crmüͤhle meiner Lerſchaft falt. In r vor, on dem Schrei, u Dank rſtattet. aut be⸗ wieder Aeuße⸗ ſe ſeine por eini⸗ ung zu Defent⸗, kum zu dagegen 8 mei. rde nie Ax. in r Gick's Tag- en tab Kartof⸗ nſelben naterial worauf und nachen. ſeldiebe ſchickte d, daß ebſtahl gartof. urecht⸗ Felde macht Irtheil Ie 1840. walter th. 1 ntelligenz-Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. M 95. — Zur wetterauer Chronik. Am verfloſſenen Sonntage(den 15. Nov.) war Referent Zeuge einer ſchönen und erhebenden Feier in der Gemeinde Melbach, woſelbſt, von dem herrlichſten Wetter begünſtigt, unter einer großen Theilnahme der benachbarten Gemeinden, 3 feierliche Einweihung des daſigen neuen Friedhofs Statt and. Um 1 Uhr Nachmittags verſammelte man ſich, unter dem Geläute der Glocken, auf dem alten, nahe an der Kirche gelegenen Friedhofe, um von demſelben feierlich Ab⸗ ſchied zu nehmen. Nachdem zuerſt die ganze Verſammlung ein paſſendes Lied geſungen hatte, hielt der Ortsgeiſtliche, Grßh. Dekan Blumhof eine tief ergreifende Abſchiedsrede, worauf der Singverein das ſchöne Lied;„Wie ſie ſo ſanft ruhn ꝛc. ꝛc.“ anſtimmte. Hierauf bewegte ſich der Zug nach dem, auf der Nordoſtſeite des Ortes, ſehr freundlich gelegenen, mit einer ſchönen Mauer umgebenen und von Kreuzwegen durchſchnittenen ueuen Friedhöfe. Hier ange— kommen ſtimmte die Gemeinde ein paſſendes Lied an, nach deſſen Abſingung der Großh. Decan Blumhof die Weih— rede hielt, in welcher er, nach Auleitung einiger Textes— worte, zeigte:„Warum der Friedhof ein heiliger Ort ſei.“, Nach einem abermaligen Geſange des Singvereins erfolgte ſodann ein erhebendes Weihgebet, worauf die Verſammlung unter Ertheilung des kirchlichen Segens entlaſſen wurde. Für die Gemeinde Melbach war der Tag ein hoher Feſttag, und es hat dieſelbe ſowohl durch die ganze Art und Weiſe dieſer Feier, bei welcher die ſchönſte Ordnung herrſchte, als auch durch die zweckmäßige Anlegung dieſes Friedhofs den Beweis geliefert, daß ſie das Heilige zu ſchätzen weiß und kein Opfer ſcheut, wenn es gilt, dieſen Sinn zu bethätigen. Han Ueber Volkserziehung und Peſtalozziverein. Vorbemerkung. Das Folgende hatte ich ſchon nieder geſchrieben, als mir die Ankündigung wegen des Rettungshauſes zu Arnsburg in die Hände kam. Ich habe mich von Grund meines Herzens über die Anſtalt gefreut und wünſche ihr geſegneten Erfolg. Erfahrungen aus meinem früheren Leben haben mich von dem Segen dergleichen Bildungsanſtalten für die verwahrloſte Jugend überzeugt. Ich hoffe die nachſtehenden Be⸗ merkungen werden nicht dem Rettungshauſe entgegen, ſondern in die Hände arbeiten. Die Erziehung der Jugend muß beſſer werden, das iſt meine feſte Ueberzeugung und dafür möchte ich Jeden gewinnen, der es wohlmeinet mit ſeinen Brüdern. Dank den Männern, die nicht viel geredet, aber gehandelt haben. Sonnabend, den 5. Dezember Ein Jahr iſt beinahe verfloſſen, ſeitdem faſt in allen Theilen unſeres deutſchen Vaterlandes beſonders von Lehrern und Erziehern das 100jährige Geburtsfeſt eines Mannes gefeiert wurde, welcher um die Bildung und Erziehung des niederen Volkes, namentlich der armen, verlaſſenen Kinder, unſterbliche Verdienſte ſich erworben hat. Die Feier des 12. Januars 1846 galt einem Menſchenfreunde, der nicht blos mit Worten, noch mit der Zunge, ſondern mit der That und mit der Wahrheit