* e Butzbach 1845. — D* 10 15 105⁰ 100 55 11— ntellige für die enz- Glatt Provinz Oberheſſen im Allgemeinen, die Kreiſe Friedberg, Grünberg und Hungen und die angrenzenden Bezirke im Beſonderen. 8 nnen Der Großherzoglich Heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Hungen an ſammtliche Bürgermeiſter dieſes Kreiſes. Betreffend: Einbruch in der Nacht vom 17. auf den 18. April 1845 an der Hinterthür der Wohnung des Friedrich Kraft zu Hungen. Bei einem, in der Nacht vom 18. auf den 19. d. M. dahier ſtattgehabten Einbruch ſind folgende Gegenſtände ent— wendet worden: 10 ein weißſtieliges Taſchenmeſſer, 2) eine ganz neue Sichel, 3) ein ganz neues, noch nicht ganz fertiges Betttuch halb von Baumwollen und halb von Leinen mit IM. K. roth gezeichnet, 4) ein grüner baumwollener noch neuer Kittel, 5) ein brauner beiderwollener Weibsrock, 6) ein blau und weiß gedruckter baumwollener Weibsrock, 7) eine dergl. Schürze geflickt, 8) zwei blaue leinene Schürzen, 9) ein baumwollenes, grün, roth und weiß carirtes Weibs— halstuch, 10) aus einer Weſte ungefähr drei Gulden baares Geld in kleineren Münzſorten, 11) einen Kellerſchlüſſel. Da der Thaäter bis jetzt nicht hat ermittelt werden können, ſo fordere ich Sie auf, Falls ſich Spuren von den bezeichneten Sachen auffinden ſollten, alsbald die Anzeige dahier zu machen. Hungen den 23. April 1845. Feen ens er icht nn In Nr. 32 d. Bl. leſe man auf der erſten Seite Sp. 2. Z. 14. v. unt. 6) Einartshauſen ſtatt 6) Emmertshauſen. Friedberg den 25. April 1845. Geſtern hatten wir das Glück S. Königl. Hoheit den Erbgroßherzog von Heſſen und bei Rhein in unſere Stadt einfahren zu ſehen. Höchſtdieſelben inſpicirten geſtern das da— hier garniſonirende Bataillon und ließen im Großh. Schloſſe Anordnungen treffen, welche, zur Freude aller Bewohner Friedberg's, auf einen öfteren Beſuch Sr. Königl. Hoheit ſchließen laſſen. Möchte uns dann auch das Glück bald zu Theil werden, Hochſtdero Gemahlin in unſern Mauern zu ſehen. Se. Königl. Hoheit verweilten hier bis dieſen Mor— gen um 6 Uhr, wo Höchſtdieſelben abreiſs'ten. Zur Wetterauer Chronik. Der den Gemeinſinn und die Wirkſamkeit unſeres verſtorbnen Bürgermeiſters Fritz nach Verdienſt würdigende Aufſatz in Nr. 29 d. Bl. beſagt unter andern: daß der Verblichene im Jahr 1825 zum Bürgermeiſter und im dar— auf folgenden Jahre zum Abgeordneten der Stadt Fried— berg erwählt worden ſei, welche beiden Würden er bis zum Augenblicke ſeines Todes ununterbrochen beibehalten habe. Dieſe Angabe iſt unrichtig; denn, abgeſehen von der durch die Auflöſung des Landtages von 1834 bis zur Wieder— erwählung der Abgeordneten eingetretenen Sedivacanz, wurde unſere Stadt auf dem Landtag von 18 ¼, nicht durch Bürgermeiſter Fritz, ſondern durch den Gr. Geheimen Staats— rath Dr. Jaup in Darmſtadt vertreten. Im Uebrigen dem, was in dem erwähnten Aufſatze zur Ehre und zum Lobe des Dahingeſchiedenen geſagt iſt, vollkommen beipflichtend, glaubte ich dieſe Berichtigung den Leſern d. Bl. um ſo weniger vorenthalten zu dürfen, als ſich der nehmliche Irrthum auch in die dem Verſtorbenen von unſerm hochverehrten Geiſtlichen Dr. Fertſch gehaltne Grabrede eingeſchlichen hat. Suum