— ele! Erin a I ii 2 12 0 Intelligenz-Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. W113. Mittwoch, den J. März 13846. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Gruͤnberg an ſaͤmmtliche Großh. Burgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Den Abgang der Landbeſchäler auf die Geſtütsſtationen. Sie werden alsbald zur öffentlichen Kenntniß bringen, daß die Landbeſchäler auf den Stationen zu Grünberg und Ulrichſtein eingetroffen ſind. Grünberg den 26. Febr. 1846. Ouvrier. Reiſebemerkungen vom Alten vom Berge. Durch meine Beſchäftigung komme ich häufig mit allen Ständen in der Provinz Oberheſſen, beſonders aber in der geſegneten Wetterau, in Berührung und ſehe und höre Manches bei Hohen und Niedern, das wohl verdiente ver— öffentlicht zu werden, zur Ermunterung, zur Warnung, oder zu ernſter oder heiterer Unterhaltung. Dies bewog mich zu dem Entſchluſſe, von Zeit zu Zeit meine Reiſebemerkungen in dieſem Blatte mitzutheilen, das ich faſt in jedem Wirths⸗ hauſe und in vielen Privathäuſern auf meinen Wanderungen finde. Ich mache den Anfang mit Folgendem. 1 Am 16. Januar übernachtete ich in Harrbach, einem Dörfchen im Kreiſe Grünberg von kaum 400 Seelen, und war daſelbſt Zeuge eines ländlichen Feſtes, das ich in Be— zug auf unſer Volksleben nicht für unwichtig halte. So klein dieſer Ort iſt, ſo hat er doch ſeinen Singverein, der ſchon 1842 gegründet wurde und deſſen Gründungstag gerade heute feſtlich begangen werden ſollte. Um 6 Uhr Abends wurden im Dörfchen an alle an der Straße ſtehende Häuſer und Bäume Laternen aufgehängt, die einen Zug erblicken ließen, der mit Voraustragung mehrerer Fahnen nach Stim— men geordnet war und wobei die Burſchen mit Sträußchen auf den Mützen und die Jungfrauen in ihrer ländlichen Tracht mit weißen Schürzchen mit Bandſträußchen geſchmückt waren. Der Zug begab ſich an die Wohnung des Gr. Bürgermeiſters, wo der Kirchen-, Schul- und Ortsvorſtand verſammelt war und ſich anſchloß, um gemeinſam in das Schulhaus zu ziehen. Daſelbſt angekommen wurde von dem Lehrer ein kurzer paſſender Vortrag gehalten und mehrere Geſänge ausgeführt.— Später vergnügte ſich die Jugend in ſchöͤnſter Ordnung durch Tanz. Hier ſah ich auf's Neue wie ſehr ſolche Vereine, wenn ſie richtig geleitet werden, auf die Geſittung des Volkes wirken, den Sinn fur reinere Freuden wecken und das wilde Gejauchze verbannen, ſo daß ich den Wunſch nicht unterdrücken kann: möchte ſich doch in jedem Dorfe ein Singverein bilden und auch, wie in Harr⸗ bach, die Ortsvorſtände ſich deſſelben annehmen. 2 Den 10. Februar führte mich mein Weg durch den Ort E., Landgerichtsbezirk L., Krs. H. Ich war ſchon mehrere Stunden gewandert und wollte mich im Wirths⸗ hauſe durch einen friſchen Trunk erquicken. Ich fand das Wirthshaus mit ſo Menſchen angefüllt, daß ich kaum ein Plätzchen für mich finden konnte. Auf Befragen erfuhr ich, daß eine Güterverſteigerung abgehalten würde. Es war, wie ich glaube, gerade eine Pauſe eingetreten, denn mehrere Stimmen riefen:„Herr Bürgermeiſter! es muß erſt einmal getrunken werden, dann geht's wieder beſſer.“— Dieſer Ruf ſchien ſich eines beſonderen Beifalls zu erfreuen und es währte nicht lange, ſo wurden auf jeden Tiſch mehrere Flaſchen Brandwein geſtellt und widerholt gefüllt. Auch be⸗ merkte ich, daß der Herr Bürgermeiſter bei dieſer Gelegen⸗ heit nicht vergeſſen wurde. Ich fragte den mir zunaͤchſt ſitzenden Bauer, ob hier jede Verſteigerung ſo abgehalten würde?