— 1001 Si See 5 — een * N N 8 — l* 0 Intelligenz ⸗Glatt a Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. WM 26. Mittwoch, den 1. April 1346. Amtlicher Theil. Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Die Inſtruction vom 29. März 1837 über Behandlung der Einnahmen aus Erträgen der Gemeindewaldungen. Nach dem unterm heutigen an Sie abgegangenen Aus⸗ ſchreiben Gr. Heſſ. Miniſteriums des Innern und der Juſtiz haben Sie ſich fur Folge genau zu achten. Friedberg den 27. März 1846. 4 J. d. A.: Krach, Gr. Kr.⸗Sectr. Oeffentliche Nachricht. Betreffend: Das Mathildenſtift. Da der Zahlung der fälligen Zinſen von Einlagen wegen der Andrang an dem gewöhnlichen Zahltagen Anfangs des Monats April ſehr groß zu werden droht, ſo iſt, jedoch lediglich zur Empfangnahme und Gutſchreibung von Zinſen auch noch i Freitag den 3. April und Montag den 6. April für dieſes Jahr als Zahltage beſtimmt worden. Friedberg den 28. März 1846. 8 n Der Großh. Heſſ. Kreisrath, als Präſident des Mathildenſtifts 7 Küchler. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nr. 11. von 1846. I. Bekanntmachung Gr. Miniſteriums der auswärtigen Angelegen⸗ heiten vom 9. Febr. d. J., welche den zwiſchen Preußen, für ſich und in Vertretung der durch den Zollverein verbundenen Staaten, ſowie Braunſchweig einer-, und Hannover und den übrigen Staaten des Steuervereins anderſeits, wegen Beförderung der gegenſeitigen Verkehrsverhältniſſe zu Braunſchweig am 16. Oct. 1845 ab⸗ p p p—ů geſchloſſenen Vertrag, ſowie die dazu gehörigen, darin näher be⸗ zeichneten, Uebereinkünfte I., II. und VI., nach erfolgter allerhöchſter Ratification S. K. H. des Großherzogs, zur Wiſſenſchaft und Nachachtung im Großherzogthum Heſſen veröffentlicht.— II. Bekanntmachung Gr. Oberpoſtinſpection vom 10. Febr., daß um den Anſchluß der Vormittags zu Da rmſtadt eintreffenden Perſo⸗ nenpoſten an den dritten Gießer Poſtwagen zu ſichern, die Abgangs⸗ zeit deſſelben dahier von 10½ Uhr auf 11 Uhr Vormittags anberaumt worden iſt.— V. Dienſtnachrichten: Am 6. Febr. wurde Revierförſter Schott von Mitteldick zum Revierförſter zu Steinbrückerteich, Forſts Darmſtadt; der evang. Pfarrer Vielhauer zu Oſthofen abermals zum Decan des evang. Decanats Oſthofen auf die Dauer von 5 Jahren ernannt, und der von dem Hrn. Fürſten zu Iſenburg⸗Birſtein auf die kath. Pfarrſtelle zu Bürgel präſentirte kath. Pfarrer Jöſt zu Engelthal für dieſe Stelle beſtätigt; am 7. dem Schullehrer Ebner zu Lengfeld die kath. Schulleh⸗ rerſtelle zu Radheim übertragen, und der von dem Hrn. Fürſten zu Iſen⸗ burg⸗Birſtein auf die 2. evang. Schullehrerſtelle zu Neniſenburg präſen⸗ tirte evang. Schullehrer Kaut zu Götzenhain für dieſe Stelle beſtätigt.— VI. Con currenz fär: die evang. Schullehrerſtelle zu Piſſes mit jährlich 225 fl. Orthographie wetterauiſcher Woͤrter. (Fortſetzung von Nr. 83 d. Bl. de 1845.) 