c Intelligenz Glatt für die Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. Auguſt Amtlicher Theil. Die Großherzoglich Heſſiſchen Kreisraͤthe der Kreiſe Friedberg und Hungen an ſaͤmmtliche Großh. Buͤrgermeiſter dieſer Kreiſe. Betreffend: Unterricht in der Anlage von Feuerungen. Nachſtehend theilen wir Ihnen ein uns zugekommenes Schreiben von dem Präſidenten des Gewerbvereins für das Großherzogthum Heſſen unter der Weiſung mit, die In— tereſſenten Ihrer Gemeinden davon in Kenntniß zu ſetzen. Friedberg und Hungen den 21. Auguſt 1845. Küchler. Follenius. In der letzten Ausſchuß⸗Sitzung des Gr. Gewerbver— eins wurde beſchloſſen, mit dem Beginn der Wintermonate einen Unterricht über zweckmäßige Anlage von Feuerungen, insbeſondere von Küchen- und Keſſel-Feuerungen, von Malz darren, Backöfen, Obſtdarren, Schmiedfeuern, Schornſtein— anlagen und dergl. m., und zwar für dieſen Winter in Darmſtadt und in Gießen durch einen Sachkundigen Maurer auf Vereinskoſten ertheilen zu laſſen, im Fall ſich nämlich hierzu eine angemeſſene Zahl von Theilnehmern, insbeſondere vom Lande, finden wird. Dieſer Unterricht würde ungefähr 14 Tage in Anſpruch nehmen und in practiſchen Erklärungen der bei Anlage der verſchiedenen Feuerungen zu beobachtenden Regeln, ſowohl nach vorzulegenden Zeichnungen, als nach ausgeführten Anlagen ſelbſt, beſtehen. Abbildungen zweckmäßiger Feuerun— gen werden den Theilnehmern hierbei unentgeltlich mitge— theilt werden. Für die Reiſe und die Verköſtignng wird dagegen von dem Verein nichts vergütet. Da, wie bereits bemerkt, die Ausführung obigen Be— ſchluſſes von der Theilnahme abhängig iſt, welche dieſe Sache finden wird, ſo erlaube ich mir an Sie die ergebenſte Bitte, durch Vermittelung der Gr. Bürgermeiſter Ihres Kreiſes die betreffenden Maurer hiervon gefälligſt benachrichtigen, dieſelben auf die Wichtigkeit der Sache aufmerkſam machen zu laſſen, und mich von dem Reſultat wo möglich recht bald in Kenntniß zu ſetzen um ſofort die nöthigen Einlei— tungen zur Erxtheilung dieſes Unterrichts treffen zu können. Eckhard. Rößler. Auszuͤge aus dem Regierungsblatte. Auszug aus dem Regierungsblatt Nro. 23. (Fortſetzung.) VII. Rechnungsablage über die Verwendung der für das Jahr 1843 in dem Größherzogthume Heſſen aus geſchriebe⸗ nen Brandentſchädig ungsgelder. Hiernach war die Einnahme: Kaſſevorrath aus voriger Rechnung 147,030 fl. 4% kr., ausgeſchriebene Gelder 177,570 fl. 29 ¼ kr.(Oberheſſen 58,469 fl. 46 ½ kr., Starken⸗ burg 65,996 fl. 45 ½ kr., Rheinheſſen 53,103 fl. 57% kr.), aufgenom⸗ mene Capitalien 32,600 fl., verſchiedene Quellen 4 fl. 22 kr., Summe 357,204 fl. 56½ kr.— Die Aus gabe: An vergüteten Brandſchäden nebſt Beſichtigungs⸗ und Taxations⸗Gebühren: I. In Oberheſſen: 1. Kr. Alsfeld 119 fl. 27 kr., 2. Biedenkopf 79,246 fl. 59/ kr., 3. Büdin⸗ gen 25 fl. 30 kr., 4. Friedberg 6863 fl. 17 kr., 5. Gießen 49 fl. 16 kr., 6. Grünberg 2594 fl. 40 kr., 7. Hungen 1015 fl. 17½ kr., 8. Nidda 4151 fl. 27% kr., 9. Bezirk Vöhl 138 fl. 43¼ kr., 10. Landrathsbez. Lauterbach 3898 fl. 34 kr. Summe 98,103 fl. 11 kr.