„Ohne Brandwein kann hier nichts verkauft wer⸗ den“ erhielt ich zur Antwort.— Ein ſchöner Haushalt! dachte ich. Wie kann in einer Gemeinde Zufriedenheit und Frohſinn heimiſch werden, wie kann auf ihr der Segen Gottes ruhen, wenn der Fuſelgeiſt ſein Regiment darin auf⸗ ſchlägt?— Ich ergriff meinen Wanderſtab und verließ ſchleunig den Ort, der einen ſo trüben Eindruck auf mich gemacht hatte und dem ich, nach dem Geſehenen, nur eine bedauernswerthe Zukunft prophezeien konnte.— Wie ich ſpäter erfuhr, ſo wurde ein Mann unmittelbar nach der Verſteigerung lebensgefährlich geſchlagen, und man zweifelt noch an ſeinem Aufkommen. Das ſind die Früchte des Fuſelgeiſtes und der Unmäßigkeit.— Wetterauiſcher Peſtalozzi-Verein. Die Freunde des beabſichtigten und nun hinlaͤnglich vorbereiteten Wetterauiſchen Peſtalozzivereins werden erſucht, ſich Mittwoch den 11. Maͤrz zu einer Verſammlung in Friedberg einzufinden, worin die Statuten berathen werden ſollen. Als Lokal iſt der Verſammlung der Saal des Rath— hauſes eingeräumt worden. Der Anfang iſt um 2 Uhr Nachmittags. F. Lauckhard. Curtman. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Verſteigerung. (268) Von den ſiscaliſchen Fruchtvorräthen des hieſigen Rentamts kommen Freitag den 6. Marz, Vormittags 10 Uhr, daͤhier zu Friedberg in dem Gaſthauſe des Herrn Hieronimus vor dem ehemaligen Main⸗ zerthore zur öffentlichen Verſteigerung: 1) von dem Speicher zu Friedberg: 6 Mal⸗ ter Waizen, 145 Malter Korn, 36 Mal⸗ ter Gerſte und 30 Malter Hafer, 2) von dem Speicher zu Vilbel: 6 Malter Korn, 1 Malter Gerſte und 1 Malter Hafer, 3) zu Oberrosbach lagernd: 12 Malter Korn, 4) zu Stammheim lagernd: 25 Malter Hafer Das Ausgebot der Brodfrüchte geſchieht nur in kleinen Quantitäten von/ und 1 Malter und es werden dabei nur ſolche Pri⸗ vaten zur Steigerung zugelaſſen, welche Be⸗ ſcheinigungen von ihren resp. Ortsrorſtänden darüber beibringen, daß ſie die zu erkaufen⸗ den Früchte zur eignen Conſumtion nöthig haben. 5 Friedberg den 23. Februar 1846. Der eee u ß. A n ee (271) Mittwochs und Sonnabends, Nach⸗ mittags von 3 bis 5 Uhr, ſollen im Lokale des ſtädtiſchen Hospitals dahier die friſch in Dienſt getretenen Handwerksgeſellen und Geſinde unterſucht und, geeigneten Falles, mit Geſundheits⸗ reſp. Aufnahmsſcheinen verſehen werden. 8 Friedberg den 25. Feb. 1846. Dr. Renner. Aufforderung. (249) Anſprüche an den unbedeutenden Nachlaß der Georg Gröningers Cheleute da⸗ hier, welcher von Seiten des Curators der e e Erben ausgeſchlagen worden iſt, ſind Freitag den 13. März, 0 Vormittags 9 Uhr, l bei der unterzeichneten Behörde anzuzeigen. Ausbleibende Gläubiger werden den Erſchei⸗ nenden beitretend angeſehen und nach Beſtim⸗ mung der Letzteren über die Maſſe verfügt. Friedberg den 16. Februar 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Hofmann. Löw. Edietalla dung. (250) Cigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche Anſpruͤche an die von Heinrich Möſer dahier ſeinen Gläubigern abgetretenen in den Ge⸗ markungen von Ulrichſtein und Feldkrücken gelegenen Grundſtücke, worüber Grundbuchs⸗ Auszüge in der Landgerichts⸗Regiſtratur zu Jedermanns Einſicht offen liegen, ſind binnen dier Wochen dahier zu