47) Der Sömber d. i. der dicke hervorſtehende Leib. So ſchreibt man unſer wetterauiſches Wort: der Sember, Sembert. Von einem ſchwerbeleibten Menſchen, deſſen Unterleib wegen ſeiner Fettigkeit ſehr hervortritt, ſagt man bei uns, er habe einen rechten„Sembert(Sember). Im ältern Deutſchen lautet das Wort Sümber und Sum— ber, und ü wird leicht zu ö, welches wir Wetterauer nicht rein ausſprechen. Dieſes Wort: der ſumber aber bedeutet die große Pauke, wie z. B. die beim Militär iſt), und lautet franzöſiſch sombre. Wir nennen alſo einen dicken ) Eigentlich iſt altdeutſch der oder das ſumbir ein Korb, beſonders ein dichter aus Stroh geflochtener Korb. Dann hat das Wort die Bedeutung eines gewiſſen, nach Ort und Zeit verſchiedenen Getraide— maßes angenommen, z. B. bei uns Wetterauern eines Fruchtmaßes von zwei Meſten. In dieſer Bedeutung ſchreibt und ſpricht man das Wort jetzt: das Sümmer(wir Wetterauer aber ſagen: die Simmer, wo i, wie oft, ſtatt ü ſteht). W 102 Unterleib ganz ähnlich einen Sömber, wie wir auch von ihm ſcherzend den Ausdruck„Trommel gebrauchen. 48) Das Thun, d. i. die fallende Sucht. So ſchreibt man unſer wetterauiſches, rechts von der Nidda und links von der Uſa übliches Wort: ds Doun(dase n iſt ſtumpf auszuſprechen). Es iſt ein verhüllender Ausdruck für dieſe ſchwere Krankheit, von thun hergenommen wohl im Ge⸗ danken an die ſtarken Körperbewegungen. 50) Das Schlamaſſel d. i. böſer, verdrießlicher Zuſtand, in welchen man geräth. Das Wort wird auch wetterauiſch ſo geſprochen(beide a ſcharf, auf dem zweiten a liegt der Ton). Es iſt ein Fremdwort, aller Wahrſchein⸗ lichkeit uach aus italieniſch schiamazzo, welches Geſchrei, Lärm bedeutet und aus ſchlecht⸗lateiniſch ex clamatium(d. i. das Ausgerufe, lautes Geſchrei) gebildet iſt. A 5 26. Reinhard Zimmer, des verſtorbenen hieſigen Bürgers und Kupferſchmieds Joh. Heinrich Zimmer ehelich ledi⸗ ger Sohn und Johannette Eliſabethe Walz, des ver⸗ ſtorbenen hieſigen Bürgers und Schuhmachermeiſters Joh. Jacob Walz ehelich ledige Tochter. Der Ortsbürger und Tagelöhner zu Heimarthshauſen, Filialdorf von Billerthshauſen, Kr. Alsfeld, Johannes Ruckelshauſen, des dortigen verſtorbenen Ortsbürgers und Tagelöhners Johannes Ruckelshauſen ehelich lediger Sohn und Friedericke Schmidt von hier, des verſtorbe⸗ nen Ortsbürgers und mehrjährigen Polizeidieners in Södel, Kr. Friedberg, Philipp Heinrich Schmidt ehelich ledige Tochter. 0 Getaufte: Ein unehelicher Sohn, Caspar, geb. den 22. Januar. Dem hieſigen Ortsbürger, Maurer und Taglöhner Joh. Jacob Schmidt ein Sohn, Georg Philipp, geb. Die verehrl. Mitglieder des Wetterauer Zweigvereins der Guſtav⸗Adolf⸗Stiftung werden hierdurch erſucht, ihre den 31. Januar. : N 22. Ein unehelicher Sohn, Jacob, geb. den 6. Februar. Guſtav⸗ Adolf Stiftung. 22. Dem hieſigen Ortsbürger und Wagnermeiſter Joh. Friedrich Menges II. eine Tochter, Anna Eliſabetha, geb. den 8. Februar. Beiträge pro 1846 in der erſten Hälfte des Monats 22. Dem hieſigen Ortsbürger und Metzgermeiſter Karl Lud⸗ April, wo möglich portofrei an den Laſſier Herrn Apotheker Wahl dahier gefälligſt entrichten zu wollen. Dr. Matthias, Friedberg, Dr. Cröß mann, Präſident. wig Wagner eine Tochter, Johannette Philippine, geb. den 8. Februar. 5 Beerdigte: Secretär. 4. Marie Eleonore Menges, des hieſigen Ortsbürgers und Töchterchen, ſter, alt 68 Jahre, 5 Monate, 12 Tage, t den 3. Feb. Zimmermeiſters Hermann Philipy Menges eheliches alt 2 Jahre und 2 Tage, T den 1. Febr. Kirchenbuchs⸗Auszug vom Februar 1846. 