rledderg Butzbach Hungen — Intelligenz-Glatt ür die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Rentamtmann des Rentamts Gruͤnberg an die Grßh. Bürgermeiſter des Bezirks. Betreffend: Die Erhebung der Forſtſtrafen vom 4. Quartal und Feld⸗ ſtrafen von der 5. Periode 1846 bei dem Rentamte Grünberg. Die Erhebregiſter über die Forſtſtrafen vom 4. Quar⸗ tal und Feldſtrafen von der 5. Periode liegen vor und können an den bekannten Zahltagen Donnerſtag und Sam⸗ ſtag Zahlungen geleiſtet werden, was Sie in Ihren Ge⸗ meinden bekannt machen wollen. Zugleich wird hiermit weiter bekannt gemacht, daß kuͤnftigen Mittwoch, den 9. December laufenden Jahrs, ein Zahltag in Hungen abgehalten wird, an welchem Tage Forſt⸗ u. Feldſtrafen daſelbſt bezahlt, ſo wie auch von den Forſt⸗ und Feldſchützen und übrigen Intereſſenten ihre Gebühren ꝛc. ꝛc. in Empfang genommen werden können. Die Gr. Bürgermeiſter werden dieſes beſonders in den Gemeinden, welche näher nach Hungen zu liegen, be— kannt machen laſſen. Grünberg am 26. Novemben 1846. Bötticher. Aus zuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 34 von 1846. (Schluß.) X. Ertheilung eines Patents: Am 8. Sept. dem Hof⸗ apotheker Schenk zu Zwingenberg auf 5 Jahre das ausſchließliche Recht auf alleinige Darſtellung von Oel nach dem von ihm erfundenen beſon⸗ deren, von ihm näher beſchriebenen Verfahren. XI. Vertheilungen der Preismedaillen in dem phi⸗ lologiſchen Seminar zu Gießen: den Stud. phil. Crecelius aus Gießen der erſte, Ludw. Krämer aus Großenlinden der zweite, Wilh. Buchner aus Darmſtadt der dritte Preis. XII. Dienſtnachrichten: um 14. Sept. wurden Kataſterbü⸗ reaugehülfe Baſtert zu Darmſtadt für den Obereinehmereibezirk Rom⸗ rod und Kataſtergeometer⸗Gehülfe Bürger zu Wallernhauſen für den Obereinehmereibezirk Biedenkopf zu Oberſteuerboten, 16. der Revierver⸗ walter, Revierförster Klump aus Falkengeſäß von dem Hrn. Grafen Al⸗ bert zu Erbach Fürſtenau zum Revierförſter des Forſtreviers Rehbach, Forſtpolizeibezirks Michelſtadt, ernannt; 21. dem proviſoriſchen Bauauf⸗ * ezember ſeher 1. Cl. Poſeiner zu Grünberg dieſe Stelle übertragen; 22. denoch Miniſterialrath im Miniſterium der Finanzen, Frhr. v. Schenk zu Schweinsberg, zum landesherrlichen und erſten Mitgliede der Direction der Staatsſchulden-Tilgungskaſſe ernannt; der Regiſtrator bei der Ober⸗ baudirection Klunk zum erſten Secretär und der Botenmeiſter Müller zum Regiſtrator bei dieſer Behörde ernannt, ſodann dem Oberbaudiree⸗ tions⸗Kanzliſten Horſt die etatsmäßige Nebenſtelle eines Botenmeiſters übertragen, und der Kanzleigehülfe Weingarten dahier zum Kanz⸗ liſten, ſowie der Calculaturgehulfe Michels dahier zum Calculatur⸗Acceſ⸗ ſiſten bei der Oberbaudirection; der Revierförſter Boſe vom Revier Brei⸗ denbach zum Revierförſter des Reviers Gladenbach und der Forſtcandi⸗ dat Neidhardt aus Bingenheim zum Revierförſter des Reviers Breiden⸗ bach ernannt; dem Pfarrer Müller von Erbach, Verwalter der Pfarrei Hirſchhorn die kath. Pfarrſtelle zu Lörzweiler, dem Pfarrer Suder zu Flonheim die kath. Pfarrſtelle zu Dietersheim, und dem Kaplan Alexan⸗ der zu Wimpfen die kath. Pfarrſtelle Dalsheim übertragen; der von den Obervorſtehern des ritterſchaftlichen Kaufunger Stiftsfonds auf die Stelle eines Sondicus und Rechners dieſes Fonds für Oberheſſen präſentirte Hofgerichtsadvocat Fuhr zu Gießen für dieſe Stelle beſtätigt; 24. dem proviſ. Bauaufſeher 1. Cl. Lauſter zu Friedberg die Bauaufſeherſtelle 1. Cl. im Baubezirke Heppenheim übertragen; 25. dem Pfarrverwalter Pfeiffer zu Mosbach die kath. Pfarrſtelle daſ. und dem Pfarrverwalter Nillius zu Obererlenbach die kath. Pfarrſtelle zu Erbach, übertragen; 26. der außerordentliche Prof. Dr. Vogel zu Göttingen zum ordentlichen Prof. der Mediein, insbeſ, der Pathologie und Therapie, ſowie zum Di⸗ rector der innern mediciniſchen Klinik