begründen, widrigenfalls die Kaufbriefe über die bereits veräußerten Grundſtücke beſtätigt und bezuglich der übrigen den vorerwähnten Gläubigern eine Eigen⸗ thums⸗Urkunde zugefertigt werden wird. Ulrichſtein den 18. Februar 1846. Großh. Heſſ. Landger icht daſ. Zimmermann. Vekanntmachung. (279) In Auftrag des Gr. Hofgerichtsad⸗ vocaten Trapp III. ſollen Montag den 9 März, Vormittags 10 uhr, in hieſigem Rath⸗ hauſe verſchiedene Ländereien, Wieſen und Aecker, namentlich auch drei Obſt⸗ und Ge⸗ „ 70. muͤſegärten, von welchen einer innerhalb dek Stadt liegt, die beiden andern aber in deren Nähe belegen ſind, für dle Zeitdauer von 6 oder 9 Fahre in Zeitbeſtand gegeben werden. Von dem Verzeichniß der verpachtet wer⸗ denden Güterſtücke iſt bei den hieſigen Flur⸗ ſchützen Einſicht zu nehmen. Friedberg den 24. Februar 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter . Bender. Holz ⸗Verſteigeruug. (296) Montag den 9. März d. J., des Vor⸗ mittags um 9 Uhr, werden in dem Communal⸗ wald der Gemeinde Niederrosbach, Diſtrikt Sorg: 1) 23 Stecken Nadel⸗Scheitholz 2) 1„„ Puügeiho, 388%„„ Stockholz, 4) 16 Wellen Eichen⸗Reiſerholz, 50 175 N 6) 1 Wagen und 11 Läſte allerlei Gehölz, 7) 65 Stämme Nadelholz, 609 Cubikfuß enthaltend und 8). 18 Stangen Nadelholz, 66 Cubf, enth., an Ort und Stelle, unter den im Termine er⸗ öffnet werdenden Bedingungen, meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Niederrosbach den 27. Februar 1846. Der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter F. Bullmann. 100 fl. Belohnung (297) erhält Derjenige, welcher über die Entſtehung des heute im herrſchaft⸗ lichen Walde ausgebrochenen Brandes verläſſige, zur gewiſſern Ermittelung des ruchloſen Thäters dienliche An— zeigen machen kann. Ockſtadt am 1. März 1846. Der Freih. v. Frankenſtein'ſche Rentamtmann. An ger e n. Verſteigerung. (298) Donnerſtag den 5. Marz d. J., Vor⸗ mittags 10 Ubr, ſoll auf dem hieſigen Ge⸗ meindehaus folgendes zur e men: 1) Schreinerarbeit, verüberſchlagt zu 55— 2) Ankauf von 340 Stück Darm⸗ ſtädter Geſangbüchern, verüber⸗ ſchlagt zu 300 50 Kleinkarben am 25. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Stork. 3000 Malter Kartoffeln 1299) ſind in Holzbeim, Kreiſes Hungen, noch zu verkaufen, welches man hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt. Holzheim den 25. Febr. 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Grieb. Aufforderung. (300) Forderungen an die Nachlaß maſſe des Gr. Bauaufſehers Karl Meyer von hier, über welchen der Concurs erkannt iſt, ſind Donnerſtag den 19. März, Nachmittags 2 Uhr, bei Strafe des ſtillſchweigend eintreten⸗ den Ausſchluſſes von der Maſſe anzuzeigen. Friedberg am 22. Februar 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daf. Hofmann. Löw. Oeffentliche Bekanntmachung. (301) Die Adam Windeckers Wittwe zu Bellmuth iſt von Gr. Hofgericht zu Gießen für eine Verſchwenderin erklärt worden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß dieſelbe ohne Zuſtimmung des ibr beigegebenen Curators Johannes Al⸗ bus III. zu Bellmuth keine ſie verpflichtende Rechtsgeſchäfte vornehmen kann. Zugleich werden alle Diejenigen, welche an gedachte Adam Windeckers Wittwe oder an den Nachlaß ihres im vorigen Herbſte ver ſtorbenen Chemannes Adam Windecker For⸗ derungen oder ſonſtige Rechtsanſprüche haben, hierdurch aufgefodert, ſolche