5. Johann Adam Dieß, hieſiger Bürger und Metzgermei⸗ Lich. Getraute: 17 24. Der hieſige Ortsbürger und Maurer Conrad Grobert, 25. Johann Georg Melchior, hieſiger Bürger und Schuh⸗ machermeiſter, alt 76 Jahre, 9 Monate und 1 Tag, F den 23. Febr. i des hieſigen Ortsbürgers und Maurermeiſters Johannes 28. Ein todtgeborner Sohn, geb, den 25. Februar. f Grobert ehelich lediger Sohn, und Louiſe Rau, des 28. Anna Katharina Mörle, des verſtorbenen hieſigen Bür⸗ hieſigen Ortsbürgers und Metzgermeiſters Johannes Rau ehelich ledige Tochter. 24. Der hieſige Ortsbürger und Wa gnermeiſter Philipp gers und Hufſchmieds Carl Ludwig Mörle ehelich ledige Tochter, alt 82 Jahre, 8 Monate und 29 Tage, r den 25. Februar. f Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. A Edietalladung. (430) Johannes Habicht Jun. in Feldkrücken will ſein Grundvermögen unter ſeine Kinder vertheilen. Beim Mangel vollſtändiger Er⸗ werbsurkunden werden Riejenigen, welche an die zu vertbeilenden in den Gemarkungen ron Feldkrücken und Kölzenhain gelegenen Immobilien, worüber Grundbuchs⸗Auszug in der Landgerichts⸗Regiſtratur zur Einſicht offen liegt, Eigenthums⸗ oder ſonſtige dingliche An⸗ ſprüche zu haben glauben, aufgefordert, ſolche binnen 4 Wochen, von heute an, dahier gel⸗ tend zu machen, widrigenfalls die Theilzettel beſtätigt werden. Ulrichſtein am 16. März 1846. Gr. Heſſ. Landgericht daf. Zimmermann. Oeffentliche Ladung. (49) Ein gewiſſer, ſchon lange verlebter Chriſtoph Pauli zu Heldenbergen war Kirchen⸗ rechner und wurde dieſem bei der am 24. Januar 1764 ſtattgehabten Abhör ſeiner Rech⸗ nung ein Proceß von 838 fl. 54% kr. gezo⸗ gen. Auf dieſe Schuld ſowie die Zinſen da⸗ von wurden am 16. Auguſt 1766= 418 fl. 20 kr., welche aus verkauften Gütern erlößt worden waren, an die Gemeinde Heldenber⸗ gen bezahlt, der Reſt an Hauptgeld und Zin⸗ ſen iſt aber bis jetzt noch unberichtigt. Nach⸗ dem die evangeliſche wie katholiſche Kirche zu Heldenbergen erklärt, daß ſie auf dieſen Reſt des Receſſes nebſt Zinſen keine weitere An⸗ ſprüche machen vielmehr dieſe der Gemeinde Heldenbergen überlaſſen wollen, beabſichtigt Letztere nun die Beitreibung des noch zu decken⸗ den Receſſes, um aus ſolchem den Fond zu einer milden Stiftung zu formiren. Die Beitreibung des Reeeſſes ſoll durch die Veräußerung nachſtehender, in Heldenberger Gemarkung gelegener Güterſtücke 5 2667/1 200 Rth. Acker an der Landwehr an Friedrich Becker,. 272/12 56 ½ Rth. ditto zieht über die Win⸗ decker Straße an Anton Pauli Jun., 367/83 72 Rth. ditto ſtößt auf die ſtrittige Weide an Ludw. Meininger, J 396/64 61 Rth. ditto ſtößt auf die gemeine Weide, an Konrad Reh, 5 561/5 110 Rth ditto rechts der Eicherhohl an Jacob Becker, 596/I,2. 278 Rth. ditto auf dem Schwal⸗ bengarten an Andr. Reul Inn., 640/1 141 Rth. ditto an der Naumburger Grenze an H. Meininger II., 690/18 312 Rth. ſtößt auf den Buchwald an Andreas Pauli I., bewirkt'werden, ehe jedoch dazu geſchritten wird, werden alle zum Theil unbekannte Rechts nachfolger des gedachten Kirchenrechners Pauli hiermit aufgefordert, in einer z. F. von 6 Wochen nicht nur etwaige Einwendungen gegen die Richtigkeit des Receſſes, ſondern auch gegen den Verkauf der bezeichneten Güter ſo⸗ gewiß dahier zu machen, als ſonſt zu dieſem geſchritten, der