdelsheim bei Büches, in dem Bezirk des Bauaufſehers Groß zu Düdelsbeim. 10) In Büdingen auf dem Salinenhof in der Chauſſeegelderheberswobnung, Donnerſtag den 15. Jan. 1846, Vormittags 10 Uhr, für die Straße von Büches über Gro⸗ „„ 7. ßendorf bis zur kurheſſiſcheu Grenze in der Richtung nach Gelnhauſen, in dem Bezirk Nro. XII. des Bauaufſehers A. Kleyenſteuber zu Büdingen. 11) In Obereſchbach, Montag den 19. Jan. 1846, Vormittags 11 Uhr, bei Gaſtwirth Fritzel, für die Straße von Frankſurt nach Homburg, im Bezirk Nr. XIII. des Bauaufſebers Seipp zu Obereſchbach. 12) In Steinbach, Dienſtag den 20. Januar 1846, Vormittags 10 Uhr, bei Gaſtwirth Höck, für die Straße von Höchſt nach Homburg durch die Gemarkung Stein⸗ bach. 13) In Rödelheim, Mittwoch den 21. Jan. 1846, Vormittags 10 Uhr, bei Gaſtwirth Körber, für die Straße von Frankfurt nach Königſtein durch die Gemarkung Rödelheim, in dem Bezirk Nr. XIV. des Bauaufſebers Lützel zu Rödelheim. Friedberg den 24. Dezember 1845. Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Edictal ladung. (1788) Sämmtliche dem Herrn Grafen Otto zu Solms-Laubach in der Gemarkung Gonterskirchen zuſtehende, ablösbare Grund— gefälle ſollen gegen das durch Uebereinkunft beider Theile auf im Ganzen 16179 fl. 25 kr. beſtimmte Ablöſungs Capital abgelöſt werden. Ctwaige Anſprüche hiervon ſind daher bin⸗ nen 8 Wochen a dato dahier anzumelden und geltend zu machen, gegenfalls nach Maaßgabe des Ablöſungsgeſetzes vom 27. Juni 1836 die Auszahlung des Capitals an genannten Herrn erechtigten verfügt werden wird. Laubach am 17. Dezember 1845. Gr. Heſſ. Gräfl. Solmſ. Landgericht daſ. Brumhard. Edictal ladung. (1748) Forderungen jeder Art an Ludwig Pabſt von Wobnfeld, gegen welchen Großh. Hofgericht der Provinz Oberheſſen den Con— cursproceß erkannt bat, ſind in dem auf Freitag den 27. Februar 1846, . Vormittags 9 Uhr, anberaumten Liquidationstermin ſogewiß an— zuzeigen, widrigenfalls ſie ohne ein beſonders zu erlaſſendes Präcluſions ⸗Decret von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Ulrichſtein am 12. Dezember 1845. Gr. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Brück Bekanntmachung. (1758) Montag den 12. Jan. 1846 ſoll die auf 78 fl. 22 kr. vervoranſchlagte Reparaturarbeit der hieſigen Gemeindeuhr wenigſtnehmend in Accord gegeben werden. Der Voranſchlag hier⸗ ßen liegt bei dem Unterzeichneten zur Einſicht offen. Rüddingshauſen den 18. Dez. 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Linker. Edietal ladung. (1785) Heinrich Baitz II. und deſſen Che⸗ frau, Katharina, geb. Hedderich, zu Meiches haben nachbenanntes in der Gemarkung Wind— hauſen gelegenes Grundſtück, als: 947% XV/s 75 U◻UKl. Wieſe im Flieſenborn verkauft, können ihr Eigenthumsrecht daran jedoch urkundlich nicht nachweiſen. Man for⸗ dert deßhalb alle Diejenigen, welche dingliche Rechte an dieſes Grundſtück glauben anſprechen zu können, zu deren unzeige und Begründung binnen vier Wochen, von heute an, um ſo gewiſſer hiermit auf, gegenfalls der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulrichſtein den 22 Dezember 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zim mer mann. Edlietal ladung. (1787) Matbäus Völtzing in Felda und deſſen Ehefrau, Katharina, geb. Engel, haben nachbenanntes in daſiger Gemarkung gelege⸗ nes Grundſtück: 85% XXVIZ 662[◻+Kl. Wieſe unter der Mauer die Hofſtatt verkauft. Da ſie ihr Cigentbumsrecht daran urkundlich nicht nachweiſen konnen, ſo werden alle Diejenigen, welche Anſprüche an dieſes Grundſtück glauben bilden zu können, zu deren Anzeige und Begründung binnen vier Wochen, u dato, um ſo gewiſſer hiermit aufgefordert, als ſonſt der Kaufbrief beſtätigt werden wird. Ulrichſtein den 22. Dezember 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daß. Zimmermann. Aufforderung. (12) Die nachſtehenden in den Hppothekenbüchern des Orts Steinbach noch offen ſtehenden Hypo⸗ theken ſollen laut vorliegenden Beſcheinigungen ab Schuldoerſchreibungen nicht vorgelegt werden. getragen ſein, es konnten aber die betreffenden 2 Namen a m e„ I Datum 2 der der 2 des 2. Schuldner Gläubiger 5 Darlebhns 11 Johannes Fendel J. Mathildenſtift in Friedberg fl. 52 ſiſt nicht angegeb. 2 Balthaſar Lenz jun. Dr. Kriegbaum„132 22. Feb. 1767 3 Chriſtoph Lorey Joh Nikolaus Bleichenbach v. Cronberg, 60 27. Feb. 1776 44 Philipp Lorey b Schullehrer Diehl in Frankfurt„250 6. Juni 1818 5 Kaſpar Loreps Wittwe Joh. Wenzel auf d. Eſchersheimer Mühle[„ 400 16. April 1864 6 Philipp u. Margaretha Maper[Philipp Bender von Eſchborn„50024. Aug. 1831 7 Balthaſar Weinig Kirche in Steinbach„30018. Nov. 1804 8 Heinrich Windeckers Wittwe J Reformirten Almoſenkaſten in Hanau% 10028. Juli 1751 5 Konrad n 0 Georg Friedrich Warborn in Homburg, 225 13. April 1802 0 Heinri mmerling u. deſſen 5 g i 5 2— . Auna Sea evangeliſcher Kirchenfonds in Steinbach]“ 225 28. Feb. 1787 i N Ehe⸗ 2 1 1 11 1—. und Ehe Henrich Gießel sen. in Stbach„ 7812. Aug. 1813 12 Andreas Junkers Wittwe Schultheiß Andr. Wenzel zu Niederurſel], 30% Feb. 1786 13 J Balth. Weber un. u. Ehefrau evang. ⸗reformirte Landesſchule in Hanau], 50% Juni 1754 Alle Diejenigen, welche Rechtsanſprüche aus dieſen Hypotheken ableiten, werden aufgefordert, ſolche um ſo ewiſſer binnen 6 Wochen beim unterzeichneten Gericht geltend zu machen, als ſonſten nach Ablauf dieſer Friſt die Schuldurkunden für nicht mehr gültig erklart und die Einträge im Hppo⸗ thekenbuch gelöſcht werden. Rödelheim den 24. Dezember 1845. Großherzoglich Heſſ. Landgericht Buff. Bekanntmachung. (13) Da wegen des großen Waſſers die auf den 29. d. M. feſtgeſetze Holz⸗Verſteigerung nicht abgehalten werden konnte, ſo iſt Termin auf Montag den 12. k. M, Morgens 9 Uhr, geſetzt, und ſollen in dem Eicher Gemeinds⸗ walde, Reviers Naumburg, 100 eichene Stämme Bau⸗ und Werkholz, circa 3000 Cubikfuß haltend, öffentlich an den Meiſtbie⸗ tenden verkauft werden, die weiteren Be⸗ dingungen werden bei der Verſteigerung be⸗ kannt gemacht, die Zuſammenkunft iſt in dem Holzſchlag ſelbſt. „Ich erſuche die Herrn Bürgermeiſter ſolches in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen, zu Gegendienſten bin ich bereit. Eichen den 29. Dezember 1845.. Der Kurheſſiſche Bürgermeiſter A dam. Edicetalladung. Die Ablöſung der, mehreren Berechtigten zu⸗ ſtehenden, Grundrenten aus den Gemar⸗ kungen von Bellersheim, Bettenhauſen, Muſchenheim und Niederbeſſingen, Landge⸗ richtsbezirks Hungen, betr. (10 Nach den Acten der Adminiſtrativbe⸗ börde, wie ſie im Auszug mitgetheilt worden, haben folgende Berechtigte aus Gemarkungen hieſigen Bezirks Grundrenten zu beziehen, deren Abloſung verhandelt und beſchloſſen worden. 1) Herr Graf Friedrich von Degenfeld⸗Schön⸗ burg zu Stemholz, Kaiſerl. Oeſterreichiſcher Kammerherr und Generalmajor, bezieht aus der Gemarkung Bellersheim Grund— renten im jährlichen Betrag von 2 fl., 38 kr., 3 Hllr. mit berechnetem Abkaufs⸗ capital von 47 fl., 37 kr., 2 Hllr. 2) Herr Graf Philipp Cugen Erwin von und zu Lehrbach, Großh. Heſſ. Kammerherr Hofmarſchall und Generalmajor, aus der Gemarkung Niederbeſſingen jahrlich 66 fl., 26 kr., 3 Hllr. mit Abkaufscapital von 1196 fl., 1 kr., 2 Hllr. 3) Die Freiherrl. Familie von Rotsmann, der⸗ malen in den perſonen des Großh. Haupt⸗ manns Freiberrn Johann Philipp von Rots⸗ mann zu Hollbof und Großh. Rittmeiſters Freiherrn Friedrich von Rotsmann zu Darmſtadt, bezieht aus den Gemarkungen von Bettenhauſen, Bellersheim und Mu⸗ ſchenheim Grundrenten vom Theilzehnten. im Ganzen laut Vertrag in ein Abkauf⸗ capital von 1000 fl. feſtgeſtellt, wonach ſich die einjährige Rente, nach 18fachem Betrage, zu 55 fl., 33 kr., 1 Hllr. berechnet. Da dieſe ſaͤmmtlichen Grundrenten, wie be— reits angedeutet, abgelöſt werden ſollen, ſo wird nach Anleitung der Art. 23 und 24 des Geſetzes vom 27. Juni 1836 hiermit öffent⸗ lich an bekannte und unbekannte Betheiligte bekannt gemacht, daß etwaige Rechtsanſprüche binnen 2 Monaten um ſo gewiſſer dahier an⸗ zuzeigen ſind, als widrigenfalls die Auszahlung der Ablöſungscapitalien an die bezeichneten Berechtigten geſtattet werden wird. Rückſichtlich der Renten unter 3) insbeſon⸗— dere wird bemerkt, daß dieſelben dem Groß— herzoglichen Hauſe durch Lehnsverband ver⸗ baftet ſind, und ſind die deßfallſigen Anſprüche als bereits angemeldet zu betrachten. Hungen den 30. Dezember 1845. Gr. Heſſ. Fürſtl. Solmf. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung, die Brennholz⸗Verſteigerung vom 19. Dez. 1845 im Gr. Domanialwald Burgwald, Re⸗ viers Oberrosbach, Forſt's Friedberg betr. (15) Der erſte Abfahrttag des Holzes von %% 8. der oben bezeichneten Verſteigerung, wird hier mit auf Mittwoch den 7. Januar be⸗ ſtimmt, und muß die Abfahrt, welche nur Montag, Mittwoch und Freitag, Vormittags, geſchehen darf, bis 11. Februar beendigt ſein. Oberrosbach den 4. Januar 1846. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Bekanntmachung. (16) Donnerſtag den 8. d. M., Vormit⸗ tägs 10 uhr, ſollen nachverzeichnete der Ge⸗ meinde gehörigen Gegenſtände: 1) 2 Malter Korn, 2) 2 77 Gerſte, 3) 15 77 Hafer, 4) 4 Fuder Roggenſtroh, 5) 3„ Waizenſtroh, 6) 4„ Sommerſtroh, 7) 20 Centner Heu 7 im hieſigen Rathhauſe öffentlich gegen baare Zahlung verſteigert werden: Dorbeim den 5. Januar 1846. 5 Der Kurheſſiſche Bürgermeiſter Dr. Jaup. Edictalladung. (17) Anſprüche jeder Art an den für con⸗ curs erklärten Nachlaß des Johannes Müller zu Holzhauſen ſind in dem auf Dienſtag den 10. März d. J., Vor⸗ . mittags 9 Uhr, j 5 anberaumten Liquidationstermine bei Vermei⸗ dung des ſonſt ſtillſchweigend eintretenden Ausſchluſſes von der Maſſe anzuzeigen und zu begründen. Großkarben am 2. Januar 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Beachtenswerthe Anzeige. (1778) Das unterzeichnete Commiſſions⸗ Bureau iſt in den Stand geſetzt, Allen, welche bis zum 31. Januar 1846 deshalb in frankirten Briefen bei ihm anfragen(al ſo ein geringes Porto nicht ſcheuen), ein ſehr vortheilhaftes und einzig in ſeiner Art daſtehendes Anerbieten un⸗ entgeldlich zu machen. Lübeck, im December 1845. 