an der Landesuniverſität Gießen ernannt; 29. dem Rentmeiſter Bollermann zu Bingen die Rentmeiſter⸗ ſtelle zu Worms übertragen und der Calculator bei der 2. Sect. der Oberfinanzkammer Kühl zum Rentmeiſter zu Bingen; 2. Okt. der kath. Pfar⸗ rer Maier zu Offenbach zum ordentlichen geiſtl. Mitgliede der Bezirks⸗Schul⸗ commiſſion des Kr. Offenbach auf die Dauer von 5 Jahren ernannt; 6. dem Pfarrer Reis zu Oberhilbersheim die kath. Pfarrſtelle zu Gabshetn und dem Pfarrer Bartel zu Gabsheim die kath. Pfarrſtelle zu Ober⸗ hilbersheim übertragen; der Acceſſiſt bei der 2. Abth. der Juſtificatur der Rechnungskammer Berz zum Rechnungsprobator hierbei ernannt, ſodann dem 2. Landgerichtsdiener zu Großgerau Ruths die Stelle eines 1., dem Kreisdiener Noß mann zu Alsfeld die Stelle eines 2. und dem Landgerichtsdienerſubſtituten He d derich zu Großgerau die Stelle eines 3. Landgerichtsdieners zu Großgerau ertheilt; 9. Miniſterialrath v. Bech⸗ told zum Präsidenten des landwirthſchaftlichen Vereins der Provinz Star⸗ kenburg und in Verbindung hiermit zum Präſidenten der Centralbehörde der fämmtlichen landwirthſchaftlichen Vereine des Großherzogthums ernannt; dem evang. Pfarrer Heinemann zu Wachenheim die evang. Pfarrſtelle zu Stumpertenrod übertragen und der proviſ Hülfslehrer Dr. phil. Eich zu Worms zum Lehrer an dem daſigen Gymnaſium ernannt; 10. der von dem Herrn Fürſten zu Solms-Braunfels auf die evang. Schullehrerſtelle zu Röthges präſentirte Schulvicar Hahn zu Alsfeld für dieſe Stelle beſtätigt; 12. die Decane Blumhof zu Melbach und Thu⸗ dichum zu Rödelheim zu ordentl. evangl. geiſtl. Mitgliedern der Bezirks⸗ Schulcommiſſion des Kreiſes Friedberg auf die Dauer von 5 Jahren er⸗ nannt; 13. dem Oberfeldwebel Menges im 2. Infanterieregiment die Stelle eines Verwalters im Arreſt-und Juſtizhauſe zu Mainz übertragen; 16. dem Pfarrer Fritz zu Dalsheim die evang Pfarrſtelle zu Oberſaul⸗ heim, dem Pfarrer Decker zu Lißberg die evang. Pfarrſtelle zu Hoch⸗ weiſel, dem Pfarramtscandidaten und 1. Lehrer Bus zu Rödelheim die evang. Pfarrſtelle zu Lißberg, und dem Pfarramtscandidaten Kattmann zu Gießen die evang. Reckoratsſtelle zu Schotten übertragen; Hofger.⸗ Secret. Schenk dahier zum Aſſeſſor mit Stimme bei dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg; 23. Landger.⸗Aſſeſſor m. St. Kleinſchmidt zu Umſtadt zum Secretair bei dem Hofgerichte dahier ernannt, ſodann Aſſeſſor m. St. Reuling zu Lichtenberg an das Landgericht Gernsheim und Aſſeſſor m. St. Limpert zu Groskarben an das Landgericht Lichtenberg verſetzt, ferner Hofg.⸗Seeret.⸗Acceſſiſt Wittich zu Gernsheim zum Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte Seligenſtadt, Hofg.⸗Secret.⸗Acceſ. Sartorius zu Langen zum Aſſeſſor mit Stimme bei dem Landgerichte Groskarben und Hofg.⸗Secret.-Acceſ. Bierau zu Vöhl zum Aſſeſſor m. St. bei dem Landgerichte Büdingen ernannt; dem Schulvicar Herbold dahier die Lehrerſtelle an der 2. Abth. der 2. Stadiknabenſchule dahier übertragen. 4 XIII. Militärdienſtnachrichten: Am 2. Sept. wurde Ober- lieut. Becker im Generalquartiermeiſterſtab zum Hauptmann; 5. Hauptmann Neidhardt im Generalquartiermeiſterſtab zum Major und Command. des 1. Bat. 4. Inf.⸗Reg. ernannt; 9. dem Lieut. Grafen zur Lippe⸗ Bieſterfeld im Gardregiment Chevauxlegers der nachgeſuchte Abſchied unter Ernennung deſſelben zum Rittmeiſter à la suite bewilligt; Unteradfut Störger im Garderegiment Chevauxleger zum Unterquartiermeiſter dabei ernannt. Zu Lieutnanten ſind ernannt worden: Cadetcorp. Peppler vom 4. im 3. Inf.⸗Reg, und Cadetcorp. Heſſe vom 2. Inf.-Reg. in dieſem Regiment(Pat. v. 16. u. 18. Sept.). Am 23. wurde Hauptmann Ruppersburg im 4: Inf.⸗Reg. auf ſein Nachſuchen in den Ruheſtand verſetzt, mit dem Charakter als Major; dem Kriegskanzliſten Wiegand bei dem Kriegsminiſterium die Buchhalterſtelle bei dem Kriegszahlamt, unter Ernennung zum Rechnungsprobator, übertragen; 30. Stabsfourier Stamm vom 3. Inf.