cuique! Ein an der Wahrheit haltender Bewohner der Stadt. Wie es gekommen ſei, daß man glaubte, Hexen verſammelten ſich in der Walpur— gisnacht auf dem Brocken? Unter dieſer Ueberſchrift iſt in Nr. 15. ein kleiner Aufſatz gegeben, welcher die Entſtehung dieſes alten Aber— glaubens, der noch in ſehr vielen Köpfen bei uns ſpuckt), zu erklären ſucht, aber mehr aus der eigenen Phantaſie ſchöpft“), als Geſchichtliches bietet. Da nun der erſte *) So iſt z. B. in G. in der Wetterau ein Mann, der glaubt, daß am 1. Mai die Hexen die Spitzen der Zeitloſe zu Gemüſe ver brauchten. Der Einſ. **) Uebrigens findet ſich die Art der Entſtehung des fraglichen Aber glaubens in verſchiedenen Schriften gerade ſo, wie in jenem Auf— ſatze in Nr. 15. angegeben. Hätte derſelbe nur ein Phantaſiegebilde enthalten, ſo hätten wir ihm wahrſcheinlich die Aufnahme verweigert Die Red. ſo glaubt der unterzeichnete Ein⸗ auf die Entſtehung jenes Hexenaber⸗ Er ſchoͤpft das Nachfolgende aus Mai immer näh. ſender, es ſei gu glaubens zurücd der deutſchen ners ie che 4 von einem Freunde zu den d ee um aus ihm über jenen Aberglauben die Wahrheit zu erforſchen. Die wahre Entſtehung des Aberglaubens iſt folgende: Der erſte Ma(Walpurgistag) war die Zeit eines Opferfeſtes und der alten Moſverſammlung des Vol⸗ kes. Am erſten Mai wurden noch lange Jahrhunderte vor— zugsweiſe die angebotenen Gerichte gehalten, d. h. die alten dentſchen Gerichte, zu welchem alle Freie jahrlich zu— ſammenkamen. Am erſten Mai war das froͤhliche Mai⸗ reiten der alten noͤrdlicheren Deutſchen, da die Landleute, nicht ſelten mit Adel und Konig, in allgemeiner Volksluſt⸗ barkeit prächtigen Umzug durch Straßen und Dörfer mit darauffolgenden Gaſtmahlen und Reihentanz hielten, alles zur Ankündigung des Sommers, zur Einfuhrung des Mai's in die Stadt, denn der Winter hat nun Abſchied genommen. Am erſten Mai ward das heilige Feuer durch heftiges Aneinanderreiben zweier Hölzer angezündet und das Opfer⸗ feſt gefeiert. Der erſte Mai iſt einer der hehrſten Tage des ganzen alten deutſchen Heidenthums. Nun geſchahen aber vor Alters die heiligen Opfer an beſtimmten Plätzen, gern auf Bergen; eben ſo wurden die altdeutſchen Gerichte an beſtimmten Orten, oft auf Höhen, Bergen, gehalten, wie wir Wetterauer z. B. an der Mahlſtätte zwiſchen Oſſen⸗ heim und Unterflorſtadt, an der wilden Frau Geſtühl bei Dauernheim ꝛc. ꝛc. wiſſen konnen. Als aber nun die Deut⸗ ſchen Chriſten geworden und das Chriſtenthum bei unſern Voreltern durchgedrungen war, ſo ſahen ſie ihre alten heid⸗ niſchen Götter als böſe Weſen an, die darüber zürnten, daß ſich das Volk von ihnen abgewandt hatte. So wurden die alten Goͤtter, ſtatt früher als gütige, angebetete Weſen, jetzt als feindliche angeſehen, vor denen ſich das Volk fürch⸗ tete, und an die ſich die Zauberei knüpft, womit noch ſpäter⸗ hin der Aberglaube den Teufel in Verbindung brachte. Die im deutſchen Heidenthum geehrten und geſcheuten Prieſterin— nen, Aerztinnen, die ſagenhaften Nachtfrauen, welche der chriſtliche Deutſche ebenfalls nachher fürchtete und gering— ſchätzte, aber noch nicht zu verfolgen getraute, verwandelten ſich nach dem Sturze jener Götter in dem Volksglauben