Erlös zunachſt zür Deckung des Receſſes mit Zinſen bis zur Capitalböhe verwendet, wegen des etwa bleibenden Ueber⸗ ſchuſſes aber weiter rechtlich verfügt werden wird. Groskarben am 16. Maͤrz 1846. Großb. Heſſ. Landgericht daſ. Jäger. Schmidt. Bekanntmgchung. (46) Johannes Hedderichs Wittwe und Kondad Hedderichs Frau von der Zeilbach ſind von Gr. Hofgerichte in Gieſſen wegen ihrer Unſelbſtſtändigkeit und Unfäbigkeit zur Ver⸗ mögensverwaltung unter Curatel geſtellt und ihnen die Ortsbürger Johann Schmiermund und Konrad Fritz daſelbſt als Curatoren bei⸗ gegeben worden. 5 8 Man bringt dieß mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß, daß rechts verbindliche —Geſchäfte mit den beiden genannten Frauen nur unter Einwilligung der Curatoren einge⸗ gangen werden können und fordert zugleich die bekannten wie unbekannten Glaͤubiger hier⸗ — 9 ge it auf, ihre Forderungen an die erwahnten rauen im Termine WN u Nontag den 11. Mai d. J., Vormittags 9 Uhr, ſogewiß dabier perſönlich anzumelden und zu begründen. widrigensfalls auf ſolche bei der Ordnung der Vermögensvervältniſſe derſelben keine Rückſicht genommen werden wird. Grünberg den 12. März 1846. Großh. Heſſ. zum Landgericht daſelbſt gehöriges Patrimonialgericht der Frei⸗ herrn Riedeſel zu Eiſenbach. Welcker. Bücking. Arbeits-Verſteigerung. (417) Donnerſtag den 2. Abril, Vormit⸗ tags um 10 Uhr, werden in hieſigem Rath⸗ bauſe nachſtehende Arbeiten öffentlich wenigſt⸗ nehmend verſteigert:. 1 Einrichtung einer Manſardeſtube in der Krankenanſtalt benebſt der dabei nöthigen Arbeiten, beſtehend in Zimmer⸗, Maurer-, Schieferdecker⸗, Schreiner⸗, Schloſſer⸗, Glaſer- und Weißbinderarbeit, benebſt An⸗ lieferung von 400 Back und 4000 Lehm⸗ ſteinen, 1 Bütte Kalk und des erforder⸗ lichen Lehmes, Sandes und Strobes, 20 Einfriedigung der Krankenanſtalt, insbe— fondere Anfertigen eines eiſernen Thors beſtehend in Maurer-, Steinhauer, Schloſ⸗ ſer⸗ und Weißbinderarbeit, benebſt Anlie⸗ ferung von 0,3 Klafter Schichtenpflaſter⸗ ſteine, kleine Sorte, einer Butte Kalk und des erforderlichen Sandes und Kieſes. Die Ueverſchläge liegen bis zum Verſtei⸗ gerungstermin bei Unterzeichnetem zu Jeder⸗ manns Einſicht offen. Friedberg am 23. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Edictalladung. 0481) Heinrich Appels Eheleute in Boben⸗ hauſen haben 447/12 VII/130 413 UIKlftr. Acker auf dem Culersacker in der Gemarkung Bobenhauſen gelegen, ver⸗ kauft. Da ſie ihr Eigenthumsrecht daran ur⸗ kundlich nicht nachweiſen können, ſo fordert man alle Diejenigen, welche Eigenthums⸗, oder ſonſtige dingliche Anſprüche an daſſelbe bilden zu können glauben, zu deren Anzeige und Begründung binnen 4 Wochen, a dato, um ſo gewiſſer hiermit auf, als ſonſt der Kaufbrief beſtätigt wird. Ulrichſtein am 16. März 1846. 5 Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Verkauf einer alten Orgel. (472) Die in hieſiger Kirche befindliche Orgel, welche 8 Regiſter hat, und für eine kleinere Kirche noch recht brauchbar iſt, ſoll, da wir eine größere Orgel bekommen, Mon⸗ tag den 20. April d. J., Mittags 12 ÜUbr, einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt werden. Berſtadt den 25. März 1846. Für den Kirchenvorſtand: der Großh. Heſſ. Bürgermeiſter Ellenberger. Arbeits ⸗Verſteigerung. (470) Freitag den 3. April l. J., des Mit⸗ tags um 12 Uhr, ſollen auf dem Gemeinde⸗ haus zu Oppershofen nachgenannte Arbeiten in Accord gegeben werden. 