⸗Reg. zum Acceſſiſten bei der Schreibſtube des Kriegsminiſteriums ernannt; 1. Octr. dem Lieut. Schleußner vom 3. Inf.⸗Reg. der nachgeſuchte Abſchied bewilligt; 7. Unteradjud. Heim bei der Jufantriediviſton zum Acceſſiſten bei der Schreibſtube des Kriegs⸗ miniſteriums ernannt. XIV. Charakterverleihungen: Am 22. Sept. dem Forſt⸗ ſchüzen Schlitz zu Heidesheim und am 25. dem Forſtſchützen Lad ale zu Steinbockenheim als Förſter; 29. dem penſ. Forſtinſpector Werner zu Battenberg als Forſtmeiſter. XV. Dienſtentlaſſungen: Am 30. Juli evang. Schullehrer Keim zu Niedereſchbach, Kr. Friedberg auf Nachſuchenz 22. Sept. Hof⸗ gerichtsadvorat Thorwart zu Gießen von der Stelle eines Syndicus und Rechners des ritterſchaftlichen Kaufunger Stiftsfonds für Oberheſſen auf Nachſuchen. a XVI. Verſetzungen in den Ruheſtand: Am 12 Mai der Verwalter im Arreſt⸗ und Juſtizhauſe zu Mainz Ciszewsky; 9. Oct. Revierförſter Pfifferling zu Altenlotheim; Hofgerichtsrath Pr. Frhr. v. Lersner dahier für die Dauer ſeiner Geiſteskrankheit. XVII. Concurreuz für: die Revierförſterſtelle des Reviers Altenlotheim, Forſts Vöhl(binnen 14 Tagen bei der Oberforſtdirection). XVIII. Geſtorben ſind: Am 1. Sept. Major Seyd, Command des 2. Bat. 4. Inf.⸗Reg.; 12. Stabsquartiermeiſter, Lazarethverwalter Repp dahier; 15. Geh. Staatsrath Schenk im Kriegsminiſterium; 16. Schul⸗ lehrer Bruſius zu Lollar; 26. Stuercommiſär Reitz zu Biedenkopf; 28. evang. Pfarrer Bus zu Wölfersheim; 7. Oct. penſ. Hauptmann Loos zu Darmſtadt; evang. Pfr. Schwalbach zu Götzenhain; 9. Landg.⸗Aſſeſſor Scharmann zu Büdingen; Lieutenant v. Bouchenröder vom 1. Inf.⸗Regiment. 5 Guſtav-Adolf-Stiftung. In dem in Nro. 59 dieſes Blattes von mir veröffent— lichten Berichte über den Stand der Guſtav-Adolf⸗Stiftung heißt es auf S. 240. Sp. 1.,„daß in Bönſtadt noch Niemand, von dem es uns bekannt geworden wäre, dem Vereine beigetreten ſei.“ So iſt es zwar, nach mit dem Herrn Pfarrer zu Bönſtadt genommener Rückſprache aber finde ich mich veranlaßt zu bemerken, daß in Bönſtadt allerdings etliche und ſechszig Mitglieder des Guſtav-Adolf⸗ Vereins ſich befinden, deren jährliche Beiträge bisher ſtets mit der Collekte an Grßh. Dekan des Dekanates Rod— heim bezahlt worden ſind und daß mir dieſes Verhältniß darum unbekannt war, weil genannter Herr Dekan bis jetzt die von ihm geſammelten Beiträge direkt zur Kaſſe des Hauptvereins in Darmſtadt und nicht zu der unſers Zweig⸗ vereins entrichtet hat. Da aber der Anſchluß der Dekanate Aſſenheim und Rodheim an unſern Zweigverein nach mehr⸗ fach gepflogenen Unterhandlungen nunmehr für die nächſte Zukunft in Ausſicht ſteht, wenn nicht die Gründung eines eigenen Zweigvereins beliebt wird, ſo werde ich bald das Vergnügen haben, auch die Bönſtädter Mitglieder der * 380 K * Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung in die deſſeitigen Liſten eintragen zu können.— Gleichfalls als Zuſatz zu meinem Berichte füge ich hinzu, daß nach einer Zuſchrift des Herrn Pfarr- vikars zu Florſtadt auch dort der Verein 59 neue Mit⸗ glieder erworben hat. So iſt's recht, ſo nur immer vor⸗ wärts, damit bald, ja bald die Zeit erſcheinet, wo in unſerer geſegneten Wetterau Keiner mehr fehlet in dem Bunde, der den armen Brüdern dienet, eine Zeit, welche zu ſchauen ich, und mit mir Viele, im Geiſte längſt mich geſehnet habe. Friedberg. Dr. L. Chr. Matthias. Am diesjährigen Reformationsfeſte iſt mir eine über— raſchende Freude bereitet worden. Schon längſt habe ich in verſchiedenen Canzelvorträgen die hieſige Gemeinde zum Eintritt in den Guſtav⸗Adolfs⸗Verein nachdrücklichſt ermuntert, vermochte aber bis dahin meinen Zweck nicht zu erreichen und hatte mir daher vorgenommen, nochmals dieſelbe am genannten Feſte zum Beitritt mit aller Warme