— II. In Star⸗ kenburg: 1. Kr. Bensheim 19,010 fl. 1 ½ kr., 2. Darmſtadt 1136 fl. 17% kr., 3. Dieburg 3848 fl. 27ù kr., 4. Großgerau 7735 fl. 46 kr., 5. Heppenheim 11,387 fl. 14¼ kr., 6. Offenbach 1356 fl. 50 kr., 7. Landrathsbezirk Breuberg 618 fl. 24 kr., 8. Erbach 5550 fl. 30 kr. Summe 50,643 fl. 46 kr.— III. In Rheinhefſen: 1. Kr. Alzey 5682 fl. 3% kr., 2. Bingen 3757 fl. 38 kr., 3. Mainz, Stadtbezirk 964 fl. 8 kr., 4. Mainz, Landbezirk 924 fl. 15 kr., 5. Worms 18556 fl. 13¼ kr. Summe 13,184 fl. 18 kr.— Wiederholung: In Ober⸗ beſſen 98,103 fl. 11 kr., Starkenburg 50,643 fl. 46 kr., Rheinheſſen 13,184 fl. 18 kr. Summe an vergüteten Brandſchäden ꝛc. 161,931 fl. 15 kr.— Hierzu: abgetragene Capitalien 32,600 fl., Zinſen von abge⸗ tragenen Capitalien 279 fl. 24½¼ kr., von aufgenommenen Capitalien 5828 fl., Beſoldungen und Penſionen 2176 fl., Repartitionsgebühren 2648 fl. 2½ kr., Erhebgebühren 7049 fl. 19¾ kr., Hausmiethe 130 fl zufällige Ausgaben 808 fl. 38½ kr., Depoſiten 20,000 fl., Summe der Ausgaben 233,450 fl. 40 ¼ kr.— Verglichen die Geſammt⸗Einnahme von 357,204 fl. 56% kr. mit der Geſammt⸗Ausgabe von 233,450 fl. 40% kr., bleibt 123,754 fl. 16¼ kr. Dieſer Kaſſevorrath iſt jedoch nicht baar vorhanden, ſondern wurde zu den Ausgaben des Jahres 1844 ver⸗ wendet.— XII. Namens veränderungen: Es wurde geſtattet: am 15. Juli der Adoptivtochter des Gemeindeeinnehmers Andreas Schäfer zu Gießen, Eliſabetha Grüneberg, künftig den Familiennamen„Schäfer“, und der Adoptivtochter des Bürgers und Neſtaurateurs Friedrich Walz zu Darmſtadt, Luiſe Emilie Fiſcher, künftig den Familiennamen„Walz, ſodann am 18. der Adoptivtochter des israelitiſchen Bürgers und Metz⸗ germeiſters Seckel Roſenthal zu Offenbach, Settchen Daniel aus Groß— karben, künftig den Namen Settchen„Roſenthal“ und am 25. den bei— den Töchtern der Wittwe des Metzgermeiſters Joh. Michael Darmſtädter dahier, Joſephine und Anna Eliſabetha, künftig den Familiennamen „Darmſtädter/ zu führen.— (Schluß folgt.) 272* Zur Wetterauer Chronik. Der Ludwigstag zu Friedberg iſt auch in dieſem Jahre auf eine angemeſſene und würdige Weiſe ge⸗ feiert worden. Zwar waren mehrere Bewohner der Stadt zu dem Feſte der Induſtriellen, das an dem Hohen Namens⸗ tage unſeres geliebten Landesvaters zu Mainz begangen wurde, gereist, zwar hakten ſich einige Hausväter mit ihren Familien zu einer ländlichen Feier in dem herrlichen Ziegen⸗ berg vereinigt, um ſo ihren Tribut zu der allgemein herr⸗ ſchenden Freude des Tages zu geben, zwar hatten ſich die in der Stadt Zurückgebliebenen getheilt, indem die eine Hälfte in dem Trapp'ſchen Gaſthauſe, die andere in dem Rathhausſaale zu Herrn D. Fritz zur Mittagstafel ging, doch wurde durch dieß Alles— weil die