5 Commiſſions-Büreau, Petri⸗Kirchhof Nr. 308. Aufforderung. (18) Alle Diejenigen, welche bei der Ver⸗ ſteigerung der Johs. Fladung's Wittwe ihre erkaufte Mobilien noch nicht bezahlt haben, werden aufgefordert, ſolche binnen 14 Tagen zu bezahlen. Deßgleichen Diejenigen, welche gegründete Forderung an dieſelbe haben, werden in glei— cher Friſt aufgefordert, ſolche an den Curator Joh. Bechſtein, Sattler, gelangen zu laſſen. Widrigen Falls Erſtere ſich es zuzuſchreiben haben, gerichtlich belangt zu werden und Letz— tere mit ihren Forderungen unbeachtet bleiben, indem der Nachlaß an die Erben vertheilt wird. Friedberg den 29. Dezember 1845. Die Curatoren. a Geſchäfts⸗ Eröffnung. (19) Ich mache hiermit einem geehrten Publi⸗ kum die ergebenſte Anzeige, daß ich an heu⸗ tigem Tage Wirthſchaft eröffnet habe, und bitte zugleich, unter Zuſicherung der beſten Bedienung meiner Gäſte, um zahlreichen Zu⸗ ſpruch. Auch erlaube ich mir noch meine Specereiwaaren in empfehlende Erinnerung zu bringen. Wiſſelsheim den 1. Januar 1846. 5 Nürnberger, Beigeordneter. Entlaufener Hühnerhund. (20) Am Chriſtſamſtageſ hat ſich in der Nähe von Grünberg ein Hühnerhund verlaufen, der wahrſcheinlich irgendwo aufgefangen worden iſt. Derſelbe iſt von Farbe dunkelbraun, hat kurzes, grobes Haar und auf der Bruſt einen großen herzförmigen weißen Fleck. Am Ende der Ruthe befinden ſich einige ſtrackſteh ende ſtraffe Haare; an dem rechten Vorderlauf ſind die drei inneren Zehen weiß, deßgleichen der linke Vorderlauf bis an das obere Gelenk; ebenſo ſind die vier Zehen des rechten Hinter⸗ laufs weiß. Der Hund hatte ein ſchwarzes, ledernes Halsband um und hört auf den Namen„Hektor“. Wer mir ihn wiederbringt, oder genügende Auskunft über ihn ertheilen kann, erbält eine Belohnung. Gießen den 1. Januar 1846. Morneweg, Forſtkandidat. Ein Mantel (210 wurde von Oberwöllſtadt bis auf die Neuherberge verloren. Der redliche Finder wird gebeten, denſelben gegen eine Belohnung an Wirth Georg Philipp Diehl abzugeben. Verloren (22) wurde am 28. v. M. zwiſchen Ilben⸗ ſtadt und dem Ilbenſt. Chauſſeehauſe ein gold⸗ ner Trauring mit S. V. gezeichnet. Der ehr⸗ liche Finder wird erſucht, denſelben gegen eine angemeſſene Belohnung an die Redaction die⸗ ſes Blattes abzugeben. Literariſche Anzeigen. C. Bindernagel in Friedberg iſt in den Stand geſetzt, alle Bücher zu demſelben Preiſe gegen baare Zahlung zu liefern, wie ſolche von Frankfurter Antiquaren an⸗ gezeigt werden. Zum Beiſpiel: Kant's Werke, hrsg. v. Hartenſtein. 10 Bd. gr. 8. Herabgeſ. Pr. 6 Thlr. N Leſſing's Werke v. Lachmann. 13 Bde. gr. 8. 8 Thlr. 17 Ngr. Tiedge's Werke. 4. Aufl. 10 Bde. 2 Thlr. Wielands Werke. 42 Bde. 4. Velinp. 30 Thlr. Campe's Kinder- u. Jugendſchr. 37 Bde. 6 Thlr. Hauff's Werke. Prachtausg. 10 Bde. 8. 5 Bde. 2 Thlr. 3 Thlr. 5 Ngr. Dieſelben. Taſchenausg. Eilf Stahlſtiche hierzu. 13 Ngr. Conteſſa's Schriften. Taſchenausg. 9 Bd. 1 Thlr. 22 Ngr. Dieſelben. Octav⸗Ausg. 2 Thlr. 26 Ngr. Friedr. Bremer's ausgew. Schriften. 8 Bde. kl. 8. 1 Thlr. 16 Ngr. Dieſelben. In 4 Bänden geb. 1 Thlr. 25 Ngr. Schreiber's Damenbibliothek. 16 Bd. 2 Thlr. Spazier, Jean Paul Fr. Richter. 5 Bde. 1 Thlr. 4 Ngr. Erlach, Volkslieder der Deutſchen. 3 Thlr. 5 Ngr. Dieſelben. In fünf Halbfranzbden. 4 Thlr. Geib, Volksſagen der Rheinlande. Mit 43 Kpfrn. 1 Thlr. 11 Ngr. ortſetzung folgt.) Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. 5 Bde. ——— an Betr. an Be