zu Hexen. Die alten heidniſch heiligen Orte aber wurden damit auch gefürchtet, ſo wie die heiligen Zeiten. Es bil— dete ſich der von der Einbildungskraft immer mehr ausge— malte Glaube, daß an dieſen Orten und zu den Zeiten die zu dem Gefolge der nun geſtürzten, feindlichen alten Göt⸗ tinnen gehörenden Hexen ſich mit ihren Anhängern heimlich verſammelten, und den alten Reihentanz, der den Chriſten⸗ bekehrern, wie jeder Tanz, ſündhaft war, aufführten. Das wird auch dadurch beſtätigt, daß da, wo mehrere Hexen⸗ feſte genannt werden, dieſe immer auf die alten, üblichen heidniſchen Feiertage und Gerichtstage fallen; eben ſo, daß die Plätze, wohin die Hexen fahren, lauter Plätze ſind, wo vor Alters Gericht gehalten wurde oder heilige Opfer ge— ſchahen. So werden eine Menge Berge genannt, wohin die Hexen fahren“), und dahin gehören auch die Blocksberge, wie in Meklenburg und Preußen mehrere Berge heißen. Vor allen aber iſt der Blocksberg*), als höchſte Spitze des Harzes, der Ort des Hexentanzes. Wie er zu dieſer ) In Friedberger Hexenproceßacten über 2 Perſonen aus Rodenbach und Altenſtadt, welche Acten Dr Soldan zu Gießen im Auszug hat drucken laſſen, wird als Verſammlungsort der Hexen die Stamm⸗ 5 Lücke angegeben. Dieſes natürlich falſche Geſtändniß war erpreßt. 74*) Blocksberg d. i. Brocksberg(Brocken) „ 134. Ehre gekommen, läßt ſich freilich geſchichtlich nicht beſtimmen, und es iſt gewiß beſſer, hier offen einzugeſtehen, als ein Phantaſiegemälde von Schildwachen Karls des Großen und maskirten Theilhabern des Hexenballes zu entwerfen). Zwiſchen 1400 und 1500 kommt es zum erſtenmal vor, daß es(in einem Beichtbuche) von Zauberinnen heißt:„die uf den Brockisberg varen.“ Was endlich das Reiten der Hexen betrifft, ſo glaubten ſchon die heidniſchen Deutſchen, daß die Zauberinnen abendlich und nächtlich ausführen oder ritten. Das Ergebniß des Geſagten iſt: 1) Man weiß nicht, wann der Aberglaube aufgekommen iſt, daß die Hexen auf den Blocksberg fahren oder viel— mehr reiten, und warum gerade der Blocksberg ge— nannt wird. Vermuthlich war er ein heidniſch geheilig— ter Berg. 2) Der Aberglaube iſt dadurch entſtanden, daß die alten Deutſchen, als ſie Chriſten geworden waren, ſich vor ihren früheren Göttern fürchteten, und die Prieſterinnen und heiligen Frauen als Hexen anſahen. 3) Die im Heidenthum durch Gericht oder Opfer gehei ligten Orte der alten Deutſchen und die altgeheiligten Zeiten der Opfer und Feſte wurden mit dem Chriſten— thum bei den Deutſchen mehr und mehr Hexenorte und Hexenzeiten. 4) Der erſte Mai war eine bei den Heiden, wie ſich oben ergibt, beſonders heilige Zeit, die hehrſte im ganzen alten deutſchen Heidenthum. Es war natürlich, daß der Aberglaube die Hexenfahrten beſonders in der Nacht dieſes erſten Mai's geſchehen ließ. G. im März. 5 Die Guſtav-Adolph⸗Stiftung betreffend. (Aus dem Dekanat Hungen.) Welche Theilnahme dieſer ſo zeitgemäße und höchſt wohlthätige Verein auch in den Gemeinden des Decanats Hungen gefunden, iſt daraus zu entnehmen, daß für das Jahr 1845 an Beiträgen von ſtändigen Mitgliedern in 16 Gemeinden 118 fl. 9 kr. an den Rechner des Oberheſſiſchen Zweigvereins eingeſendet wurden. Hierzu haben folgende Gemeinden beigetragen: 1) Bellersheim 7 fl. 52 kr.; 2) Bettenhauſen 30 kr.; 3) Birklar 7 fl. 2 kr.; 4) Gambach 8 fl. 14 kr.; 5) Griedel mit Marienſchloß 10 fl. 23 kr.; 6) Grüningen 8 fl. 18 kr.; 7) Holzheim 8 fl. 38 kr.; 8) Hungen 8 fl.; 9) Langsdorf 3 fl. 36 kr.; 10) Münzenberg 18 fl. 28 kr.; 11) Muſchenheim 5 fl. 3 kr.; 12) Obborn⸗ hofen 7 fl. 31 kr.; 13) Oberhörgern 13 fl. 21 kr.; 14) Trais⸗Münzenberg 2 fl. 56 kr.; 15) Weckesheim 3 fl. ö kr.z 16) Wölfersheim 5 fl. 12 kr.— Erwägt man, daß die Mehrzahl dieſer Gemeinden gerade nicht reich zu nennen iſt, ſo kann man mit dieſen Beiträgen wohl zufrieden ſein. Blos in 3 Gemeinden des Decanats Hungen, nämlich Dorfgüll, Nonnenroth und Villingen hat der Verein bis jetzt noch keine ſtändige Mitglieder gefunden; es ſteht jedoch zu er⸗ warten, daß auch in dieſen Gemeinden die gute Sache dem— nächſt eine entſprechende Theilnahme finden wird. Bekanntmachungen. Wir benachrichtigen hiermit alle Menſchenfreunde, welche an dem Gedeihen unſeres Vereins Antheil nehmen, daß der Rechenſchaftsbericht über das Wirken deſſelben im Jahr 1844 in Nr. 85 der Ghzl. Heſſiſchen Zeitung erſchie⸗ nen iſt und verbinden hiermit, unter Bezugnahme auf unſere *) Nach dem Aufſatze in Nr. 15. ſollten nur die Theilhaber an den Hexenbällen von den Kriegsknechten für Hexen ausgegeben worden ſein. Die Red. Der Vorſta der Cent Der beſſerung Starkenbu and, bei dem Herrn ſtructionel mächtigten Derſelbe! der ſeines und ſind a der Merellts Darn Der Vorſtat der Cent — Bekann Oeff Veff 613) C0 bach enkliet Grundſtücke Georg Geck welches beſch iſt. Da jed nicht mehr auf Anteag ſprüche aus leſtand des len wollen. Wochen un aufgefordert ther fuͤr er! Eintrag n werden wir Ibledoe 4 Bekanntmachung vom 11. November v. J., die Bitte, daß wir durch zahlreiche Beltrittserklärungen recht bald in den Stand geſetzt werden mochten, auch in der Provinz Ober⸗ heſſen eine gleich erfolgreiche Wirkſamkeit wie bisher in der provinz Starkenburg eintreten zu laſſen. Die Gr. Herrn Verwaltungsbeamten werden recht gerne, inſolange wir noch keine eigene Bezirks-Bevollmäch— tigte beſtellt haben, gefällig jeden etwa gefordert werdenden Aufſchluß ertheilen, Beitrittserklärungen annehmen und Ab⸗ drücke der Statuten abgeben, auch hiernächſt geeignete Un— terſtützungsgeſuche bei uns vermitteln. Darmſtadt den 19. März 1845. Der Vorſtand des Vereins zur Verbeſſerung des Zuſtands der Iſraeliten für die Provinz Starkenburg als Central-Vereins⸗Vorſtand. Goldmann. Der unterzeichnete Vorſtand des Vereins zur Ver— beſſerung des Zuſtandes der Iſraeliten für die Provinz Starkenburg, in ſeiner Eigenſchaſt als Central-Vereins-Vor- ſtand, bringt hiermit zur Kenntniß der Betheiligten, daß dem Herrn Rechner Funk zu Hungen die ſtatuten- und in⸗ ſtructionsmäßige Verſehung der Stelle eines Vereinsbevoll— mächtigten für den Kreis Hungen übertragen worden iſt. Derſelbe iſt ſonach berechtigt, die Beiträge der Vereinsglie— der ſeines Kreiſes für die Vereinskaſſe dahier zu erheben und ſind an denſelben alle Geſuche um Unterſtützung aus der Vereinskaſſe zu richten. Darmſtadt den 14. April 1845. Der Vorſtand des Vereins zur Verbeſſerung des Zuſtands der Iſraeliten fur die Provinz Starkenburg als Central⸗Vereins-⸗Vorſtand. Goldmann. 