1 t e 22—— reed 2 ntelligenz- Glatt für die Probinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. ——— Mittwoch, den 1. Juli M 50. 1846. Ein neues Halbjahr ⸗ Abonnement auf das woͤchentlich zweimal erſcheinende„Jutelligenz⸗Blatt für die Provinz Oberheſſen“ beginnt am 1. Juli. Geneigte Beſtellungen wolle man recht bald entweder bei dem Unterzeichneten, oder bei den den verehrlichen Abonnenten zunächſt gelegenen löblichen Poſtämtern einreichen.— Abonnementspreis: das Vierteljahr 24 kr.— Inſeratgebühren: 5: 0 ufnahme der Inſeraten: alle bis zum Sonntag Abend eingehenden IJnſerate kommen in das Mittwochs⸗Blatt, und alle, Zeile 2 kr.— welche bis zum Mittwoch Abend eintreffen, in das Samſtags⸗Blatt. die beiden erſten Zeilen zuſammen 7 kr.; die dritte und jede folgende Carl Bindernagel. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 22 von 1846. (Schluß.) vn. Dien ſt nachrichten: Am 1. Mai wurde dem Schuloicar Kerz aus Laubenheim die 2. kath. Schullehrerſtelle zu Niederolm über⸗ tragen; der kath. Pfr. Englert zu Steinheim zum Decan des Dercanats Seligenſtadt auf 5. Jahre; am 5. der Hofg.⸗Aſſeſſor Dr. v. Lers ner dahier zum Rathe bei dem Hofgerichte von Starkenburg; der Hofg.⸗ Secret. Reitz zu Gießen zum Aſſeſſor m. St. b. d. Landgerichte Alsfeld und der Landgerichts⸗Aſſeſſor Dr. Siebert dahier zum Aſſeſſ. m. Stimme bei dem Stadtge richte dahier; am 6. der evang. Decan Dauber zu Waldmichelbach zum ordentlichen Mitgliede und der kath. Pfarrer Nu⸗ ſchel zu Waldmichelbach zum außerordentlichen Mitgliede der Bezirks⸗ ſchuleomiſſion des Kr. Heppenheim auf 5 Jahre ernannt; dem Schulvicar Baumbach aus Beſſungen die evang. Schullehrerſtelle zu Altenbuſeck, dem Schulvicar Becker aus Rodau die evang. Schullehrerſtelle zu Holzhauſen(Kr. Biedenkopf) und dem Schulvicar Alt zu Kleinbieberau die evang. Schullehrerſtelle zu Frankenhauſen übertragen: dem Gensdar⸗ men zu Fuß 2. Cl. Menzer zu Offenbach die Stelle eines Kreisdieners zu Heppenheim ertheilt; am 7. erhielten Patente als Geometer 3. Cl. F. Weyder aus Heppenheim f. d. K. Bensheim; Geometergehülfe J. Tann aus Friſchborn f. d. Kr. Biedenkopf; J. Strauß aus Zell f. d. Kr. Friedberg; Steuereommiſſariatsgehülfe Antz aus Oberflörsheim f. d. Kr. Alzei; am 11. Geometer 3. Cl. Felger aus Großzimmern als Geometer 2. Cl. f. d. Kr. Bensheim. Am 12. wurde der von dem Frhrn. von Riedeſel auf die evang. Pfarrſtelle zu Landenhauſen präſ. Reclor Müller zu Lauterbach für dieſe Stelle beſtätigt; am 14. dem Schulvicar Braun zu Biſſes die evang. Schullehrerſtelle daſ. und dem Schulvicar Kolb zu Langgöns die 2. evang. Schullehrerſtelle daſ. über⸗ tragen, ſowie der von dem Hrn. Grafen zu Erbach-Fürſtenau auf die evang. Schullehrerſtelle zu Rothenberg präſ. Schulvicar Weidmann für dieſe Stelle beſtätigt.— 8 VIII. Characterverleihungen: Am 15. April dem beim Landgeſtüte angeſtellten Thierarzte Britſch dahier der Character und Rang eines Oberhofthierarztes; am 24. dem Forſtſchüßen Pauly J. zu Carlsburg der Charakter als Förſter.