ſeine Nächſtenliebe an den Tag gelegt hat, und von dem man das chriſtliche Wort gebrauchen darf: Ihn jammerte des Volkes. Kundige wiſſen es und den Andern ſage ich es, daß ich den Schweizer Hein⸗ rich Peſtalozzi im Auge habe, welcher bis in die ſpäteſten Jahre ſeines Lebens(er ſtarb 1827) ein Vater ſeiner zahl⸗ reichen Zöglinge und der hilfsbedürftigen Jugend überhaupt geweſen iſt. Die Erinnerung an einen ſolchen Biedermann, welcher ſich nicht ſcheute, während der Kriegsjahre die niedrigſten Dienſte für herumſchweifende, brodloſe Kinder, die er in ſein Haus aufgenommen, und denen er faſt ſein ganzes Vermögen gewidmet hatte, zu verrichten, mußte jedes fuͤhlende Herz mächtig ergreifen und warme Begeiſte⸗ rung erwecken, Gleiches zu thun, nach Kräften für die geiſtige und ſittliche Hebung des Volkes zu wirken. So iſt es geſchehen. Es iſt viel geſprochen und geſchrie— ben worden, was man thun müſſe, um der verwahr⸗ loſten vernachläſſigten Jugend, den Weg zu einem menſchenwürdigen Daſein zu bahnen. Auch in unſerer Nähe hatten nicht wenige Verehrer des unſterb⸗ lichen Voltserziehers ſich verbunden, ſein Andenken, wie er es verdiente, in Segen zu erhalten. Es wird den Leſern dieſes Blattes nicht unbekannt ſein, wie zu Frankfurt a/M. Lehrer und Nichtlehrer zu einer Berathſchlagung ſich vereinten, wie man es anzufangen habe, um ein menſchenfreundliches Werk im Geiſte Peſtalozzi's zu begründen. Nicht we⸗ nig wurde daſelbſt hin und wieder geredet, aber es iſt auch ſeitdem von Worten zu Thaten gekommen. In der geſeg⸗ neten, aber auch mildthätigen Handelsſtadt wurde eine Verbindung ins Leben gerufen, welche der leiblich und geiſtig hilfsbedürftigen Jugend aufhelfen will. Und daß auch ein Wetterauer Peſtalozzi-Verein im Entſtehen war, hat dieſes Blatt ſchon früher berichtet. Einzelne Gemein— den erkannten die Wichtigkeit eines ſolchen Vereines und ſchloſſen ſich mit vieler Theilnahme an. Ein Aus- ſchuß für die Entwerfung der Statuten wurde gewahlt. Wie weit nun die Sache gediehen iſt, kann ich nicht ſagen. * 45 384 1 Möchte man nur das Sprichwort bewahrheitet finden: Was lange währet, wird gut. Das aber wage ich zu behaupten, daß ein Verein wie der genannte für unſere Zeit und unſere Gegend Bedürfniß geworden iſt. Sehet euch um, meine Brüder, ihr, die ihr es wohlmeinet mit Euresgleichen, ſolltet ihr nicht Mitleid haben und Erbar— men? Ich brauche keine einzelne Gemeinde zu nennen, ihr findet in allen Urſache der Klage und Betrübniß. Bettelnde Kinder begegnen euch auf der Straße, zerlumpte, oftmals mit hungerigem Angeſichte, oftmals auch mit blühen⸗ den Wangen zum Zeichen, daß bisweilen das Bettlerbrod eine kräftige Nahrung bietet. Es iſt gerade Schulzeit, während ihr die Kleinen, um Brod bittend, umherwandeln ſehet. Ihr fraget den Lehrer, ob denn der heutige Tag eine Ausnahme bildet, und höret, wie dergleichen Verſäum— niſſe etwas Alltägliches wären, wie manches Kind aus ei— ner armen oder trägen Familie in jeder Woche einigemal zu den Abweſenden gehöre. Ihr ſehet Knaben und Mäd⸗ chen von 10— 14 Jahren noch bei den unterſten Schü- lern, vielleicht bei den A. B. C. Schützen ihre Stelle ein⸗ nehmen; findet ihr Gelegenheit, ſo fraget ihr ſie, über die erworbenen Kenntniſſe. Sind ſie nicht von Natur ausge— zeichnet begabt, ſo wiſſen ſie keine genügende Antwort zu geben; ſie haben