aufzufordern. Es war jedoch nicht nöthig; denn kaum ertönten die Glocken zum Gotteshauſe, ſo erſchien der hieſige Lehrer Ruckel und bemerkte mir, daß er mich heute zur Kirche be— gleiten wolle. Bei meiner Ankunft am Tempel des Herrn empfingen mich die ſämmtlichen Kirchenvorſteher, reichten mir, nach einer kurzen Anrede des Lehrers die Hände. Bei meinem Eintreten in denſelben fand ich den Altar mit einer Blumenguirlande und mit Blumenvaſen geſchmückt und auf demſelben lagen in einem Blumenkranze zwei Bogen Papier, auf welchen ich 91 Mitglieder hieſiger Gemeinde fand, welche ihren Beitritt mit einem jährlichen Beitrag von 12 fl. 5 kr. unterzeichnet hatten. Die ganze Sache war vom hie— ſigen Lehrer Rückel im Stillen eingeleitet und von ihm verboten worden, mir etwas davon zu ſagen, welches treu⸗ lich gehalten wurde. Beſonders thätig bewieß ſich auch hierbei der hieſige Kirchen- und Schulvorſteher Lorenz Fritzel. Dieſes Benehmen hieſiger Gemeinde verdient eine öffentliche Anerkennung. Möge dieſes ſchöne Beiſpiel an andern Orten des Dekanats Rodheim nachgeahmt werden, damit ſich end⸗ lich in demſelben ein Zweigverein bilde! Möge der Allmächtige die Beſtrebungen dieſes ſchönen Vereins ſegnen! Obereſchbach am 8. November 1846. W. L. Gruber, Pfarrer daſ. Mannigfaltiges. „Während eines mittäglichen großen Halts“ erzählt Clemens Lamping in ſeinen Erinnerungen aus Algier (Oldenburg, Schulze, 1846),„hatten einige Soldaten eine verlaſſene Lagerſtaͤtte durchſtöbert und richtig hinter einer Hecke von Kaktusfeigen, einige Bienenkörbe, die zurück ge— laſſen waren, entdeckt. Um die Bienen zu tödten, wurde ſogleich Feuer angemacht und der Rauch in die Körbe ge— trieben. Beim Weitermarſch nimmt Jeder einen dieſer läng⸗ lichen, von Rohr geflochtenen Körbe auf den Rücken, um ſpäter dieſelben auszubeuten. Allein die Bienen, welche von dem Rauche nur betäubt geweſen, leben nach und nach wie— der auf und fallen über die Entführer her. Dieſe, auf das gräßlichſte zerſtochen, werfen die Körbe fort, allein zu ſpät, die erzürnten Bienen heften ſich wie die Eumeniden an ihre Ferſen. Die Unglücklichen laufen, ſpringen, ſchreien laut auf vor Schmerz, Alles rennt durch einander; kurz es fehlte wenig, ſo hätten dieſe winzigen Geſchöpfe die gapze Kolonne in die Flucht geſchlagen. Es mußte ſich Alles auf die Erde werfen und ruhig verhalten, da zogen endlich die be— ſaͤnftigten Bienen in Schwärmen wieder davon.“ 1 vor da J N baare Jabl Marien bl (1706) fung der ſtimmlen Ge wer 54 0 wos WN dg niß gebrach Verſtei (J70¹ sol. Ta Weſer⸗Eiſ forderlichen 40,000 fl., nehmenden Die 31 um 9 Uhr liſchen To waldes be Uhr auf d Gieſſe Def (1708) furt iſt il ſenen N Jahre lan bon 130 Unter d 30 Gulde 3 Fuͤnfr. zwei Vie Sechsbäf ſuchung du ermit uöffentlic Privatpe Kenntni Verübuf Veignet apc zu Woher Butz 670 mittagg 1 1 Es iſt ferner für Cas par Heidt an mich abgegeben worden: Von S. H. 1 fl., von—— n. in Darmſtadt 1 fl., von Dec. H. zu G. 1 fl., von Herrn Wolf Mela in Büdesheim 18 ke., von Martin 6 kr., von einem Ungenannten 18 kr., von J. W. 12 kr., von einer Ungenannten 35 kr., mit dem Motto: wer wenig hat, kann nicht viel geben, „ 381 K F! iebt aber gerne 6 kr. Geſammtbetrag des Eingegangenen: 18 fl. 59, Empfan 9 8 be ſcheini An fr.— Ich erlaube mir das in Nr. 92 d. Bl. Geſagte nochmal in Er⸗ innerung zu bringen und füge hinzu: der Chriſtbaum unſerer Kinder wird uns freudiger leuchten, wenn wir das Bewußtſein in uns tragen, zur Weihnachtsfreude einer armen Familie beigetragen zu haben. Friedberg den 30. Nov. 1846. C. Bindernagel. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Verſteigernng von Bett-Teppichen. (16980) Freitag den 4. Dezember l. J., Vor⸗ mittags von 9 Uhr an, ſoll auf dem Direc— torial⸗Bureau dahier eine große Parthie aus rangirter Bett⸗Teppiche in kleinen Abtheilungen öffentlich an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Marienſchloß am 25. November 1846. J.* 2 Der Verwalter Bauer. Obligations-Verlooſung. (1706) Bei der heute ſtattgehabten Verloo— ſung der für dieſes Jahr zur Abtragung be⸗ ſtimmten Gemeinde, Obligationen iſt die Num— mer 54 über 200 fl. rückzahlbar geworden, was mit dem Anfügen zur öffentlichen Kennt⸗ niß gebracht wird, daß vom 1. Januar 1847 an keine weiteren Zinſen für dieſe Nummer vergütet werden. Obererlenbach am 21. November 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Ohmeis. Main⸗Weſer⸗Eiſenbahn- Verſteigerung von planirarbeiten. (1707) Mittwoch den 9. Dezember d. F. ſoll ein Theil der zur Erbauung der Main. Weſer⸗Eiſenbahn ig der Section Gießen er— forderlichen Erdarbeiten, veranſchlagt zu etwa 40,000 fl., in mehreren Looſen an den Wenigſt— nehmenden öffentlich verſteigt werden. Die Zuſammenkunft iſt des Vormittags um 9 Uhr auf dem Bahnfelde in dem fisca— liſchen Theil des ſogenannten Linder Mark— waldes bei Großenlinden, des Nachmittags 2 Uhr auf der Badenburg. Gieſſen den 27. November 1846. Der Gr. Heſſ. Sections-Ingenieur der Section Gieſſen LLin dt. Oeffentliche Bekanntmachung. (1708) Dem Reinhard Klingelfuß zu Stein— furt iſt in der erſten Hälfte des letzt verfloſ—⸗ ſenen Monats aus ſeiner Behauſung ſein Jahre lang erſparter Gelderwerb, im Betrag von 130 fl., geſtohlen worden. Unter dem geſtohlenen Gelde befanden ſich 36 Guldenſtücke, 8 ganze preußiſche Thaler, 3 Fünffranken⸗Thaler, 2 halbe Kronenthaler, zwei Viertel⸗Kronenthaler und beiläufig zwölf Sechsbätzner. Da es der gerichtlichen Unter— ſuchung bis jetzt nicht gelungen iſt, den Dieb zu ermitteln, ſo richtet man auf dem Weg öffentlicher Bekanntmachung an Behörden und Privatperſonen, denen etwa Thatſachen zur Kenntniß kommen ſollten, welche über die Verübung des Diebſtahls Aufſchluß zu geben geeignet wären, das Erſuchen, von ſolchen möglichſt ſchleunige Mittheilung hierher machen zu wollen. Butzbach den 24. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht das. Mos ler. Verſteigerung. (1709) Montag den 7. Dezember, Por- mittags 11 Uhr, laſſen die Gebruder Grödel vor deren Magazin einen zweiſpaͤnnigen Wa⸗ gen, nebſt 2 Pferden und ſämmtliches Pferde- geſchirr, auf 3 Termine zahlbar, meiſtbietend verſteigern. f Friedberg am 25. November 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (1710) Freitag den 4. Dezember d. J., ſollen in der Behauſung des verſtorbenen Schreinermeiſters Conrad Hofmann dahier verſchiedenes Hausgeräthe, Kleidung, Bettwerk, ein vollſtändiges Schreinerwerkzeug und etwa 20 Malter Kartoffeln öffentlich verſteigert werden. Dorheim den 26. November 1846. In Auftrag: Der Kurheſſiſche Bürgermeiſter Dr. ISaup. Bekanntmachung. (17110 Bei bieſiger Saline ſoll die Liefe⸗ rung von fünf Ohm Rüböl auf dem Soumiſ— ſionswege an den Billigſtfordernden, unter den im Actnariate der unterzeichneten Behörde zur Einſicht offen liegenden Bedingungen ver— geben werden, welches Luſttragenden mit dem Bemerken zur Nachricht dient, daß die des— halbigen Soumiſſionen längſtens bis Dienſtag den 8. Dezember d. J., des Vormittags 9 Uhr, verſiegelt und mit der Aufſchrift„Oel— lieferung betreffend“ anher abgegeben werden müſſen, indem bei Ablauf dieſes Termins deren Eröffnung ſtattfinden wird. Nauheim den 25. November 1846. Kurfſtl. Heſſ. Salzamt Schäffer. Schmincke. Dunker. Hansmann v. o. Holz verkauf. (1712) Künftigen Montag den 7. Dezem⸗ ber, Vormittags 10 Uhr, werden auf dem Hochgraͤfl. Solms-Rödelheim'ſchen Bergwerke bei Bauernheim 46 Stecken gemiſchtes eichen, buchen und tannen Brennbolz, nebſt 7 Haufen Zimmerſpähne, meiſtbietend verkauft, welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringet. Oſſenheim den 26. November 1846. Weis, Rentmeiſter. Ziegelei-Verſteigerung zu Hochweiſel. (1713) Montag den 7. Dezember l. J., Mittags 12 