in dem auf Freitag den 3. April l. J., Morgens ier anberaumten Termin bei, unterzeichnetem Ge⸗ richt anzuzeigen. Nidda am 20. Februar 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Kattrein. Holz ⸗Verſteiger ung. (302) Montag den 9. März l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeinde⸗ wald, Reviers Hochweiſel, Diſtrikten Wehr⸗ winken, Maibacher Wald und Thierberg, fol⸗ gende Holzſortimente zur Verſteigerung ge⸗ bracht werden, als: 5 1) 110 Stecken buchen Scheitholz, S„ Prügelholz, 3) 132. 7 Stockholz, friſches, 4„. 77 altes, 5 4 Stämme„ Bau⸗, Werk⸗ und Nutzhölzer, 69 2826 Stück„ Wellen. Dieſes bringt zur öffentlichen Kenntniß mit dem Anfügen, daß der Anfang in dem Diſtrikt Wehrwinken beginnt. Oſtheim den 24. Februar 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Schneider. Holz-⸗Verſteigerung. (303) Montag den 30. März d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, und etwa den folgenden Tag werden in dem Uſinger Stadtwalde in dem Diſtrict Taubenkröpfchen 3. Theil ö 3 birken Werkholzſtämme von 38 K. F., 12 aspen„ 577 22 Klafter buchen Holz. 22„ aspen Holz, 1150 Stück buchene Wellen, 200„ aspen Wellen und 18½ Klafter Erdſtöcke verſteigt. Uſingen den 23. Februar 1846. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißerey Schapper. Bekanntmachung, (300) Erbvertheilungshalber iſt Johannes Werner Wittwe und ihre Kinder zu Oberros⸗ bach geſonnen, Montag den 9. März l. J. Morgens 8 Uhr in ihrer Wohnung nachfolgende verzeichnete Mobilien öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigern zu laſſen:— 2 Zugpferde, 4 Kühe, wovon 3 trächtig ſind, 1 zweijähriger Stier, a 2 einjährige Rinder, 1 trächtiges Mutterſchwein und 2 Springer, 3 Schaafe, 1 Trupp Hühner, f 1 vollſtändigen Wagen und ein Kuhkarren, 2 Pflüge und 1 eiſerne Egge, 2 Fegmühlen, 2 Pferdegeſchirre und ſonſtige Oeconomie⸗ geräthſchaften, Circa 13 Fuder Lang⸗ und 1 Fuder Wirrſtroh, „ 40 Entr. Heu und 15 Cutr. Grummet, „ 10-12 Malter Kartoffeln, „ 70 Mahne voll Erdgefütter, eine große Quantität Miſt, mehrere Fäſfer und ſämmtliche Hausgeräthſchaften. Oberrosbach den 25. Februar 1846. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. N 1 1 U S N t Fried 309 um 92 7 Erbaul, „ 71. Fruchtverſteigerung bei Großh. Heſſ. Rentamte Nidda. (805 Die herrſchaftlichen Fruchtvorräthe aus der 18451 Erndte, beſtehend in Waizen, Korn, Gerſte und Hafer, kommen in nachſtehenden Terminen zum öffentlichen Abstrich: a) Von dem Speicher zu Bingenheim bei Gaſtwirth Müller daſ. b). 7 79 „ Nidda in dem Rathhauſe zu Nidda. Zum Ankaufe der Brodfrüchte(Korn und Gerſte) werden nur ſolche Private zuge⸗ laſſen, welche im Verſteigerungstermine Beſcheinigungen von ihren reſp. Ortsvorſtänden darüber bei⸗ bringen, daß ſie die zu erkaufenden Früchte zur eignen Conſumtion, reſp. Gerſte zur Ausſaat, nöthig haben. Zu dieſem Behufe werden die Ausgebote in kleinen Quantitäten geſchehen. Vor Abfaſſung der Früchte ſind dieſelben jedoch, wie ſeither, an das unterzeichnete Gr. Rentamt zu bezahlen. Sämmtliche Verſteigerungen beginnen Vormittags 10 Uhr, und finden ſtatt: Ord.⸗Nr.: Von d. Speicher zu: Tag der Verſteigerung Verſteigert werden: Waizen, Korn, Gerſte, Hafer, 5 Jahr 1846. 5 Mltr. Mltr. Mltr. Mltr. 10 Nidda Donnerſtag den 12. März 7 W Bingenheim Freitag den 13. März 24 150 95 40 29 Nidda Montag den 4. Mai 7 50— 45 Bingenheim Dienſtag den 5.