— Ix. In den Ruheſtand wurden verſetzt: Am 6. Mai Schullehrer Neubauer zu Nieverklingen; 8. ver kath. Pfarrer Glanzer zu Frei⸗ mersheim; Rechnungsreviſor Markus bei der 2. Abth. der Juſtificatut der Rechnungskammer auf Nachſuchen und bis zur Wiederherſtellung ſei⸗ ner Geſundheit; 12. Kreisdiener Thomas zu Bensheim; 14. Schullehrer Weiffenbach zu Pfaffenſchwabenheim; 15. Revierförſter Venator zu Gladenbach.— X. Concurrenz fur: die evang. Pfarrſtelle zu Großzimmern mit jährlich 821 fl.— XI. Geſtorben ſind: Am 22. April der penf. Ortseinnehmer Dauernheim zu Friedberg; 24. Schullehrer Balfer zu Traiſa; 4. Mai Kreisdiener Krenz zu Heppenheim; Schullehrer Zwilling zu Siefersheim; 9. Geh Medieinalrathe, Prof. Dr. Willbrand zu Gie⸗ ßen; 11. Kohlenwiegergehülfe Michels zu Theodorshalle; Botenmeiſter Noack bei dem Oberconfſiſtorium. Ueber Luther's Heldengeſang:„Eine feſte Burg ze.“ In manchen geſchichtlichen Werken, beſonders auch in gedruckten Predigten findet man die Angabe, Luther habe das unvergleichliche Lied„Eine feſte Burg iſt unſer Gott“ im Jahr 1521 gedichtet, als er mit großer Standhaftigkeit den Stürmen trotzte, die zur Zeit des Wormſer Reichstags ihn bedroheten. Obgleich ein aufmerkſamer Leſer jenes Liedes aus inneren Gründen fühlen wird, daß Luther daſſelbe muß gedichtet haben zu einer Zeit, da er ſchon eine glaubens⸗ freudige Gemeine unter dem Banner des Evangeliums ver⸗ ſammelt hatte; ſo erlaubt ſich doch Einſender auf das aus⸗ drückliche Zeugniß eines großen Hiſtorikers(Sleidan lib. XVI.) geſtuͤtzt, hier zu bemerken, daß Luther das mehr er⸗ wähnte Lied erſt 1530 verfaßte, als Kaiſer Karl V. den beruͤhmten Reichstag zu Augsburg ausgeſchrieben hatte. Indem ich noch hinzufüge, daß die Grundideen fuͤr jenes Lied aus Pſ. 46 entnommen, ſpreche ich den Wunſch aus, daß Geſchichtskenner, denen reichlichere Hülfsmittel zu Gebote ſtehen, noch weitere Mitheilungen über die Geſchichte jenes Geſanges geben mögen. Dabei ſind auch Anekdoten nicht zu verſchmähen.— Bekanntlich hat Meyerbeer in ſeiner Oper„Die Hugenot⸗ ten, den trefflichen Ehoral Luthers benutzt. Als jenes Stück zum erſtenmal in Paris aufgeführt wurde, und die erhabenen Töne des Chorals des Theaters Räume durch⸗ brauſeten, waren alle Hörer von mächtiger Ueberraſchung ergriffen; ſie verlangten eine mehrfache Wiederholung der ihnen unbegreiflichen und doch ſo tief ergreifenden Melodie. Hierbei die Frage: haben die Hugenotten, wie manche Hi— ſtoriker behaupten, in ihren Schlachten jenen Choral geſun⸗ gen? Bei Thuanus finde ich nichts davon. 1 Ein ſ. g. Gebildeter kam einmal in eine proteſt. Kirche und hörte dies Lied ſingen. Beim Herausgehen aus dem Gotteshaus bemerkte er:„Die Kirchenmuſik macht doch bedeutende Fortſchritte,— ſie entlehnt paſſende Stücke aus gediegenen Opern.