135 44 · Four die armen Fase ſind eingegangen: von einer fröhlichen Geſellſchaft bes Schmitt 1 fl.; durch Gr. Heſſ. Bürgermeiſter Beck zu Rendel und mehrere Einwohner daſelbſt, die ſich mit beſonderem 301 Sammlung angenommen 5 12 fl. 36 kr.; zuſammen 1 fl. 30 k, deren Empfang ich mit herzlichem anke beſcheinige. Zugleich bemerke ſch, daß am 9. d. M durch dle e 35. Bare Gebhard und Hauck in Frankfurt a. M. und S. und J. B. Bavier in Chur porta d fi Gulden an die Felsberger abe 2225 8323 L. Matthias, Caſſier. Friedberg am 18. April 1845. Für die Waſſerbeſchädigten iſt bei dem Unterzeichneten eingegangen: 1.„Scherflein elner Witwen fl. 45 kr. 2. Von K. R. E. z. F. 1 fl. 45 kr, wofür ich den Gebern hiermit herzlich danke. Prof. Dr. Fertſch. Bei C. Bindernagel iſt eingegangen: durch Großh. Hef. Kreſsralh dahier von der Gemeinde Oſſenheim 15 fl. 42 kr. Gn et für die Waſſerbeſchädigten des Großherzogthums Heſſen zu Butzbach im Saale des Herrn Joutz am 4. Mai 1845 Er ſte Abtheilung: 2) Trio für Pianoforte, Violino und Violoncello von Reißiger 1) Männerchor von L. Moltke. 3) Duett aus: Romeo und Julie von Bellini. 4) Fantaiſie für Violoncello von Ser vais. 5) Terzett aus: Figaro von Mozart. 6) Variations für Pianoforte von A. Henſelt. Zweite Abtheilung: 7) Männerchor von B. Schädel. 8) Trio. Schluß von Nr. 2. 9) Fantaiſie für Violino. 10) Lieder von Lachner. 11) Baß⸗Arie von Mozart. 12) Chant d' Adieux für Violoncello von Franchomme. Anfang: präcis 7 Uhr.— Preis: 30 kr. Bekanntmachungen von Be⸗ hoͤrden. Oeffentliche Aufforderung. 1813) Conrad Weifert, Wittwer zu Mel— bach entliehe gegen Verpfändung mehrerer Grundſtücke am 16. April 1832 bei Joh. Georg Geck daſelbſt ein Capital von 100 fl., welches beſcheinigtermaßen abgetragen worden iſt. Da jedoch die deßfallſige Schuldurkunde nicht mehr vorgelegt werden kann, ſo werden auf Antrag des Schuldners alle welche An⸗ ſprüche aus derſelben machen und den Fort⸗ beſtand des conſtituirten Pfandrechtes behaup— ken wollen, zu deßfallſiger Anzeige binnen 6 Wochen unter dem Rechtsnachtheile hiermit aufgefordert, daß ſonſt die erwähnte Hypo— thek für erloſchen erachtet und der deßfallſige Eintrag in den Hypothekenbüchern geſtrichen werden wird. Friedberg den 15. April 1845. Großh. Heſſ. Landgericht Hofmann. Edicetalladung. (173) Anna Cliſe, Johannes Freienſehners II. Ehefrau, geb. Rühl, und deren Schweſter, Eliſabethe Rühl dahier, beſitzen die ihnen an⸗ geblich von Konrad Müllers Wittwe von der Schmittmuhle, bei Ulrichſtein, vermachten, in * Gemarkung gelegenen, Grundſtücke, als: 180% XXI/9 274,8[UIKlftr. Wald in Stücken, XXI 1965,[Igiftr. Wieſe in den Strumpf, 180% XXII/)2 643[IKlftr. Acker in Stücken, 47 IV/õ53 404,7[IAlftr. Wieſe die Grund— mühle, XXI/140 720[IKlftr. Acker am Krummen⸗ Acker, können aber den behaupteten Erwerbsgrund, wegen angeblicher Vernichtung der darüber ſprechenden Acten, gelegentlich der im Jahr 1830 in Schotten ſtattgebabten tumultuari— ſchen Auftritte, nicht beweiſen. Auf ihren Antrag werden Diejenigen, welche an die frag⸗ lichen Grundſtücke Eigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſprüche bilden zu konnen glauben, aufgefordert, ſolche binnen ſechs Wochen, von heute an, dahier geltend zu machen, widrigen— falls das Eigenthumsrecht der Genannten für anerkannt angenommen und eine, dieß be— ſcheinigende Urkunde ausgeſtellt werden wird. Ulrichſtein den 1. April 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Edietalla dung. (508) Der geweſene Gr. Bürgermeiſter Kaspar Hofmann und ſeine Ehefrau Gertrud, geb. Rühl, beſitzen in den Gemarkungen von UÜlrichſtein und Köddingen eine Hofraithe und zwei und fünfzig Parcellen, Aecker, Gärten und Wieſen, uͤber deren Eigenthum ſie kei— nen urkundlichen Nachweis zu liefern ver— mögen. Auf ihren Antrag werden darum alle Diejenigen, welche an das fragliche Grund— vermögen, deſſen einzelne Stücke aus dem in der Landgerichts-Regiſtratur zu Jedermanns Einſicht offen liegenden Grundbuchsauszügen erſehen werden können, Eigenthums- oder ſonſtige dingliche Anſprüche bilden wollen, auf— gefordert, ſolche binnen ſechs Wochen von heute dahier geltend zu machen, widrigenfalls das Eigenthum der Genannten für anerkannt angeſehen und denſelben eine Eigenthumsur kunde ausgeſtellt werden wird. Ulrichſtein den 10. April 1845. Großh. Heſſ. Landgericht daſ. Zimmermann. Bekanntmachung. (877) Dienſtag den 5. Mai d. J., Vormit tags 10 Uhr, ſoll der diesjährige Bedarf der Saline an Nägeln im Geſchäftslocale der unterzeichneten Behörde an den Mindeſtfor— dernden veraccordirt werden. Nauheim den 24. April 1845. Kurfürſtlich Heſſiſches Salzamt Schäfer. Schmincke. F. Schreiber. Verpachtung einer Mahlmühle bei Ulrichſtein. (878) Samſtag den 3. Mai, Vormittags 10 Ubr, ſoll die bisher von Johs Stöhr be— ſeſſene ſ. g. Grundmühle im Langwaſſergrund bei Ulrichſtein eine oberſchlächtige Mablmühle mit einem Rad, nebſt einigen Gärten, Aeckern und Wieſen, zuſammen etwa 6½ Morgen auf mehrere Jahre einer öffentlichen Verpach— tung ausgeſetzt werden. Ulrichſtein am 23. April 1845. Der Gr. Rentamtmann des Bezirks Schotten Prätorius. Bekanntmachung. (79) Samſtag den 3. d. M., Vormittags 10 Uhr, ſoll die Fertigung einer Mauer am Pfarrgarten, 2240 Cubikfuß enthaltend, we nigſtnehmend auf hieſigem Rathhauſe in Accord gegeben werden, Steigliebhaber werden hierzu eingeladen. Rodheim den 24. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Jacobi. Verpachtung. (880) Mittwoch den 30. l. M., Nachmit⸗ tags 2 Uhr, werden in dem Nebenzimmer des Saales in hieſigem Rathhauſe nachſtebende zur erſten Pfarrei gehörende Gärten auf ein Jahr öffentlich meiſtbietend verpachtet, als: 1 Morgen, 37 Ruthen(387,8[IKlftr.) Gar⸗ ten vor dem Fauerbacher Thore und 20 Ruthen (39,3[JKlftr.) in den Liebfrauengärten. Friedberg den 28. April 1845. Der Beigeordnete Bender. Verſtejgerung. (881) Donnerſtag den 29. Mai l. J., Mor⸗ gens um 11 Uhr, wird in hieſigem Rathhauſe die, dem Konrad Jung II. und Philipp Jung dabier zustehende Hofraithe, beſtehend in Wohnhaus und Gärtchen an Philipp Jacob Groß und Konrad Konig gelegen, ſodann 51½ Ruthen(101 ½(òIKlftr.) Garten in der Langgaſſe, getheilt mit Michael Bauer öffent— lich meiſtbietend verſteigert. Friedberg den 25. April 1845. a In Auftrag Großh. Landgerichts Der