Trennung keine abſichtliche, ſondern eine durch beſondere Umſtände veran— laßte war— Niemand in ſeiner Freude geſtört. Auf dem Rathhauſe wie in dem Trapp'ſchen Saale war man an dem Tage, den die Liebe des Volks zu ſeinem Fürſten zu einem Feiertage gemacht hatte, heiter und guter Dinge und gab ſich ganz den Eindrücken hin, die durch paſſende Trinkſprüche auf das Wohl des Allerdurchlauchtigſten Großherzogs und Allerhöchſt Seines ganzen Hauſes hervorgerufen wurden. Abends war im Rathhauſe und im Gaſthofe des Herrn Trapp Harmoniemuſik und Reſtauration, an der auch die Bewohnerinnen der Stadt Antheil nahmen, und die Vorder— ſeite des Rathhauſes war mit vielen Lichtern und Trans— parent recht hübſch beleuchtet.— Wollte Gott, daß all' die Segenswünſche für unſer erhabenes Herrſcherhaus, die am 25. Auguſt laut wurden, in Erfüllung giengen!— Im Laufe dieſer und der vorigen Woche ſind wir zweimal, einmal bei Tage und einmal Abends um 9 ½ Uhr durch Feuerruf erſchreckt worden. Niederweiſel und Burggräfenrod haben das Unglück gehabt, die zerſtörende Macht des Feuers zu erfahren und an beiden Orten ſind ge— füllte Scheunen der Raub der Flammen geworden. Ich kann bei dieſer Gelegenheit eine Frage nicht unterdrücken: wird denn allerwärts mit Strenge darauf gehalten, daß die Dreſcher nicht mit brennenden Pfeifen in die Scheunen gehen? Man will die Bemerkung gemacht haben, daß die meiſten Brände nicht nur in dieſer Jahres— zeit— das wäre erklärlich— ſondern auch an Sonntagen ſtattfinden. Sollte da nicht manchmal der böſe Geiſt des Branntweins in den Köpfen gar Mancher ſpucken, die dann leichtſinnig mit dem Feuer umgehen und wider Wiſſen und Willen ihrem Nächſten ſo großen Schaden zufügen?— Jedenfalls wäre die Sache der Prüfung werth, zumal da ſogar das Cigarrenrauchen bei der arbeitenden Klaſſe nicht mehr zu den Seltenheiten gehört. Vilbel den 25. Auguſt. Die Feſte ſind, abgeſehen von ihrem beſonderen edleren Zwecke, Lichtpunkte in der großen Reihe von 365 Tagen. Sie ſind die Freude der Jugend und mit der Jugend freut ſich der Mann und der Greis. Nur Philiſter können ihnen griesgrämlich entgegen— ſehen. Das Weihnachtsfeſt theilt uns den langen Winter in zwei Hälften und benimmt demſelben etwas von ſeiner düſtern Färbung. Oſtern und Pfingſten ſchmücken den lieb— lichen Fruͤhling noch anmuthiger und andere Feſte werfen bald mehr bald minder ihr mildes Licht in das einförmige Alltagsleben und ſchaffen uns ſo ein angenehm ſchattirtes Ganze. Auch unſer Markt am 19. und 20. d. M. und beſonders der geſtrige Nachmarkt gelten für Vilbel als ſolche Lichtpunkte. Dieſe Markttage waren ein wahres Volksfeſt. Seit 12 Jahren war dieß wieder der erſte Markt. Es galt darum dem Ortsvorſtand, Alles aufzubieten, um demſelben eine Bedeutung zu geben, und jeder Bürger war bemüht, ſein Scherflein dazu beizutragen. Den Sonntag und Montag vor dem Markt ward uns eine langentbehrte— und