Uhr, wird eine, vor dem hieſigen Ort, am Fauerbacher Weg gelegene, Ziegelei, eeſtehend in Arbeits- und Trockenbau, zwei Brennöfen mit Oberbau, nebſt Wobnung, Scheuer und Stallung, auf dem Rathhauſe dahier, einer öffentlichen Verſteigerung ausge— ſetzt. ene e am 24. November 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Reuter. Auszuleihendes Kapital. (1710 Aus dem hieſigen Kirchen-Fonds können zu Anfang des kommenden Jahres, gegen genügende Hypothek, 11092 fl. zu 5 pCt. ausgeliehen werden. Wer hiervon ein An— leihen zu machen münſcht, wolle ſich in porto— freien Zuſchriften an den hieſigen Kirchen— rechner J. Laun wenden. Melbach den 23. November 1846. Für den Kirchenvorſtand: Blumhof, Decan. Keil, Bürgermeiſter. Verpachtung. (1715) Donnerſtag den 10. Dezember l.., Morgens um 9 Uhr, werden in hieſigem Rakh⸗ hauſe nachſtebende, dem Hoſpital zum heiligen Geiſte, nunmehr dem vereinigten Armenfond dahier gehörende Güter, in Folge eingelegten Nachgeboten nochmals öffentlich meiſtbietend verpachtet, mit dem Bemerken, daß Nach— gebote nicht angenommen werden, als: 1) ohngefähr 226 Morgen 3 Viertel 38 ¼ Ruthen in den Gemarkungen Nauheim und Schwalheim, welche in vier Abthei⸗ lungen der Verpachtung ausgeſetzt wer⸗ den, und 2) 21 Morgen 3 Viertel und 7 Ruthen in der Gemarkung Dorbeim. Friedberg am 28. November 18486. Der Gr. Heſſ. Bürgermeiſter ens Verſteigerung. (1716) Donnerſtag den 3. Dezember l. J. Vormittas um 11 ubr, werden vor hieſigem Rathhauſe zwei Pferde öffentlich meiſtbietend vecſteigert. Friedberg am 28. November 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Bekanntmachung. (17170) Nachſtehende Bedürfniſſe fuͤr die hieſige Anſtalt auf das Jahr 1847 ſollen an die Wenigſtfordernden vergeben werden und zwar: J. Im Wege öffentlicher Verſteige— rung. 19 der Bedarf an Ochſen⸗ und Schweine⸗ fleiſch ꝛc. für die Züchtlinge und das Militair-Commando, Montag den 14. Dezember l. J., Vormittags 10 uhr, 2 die Lieferung von 170 Stecken Buchen⸗ Scheitholz, 3) die Anfuhr von 5000 Centner Braunkoh⸗ len⸗Klötze von dem Bergwerke bei Wöl— fersheim und 4) die Lieferung des erforderlichen Sandes und Lehms,— Mittwoch den 16. Dez. l. J., Vormittags 10 Uhr. II. Im Soumiſſionswege: 5) die Lieferung der noͤthigen harten und Schmierſeife, ſowie der gezogenen Lichter, 6) die Lieferung des Leinöls und Thranes, 7) die Lieferung der Milch, 8) von 1500 Stück Reiſerbeſen, 9) die Lieferung der verſchiedenen Robma— terialien und Arbeits ⸗Utenſilien, als; a) Eiſen und Stahl, Meſſing⸗ und Ciſenblech, Meſſing⸗ und Eiſendraht, Stiften, Nieten und Schrauben, ver— ſchiedener Gattungen, b) alle Arten von Holzſorten, Fournie— ren, Dielen, Latten, Rähmlinge in allen Gattungen und Dimenſtonen, Reißhölzer, nach dem Heſſiſchen Cu⸗ bikfuß, am Zopfende von mindeſtens 12 Zoll Durchmeſſer, e) alle Gattungen von Leder, d) Leinen⸗ und Baumwollengarne, un— gebleichte, gebleichte und gefärbte, da⸗ runter, auch Hanfgarn, Näbſeide, Zwirn, Zeichengarn, Schnur, Band, Fun„ Aund Beinknöpfe u. . e) verſchiedene Farbe und Firniß⸗ ſtoffe, Pinſel, Leim, Wachs, Stuhl⸗ rohre ic. 20. ) Soda und Pottaſche, g) Seilerwaaren, h) Canephas, 1) Stein- und Holzkohlen, k) Fenſterglas, Glaskugeln und Glas- glocken, ) Arbeits ⸗Utenſilien von Eiſen und Stahl, Wollſchlumpen und Strei⸗ chen, Nadeln und Fingerhüte ꝛc. ꝛc., Lieferungsfäbige Bewerber haben ihre deß⸗ fallſigen Soumiſſionen über ſämmtliche von Nr. 5. bis 9. a— J. aufgeführten Gegen⸗ ſtände, oder auch über jeden Einzelnen der⸗ ſelben, laͤngſtens bis zum 15. Dezember l. J., Vormittags 10 Uhr, auf dem Directo⸗ rial⸗Bureau dahier, woſelbſt auch die näheren Lieferungs⸗ Bedingungen zuvor eingeſehen werden können, verſiegelt und mit der er⸗ forderlichen Aufſchrift verſehen, portofrei ein- zureichen. Marienſchloß am 25. November 1846. c J. A. Der Verwalter Bauer. Oeffentliche Aufforderung. (1631) Anſprüche an den geringen Nach⸗ laß der ledigen und kinderlos verſtorbenen Juliana Guckelsberger, Tochter des Peter Guckelsberger zu Rockenberg, ſind im Termin Montag den 7. Dezember d. J., Morgens 9 Uhr, ſo gewiß dahier anzumelden, als ſonſt bei Vertheilung der Maſſe keine Rückſicht darauf genommen werden wird. Butzbach, den 9. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Calmberg. L a d u n 3 (167 Zur Regulirung des Nachlaſſes des verlebten J. C. Bermann zu Vilbel, muß man die etwaigen Schulden genau kennen und es werden deßhalb alle, dem Gerichte nicht ſchon bekannte Gläubiger aufgefordert, ihre Anſprüche, ſogewiß im Termin 5 Dienſtag den 22. Dezbr. l. J., Vormit. 9 Uhr, dahier anzumelden, als ſie ſich ſonſt ſelbſt beizumeſſen haben, wenn ſolche unbeachtet bleiben. Groskarben am 20. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Edicetalladung. (1671) Cigenthums⸗ oder ſonſtige Anſpruͤche an die von Heinrich Schmirmund und deſſen Ehefrau von Oberſeibertenrod theilweiſe ver⸗ kauften Güterſtücke, worüber Grundbuchsaus⸗ züge den Acten anliegen, ſind binnen vier Wochen von heute an, ſogewiß dahier geltend zu machen, widrigenfalls die Kaufbriefe be⸗ ſtätigt resp. den Heinrich Schmirmunds Ehe— leuten eine, ihr Eigenthum beſcheinigende Ur⸗ kunde zugefertigt werden wird. Ulrichſtein den 16. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Bekanntmachung. (1627) Forderungen aller Art an den Nach⸗ laß der Chriſtian Schmidt's Eheleute von Oberflorſtadt, ſind, bei Vermeidung Ausſchluſ— ſes vom Inventar, binnen 14 Tagen von der erſten Bekanntmachung an, bei dem Gr. Bürgermeiſter in Florſtadt zur Anzeige zu bringen. Friedberg am 9. November 1846. Gr. Heſſ. Freih. v. Löw. Landgericht Hofmann. Dr. Gilmer. Edictalladung. (1629) Die Geſchwiſter der ledigen und kinderſos verſtorbenen Barbara Scheibel, Toch⸗ 2382** ter des Stephan Scheibel zu Obermöͤrlen, haben die ihnen von ihrer genannten Schwe⸗ ſter angefallene Erbſchaft unter der Rechts⸗ wohlthat des Inventars angetreteu. Es werden daher Alle, welche Anſprüche an den Nachlaß der Barbara Scheibel bilden wollen, hierdurch aufgefordert, ſolche ſo gewiß binnen 60 Ta⸗ gen dahier anzumelden und zu begründen, als ſonſt ſpäter bei Ueberweiſung der Erb⸗ ſchaftsmaſſe keine Rückſicht mehr genommen werden wird. Butzbach den 6. November 1846. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Mosler. Calmberg. S ν Privat ⸗ Bekanntmachungen. n ß e (1645) Eine ſtarke Parthie ſehr dauerhaf ter Fäſſer, 2 bis 4 Obm haltend, jedes mit 8 eiſernen Reifen, namentlich für Oekonomen zum Transport vorzüglich geeignet, ſind zu verkaufen. Wo? Bei der Expedition dieſes Blattes zu erfragen. Nicht zu uͤberſehen. (1718) Alle diejenigen, welche noch Zahlungen für Kalk und Zieglerwaaren an mich zu leiſten haben, werden er— ſucht, dieſes nunmehr doch innerhalb 8 Tagen gütigſt zu bewerkſtelligen. Oſſenheim den 26. Nobr. 1846. Chriſtian Höres. Actien ber Caſinogeſellſchaft. (1719) Durch heute ſtattgehabte Verlooſung ſind die Actien Nr. 6 und 32 von dem An⸗ lehen der Caſinogeſellſchaft dabier, jede zu 25 fl. rückzahlbar geworden. Die Herrn Inhaber derſelben werden er⸗ ſucht, ſelbige mit dazu gehörigen Zinscoupons bis zu Ende des Monats Januar künftigen Jahrs an die Caſſe der Geſellſchaft abzugeben, und dagegen die Beträge in Empfang zu nehmen. 