Beigeordnete Bender. Arbeits- Verſteigerung. (882) Samſtag den 3. Mai d. J., Vormit⸗ tags um 10 Ubr, ſollen dabier die durch die Regulirung des Nidderfluſſes entſtehenden Handarbeiten vervoranſchlagt zu 150 fl. öffent⸗ lich an den Wenigſtnehmenden in Accord ge— geben werden. Oberau am 28. April 1845. Der Weg⸗ und Wieſenwärter Ruppel. Zum Verkauf. (8880) Ein fetter dreijähriger Faſelochs, der bieſigen Gemeinde gehörend, ſoll den 6. Mai l. J., Vormittags 10 Uhr, in hieſiger Bürger— meiſterei verkauft werden. Florſtadt den 25. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Appel. Verſteigerung. (88˙0 Dienſtag den 6. Mai d. J., Nach⸗ mittags 4 Uhr, wird die diesjährige Grasbe— nutzung in dem hinteren und rorderen Hirſch⸗ graben und am Burgberg an Ort und Stelle öffentlich verſteigert und der Anfang an erſt⸗ genanntem Orte gemacht. Friedberg den 26. April 1845. Der Großh. Domänenrath Buß. Eichen⸗Lohrinde-Verſteigerung. (585) Freitag den 2. Mai l. J., des Vor⸗ mittags um 10 Uhr, werden auf hieſiger Bürgermeiſterei circa 100 Centner Eichenloh⸗ rinde meiſtbietend verſteigt. Forſtſchütz Schopp dahier wird den Beſtand im Gemeindewald Bodenhard auf Verlangen zeigen. Pohlgöns am 22. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Schöpff. Bau⸗ und Werkholzverſteigerung im Revier Arns burg. (386) Freitag den 2. Mai, von Morgens 9 Uhr an, ſollen auf der Hard, 420 Fichten und 400 kiefern Bau- und Werkholzſtämme von 10 bis 113;zölliger Dicke Parthieenweiſe verſteigert werden. Gegen Bürgſcheine wird Zahlungsfriſt bis Martini d. J. ertheilt. Man bittet die Herrn Bürgermeiſter in der Umgegend dieſe Anzeige in ihren Gemeinden gefälligſt bekannt machen zu laſſen. Arnsburg am 22. April 1845. Der Gräfl. Solms. Rentamtmann. Fabricius. „ 136* Bekanntmachung. 687) Die Herrn Bürgermeiſter derjenigen Ortſchaften, welche ihren Bedarf an Braun⸗ kohlen gewöhnlich vom Dorheimer Berg⸗ werk beziehen, werden erſucht, im Intereſſe ibrer Ortsangebörigen bekannt machen zu laſſen, daß Wohnung und Bureau des Unter⸗ zeichneten ſich nunmehr in dem Hauſe des Herrn Staabsarztes Renz in der Burg dahier befindet. Friedberg am 28. April 1845. g Der Großh. Heſſ. Bergrentmeiſter Textor. Holz-Verſteigerung. (588) Mittwoch den 7. Mai d. J., Vor⸗ mittags 9 Uhr, ſollen im hieſigen Gemeinde⸗ wald, Diſtrikt Luͤckenbuſch und Buchwald, 1 6 Stecken buchen Prügelholz, 29 5 7 eichen 77 3) 8 1 aspen 0 0 4) 1000 Stück eichen und aspen Wellen Rei⸗ ſerholz, 5) 256 Stämme eichen Werk⸗ und Nutzholz, 219 Cubf., 6) 47 eichen Nutzſtangen, 87 Cubf., 7) 26 aspen und 2 birken Stangen, 76 Cubf. 8) 700 Stück buchen Bohnenſtangen, öffentlich meiſtbietend verſteigert werden. Die Zuſammenkunft iſt im Lückenbuſch. Rodenbach am 26. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Hetterich. Holz-Verſteigerung in dem Gemeindewald Fauerbach J., Reviers Hochweiſel. (889) Montag den 5. Mai, Vormittags 9 Uhr, ſollen in dem hieſigen Gemeindewald, Diſtrikt Heide, nachbenannte Holzſortimente einer öffentlichen Verſteigerung ausgeſetzt wer⸗ den, als: 5 5 1) 1% Stecken buchen und birken Prü— gelholz, 2) 16 ½ Stecken dergl. Stockholz. 2. Klaſſe, 3) 218 dergl. Wellen, 1 4) 158 eichen, birken und nadel Holzſtämme, 1299 Cubikfuß enthaltend,. 