gerade uns eine doppelte— Freude, ein aufgeklärter Himmel, zu Theil und Alles fing ſchon an ſich geſchäftig froh zu regen. Aber anders wollte es der Dienſtag. Dieſer machte ein düſteres Geſicht zu un⸗ ſerm Vorhaben, und wir, den Gähnenden gleich, ahmten unwillkührlich daſſelbe nach. Auf allen Geſichtern las man einen innern Mißmuth. Es war auch wirklich nicht freudig drein zu ſehen, als der ſchöne— man darf ſagen großar— tige— Zug unter Sang und Klang und im Drang einer großen Menge fremder Theilnehmer, ſich in Bewegung ſetzte und ein neidiſcher Regen freudeſtörend ſich einmiſchte. Ziemlich angefeuchtet erreichte man den ſchlüpfrigen Markt⸗ platz. Weder Schirm noch Marktzelt ſchützte vor den hef⸗ tigen Regengüſſen und man war zu einem beſchämenden Rückzug genöthigt. Es wurde wohl gejubelt, aber ſicher ging der Jubel nicht von Herzen; mehr natürlich wohl war das Lächeln über den Zuſtand der weißen Feſtanzüge ze. Auch das Fatale hat oft ſeine poſſirliche Seite. Am wenig⸗ ſten poſſirlich jedoch war's für die Wirthe, die nun fur die koſtſpieligen Vorbereitungen wenig Erſatz erwarten durf— ten. Der Mittwoch machte wohl, den heftigen Sturm ab— gerechnet, eine freundlichere Miene; doch der Haupttag war vereitelt, die Feſtzüge hatten wenig gelohnt. Als Entſcha— digung für die getäuſchten Hoffnungen der Vergnügungs— luſtigen und der Gewinnſuchenden wurde, durch den Herrn Bürgermeiſter vermittelt, vom Herrn Kreisrath die Erlaub— niß zum geſtrigen Nachmarkt ertheilt. Der machte nun Alles gut. Freundlich niederſchauend ſchuf der Himmel bald freund⸗ liche Mienen. Aus der Umgegend ſtrömten in Maſſen die Beſucher herbei und der wiederholte, vermehrte und ver— beſſerte Zug, das fröhliche Treiben auf dem Marktplatz, das brav gelungene Feuerwerk, der triumphirende Rückzug bei vollſtändiger Illumination, das laute und einſtimmige Hoch bei den unſerm Hohen Fürſtenhaus und den nächſten Behör— den ausgebrachten Lebehoch, die ungeſtörte Fröhlichkeit beim Tanz, kurz das ganze volksthümliche Marktleben hat gewiß jeden Beſucher vollſtändig befriedigt. Schön hat hier Vilbel gezeigt, was eine Gemeinde kann, wenn die Glieder der⸗ ſelben e inſtimmig wollen. Allen Mitwirkenden, aber be⸗ ſonders dem Herrn Bürgermeiſter Breiter, der hier Außer— ordentliches zum Beßten der Gemeinde gethan, volle Aner⸗ kennung und allen fremden Beſuchern ein herzliches Lebe⸗ wohl und im Namen Vilbels die Verſicherung, daß auch an künftigen Markttagen Alles aufgeboten werden wird, um Marktluſtige möglichſt zufrieden zu ſtellen. 55 25 1 „% 273 ür die Hagelbeſchädigten im Odenwald ſoll am nächſten Sonntag den 31. Auguſt ein Concert im Trapp'ſchen Sagle gehalten werden, zu deſſen zahlreichem Beſuch höflichſt und dringend eingeladen wird.— Entrée 24 kr.— Kinder zahlen die Hälfte.— Anfang Abends 7 Uhr. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. rr Gläubiger aufruf. (1242) Großh. Hofgericht zu Gießen hat uͤber das Vermögen des Johannes Kratz 3. von Oberohmen den Concurs erkannt und das unterzeichnete Landgericht mit deſſen Lei— tung beauftragt.. Demgemäß werden alle Diejenigen, welche aus irgend einem Rechtsgrund Anſprüche an die Concursmaſſe bilden wollen, hiermit auf⸗ gefordert, ſolche Dienſtag den 14. October l. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, dahier anzuzeigen und zu begründen, oder zu erwarten, daß ſie von der Maſſe ſtillſchwei⸗ gend ausgeſchloſſen werden. N Da in dieſem Termine auch ein Guͤtever— ſuch Statt finden wird, ſo haben alle, welche nicht in Selbſtperſon erſcheinen, ihre Vertre⸗ ter mit Vollmachten zu verſehen, welche auch auf den Abſchluß eines Vergleiches mitgerich— tet ſind. Grünberg den 5. Auguſt 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Welcker. Faſelochs-Verſteigerung. (1213) Montag den 1. September l. J, des Mittags 11 Uhr, ſoll auf hieſigem Rath⸗ hauſe ein, der hieſigen Gemeinde zugehöriger, gut gehaltener Faſelochs öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Nauheim den 27. Auguſt 1845. Der Churheſſ. Bürgermeiſter Hartmann. Gras-Verſteigerung. (1240 Montag den 1. September l. J., Mittags um 1 Uhr, ſoll das Grummetgras von circa 3 Morgen Gemeindewieſen auf dem Rathhauſe zu Oberrosbach in einzelen Abthei— lungen öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Oberrosbach den 25. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Blecher. Gras- Verſteigerung. (1243) Nächſten Montag als den 1. Sep⸗ tember l. J., Mittags 12 Uhr, ſoll das, der hieſigen Gemeinde zugehörige, Grummetgras, circa 40 Morgen, dahier verſteigert werden, wozu Kaufliebhaber einladet Wölfersheim den 26. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Allwohn. Grummetgras-Verſteigerung. (1246) Montag den 1. September l. J., Vormittags 11 Uhr, ſoll das hieſige Gemeinde— Grummetgras in Abtheilungen an Ort und Stelle meiſtbietend verſteigert werden. Bruchenbrücken den 26. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ.. B E ſt. Holz⸗Verſteigerung. (1247) In dem Ockſtädter Gemeindewald werden Mittwoch den 3. September, Morgens um 2 uhr, 1) 188 Stück eichen und birken Reiſerholz— wellen, 2) 9263 Gebund Ginſter, und Haidewellen, welches ſich zu Backholz eignet, meiſtbietend verſteigert. Die Zuſammenkunft iſt am Ausgang des Friegtriebs. Ockſtadt den 27. Auguſt 1845.„ Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Klein. Aepfel-Verſteigerung. (1248) Dieaſtag den 2. September l. J., Vormittags 11 Uhr, wird das diesjährige Gemeindeobſt dahier, beſtehend in circa 23 Malter Aepfel, an den Meiſtbietenden ver— ſteigert. Holzhauſen den 25. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ried. Verſteigerung. (1249) Eingetretener Hinderniſſe wegen wird die Hofraithe der dahier verſtorbenen Faktor Hepp'ſchen Eheleute, Dienſtag den 9. Sept., Morgens 10 Uhr, in hieſigem Rath— hauſe öffentlich freiwillig verſteigert, welches hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringt. Friedberg am 28. Aug. 1845. a Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Ben dee r. Grummetgras-Verſteigerung. (1250) Montag den 1. September 1845, Vormittags 10 UÜhr, ſoll das diesjährige Grummetgras der Gemeinde Bauernheim bei dem Gaſtwirth Gottbard Walther daſelbſt öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Bauernheim den 27. Auguſt 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Walther. NN D Privat⸗ Bekanntmachungen. Brennholz-Verkauf. (11310 Buchen Scheitholz vom Winter 18 in kleinen und größeren Quantitäten iſt zu haben bei Philipp Peter Spielmann zu Windecken. Guß waaren. (1210) Oefen, Herde, Kochkroppen, Mübl⸗ geſchirr, Tiegel, Mörſer, Bratpfannen u. ſ. w. ſind von heute an bei mir billigſt zu kaufen. Friedberg den 20. Auguſt 1845. Jean Huber. Aufforderung an die Schuldner der pfand- und Leihanſtalt zu Friedberg. (123% Die Schuldner der Friedberger Pfandanſtalt, deren Pfänder bis jetzt verfallen ſind, werden aufgefordert, dieſelben bis zum 10. Sept. l. J. einzulöſen oder zu prolongiren, als ſonſt deren Verſteigerung ſtattfinden ſoll. Bemerkt wird noch beſonders, daß die Aus— löſung, ſowie die Renovation nur an den da— zu beſtimmten Tagen, Montag, Mittwoch und Samſtag, geſchehen kann. Friedberg den 23. Auguſt 1845. Für die Pfandhaus- Verwaltung Faatz. Carl Klein. N dbeſchäfts Eröffnung. (1235) Ich beehre mich, einem geehrten Publikum ergebenſt anzuzeigen, daß ich unterm heutigen Tage auf hieſigem Platze mein Ge— ſchäft als Buchbinder und Galanteriearbei— ter, verbunden mit einem Lager von allen Sorten Schreib materialien, errichtet habe und werde das Vertrauen, um welches ich bitte, durch geſchmackvolle Arbeit und reelle Behand⸗ lung zu rechtfertigen ſuchen. Rodheim bei Friedberg d. 25. Aug. 1845. Heinr. Habicht. Fahrgelegenheit nach Friedberg. (1251) Wir machen hiermit einem geehr⸗ ten publicum die ergebene Anzeige, daß außer dem täglich Morgens 10 Uhr von hier ab⸗ gehenden Wagen nach Friedberg vom 24. Auguſt l. J. an noch ein beſonderer Wagen präcis halb 6 Uhr Morgens abgeht, und von dort Nachmittags 4 Uhr zurückfährt. Grünberg den 12. Auguſt 1845. Flick. Verpachtung. (1252) unterzeichnete iſt geſonnen, zwei Gärten und einen Acker aus freier Hand zu verpachten. Bott. Anton Eich's Wittwe. Ein großer Metzgerhund (1253) iſt mir vor einigen Tagen zuge⸗ laufen. Der Eigenthümer kann denſelben gegen Vergütung der Inſeratgebühren und Fütterungskoſten bei dem Unterzeichneten er— halten Petterweil am 23. Auguſt 1845. Friedrich Ullmann. 150 fl. (125% Vormundſchaftsgelder, auf Verlan⸗ gen auch 200 fl., liegen gegen doppelten Gü— terverſatz auf eine lange Reihe von Jahren zum Ausleihen bereit bei Martin Billaſch in Fauerbach II. 85 fl. (1255) Vormundſchaftsgelder liegen zu 5% zum Ausleihen bereit bei 5 Philipp Preſcher in Vilbel. r (1256) Der Abgang eines Familienwagens von hier nach Homburg wird künftig Mitt⸗ wochs unterbleiben, Sonntags jedoch wie ſeit— her zu den bekannten Stunden ſtattfinden. Friedberg im Auguſt 1845. 