2 ö Vom 1. Februar 1847 an hort deren Verzinſung auf. Friedberg den 27. November 1846. Der Vorſtand der Caſinogeſellſchaft. Empfehlung. (1720) Zur Düngung der Wieſen, ſowie des ewigen Klee's empfehle ich wiederholt mein ſchon bekanntes Dung⸗Pulver oder ſ. g. Knochenmehl und mache noch beſonders meine geehrten Abnehmer auf das Ausſtreuen zur Zeit der Winterfeuchtigkeit, namentlich bei trockenen Wieſen, aufmerkſam, da es alsdann einen doppelten Ertrag verſpricht. Gärtner J. Syre, am Selſer-Brunnen bei Okarben. Anfrage. (1721) Iſt, wenn ein Bürgermeiſter, ver⸗ möge ſeines hohen Alters, nicht mehr im Stande iſt, die mit ſeinem Amte verbundenen Dienſtverrichtungen ſelbſt zu beſorgen, dem⸗ ſelben wohl geſtattet, dieſe Dienſtverrichtungen in ſeinem Namen, durch einen unverpflich⸗ teten Sohn, ſelbſtſtändig und willkührlich be⸗ ſorgen zu laſſen? und iſt es ferner wohl zu⸗ läſſig, daß dieſer Sohn an der Seite ſeines Vaters, auch Gemeinderathsverſammlungen beiwohne, die zu berathenden Gegenſtände mit beſpreche und mit der Stimme ſeines Vaters wohl gar den Ausſchlag ertheile? Oeffentlicher Dank! (1722) Im Jabr 1844 im Monat April wurde ich in Frankfurt M., wegen einer Wechſel⸗Schuld, arretirt und da ich die Schuld nicht bezahlen konnte, wurde ich in Folge deſſen feſt gehalten. Indeſſen war mein Bruder Friedrich Wilhelm Hock von der Scharrmühle bei Rendel ſo gütig und nahm ſich meiner an, legte mir 384 fl. zu meiner Baarſchaft und ſetzte mich ſonach wieder in Freiheit. In demſelben Jahr habe ich Ihm die mir vor⸗ geſtreckte 384 fl., ſowie die Zinſen von dem Tage ſeiner Auslage an, benebſt einem Schrei⸗ ben von mir, worin ich meinen innigſten Dank ausſprach, durch meine Frau zurückerſtattet. Da er ſich aber bis jetzt noch nicht damit be⸗ gnügt, ich von Zeit zu Zeit hin und wieder vernehmen muß, daß mein Bruder die Aeuße⸗ rung gemacht hat, ich ſei gegen dieſe ſeine Handlung undankbar, ja ſogar noch vor eini⸗ gen Tagen wurde mir dieſe Aeußerung zu Theil, ſo ſchlage ich den Weg der Oeffent⸗ lichkeit ein, um Ihm und dem Publikum zu zeigen, daß ich Ihm nicht undankbar dagegen ſein will, und ſage ihm hiermit nochmals mei⸗ nen verbindlichſten Dank, und werde nie vergeſſen, was er an mir damals that. Aſſenheim im November 1846. Heinrich Hock, Müller. Antwort auf das Inſerat in Nr. 93.(1703). (1723) Ein Theil von Maurermeiſter Geck's Leuten, welche hier gearbeitet, ſowohl Tag⸗ löhner, als Geſellen, wie Polir, kochten täͤg⸗ lich Kartoffeln, und wurden theilweiſe Kartof⸗ feln ſtehlend angetroffen, ſo daß ich denſelben die Kröppen wegnehmen und das Brennmaterial verweigern mußte, um dem Nachtraub, worauf ein Theil derſelben mit Speiskarren und Speiskaſten ausging, ein Ende zu machen. Meiſter Geck, der einige ſeiner Kartoffeldiebe wegſchickte und dieſelben nicht auszahlte, ſchickte zu mir, eine Beſcheinigung verlangend, daß dieſe ſeine Leute frei vom Kartoffeldiebſtahl ſeien. Ich ſelbſt habe Geck über den Kartof⸗ feldiebſtahl ſeiner Leute öfters ſtreng zurecht⸗ gewieſen, da dieſelben im angrenzenden Felde in einer Nacht 150 Kartoffelbüſche ausgemacht hatten. Den verehrlichen Leſern das Urtheil überlaſſend, übergehe ich jedes weitere Inſe⸗ rat mit Stillſchweigen. 0 Ludwigshöhe den 27. November 1846. Der Verwalter Barth. Allgemeine Rentenanſtalt zu Darmſtadt. (1722 unter Bezugnahme auf unſere Bekanntmachung vom 6. Fuli d. J. machen wir darauf aufmerkſam, daß die diesjährige 2. Jahresgeſellſchaft mit dem 31. Dezember l. J. ge⸗ ſchloſſen werden wird und laden wir daher diejenigen, welche ſich bei dieſer Jahresgeſellſchaft noch betheiligen, oder Nachzahlungen auf frühere Einlagen machen wollen, hierdurch ein, ſolches vor Ablauf jenes Termins zu bewerkſtelligen. Dieſes kann ſowohl dahier bei unſerm Haupt⸗ bureau als auch auswärts bei unſern Herren Bevollmächtigten geſchehen. In Friedberg: bei Hr. Johs. Ph. Fritz; in Grünberg: bei Hr. Decanatsrechner Jung; in Hungen: bei Hr. Rentamtmann Kießling; in Lich: bei Hr. Geometer Dietrich; in Laubach bei Hr. Stadtrechner Zöckler. Darmſtadt, 23. November 1846. Die Direction. Gedruckt und verlegt unter Berantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Fri. edberg. * 2 75 — 1 Zeuge ei Melbach unter eir die feierl. fand. Un dem Gel Nirche g. ſchied zu! ein paſſer Grßh. 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