Nichts gelernt. Doch nein, ich irre mich. Folget ihnen von Ferne, wenn ſie mit ihren Genoſſen zu⸗ ſammen ſind. Sie können fluchen, wie ein Alter, ſchand⸗ bare Reden kommen in häufiger Wiederholung aus ihrem Munde. Sie ſind noch mit andern Dingen bekannt, Ver— ſtellung und Lügen iſt ihnen durch Gewohnheit zur andern Natur geworden. Wie könnet ihr euch wundern darüber, da ſie von ihren Aeltern zu dergleichen trüge⸗ riſchen Künſten angehalten werden, damit deſto reichlicher das erbetene Almoſen ausfallen möge? Die Kleinen wollen auch etwas haben für ihre Mühe, al⸗ lerlei Naſchereien u. ſ. w. werden herbeigeſchafft und weil ſie zu Haus die verdiente Züchtigung fürchten, ſo verdrängt eine Lüge die andere. Noch aber bin ich nicht zu Ende mit der Schilderung der jungen Bettler. Gelegenheit macht Diebe. Sie kommen hierhin und dorthin, finden wonach ſie gelüſtet und laſſen es nicht liegen, wenn ſie ohne Be⸗ obachter ſind. Und warum ſollten ſie es thun? Kommen ſie zu den Aeltern mit dem Geſtohlenen in der Hand, fo ſind ſie vielleicht zweifach willkommen. Sie werden gelobt, daß ſie die etwa erhaltenen Lehren oder gegebenen Winke ſo ſorgfältig beherziget haben. Die Folgen ſind leicht zu errathen. Unwiſſende Menſchen an keine Arbeit und nützliche Beſchäftigung gewöhnt, mit Lug und Trug ſchon frühe vertraut, dem Sinnenge nuſſe fröhnend, wohl gar in Diebereien erfah— ren.— Was ſoll aus ihnen werden? Was hat die Ge— meinde die menſchliche Geſellſchaft von ihnen zu erwarten? Und denken wir ſie als Chriſten zu höherem Daſein beru⸗ fen; wie können ſie würdig werden das Reich Gottes zu ererben? Iſt nicht Hilfe von Nöthen? Sollte nicht Jeder, welcher nur ein Scherflein darbieten kann, es gerne ein— legen in dieſen Gotteskaſten des menſchlichen Elenbs? Was iſt hierbei zu thun? das iſt eine ernſte Frage, deren Be— antwortung kein Menſchenfreund ſich entziehen kann. Viel könnet ihr leiſten; ihr Gemeindevorſteher und Armenpfleger! Erkennet es doch, daß ihr ſchon um der Gemeinde willen, damit nicht die Taugenichtſe in derſelben ſich mehren, nicht zurückhalten dürfet mit der nöthigen Gabe. Erkennet es doch, wie viel darauf ankommt, die Unterſtützung zweckmäßig zu verwenden. Hat eine Wittwe wenig oder gar kein Ver⸗ mögen, dagegen 3— 4 und mehr unerzogene Kinder, fraget euch, iſt es möglich, daß die Mutter ſie mit ihrer Hände Arbeit nähre und erziehe? Verlanget nichts Unmögliches, ſondern helfet wie ihr köunet, damit nicht der Ausſpruch: Noth kennt kein Gebot, euch und euren Nachkommen verderblich werde. Habt ihr das Eure ge⸗ than, habt ihr der bedrängten Familie ihr Fortkommen er⸗ leichtert und möglich gemacht, daun aber, auch erſt dann wehret der Bettelei, und ſehet beſonders darauf, daß nicht das Betteln der erſte Schritt auf den Laſterpfad werde. Es brauchen nicht blos Wittwen zu ſein, welche eure Theiluahme alſo in Anſpruch nehmen. Es gibt auch Familienväter, die nicht im Stande ſind, den Ihrigen den Unterhalt zu verſchaffen. Unſere Armen— verwaltung ſollte auf die ſittlich verwahrloſte Jugend ein beſonderes Augenmerk richten, ſonſt ſteht 11 befürchten, daß von Tag zu Tag die unglücklichen Geſchöpfe ſich mehren, welche aus jugendlichen Bettlern alte Müßiggänger, wo nicht Verbrecher werden. Namentlich ſollte man, ſoweit es irgend möglich, dafür ſorgen, daß es den Hilfsbedürf— tigen nicht an Arbeit fehle.“) Koſtet eine ſolche Fürſorge auch manches nicht unbeträchtliche Opfer, nimmt ſie die beſondere Aufmerkſamkeit der Behörden in Anſpruch, ſo daß ſie als eine mühevolle erſcheinet, ſo glaube ich doch, daß menſchenfreundlicher Eifer, mit Einſicht und Ausdauer verbunden, die Schwierigkeiten größtentheils beſeitigen werde. Die Armencommiſſionen ſollten nicht blos in denjenigen Fällen einſchreiten, wo polizeiliche Beſtimmungen es gebie— ten, ſondern ſie ſollten fürſorgend wirken, die Quelle der Armuth zu verſtopfen ſuchen, und darum Fleiß und Thä⸗ tigkeit befördern.(Schluß folgt.) ) Ich erinnere an die Knabenarbeitsanſtalt zu Darmſtadt und die Beſchäftigung der Jugend durch Strohflechten, wie ſie anderwärts verſucht worden iſt. Kirchenbuchsauszug vom September 1846. 5 Laubach. Getraute: 17. Johann Konrad Seitz, Burger und Platzmeiſter auf der Friedrichshütte, des weiland Johs. Seitz ehelich lediger Sohn und Katharina Chriſtiane Jochem, des weiland Hartmann Jochem ehelich ledige Tochter. 17. Ludwig Karl Walther, Bürger und Kaufmann, des Grß. Pſarrers Gottlieb Walther in Eſcholbrücken ehe⸗ lich lediger Sohn und Margaretha Katharina Juſtine geborne Hold, Friederich Wilhelm Jakob Weihl's hin⸗ terlaſſene Wittwe. f 27. Johs. Momberger, Bürger und Wagnermeiſter, des Heinrich Wilhelm Momberger ehelich lediger Sohn und Eliſabetha Lotz, des Johs. Lotz in Betzenrod ehelich ledige Tochter. ö Getaufte: 13. Dem Bürger und Schuhmachermeiſter Johs. Goldmann eine Tochter, Anna Katharina Mathilde, geb. den 25. Auguſt. 13. Georg Schreiner— von Georg Schreiner und Maria Wilke, geb. den 3. September. i 13. Dem Schäfer Heinrich Theiß aus Flenſungen ein Sohn Georg geb. den 8. September. Beerdigte:. 6. Eliſabethe Katharina Hofmann, des weiland Georg Hofmann hinterlaſſene Wittwe, alt 43 Jahre, 4 Mon. und 9 Tage, 1 den 4. September. 9. Margretha, des Joſ. Georg Rühl, eheliches Töchterchen, alt 12 Jahre, 4 Mon. und 22 Tage, 1 den 6. Sept. 10. Der Maria Katharina Sireau, ungetauftes uneheliches Söhnchen, alt 21 Tage, 7 den 8. September. * ——— D 15 Voln Hochgräfl. bei Bauer buchen und Zimmerſpa diermit zur Oſſenh 1 (1115) Morgens u hauſe nach Geiſte, nun dahier gehe Nachgebote verpachlet, gebote nich 1) ohngef Muthe und S Wucggen den, 2 21 N der Friedt Ma 4689) mittags 3 ſtadt aufd beſtimmt, bietenden Bei u ſteigerung goldenen Fried er, erſt ers ritt blos nuch Aude meg. ein daß hren, wo It es üͤrf⸗ ſolche immt duc doch, auer erde. igen Ndie⸗ Thä⸗ d die — 27 Tage, 1 den 27. September. Friedrich, des Chriſtian Deſch, ehelich lediges Söhnchen, alt 9 Jahre, 8 Mon. und 29 Tage, 1 den 19. Sept. 29. Adolph Friederich Wilhelm Konrad, des dritten Lehrers und Canters Wilhelm Roth, eheliches Söhnchen, alt 8 Mon. und 2 Tage, 1 den 26. September. 30. Maria Katharina, des Herrſch. Jägers Georg Konrad Bötz, eheliches Töchterchen, alt 2 Jahre, 10 Mon. und „* 385 Empfangsbeſcheinigung. Für Caspar Heidt habe ich ferner folgenden Empfang mit herz⸗ en: von der Friedberger Turngemeinde mit dem Motto: friſch, frei, fröhlich, fromm, als Ertrag einer Sammlung in ihrer Mittwochs⸗Verſammlung 3 fl. 12 kr., von einem Ungenannten aus Grünberg 20 kr., von einem Ungenannten 24 kr., von Sophia Stein 6 kr.; Geſammtbetrag des Eingegangenen 28 fl. 1½ kr. Friedberg den 3. Dezember 1846. lichem Danke anzuzeig C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. . Verſteigerung. Montag den 7. Dezember, Vor⸗ Ke Uhr, laſſen die Gebruder Grödel vor deren Magazin einen zweiſpännigen Wa⸗ gen, nebſt 2 pferden und ſämmtliches Pferde⸗ geſchirr, auf 3 Termine zahlbar, meiſtbietend verſteigern. Frnbbers am 25. November 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Sinner du f. (1112) Künftigen Montag den 7. Dezem⸗ ber, Vormittags 10 uhr, werden auf dem Hochgrafl. Solms⸗Rodelheim'ſchen Bergwerke bei Bauernheim 46 Stecken gemiſchtes eichen, buchen und tannen Brennbolz, nebſt 7 Haufen Zimmerſpähne, meiſtbietend verkauft, welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringet. Oſſenheim den 26. November 1846. Weis, Rentmeiſter. Verpachtung. (17113) Donnerſtag den 10. Dezember l. J. Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rath“ hauſe nachſtebende, dem Hoſpital zum heiligen Geiſte, nunmehr dem vereinigten Armenfond dahier gehörende Güter, in Folge eingelegten Nachgeboten nochmals öffentlich meiſtbietend verpachtet, mit dem Bemerken, daß Nach⸗ gebote nicht angenommen werden, als: 1) ohngefähr 226 Morgen 3 Viertel 38 ¼ Ruthen in den Gemarkungen Nauheim und Schwalheim, welche in vier Abthei⸗ lungen der Verpachtung ausgeſetzt wer⸗ den, und 2) 21 Morgen 3 Viertel und 7 Ruthen in der Gemarkung Dorheim. Friedberg am 28. November 1846. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Main ⸗Weſer⸗Eiſenbahn. (1689) Donnerſtag den 3. Dezember, Nach⸗ mittags 3 Uhr, ſollen in der Gemarkung Ock⸗ ſtadt auf der Heide 52 Obſtbäume, zum Umhauen beſtimmt, an Ort und Stelle an den Meiſt⸗ bietenden verſteigert werden. Bei ungünſtiger Witterung findet die Ver⸗ ſteigerung in Ockſtadt im Wirthshauſe zum goldenen Hirſch ſtatt. Friedberg am 24. November 1846. Der Großh. Sections-Ingenieur der Section Friedberg Hochgeſand. Aufforderuug. (16480 In einem Rechtsſtreite- zwiſchen Johannes Tröller von Oberohmen gegen Kon⸗ rad Finkernagel daſelbſt ſind Letzterem, und zwar in Ruppertenröder Gemarkung liegend: 585/14 X/5. 249 Klafter Aecker im Heil 54/76 XI/447. 252 Klafter Aecker auf der 5 Kaltewies 3527 XIV/I63. 124 Klafter Aecker vorm Hohnes. 5 verſteigert worden, und es kann das Eigen— thum des Finkernagel an dieſen Stücken urkund⸗ lich nicht nachgewieſen werden. Ausweißlich deß falls eingeforderten Bürgermeiſterberichts, ſollen dieſe Stücke vormals dem Johann Kon— rad Lind zu Ruppertenrod gehört haben, und nach ausgebrochenem Concurſe über Linds Vermögen, und nachdem ſie mehrere Jahre wüſt gelegen, von Konrad Finkernagel in Beſitz und Benutzung genommen worden ſeien, und ſo ſoll dieſer ſie an 30 Jahren beſeſſen haben. Macht Zemand, irgend wie, Anſprüche an dieſe 3 Gründſtücke, ſo hat er ſolche ſo gewiſ— ſer binnen 60 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, widrigenfalls die Kaufbriefe nach Anleitung des Verſteigerungs-Protocolls aus— gefertigt und beſtätigt werden. Grünberg den 5. November 1846. Gr. Heſſ. zum Landgericht daſ. geh. Patr. Gericht der Freyherrn Riedeſel zu Eiſenbach Welcker. Edictalladung. (1688) Sowohl die bekannten, als unbe⸗ kannten Gläubiger des Hartmann Bernhard von Meiches, gegen welchen Gr. Heſſ. Hof⸗ gericht zu Gießen den förmlichen Concurs— proceß erkannt hat, haben ihre Forderungen an denſelben den 21. Januar k. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſogewiß dahier anzuzeigen und zu begründen, widrigenfalls ſie dann von der Maſſe ausgeſchloſſen werden. Ulrichſtein den 19. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Brück. Verpachtung. (1725) Da die Verpachtung des dem Hoſpital zum heiligen Geiſte, nunmehr dem vereinigten Armenfond, dahier gehörende, in der Gemarkung Bauernheim liegende Gut, beſtehend in ohngefähr 25 Morgen, 1 Vier⸗ tel und 30 Ruthen, vom 24. November l. J., die Genehmigung nicht erhielt, ſo wird dasſelbe Donnerſtag den 10. d. Mts., Vor— mittags um 11 Uhr, in hieſigem Rathhaus nochmals öffentlich meiſtbietend verpachtet, mit dem Anfügen, daß Nachgebote nicht an⸗ genommen und bei nicht annehmbaren Ge— boten das Gut aus der Hand vergeben wird. Friedberg den 2. Dezember 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter nde. Verſteigerung. (1726) Dienſtag den 8. l. M., Morgens um 11 UÜbr, werden vor hieſigem Ratbhauſe folgende Gegenſtände öffentlich meiſtbjetend verſteigert, als: 1) vier Kuͤhe, 2) ein Pferd und 3) ein Wagen. Friedberg am 3. Dezember 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter 5 Bender. Frucht⸗Verſteigerung. (1727) Donnerstag den 10. Dezember l. J., Vormittags 11 Uhr, will der Unterzeich⸗ nete in ſeiner Wohnung 1) 12 Malter Weizen, 29) 89 77 Korn, 30 78 70 Gerſte, 4 17„ Hafer,. vom Herrn Präſidenten von Bock'ſchen Speicher dahier verſteigern. Berſtadt den 29. November 1846. Der Verwalter Rü hl. Obligations-Verlooſung. (1728) Bei der für 1846 ſtatt gehabten Verlooſung von Heldenberger Partial⸗Schuld⸗ ſcheinen ſind auf den 1. Januar 1847 rück⸗ zahlbar geworden: b 1) Aus dem am 1. Januar 1835 bei dem Handlungshauſe Simon Lindheimer zu Friedberg negocürten Anlehen zu 26000 fl. Nr. 24 zu 400 fl., Nr. 110 zu 100 fl. 2) Aus dem, bei demſelben Hauſe, am 1. Oktober 1840 errichteten Anlehen von 5000 fl. Nr. 10 mit 500 fl. Ich bringe dies hierdurch mit dem Be⸗ merken zur Kenntniß der Inhaber, daß nach deren Willen dieſe Capitalien am 1. Jänner 1847 bei dem hieſigen Gemeinde ⸗Einnehmer, oder bei dem oben erwähnten Handlungs⸗ hauſe in Empfang genommen werden könne, indem von da an keine weiteren Zinſen ver⸗ gütet werden. Heldenberg den 2. Dezember 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Pauly. Veraccordirungen. (1729) Die Lieferungen 1) des Maſtochſenfleiſches, 2) des gemiſchten Brodes, 3) des Brennöls und 4) der Talglichter 5 für das hieſige Lazareth im 2. Semeſter die⸗ ſes Jahres, ſollen auf dem Soumiſſionswege an den Billigſtfordernden in Accord gegeben werden. Diejenigen, welche zur Uebernahme einer ſolchen Lieferung geneigt ſind, haben ihre Soumiſſionen vor dem 29. d. M. verſiegelt in die vor dem Lazarethbureau angebrachte Kapſel niederzulegen. Zugleich werden ſie darauf aufmerkſam gemacht, daß unleſerliche, nicht mit Namensunterſchrift verſehene, oder an Bedingungen geknüpfte Forderungen un— berückſichtigt bleiben und daß keine Nachge— bote acceptirt werden. Den 7, d. M., Vormittags um 10 Uhr, geſchieht die Protocollirung der eingegangenen Soumiſſionen, wobei die Soumittenden oder Bevollmaͤchtigte derſelben zugegen ſein können. Bis dahin liegen die Lieferungsbedingungen an jedem Tage zur Durchſicht offen. Friederg den 2. Dezember 1846. J. A. Fuhr. „ Hauptmann: 8 ντι NN νιο⏑σ 1 184ör Früchte Privat ⸗ Bekanntmachungen. A n ße. (17300 Ich bringe hiermit zur öffentlichen — — ———— Kenntniß, daß ich jetzt im Hauſe des Herrn Bäcker Graf neben dem Gaſthauſe zu den drei Schwertern wohne und empfehle mich gleichzeitig mit neuen vollſtändigen Betten und Bettſtellen zum Verkaufen und Verleihen. Friedberg. Zacharias Garde. Nicht zu uͤberſehen. (1718) Alle diejenigen, welche noch Zahlungen für Kalk und Zieglerwaaren an mich zu leiſten haben, werden er⸗ ſucht, dieſes nunmehr doch innerhalb 8 Tagen gütigſt zu bewerkſtelligen. Oſſenheim den 26. Nobr. 1846. Chriſtian Höres. Bekanntmachung. (1731) Bei meinem im Monate September d. J. ſtattgehabten Ueberzug von Oberros— bach hierher, ſind mir beim Raumen, Ver⸗ packen oder Aufladen ꝛc. folgende Gegenſtaͤnde entwendet worden, als: 1) eine gebrauchte Baumſäge, 2) ein dicker Eichenholz Stock mit Stachel, oben am Knopf ein Pfeifchen; 3) zwei lange neue Riemen, von ſtar⸗ kem, ſchwarzen engliſchen Zeugleder mit Schnallen, 4) ein ſtarkes, faſt neues Thürſchloß, äußere Seite mit Oelfarbe angeſtrichen, 5) ein Hammer mit einer langen einſeitigen Spize,. 6) ein ditto, ganz neu, mit polirtem Stahl und ovalem Stiel, 7) eine noch wenig gebrauchte, mittelgroße Beißzange, 8) eine lange, noch ſehr gute Gartenſchnur und noch Mehreres dergl. Wer mir zu Einem oder dem Andern wieder verhelfen, oder auch nur den jetzigen Beſitzer ei⸗ nes dieſer Gegenſtande gründlich angeben kann, den bitte ich, mir die Anzeige davon zu machen und unter Verſchweigung ſeines Namens eine gute Belohnung von mir zu gewärtigen. Offenbach a. M. am 25. Nov. 1846. J. Schlottner. Waldſtraße W. Nro. 15. Geſchäfts⸗ Eröffnung. (1732) Ich beehre mich hiermit, einem in⸗ und auswärtigen Publikum die ergebenſte Anzeige zu machen, daß ich das Putz⸗Geſchäft betreibe und ſehe einem geneigten Zuſpruche entgegen. Clara Seibert, a geb. Kiefer. Meine Wohnung befindet ſich dem Landge⸗ richt gegenüber im Gaſthauſe zum Bären. Abhandengekommener Hund. (1733) Ein ſtarker, rau- und langhaariger Hühnerhund, mit braunem Kopf und Behang, braunem Flecken in der rechten Seite und brauner Ruthe, auf den Namen Feldmann hörend, iſt mir abhanden gekommen. Wer mir über deſſen gegenwärtigen Aufenthalts- Ort nähere Mittheilung machen kann, erhält eine angemeſſene Belohnung. f Friedberg den 1. Dezember 1846. Ph. C. Kopp. Erinnerung. (173 Alle Diejenigen, welche Ackerpacht und Tilgungsrenten für die Adam Kehr'ſchen Eheleute zu zahlen haben, werden erinnert, daß Martini vorbei iſt und die Zahlung bin— nen 8 Tagen an unterzeichneten bei Vermei⸗ dung der entſtehenden Koſten zu eutrichten. Friedberg. Friedrich Müller. „ 386* Empfehlung. (1735) Auf bevorſtehende Weihnachten em⸗ pfehlen wir uns beſtens mit unſern bekannten ſchönen Artikeln, insbeſondere mit einer ſchö— nen Auswahl der neueſten Kleiderſtoffen, alle Arten Shwals und Spwälchen, Reiſeſäcke, wollene Taſchen u. Sammt⸗Täſchchen, Schlaf⸗ röcke und Weſten, Muffs und geſtickte Kragen, einer großen Auswahl ſeidener Regenſchirme, Portefeuille⸗Gegenſtände und vorzüglich gute Oel⸗Gas⸗Lampen; endlich mit einer großen Auswahl Kinder— Spielwaaren zu auffallend billigen Preiſen. J. Fürth's ſeel. Erben. Ein gebrauchtes Clavier (17386) iſt zu billigem Preiſe zu verkaufen 5 bei Philipp Hanſtein. Zum Verkaufen. 1 (1737) Bei unterzeichnetem ſteht ein noch brauchbarer Wagen mit eiſernen Achſen, wel⸗ cher ſowohl ein als zweiſpännig gefahren wer⸗ den kann, billig zu verkaufen. g Friedberg. G. Kettinger. e (1788) Ich Unterzeichneter mache hiermit die Anzeige, daß ich mit dem 1. Januar 1847 das ſeitber betriebene Faͤrberei⸗Geſchäft nicht mehr fortbetreibe. Diejenigen, welche noch Waaren bei mir haben, erſuche ich, dieſe bis dahin abzuholen, da ich nicht länger dafür hafte. 5 Die Herren Bürgermeiſter der Umgegend erſuche ich, dieſes im Intereſſe ihrer Unter⸗ gebenen in ihrer Gemeinde bekannt machen zu laſſen. Zugleich zeige ich an, daß meine Färberei⸗ Geräthſchaften, eine Mange, Blauküppe, Reib⸗ ſchale mit Kugeln, eine Parthie Druckformen K. aus der Hand zum Verkaufe ſtehen. Butzbach den 29. November 1846. Lorenz Kalbfleiſch 1. in der Mardelgaſſe. Empfehlung. (1739) Durch die mit dem 1. Januar 1847 erfolgende Auflöſung des von meinem Vetter, Herrn Lorenz Kalb⸗ fleiſch I., ſeither geführten Färberei⸗ geſchäfts, habe und laſſe ich meine Fär⸗ berei ſo einrichten, daß ich alle mir zum Färben und Drucken übergeben werden⸗ den Waaren in Wollen, Leinen, Baum⸗ wolle, Beiderwoll und Seiden, reeller, pünktlicher und ſchneller als ſeither fertigen kann. Butzbach den 29. November 1846. Lorenz Kalbfleiſch II. Färbermeiſter in der Langgaſſe. Frankfurter Gold-Cours vom 27. November. —— 15 Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 47 Holländiſche 10 fl. Stücke 9665 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 91 287 Engliſche Souverains 1154 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 2. Adventſonntag den 6. Dezbr. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Baur. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. (Abendmahl.) Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Preuſchen.. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Pfaff. Fruchtpreiſe 3. Dez. 21. Nov. 24. Nov. Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Mainz gerau fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter 15— 16 15 30 Korn Gerſte„„, 10— 10 9 10 Hafer, 7 53 Polizei-Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 5. Dez. bis 12. Dez. 1846. 2 5 Fried⸗ Butz⸗ Brod ⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod 4 21 44 2 2. 77 91— 9— 44„, 2 18— 18— . Lth. Lth — Milchbrod 103 143 — Waſſerweck 13 ½ Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 14 14 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch üfetes 49 1 5— „ gemäſtete 2 „ Kühfleiſch ka 5 zg zen! gemäſtetes 8— 181— „( Rindfleiſch Angemäſtetes 7— 7— „Kalbfleiſch 7— 7— „ Schweinenfleiſch 12— 12— „Hammellleiſch 8— 18— „ Schaaflleiſch 61——— „Wurſtvon blos Schweinen 14— 14— „ Gemiſchte Wurſt 10— „ Bratwurſt 16— 16— „ Schwartenmagen 16— 16— „Geräucherter Speck 24— 24— „Schinken 17— 17— „ Doörrfleiſch 17— 17— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 23— 24— unausgelaſſen 22— 22— „ Nierenfett 3 22— 22— „Hammelsfett 17— 171— Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Friedberg Künne Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. 5 Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follen us. 5 Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Earl Bindernagel in Friedbe rg. K e Betref Von em Un halred, wo Publicatio 1 Getre MN Huͤlſe 3) Nr. Fruc 4) Nr. Mahl früch Nr. rend 6) Nr. Getr tion 7) Nr. ſicht mär Au die in w zeichneten