5 H. Hanſtein IV. Kirchweihe zu Ockſtadt. (1257) Zu dem Sonntag den 31. Auguſt und Montag den 1. September ſtattfindenden hieſigen Kirchweihfeſte lade ich meine geehrten Freunde, um zahlreichen Beſuch höflichſt bit— tend, hiermit ein. Durch gut beſetzte Tanz— muſik und prompteſte Aufwartung mit gutem Aepfel- und reinem Traubenwein, ſowie mit vorzüglichen Speiſen, hoffe ich einen angeneh— men Aufenthalt in meinem Garten bereiten zu können. Ockſtadt. N. Steyer. Oſſenheimer Wäldchen. (4288 Sonntag den 31. Aug. Har⸗ monie ⸗ und 0 Tanzmuſik wozu höflichſt Aehle. 3 inladet — „ 274. Uachrieht kür Auswanderer. (1140 Sßpeeigl⸗Agenkur Moſtſchiffe zwiſchen Havre und New⸗Bork. Merzeichniß der regelmäßigen Haprer New⸗Norker Poſtſchiffe, welche fuͤr die Monate Auguſt und September l. J. abfahren. Namen Ton⸗ Abfahrts- in Verbindung mit den rheinischen und 25 Tage holländiſchen Dampfſchiffen der Capitaine. nen⸗ Poſtſchiff halt von von A0 5 5 oſtſchiffe. gehalt. ainz, annheim, Havre. Rotterdam. Bingen, Worms. Burgund Wottonn 763 1. Auguſt 27. Juli 23. Juli 22. Juli e Nies 87⁵ 8 4. Auguſt 1. Auguſt 31. Oneidaa Fund 791 16. 7 12 7 9. 17 9 Auguſt Emerald. eee 518[ 24. 1 20. 2 127 18 Zürich. Johnſton.. 87⁵ 1 Septh 27: 2 2 Havre.. Ainsworth. 801 b 4. Septb. 31.„ 3 Baltimore E. Funck 658 16.„ 12 9. Septb. 9. Septb as mer 966 24.„ l 1 4 Obige, für die Monate Auguſt und September bezeichneten Poſt- oder Packetſchiffe gehören der einzig und alleinig beſtehenden, von ſämmtlichen deutſchen Konſuln und ſtädtiſchen Behörden in Havre als ſolche anerkannten Poſtſchiffslinie an, und fahren das ganze Jahr hindurch regelmäßig zwiſchen Havre und New-Nork den 1., 8., 16. und 24. eines jeden Monats hin und zurück. Herr J. G. Appel, Kaufmann in Gießen, ertheilt auf gefällige Anfrage nähere Auskunft und iſt bevollmächtigt, Schiffsaccorde abzuſchließen. Mainz, den 20. Juli 1845. Washington Finlay, Haupt⸗ und Special-Agent der Eigenthümer der regelmäßigen Poſtſchiffs⸗-Verbindung zwiſchen Havre und New-Rork. Mich auf obige Anzeige beziehend, unterlaſſe ich nicht, zugleich darauf aufmerkſam zu machen, daß nur mit obigen Poſtſchiffen eine regelmäßige Beförderung zu erwarten iſt, und daß daher diejenigen, welche aus hieſiger Gegend nach Nordamerika auszuwandern beabſichtigen, in ihrem wohlverſtandenen Intereſſe handeln, wenn ſie ſich der gedachten Poſtſchiffe bedienen und wozu ich meine Vermittlung mit Vergnügen offerire. Gießen im Juli 1845. J. G. Appel, Agent. Zu vermiethen (1259) iſt der unterſte Stock in der ſ. g. Oelmuhle. 