“— Gut gegeben. Das Urtheil des bekannten Feldherrn Leopold von Deſſau, die Bemerkungen derer, die jenen Heldengeſang der Marseillaise zur Seite ſetzen und ähnliche gut gemeinte, aber derb ausgeſprochene Aeußerungen übergehe ich, da ſie zwar für manche Leſer intereſſant ſein dürften, ane Zweck aber nicht beſonders fördern können. F. . Des Volkes Noth und Rettung, oder: die Mäßigkeitsvereine nach ihrer Nothwendigkeit und ihren ſegensreichen Wirkungen, geſchichtlich dargeſtellt für das Volk und ſeine Freunde von Karl Strack, zweitem Pfarrer und erſtem Lehrer zu Oberrosbach in der Wetterau. Friedberg, bei Karl Binder— nagel.(Preis 24 Kreuzer.) Das„Badiſche Volksſchulblatt“ vom 8. Februar d. J ſagt darüber Folgendes: „Dieſes Volksbuch unterſcheidet ſich von anderen, welche denſelben Zweck verfolgten, dadurch, daß es nicht an einzel⸗ nen Beiſpielen die böſen Folgen der Trunkſucht ſchildert und am Faden einer Erzählung die Gräuel der Branntweinpeſt auseinanderlegt, ſondern die Reſultate der Mäßigkeitsver— eine nach ihrem Entſtehen und ihrem Fortgang dem Volke in angemeſſener Weiſe vor Augen bringt. Sehr zu loben iſt der Fleiß, mit welchem der Verfaſſer die Nachrichten geſammelt hat, beſondere Auszeichnung aber verdient der populäre Ton, in welchem die Schrift gehalten iſt und vor allem die Wärme und Begeiſterung, mit welcher dieſe wich⸗ tige Sache dem Volke ans Herz gelegt wird. Es iſt hier⸗ 5„„ 202*. nach nicht zu zweifeln, daß dieſes Buch großen Anklang finden und der Sache der Mäßigkeit unter dem Volk viele Anhänger gewinnen wird. „Die Schrift zerfällt in zehn Kapitel. Das erſte iſt überſchrieben des Volkes Noth. Das zweite: Es iſt nicht immer ſo geweſen. Das dritte: Der Anfang zum Beſſern wird gemacht. Das vierte: Das Gute findet Nachahmung. Das fünfte: Auch Deutſch— land erhebt ſich zum Kampfe. Das ſechſte: Der guten Sache ſiegreiche Verbreitung. Das ſiebente: Die Zahl der Kampfgenoſſen mehrt ſich. Das achte: Wie es in Süddeutſchland ausſieht. Das neunte: Auch der mäßige Genuß des Branntweins iſt entbehrlich, ja ſchädlich. Das zehnte: Des Volkes Rettung. „Den Inhalt der einzelnen Kapitel hier anzugeben wuͤrde zu weitläufig ſein und das Intereſſe der Lektüre ſelbſt viel⸗ leicht beeinträchtigen. Die Schilderung der Noth des Volkes im erſten Kapitel iſt ergreifend und ganz geeignet, einen leichtſi innigen Branntweinverehrer auf beſſere Gedanken zu bringen. Sehr intereſſant ſind die Notizen über die Erfin⸗ dung und allmählige Verbreitung der gebrannten Waſſer. Letzteres geſchah faſt überall durch Krieg. Die Geſchichte der Mäßigkeits⸗ oder beſſer Entſagungsvereine(denn der Verfaſſer hält nur die Letztern für wirkſam), wird hierauf von ihrem Urſprung in den Vereinsſtaaten Nordamerika's bis auf ihre neueſten Verbreitungen in Deutſchland anziehend erzählt, ſo daß man nicht allein die trockenen Reſultate ſieht, ſondern ihre Entſtehung, ihre Hinderniſſe und allmälige ſieg⸗ reiche Entfaltung geſchildert, was für das Praktiſche von großem Werth iſt. Die großen Erfolge, welche die Mäßig⸗ keitsſache in kurzer Zeit bei dem Volk hatte, die ärztlichen Gutachten, daß der Branntwein nichts nutzen, ſondern nur ſchädlich wirken könne, ſo wie die Einrichtungen, Geſetze und Vorſchläge an verſchiedenen Orten wird Niemand ohne Theilnahme laſſen. „Möge das Büchlein eine recht zahlreiche Verbreitung finden unter dem Volk nicht nur, ſondern auch unter ſeinen Führern und Lehrern, welche zunächſt durch Gründung von Mäßigkeitsvereinen das Meiſte für die gute Sache wirken können.“ Win n ig eigens Als ein Mann von altem Schrot und Korn gehört hatte, daß einer von ſeinen Jugendfreunden zu einer Beför⸗ derung gelangt ſei, eilte er im Gefühle freundſchaftlicher Theilnahme in ſein Haus, um ihm ſeine Freude zu bezeu— gen. Kaum war er aber ins Zimmer getreten, ſo mußte er mit Betrübniß wahrnehmen, wie der eitele Geck mit vornehmer Miene und übermüthigem Tone fragte, was ſein Geſuch wäre.—„Mein Herr, antwortete der Biedermann, ich komme, Ihnen mein Beileid zu bezeugen; denn ich merke, daß Sie wirklich das Unglück gehabt haben, plötzlich das Geſicht, das Gehör und das Gedächtniß in einem ſolchen Grade zu ren, daß Sie weder ſich ſelbſt noch ihre Freunde mehr kennen. Mai. 979) Erdtransy Handkarte Dußdach, und Dar bauſe zu ſtaͤdter! Vormitt⸗ wärterha wagen al den offen. Jutzbe 2255 bon Ke Pfandbüh Ruthen uach gaul 5 Ro Schld, 1 brug Fand der M bard i lin weg ſchreibij tung einen von irfen 4 203. Kirchenbuchs-Auszug vom April 1846. 13 13. Friedberg. Getraute: Ehriſtian Glockengießer, hieſiger Burger und Oekonom, des hier verſtorbenen Bürgers und Oekonomen Ludwig Glockengießer ehelich lediger Sohn; und Anna Mar⸗ garetha Schönwolf, des hieſigen Bürgers und Schuh⸗ machermeiſters Peter Schönwolf ehelich ledige Tochter. Jakob Lochmann, hieſiger Bürger und Oekonom, des hier verſtorbenen Bürgers und Bäckermeiſters Jakob Lochmann ehelich lediger Sohn; und Maria Eliſabeth Hitzel, des zu Münzenberg, Kr. Friedberg, verſtorbenen geweſenen Bürgermeiſters und Gräfl. Stollbergiſchen 14. 19. 26. 26. 26. Dem hieſigen Bürger, Gemeinderath und Kaufmann Karl Daniel Groß eine Tochter, Meline Charlotte Liſette, geb. den 7. März. Dem hieſigen Bürger und Meſſerſchmiedmeiſter Friedrich Jakob Schäfer eine Tochter, Maria Katharina, geb. den 5. April. Dem hieſigen Buͤrger und Oekonomen Chriſtian Han⸗ ſtein eine Tochter, Maria Rebekka, geb. den 9. April. Dem hieſigen Bürger und Spenglermeiſter Karl Frick eine Tochter, Eliſabethe Margarethe, geb. den 11. April. Dem Ortsbürger in Köthen, Kr. Nidda, u. Schneidermei⸗ ſter dahier Konrad Wörner ein Sohn, Peter Karl, geb. den 10. April. Dem hieſigen Burger, Gemeinderath und Kaufmann Wilhelm Peter Ludwig Kümmich eine Tochter, Ma⸗ thilde Charlotte Eliſabethe, geb. den 31. März. Kellers Philipp Hitzel ehelich ledige Tochter. Getaufte: 12. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Philipp Weckerling ein Sohn, Johannes Philipp Auguſt, geb. den 20. März. 12. Dem Bürger in Langgöns, Kr. Gießen, und Bedienten 17 bei Herrn Kreisrath dahier Anton Ebel, ein Sohn, Ludwig, geb. den 20. März. Beerdigte: 6. Conrad Reitz, vormals Stadtſoldat, des weiland hie⸗ ſigen Burgers und Schönfärbers Johannes Reitz nach⸗ gelaſſener ehelich nat und 12 Tage, 1 den 5. April. Amalia Maria Werner, des hieſigen Burgers und Apothekers Joh. Philipp Werner eheliches Töchterchen, alt 10 Monat und 20 Tage, 7 den 15. April. lediger Sohn, alt 73 Jahre, 1 Mo⸗ 12. Dem hieſigen Bürger und Muͤllermeiſter Ludwig Wa⸗ 24. Johann Martin Dauernheim, Großh. Zoll- und Orts⸗ genknecht eine Tochter, Eliſabetha, ge 13. Dem Gemeindebaumeiſter des Kreiſes Friedberg und hieſigen Bürgers Eduard Ruths ein Sohn, Friedrich 25. Ludwig Eduard, geb. den 10. März. ö 13. Dem hieſigen Bürger und Schuhmachermeiſter Johs. Schmidt ein Sohn, Karl Jakob, geb. den 13. März. 28. 13. Dem hieſigen Bürger und Kaufmann Nagel eine Tochter, Katharine Maria Louiſe, geb. den 23. März. b. den 12. März. Friederike Johann Konrad Bergrentmeiſters chen, alt 7 Monat und 16 Tage, 7 den 23. d. M. Maria Chriſtine Wilhelmine Hilbrecht, des hieſigen Bürgers und Handelsmannes Friedrich Hilbrecht ehe⸗ liches Töchterchen, den 27. April. Einnehmer dahier, alt 56 Jahre, 3 Monat und 15 Tage, 1 den 22. April. Auguſte Wilhelmine Textor, des Großh. Karl Textor dahier eheliches Töchter— alt 5 Monate und 23 Tage, 1 Bekanntmachungen von Be⸗ hörden. Rr Main- Weſer⸗Eiſenbahn. (9719) Der Transport von 43 Stück großen Erdtransportwagen, 80 Stück zweirädrigen Handkarren und 130 Stück Schiebkarren nach Butzbach, theils aus den Bahnhöfen zu Langen und Darmſtadt, theils von dem Bahnwärter⸗ bauſe zunächſt der Schlangenſchneiſe im Cber⸗ ſtädter Wald, wird Mittwoch den 8. Juli, Vormittags 9 Uhr, an dem bezeichneten Bahn— wärterhauſe, an welchem die Erdtransport⸗ wagen aufgeſtellt ſind, an den Wenigſtbieten⸗ den öffentlich verſteigert. Butz bach den 24. Juni 1846. Der Grobh. Sections⸗Ingenieur der Section Butzbach Meyer. e Gunda Von den zur Theilung gebrachten rundſtücken der Heinrich Grüns Wittwe von Keſſelbach ſind nach den gerichtlichen Pfandbüchern die Grundſtücke 133/32 27 Ruthen in der Schippelbach von Johann Hein⸗ rich Faulſtichs Eheleuten von da, dem Pro feſſor Roos von Gieſſen wegen 300 fl. laut Schuld⸗ und Pfandverſchreibung vom 18. Fe⸗ bruar 1796 und 1280% X/ꝗ39 von Johann Heinrich Dappers Cheleuten von Keſſelbach, der Magdalena, des Junker Adolph Rein⸗ bard jun. von Nordeck zur Rabenau Gemah⸗ lin wegen 20 fl. laut Schuld und Pfandver⸗ ſchreibung vom 26. Februar 1743 verpfändet worden. Beide Verpfändungen ſollen erloſchen ſein, die Intereſſenten können aber nicht die quittirten Obligationen vorlegen, auch ihr Eigentbum an den zur Theilung gebrachten Grundſtucken nicht überall urkundlich darthun. Auf ihr Anſtehen werden daber diejenigen, welche irgend Anſprüche an die beiden Ver— pfändungen oder überhaupt an das Grund- vermögen der Heinrich Grüns Wittwe und Kinder bilden zu können glauben, hiermit auf— gefordert, ſolche binnen 6 Wochen von beute an ſogewiß dahier anzumelden, widrigenfalls die fraglichen Verpfändungen, als nicht mehr beſtehend angenommen und in den Pfand— büchern geiöſcht, auch die Theilzettel über das fragliche Grundvermögen zur gerichtlichen Be— ſtätigung gebracht werden ſollen. Grünberg den 12. Juni 1848. Großh. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt gehöriges Patrimonial-Gericht der Freiherrn von Nordeck zur Rabenau Welcker. Bücking. Bekanntmachung. (992) Freitag den 3. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Herſtellung einiger Repara⸗ turen an der Schulhofraitbe zu Oſſenheim, in Maurerarbeit beſtehend, auf dem dortigen Rathhauſe öffentlich wenigſtnehmend verakkor⸗ dirt werden. Bauernheim den 24. Juni 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. Bekanntmachung. (993) Das Konſiſtorialgut, oder die ſoge⸗ nannten Kirchheimiſchen Aecker in Dorheimer und Fauerbacher Feldmark, welche mit Petri⸗ tag k. J., leihefallig werden und überhaupt 21 Morgen, 2 Viertel, 24½ Rutben halten, ſollen abermals entweder zuſammen, oder theil⸗ weiſe mit Genehmigungsvorbehalt auf 9 Jahre verpachtet werden. Hierzu iſt Termin auf Mittwoch den 15. Juli d. J, des Vormittags um 11 Uhr, in das Bingel'ſche Gaſthaus zu Dorheim anberaumt worden, wozu die Pacht⸗ liebhaber hierdurch eingeladen werden. Hanau den 28. Juni 1846. Der Kirchenverwalter Rühl. Bekanntmachung. (9910) Freitag den 3. Zuli d. J. ſollen in den Großh. Domanialwaldungen des Re⸗ viers Oberrosbach an die Meiſtbietenden öffent— lich verſteigert werden: 2475 Gebund Heiden u. Ginſtern zu Backholz / Stecken eichen Scheit⸗, Prügel, 3 74 7 E % en„ Stock,, Brennholz. 437„ 77 Reiſer⸗ Der Anfang iſt um 7 Uhr Morgens, auf dem Hauptweg im Weſterfeldſchen⸗ wald bei Oberrosbach. Oberrosbach den 27. Juni 1846. Der Großh. Heſſ. Revierförſter des Reviers Oberrosbach Bingmann. Arbeits Verſteigerung. (995) Nächſten Mittwoch den 1. Juli l. J. Nachmittags 1 Ubr, ſollen nachbenannte Ar- beiten auf hieſigem Rathbauſe wenigſtnehmend in Accord gegeben werden, als: a. die Anferkigung zweier Durchlaſſe an dem Vicinalweg nach Aſſenheim, fl. kr. 19 Maurerarbeit, veranſchlagt 30 4 2) Materialien,„„ 46 30 b, einer Mulde nach dem Friedhof, 1) Pflaſterarbeit, veranſchlagt zu 19 36 2) Materialien, 8 1 39 30 e. Unterbaltungsarbeit an den Vieinalwegen, den Graͤben und Banquetten, veranſchlagt zu 69 8 d. Sechs Kubikklafter Steine zu ſchlagen. Bönſtadt am 24. Juni 1846. Der Grtzb. Heſſ. Bürgermeiſter Leonhardt. Aus zuleihendes Kapital. (996) In der hieſigen Kirchenkaſſe liegen 200 fl. Kapital gegen eine gerichtliche Obli⸗ gation und die ublichen Procente zum Aus⸗ leihen bereit. Oſtheim den 24. Juni 1846. - Frees, Kirchenrechner. Arbeits- Verſteigerung. 997) Freitag den 3. Juli, Vormittags 10 Uhr, ſollen die nöthigen Reparaturarbeiten an der Kirche und den pfarrgebäuden dahier in der Wohnung des Unterzeichneten öffentlich verſteigt werden. Hiervon betragt nach dem Aubade 19 Zimmerarbeit, 17 2) Maurerarbeit, 8 3) Schreinerarbeit, 27 4) Schloſſerarbeit, 6 5) Glaſerarbeit, 8 Die Gr. Bürgermeiſter der umgegend wer⸗ den erſucht, dieſes in ihren Gemeinden ge⸗ faͤlligſt bekannt machen zu laſſen. Münſter am 22. Juni 1846. 5 Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Theis. Arbeits ⸗Verſteigerung. (998) Montag den 6. Juli d. J, Vormit⸗ tags 10 Uhr, werden nachſtehende an den hie⸗ ſigen gemeinheitlichen Gebäuden erforderlichen Bauarbeiten, als: fl. kr. 1) Maurerarbeit, veranſchlagt zu 10— 2) Steinhauerarbeit,„ 7 44— 3) Schloſſerarbeit,„ 1 60— 4) Spenglerarbeit, 0„ 46 36 5) Weißbinderarbeit,„ 5 5— 6) Pflaſterarbeit, 1 21 5 54 7) die Anlieferung von 6,7 Kbklftr. Pflaſter⸗ ſteinen, 8) desgl. die Anlieferung 6 Kbklftr. Sandes, 9) der Steine und das Sandmeſſen, unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen wenigſtnehmend in Akkord ge⸗ geben. Niederrosbach den 27. Juni 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bullmann. Verſteigerung von Bauarbeiten. (999) Die zur Einrichtung des Rathhauſes zu Großenlinden zu einem Schulhauſe erfor— derlichen Arbeiten und Lieferungen, beſtehend in 5 N. Fr. Mauer⸗ und Steinhauerarbeit, ver— anſchlagt zu 1538 8 Zimmerarbeit, veranſchlagt zu 1469 20 Dachdeckerarbeit,„* 381 23 Schreinerarbeit,„„ 1145 13 Schloſſerarbeit, 0„ 888 53 Glaſerarbeit, 7 1 382 28 Weißbinderarbeit,„„ 672 20 Spenglerarbeit,„„ 73 48 Dann Brechen und die Beifuhr von 12,8 Kubikklafter Mauerſteinen aus den Stein⸗ brüchen auf der Lohr bei Kirchgöns, Die Beifuhr von 3 Kubikklafter Mauer ſand aus der Lahn, und die Lieferung von 50 Bütten Kalk ſollen Montag den 6. Juli d. J, Vormittags um 10 Uhr, auf dem Ratbbauſe zu Großen⸗ linden wenigſtfordernd verſteigert werden. Die Riſſe, der Voranſchlag und die Ver⸗ ſteigerungsbedingungen können auf dem Bureau des Unterzeichneten eingeſeben werden. Großenlinden den 23. Juni, 1846. Der Grßb. Heſſ. Bürgermeiſter Menges. Faſelochs⸗Verſteigerung. (1000) Donnerſtag den 9. Juli d. J., Vor⸗ mittags um 10 Uhr, ſoll in unterzeichneter Gemeinde ein vier Jahre alter, gemäſteter Faſelochs an den Meiſtbietenden gegen gleich baare Zahlung verſteigert werden. Ruppertsburg den 27. Juni 1846. Der Grßh. Heff. Bürgermeiſter Diehl. Lieferung von Baumaterialien. (10010 Die zu einer neuen Waſchküche und Holzſchoppen in dem Pfarrhofe zu Münſter erforderlichen 6 Kubikklafter Mauerſteine zu brechen, anzufahren und aufzuſetzen, die Lie⸗ ferung von 42 Bütten Kalk, 1000 Backſteinen, 1,5 Kubikklafter Sand und das Meſſen des Letzteren ſoll Freitag den 3. Juli d. J., Vor⸗ mittags 11 Uhr, auf Ort und Stelle wenigſt⸗ nehmend in Akkord gegeben werden. Friedberg am 24. Juni 1846. Der Gemeindebaumeiſter Rut b 8. 100 fl. (1002) erhält Derjenige, der über die Entſtehung des im Herrſchaftl. Walde am 1. März l. J. ausgebrochenen Bran⸗ des verläſſige, zur gewiſſeren Ermit⸗ telung der Thäter dienliche Anzeigen dem hochlöblichen Landgerichte Fried⸗ berg oder dem Unterzeichneten machen kann. Ockſtadt am 28. Juni 1846. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt. gere 80 fl. (1003) empfängt Derjenige, der die Thäter, welche die Herſchaftl. Brunnen⸗ leitung in der Nacht vom 12. auf den 13. vor. Mts. auf die boshafteſte Weiſe verſtopft haben, zur Anzeige bringt. Ockſtadt am 28. Juni 1846. Freih. v. Frankenſtein'ſches Rentamt. A nge ren Privat ⸗ Bekanntmachungen. 30 fl. (100% zahle ich Demjenigen, der über die mehr als muthmaßliche Vergiftung meiner Enten ſachdienliche Anzeigen entweder dem hochlöblichen Landgerichte Friedberg, oder mir ſelber zu machen im Stande iſt. Ockſtadt am 28. Juni 1846. Rentamtmann Angerer. Zwei eichene Oval⸗Bütten, (1008) jede zwiſchen 7 bis 8 Ohm hal⸗ tend. mit Eiſen gebunden, ſchon etwas ge⸗ braucht, hat zu verkaufen 5 Eich⸗ und Kiefermeiſter Wendel zu Butzbach. Bad Soden. 2841) Im Gaſt⸗ und Bad⸗Haus zum aſſauer Hof werden elegant möblirte Zimmer zu fl. 3 bis fl. A pr. Woche vermiethet. Eine friſchmilch ende Kuh (1006) mit Kalb bat zu verkaufen Fried. Oberländer. Ein geräumiges Logis (1007) hat in der Wilbelminenſtraße zu vermiethen Georg Buchecker. Zwei brave Burſchen (1008) können in meinem Kammmacher⸗ geſchäft als Lehrlinge ſehr vortheilhaft placirt werden. Friedberg. E. Caſſella. Zum Vermiethen. (1009) eine vollſandige, geräumige Woh⸗ nung kann in meinem ganz neu eingerichteten Hauſe am Eck der Kirchgaſſe bis zum 5. No⸗ vember l. J. bezogen werden, nach Umſtänden wohl auch eher. Friedberg den 26. Juni 1846. 5 Job. Philipp Jung. Auch habe ich verſchiedene Kapitalien zum Ausleihen in Auftrag, welche gegen empfehlende Unterpfänder in verſchiedenem Zinsfuß aus⸗ gegeben werden. Literariſche Anzeige. Soeben iſt erſchienen und bei C. Binder⸗ nagel in Friedberg zu haben: Texas. Rathgeber fuͤr Auswanderer. Mit beſonderer Unterſtützung des Vereins zum Schutze deutſcher Einwanderer in Texas herausgegeben von Kuno Damian Freiherrn von Schütz, Vereinsbeamten zu Neu⸗Braunfels. Nebſt der neueſten, im Jahr 1845 aufge⸗ nommenen Karte u. mehreren Briefen deutſcher Anſiedler in Texas. (preis: 1 fl. 12 kr.) Ferner iſt bei C. Bindernagel in Fried⸗ berg vorräthig: Dit Litbe in Erziehung und Unterricht. Ein Büchlein für Eltern und Lehrer, nament⸗ lich für Mütter aus den gebildeten Ständen. Zum Andenken Peſtalozzos und zu ſeinem bundertjaͤhrigen Geburtstage von J. Ramſauer. Mit 27 Tafeln Steindruck in einem beſon⸗ deren Hefte. 5 (Preis: 3 fl. 36 kr.) Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindern agel in Friedberg. Kleid an f Betreff 10 N zut Nack gehen. 5 Das 0 Juſ und 2 ſtaligt ein ay det u gelnde i. an den blieben harte 2 * Lasch zum Sie, wohne Aus w tereſſe