10 Die Anfertigung eines neuen Actenſchranks. 2) Die bei Anfertigung eines Durchlaſſes er⸗ forderliche Maurerarbeit, Steinhauerar⸗ beit, ſowie die Anlieferung von Mauer⸗ ſteinen und Sand. 3) Verſchiedene Handarbeiten an den Vici⸗ nalwegen. „ 103 4) Die bei Anfertigung eines Fluthbetts vor⸗ kommende Maurerarbeit und die Anliefe⸗ rung von 3 Cub.⸗Klftr. Mauerſteinen u. Anfuhr von 1 Cub.⸗Klſtr. Sand. 5) Die Anfertigung von 2 neuen ledernen Speitzenſchlauchen.. Welches hiermit zu öffentlicher Kenntniß bringt. 8 Oppershofen den 25. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürger meiſter Wolf. Bekanntmachung. (470 Die Braunkohlenconſumenten des Gr. Dorbeimer Bergwerks werden benachrich⸗ tigt, daß ſich auf demſelben noch eine Partie Klötze aus dem Jahr 1845 und namentlich noch vorzüglicher Schoppenklötze in Vorrath befindet. Die Haufenkloͤtze werden zu 12 kr., die Schoppenkloͤtze zu 14 kr. per Centner und für en auf vorgeſchriebene Bürgſcheine mit einer Zählungsfriſt bis Ende des Monats September l. J. abgegeben. Dorheimer 8 am. 25. Marz 184 Die Großh. Heſſ. Bergverwaltung: der Grßh. Heſſ. Berginſpector Storch. Verſteigerung. (175) Mittwoch den 15. April d. J., Por⸗ mittags um 10 Uhr, ſollen die Reparaturar⸗ beiten in dem Schulhaus zu Geilshauſen, nämlich: N 1) Zimmerarbeit, veranſchl. zu 17 fl. 40 kr. 2) Schreinerarbeit„„ 33„ 24%„% 3) Glaſerarbeit*„ 74 5%„ 3) Weißbinderarbeit„„ 33 5„ öffentlich an den Wenigſtfordernden verſteigert werden. Indem man dieſes zur öffentlichen Kennt⸗ niß bringt, wird zugleich bemerkt, daß die Poranſchläge und Verſteigerungsbedingungen in dem Geſchäftszimmer des Unterzeichneten zur Einſicht offen liegen. Geilsbauſen am 26. März 1846. Der Großb. Heſſ. Freiherrliche von Rabenauiſche Bürgermeiſter Wagner. Holz ⸗Verſteigerung. (4706) Freitag den 3. April, Vormittags 10 Uor, ſollen in dem Rodheimer Gemeinde wald, Diſtrikt Spitzenſteinhecken, nachfolgende Holzſortimente: 10 5 Stecken eichen Scheidholz, 2 11 7.„ Stockholz, 3) 642 Stück buchen Wellen, 4) 2443„ Meichen und birken Wellen, 5) 350„, weiche Laubholzwellen, 6) 20 Stämmchen eichen Werkholz, 79 Cubikfuß enthaltend und 7 5 Stämmchen birken Werkholz, 32 Cu⸗ bikfuß enthaltend, öffentlich meiſtbietend an Ort und Stelle ver— ſteigert werden. Die Zuſammenkunft findet auf der Bahn oberhalb der Köppener Chauſſee ſtatt. Rodheim den 27. März 1846.. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Holz⸗Verſteigerung. (177) Die an dem 24. März d. J. abge⸗ haltene Holzverſteigerung in dem Gemeinde wald Langenhain, Diſtrikt Filsbard, konnte wegen dem geringeren Steigspreis nicht ge⸗ nehmigt werden. Es wird deßhalb nachbe⸗ nanntes Gehölz auf Montag den 6. April, Nachmittags 1 Uhr anfangend, einer nochma⸗ ligen offentlichen Verſteigerung ausgeſetzt: 1) 5 Stecken tannenes Scheidholz, 0 5 Pruͤgelholz, 3) 42. 1 friſches Stockholz, wird hierbei bemerkt, daß eine Zahlungsfriſt bis Michaelitag d. J. geſtattet wird. Die Zuſammenkunft iſt an Ort und Stelle. Langenhain den 28. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Huth. Holz⸗Verſteigerung (178) Freitag den 24. April d. J. und die folgenden Tage, Morgens 11 Uhr, werden in dem Cleeberger Gemeindewald: 1) im Diſtrict Mohrs wald 1. Theil: 1 Klafter buchen Scheit, 111 1 Prügelholz, 43„ eichen Scheit⸗, 10%„„ Prügel⸗ und 5„ erlen Holz, ½„ Lagerholz, 12¼ Karren Leſeholz und 46½ Klafter Erdſtöcke, 111 eichene Bauholzſtämme u.] von 4506 134„ Werkholzſtämme Kub.⸗Fß. 1 hainbuchen Werkholzſtamm von 11 Kbfß. 51 Stück Gerüſtbölzer und Leiterbäume, 12„ Deicſeln u. ähnliche Reideln u. 27„ Achſen, 2 im Diſtrict Hardtenberg 3. Theil (Markwald): 34 Klafter aspen Holz, 6 Karren Leſeholz und 8 Klafter Erdſtöcke, 3) im Diſtrict Sankhardtsberg 2. Theil (Markwald): 1% Klafter buchen Scheit, 99* 7 Prügel ⸗, 8¼½„ birken Holz und 18 Stück Achſen verſteigert. f Uſingen den 19. März 1846. Herzogl. Naſſ. Landoberſchultheißeren Schapper. Holz ⸗Verſteigerung. (179) Freitag den 3. April l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr anfangend, ſoll in dem Gemeinde⸗ wald zu Holzhauſen, Diſtrikt Boenberg, nach⸗ ſtehendes Holz öffentlich meiſtbietend verſtei⸗ gert werden, als: 5 7 Stecken buchen Scheitholz,* 4„ eichen 1 127%„ buchen Prügelholz, 16%„ eichen* 515½%„ buchen Stockholz, 15%„ eichen 1 3761 Wellen buchen Reisholz, 1295„ eichen 1 41 Stämme eichen Werkholz S 353 Ckfß. von 10 bis 30 Fuß Länge u. 6 bis 15 Zoll Durchmeſſer, buchen Werkholz S 25 Ckfß. von 7 bis 8 Fuß Lange und 9 bis 10 Zoll Durchmeſſer, 224 Stangen buchen Werkholz S 384 Cfß. von 10 bis 30 Fuß Länge u. 2% bis 5 Zoll Durchmeſſer. 3 1 birken Werkholz Ss Cbkfß. von 20 bis 25 Fuß Länge u. 4 Zoll Durchmeſſer, aspen Werkholz S3 Cbkfß. von 20 Fuß Länge u. 4 Zoll Durchmeſſer, 1 eichen Pflugswetter. Holzhauſen den 28. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Buͤrgermeiſter Ried. Schaafpferche-Verſteigerung. (4800 Donnerſtag den 2. April l. J., Mor- gens um 11 Uhr, werden in bieſigem Rath⸗ bauſe fünf bis zehn Schaafpferche, welche den 5. April ihren Anfang nehmen, öffentlich meiſt⸗ bietend verſteigert. Friedberg den 28. März 1846. Der Geßb. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. 4 5 1* Oeffentliche Aufforderung. (481) Der geweſene Graͤfl. von Ingelhei⸗ miſche Rentmeiſter Ehehalt von Obererlenbach hat im Jahr 1839 von Johann Georg und Andreas Meſſer von Weiskirchen circa 14 Mor⸗ gen 15% Ruthen in Obererlenbacher Ge⸗ markung gelegene Güter gekauft und dieſe Güter wieder an mehrere Einwohner von Obererlenbach verkauft und den Kaufſchilling mit 1598 fl. an Kallmann Lob Rothſchild von Homburg a. d. Höhe abgetreten. Sowohl uber den Erwerb der Güter der Verkäufer als resp. Käufers ſind keine genügende Eigen⸗ thums⸗Urkunden beizubringen; es werden da⸗ her Alle, weiche Anſprüche an dieſe Güter, deren Verzeichniß auf Verlangen dahier zur Einſicht gegeben wird, bilden können, aufge⸗ fordert, dieſes binnen 4 Wochen vom Tage des Erſcheinens dieſer Aufforderung angerech⸗ net, ſogewiß bei unterzeichneter Gerichksſtelle zu begründen, als ſonſt die erwaͤhnten Ver⸗ kaufe als rechtsgültig angeſehen und die An⸗ weiſung an den Ceſſionar des Kaufſchillings ertheilt werden wird. Groskarben den 22. März 1846. Großh. Heſſ. Landgericht