0 Friedberg. E. Bechſtein. Eine gut gebaute Zimmerorgel (1260) in Clavierform mit drei Regiſter, ſtehet zum Verkauf. Bei wem? ſagt die Ex— pedition. Immobiliar-Verſteigerung. (12610 Montag den 8. September, Nach⸗ mittags um 2 Uhr, läßt der Unterzeichnete in ſeinem Hofraum in der Burg-Vorſtadt zur öffentlichen Verſteigerung bringen: 1 halbe— deckten Korbwagen, 1 Vogelhaus, 2 Fegemüh— len, mehrere Bienenkörbe und Käſtchen, Miſt— beetfenſter, Sattlerzeug, lederne Mantelſäcke, Blei, Eiſenwerk, eine Bankbettlade, Bettladen und Stühle, 4 ſteinerne und hölzerne Walzen, zinnerne Deſtillirblaſen, Wand-Uhr, 1 Kegel— ſpiel, Arbeitsholz, Zwetſchenſtämme und andere Geräthſchaften. Friedberg am 28. Auguſt 1845. G. C. Morell. Nro. 61 dieſes Blattes ſucht in mehrfacher Anzahl zu kaufen C. Bindernagel. Selſerbrunnen bei Okarben. (1262) Sonntag den 31. Aug. iſt am hieſi⸗ gen Mineralbrunnen wohl beſetzte Harmonie— und Tanzmuſik anzutreffen, wozu mit der Ver⸗ ſicherung billigſter und prompter Bedienung höflichſt einladet Havenecker. Nro. 22. des Wetterauer Sonntagsblattes (von 14 zu 14 Tagen erſcheint eine Nummer und koſtet das Semeſter hier 18 kr., durch die Bezirksboten 24 kr.) wird mit dem heu— tigen Intelligenzblatte ausgegeben. Inhalt: Der Glaube an Gott.— Die Vernunft. Frankfurter Gold-Cours vom 28. Auguſt. fl. J. kr Neue Louisd'or 5 Friedrichsd'or 9 47 ˙ Holländiſche 10 fl. Stücke 9 56 Rand⸗Ducaten 5 36 20 Frankſtücke 9 32 Engliſche Souverains 11 56 Kirchliche Anzeigen für Friedberg. 15. Sonntag n. Trinitatis d. 31. Auguſt. Pfarramtliche Funktionen verrichtet: Herr Pfarrvicar Landmann. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Wamſer. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Dienſtag Nachmittags von 3— 4 Uhr hält Betſtunde: Herr Candidat Alefeld. Ft u cht preiſe 28. Aug. 22. Aug.] 19. Aug. Gattung. Fried⸗ berg Mainz f fl. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen pr. Malter] 10 20115410 2 Kenn 7 8 7 21 40 Gerſte„ 75 537 51371 530 Haſeßn 3 44— 4144 3 45 Polizei⸗ Taxe für die Städte Friedberg und Butzbach vom 30. Auguſt bis 6. Septbr. 1845. 2. Fried- Butz⸗ 3] Brod-Preiſe. berg.] bach. 55 kr. pf. kr. pf. 1; Leib⸗Roggenbrod 3— 31— 2** 5 35 4„„ 11 21 Lth. th —Milchbrod 13% 1% — Waſſerweck 14/1 4% — Gemiſchtes(Tafel-) Brod 15 15 Fleiſch-Preiſe. pf. pf. 1 Ochſenfleiſch üſrtes 11 5— U gemäſtete 9— 9— „Kühfleiſch ungemäſtetes 8—— 1 gc gemäſtetes 8 8— „(Rindfleiſch ungemäſtetes 7——— „ Kalbfleiſch— 6 2 „ Schweinenfleiſch 9* 2 9 „Hammellleiſch 9— 9— 7 Schaaffleiſch 7.2 „ Wurſtvon blos Schweinen 12— 12— „ Gemiſchte Wurſt 8——— „ Bratwurſt 14— 14— „Schwartenmagen 14— 14— „Geräucherter Speck 20— 20— „Schinken 14— 14— „ Dörrfleiſch 14— 14— „ Schweinenſchmalz, ausgelaſſen 18— 118— unausgelaſſen 16— 16— „ Nierenfett 16— 16— „ Hammelsfett 150— 45— Der Gr. Heſſ. e d. K. Friedberg J..: Krach, Kr.⸗Setr. Die Polizei⸗Taxe für die Stadt Butzbach gilt auch für den Kreis Hungen. Der Gr. Heſſ. Kreisrath d. K. Hungen Sollen ius Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg.