.— wünſchen gewiß viele unſerer Leſer eben ſo gerne etwas zu Intelligenz-Olatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 2„Intelligenz⸗ Blatt für die Provinz Oberheſſen“ wird im Jahre 1846, ganz in derſelben Weiſe wle im Jahre 1845, woͤchentlich zweimal(Mittwochs und Samſtags) erſcheinen. Der Abonnementspreis, welcher ſtets bei der Beſtellung zu entrichten iſt, beträgt bei mir, wie bisher, für 1 Jahr 1 fl. 12 kr, für ½% Jahr 40 kr.— wobl alle Poſtverwaltungen des Großherzogthums Heſſen iſt bas Jutelligenz⸗ Blatt, nach einer dezkeben des hochlöblichen Oberpoſtamts zu Darmſtadt, pr. Jahr für 1 fl. 24 kr. und pr. Semeſter für 48 kr. zu iehen“). . Die Einrückungsgebühren betragen, wie bisher, für die geſpaltene erſte Zeile 4 kr, für die zweite 3 kr., für die dritte und jede folgende 2 kr.— Ein Beleg wird mit 2 kr. berechnet.— Alle Inſerate, welche von dem Donnerſtag Morgeu bis den Sonntag Abend bei mir eingehen, finden in dem Mittwochs erſcheinenden Blatte eine Aufnahme; alle Inſerate, welche ich von dem Montag Morgen an bis den Mittwoch Abend erhalte, werden in das Samſtags erſcheinende Blatt aufgenommen.— Gemeinnützige Aufſätze werden ſtets mit Dank für mein Blatt angenommen. Friedberg. C. Bindernagel. ) Die verehrlichen Abonnenten des Kreiſes Hungen erlaube ich mir darauf aufmerkſam zu machen, daß vom Jahre 1846 an mein Bote nur einmal wöchentlich(jeden Dienſtag) nach Hungen gebt und das Intelligenzblatt nicht mehr dahin bringt, ſondern daſſelbe blos durch die 2 Poſtexpedition in Hungen zu beziehen iſt. Etwaige Beſtellungen auf das Intelligenzblatt bitte ich daher nicht 1 1 8 Herrn Kreis. Amtlicher Theil. Nr. 101 d. Bl. v. J. geleſen haben. Da uns jedoch über das Feſt in Butzbach zu unſerm Bedauern keine beſondere . Beſchreibung zugekommen iſt, ſo erlauben wir uns folgenden Oeffentliche Bekanntmachung. Artikel aus dem„Vaterland,(Nr. 152 von 1845) hier Die beſtehende Beſtimmung, daß Diejenigen, welche abdrucken zu laſſen. Die Redaktion. ein Darlehn aus dem Mathildenſtifte ſuchen ſich mit den 1 5* betr. Schuldſcheinen an dem Zahltage vor 11 Uhr Vormit⸗ Butz bach* Dre.* erfülle don den— tags an der Kaſſe einzufinden haben, ſcheint in Vergeſſen⸗ drucken des geſtern hier gefeierten Jubiläums unſerer Ver⸗ heit gerathen zu ſein und wird hiermit eingeſchärft. faſſung, ergreife ich die Feder, um ein— wenn auch Zugleich wird in Erinnerung gebracht, daß während ſchwaches— Bild derſelben in wenigen Worten mitzuthei⸗ —, deen.„ e und len.— Aus dem Programm*) ſieht man, daß der ganze mſta e ö edo er Andran. 1 b; an 2 diefer Tage zum Nachtheil der Kaſſe 115. Tag ein Feſttag 1 daß erm 5 Weiſe gefeiert Anſuchenden zu ſtark iſt, erſchien die Einrichtung zweckmäßig, wurde, wie wohl nirgends im Lande. Die von dem Ge⸗ daß am Mittwoch die Bewohner der Landgerichts⸗Bezirke meinderathe gewählten Feſtordner hatten eine Idee ausge⸗ Friedberg und Rödelheim und am Samſtag die Bewohner fuͤhrt, welche ihrer Einſicht in die Bedeutung des Feſtes zur des Landgerichts⸗Bezirks Butzbach vorzugsweiſe vorkommen. bollen Ehre gereicht. Die wichtige Urkunde war nemlich. Die Betheiligten ſind aufgefordert, ſich hiernach zu nebſt dem Programme in 600 Exemplaren abgedruckt und l den 30. Dezember 1845. unter die Bewohner der Stadt ausgetheilt worden. Gewiß Der Großh. Heſſ. Kreisrath des Kreiſes Friedberg eine ſchöne Idee!— Der ganze Tag war, wie geſagt, ein als Präſident des Mathildenſtifts Feſttag; die Stadt hatte ein vollkommen ſonntägiges Aeußere, Küchler. die Kaufläden waren geſchloſſen, Alle waren in ihren Sonn⸗ 2 tags⸗Staat gekleidet, uberall weh'ten die Landesfarben. Von Ulber die Feier des 2B. Jahrestages der Verfaſſungs⸗ ergreifender Wirkung war namentlich der beiläufig aus urkunde(17. Dezember 1843) in Butzbach 700-800 Perſonen beſtehende Feſtzug zur Kirche. Unſere ſchöne, geraͤumige Kirche war aber auch ſo angefuͤllt, wie — vernehmen, als ſie die Beſchreibung des hieſigen Feſtes in) Siehe Intelligenzblatt Nr. 98 von 1840. 3 E 2 A.* Gevattersmann mit dem Buͤrgermeiſter und ſeiner Frau durch die Alleen ſpazierte, die rings um die Stadt führt. Die Bäume, kaum 20— 25 Jahre alt, ſeit dem neueſten Frieden, hatten geſunde Stämme und ſtanden in voller Blätterpracht; Hecken und Blumenbeete waren zierlich da und dort verbreitet, die Vögel ſangen in den Zweigen und wir nie geſehen zu haben uns erinnern, der Geiſtliche hatte ſo taktvoll dem Tage die religiöſe Seite abzugewinnen ge⸗ wußt, hatte ſo ſchöne Worte der Pietät gegen unſer erhabe⸗ nes Fuͤrſtenhaus geſprochen, daß dadurch erſt dem Feſte die höhere Weihe aufgeprägt wurde. Nach dem Gottesdienſte, zu deſſen Verſchönerung auch noch die beiden Geſangvereine durch ihre Leiſtungen beitrugen, bewegte ſich der Zug noch einmal auf den Marktplatz, ging an den die Urkunde trageu⸗ den Mädchen vorüber und ſtimmte mit wahrer Begeiſterung in das Sr. Königlichen Hoheit dem Großherzoge vom Gr. Bürgermeiſter ausgebrachte Hoch ein!— Das Feſteſſen im glänzend erleuchteten Heſſiſchen Hofe war von einer großen Anzahl von Bürgern und Staatsdienern be⸗ ſucht und zeichnete ſich durch die ſchöne Verbindung, worin loyaler Sinn mit der Liebe zur Verfaſſung und ihren Gütern ſich einten, aus. Dies bewies die Begeiſterung, womit ſo⸗ wohl die Toaſte auf das Wohl S. K. H., unſeres gelieb⸗ ten Fuͤrſten, S. K. H. des Erbgroßherzogs und ſämmtlicher übrigen Glieder unſeres hohen Fürſtenhauſes, als auch die auf das Andenken des höchſtſeligen Gründers und v. Grol⸗ man's aufgenommen wurden. Wahrhaft prachtvoll war ferner das Gaſthaus zum Löwen erleuchtet, worin ſich die Geſangvereine verſammelt hatten. Die Zünfte hatten ſich im deutſchen Hofe zuſammengefunden und vergnügten ſich mit Tanzen. So dauerte der allgemeine Jubel bis in die ſpäte Nacht hinein! Möge der Zweck des Feſtes:„Treue dem Großherzoge, Gehorſam dem Geſetze und Beobachtung der Staatsverfaſſung“ in Allen zu befeſtigen, erreicht wor⸗ den ſein./ Der Gevattersmann fuͤr 1846. Von B. Auerbach Zweiter Jahrgang. Wir machen unſere Leſer auf dieſes treffliche Volk⸗ ſchriftchen aufmerkſam, und wünſchen ihm eine recht allge— meine Verbreitung. Aus dem reichen, mit vielen Holz⸗ ſchnitten gezierten Inhalte, theilen wir als Probe folgende Erzählung mit: Die Frau Bürgermeiſterin. Das iſt eine wackere Frau— ſo ſagt jeder Einwohner des Städtchens Thalheim, Groß und Klein. Denn obgleich oder weil die Frau Bürgermeiſterin keine eigenen Kinder hat, iſt ſie eine Mutter aller Kinder. Ihr ſolltet ſie ſehen, wie ſie in der Kleinkinderſchule waltet und ſorgt, wie ſie die Kinder ermahnt, ihnen aber auch dabei die Näschen putzt, wie ſie mit den Kindern ſpielt, und ihnen wiederum Suppe kocht und für Alles ſorgt. Wenn ihr das ſehet, würdet ihr auch ſagen: Ja, das iſt eine wackere Frau. Der Gevattersmann freut ſich, daß er noch mehr von der Frau Bürgermeiſterin erzühlen kann. Er hat ſie erſt vor Kurzem recht kennen gelernt, und während er jetzt hier ſitzt, an ſie denkt und von ihr ſchreibt, iſt es ihm, als ob er ihr freundlich mildes Angeſicht ſehe, auf dem die Gut⸗ herzigkeit ausgeſchüttet liegt. Es gibt nichts Schöneres, als ſo ein Menſchenantlitz, aus dem die Menſchenfreundlichkeit, die Freude, das Gute zu wollen und zu wirken, aus allen Zügen herausſpricht. Wer da hinein ſieht und ſich nicht zu allem Guten angefeuert fühlt, in dem muß ein bbſer Geiſt oder ein ſchwerer Kummer walten, der ihn nicht zu ſich ſelber kommen läßt. Es war ein ſchöner, heiterer Frühlingstag, als der — e den Büſchen. Luſtige Knaben arbeiteten da und dort mit Hacke und Schaufel auf den Wegen, oder an einem Blu⸗ menbeete. Alles war ſo heiter und glücklich, daß es das Herz erfreute. f Hier ward nun auch die Geſchichte dieſer Allee be⸗ richtet, und ſie ſoll hier weiter erzählt werden, mit dem Wunſche, daß ſie da und dort Nachahmung finde. (Schluß folgt.) Kirchenbuchs-Auszug vom November 1845. 5 Butzbach. Getraute: 23. Jakob Weber, hieſiger Burger und Drehermeiſter, ein Mittwer, und Anna Margaretha Forbach, des verleb⸗ ten Bürgers und Schuhmachermeiſters Georg Forbach hinterlaſſene ehelich ledige Tochter. Get aufte: 23. Dem Bürger und Metzgermeiſter Heinrich Lieberich ein Sohn, Jakob, geb. den 7. 30. Dem Bürger und Dachdeckermeiſter Daniel Sommerlad eine Tochter, Eliſabeth, geb. den 14. Beerdigte: 4. Maria Chriſtine, des verlebten Bürgers und Metzger⸗ meiſters Adam Melchior hinterlaſſene Wittwe, geb. Winter, alt 71 Jahre, 7 Monate, 21 Tage, k den 2. November. 5. Konrad Müller aus Kirchgöns, alt 10 Monate, 6 Tage, k den 3. 9. Wuͤhelmine, des Buͤrgers und Schuhmachermeiſters Chriſtian Häußer Ehefrau, geb. Schmidt, alt 29 Jahre, 6 Monate, 5 Tage, k den 8. 12. Heinrich Wilhelm, des Bürgers und Rothgerbermeiſters Jakob Wilhelm Grüninger II. eheliches Söhnchen, alt 2 Jahre, 4 Monate, 6 Tage, k den 10. 14. Karoline, des Bürgers und Steuerboten Philipp Hein⸗ rich Kolter eheliches Töchterchen, alt 1 Jahr, 9 Monate, 16 Tage, 1 den 12. 18. Nikolaus Jakob, des Bürgers und Metzgermeiſters Anton Winter ehelicher Sohn, alt 8 Jahre, 7 Monate, 24 Tage, 7 den 16. 21. Anton Gärtner, Bürger und Schmiedmeiſter, wie auch geweſener Großh. Buͤrgermeiſterei- Beigeordneter, alt 52 Jahre, 4 Monate, 26 Tage, 1 den 19. 25. Maria Eliſabeth, des verlebten Bürgers und Rothger⸗ bermeiſters Chriſtoph Grüninger II. hinterlaſſene Wittwe, alt 64 Jahre, 9 Monate, F den 23. 30. Gabriel, des Ortsbürgers in Griedel und Poſtillons dahier Adam Heinz ehelicher Sohn, alt 6 Monate, 21 Tage, f den 28. Localſection des Gr. Heſſ. Gewerbvereins im Kreiſe Friedberg. Monatliche Sitzung Dienſtags den 6. Januar 1846, Abends um 8 Uhr. Vorlage des Voranſchlags fur 1846.— Practiſche Darſtellung der in der vorigen Sitzung beſproche- 5 5————ꝛ—. 5 9 0 59 n * nen Leder⸗Glanzwichſe. „ 3 d. Vorträge uber: kalt gezogene Kup⸗ fer⸗ und Eiſenblech-Rohren— Verſtählen durch Eintauchen in flüſſiges Roheiſen— Bereitung des künſtlichen Ultra— marins— Belegung der Spiegel mit Silber, ſtatt mit Queckſilber⸗Amalgama— Zuſätze zur Seife— Verbeſſerung an Hacken und Schlingen— Waſſerdichtmachen von Zeugen. Soldan. Anfrage. Iſt's auch erlaubt, die zahmen Tauben in den Fel⸗ dern auf den Jagden zu ſchießen? Sollte das nicht auch geſtohlen ſein, das Eigenthum eines Andern, auf eine ſo hinterliſtiche Weiſe weg zu kapern e! X. Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. NN Friedberg. Arbeits⸗Verſteigerung. (1783) An den nachſtebenden Terminen ſollen ſammtliche bei Unterhaltung der Stra— ßen im Baudezirk Friedberg im Jahr 1846 vorkommenden Arbeiten, hauptſächlich beſtehend in der Herbeiſfuhr der erforderlichen Steine, oͤffentlich an die Wenigſtnehmenden verſteigert werden. Das Steinorechen, Steinaufſetzen, Steinzerſchlagen und die Handarbeiten, welche Arbeiten bekanntlich auf drei Jahre verſteigert worden ſind, werden übrigens nur dann noch⸗ mals verſteigert, wenn es der unterzeichnete Kreisbaumeiſter fur nothwendig hält. 19 In Niedermörlen, Montag den 5. Januar 1846, Vormittags 10 Uhr, im Gaſthaus zum Löwen, a) für die Straßen von Butzbach bis an die kurheſſiſche Grenze bei Nauheim, im Bezirk Nr. I. des Bauaufſehers Diehl zu Niedermörlen, b) für die Straße von Niedermörlen nach Ziegenberg, in dem Bezirk Nr. II. des Bauaufſehers Sartorius zu Obermöͤrlen. 29 In Friedberg, Dienſtag den 6. Januar 1846, Vocmittags 10 Ubr, bei Gaſtwirth Hieronimus für die Straße am Burgberg dahier und für die Straße von hier über Oberrosbach bis zur Landgräfl. Heſſ. Hom⸗ burgiſchen Grenze, in dem Bezirk Nr. III. des Bauaufſehers Kreß dahier. 3) In Oberwöllſtadt, Mittwoch den 7. Jan. 1846, Vormittags 10 Uhr, in der Woh⸗ nung des Gaſtwirths Brauburger für die Straße von Friedberg bis Okarben, in dem Bezirk Nro. IV. des Bauaufſehers Götz zu Ober wöllſtadt. In dieſem Termin wird zugleich die Her— beifuhr einer bedeutenden Quantität Pfla— ſterſteine vom fauerbacher Steinbruch und die Anlieferung einer bedeutenden Quan— tität Sand zur Herſtellung der Nieder— wöllſtädter Ortsſtraße mitverſteigert. 4 In Kloppenbeim, Donnerſtag den 8. Jan. 1846, Vormittags 11 Uhr, in der Wob⸗ nung des Gaſtwirths Scheuerich fur die Straße von Okarben bis zur kurheſſiſchen Grenze ohnweit Frankfurt, und für die Straße von Vilbel bis zur kurheſſiſchen Grenze in der Richtung nach Offenbach, in dem Bezirk Nr. V. des Bauaufſehers Schiefer zu Vilbel. 50 Auf dem Ilbenſtädter Chauſſeehaus Freitag den 9. Januar 1846, Vormittags 10 Ubr, a) für die Straße von Niederwöͤllſtadt über Aſſenheim bis zur Herzogl. Naſ— ſauiſchen Grenze in der Richtung nach Dornaſſenheim, in dem Bezirk Nr. VI. des Bauaufſehers Faulſtich zu Aſſen⸗ heim. 5h für die Straße vom Ilbenſtädter Chauſ⸗ ſeehaus über Kaichen bis zur kurheſ⸗ ſiſchen Grenze, in dem Bezirk Nr. VII. des Bauaufſehers Scoralik zu Kaichen. 6) In Niedermorſtadt, Samſtag den 10. Jan. 1846, Vormittags 11 Uhr, auf dem Ge⸗ meindebaus für die Straße von Ranſtadt über Ober- und Niedermoxſtadt, Staden und Stammbeim bis zu den Nonnenſtunp⸗ fen, in dem Bezirk Nr. X. des Bauauf— ſehers Lerch zu Staden. 7) In Altenſtadt, Montag den 12. Januar 1846, Vormittags 11 Ubr, bei Gaſtwirth Holzapfel, für die Straße von Ilbenſtadt bis Altenſtadt, in dem Bezirk Nr. VIII des Bauaufſehers Reichert zu Altenſtadt. 8) In Lindbeim, Dienſtag den 13. Januar 1846, Vormittags 10 Uhr, bei Gaſtwirth Koch, für die Straße von Selters über Stockheim, Lindheim, Langenbergbeim bis zur kurheſſiſchen Grenze, in der Richtung nach Marköbel im Bezirk Nro. IX. des Bauaufſehers W. Klözenſtruber zu Enz— beim. 9) In Düdelsheim, Mittwoch den 14. Jan. 1846, Vormittags 10 Uhr, auf dem Rath⸗ baus, für die Straße von Altenſtadt über Lindheim und Düdelsheim bei Buches, in dem Bezirk des Bauaufſehers Groß zu Düdelsheim. 10) In Büdingen auf dem Salinenbof in der Cbauſſecgelderbeberswohnung, Donnerſtag den 15. Jan. 1846, Vormittags 10 Uhr, für die Straße von Büches über Gro— ßendorf bis zur kurbeſſiſcheu Grenze in der Richtung nach Gelnhauſen, in dem Bezirk Nro. XII. des Bauaufſehers A. Kleyenſteuber zu Büdingen. 11) In Obereſchbach, Montag den 19. Jan. 1846, Vormittags 11 Uhr, bei Gaſtwirth Fritzel, für die Straße von Frankfurt nach Homburg, im Bezirk Nr. XIII. des Bauaufſebers Seipp zu Obereſchbach. 12) In Steinbach, Dienſtag den 20. Januar 1846, Vormittags 10 Ubr, bei Gaſtwirth Höck, für die Straße von Höͤchſt nach Homburg durch die Gemarkung Stein⸗ bach. 13) In Roͤdelheim, Mittwoch den 21. Jan. 1846, Vormittags 10 Uhr, bei Gaſtwirth Körber, für die Straße von Frankfurt nach Königſtein durch die Gemarkung Rödelheim, in dem Bezirk Nr. XIV. des Bauaufſehers Lützel zu Rödelheim. Friedberg den 24. Dezember 1845. Der Grßh. Heſſ. Kreisbaumeiſter des Baubezirks Friedberg Stockhauſen. Edictal ladung. (1739) Heinrich plock und deſſen Ehefrau Eliſabetha, geb. Frank, in Köddingen, haben nachbenanntes in Köddinger Gemarkung ge⸗ legenes Grundſtück, als: XVI. GI. 74 UIKlftr. Wieſe in der Lenzenwies verkauft. Da ſie ihr Eigenthumsrecht, daran urkundlich nicht nach⸗ weiſen können, ſo fordert man alle Diejeni⸗ gen, welche Cigenthums- oder ſonſtige An⸗ ſpruche an dieſes Grundſtück bilden zu können glauben, zu dereu Anzeige und Begründung binnen vier Wochen, a dato, um ſo gewiſſer biermit auf, als ſonſt der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulrichſtein am 17. Dezember 1845. Großb. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. Gdietal Ia dung (1760) Zobannes Fritz von Oberſeiberten— rod beſitzt keine genügende Erwerbsurkunden über ſeine, in der Gemarkung von Oberſei— bertenrod gelegenen, theilweiſe von ihm ver⸗ äußerten, Immobilien. Auf ſeinen Antrag werden alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗ oder ſonſtige Dingliche Anſprüche an dieſe Im⸗ mobilien, worüber Grundbuchs-Auszug bei den Acken und zu Jedermanns Einſichz offen liegt, bilden zu können vermeinen, aufgefordert, ſol— che ſo gewiß binnen vier Wochen von beute, dabier geltend zu machen, widrigenfalls dem Johannes Fritz eine, ſein Cigentbum an den fraglichen Immobilien beſcheinigende, Urkunde zugefertigt wird und beziebhungsweiſe die be— reits ausgefertigten Kaufbriefe beſtatigt werden. Ulrichſtein am 16. Dezember 1845. Großb. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. en F (J) In den Hypothekenbüchern von Lauter ſind die nachfolgenden Verpfändungen als: —— 2—ů ͤͤͤ— Namen und Wohnort des Schuldners ——ꝛů———Ʒ— ꝑ 2———jäͤ—⁵ i— Namen und Wohnort des Gläubigers d — Zeit Betrag der Errichtung der „Schulduüurkundeſ Schuld Johs. Höres Wittwe daſ. Caſpar Opper daſ. eingetragen. Pietanz daſ. Kaſpar Rühls Erben auf der Grundmühle bei Lauter „„27. Sep. 181550 8 fl. 20 kr. Kaufſchill. 1. Gerhard Wetzſtein von Lauter Hoſpital in Grünberg Oblig. v. 31. Oct. 1741018fl. Capit. 2.] Konrad Rock daſelbſt Johannes Weigel daſ.„„10. Jan 178050 1 Joh. Heinrich Rock jun, daſ.[ Armenkaſſe daf.„ 6. Feb. 1805509„ 85 Kaufbrief v. 11. Dec. 1812 Die Erben der Schuldner und die Beſitzer der Pfand ſſtücke haben die Abführung dieſer Schuldbeträge wahrſcheinlich gemacht und um ihre Loſchung gebeten, können aber die qulttirten Urkunden zu dieſem Behufe nicht vorlegen. Es werden deßbalb auf ihr Anſtehen alle Diejenigen, welche irgend Anſprüche an die extrahirten Forderungen bilden zu konnen glauben, bierdurch auf— gefordert, ſolche ſo gewiß binnen 8 Wochen von heute an bei dem unterzeichneten Gerichte anzumel— den und zu begründen, widrigenfalls die fraglichen Verpfändungen für erloſchen erachtet und in den Pfandbüchern ausgeſtrichen werden. Grünberg den 19. Dezember 1845. Das-Großh. Heſſ. Landgericht daſelbſt Welcker. Edietalladnung. (2) In der Fortſetzung des allgemeinen In⸗ telligenzblattes zu Nr. 316 der Gr. Zeitung vom 14. November 1845 iſt in ausführlicher Bekanntmachung veröffentlicht, daß die Revi⸗ ſton des Ortshypothekenbuchs des hieſigen Bezirksortes Bettenhauſen durch beſonderen Commiſſar vollzogen und daß zur Beſeitigung der ſich ergeben habenden Anſtände, die Inter⸗ eſſenten unter den geeigneten Präjudicien aufgefordert und geladen werden. 8 Unter Verweiſung auf jenes einmalige In⸗ ſerat in der Landeszeitung, werden alle Die⸗ jenigen, ſo bei der fraglichen Reviſion ſich be⸗ theiligt erachten, ſtatt ſpecieller Inſinuation, hiermit öffentlich bedeutet, daß die beſtimmte riſt auf 2 Monate von heute an erſtreckt ſein ple, übrigens die verſchiedenen Auflagen ſo⸗ gewiß pünktlich zu erledigen ſeien, als ſonſten, ohne weitere öffentliche Bekanntmachung, die angedrohten Folgen verwirklicht werden ſollen. Hungen den 27 Dezember, 1845.. Grßh. Heſſ. Fürſtl. Solmſ. Landgericht Hofmann. Bekanntmachung. (3) In Auftrag Großh. Herrn Hofgerichts⸗ rath Knorr in Gießen, bringt der Untezeich⸗ nete hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß die am 27. l. M. abgehaltene Gutsverſteige⸗ rung dahier die Genehmigung erbielt mit dem Erſuchen, daß diejenigen Herrn Steigerer, welche beabſichtigen die ganze Steigſumme im erſten Termine, 1. Mai 1846, abzufüh⸗ ren, ſolches in der Bälde zur Kenntniß des Großherzogl. Herrn Aktuars Hiſſerich dahier bringen zu laſſen. Friedberg am 29. Dezember 1845. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Oeffentliche Aufforderung. ( Jobann Konrad Geiß und Anna Eliſa⸗ betha, deſſen Ehefrau, ſodann Chriſtine Kratz zu Oberohmen, als Intercedentin, haben am 12. Juli 1823 bei Bürgermeiſter Johann Georg Stritter zu Oberohmen 85 fl. zu 5% verzins⸗ lich entliehen und 7 Grundſtücke mit folgen⸗ den Kennziffern: 8 6,%; 23 2 5 2325 verpfändet. Geſagt iſt, die Grundſtücke ſtün⸗ den im Flurbuch vor David Ritzels Namen, deſſen alleinige Erbin die Chr. Kratz ſei. Das Fortbeſtehen der Schuld wird wider, ſprochen und von Georg Stritter iſt deren Abführung nachgegeben. Da dermalen um Löſchung des Eintrags im Pfandbuche ange⸗ ſtanden wird, ſo ſind Einſprüche biergegen ſo gewiß binnen 6 Wochen dahier zu erheben, als ſonſt der Eintrag gelöſcht werden wird. Grünberg am 20. Dezember 1845. Grßh. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt gehöriges Patrimonialgericht der Freiherrn Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Bekanntmachung. (8) Die Braunkohlenconſumenten des Dor⸗ beimer Bergwerks, welche ihren Klötzbedarf auf Bürgſcheine beziehen, werden hierdurch in Kenntniß geſetzt, daß ſie durch das Einlegen von Bürgſcheinen kein Recht erhalten, auf Aufbewahrung der auf denſelben angegebenen Klötzguantitäten aus dem Vorrathe vom Jahre 1845 Auſpruch zu machen, ſondern, ſobald der Vorrath ausverkauft iſt, können auf alsdann etwa noch nicht ausgefahrene Bürgſcheine auch keine Klötze mehr bezogen werden. Ebenſo können bei einer etwa eintretenden Preiserhöhung der Klötze aus den Schoppen ſchon früher eingelegte Bürgſcheine in Be⸗ ziehung auf den früheren Preis keine Berück⸗ „ 4 ſichtigung finden, ſondern ſobald eine Preis- erböhung eintritt, findet dieſelbe auch bei der Abgabe von Klötzen auf ſchon vorher einge⸗ legte Bürgſcheine ſtatt. Dorbeimer Bergwerk am 30. Dez. 1845. Die Großh. Heſſ. Bergverwaltung, der Gr. Heſſ. Berginſpector A. Storch. N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Beachtenswerthe Anzeige. (1778) Das unterzeichnete Commiſſions⸗ Buͤreau iſt in den Stand geſetzt, Allen, welche bis zum 31. Januar 1846 deshalb in frankirten Briefen bei ihm anfragen(al ſo ein geringes Porto nicht ſcheuen), ein ſehr vortheilbaftes und einzig in ſeiner Art daſtehendes Anerbieten un⸗ entgeldlich zu machen.. Lubeck, im December 1845. 8 Commiſſions-⸗Büreau, Petri⸗Kirchhof Nr. 308. Eine bedeutende Quantität Flachs⸗ werk (6) verkauft zu 9 kr. pr. Pfd. f Adam Ssllner. Seilermeiſter in Friedberg. Einen einjährigen Eber (J) bat zu verkaufen Heinrich Guntermann in Rodenbach. An fer a g e. (8) Warum verſteigert man alle Gemeinde. und herrſchaftliche Arbeit, warum die Seiler⸗ arbeit nicht? Verſteigerung eines Wohn und Backhauſes. (9) Der unterzeichnete beabſichtigt Mitt⸗ woch den 7. Januar k. J., Vormittags 10 Uhr, in hieſiger Bürgermeiſterei ſein ihm dahier eigenthümlich zuſtehendes Wohn- und Back⸗ haus, nebſt Hofraum und Garten, mit allen Rechten und Gerechtſamen einer öffentlichen freiwilligen Verſteigerung ausſetzen zu laſſen und ladet Steigluſtige hiermit an genanntem Tage gefälligſt ein.— Auch kann daſſelbe bis zu genanntem Termin aus der Hand verkauft werden. Höchſt an der Nidder am 27. Dez. 1845. Balthaſer Deuterich, Bäcker. Kapitalien in verſchiedenen Größen (10) liegen zum Ausleiben bereit. Friedberg den 31. Dezember 1845. In Auftrag: Joh. Philipp Jung. Eine ſchwarze Haarbürſte, (11) woran ein Kamm nebſt Schieber be⸗ findlich, iſt verloren worden. Der ehrliche Finder wird erſucht, ſolche bei der Red. d. Bl. abzugeben. Frankfurter Gold-Cours vom 19. Dezember . Neue Louisd'or 11 5 Friedrichsd'or 9 44 Holländiſche 10 fl. Stücke 9 54 Rand⸗Ducaten 5 35 20 Frankſtücke 914267 Engliſche Souverains 11154 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Sonntag nach Neujahr den 4. Januar. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Pfarrvicar Landmann. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Wamſer. Mittwoch Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Röschen. Fruchtpreiſe 7 31. Dez. 23. Dez.] 23. Dez. Gattung. Fried⸗ Groß⸗ berg Malnz gerau fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 13 20 1353 12 45 Korn„„ 10 20 10 48 10 30 o 7— 81201 8— ae 41101 41391 420 Polizei⸗ Taxe fur die Städte Friedberg und Butzbach vom 3. bis 9. Januar 1846. — 5 Fried⸗ Butz⸗ 5 Brod⸗Preiſe. berg. bach. 8 kr. pf. kr. pf. 1 Leib⸗Roggenbrod e 2 1 77 0 1 2— 1 5 146 2141 eth. th. — Milchbrod 13¼[13% — Waſſerweck 104 114 —Gemiſchtes(Tafel⸗) Brod 1 4/ 14¼ Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch artes 40 3 1 gemäſtete—— „ Kühſleiſch Te 8——.— z ech! gemäſtetes 8— 181— 4 Rindſteiſc) ungemäffetes 7—— Kalbfleiſch 7— 1 7— „ Schweinenfleiſch 10— 10— „ Hammellleiſch 2 „ Schaaflfleiſch 5— 15— „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt 10—— 4— „Bratwurſt 15— 14 Schwartenmagen 16— 16— „ Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 15— 15— „ Doörrfleiſch 15— 15— „Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 20— 20— unausgelaſſen 18— 18— „ Nierenfett 20— 20— „Hammelsfett 16 1614 Der Gr. Heſſ. 0 d. K. Friedberg J. d. A.: Krach, Kr.⸗Sctr. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butz bach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Follenius. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.