das. Jäger. Limpert. Holz ⸗Verſteigerung. (82) Mittwoch den 22. April d. J., Mor⸗ gens 9 Uhr, und die folgenden Tage werden in dem Eſchbacher Gemeindewald: 19 im Diſtrict Hochroth: 100 eichene Bauſtaͤmme zu 4000 Kubikfuß, 22 Klafter buchenes und 40„ eeichenes Scheit, 8„ buchenes und 15„ eeichenes Prügelholz, 80„ Erdſtöcke und 8 Karrn Späne, 2) im Diſtrict Erlenborn 2. Theil: 9 eichene Bauſtämme zu 529 Kubikfuß, 1 Klafter buchenes und 12 eeichenes Scheit⸗, 3„„ Prügel⸗ und 24„ birkenes Holz, 400 Stück eichene, 1600„ birkene Wellen, J 6 Klafter Erdſtöcke und 2 Karrn Späne, 5 3) im Diſtriet Schmidtsheck: 12 eichene Bauſtämme zu 600 Kubikfuß, 30 Klafter buchenes und 8„ eeichenes Scheit⸗ 5 17 buchenes und 4„ eeichenes Prügelholz, 1600 Stück buchene und 400„ eichene Wellen, 6* Achſen, 30 Klafter Erdſtöcke und 4 Karrn Späne berſteigert. 8 Uſingen den 18. Marz 1846. ö Herzogl. Naſſ, Landoberſchultheißerey S chapper. Holz ⸗ Verſteigerung. (483) Dienſtag den 14. April d. F. ſoll in dem Oberrosbacher Gemeindewald, Diſtrikt Großjohshecke, nachbemerktes Brennholz öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert werden, als: 1 6% Stecken birkene Prügel, 2) 25550 Wellen birken u. eichen Reisholz, 23 775„ aspen u. weiden„ 40 45 Laͤſte Zumachreiſerholz, 59 1 Birken ⸗Stange, 2 Ckfß. enthaltend. Der Anfeng iſt präcis 8 ½ Uhr auf dem Hauptweg des ohen genannten Diſtrikts. Oberrosbach den 28. März 1846. Der Grßh. Nee Bürgermeiſter Blecher. „ 104* Bekanntmachung.“ (A8) Nach dem Landgerichtsbypothekenbuch haben Konrad Heckmann und deſſen Ehefrau, geborne Bopp, von Muſchenheim auf Obliga⸗ tion vom 6. März 1820 300 fl. bei Philipp Rübels Wittwe in Friedberg entliehen. Der Eintrag wird von den Schuldnern widerſpro⸗ chen, auch iſt der Name der Gläubigerin nicht aufzufinden, und werden daher Alle, welche an beſagte Obligation Anſprüche machen konnen, aufgefordert, dieſelben in 8 Wochen bei Ver⸗ meidung der Annahme der Erlöſchung hier anzuzeigen. Hungen den 23. März 1846. Gr. Heſſ. Fürſt! Solmſ. Landgericht daſ. Hofmann. Draudt. Verſteigerung. (85) Freitag den 3. April, Morgens 9 Ubr anfangend, werden in der Wohnung des Herrn Heinrich Raabe dahier nachſtehende Mobilien gegen Baarzahlung, öſſektlich meiſt⸗ bietend verſteigert, als: g 19 mehrere goldene Ringe mit einer Kette, 2) deßgleichen zwei Ohm⸗ und Zuglaſtfäſſer, 3) desgl. Bütten, 2) eine Partie Stück⸗Jaß⸗Dauben, 5) Reifſtecken, benebſt Reifen, 6) ein Kelterſtein, Schubkarrn, Leiter, Küͤ⸗ ferhandwerksgeſchirr, Komode, Schränke, Frauenskleider u. ſ. w. Friedberg den 28. März 1846. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Verſteigerung. (86) Donnerſtag den 2. April, Morgens 9 Uhr, werden an hieſigem Rathhauſe öffent⸗ lich meiſtbietend verſteigert, als: 1) drei Pferde, 2) fünf Kühe, 3) zwei Rinder und f 4) zwei Waagen. Friedberg am 28. März 1846.. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Bender. Frucht⸗Verſteigerung. (187) Montag den 6. April, des Mittags um 12 Uhr, ſoll in der Wohnung des Grßh. Bürgermeiſters g 1) 14 Malter Waizen, 2) 26 Malter Korn, 3) 39 Malter Gerſte, 4) 16 Malter Hafer, meiſtbietend verſteigert werden. Berſtadt am 27. März 1846. 5 Der Mollenbeckiſche Verwalter Ellenberger. N Privat ⸗ Bekanntmachungen. Geſchäfts⸗ Eröffnung. (466) Ich erlaube mir andurch die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mein nach mehr⸗ jährigem Unterricht zu Frankfurt a. M. er⸗ lerntes Putzgeſchäft, beſtehend im Anfertigen, Umändern und Waſchen von Hauben, Huͤten und allen in dieſes Fach einſchlagenden feinen weiblichen Arbeiten, dahier eröffnet habe und empfehle mich unter dem Verſprechen pünkt⸗ lichſter und billigſter Bedienung. Vilbel den 25. März 1846. Roſa Roſenbaum. Zur Beachtung. (410 Ein Handlungshaus wünſcht ein Ge⸗ ſchäft, das überall mit entſprechendem Erfolg geführt werden kann und welches dem Ueber⸗ nehmer bei pünktlicher Beſorgung anſehn⸗ 1845r Früchte, lichen Nutzen bringt, ſolchen Agenten zu übertragen, die rechtlichen Charakter, aus⸗ dauernden Fleiß mit ausgedehnten Bekannt⸗ ſchaften verbinden. Nur briefliche und portofreie Anträge, die man an Herrn Siegmund Lorch in Frank⸗ furt a. M. zu adreſſiren hat, können berück⸗ ſichtigt werden. 0 Aufforderung. (488) Ohnlängſt iſt auf dem Wege von Friedberg nach Butzbach ein Schmollis ver⸗ loren gegangen. Der redliche Finder wird erſucht, ſolchen gegen eine Belohnung bei der Expedition dieſes Blattes abzugeben. Aufforderung. (489) Diejenigen, welche an die verſtorbene Ehefrau des Färbermeiſters Wilh. Bechſtein (frühere Wittwe Spamer) noch etwaige For⸗ derungen zu machen, ſowie Diejenigen, welche an dieſelbe noch Zahlungen zu leiſten haben, werden hiermit aufgefordert, dieſelben den beiden unterzeichneten Curatoren binnen 14 Tagen anzuzeigen oder zu entrichten, im Gegen⸗ fall von Erſterem nach Ablauf dieſes Termins nichts mehr angenommen wird. Friedberg. 0 C. Chr. Nagel J. Georg Schmidt. Zur Nachricht. (83) Auf der Braunkohlengrube Buderus bei den Heſſenbrücken koſten von heute an grobe Kohlen pr. Ctr. 15 kr. Brockkohlen„„ 12 kr. kleine dergl.„„ 10 kr. ganz kleine drgal./„ 6 kr. Friedrichshütte den 16. März 1846. Fahrgelegenheit. (490) Vom Montag den 6. April d. F. geht jeden Morgen ein Omnibus um 5 und um 6 Uhr von hier nach Frankfurt ab. Die Wagen halten wie gewöhnlich bei Hrn. Supp und Philippi. 2 Friedberg den 31. März 1846. g 5 Omnibus-Geſellſchaft. Empfehlung. 91) Nachſtehende Hohlglaswaaren habe ich in ſchönſtem Sortiment, gebe ſolche zu billigſten Preiſen ab und halte mich zu geneig⸗ ter Abnahme beſtens empfohlen. Geeichte Glaͤſer— Flaſchen ſtark und nicht übermaashaltig, gepreßte Gläſer in verſchie⸗ denen Formen und Farben, als Leuchter, Deſ⸗ ſert, und Zuckerteller, Senfkannen, Weinkelche, Cylinder, Henkelbecher, Salzkannen u. ſ. w.; Wein⸗, Gondel⸗, Knopf⸗, Liqueur⸗ und Cham⸗ pägnerkelche, Sack⸗ und Jagdflaſchen, Tinten⸗, Seidel⸗, Cylinder, Römer⸗ und Freimaurer⸗ gläſer, Schröpfköpfe, Vogeltrögchen, Licht⸗ kugeln, Lampenglaſer, Käſeglocken, Stocklater⸗ nen, Waſſerflaſchen, Oelcaraffen u. ſ. w. Friedberg im März 1846. Jean Huber. Ein möblirtes Zimmer (492) hat zu vermiethen f Karl Klein, Schneidermeiſter. Literariſche Anzeige. Soeben iſt erſchienen und bei C. Binder⸗ nagel jn Friedberg zu haben:* Neueſtes Billard-Reglement. Fünfte Auflage. (Preis 1 fl. 12 kr.) Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Binder nagel in Friedberg. 1 1 1 n