5) 191 dergl. Stangenholz, 412 Cubikfuß enthaltend. Die Gr. Bürgermeiſter werden erſucht, ſol— ches in ihren Gemeinden bekannt machen zu laſſen. n Fauerbach I. am 26. April 1845. Der Grßh. Heſſ. Bürgermeiſter Werner. Bekanntmachung. (390) Dienſtag den 6. Mai l. J., Vormit⸗ tags 9 Uhr, ſollen auf dem Bureau des Un⸗ terzeichneten, von den auf dem herrſchaftlichen Fruchtſpeicher dahier lagernden Früchten aus der Einnahme von 1844 ö 40 Malter Waizen, 100. Korn, 120„ Gerſte, Gr. Heſſ. Maaſes, öffentlich an den Meiſtbie⸗ tenden verſteigert werden. Buͤdingen den 23. April 1845. i Wegelin. a ειενιενννσ Privat⸗ Bekanntmachungen. W Zu vermiethen! (863) Da der beabſichtigte Verkauf meines Hauſes unterbleibt, ſo mache ich die Anzeige, daß ich den unteren Stock deſſelben zu ver⸗ miethen wünſche. Auch verſchiedene Sorten Georginen wer den bei mir billig abgegeben. Friedberg. Wittwe Botſch. Anzeige fuͤr die Herren Oekonomen. (665) Deutſcher, weißer, aͤcht franz. Luzerner Kleeſaamen, gelbe Markerbſen zum Säen, ſowie Gyps und Saamenkuchen iſt en gros et en detail zu den billigſten Preiſen zu haben bei Hirſch Mayer Soͤhne in Münzenberg und Butzbach. Kleeſa amen (891) rotber(deutſcher), weißer und Lu⸗ zerner in beßter Qualität und zu den billigſten Preiſen bei ph. Dan. Kümmich. Nicht zu uͤberſehen. (392) Ich empfehle mein Waarenlager nun⸗ mehr durch neu binzugekommene Artikel, be⸗ ſtehend in Pflaumen, Bettfedern, vollſtändig gefertigten Betten, Roßhaaren, Tapeten in außerordentlicher Auswahl, ſowie meine ſon⸗ ſtigen bekannten Artikel auf's Beßte, unter der Verſicherung, daß mein höchſtes Beſtreben dahin geht, meine verehrlichen Abnehmer in jeder Art ehrlich zu bedienen. Weckesheim am 27. April 1845. Jo ſeph Strauß. 350 fl. Vormund ſchaftsgelder (393) ſind auszuleihen bei J. Falck. Ein Log is, (890 welches ſogleich bezogen werden kann, hat zu vermiethen K. Gerſter in der Vorſtadt. n; (895) Ich zeige hiermit an, daß ich bei Herrn Schneidermeiſter Klein an dem Fauer⸗ bacher Thore wohne. Rudolph, Muſiklehrer. Literariſche Anzeige. Bei C Bindernagel in Friedberg iſt wieder angekommen: Ronge, J., Rechtfertigung. 18 kr. —— An meine Glaubensgenoſſen und Mitbürger 5 9 kr. „ katholiſchen Lehrer. 6 kr. Czerski, Rechtfertigung meines Abfalles von der römiſchen Hofkirche. 18 Fp Ronge, Czerski und die chriſt⸗katholiſche Gemeinde zu Schneidemühl. Ad acta ecolesiastica. Von C. G. M. Janj. 36 kr. Das katholiſche Deutſchland frei von Rom! Oder: Was iſt nach den neueſten Ereigniſſen zu hoffen für Ein einiges chriſt⸗ liches Deutſchland? Von Dr. J. Fr. Th. Wohlfarth 45 kr. Heil.⸗Rock⸗Album. 27 kr. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Feſt der Himmelfahrt Chriſti. Vormittags predigt in der Burgkirche: Herr Stadtpfarrer Fertſch. Nachmittags predigt in der Burgkirche: Herr Candidat Lehn. Gedruckt und verlegt unter Verantwortlichkeit von Carl Bindernagel in Friedberg. . . birigirenden Silke von d Grafen von oder Vergeh didtet Sia Gtoßher zo gien geflüt mord, Tod Sittlichkeit Fälschung Dee folgend gehren der ferte darf f wegen eir lung, noch vorgeſehen andere von oder beſtre die Auslief digten vor