„ 24 150 95 40 30 Nidda Montag den 29. Juni 7 50— 4⁵ 8 Bingenheim Dienſtag den 30.„ 2⁴ 150 95 40 Bingenheim den 23. Februar 1846. Großh. oll Rentamt Soldan. Bekanntmachung. (306) Dienſtag den 10. und Mittwoch den 11. März d. J., Vormittags 10 Uhr anfan⸗ gend, läßt Herr Pachter Güngerich dahier durch den Unterzeichneten verſteigern: 4 braune Wallachpferde von 6- 9 Jahren, 4 Zugochſen, 3 Bullen von 2, 1% und 1 Jahr, 7 Kühe, 4 Rinder, 3 Reiblinge, 1 Eber, 1 Mutterſchwein mit 8 Ferkeln, 2 trächtige Mutterſchweine, 1 fettes Schwein, 15 Springer, 4 Gänſe, 20 Hühner, 4 3 vollſtändige Wagen, 1 Stuhlwägelchen, 4 Pflüge, 3 Eggen, 2 Walzen, eine Partie Ketten, Fäſſer, Pferdegeſchirr und ſon⸗ ſtige Oeconomiegeräthſchaften und circa 300 Malter Kartoffeln. Die Verſteigerung beginnt mit dem Vieh und wird mit den Pferden der Anfang gemacht. Obererlenbach am 26. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ohmeis. Holz⸗Verſteigerung. (307) Samſtag den 7 März, Mittags gegen 12 Uhr anfangend, ſoll in dem Gemeindewald Langenhain, Diſtrikt Eichkopf, Revier Hochwei⸗ ſel, nachſtehendes Gehölz einer öffentlichen Ver⸗ ſteigerung ausgeſetzt werden:- 10 45 Stecken altes Stockholz, 2) 6% Stecken Birken Prügelholz, 3) 4025 Stück birkene Wellen, 2 300 Kiefern⸗Wellen. Es wird bemerkt, daß eine Zahlungsfriſt bis den 1. Auguſt d. J. geſtattet wird. Der Zuſammenkunftsort iſt auf der Chauſſee am Eichkopf. Langenhain, den 25. Februar 1846. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. Ver ſt ei ges un g. (308) Mittwoch den 4. März, Morgens um 11 Uhr, werden in hieſigem Rathhauſe zehn Schaaſpferche öffentlich meiſtbietend ver⸗ ſteigert. Friedberg den 28. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (309) Montag den 9. März, Morgens um 9ſ½ Ubr, wird in hieſigem Rathhauſe die Erbauung einer neuen Abfahrt an der Staats⸗ ſtraße nach Frankfurt nach dem Krämerfeld und Anlegen eines neuen ſteinernen Stegs am Schützenrain offentlich wenigſtnehmend verſteigert. Die Ueberſchläge, beſtehend in 23 fl. 55 kr., liegen zu Jedermanns Cinſicht offen. Friedberg den 28. Februar 18465. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bede k. Holz-Verſteigerung. (310) Mittwoch den 11.. M., von Mor⸗ gens 9 Uhr an, ſoll das nachfolgende Holz, nämlich: a) im Wickſtädter Wald: 10 Stecken eichen Scheitholz, 25 7„ Stockholz, 8 1„ Stangenprügelholz, 2„ buchen— 4½%„ gemiſchtes Stockholz, 165„ gemiſchte Reiſer, 250 Wellen Dorn, b) beim Pachthof zu Wickſtadt: 12 Stecken Kirſchbaumholz, worunter einige zu Schreinerarbeiten dienliche Stämme ſind, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Aſſenheim den 1. März 1846. Gräflich Solms-Roͤdelheim'ſche Forſtverwaltung. Holz⸗Verſteigerung in dem Maibacher Gemeindewald, Reviers Hochweiſel. (3110 Montag den 9. März d. J., Vor⸗ mütags 9 Uhr, ſollen in dem Diſtriet Mühl⸗ kopf und Dillenberg die nachverzeichneten Holzſortimente, als: I. Brennholz: 8 1 4% Stecken buchen Scheitholz, 8 20 1„ Pruͤgelholz, ö„ Stockholz I. Kl., 4) 176 1 8. 5) 9857 buchene Wellen, 65) 225 erlene 8 II. Bau-, Werk⸗ und Nutzholz, 7) 1 Nadelſtammholz, 8 Kbkfß. haltend, 8) 8 Birkenſtammholz, 65 Kbkfß. haltend, 9) 23 Stück Birkenſtangen, 58 Kbkfß. halt., 10) 56„ Erlenſtangen, 139, 45 au den Meiſtbietenden verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt in Ioco Maibach. Maibach am 27. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Vürgermeiſter f Philippi. Holzverkauf. (312) Künftigen Montag den 9. Marz l. J., Vormittags um 10 uhr, ſollen auf dem Hochgraflich Solms⸗Rödelheim'ſchen Braun— kohlen⸗Bergwerke bei Bauernheim 45 Stecken gemiſchtes buchen, eichen⸗ und tannen Brenn⸗ holz und 2 Haufen Zimmerſpähne meiſtbietend verkauft werden, wozu Kaufliebhaber hiermit einladet Bauernheimer Bergwerk den 27. Feb. 1846. Die Bergverwaltung. Verſteigerung von Bauarbeiten. (313) Mittwoch den 11. März d. J., Por⸗ mittags 10 Uhr, ſollen in dem Gemeindehaus zu Großlumda die zur Erbauung einer neuen Kirche daſelbſt erforderlichen Arbeiten, 1 „ 1. 1) Maurer- und Steinhauerarbeit, ausſchließlich der Beifuhr der Materialien, veranſchlagt zu 1661 41 2) Zimmerarbeit, 75 15 1325 40 3) Dachdeckerarbeit,„ 25 712 14 4) Schreinerarbeit,„* 879 2 5) Schloſſerarbeit,„ 1 241 1 6) Glaſerarbeit, 2 22 325 58 7) Weißbinderarbeit,„ 77 555 13 8) Speuglerarbeit,„„ 63 12 9) Die Beifuhr von 30 Kubikklafter Mauer⸗ ſteinen, 8 10) Die Beifuhr von 7 Kubikklafter Sand, 11) Das Aufſetzen der Steine und Meſſen des Sandes, 5 12) Die Fieferung von 160 Bütten Kalk an die Wenigſtfordernden verſteigert werden, was man mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß bringt, das Riſſe, Voranſchlag und Verſteigerungsbedingungen auf dem Bureau des Unterzeichneten zur Einſicht offen liegen. Grünberg den 1. März 1846. Der Großh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Grünberg Holzapfel. Verſteigerung von Bauarbeiten. (310 Montags den 9. März d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen die Arbeiten zur Herſtellung des Rathhauſes in W 3 nämlich: 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 599 20 2) Steinhauerarbeit,„„ 141 2 3) Zimmerarbeit, 5„ W 4) Dachdeckerarbeit, 7 33 5) Schreinerarbeit, 3„ 426 27 6) Schloſſerarbeit, 5„ 7) Glaſerarbeit, 3 J. 122 18 8) Weißbinderarbeit,„„ 85 9 9) Spenglerarbeit, 5 44 42 öffentlich an die Wenigſtfordernden verſteigert werden. 0 Indem man dieſes hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird zugleich bemerkt, daß die Riſſe, Voranſchläge und Verſteigerungs— bedingungen in dem Geſchäftszimmer des Un— terzeichneten zur Einſicht offen liegen. Staufenberg den 25. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Fiſcher. Verſteigerung. (315) Montag den 9. März, Vormittags 9 Ubr, ſoll zu Weckesheim die bei Herſtellung einer neuen Brücke vorkommende Zimmerar⸗ beit mit Einſchluß des Eichenholzes, nebſt Maurerarbeit, unter den bei der Perſteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, nach dem Voranſchlage an den Wenigſtneh⸗ menden öffentlich verſteigert werden. Weckesheim den 28. Februar 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hofmann. as t N νιι¹ Privat- Bekanntmachungen. Gefu ch (282) Zum Betrieb des bei Wiſſelsheim neu angelegten Steinbruchs wird eine Anzahl tüchtiger Steinbrecher, welche namentlich mit dem Schlagen von Pflaſterſteinen umzugehen wiſſen, geſucht. Dieſelben konnten ſogleich in Arbeit treten und das ganze Jahr hindurch Beſchaͤftigung finden. Friedberg den 25. Februar 1846. Die Freih. v. Lo w'ſche Vormundſchaft. Dampf⸗u. Paquet⸗Schifffahrt von Worms oder Mainz uber Rotterdam nach den vereinigten Staaten von Nordamerika. (280) Bei unterzeichnetem können Ueber⸗ fahrtsverträge nach Amerika zu den billigſten Preiſen geſchloſſen werden. Die Fahrt ge⸗ ſchieht auf holländiſchen Dampfſchiffen ohne Ausladung von Worms oder Mainz bis Rot⸗ terdam, wo die Paſſagiere ſogleich das See⸗ ſchiff reſp. amerikaniſche Dreimaſter beſteigen und ohne Aufenthalt abfahren. Eine beſondere königlich niederländiſche Ver⸗ ordnung garantirt den Auswanderern die ſichere Erfüllung der ſammtlich im Vertrage enthal⸗ tenen Verbindlichkeiten. Friedberg im Februar 1846. Ph. Dan. Kümmich, Agent. Wirthſchafts⸗Verpachtung auf der Friedrichshütte bei Solms⸗ Laubach. (2610 Dieſelbe ſoll nebſt Brau- Brenn⸗ und Zapfgerechtigkeit, im April d. F. zu be⸗ ziehen, verpachtet werden. Seine Heimaths— rechte muß jeder Pächter behalten und fl. 200 Caution ſtellen.— Nähere Auskunft hierüber ertheilt man auf der Friedrichsbütte. Ein braver junger Menſch (265) kann als Privatſchreiber und Vor⸗ leſer alsbald eine günſtige Anſtellung finden. Das Nähere auf portofreie Briefe bei der Expedition d. Bl. Empfehlung. 3160) Mein Lager von allen Sorten Feld⸗, arten⸗ und Blumenſaamen, welches ich wieder auf's Beſte aſſortirt habe, bringe ich für dieſes Frühjahr in empfehlende Erinnerung. Friedberg. M. Jung. I r Küfe r. (317) Ein Küfer, welcher ſein Handwerk ge⸗ hörig verſteht und ſich über ſeine Solidität ge⸗ nügend auszuweiſen vermag, kann in einem Fabrikgeſchäft in der Nähe Frankfurts dauernde Beſchäftigung finden. Auf frankirte Anfragen unter Nro. 317 an die Expedition dieſes Blattes wird nähere Auskunft ertheilt. Zum Verkaufen. (318) Unterzeichneter will aus freier Hand ſeine Scheuer auf Abbruch verkaufen und ſieht gefälligen Geboten entgegen Caf pier Fin! in Beienheim. Cypreſſen-Pflänzlinge, (319 welche ſich beſonders auf Gräber eig⸗ nen, ſind zu haben bei Joh. Dönges. Ein Regenſchirm (320) iß Sonntag den 22. oder Mittwoch e 72. den 25. Februar in der Burgkirche ſtehen ge⸗ blieben und kann derſelbe von dem Eigenthümer gegen Erſtattung der Inſeratgebühren bei mir in Empfang genommen werden. Dambmann, Seminardiener. Eine brave Hausmagd, (821) welche kochen und melken kann, wird in hieſiger Stadt geſucht. Ausgeber d. Blattes ſagt, wo? A n e ene (322) Bei Wagnermeiſter Karl Schmidt zu Grünberg ſteht ein zweiſpänniger, mit eiſer⸗ nen Achſen verſehener, blau angeſtrichener Pferde⸗ wagen billig zu verkaufen. 2 junge Faſelochſen, (323) von guter und ſchöner Race, jeder 1¼ Jahre alt, auch trächtige Mucken und 1 Mucke mit Ferkeln werden preiswürdig abgegeben zu Niedererlenbach bei Herrn C. F. Petſch. Verſteigerung. (32) Der Unterzeichnete beabfichtigt thei⸗ lungshalber ſeine Hausgeräthſchaften u. ſ. w.: ein Paar dreijährige Ochſen, eine Kuh, einen Stier, einen Anbindling, eine Parthie Stroh, 5 Stück Schaafe mit Lämmer, einen Karrn und Zugehör, in gutem Zuſtande befindlich einen Pflug und zwei Eggen, Freitag den 6. März, Morgens 8 Uhr, einer freiwilligen Verſteigerung in ſeiner Wohnung auszuſeßzen. Obermörlen den 1. März 1846. 8 Mätthäus Krebs. Beſten Nord Lappertan, (325) bei ganzem Fiſche pr. Pfund 7 kr., bei halbem pr. Pfund 8 kr.; Stockfiſche pr. Pfund 14 kr. bei H. Hahn. Friedberg im Februar 1846. Eine Scheuer, 8 von gutem Eichenholz und in gutem uſtande befindlich, von 36 Fuß Länge und 24 Fuß Weite, hat zu verkaufen den 16. März 1849. 5 5 Friedrich Jung in Bönſtadt. Alle Sorten Saamen (327) ſind wieder ächt und friſch zu haben bei 7 Wit heln S m dt neben d. Landgericht. Eine Stube (828) allein, oder mit Küche, Kammer und Keller hat in der Vorſtadt zu vermiethen E. F. Grünwald. Agentur Offen bach N der Hrn. Luͤdering u. Comp., Schiffsrheder und Großh. Heſſ. Konſul in Bremen. bei dem Kaufmanu E. Kugler. (829) Den Reiſenden und Auswanderer nach Nordamerika wird hiermit bekannt gemacht, daß vom 14. März d. J. an bis Ende November, regelmäßig alle 14 Tage, ſchnellſegelnde drei⸗ maſtige Bremer Schiffe, auf's Beſte zur Paſſagierfahrt eingerichtet, von Bremen aus ſowohl nach Neufjork und Baltimore, als mitunter nach Neuorleans und Galveſton in Texas abge⸗ fertigt werden, und daß daher jederzeit Paſſagiere, die ſich dieſer billigſten Schiffsgelegenheit bedienen wollen, unter den vortheilhafteſten Bedingungen bei dem Agenten angenommen und bündige Schiffsakkorde mit demſelben abgeſchloſſen werden können, ſowie derſelbe auch jede nähere e die abgehenden Schiffe ſowohl, als auch die gedruckten Ueberfahrtsbedingungen gra⸗ is ertheilt.. Offenbach den 25. Februar 1846. Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft. (330) Die Berliniſche Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft hat ſich in dem abgelaufenen Jahre eines ferneren angemeſſenen Fortſchreitens zu erfreuen gehabt und durch Todesfälle eine, verhältnißmäßig, nur für gering zu erachtende Einbuße erlitten. Das Jahr 1844 ſchloß mit 5329, mit der Summe von Sechs Millionen 324,900 Thalern verſicherten Perſonen.— Rechnet man hierzu die im Jahre 1845 aufgenommenen 756 Perſonen, verſichert mit 789,400 Thalern und zieht die im Laufe deſſelben verſtoͤrbenen und ausgeſchiedenen Perſonen und deren Verſicherungs⸗Kapital davon ab, ſo ſtellt ſich am Schluſſe 1845 der Be⸗ ſtand auf 8818 Perſonen, verſichert mit Sechs Millionen 887,600 Thalern. Die Todesfälle beſchränken ſich auf 92 Perſonen, verſichert mit 90,200 Thalern und über⸗ ſteigen, ungeachtet des Wachsthums im Jahre 1845, das Jahr 1844, an Kopfzahl mit einer Perſon und an eingebüßtem, verfichertem Kapital nur um 1600 Thaler. Das vergangene Jahr iſt alſo als ein ſehr günſtiges zu bezeichnen und ſteht dem glücklichen Jahre 1844 ſelbſt noch voran, in Folge deſſen eine namhafte Dividende für daſſelbe in Ausſicht ge⸗ ſtellt werden kann. Nach Abhaltung der vorſtehenden General-Verſammlung wird die Dividende für das Jahr 1841, durch die öffentlichen Blätter bekannt gemacht werden. „Ein geehrtes Publikum lade ich zur ferneren Benutzung des Inſtituts ein und bemerke, daß Geſchäfts⸗Programme und Antrags⸗Formulare von den Herren Agenten der Geſellſchaft und dem Unterzeichneten(im Geſchäfts-Bureau Spandauer Straße Nr. 29.) bereitwilligſt und unentgeldlich verabfolgt werden. i Berlin, den 28. Januar 1846 Lobeck, General⸗Agent der Berliniſchen Lebens-Verficherungs⸗Geſellſchaft. Vorſtehende Bekanntmachung bringe ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, mit dem ergebe⸗ nen Bemerken, daß Geſchäfts⸗Programme bei mir unentgeldlich 7 egeben werden. Friedberg den 26. Februar 1846.. F. au, a Agent der Berliniſchen Lebens⸗Verſicherungs⸗Geſellſchaft. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichleit von Carl Bindernagel in Friedberg. 12 gewiß Wettel ſchrift! 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